Rekorde bei Arbeitslosenzahlen: Manager ziehen zu den Eltern


New York, 12. November 2009

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Offiziellen Angaben zufolge sind 10,2 Prozent der arbeitenden Bevölkerung ohne Job. In Wahrheit liegt die Rate viel höher, denn nach einer gewissen Zeit fallen die Arbeitslosen aus der Statistik heraus. Das Wall Street Journal wendet sich in einem interessanten Artikel der Frage hin: Wie geht die Oberschicht mit dem Jobverlust um. Anhand von Beispielen zeigt der Autor, dass die Reichen ihre Kosten nicht eindämmen und mit ihrer Abfindung und den Ersparnissen munter in den Tag hinein leben. Doch schnell sind die Reserven aufgebraucht. Dann folgt ein bitterer Schnitt. Viele scheinen falsche Hoffnungen zu haben.
In Manhattan stehen mehr als 20 Prozent der Büroflächen leer. Firmen gehen noch immer reihenweise pleite. Dann müssen die Beschäftigten von einem auf den nächsten Tag ihren Schreibtisch räumen. Zahllose Ladengeschäfte stehen seit Monaten leer. Auf der 6th Avenue etwa auf der Höhe der 18th Straße war vor mehr als zwei Jahren eine riesige Barnes&Noble-Filiale. Dort war ich immer wieder so gerne, schmökerte in den Büchern, genoss den frisch gebrühten Kaffee. Doch seit mehr als zwei Jahren steht der gigantische Laden leer. Der Vermieter kann keinen Nachmieter finden. Und so geht es hier vielen. Ich hab schon Leute kennengelernt, die Mitte 40 sind und zurück ins Elternhaus ziehen müssen. Das ist echt der Hammer!
Die obige Aufnahme machte ich von einer Yacht aus. Die Abendsonne legt sich über die Südspitze Manhattans. Ein paar Segler genießen den Feierabend auf dem Hudson River. Sie sehen links auf dem Foto einen Teil von Battery Park City. In einem der grauen Hochhäuser, die nahezu direkt am Fluss stehen, wohnte ich ein Jahr lang. Super war die Aussicht, aber entsprechend hoch die Miete.


tim schaefer (Author)

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