Rezession bahnt sich an, noch bestehen Hoffnungszeichen


New York, 5. September 2008

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Versöhnlich schloss die Börse am Freitag. Der Dow Jones drehte am Nachmittag um 32 Punkte ins Plus und endete die Woche bei 11.220 Zählern. Am Donnerstag stürzte der Dow Jones indes um 344 Zähler in die Tiefe. Es besteht die Sorge, dass Hedgefonds ihre Anteile versilbern müssen, weil ihre Anleger angeblich in Scharen davon laufen.
Es sieht in der Tat aus, als ob die US-Wirtschaft in eine Rezession zum Jahreswechsel läuft. Die Amerikaner haben die höchste Arbeitslosenquote seit dem September 2003. Freilich kann der gesunkene Ölpreis noch für Entspannung sorgen und den Druck nehmen. Sollte das Öl unter die 100-Dollar-Marke rutschen, dürfte womöglich noch eine Rezession abzuwenden sein. Dafür ziehen dunkle Wolken über Europa. Es zeichnet sich in einigen EU-Ländern eine heftige Rezession ab. In Anbetracht dessen haben die Börsen gar nicht so dramatische Abschläge verbucht, das hält sich alles noch in Grenzen. Auch wenn es für den ein oder anderen durchaus schmerzhaft sein kann. Value Investoren stört das wenig. Sie haben einen langfristigen Zeithorizont. Darüber hinaus spielt es als Langfristanleger so gut wie keine Rolle, ob sie am Montag oder Donnerstag eine Aktie kaufen. Als Value Investor handeln Sie wie ein Geschäftsmann. Er kauft eine Gesellschaft, weil er davon felsenfest überzeugt ist. Ob die Firma dann einen Dollar mehr oder weniger kostet, interessiert nicht die Bohne. Von dem hektischen Hin und Her halte ich nichts. Davon profitieren in erster Linie die Börse und Ihre Bank, sie verdienen sich eine goldene Nase. Die Anleger bluten durch die Transaktionskosten. Je häufiger Sie Traden, desto höher der Aufwand. Ferner halte ich von Fonds nichts, die ständig den Bestand drehen.


tim schaefer (Author)

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