Rente wird knapp: Daher investieren Sie clever


New York, 7. Dezember 2014
Basketball-Star Antoine Walker. Er verdiente in seiner Karriere 110 Millionen Dollar. Er lebte in Saus und Braus. Villa, Privatjets, Partys. Jetzt ist er pleite. Und muss von vorne anfangen.

Basketball-Star Antoine Walker. Er verdiente in seiner Karriere 110 Millionen Dollar. Er lebte in Saus und Braus. Villa, Privatjets, Partys, Protzautos. Jetzt ist der 38-jährige pleite. Und muss von vorne anfangen. Er hat kein Finanzpolster. Er hat keine Rente. Nichts. Foto: Wikipedia.

Der amerikanische Basketballstar Antoine Walker verdiente während seiner Traumkarriere 110 Millionen Dollar. Er lebte in Saus und Braus. Privatjets. Luxusuhren. Schampus. Villen. Massenweise Häuser als Renditeobjekt. Und natürlich ein Berg Schulden. Dann platzte die Immobilienblase. Die Folge: Walker musste Insolvenz anmelden. Er hat kein Vermögen mehr, kein Polster für die Rente. Nichts.

Er dachte wohl, je mehr Geld er ausgibt, desto reicher wird er. Es war ohne Limit. Wie in einem Rausch. Ohne Plan. Ohne Vorsicht. Ohne Weitsicht. Was bei diesen Menschen falsch läuft: Dinge führen dazu, dass sie sich reicher fühlen. Nicht das Geld, weil niemand das Geld sehen kann. Aber so ist es eben: Reichtum sieht man nicht.

Toll finde ich, wie selbstkritisch der 38-jährige heute über SEINE Fehler spricht:

Was viele nicht so recht verstehen: Die meisten Reichen sind sehr sparsame Menschen. Deshalb sind sie ja so reich.

Die Superreichen, die absurde Sachen kaufen, sehe ich als auf der Madison Avenue und Park Avenue. Ich mache mir einen Spass daraus, in die Geschäfte zu laufen und zu schauen, was vor sich geht. Ich denke in diesen Situationen oft: „Was müssen das für ‚kleine‘ Menschen sein?“

Im Grunde ist es doch idiotisch, eine Rolex-Uhr für 30.000 Dollar, eine Gucci-Handtasche für 41.500 Dollar oder eine Titan-Zahnbürste für 3.200 Euro zu kaufen. Die Luxus-Zahnbürste stellt übrigens eine deutsche Firma her.

Wozu? Was soll das bringen?

Es ist ja eigentlich traurig, wenn das jemand kauft. Dass es solche Produkte gibt, zeigt die Zweiteilung unserer Gesellschaft: in superreich und bettelarm.

Jeder muss auf sein Geld aufpassen und sollte es nicht sinnlos verprassen. Sie sollten niemals Ihren Ruhestand vergessen. Altersarmut betrifft immer mehr Menschen. Meist – weil sie sich nicht darauf frühzeitig vorbereitet haben.

Wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass 75-jährige Nebenjobs annehmen, weil ihnen die Gesetzliche Rente nicht mehr reicht. Senioren werden putzen gehen, Pfandflaschen sammeln oder Regale im Supermarkt einräumen, um über die Runden zu kommen. In Deutschland ist die Altersarmut vielerorts zu sehen. Sie nimmt zu.

Ich rate Ihnen, sorgsam zu konsumieren. Natürlich sollten Sie nicht auf jeden Kaffee unterwegs oder auf einen Urlaub verzichten müssen. Aber Sie sollten generell konservativ mit dem Thema Konsum umgehen. Was manch ein Bürger in Schränken, im Keller und Dachboden ansammelt, ist zu viel. Genauso sind Konsumschulden unnötig. Oder ein überzogenes Girokonto. Das halte ich für inakzeptabel.

Ich rate Ihnen, wenn Sie merken, dass es knapp werden könnte im Alter, zügig etwas zu unternehmen. Sie sollten einen Nebenjob annehmen. So können Sie mehr Geld für Ihren Ruhestand zurücklegen. Das Thema sollten Sie ernst nehmen. Wir werden alle älter. Und die gesetzliche Rentenkasse verteilt keine Reichtümer mehr. Dass die Rentenbezüge nicht mehr ausreichen, um die goldenen Jahre genießen zu können, gibt neuerdings sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel zu.

An Frau Merkel und unsere Politiker appelliere ich, spezielle „Wertpapierdepots für den Ruhestand“, die steuerlich gefördert werden, einzuführen. So wie es in den USA, in Großbritannien oder Australien Usus ist. Die Riester-Rente ist ein bürokratisches Gebührenmonster. Es mag einzelne Anbieter bzw. Kategorien geben, die akzeptabel sind, aber viele Riester-Produkte sind es leider nicht wert abzuschließen, weil die Rendite unterm Strich fehlt.

Wir Bürger sind es leid, dass Lobbyisten in Berlin unsere Gesetze schreiben. Gesetze sollten im Interesse aller sein. Und nicht dem Interesse einzelner dienen. Deutschland ist korrupter geworden. Schauen Sie sich nur die seltsamen Spendengelder an unsere Parteien an.

Ich glaube, Riester-Produkte waren in erster Linie ein Geschenk an die Versicherungswirtschaft einschließlich ihrer Vermittler. Kanzler Gerhard Schröder und sein Minister Walter Riester waren Befürworter. Die damalige rot-grüne Regierung nutzte die Riester-Einführung, um die gesetzlichen Altersbezüge zu reduzieren. Die Arbeitgeber entlastete die Regierung. Arbeitnehmer und Rentner müssen die Zeche zahlen. Ich halte das, was passiert ist, für einen Fehler. Die ohnehin durch den Methusalemeffekt geschwächte Altersrente muss gestärkt und nicht geschwächt werden, um Altersarmut zu verhindern.

Waren die fetten Gelder aus dem Finanzumfeld, die an Gerhard Schröder und Walter Riester nach deren Ausscheiden aus der Politik geflossen sind, eher ein Geschenk?


tim schaefer (Author)

drucken


Gedanken zu „Rente wird knapp: Daher investieren Sie clever

  1. Michael C. Kissig

    Die Riester-Rente war eine gute Idee, aber sie ist in der Umsetzung zu einem bürokratischen Monster verkommen, das unter dem Strich alle Vorteile wegfrist. Da hat die Versicherungslobby so lange und so eklatant eigennützig Einfluss genommen, dass das Ergebnis einfach nur niederschmetternd schlecht ist.

    Was viele Leute vergessen, ist die wirklich gute Rentenzusatzleistung, die der Staat hoch bezuschusst: Vermögenwirksame Leistungen. Angestellte, die bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten, können von staatlicher Förderung profitieren. Einerseits können sie in einem Bausparvertrag einzahlen (max. 500 EUR im Jahr) und erhalten dann hierauf 10% Wohnungsbauprämie. Und dann können sie die Vermögenswirksamen Leistungen von ihrem Arbeitgeber in einen Vertrag überweisen lassen – und erhalten auch hierauf noch einmal 10% Förderung. Oder, wenn sie schlau sind, und einen aktienbasierten Fonds oder ETF auswählen, dann gibt es sogar 20% staatliche Förderung, Jahr für Jahr. Auf max. 400 EUR Einzahlungen pro Jahr. Teilweise, je nach Tarifvertrag, übernimmt der Arbeitgeber sogar diese VL-Zahlungen. ANsonsten kann der Arbeitnehmer den AG verpflichten, einen Teil seines Gehalts direkt in den VL-Vertrag zu überweisen. Und schon bekommt er die Förderung.

    Die Verträge laufen 7 Jahre (6 Jahre einzahlen, 1 Jahr ruhen lassen). Dann sind sie frei verfügbar. Wer hier konsequent ist und die Kohle dann nicht für ein neues Auto, Möbel oder goldenes IPhone verpulvert, sondern einfach liegenlässt, und einen neuen 7-Jahresvertrag abschließt und das Procedere wiederholt, der hat nach 36 Jahren 6 Verträge vollgespart. Also selbst ewta 14.500 EUR eingezahlt. Dann fast 3.000 EUR staatliche Förderung (bei den 20% für Aktienfonds) und dann natürlich noch die in der ganzen Zeit aufgelaufenen Kursgewinne und (thesaurierten) Dividendenausschüttungen. Hat er neben den VL auch die Wounnungsbauprämie abgegriffen, hat er hier weitere 18.000 EUR angespart mit aufgelaufenen 1.800 EUR WOP. Also über die Jahre rund 37.000 EUR auf die hohe Kante gelegt (inkl. der staatlichen Förderung). Dazu kommen Zinszahlungen (beim Bausparvertrag) und Dividenden sowie Kursgewinne. Und gekostet hat dies „nur“ die Sparraten von 42 EUR für das Bausparen (WOP) und 34 EUR für die Fondsanteile (VL) – und die hat vielleicht sogar der Arbeitgeber bezahlt. 76 EUR im Monat, um für das Alter deutlich besser gerüstet zu sein – und der Staat hat auch noch reichlich Zuschüsse drauf gezahlt.

    Bei der Comdirectbank-Tochter Ebase (nicht der Mobilfunkanbieter!) gibt es sogar VL-fähige ETF-Sparpläne! Zu Niedrigstkosten. Also, informieren lohnt sich, besonders für Berufsstarter und Gehaltsempfänger.

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Michael

    Danke dafür. Vorteil ist, dass diese VL-Produkte gute Renditen abwerfen können. Das Geld ist vererbbar. Und frei verfügbar nach der Ruhephase. Allerdings ist es mit einem Papierkrieg verbunden – oder nicht?

    Und: Es gibt für die Zulagen eine Einkommensgrenze. Diese liegt zwischen 18.000 und 20.000 Euro für Alleinstehende bzw. rund 40.000 Euro für Verheiratete. Das Instrument ist insofern für Geringverdiener attraktiv. Macht es für Gutverdiener Sinn?

  3. dk

    Wow, ich bin ein großer Fan der NBA und A. Walker ist mir ein Begriff. Er war ein überdurchschnittlicher Spieler – kein Superstar a la Shaq, Kobe oder LeBron. Aber das passiert, wenn ein junger Spieler aus der „Nachbarschaft“ in die NBA kommt. Glitzerwelt, Geld, Status –  da können nicht viele standhalten und schmeißen ihr Geld zum Fenster raus.

    Freut mich, dass er noch die Kurve gekriegt hat.
    Ein schönes Haus hat er jetzt ja auch noch… und das neueste iPhone 😉
    Das Leben geht weiter…

     

  4. Geld schläft nicht - Blog

    Also ich tue mich immer schwer, mit solchen Stars Mitleid zu haben. Als NBA- oder Fußballspieler weiß man, dass die Karriere wahrscheinlich spätestens im Alter von etwa 35 Jahren vorbei ist und muss dementsprechend für den langen Ruhestand vorsorgen und nicht noch Schulden aufnehmen.

    Grüße

  5. StefanStefan

     

    Mein Mitleid hält sich auch in Grenzen. Sympathisch ist aber, dass er zugibt selbst schuld zu sein. Die Meisten schieben die Schuld doch immer auf irgendwelche Berater und Manager…aber schon krass wie man solche Summen noch schafft zu verschleudern.

    Mike Tyson ist ja auch so ein Beispiel. Der hat hunderte Millionen Dollar verschleudert. Gut, bei dem hat wohl auch der Intellekt nicht wirklich gereicht.

    @Michael C. Kissig:

    Danke für die ausführliche Erklärung. Meine Freundin hat so nen VWL Vertrag. Da gehen monatlich glaub ich 40 € in eine fondsgebundene Lebensversicherung bei der Volksfürsorge. (Hat sie aus einer Zeit bevor sie mit mir zusammen war 😉 ) Die bringt aber echt so gut wie nix an Rendite. Selbst jetzt nach der langen Hausse sind die Anteile längst nicht so gestiegen wie der DAX. Ich nehme mal an, dass die sich da entsprechend mit Gebühren bedienen.

    Macht es Sinn das Ding stillzulegen und in nen ETF Sparplan einzuzahlen? Wusste bisher gar nicht, dass das in nen ETF geht. Hat comdirect denn keine zuschlagsfähigen ETF Sparpläne? Da hat sie nämlich (wie ich) ein Depot…

    Gruss

  6. Ulrich

    Nach meinen Erfahrungen ist von Anlageprodukten, für die es eine staatliche Förderung gibt oder die  an den Job gebunden sind, grundsätzlich abzuraten.

    Der Staat holt sich seine Förderung später sowieso wieder zurück: nachgelagerte Besteuerung in heute unbekannter Höhe, nachträgliche Verschlechterung der Vertragsbedingungen (siehe voller Krankenkassenbeitrag bei der Betriebsrente), etc.

    Produkte wie Betriebsrenten haben sich Theoretiker für Menschen ausgedacht, die zu Vertragsbeginn wissen, dass sie ihr Leben lang bei 1 Firma bleiben werden. Denn die Bedingungen bei einem Jobwechsel sind nach wie vor in vielen Fällen mit massiven Problemen behaftet – bis zum kompletten  Verfall der eingezahlten Beiträge bei Jobwechsel innerhalb von 5 Jahren.

    Das System der Bausparverträge habe ich nie verstanden. Warum zahlt man 6 Jahre ein und lässt den Vertrag dann 1 Jahr „ruhen“? Waren die 6 Jahre für den Vertrag so anstrengend? Wer denkt sich nur so was aus? Und dieses Beamtendeutsch. Verträge sind „zuteilungsreif“. Oder werden „überspart“. Die Deutschen scheinen dieses merkwürdige Produkt aber zu lieben. Es gibt über 30 Millionen dieser Bausparverträge …

     

     

  7. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Ulrich

    Ja, da hast Du Recht. Produkte wie das Bausparen oder Riester sind nicht mehr auf der Höhe der Zeit.

    Was die Regierung mit den Gebühren-Zombis Riester gemacht hat, passt nicht in die moderne Zeit. Es ist ein rückwärts-gerichtetes Papiermonster. Der Berliner Beamtenapparat arbeitet so, als  ob es um die Vergangenheit geht. Die ganzen Strukturen sind zu altmodisch. Zu viele Gebühren, Provisionen, Förderungen versickern in irgendwelchen Taschen von Vertrieblern und Konzernen. Da kommt keine bzw. zu wenig Rendite beim Sparer an.

    Langfristig verdienen Anleger die höchsten Renditen mit Produktivkapital (Aktien, Indexfonds, ETFs, Unternehmen…) und nicht mit altmodischen Sparprodukten. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Heute geht der Trend ganz klar hin zu extrem kostengünstigen ETFs oder Indexfonds. Wer halbwegs informiert ist, zahlt keine absurden Verwaltungsgebühren mehr. Riester-Versicherungen basieren auf uralten Denkkonzepten. Was Berlin fördert und als Wundermittel verkauft, ist aus der Steinzeit.

  8. F.S.

    Natürlich waren die Riester Produkte schrott und ein Geschenk für die Versicherer und Lobbyisten. Tim hat vollkommen Recht.

     

    Genauso wie die Lebens-und Rentenversicherungen Geschenke waren!

     

    Du Tim,

    Warren Buffett trägt allerdings auch eine Präsidenten-Rolex 😉

     

    Was sagst Du denn dazu?

  9. StefanStefan

    @ F.S.:

    Die Uhr hat er geschenkt bekommen. Warren würde niemals mehrere Tausender für eine Uhr ausgeben. Viele Promis werden mit teuren Luxusgütern ausgestattet. Der Werbewert ist für die Unternehmen enorm. Eigentlich ungerecht: die, die eh schon sehr reich sind bekommen vielen noch geschenkt…

  10. willihope

    @Ulrich

    >Warum zahlt man 6 Jahre ein und lässt den Vertrag dann 1 Jahr “ruhen”? Waren die 6 >Jahre für den Vertrag so anstrengend?

     

    Hahahaha der war gut! 🙂

     

    Die ganzen Förderungen wären nicht nötig wenn man den Bürgern nicht vorher das Geld aus den Taschen ziehen würde! Die stehlen dir 2 Euro um dir dann 50 Cent an Förderung zukommen zu lassen, der Rest ist für die Verwaltung dieser Gaunerei.

     

    Irgendwann schaffen sie dann die Förderung ab aber die Verwaltung bleibt. 🙁

     

     

  11. Thomas

    Wie soll man biteschön 110 Millionen Dollar ausgeben? Soviel Geld kann man ja nicht für Verbrauchsgüter ausgeben. Da werden doch Immobilien,Autos,Boote etc. gekauft worden sein und diese kann man ja dann für eine bestimmte Summe liquidieren. Und dann dann wieder paar Millionen. Außerdem werden die doch genauso Anlagen haben die Zinsen/Dividenden bringen?

  12. Michael C. Kissig

    @Tim

    VL und WOP sind nichts für Großverdiener, sondern es sind staatliche Förderinsturmente für Gering- bis Normalverdiener. Ein großer Papierkrieg ist damit nicht verbunden – im Prinzip kann man zu seiner Bank gehen und dort einen Vertrag abschließen oder im Internet. Der Arbeitgeber bekommt dann den Durchschlag mit dem Hinweis, die VL-Beiträge in diesen Vertrag zu überweisen. Da es sich ja um monatliche feste Beträge/Raten handelt, ist der Aufwand sehr gering. Als Kunde/Anleger bekomme ich einmal jährlich meinen Kontoauszug und reiche dann den Antrag auf Wohnungsbauprämie oder Vermögenswirksame Leistungen ausgefüllt wieder (bei der Kontoführenden Stelle) ein. Die melden das dann ans Finanzamt für die Förderung, die dann dem VL-Konto gutgeschrieben wird (als Prämienanspruch, der bei Ende der Vertragslaufzeit dann ausgezahlt wird). Das Formular auszufüllen dauert keine zwei Minuten, sind nur ganz wenige Angaben.

  13. Michael C. Kissig

    @Stefan

    Die ETFs müssen ja „VL-fähig“ sein und die comdirect bietet hier selbst keine ETF-VL-Sparpläne an. Aber, wie gesagt, über die eigene Tochter ebase. Die Kontoeröffnung geht schnell und reibungslos, sind sogar die gleichen Farben wie bei der comdirect. 😉

    Ob man von einer fondsgebundenen LV weg sollte… die verursacht auf jeden Fall deutlich höhere Kosten als so ein ETF. Von 40,00 mtl. Einzahlung gehen 0,20 EUR an Kosten drauf, 39,80 werden angelegt. Also 0,5%, da kann keine LV mithalten…

     

    @Ulrich

    Die 6 Jahre einzahlen und 1 Jahr liegenlassen beziehen sich ausschließlich auf die VL-Verträge. Bei einem „normalen“ Baussparvertrag regelt sich die Laufzeit nach den Einzahlungen und dem Erreichen der Zuteilungsreife anhand der Bewertungszahl. VL, also vermögenswirkasame Leistungen, und Wohnungsbauprämie sollen dem Vermögensaufbau dienen. Daher hat der Prämiengeber (der Staat) hier Midnestvertragslaufzeiten vorgeschrieben. Wer also während dieser Vertragslaufzeit über das eingezahlte Geld verfügt, kann das tun. Er verliert „nur“ die staatlichen Prämien.

  14. Alexander

    Leider habe ich vergessen, von wem der Spruch ist. War es Rockefeller? Warren Buffett?

     

    „Man wird nicht reich durch das Geld, dass man verdient, sondern durch das Geld, dass man nicht ausgibt.“

     

    Dem ist nichts hinzuzufügen.

  15. Ulrich

    @Michael C. Kissig:

    Und bei VL, Bausparvertrag etc. kommt am Ende mehr raus als wenn man ohne staatliche Unterstützung einfach direkt in den Aktienmarkt investiert? Nach meiner Erfahrung erreichen all die staatlich unterstützten Dinger trotz der so verlockend wirkenden Zulagen am Ende weniger Rendite.

  16. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Das Schöne ist, dass man für Alles und jeden Zweck schlaue Sprüche findet.

    Man kann dem „Sich reich Sparer“ auch ein Ford-Zitat gegenüber stellen:

    „Sparsamkeit ist die Lieblingsregel aller halblebendigen Menschen.“

    Hat auch was. Letztlich gefallen allen Fraktionen eben immer die Zitate, die einen selbst bestätigen, eben der bekannte „Confirmation Bias“.

    Henry Ford (wie jede Firma) war/ ist vom Hedonismus, bzw. der Kauflust der Masse abhängig, also unmittelbar an allem anderen als der Sparsamkeit der Menschen. Er hat ja auch klar gewusst, dass man nicht warten darf, dass man nicht auf Konsumentenbedürfnisse warten darf, sondern dass diese erzeugt werden müssen um zu verkaufen (was ja heute im Werbe-TV bis zum Exzess getrieben wird):

    „Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt schnellere Pferde.“

    Eine ausgeklügelte Wirtschaft muss ausbalanciert sein. Die arbeitenden „Wirtschafts-Sklaven“ müssen billig genug sein, um die Kosten im Rahmen zu halten, aber auch genug verdienen und Freizeit haben, so dass sie auch die Produkte, die sie mit ihrem Schweiß herstellen, dann auch noch kaufen können.

    Auch das hat er natürlich als Zitat hinterlassen:

    „Wo Menschen am längsten arbeiten und damit die geringste Freizeit haben, kaufen sie die wenigsten Güter.“

    Andererseits konnte er auch richtig witzig sein:

    „Es ist gefährlich, einen extrem fleißigen Bürokollegen einzustellen, weil die anderen Mitarbeiter ihm dann dauernd zuschauen.“

    In meiner Firma ging neulich ein „Brandbrief“ der Geschäftsleitung um, dass man die überdurchschnittliche Bezahlung wieder etwas auf das Normalmaß zurück führen müsse, wegen Konkurrenzdruck usw. usf.

    Da sah ich mich genötigt, das nette Buffett-Zitat  zu verbreiten:

    „Honesty is a very expensive gift. Don’t expect it from cheap people.“ 😉

    MS

  17. willihope

     

    „Es ist gefährlich, einen extrem fleißigen Bürokollegen einzustellen, weil die anderen Mitarbeiter ihm dann dauernd zuschauen.“

     

    Einfach genial!

    Ich habe einmal für einen grossen Autokonzern gearbeitet und durfte diese Erfahrung selber machen! Nach 4 Jahren war mir das Beamtentum dort zuwieder und die ewige Schleimerei um Posten und Einfluß.

    Das ist nicht meine Welt.

     

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

bitte lösen Sie diese einfache Aufgabe (Spamschutz) *