R., 29, arbeitet für die Bundeswehr. Er will in 16 Jahren finanziell frei sein. Er spart 2000€ im Monat in ETFs


New York, 19. August 2017

Zum Foto oben aus Afghanistan ergänzt er: Ich war Fahrer von Versorgungsgütern.

Hallo Tim,

hier mal mein bisheriger Werdegang für deinen Blog. Ich war schon als Kind sparsam mit meinem Taschengeld. Ich habe mit 13 angefangen Zeitung auszutragen. Mit 17 habe ich eine 3-jährige Ausbildung im öffentlichen Dienst gemacht. Gegen Ende wurde ich bei der Bundeswehr eingezogen, wo ich bis heute bin.

Leider habe ich von 18 bis 26 ziemlich auf den Putz gehauen. Ich habe mir von meinen Geld, was ich immer so gespart habe, ein 600 PS Clown Auto gekauft. Im Nachhinein irre, aber ich muss zugeben, ich vermisse es sehr. Ich mag schnelle Autos. Es ist an sich mein einziges Hobby, aber das habe ich erstmal auf Eis gelegt.

Eventuell werde ich aber, sobald meine Vermögenswerte den Unterhalt bezahlen können, wieder ein Clownauto kaufen. Ein „Sünde“ muss man einfach haben. Das Auto habe ich also mit enormen Verlust verkauft. Jedenfalls bin ich vor 2 Jahren mit 27 wach geworden und wollte aus dem Hamsterrad raus.

Das frühe Aufstehen um 5 nervt mich einfach. Ich möchte tun, was wo und wann ich will. Dieses Ziel hat sich in den 2 Jahren so gefestigt, das ich Minimalist geworden bin. Es ärgert mich, das ich ein Jahrzehnt verpasst habe, indem der Zinseszins hätte arbeiten können.

Das kann man in der Regel kaum wieder aufholen. Ich bin in der Lage von ca. 500€ inkl. allem zu leben. Mal etwas mehr, meist weniger! Bei der Bundeswehr verdiene ich momentan 2100€ netto. Fahre nur noch einen Polo Bj 2001, der quasi keinen Wertverlust hat. Inspektionen usw mache ich alles selbst. Haftpflicht und Steuer kosten zusammen 160€ im Jahr. Billiger kann man nicht fahren. Leider ist der Standort 30 km entfernt, sodass ich das Auto brauche. Da ich aber eine Fahrgemeinschaft von 4 Mann habe, fahre ich nur einmal die Woche selbst. Ansonsten bewege ich mich mit Rad oder Fuss fort. Somit komme ich mit ca. 20€ Sprit im Monat hin.

Für Verpflegung gebe ich 80 bis 100€ im Monat aus. Versicherungen momentan noch 65€, wo noch Optimierungsbedarf besteht. Meine Warmmiete beläuft sich auf 260€, Strom 18€. Internet darf ich von der Studiennachbarin per wlan für 5€ im Monat mitbenutzen. In meinen nun gut 9 Jahren Dienst beim Bund konnte ich bei diversen Auslandseinsätzen in Afghanistan und Kosovo zusätzlich gute fünfstellige Beträge extra verdienen.

Seit 2 Monaten mache ich nun auch noch einen Nebenjob als Pizzafahrer, wo ich zu den 450€ noch 100 bis 150€ Trinkgeld bekomme. Momentan bespare ich nur 3 ausschüttende ETF: MSCI World, Emerging Markets und den Eurostoxx 600. Volle Kanne 2000 bis 2500€ jeden Monat. Des weiteren steckt einiges an Kapital in diversen P2P-Plattformen wie Mintos, Twino etc. Ich denke mir immer, das bei so einer Summe auch Einzelaktien vielleicht besser wären. In Zukunft werde ich da, denk ich auch mal, angreifen mit z.b Siemens, Unilever, Starbucks, Walt Disney, Allianz, Fresenius usw. Ich dachte so an max. 15 Einzeltitel.

Die letzte Säule soll dann irgendwann mal vielleicht eine Wohnung sein, die ich vermiete. Da hoffe ich auf eventuelle Zwangsversteigerungen in Zukunft. Mit 40 bis 45 also später. In 16 Jahren möchte ich die finanzielle Freiheit erreicht haben oder zumindest nur noch einen Nebenjob machen, das ich darüber kranken versichert bin. Wenn ich, was vergessen haben sollte, oder noch Fragen sind, fragt mich.

Achja: Da ich ungern fliege, reise ich eigentlich nicht. Nur Trips in Deutschland wie Ostsee usw.
Mein Handy ist 4 Jahre alt. Ich habe einen winzigen Vertrag für 3,99€ monatlich.

Zum Foto oben aus Afghanistan ergänzt er: Ich war Fahrer von Versorgungsgütern. Mehr darf ich nicht sagen.

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Hallo R.,

Deine Sparquote von 70% ist beachtlich. Gratulation! Du verzichtest auf viel. Dafür wird Deine Ernte fürstlich ausfallen. Mit 29 Jahren kannst Du noch einiges an Vermögenswerten aufbauen und früh die Freiheit erreichen. Ich denke, Du wirst es in 16 Jahren auf alle Fälle schaffen. Du brauchst erstaunlich wenig Geld. Das macht die Sache einfacher.

Ich unterstelle, Du hast 20.000 Euro derzeit. Und Du sparst 2.000 Euro im Monat für 16 Jahre. Zinssatz 5%. Du hast dann 625.000 Euro.  Dann hast Du bei einer 4%igen Entnahme 25.000 Euro (vor Steuern) Budget im Jahr zur freien Verfügung. Davon kannst Du gut leben, denke ich mal.

Ein Clown-Auto brauchst Du bestimmt nicht mehr. Du hast genug Selbstbewusstsein. Da bin ich mir ziemlich sicher. Aber das musst Du letztendlich selbst entscheiden. Viel Erfolg weiterhin!


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „R., 29, arbeitet für die Bundeswehr. Er will in 16 Jahren finanziell frei sein. Er spart 2000€ im Monat in ETFs

  1. Skywalker

    Puh, Respekt, so viel Disziplin. Könnte ich mir nicht vorstellen, never… Mini Wohnung, keine Urlaube, was macht die Ernährung, etc… an deiner Stelle würde ich im Monat nur 1000 € sparen, was immer noch sehr gut wäre, und dafür ein angenehmes Leben führen.

  2. Corcovado

    Da kann ich mich Skywalker nur anschließen. Auf die nächsten Jahre hin ist die Sparquote nicht aufrecht zu erhalten, bzw. ist dies nicht erstrebenswert. Ich nehme an du bist momentan Single. Spätestens in einer Partnerschaft bzw. einer allgemeinen künftigen Lebensgestaltung ist die Sparquote kaum noch aufrecht zu erhalten. Ich nehme an du bist Zeitsoldat, d.h. nach der aktiven Zeit ist vielleicht noch ein Umzug arbeitsbedingt von Nöten. Das Leben auf das 45 LJ. zu verschieben ist auch nicht ratsam.
    Trotzdem weiterhin viel Erfolg!

  3. Arnd

    Wir tanzen fröhlich um das Goldene Kalb der FU und des Minimalismus. Hurra.

    Logisches Denken und Grundrechenarten werden nicht berücksichtigt.

    TEUR 25 in 16 Jahren und vor Steuern bedeutet eine Kaufkraft von ca. 18 TEUR (2% Inflation) vor Steuern und Krankenversicherung! Unter Berücksichtigung der letzten beiden Punkte kommt man dann grob auf TEUR 12 bis 14 verfügbar. Damit ist nur ein Einsiedler langfristig frei. Dafür verzichte ich dann 16 Jahre…

    In Deutschland wird die Bemühung um die FU steuerlich (kein 401k, drip), versicherungsrechtlich (Pflichtversicherung in RV, AV und KV) benachteiligt. Das können nur absolute Spitzenverdiener, Beamte und Erben kompensieren.

    Dafür bekommt man halt ein stärkeres soziales Netz als im angelsächsischen Raum. Es hat alles seine Vor- und Nachteile.

  4. Sebastian

    Lieber Arnd,

    niemand hat gesagt, das man die FU einfach und ohne Entbehrungen erreicht. Es muss ja nicht dein Weg sein. Es soll Menschen geben die es nicht als Verzicht sehen, gewisse Dinge nicht zu besitzen. Ein – extrem – Beispiel war das von Tim kürzlich gepostet Video mit einem US Sportstar, der trotz Millionen bescheiden weiter lebt.Ich bin Anfang 30 und könnte meine Arbeit – nicht nur theoretisch – an den Nagel hängen. Verdiene nach IG Metall, habe sehr geringe Ausgaben immer gespart und investiert. Ich werde noch ein paar Jahre dran hängen. Aber die Freiheit die ich besitze ist, das ich jederzeit gehen könnte, wenn ICH nicht mehr will, ist viel wert. Der Druck sinkt so enorm. Schönes we allen.

  5. Foxyfox

    Sehr amüsant … „Das frühe Aufstehen um 5 nervt mich einfach. Ich möchte tun, was wo und wann ich will.“ … und geht zum Bund … 😉

  6. Gurki

    Naja ich fragte ja schon mal wie man das machen kann. Mit einem Vermögen von 600k€ „aussteigen“. Dann nehmen wir die 25.000€an die Tim nannte und ziehen die 26% Steuern ab. Bleiben einem noch 18.500€. Sind 1541€ und ein paar Cent im Monat. Davon soll dann Miete und alles bestritten werden – was sicher ohne Probleme in einem günstigen Bundesland oder einem Loch von Wohnung klappen sollte.
    Aber was ist denn mit der Krankenversicherung? Brauch man die dann plötzlich nicht mehr? Und ich glaube die schlägt ziemlich zu Buche.

    Dazu kommt: Will man auf ewig so leben? So sparsam und jeden Cent 5x umdrehen? Will man immer Single bleiben? Will man immer Kinderlos bleiben?
    Will man immer Hobbylos bleiben? Siehe 600PS Auto, was man sich dann ja „später“ wieder kaufen möchte.

    Kann man das mit solch einem „Einkommen“ finanzieren? Mir wäre das alles zu unsicher.

     

  7. Mr. B

    Eltern mit Kinder und einem  600k Depot:

    Jeweils ein Teilzeitjob je 1.000 Euro + Kindergeld ergibt ein Haushaltseinkommen über 3 k im Monat. Das klappt gut!

    Mr. B

    aus dem Urlaub

  8. Thomas

    @Gurki,

    „Naja ich fragte ja schon mal wie man das machen kann. Mit einem Vermögen von 600k€ „aussteigen“. Dann nehmen wir die 25.000€an die Tim nannte und ziehen die 26% Steuern ab. Bleiben einem noch 18.500€. Sind 1541€ und ein paar Cent im Monat. Davon soll dann Miete und alles bestritten werden – was sicher ohne Probleme in einem günstigen Bundesland oder einem Loch von Wohnung klappen sollte.
    Aber was ist denn mit der Krankenversicherung? Brauch man die dann plötzlich nicht mehr? Und ich glaube die schlägt ziemlich zu Buche.“

    Ich denke in diesen „Einkommensregionen“ werden die Abgaben überschätzt. In Wirklichkeit würde selbst ein Single nur sehr geringe Abgaben bezahlen. Nach Günstigerprüfung würde man dann nicht mehr die Abgeltungssteuer bezahlen, sondern nur noch den persönlichen Steuersatz. Hier hat man ja schon einen Freibetrag von fast 9000 Euro wobei man noch Sonderbelastungen und Beiträge zur Krankenversicherung steuerlich geltend machen kann. Ganz entscheidend hier noch: Nur der Ertragsanteil wäre ja steuerrelevant, dh. Kursgewinne (und dies nur für nach 2008 gekaufte Aktien) und Dividenden. Wenn man clever ist, würde man steueroptimiert bei der Entnahme nur teilweise die Gewinne realisieren (z.B 50% Kursgewinnne der Rest steuerfreier ursprünglicher Kapitaleinsatz). Im Endeffekt würde man kaum Steuern zahlen.

    Natürlich muss man Beitrage zur Krankenversicherung leisten. Diese richten sich für einen echten Privatier aber nach den steuerpflichtigen Einkommen. Da dieses nur sehr niedrig ist, wäre vermutlich nur den Grundbetrag von ca 150 Euro/Monat fällig.

    Grundsätzlich hängen die Abgaben immer von der persönlichen Situation ab. Ich schätze aber, dass man im betrachteten Fall kaum mehr als 200-300 Euro/Monat an Abgaben bezahlt. Nicht zu vergessen: Die meisten haben  noch zusätzliche Einkommensquellen wie z.B. künftige Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung.

     

     

  9. Bismut

    Für freiwillig Krankenversicherte (kein Anspruch in der Familienversicherung) liegt die monatliche Mindesteinnahmegrenze bei 991,67 €. Ohne  Anspruch auf Krankengeld gilt der ermäßigte Beitragssatz von 14 Prozent. Wer weniger Einnahmen hat, zahlt dennoch Beiträge auf Basis der monatlichen Mindesteinnahmegrenze.

    Die 600k € brauchen zum Ende nicht übrig bleiben, wenn es gut läuft zwei Münzen für den Fährmann, das Leben ist bekanntlich nicht unendlich. Erben haben hierbei dann halt das Risiko.

    Ab einem bestimmten Alter, nehemen wir die 50 Jahre, lässt es sich mit 600k € ganz gut Leben. Berücksichtigen wir das die gesetliche Rente ab 67 noch ein kleines schüppchen oben drauf legt, da geringe Ansprüche aus dem Arbeitsleben bestehen (KK bezahlt ab hier die Rentenversicherung) sieht es gar nicht so schlecht aus mit dem was Tim schreibt.

    https://www.zinsen-berechnen.de/entnahmeplan.php

    Unsicher ist das Leben von allein, heute Leben und genießen, die Zukunft dabei aber nicht aus den Augen verlieren, unter dieser Voraussetzung ab 50 Jahren wäre mir das Beispiel von Tim nicht unsicher, so lebt es sich in der Mittelschicht doch ganz gut.

    Gruß Bismut

  10. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Gurki

    Er hat viel geringere steuerliche Abzüge. Es gibt Freibeträge etc. Kurzum, 26% Steuern ist zu hoch angesetzt.

    Ich habe nur eine Aktienmarktrendite von 5% p.a. angenommen. Das ist sehr konservativ. Ich hätte auch 6 oder 7% wählen können. Das Depot hat also noch mehr Potential zu wachsen. Es kann 700.000 oder 800.000 Euro erreichen. Er sagt, dass er sogar bis zu 2.500 Euro im Monat sparen kann. Ich habe aber nur 2.000 Euro unterstellt.

    Ich rate ihm einen kleinen Nebenjob zu behalten, wenn er in 16 Jahren frei ist.

    Wenn er mag, kann er zur Sicherheit 2 oder 4 Jahre Vollzeitjob dran hängen, bevor er in die finanzielle Freiheit geht. So hätte er ein noch größeres Finanzpolster. Das würde ich ihm raten, wenn ihm der Job dann noch gefällt.

  11. Ruben

    Sicher wird nicht jeder wird die komplette finanzielle Freiheit erreichen.

    Doch jede Deckung eines weiteren Fixkostenblocks durch passives Einkommen ist ein Erfolg, auf den man Stolz sein kann. Wenn man dann noch seine Arbeitsstunden reduzieren kann bspw. in Form von einer 4 Tage Woche, dann ist das ein riesiger Zugewinn an Lebensqualität und sollte auch der Gesundheit sehr zuträglich sein.

    Ich würde mir also eher kleinere Etappenziele setzen, für sich gesehen ist jedes Ziel ein Riesengewinn. Wenn es dann doch zur kompletten finanziellen Unabhängigkeit reichen sollte schön, wenn es nicht ganz reicht, wird man durch andere Annehmlichkeiten mehr als entschädigt.

    Ich habe wirklich Respekt vor der Sparleistung von R. , kann mir jedoch ebenso nicht vorstellen, wie ich von 500 Euro im Monat inklusive Miete hier im Rhein Main Einzugsgebiet leben könnte. Hinzu kommt ein bischen Lebensqualität bspw. sich auch mal einen günstigen Sprachkurs bei der VHS leisten zu können.

     

     

  12. R.B

    @ Tim derzeit 80k

    @Skywalker: Wer sagt das ich kein angenehmes Leben führe?Mir fehlt es an nichts.Mini Wohnung ist relativ.Es ist eine 2 Zimmer Wohnung mit 42qm.Das finde ich optimal!Urlaube mache ich,nur warum in die Ferne schweifen,wenn das schöne ist so nah.Ernähren tu ich mich ausgewogen und gesund.

     

    @Corcowado: Die Sparquote wird sehr wohl gehalten und sogar noch deutlich verbessert. Momentan keine Freundin das ist richtig.Mit Freundin hatte ich immer ca. 60% Sparquote was auch ok ist.Nur eins weiß ich,zusammenziehen kommt niemals mehr in Frage und Heiraten schonmal garnicht.Das ist Finanzieller Selbstmord und mehr nicht.Ein Umzug wird nach meiner aktiven Zeit nicht von Nöten sein da ich Wie gesagt maximal einen 451€ Job machen werde.Mein leben wird ganz ubd garnicht verschoben bis zum 45.Ich lebe jetzt schön glücklich und zufrieden.

  13. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ R.B.

    Nachdem Du klargestellt hast, dass Du 80.000 Euro schon hast, habe ich die Online-Rechnung aktualisiert.

    Deine Sparrate habe ich mit 2.500 Euro angesetzt, weil Du sagst, dass Deine Sparsumme wachsen soll.

    Nun kommen bei 5% Rendite, Laufzeit 16 Jahre, Sparrate 2.500 Euro, 900.000 Euro Endvermögen raus. Davon kannst Du gut leben. Zumal Du einen 450-Euro-Job noch machen willst, wenn Du frei bist. Du kannst Dein Leben locker finanzieren. Gratulation!

    Hier sind die neuen Zahlen im Detail:

    https://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php?paramid=8h8wt0zx6b

  14. Walter

    Und selbst bei 8 % (pa) 16 Jahre lang wird er vor Steuern nur knapp 800.000 € erreichen.

    Für die finanzielle Freiheit sind aber 2mio notwendig. Aber klar, wenn man weiter für 500 € Leben kann reichen auch 200.000 €

  15. R.B

    @ Walter:das ist nonsens.Man brauch keine 2 Millionen.Vielleicht in deinem Fall,mit nerviger Frau und quängelnden Kindern die das neuste Zeug wollen, sowie täglichen Restaurant besuchen.Also nicht immer von sich auf andere schließen!Ich werde in meinen leben nie mehr als 1000-1500€ brauchen.Das Geld bleibt auch über die 16 Jahre hinaus drauf.Nach 20 bis 25 Jahren wird dann auch die Substanz aufgebraucht.Wie sagt man so schön,am letzten Tag seines Lebens sollte man Pleite sein.

  16. Simon Lorenz

    Wo kann man denn bitte für 250 Euro warm wohnen? Deine Sparquote ist echt bemerkenswert. Meinen Respekt

  17. Ex-Studentin

    Jeder darf leben wir er will. Glückwunsch, dass du nun sehr genügsam geworden bist. Wenn du weiterhin so günstig zur Miete wohnst oder alternativ eine günstige 2-Zimmer-Wohnung auf dem Land leistest, wirst du kein all zu großes Depot brauchen. Schon Pläne, was du machst, sobald du FF bist? Bei mir ist es so, dass ich die FF aktuell nicht aktiv anstrebe. Stattdessen versuche ich meinen Beruf so zu gestalten, dass ich gerne zur Arbeit gehe und es sich auch mit meinem Privatleben einigermaßen vereinbaren lässt. Mit dem richtigen Partner ist das Zusammenwohnen schöner als alleine zu sein und auch die Familiengründung mit  Kindern klingt dann gar nicht so schlimm bzw. wird erstrebenswerter als die Millionen auf dem Konto.

  18. R.B

    @Simon Lorenz: In der Landeshauptstadt von Sachsen Anhalt mit 250k Einwohnern,aber das ist schon sehr günstig muss ich zugeben.Habe ich im der Form auch nie wieder gesehen.Die Wohnung ist Top.Dachgeschoss und gut geschnitten.Sogar eine Garage sowie Stellplatz ist bei dem Preis dabei.

    @Ex Studentin:Naja Pläne muss man dann sehen.Erstmal ausschlafen,mehr sport.Will mich dann evtl. auch als Selbstversorger versuchen.

    Die/Den richtige Partner/in zu finden ist natürlich kaum aufzuwiegen.Bis jetzt hab ich da wenig Glück und nur Frauen der Marke Tussy gehabt, die jedes Wochenende die kohle raushauen wollen.Ist halt echt schwierig!

  19. Bernd

    Respekt für deine Disziplin!

    Ich bin der Meinung, jeder sollte selbst entscheiden welchen Lebensstil man pflegen möchte und damit welche Sparquoten möglich sind – aber das wichtigste auf dem Weg zur finanziellen Freiheit ist es, wichtige Kennzahlen zu tracken um alltägliche Gewohnheiten ändern zu können.

    Das Bewusstsein für konkrete Ausgaben etc. bewirkt sehr viel.

    Wir haben hier dazu geschrieben/gepodcasted, was man unserer Meinung nach tracken sollte und welche 4 Säulen uns allen auf dem Weg zur finanziellen Freiheit zur Verfügung stehen: https://www.thevaluecircle.com/finanzielle-freiheit-tracke-diese-zwei-kennzahlen-fuer-deinen-erfolg/

    Ich wünsche euch allen viel Erfolg!

    Gruß – Bernd

  20. Arnd

    Dachgeschosswohnung mit Stellplatz für 250€ in Magdeburg oder Halle? Das kriegt man nicht mal in Merseburg oder Stassfurt.

    Wer behauptet, dass er nie mehr als 1000 bis 1500 € braucht, hat die Inflation nicht verstanden.

    Viel Glück!

  21. Felix

    Wenn man mit so wenig Geld auskommen kann oder will, wäre es da nicht lukrativer und einfacher gleich von vornherein eine Harz IV-Karriere anzustreben?

    Im anderen Fall könnte es sein, dass man jetzt 20 Jahre spart und arbeitet wie ein Verrückter und dann, wenn man soweit wäre mit der FF kommt der Systemcrash, den so viele vorhersagen, und stellt alles auf null.

  22. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Arndt

    Sein Depot steigt mit der Zeit auch. Aktien gleichen die Inflation mehr als aus.

  23. S.

    @Felix:

    Ernsthaft? Wenns gut läuft hat er in einigen Jahren ein fettes Depot. Wenn er „einfach auf arbeitslos macht“ hat er nichts.

    Welcher Systemcrash soll das sein? Dann müssten wir ja zurück in die Steinzeit katapultiert werden, wo es keine Unternehmen gab. Halte ich für sehr wahrscheinlich… nicht!

    @all:

    Ich finde es immer wieder erstaunlich wie manche Leute versuchen den Vermögensaufbau schlecht zu reden… Fakt ist doch, dass es immer besser ist ein Vermögen zu haben als keines. Selbst wenn es nicht so läuft wie man es erwartet und „nur“ die Inflation ausgleicht, hat man am Ende immerhin alles was man reingespart hat erhalten. Damit sollte man dann schon ein wesentlich größeres Vermögen haben als die Leute die garnichts machen.

    Aber jedem das seine… Ich kauf jedenfalls weiter fleißig Aktien und hoffe dass ich morgen nicht sterbe, sonst habe ich ja auf alles umsonst „verzichtet“ und umsonst gearbeitet… *lach*

     

    S.

  24. R.B

    @ Arnd: Es sind 260€.Willst du behaupten ich lüge?Das ist meine Warmmiete und ich werde hier niemals ausziehen.Die Inflation wird locker durch meine steigenden Vermögenswerte über die Dekaden ausgeglichen.Dann brauch ich in 30 Jahren eben 2000€.Wird auch gehen.Ohnehin bin ich der festen Überzeugung das es in spät. 15 Jahren ein bedingungsloses Grundeinkommen geben MUSS.Aber das ist ein anderes Thema…

     

     

    @Nein eine Karriere ala Arno Dübel wäre nicht erstrebenswert.Wo bin ich da frei?Das Jobcenter geht ein permanent auf die nerven usw.
    Ohja der böse Systemcrash.Die Angst wird geschürrt und alles bricht in Chaos aus.Nur noch Edelmetalle und Selbstversorgung taugt.Wenn man so angstvoll durchs leben geht und sich so von der Finanzpornografie beeinflussen lässt, würde ich aber komplett die Finger vom investieren lassen.Alles auf 0 ist komplett übertrieben.Wenn es 50% runterkracht,nachkaufen wie ein gestörter und gut.Dann wird Anlauf geholt und wieder neue Hochs erreicht.
     

  25. Gurki

    Naja jedem das seine. Aber ob so ein Leben so erstrebenswert ist? Ich weiß ja nicht. Was ist das für eine Wohnung? 1 Zimmer? Immer alleine dort leben? Nie mit seinem Partner zusammenziehen? Was ist bzw. wäre das für eine Partnerschaft – sofern es jemals bei dir noch zu einer Partnerschaft kommen sollte. Ein bisschen liegt es ja auch an einem selbst was man für Menschen und potentielle Partner kennenlernt. Wenn es bei dir bisher nur „Tussis“ waren, suchst du unbewusst auch nach solchen Frauen. Oder es lag an der 600PS Schlauchverlängerung 🙂

    Nichtsdestotrotz ist das Investieren immer gut und mach weiter so!

    Nachtrag: Generell gilt, Frauen können teuer sein. Und sei es nur das mal Essengehen und die entsprechende obligatorische Einladung. Schließlich zahlt man ja dann für Zwei 😉

  26. Felix

    R.B.

    War auch eher spaßig gemeint mit Harz IV. Ja, das bedingungslose Grundeinkommen. Von wessen Geld wird es wohl bezahlt werden? Doch von denen, die eines haben … Und wer wird das sein in 15… 20 Jahren. Bis dahin wird man sicherlich in alle Konten reinschauen können.

  27. Ex-Studentin

    @Gurki

    Eine Partnerschaft ist sogar billiger, wenn der Partner wie man selbst tickt. Man teilt sich alles: Möbel, Haushaltsgeräte, Miete. Selbst Übernachtungskosten, wenn man doch mal Urlaub macht. 😉

  28. Fit und Gesund

    hallo R.

    lass Dich nicht kirre machen, mach DEIN Ding und gut ist es, Du bist Niemand Rechenschaft schuldig, ist Dein Leben und wenn DU zufrieden bist, dann passt es doch wohl, oder? Auf jeden Fall erstaunlich was Du da zusammensparst, wenn Du nicht unterwegs hinschmeisst, dann wird das auch was!

    Ich finde es jedenfalls toll dass Du hier auch Rede und Antwort stehst, das tun ja schonmal nicht Alle, manch Selbstdarsteller schickt was an Tim und man hat nie wieder danach was von gehört, bin ich schon manchmal etwas entsetzt drüber, aber egal.

    Eine Frage zur Ernährung hätte ich noch, was isst Du so, kochst Du selber? bisschen würde mich Dein Speiseplan schon interessieren, *lach*, vielleicht kann ich noch was lernen.

    Hier gab zum Frühstück 1 Semmel mit Biokäse vom Aldi, Ziegenkäse, mag ich gerne.

    Mittag gab Süsskartoffel-Karotten-Suppe mit Käse drüber gestreut,

    Zwischenmahlzeit 1 Apfel

    heute Abend dann Paprika-Salat, Paprika gab günstig im Aldi, dazu ein gekochtes Ei.

    Und Du?

    @Gurki,

    mach doch nicht immer Alles schlecht, ausserdem schreibt er ja oben dass es eine 2Zi-Wohnung sei  🙂

  29. R.B

    @Gurki: 2 Zi. 42qm!Das Thema zusammenziehen ist durch.Hatte ich schon und das Ende vom Lied waren hohe Kosten beim wieder ausziehen.Man kann auch zusammen sein,ohne zusammen zu wohnen.Heiraten fällt auch aus, da sowieso die meisten Ehen geschieden werden und dann darf man schön abdrücken.Seine Kinder sieht man dann alle 3 Wochen,wenn überhaupt.Für mich ist so ein leben wiederum nicht erstrebenswert.Leben und leben lassen.Mir gefällt mein leben so.

     

    @ Felix: Das BGE ist längst finanzierbar.Alle sozialen Leistungen wie Hartz,Kindergeld usw fallen weg.Das wäre ein plus minus null spiel.

  30. R.B

    @fit und gesund: Danke,ja ich gehe meinen weg stur und beharrlich weiter!Essen sieht in der Regel so bei mir aus

    Morgens: ne Hand voll nüsse (Hasel/Cashew/Walnüsse/Mandeln)Banane,Apfel,Magerquark und Milch.Alles in den Mixer.Lecker günstig und gesund

    Mittag:Bundeswehr Kantine wo 4 Hauptgerichte zur Auswahl stehen mit Vorspeise,Nachspeise und Getränk.Günstiger kann man zuhause nicht kochen.

    Abends: Stulle mit Brot und nochmal nen Apfel

    Trinken tu ich ausschließlich Leitungswasser

    Meine wochenendeinkäufe tätige ich samstags kurz vor Ladenschluss im fussläufigen Kaufland wo man Obst/Gemüse/Fleisch um bis zu 90% reduziert bekommt

  31. Fit und Gesund

    @R.B

    Frühstücksrezept ist Klasse! Danke, muss ich auch mal wieder machen, Haferbrei mit Früchten im Winter ist auch lecker.

    Unsere Kantine ist lecker, aber teuer wie im Restaurant, fällt also 98% flach.

    Trinken tue ich auch Leitungswasser, ich schlepp doch kein Wasser durch die Gegend…unser Leitungswasser hat sehr gute Qualität, noch dazu.

    schönen Abend und viel Erfolg weiterhin.

  32. R.B

    Ja danke.Bei 3€ in der Kantine kann man nichts falsch machen.

    Am Anfang hab ich noch die gekauften Wasserflaschen ins Dachgeschoss getragen.Völlig unnötig wie du schön sagst.Leitungswasser ist das am besten kontrollierte lebensmittel.Spritzer Zitrone rein und schon ist es nicht mehr so pfad.

  33. Querdenker

    Es ist schon einigermaßen erstaunlich, dass Leute wie Gurki sich zwar 24/7 auf Tim’s Blog herumtreiben und auch ausnahmslos jeden Post kommentieren, aber dennoch nichts von dem Geschriebenen verstanden zu haben scheinen.

    Die eigentlichen Beiträge sind wirklich inspirierend und regen einen dazu an, sein Bestes zu geben und richtig ranzuklotzen. Liest man aber manche Kommentare, möchte man eher kotzen, denn klotzen..

    Die ersten beiden Kommentatoren z.B. reden davon, dass die Sparquote langfristig ohnehin nicht gehalten werden kann und besser gesenkt werden sollte um – Achtung, Totschlagargument – zu „leben“. Hä? Hab‘ ich irgendwas verpasst? Ich gehe völlig konform mit der Aussage, dass die Sparquote mit Frau und Kind nicht mehr zu halten sein wird. Aber gerade deshalb ist es ja so wichtig, so früh wie möglich, so viel wie möglich reinzubuttern und die Sparquote in den Zeiten, in denen man es noch kann, so hoch wie möglich zu halten. Die Zeit arbeitet hier für dich und je früher und je mehr du investierst, desto besser. Das soll nicht erstrebenswert sein?

    Wenn etwas in meinen Augen nicht erstrebenswert ist, dann Leben so zu definieren, dass man teure Urlaube und weiteren Mist braucht, um der Meinung zu sein ein „gutes“ zu führen… Aber diese endlose Diskussion mit Leuten, die bereits so fest im Konsumsattel sitzen, dass sie meinen, man brauche dieses und jenes für dieses ominöse „gute Leben“ spare ich mir hier, da sie noch nie zu etwas geführt hat. Jeder hat da andere Vorstellungen und niemand hat recht oder unrecht. Auch wenn diese Diskussion leider immer genau so geführt wird…

    Zu den anderen kritischen Kommentaren nur soviel: Er zieht durch, ist 46 Jahre alt, hat eine Summe zwischen 600.000-900.000€ zusammen und von mir aus seinen 25.000€ Cashflow im Jahr oder, wie geschrieben, etwa 1.500€ monatlich netto zur Verfügung.

    Und dann wird hier ernsthaft geschrieben, das wäre nicht erstrebenswert? Wo ist die versteckte Kamera?

    Mit diesem Geld könnte er es schon einmal vermeiden, 40 Stunden in der Woche an einen fremden Ort zu fahren, um irgendwas zu machen, was im Zweifelsfall mit seinen Interessen und Neigungen nicht mal viel oder gar nichts zu tun hat. Er hätte die Wahl. Und zwar eine echte. Nicht ob man die drei Wochen Urlaub auf den Malediven oder auf Kreta verbringt..

    Und im schlimmsten Fall – das Geld reicht nicht – könnte er einfach das tun, was doch ohnehin alle tun und was er davor auch schon jahrelang getan hat: arbeiten. Schnöde, stinknormale Arbeit. Und zusätzlich hätte er die 1.500€ bzw. jährlich über die vielen Jahre gerechnet sogar immer etwas mehr. Wie kann man das denn noch schlechtreden…

    @R.B

    In deinen weiteren Kommentaren wird es ja schon ersichtlich: Du lässt dir nicht reinquatschen und das ist auch gut so. Das ist eines der höchsten Güter die man in der heutigen Informationsgesellschaft erlangen kann: Unabhängigkeit – insbesondere von anderen Meinungen. Zieh dein Ding weiter durch, verfolge deine Ziele und überlasse das (dumme) Gequatsche den Anderen. Du machst es genau richtig. Viel Erfolg Kamerad, ich wünsche dir, dass du deine Ziele erreichst!

  34. Ruben

    @R.B. hast du sonst noch ein paar Spartips auf Lager? Deine Wohnung und gute Kantine für wenig Geld sind wirklich ein Glücksfall!
    Ansonsten denke ich ebenfalls, dass man als Paar mit gemeinsamer Wohnung und viele Gegenstände nur 1x günstiger als ein Single wohnen kann.
    Wenn Sie sich jedoch eine grosse weiße Hochzeit wünscht, ist der Vorteil wieder dahin;-)
    Ich denke aber Du triffst noch eine Gleichgesinnte, die deine Ziele teilt.

  35. -M

    Ich bin auch so halb auf Leitungswasser umgestiegen, der Geschmack ist aber gewöhnungsbedürftig… mit Zitrone schmeckt es auf jedenfall.

    Unser Wasser ist sehr kalkhaltig, glaube dadurch schmeckt es „anders“ als Mineralwasser … brittafilter o.ä. Hatte ich auch schon überlegt, aber da sollen sich ja auch in den Kartuschen Stoffe lösen, die das Wasser nicht unbedingt verbessern.

    Grüße

    -M

  36. Arndt

    Ich fasse zusammen:

    heute

    – Nur Leitungswasser, Stulle mit Brot, Nüsse, Apfel und BW-Kantine

    – Andere Lebensmittel nur kurz vor Ladenschluss und runtergesetzt

    – Nur ein Zimmer und nie wieder mit jemanden zusammenleben

    – Keine sonstigen Ausgaben

    in 16 Jahre

    – Nur Leitungswasser, Stulle mit Brot, Nüsse, Apfel und ?… BW Kantine geht ja dann nicht mehr

    – Andere Lebensmittel nur kurz vor Ladenschluss und runtergesetzt

    –  Immer noch gleiches Zimmer und immer noch alleine drin

    – Keine sonstigen Ausgaben, außer vielleicht 600 PS Gefährt

    – Nicht mehr um 5 Uhr aufstehen

    Ich glaub ich habs jetzt verstanden. Das mit der FU

  37. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Querdenker

    super Kommentar. Ich finde es beachtlich, was René macht. Er designt sein Leben – so wie er es mag. Er folgt nicht der Herde wie ein Lemming. Dieser ganze Konsumwahn ist doch ein schweres Leben, das nicht zufrieden macht. Ein Deutscher besitzt im Schnitt über 10.000 Gegenstände. Und es wird immer mehr. Was soll daran so erstrebenswert sein, bis 67 arbeiten zu müssen? Ich hab lieber meine Freiheit. Aber jeder wie er/sie will.

  38. Fit und Gesund

    @Arndt,

    glaub nicht dass Du das verstanden hast,

    R.B ist Macher und Malocher

    Du bist Typ Mauler,

    ganz klar wem ich mehr zutraue und vor wem ich mehr Respekt habe 🙂

     

  39. R.B

    @Querdenker: Danke,genau so ist es!

    @ Arndt: Tolle engstirnige Zusammenfassung.Ich trinke nunmal kein Alkohol oder Zuckerhaltige Getränke.Was ist abends an einer Wurstbemme auszusetzen.Soll ich 2mal warm essen?!Wenn ich nicht mehr in der Kantine esse,koche ich halt.Die Lebensmittel die man samstags 19 Uhr kauft sind exakt genauso gut wie morgens zum vollen Preis.Ich wohne in einer 2 Zimmer Wohnung mit 42qm was für minimalistische verhältnisse groß ist.Ich sage ja nicht das es der ultimative weg für alle ist.Mir fehlt es an nichts,habe einen guten Freundeskreis und diversifiziere gern auch bei Frauen.Deine neidzerfressene Analyse tut also nicht not.Aber es freut mich das du meinen weg in die FU jetzt verstanden hast.

  40. Anna

    Wenn ich mir das alles so zu Gemüte führe, dann kommt bei mir das Gefühl auf, dass alle denken, es gänge immer so weiter und in 10 oder 15 Jahren haben wir die FU. Denkste, auch ich habe mal gedacht, jedes Jahr eine Steigerung von X% plus eventuelle Sparbeträge und „fertig ist die Laube“. Mr. Market kann einem aber sowas ans Schienbein treten und einen zum Lehrgang schicken… Ich bin zwanzig Jahre dabei und weiß wovon ich schreibe. Und noch an R.B (… wenn es 50 % runterkracht…): In dieser Zeit die Ruhe zu behalten und nachzukaufen können ganz wenige, vor allem darf man nicht denken, es könnte in 3 Wochen o.ä. billiger sein.

    Nach einigen gesundheitlichen Problemen bei meinem Mann und mir bin ich der Meinung, Sparsamkeit sollte nicht in Geiz ausarten, die Grenzen sind fließend. Man sollte sich auch mal was gönnen können bzw. wollen und nicht denken, ach, da hätte ich doch zwei Aktien davon kaufen können und die fehlen mir in zwanzig Jahren. Die Welt sollte man sich ansehen, wenn man noch kann. Mitnehmen kannste nichts, die Reichsten auf dem Friedhof sollten andere sein.

    Auch sollte man – wenn möglich – nicht allein bleiben. Wenn keine Kontakte mehr zur Außenwelt bestehen, dann liegt ein Toter jahrelang in der Wohnung, ich weiß nicht, ob das erstrebenswert ist (finanzielle Transaktionen gehen ja per Dauerauftrag von selbst). Oder man liegt in einem Heim und keiner besucht einen.

    Ich hoffe, ich bin jetzt kein „Mauler“. Das sind Tatsachenberichte und die Erfahrungen, die ich gemacht habe, helfen vielleicht anderen im Leben.

    So, das waren meine „Worte zum Sonntag“. Schönes Wochenende wünscht

    Anna

     

  41. Fit und Gesund

    @Anna,

    ne… Du bist nicht Typ Mauler, sicher nicht, aus Deinen Worten spricht Lebenserfahrung, damit kann ich gut :),

    mich persönlich nervt es halt wenn Leute die ehrlichen Sparbemühungen von einem Mitschreiber hier so runtermachen, da muss ich dann meinen Senf zu geben.

    und R.B bekommt jetzt gleich auch noch eine hochgezogene Augenbraue,

    also das mit dem Diversifizieren bei Frauen ist dann so ne Sache… so findest Du kein tolles Mädel, die tollen Mädel die sind meist nicht doof!

  42. Anna

    Fit und Gesund

    hast recht, so blöd sind die Mädels nicht. Hast Du nicht einen Bäcker in der Nähe, der mal eine Frau bäckt. Vielleicht hilft es ihm.

    Zum Beitrag von Arndt, der Dir nicht gefallen hat. Ich hab es als Satire eingeordnet. Aber trotzdem, die Gefahr, dass es mal so laufen könnte, ist gegeben. Man kann dann leicht zum seltsamen Kauz werden, hoffentlich wird er es nicht.

    Aus meiner aktiven KH-Zeit kann ich mich an eine alte Frau erinnern, die so schlecht gekleidet war und erbarmungswürdig aussah, sodass man daran dachte, ihr die nächste Mahlzeit zu bezahlen.  Nach ihrem Tod kam heraus, sie hatte ein hohes 5-stelliges Vermögen besessen. Erbe war dann der Staat. Ob das nun Sinn und Zweck der Übung ist, ich weiß nicht.

    Gruß

    Anna

  43. steve

    Ist ja auf jeden Fall ein Bericht für viel Diskussion. Das mit der Wohnung und der Einkaufsmoeglichkeit ist genial so was muss man finden. Aber 90% Rabatt ist ja auch fast geschenkt, am Ende kriegst du noch was obendrauf damit’s nicht schlecht wird. Wobei das natürlich nicht jeder machen kann sonst gibt’s den Laden nicht lange. Dass man bei einem Investment immer erst hinterher weiß ob es gut war stimmt leider, ansonsten gäbe es keine Fehlinvestments. Das muss meiner Meinung nach auch so sein es können an der Börse nicht alle alles richtig machen. Nur ein nicht gemacht es Investment bringt nie Rendite. Und fallen geht nur um 100% steigen dagegen kann erheblich mehr ausmachen. Ansonsten kann ich R.B. bestärken in seiner Sparsamkeit nur soweit das jede Leerstelle hinter Komma und Punkt ausgespart wird muss man s nicht treiben. Zum Punkt Partnerin die findet sich hoffentlich in der richtigen Ausstattung.

  44. R.B

    @Anna: Danke für die Worte.

    Mir ist klar das es auch mal 3 Jahre 50% abwärts gehen kann,aber das halte ich definitiv aus.Da bin ich ziemlich stumpf und investiere wie gehabt weiter.Ich bin nicht geizig.Shopping und Konsum interessieren mich einfach nicht die Bohne.Ich wüsste nicht was ich mir also großartig gönnen sollte.Für mich ist Geld einfach nur zeit.

    Krankheiten sind eine sache die man leider nie auf den Zettel hat.Man kann nur hoffen das man gesund bleibt,das ist das wichtigste.

    @fit und Gesund: Ja natürlich hoffe ich auch mal irgendwann eine Frau zu finden die ähnlich tickt.Aber Sie muss halt auch sehr hübsch sein.Da ich oft monatelang im Auslandseinsätzen bin muss man auch die Frau finden die das mitmacht.Das sind nicht viele…

  45. P.S

    Guten Abend,

    ich finde es sehr gut mit einem solchen minimalistischen Lebensstil auszukommen. Ich bin da ebenfalls in einer guten Richtung, da ich es als Berufsanfänger vermeide in die Lifestyle Inflation zu gelangen, was mir bislang sehr gut gelingt. 🙂

    Zum Thema Wohnung: es gibt in meiner Umgebung genügend 2 Zimmer Wohnungen mit sogar 220 € Warmmiete. (Raum Mecklenburg aufn Land). Diese beinhalten 2 Zimmer mit ca. 40 qm. Das reicht für einen Single super aus.

    Noch eine Sache zu Tims Blog: ich bin über den Couponschneider zu deinen Blog gelangt und habe hier sehr viel gelernt seit einem Jahr. Vielen Dank für diesen Blog!

    Beste Grüße P.S.

  46. Kia

    Endlich mal wieder einer der das richtig angeht und nicht nur 500€ von 2500-3000€ netto spart wie in einigen anderen Leserbriefen.

    „Nur eins weiß ich,zusammenziehen kommt niemals mehr in Frage und Heiraten schonmal garnicht.“ – 🙂 , 🙂 , 🙂 ,  bei einigen Männer kommt der Sinn nach Familie und Kindern erst später, so ab 45. Dann ist die FU schon erreicht also Perfekt!

  47. Thomas der Sparkojote

    Hallo R.B.

    Du kannst stolz auf deine Sparquote sein, ich hätte liebend gerne so eine Sparquote. Ich bin auch ähnlich wie du eher minimalistisch geworden, wobei ich dann dennoch mein Geld in Reisen investiere oder auch in andere Hobbies. Das ist vermutlich von Person zu Person unterschiedlich.

    Ich muss gestehen über die Heirat denke ich ähnlich und kann dich vollkommen verstehen, wobei ich dann doch heiraten würde wenn man im voraus einen Vertrag auflegt bei dem genau bestimmt wird wer was und wie viel bekommt bei einer Scheidung. Beim Zusammenleben hingegen denke ich, dass du locker einen erneuten Versuch wagen kannst. Ich nehme mir mal die Arroganz zu behaupten, dass du vermutlich in 10 oder 20 Jahren dann doch mit deiner Frau/Freundin zusammen leben wirst, vor allem wenn du dann Kinder hast. Wenn du dich aber für ein Kinderloses leben entscheidest, sieht das ganze natürlich wieder ander aus.

    Gruss
    Thomas

  48. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Anna

    Bei der Masse ist es so: Sie gibt das gesamte Einkommen mehr oder weniger jeden Monat aus. Es bleibt kaum etwas übrig: Hohe Hypotheken, Auto auf Pump, Konto überzogen, großes Zuhause, neue Elektronik, Kleidung, Urlaube…

    10.000 Gegenstände besitzen Bürger heute. Und es wird immer mehr:

    https://www.rnz.de/panorama/magazin_artikel,-Magazin-Wie-viel-ist-genug-_arid,20959.html

    Ich hab herausgefunden, wie man sich von diesem Konsumwahn befreien kann. Es ist ein umstrittener Weg. Keine Frage. Die Masse kann damit nichts anfangen.

  49. Skywalker

    Eine Frau die sehr hübsch sein muss und in einer Wohnung lebt die 220 Euro warm kostet, ins Fichtelgebirge  in den Urlaub fährt und für 80 Euro im Monat essen darf… Good luck, pal! :-)))

    Ich glaube ich bin hier erst einmal raus und komme wieder wenn es um Börse etc. geht!

  50. Ralf

    @Skywalker: „Ich glaube ich bin hier erst einmal raus und komme wieder wenn es um Börse etc. geht!“… Das ist eine gute Entscheidung, so handhabe ich das auch und kommentiere die Artikel nicht mehr aktiv. Bzgl. Börse: Ich kann dir nur empfehlen, eine ausreichende Cashreserve zu haben, entsprechende Kaufgelegenheiten werden kommen. Und das eigentliche Leben nicht vergessen…

  51. Arndt

    Engstirnig ist, wer seinen Weg nicht hinterfragt und mangels selbst- oder fremdreflexion glaubt, dass nur seine Welt die richtige ist.

    Viel Spaß noch. Jeder kann jetzt beruhigt sein. Ich lass die Glaubensgemeinschaft ab jetzt in Ruhe.

  52. Sebastian

    Hehe, erst kontraproduktive Tipps geben und sich dann beleidigt verabschieden. Menschen, Bedürfnisse und Ziele sind hoch individuell. Wir sollten hier leben und leben lassen. Aber eins ist klar, extreme Ziele(FU) verlangen außergewöhnliche Herangehensweisen. Jedenfalls mit einem normalen Gehalt. Und wenn es jemanden von Natur aus leicht fällt auf vieles zu verzichten, ist das ein guter Schritt in die richtige Richtung. Glück hängt jedenfalls für mich nicht von Luxus und materiellen Dingen ab.Interessant wie schnell sich Leute angegriffen fühlen, wenn ihr eigenes Lebensmodell hinterfragt wird. @skywaler, Ralf & Arndt macht ihr es doch so wie es für euch richtig ist. FU muss ja nicht für jeden das Ziel sein, aber hört auf andere zu kritisieren  für Dinge die ihr nicht wollt bzw. Könnt. Klar ist die von dem Berichterstatter beschriebene Herangehensweise wird eher zum Ziel FU führen als eure. Hört auf, so eine Disziplin zu kritisieren und ihm schädlichen Tipps zu geben. @ralf: es ist auch ok eine cashreserve zu halten, mache ich auch. Aber wenn man eine hohe risikotolleranz hat, ist es richtig voll zu investieren, da markettiming bekanntlich nicht funktioniert. Sieht man sich die letzten 9 Jahre an wäre man sonst ja gar nicht zum investieren gekommen. Letzter Kommentar: ‚ihr kommt zurück wenn es um Börse / Konkrete Aktien geht??’Was in Tims Blog beschrieben wird ist viel wichtiger als die konkrete produktauswahl. Es geht um den Mindest. Buy and hold komme was wolle, denn das bringt letztendlich die Rendite. Euch werden da sicher eher die Hände zittrig. Sorry aber das musste mal raus.

  53. Ralf

    @Sebastian: Interessant was hier alles hinein interpretiert wird… Ich z.B. lasse ETF-Sparpläne stur laufen und gekaufte Aktien liegen.  Buy and Hold funktioniert, es hat durch diverse unsägliche Entwicklungen wie dem Sekundenhandel etc. jedoch klar an Potenz verloren. Cash ist kein Fehler, sondern für mich ein Stück Risikomanagement. Im übrigen hat selbst Warren Buffett große Cashreserven und rüstest sich somit für günstige Kauf-Gelegenheiten.

    Es gibt einfach Entwicklungen, die seriöse Investoren mit wirtschaftlichen Wissen nicht komplett ignorieren können. Hierzu ist aber eine fundierte Diskussion in diesem Blog eher nicht erwünscht bzw. nicht möglich. Hier ein Beispielartikel, damit bin ich aber auch schon wieder raus…

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/notenbanker-in-jackson-hole-es-klemmt-im-kapitalismus-muellers-memo-a-1163647.html

  54. Skywalker

    @ Ralf:

    Interessanter Artikel mit spannender Fragestellung! Ich finde es auch schade, dass die Themen hier im Blog seit längerem einen Shift hinweg von Finanzthemen und Börse gemacht haben.

    Aber so ist das und das ist auch ok, kein Problem. Wenn man sich darüber unterhalten möchte, wie man für wenig Geld Abends eine Butterstulle und eine Tomate isst, kein Ding. Meins ist es halt nicht ganz zuletzt, aber das wird ja vielleicht auch wieder anders.

    Schönen Sonntag allen!

  55. Fit und Gesund

    @Skywalker,

    aber es liegt doch an Dir dann mal ein Geldanlagethema anzusprechen was Dir vielleicht am Herzen liegt, oder eine Aktie zu diskutieren, da lässt uns doch Tim völlig freie Hand, das kann ich doch nicht falsch sehen, oder?

    Ich möchte auch nicht nur Tomaten diskutieren, ich finde Bücher interessant die Andere gelesen haben und empfehlen können,

    oder ob Reit’s empfehlenswert sind oder nicht,  ich hab jetzt gerade was beim Finanzwesir gelesen, eine Buchvorstellung „Bargeld statt Buchgewinn“ Luis Pazos,

    verfolgt Jemand sowas auch nur ansatzweise?

    es gibt Viel was man diskutieren kann, fang mal an 🙂

    schönen Sonntag

     

    @Ralph,

    Du gierst geradezu nach negativen Artikeln, mit so einer Einstellung wäre mir sehr unwohl.

    aber auch Dir einen schönen Sonntag 🙂

  56. bismut

    @ Anna

    Deine Beiträge finde ich lebensnah. Die Schilderung aus der KH-Zeit bestärken die Sichtweise, der Kapitalstock darf ruhig später mit aufgebraucht werden, vergessen anscheinend viele in ihrer Berechnung.

    Gruß Bismut

  57. Christoph

    Hi, ich finde es toll, dass wie in diesem Fall der Job sogar hilft Geld zu sparen. Ich kenne es auch ein bisschen anders. Sobald ich wieder angefangen habe zu arbeiten sind die Ausgaben sicher gleich um  ca. 150€/Monat gestiegen. Großteils für Mittagessen, Kleidung, etc. Wenn man noch zur Arbeit pendeln muss kann das auch deutlich mehr sein. Der anderer Vorteil einer Vollzeitarbeit ist es aber, dass man durch die wenige Freizeit dann weniger Zeit hat das Geld auszugeben (außer durch onlineshoppen…)

  58. Raphael

    Wenn ich mit 500€ pro Monat (meine Miete kostet mehr) zufrieden leben könnte, würde ich stattdessen lieber jetzt schon die finanzielle Freiheit in Form von Harz 4 genießen (da hätte ich mehr Netto). Du könntest dir die ganze Plagerei sparen. Ich genieße stattdessen lieber mein Leben, investiere Geld in meine Freundin, Kinder, spannende und nicht ganz kostengünstige  Hobbies (Kitesurfen, Paragleiten, Kochen), gehe ins Kino, Theater, Kabatett, Freizeitpark und Zoo und möchte etwas von der Welt sehen und meinen Horizont erweitern und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Dadurch komme ich als Gutverdiener zwar nur auf eine Sparrate von 30-50% aber das reicht locker. Ich will jetzt auch schon leben vielleicht sterbe ich in ein paar Jahren an einem Autounfall.

     

    Unabhängig davon musste ich bei deiner Geschichte an folgende Geschichte denken:

     

    Der zufriedene Fischer

    In einem Hafen an einer westlichen Küste Europas, liegt ein ärmlich gekleideter Mann in seinem Fischerboot und döst. Ein schick angezogener Tourist legt eben einen neuen Farbfilm in seinen Fotoapparat, um das idyllische Bild zu fotografieren: blauer Himmel, grüne See mit friedlichen, schneeweißen Wellenkämmen, schwarzes Boot, rote Fischermütze. Klick. Noch einmal: klick, und da aller guten Dinge drei sind und sicher sicher ist, ein drittes Mal: klick.

    Das spröde, fast feindselige Geräusch weckt den dösenden Fischer, der sich schläfrig aufrichtet, schläfrig nach seiner Zigarettenschachtel angelt. Aber bevor er das Gesuchte gefunden, hat ihm der eifrige Tourist schon eine Schachtel vor die Nase gehalten, ihm die Zigarette nicht gerade in den Mund gesteckt, aber in die Hand gelegt, und ein viertes Klick, das des Feuerzeuges, schließt die eilfertige Höflichkeit ab. Durch jenes kaum messbare, nie nachweisbare Zuviel an flinker Höflichkeit, ist eine gereizte Verlegenheit entstanden, die der Tourist – der Landessprache mächtig – durch ein Gespräch zu überbrücken versucht.
    „Sie werden heute einen guten Fang machen.“
    Kopfschütteln des Fischers. „Aber man hat mir gesagt, dass das Wetter günstig ist.“Kopfnicken des Fischers.
    „Sie werden also nicht ausfahren?“Kopfschütteln des Fischers, steigende Nervosität des Touristen. Gewiss liegt ihm das Wohl des ärmlich gekleideten Menschen am Herzen, nagt an ihm die Trauer über die verpasste Gelegenheit. „Oh? Sie fühlen sich nicht wohl?“ Endlich geht der Fischer von der Zeichensprache zum wahrhaft gesprochenen Wort über.
    „Ich fühle mich großartig“, sagt er. „Ich habe mich nie besser gefühlt.“ Er steht auf, reckt sich, als wollte er demonstrieren, wie athletisch er gebaut ist. „Ich fühle mich phantastisch.“
    Der Gesichtsausdruck des Touristen wird immer unglücklicher, er kann die Frage nicht mehr unterdrücken, die ihm sozusagen das Herz zu sprengen droht: „Aber warum fahren Sie dann nicht aus?“Die Antwort kommt prompt und knapp.
    „Weil ich heute morgen schon ausgefahren bin.“ „War der Fang gut?“
    „Er war so gut, dass ich nicht noch einmal auszufahren brauche. Ich habe vier Hummer in meinen Körben gehabt, fast zwei Dutzend Makrelen gefangen.“

    Der Fischer, endlich erwacht, taut jetzt auf und klopft dem Touristen auf die Schulter. Dessen besorgter Gesichtsausdruck erscheint ihm als ein Ausdruck zwar unangebrachter, doch rührender Kümmernis. „Ich habe sogar für morgen und übermorgen genug!“ sagte er, um des Fremden Seele zu erleichtern. „Rauchen Sie eine von meinen?“
    „Ja, danke.“

    Zigaretten werden in Münder gesteckt, ein fünftes Klick. Der Fremde setzt sich kopfschüttelnd auf den Bootsrand, legt die Kamera aus der Hand, denn er braucht jetzt beide Hände, um seiner Rede Nachdruck zu verleihen. „Ich will mich ja nicht in Ihre persönlichen Angelegenheiten mischen“, sagt er, „aber stellen Sie sich mal vor, Sie führen heute ein zweites, ein drittes, vielleicht sogar ein viertes Mal aus, und Sie würden drei, vier, fünf, vielleicht sogar zehn Dutzend Makrelen fangen. Stellen Sie sich das mal vor!“
    Der Fischer nickt.
    „Sie würden“, fährt der Tourist fort, „nicht nur heute, sondern morgen, übermorgen, ja, an jedem günstigen Tag zwei-, dreimal, vielleicht viermal ausfahren – wissen Sie, was geschehen würde?“
    Der Fischer schüttelt den Kopf.
    „Sie würden sich in spätestens einem Jahr einen Motor kaufen können, in zwei Jahren ein zweites Boot, in drei oder vier Jahren könnten Sie vielleicht einen kleinen Kutter haben, mit zwei Booten oder dem Kutter würden Sie natürlich viel mehr fangen – eines Tages würden Sie zwei Kutter haben, Sie würden…“, die Begeisterung verschlägt ihm für ein paar Augenblicke die Stimme, „Sie würden ein kleines Kühlhaus bauen, vielleicht eine Räucherei, später eine Marinadenfabrik, mit einem eigenen Hubschrauber herumfliegen, die Fischschwärme ausmachen und Ihren Kuttern per Funk Anweisung geben, sie könnten die Lachsrechte erwerben, ein Fischrestaurant eröffnen, den Hummer ohne Zwischenhändler direkt nach Paris exportieren – und dann…“ – wieder verschlägt die Begeisterung dem Fremden die Sprache.

    Kopfschüttelnd, im tiefsten Herzen betrübt, seiner Urlaubsfreude schon fast verlustig, blickt er auf die friedlich hereinrollende Flut, in der die ungefangenen Fische munter springen. „Und dann“, sagt er, aber wieder verschlägt ihm die Erregung die Sprache. Der Fischer klopft ihm auf den Rücken wie einem Kind, das sich verschluckt hat. „Was dann?“ fragt er leise.
    „Dann“, sagt der Fremde mit stiller Begeisterung, „dann könnten Sie beruhigt hier im Hafen sitzen, in der Sonne dösen – und auf das herrliche Meer blicken.“
    „Aber das tu ich ja schon jetzt“, sagt der Fischer, „ich sitze beruhigt am Hafen und döse, nur Ihr Klicken hat mich dabei gestört.“ Tatsächlich zog der solcherlei belehrte Tourist nachdenklich von Dannen, denn früher hatte er auch einmal geglaubt, er arbeite, um eines Tages einmal nicht mehr arbeiten zu müssen, aber es blieb keine Spur von Mitleid mit dem ärmlich gekleideten Fischer in ihm zurück, nur ein wenig Neid.

     

    Heinrich Böll

  59. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Raphael

    Jeder so wie er/sie mag.

    Deine Sparquote ist ganz ordentlich. Erlebnisse sind eine super Sache.

    (Ich bin gerne irgendwo in einer Holzhütte mit der Familie am Strand oder im Wald.)

    Ich bin ein Gegner von Klimbim. Die Deutschen kaufen immer mehr Artikel und stellen den Kram ins Zuhause. Selbst 10.000 Gegenstände reichen ihnen nicht.

    https://www.rnz.de/panorama/magazin_artikel,-Magazin-Wie-viel-ist-genug-_arid,20959.html
    (Ich weiß, ich hatte den Link schon oft)

    Dann kaufen sie Häuser und Autos auf Pump. Sie kaufen und kaufen. Den Materialismus und das Schuldenmachen lieben sie. Sie wollen ihr Umfeld mit Clownsautos, Mode, Schmuck, Urlauben beeindrucken. Sie arbeiten bis 67. Sie haben immer eine knappe Kasse. Und mit 70 sterben sie dann. Sie haben kaum etwas von ihrem Leben gehabt. Außer Klimbim, Arbeit und Schulden. Ist das ein guter Weg?

  60. Mark85Mark85

    Dieses Mal kann ich mich ziemlich gut mit dem Leserbriefschreiber identifizieren: günstiges Wohnen, geringe Gesamtausgaben, große Sparquote und hohe Genügsamkeit. Wer weiß? Vielleicht spricht schon der nächste Leserbrief wieder ganz andere Personen an. Die Mischung stimmt in diesem Blog.

    Ich habe gestern für kleines Geld einen Kajakausflug auf der Havel unternommen und werde gleich mit meinem Elektrofahrrad ein wenig durch die Natur heizen. In meinen Augen braucht es wirklich nicht viel Geld, um eine Menge Spaß im Leben haben zu können. Ich kann aber nachvollziehen, wenn Normalbürger einfach nicht verstehen können, wie man freiwillig mit sehr wenig Geld auskommen möchte. Für ein minimalistisches Leben braucht es ganz neue Denkweisen. Zur Beruhigung: Das Gefühl eines Verzichts kommt im Leben eines Minimalisten kaum vor.

    Zum Hartz-4-Tipp: Ein Hartz-4-Bezug ist für mich ein großer Mist. Sicherlich gibt es Strategien, damit man möglichst viel von seinem Sachbearbeiter in Ruhe gelassen wird, aber Freiheit und Unabhängigkeit sehen für mich anders aus.

    Zu den genannten 2 Millionen Euro: Jeder erzielt andere Nettorenditen, aber sie würden definitiv ein Leben der Oberschicht ermöglichen, wenn man sich nicht komplett blöd anstellt: https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/einkommensverteilung-unterschicht-oberschicht-testet-hier-wozu-ihr-wirklich-gehoert_H93081233_323959/ Wer so ein Leben braucht, in Ordnung, aber mir reichen bereits wenige 100.000 Euro aus, um davon ein finanziell unabhängiges Leben führen zu können.

    Kritik ist in Ordnung, aber man sollte dabei locker bleiben und nicht zu persönlich werden, wenn jemand einen anderen Lebensweg als man selbst gehen möchte. Ich wünsche R. viel Erfolg auf seinem Weg! 😉

  61. Felix

    Die Geschichte von Heinrich Böll heißt übrigens nicht „Der zufriedene Fischer“, sondern „Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral“.

  62. Matthias

    Hallo zusammen,

    den Beitrag und die anschließende Diskussion finde ich interessant. Die Sparquote ist beachtlich. Ich kann das geschriebene nachvollziehen und glaube auch, dass R. zufrieden ist und ihm aktuell nichts fehlt.

    Einwas ist mir aufgefallen: Du, R., bist recht überzeugt von deiner Zukunft. Ich habe den Eindruck, dass du denkst, dass nichts dazwischen funken kann. Davon rate ich ab und gebe den Tip, flexibel und anpassbar zu sein. Von heute auf morgen könnte alles anders sein: Dein BW-Standort schließt. Du hast einen Unfall und wirst Berufsunfähig. Deine Wohnung wird dir gekündigt. Du verliebst dich Hals über Kopf in jemanden (wenn man nicht verliebt ist, ist es einfach zu denken, dass das nicht passiert…),… Das sind jetzt die negativen Seiten (außer die Liebe, die hat auch was positives)… Genauso gut kann es auch anders – positiver – kommen.

    Was mir noch aufgefallen ist….Oft wird in den Rechnungen die persönliche Entwicklung vernachlässigt. In 15 Jahren könnte man ein Experte auf seinem Gebiet sein und als Angestellter deutlich mehr als heute verdienen. An Stelle eines 450 € Nebenjobs könnte man eine selbstständige Beratertätigkeit annehmen etc.

    Viele Grüße und weiter so, solange du damit zufrieden bist!

  63. Kiev

    Hallo R,

    ich kann zu Deinem Beitrag nicht viel Beitragen. Aber Gratulation zu Deiner Sparleistung. Ich finde es sehr gut, dass Ihr eine Fahrgemeinschaft mit so vielen Personen überhaupt zustande gebracht habt. Dein Umkreis scheint bei Deinen Zielen zumindest nicht im Wege zu stehen. Zeit ist mir auch wichtiger als materielle Dinge. Den minimalistischen Lebensstil verfolge ich seid einiger Zeit. Das ist bestimmt ein sehr dehnbarer Begriff und einschlägige Minimalisten würden mich vermutlich in einer ganz anderen Richtung sehen. Wenn man sich fragt was einem im Leben wichtig ist und was man erleben möchte stellt man doch oft fest das Geld nicht das wichtigste ist. Siehe Mark85. Einfach einen Kajakausflug und/ oder eine Radtour in schöner Gegend durchführen. So einen Ausflug kann man sich natürlich auch auf einem 10m breiten gebogenen 12K Fernseher anschauen für den man das Haus noch anbauen muss. Jedem das seine…

    Zu Deinen 600PS Neigungen. Wenn Du sie nie losbekommst und Dein Ziel nahe genug ist gibt es ein paar Alternativen. Du könntest Cart fahren oder einen PS Boliden nur für eine kurze Zeit mieten (Achtung, nicht übertreiben). Oder Du kaufst Dir einen Oldtimer. Du scheinst ja handwerklich versiert zu sein. Eine Cobra oder einfach nur ein VW Käfer (mit Porsche Motor) bringt viel Fahrspaß und sollte den Verlust in Grenzen halten. Vor allem wenn man die Reparaturen selbst durchführen kann und möchte. Ein Oldtimer würde mir in der FU gefallen, aber leider fehlt mir hier noch das Talent. Der Wille ist schon einmal da. Zeit möchte ich dafür aktuell aber nicht einbringen. Falls die Regierung aber mit neuen Fahrverboten kommt die den Oldtimer betreffen wäre der Verlust dann doch wieder enorm.

  64. MatthiasJ

    Ganz schön viele Neider hier unterwegs. Lass dich von denen nicht kirre machen, geh deinen Weg!

  65. Djerun

    Ich kann nicht nachvollziehen, wie man so entbehrungsreich leben kann wie der Autor, nur um in 16 Jahren evt. finanziell unabhängig zu sein und weiterhin zu leben wie jemand im Niedriglohnsektor (traurig genug, dass es Millionen davon in Deutschland ungewollt gibt)! Ist das erstrebenswert?

    Hört alle mal bitte damit auf, Gurki und Arnd als Konsumidioten zu deklarieren! Sie haben nur den Punkt der Lebensqualität angesprochen!

    Wenn Freunde zu uns abends zum Grillen kommen, glaubt ihr, dann halte ich die Hand auf und will das jeder seinen Obulus leistet. Nein, das Grillfleisch, den Wein oder Rum den bezahle ich, weil ich eine schöne Zeit mit meinen Freunden verbringen möchte und es mir das wert ist. Genau so wie wir dann eingeladen werden und Nachmittags nicht den Kuchen vom Bäcker selbst mitbringen müssen.

    „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Schöne so nah ist!“ Ganz einfach, weil Rom, die norwegischen Fjorde oder der Grand Canyon nicht in der Magdeburger Börde zu finden sind.

    Was ist mit Kindern? Wer bezahlt das Studium? Vater Staat, damit man selber fu am Existenzminimum leben kann? Nein danke.

     

    Aber, jeder kann leben, so wie er möchte. Also wenn es dein Weg ist, dann schlage ihn ein…die Freiheit hat jeder.;)

     

    Nur mal für alle, die heute „darben“ um in 10, 20 oder 30 Jahren ein dickes Depot haben.

    Am Wochenende habe ich mich näher mit einem Bekannten unterhalten…er macht immer einen netten Eindruck und ist super drauf. Er hat mir gesagt warum, weil er versucht zu leben, als wäre es sein letzter Tag. Er scheißt auf die Rente in 30 Jahren, er hat kein Problem auch auf Kredit zu leben oder zu konsumieren. Zuerst war ich schockiert, nach den darauf folgenden 2 Minuten nicht mehr:

    Er ist Mitte 30
    Seine Frau ebenfalls, vor 2 Jahren wurde aber Krebs diagnostiziert. Jetzt ist sie dazu noch depressiv. Er liebt sie.
    Einer seiner Freunde: 37, aufgrund Kopfschmerzen näher untersucht. Festgestellt: Schwerer Hirntumor, Ausgang ungewiss.
    Sein Schwager: Anfang des Jahres nach unkoordinierten Bewegungen zum Arzt. Festgestellt: Multiple Sklerose, der Rollstuhl ist nur eine Frage der Zeit.

    Die nächsten Woche werde ich nicht eine Sekunde auf mein Depot schauen. Lebe im Jetzt, sonst nutzt dir die Million mit 60 auch nichts mehr!

    Wer nebenbei noch sparen kann, Glückwunsch!

     

    Grüße

    Djerun

  66. Mattoc

    Djerun, vollkommen richtig: Mache das so.

    Und an diejenigen, die ihr Glück nicht in teueren Reisen oder dem Grill-Event mit dem Nachbarn finden, sondern beim Blick in das wachsende Depot:  Macht es so.

    Jede/Jeder sollte es so machen, wie sie/er es für richtig hält. Nur weil jemand auf eine bestimmte Art glücklich ist, sollten alle anderen Arten nicht als falsch dargestellt werden.

    @Tim

    Wir brauchen bald einen neuen Artikel zur Motivation. 🙂

  67. Anna

    @ bismut

    Danke für Dein Lob.

    @ Djerun

    Ich habe lange genug in der Medizin gearbeitet, um solche Fälle zu kennen. Da nützt einem die ganze Sparsamkeit nichts mehr. Deshalb sind wir auf Reisen gegangen und haben nicht die neue Küche gekauft.

    Grüße

    Anna

  68. June

    Hallo Zusammen,

    @R.

    Lass dich nicht beirren, geh deinen Weg wie er für dich richtig ist. Ob nun als Minimalist oder als bewusster Konsument. Die Liebe und damit die Kinder, die kommen oder auch nicht. Wichtig ist nur, dass du flexibel und offen bleibst, denn eins ist klar das Leben kann man leider nicht planen. Man kann eine Richtung einschlagen aber auf Heller und Pfennig planen lässt es sich leider nicht.

    @Harz4 und Bafög

    R. hat schon jetzt 80000,- € und möchte die nächsten 16 Jahre ca. 2000 € sparen, wenn es ihm gelingt hat er bei einer moderaten Verzinsung von 6 % am Ende ca. 839.393,38 € in seinem Depot. Gebe ich diesen Betrag in einen Entnahmeplan als ewige Rente mit 3 % Entnahme ein, kann R. monatlich 2064,00 € entnehmen ohne sein Depot aufzuzehren. Abzüglich 216,00 € Steuer hat er ca. 1.847,82  € monatlich zur Verfügung, er zahlt ja keine Sozialabgaben. Mit einem Mini-, Midi- oder Teilzeitjob nun wirklich kein Leben auf Harz 4 Niveau, auch wenn man noch die eventuellen Kosten für die Krankenkasse berücksichtigen muss. Sollten die Kinder später wirklich studieren, wird auch das Vermögen der Eltern hinzugezogen. R. wird seinen Kindern das Studium selbst finanzieren müssen, denn er hat ja Vermögen. Und wenn R. sein Ziel nicht erreicht, dann geht er eben weiter bis 67 arbeiten, aber er hat immer noch mehr Vermögen als die Mehrheit der restlichen Bevölkerung.

    @ Matthias,

    guter Einwand, dass das Leben nicht immer gradlinig verläuft.

    @Djerun

    Zitat:

    „Am Wochenende habe ich mich näher mit einem Bekannten unterhalten…er macht immer einen netten Eindruck und ist super drauf.“

    Ich kann deinen Bekannten gut verstehen, dass er seiner Frau ein sorgenfreies Leben vermitteln möchte. Bei diese Diagnose hilft lachen, tanzen und glücklich sein am besten. Aber das er „super drauf“ ist, dass glaube ich in diesem Fall wirklich nicht. Er wird es sein müssen um seiner Frau damit zu helfen und sie nicht noch zusätzlich zu belasten. Man kann leider nicht hinter die Fassade der Menschen schauen.

    In diesem Sinne, jeder wie er mag.

    Take care,

    June

  69. JosefJosef

    @R.
    Ich habe vollsten Respekt von Leuten die so Sparen können.
    Auf deine super Sparquote komme ich selbst nicht hin.
    Ich arbeite aber daran, meine Ausgaben immer noch mehr zu optimieren, das ist das was ich am besten ändern kann.

  70. Dude

    Vollen Respekt für den Autor. Das nenne ich mal Fokussierung und Geradlinigkeit. Mich motiviert es sehr solche „extrem“ Beispiele zu lesen.

    Ich für meinen Teil kann aus diesen Beispielen etwas lernen. Nicht das ich es mir zum eigenen Vorbild nehmen möchte/würde aber man bekommt einen Einblick wie es gehen kann.

    Nicht verstehen kann ich diejenigen die seine Art kritisieren und den Lifestyle angreifen. Lasst doch jeden machen wie Er oder Sie will. Wenn es jemanden Glücklich macht zu sparen – Prima ! Ein anderer ist happy auf Kredit zu konsumieren – so what ?!

    Wichtig ist doch das man im Augenblick glücklich ist.

     

    Mir gefällt dieser Leserbrief wirklich gut weil er mir zeigt das auch mit einem „Normalverdienst“ das Ziel FU erreichbar ist, und welche „Einschränkungen“ man dafür hinnehmen muss.

     

     

  71. FelixBerlin

    hmm ich weiß nicht, was ich von diesem artikel halten soll.

    ich weiß nicht, ob es an deinem schreibstil liegt, aber nach dem lesen des artikels habe ich ein bild von einem geizigen, sich durchschnorrenden, egoistischen jungen mann vor mir.

    mit 29 schon sagen zu können, dass man nie wieder mit einer frau zusammenziehen wird, nie heiraten und für immer alleine in einer wohnung leben möchte klingt für mich sehr traurig.

    es tut mir leid für dich, dass du vermutlich nie „wahre liebe“ verspüren wirst, weil du dir selber dies nicht zulässt.

    das ist mit keinem geld der welt aufzuwiegen.

    dass du nur schlechte erfahrungen mit frauen gemacht hast – könnte es auch an dir liegen?

    vor deiner sparsumme habe ich großen respekt, aber der preis scheint mir dafür zu hoch.

    vermutlich liege ich mit meinen o.g. vermutungen falsch (ich hoffe es), aber das ist mein persönliches gefühl nachdem ich den bericht gelesen habe.

    was mir nur auffällt ist, dass es menschen mit den o.g. charaktereigenschaften sehr oft bei der bundeswehr und polizei anzutreffen gibt.

    in anderen berufszweigen ist mir das noch nie so doll aufgefallen.

  72. Valueinvestor

    Ich halte es so, ich strebe eine sparquote von ca. 50% (2500€) im Monat an. Der Rest bleibt für leben und Reisen, hier darf es für uns auch mal Luxus sein. Meine Frau verdient ca dasselbe und handhabt es genauso. Wir arbeiten so viel und lange, dass man auch das Leben genießen muss. Es kann so schnell vorbei sein!! Ich bin Arzt. Daher sollte man eine vernünftige Balance zwischen sparen und ausgeben sein. Ich gebe zu  mit 2000€ Einkommen tut man sich sicher mit 50% sparquote.

  73. Valueinvestor

    Tim Danke für deinen unermüdlichen Einsatz und Aufklärungsarbeit!!! Auch wenn manche Ansichten mir zu extrem sind. Aber Blog und Kommentare sind hier hochinteressant

  74. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Valueinvestor

    Danke für den Zuspruch.

    Es ist eben so, dass Menschen verschieden sind.

    Ich finde Leser A. super. Er strengt sich massiv an, um später eine massive Ernte einzufahren. Das ist clever. Er hat sich unter Kontrolle. Er kann den täglichen Versuchungen widerstehen. Steigender Konsum ist eben kein garantierter Weg zur Zufriedenheit (sondern eher in die Unzufriedenheit):

    http://www.abc.net.au/news/2017-01-04/consumerism-buying-more-stuff-not-answer-to-happiness/8160346

    Leser A. erinnert mich an Jacob:

    http://earlyretirementextreme.com/about

    Der sparte eisern. Und genießt das Leben.

  75. Mark85Mark85

    An Djerun: Menschen sind verschieden. Was du als entbehrungsreich ansiehst, kann für eine andere Person entbehrungsarm bedeuten. 😉

    Die Rechnung ist in meinen Augen ganz einfach: Wenn man sich eine günstige Bleibe sucht und auf ein Auto verzichten kann, spart man allein durch diese 2 Maßnahmen schon einige 100 Euro pro Monat im Vergleich zum Durchschnittsbürger ein. Das ist keine Raketenwissenschaft, sondern eine Frage der Lebenseinstellung.

    Und so kann man bei jedem Haushaltsposten vorgehen, indem man sich 1 bis 2 einfache Fragen stellt: ,,Brauche ich das wirklich und falls ja, reicht nicht auch eine einfachere bzw. kostenschonendere Variante davon aus?“

    Auf schwere bis tödliche Krankheiten vor dem regulären Renteneintrittsalter hat man nur bedingt einen Einfluss und ich wünsche diese niemandem. Das hält mich aber nicht davon ab, mein Leben für die Zukunft finanziell so gut es geht zu planen, weil die Wahrscheinlichkeit einer schweren Krankheit statistisch gesehen auf meiner Seite ist.

    Entscheidend ist für mich die Frage: ,,Wo möchte ich mich selbst in 5, 10, 20, 30 Jahren sehen?“

    Ich habe ziemlich genaue Vorstellungen davon, weil ich mich intensiv seit vielen Jahren mit dieser Frage auseinandersetze. Daher weiß ich, was ich für ein glückliches Leben brauche und was nicht.

    Der Normalbürger beschäftigt sich wahrscheinlich nicht großartig mit dieser Frage, weil er zu sehr in seinem Hamsterrad beschäftigt ist und sich an der Herde orientiert. 😉

  76. June

    @FelixBerlin,

    Zitat:

    „ich weiß nicht, ob es an deinem schreibstil liegt, aber nach dem lesen des artikels habe ich ein bild von einem geizigen, sich durchschnorrenden, egoistischen jungen mann vor mir.“

    Ich bin sehr erstaunt über deine harten Worte. Interessanter Weise interpretiere ich den Text völlig anders.  Ich empfinde den Text als selbstkritisch, verletzt aber zukunftsgerichtet. Natürlich mit etwas missionarischem Eifer, aber weder geizig noch durchschnorrend.

    Wissen wir, ob R. nicht erst seit 3 Wochen wieder Single ist und ihn die Freundin wegen der Ängste, die sie aufgrund seine Auslandseinsätze hatte, verlassen hat? Natürlich kann es auch wegen eines Sugardadys mit Doppelkinn, Porsche und bereits dickem Bankkonto sein. Dermaßen verletzt will man gerne mal ins Kloster gehen und schreibt natürlich auch entsprechend.

    Aber R. schreibt selbst, mit Freundin sei seine Sparquote geringer. Also behandelt er seine Liebste auch aufmerksam, was ganz klar gegen Geiz spricht.

    Ich weiß, dass du nur deine persönliches Empfinden wiedergeben wolltest, aber ich finde, die Menschen, die uns an ihren Geschichten teilhaben lassen, verdienen hier einen sehr bedachten Umgang mit ihrem Leben.

    @Mark,

    schön geschrieben.

    Take care,

    June

     

  77. Christian H.Christian H.

    R.B. , lass Dich nicht entmutigen! Ich finde Deine Einstellung gut. Vielleicht deshalb, weil ich gerade bezüglich des Sparens ganz ähnlich ticke.

    Berufsbedingt bin ich unter der Woche alleine. Da lebe ich genau wie Du. Am Morgen Frischkornbrei mit geriebenem Apfel, mittags in der Firma, abends Stulle mit Rohkost.

    Geizig sollte man nicht sein, ist meine Meinung schon seit jeher. So lade ich auch mal nen Kollegen zum Billard ein oder so.

    Und meine Freundin merkt kaum was davon. Sie lade ich am Wochenende zum Essen ein, Kino etc… So schaffe ich klammheimlich eine Sparquote von ca. 40% 😉

    R.B., Du musst das ja keine 16 Jahre durchziehen! Du wirst schon nach 5 Jahren Deine Finanzielle Freiheit erreicht haben, in dem Sinne, dass Du das Leben, wie Du es gerade führst, von Deinem Kapital finanzieren kannst. Und dann kannst Du ja einen Gang runter schalten. Musst Dir ja nicht gleich ein 600 PS Auto kaufen.

    Wahrscheinlich hat sich nach 5 Jahre so eines krassen Lebenswandels eh etwas in Dir getan, dass Dich auch für nicht-Tussis attraktiv macht 😉

    Sei gegrüßt und halt die Ohren steif

    Christian H.

     

     

  78. FelixBerlin

    @June

    war auch nicht böse gemeint und ich hoffe/gehe auch davon aus, dass ich mit meiner vermutung falsch liege.

    nur versuche ich mir bei solchen beiträgen den verfasser imer bildlich vorzustellen.

    dieser text hat mir dieses bild „aufploppen“ lassen 🙂

    ich denke mit 29 wird er seine lebensplanung sicher das eine oder andere mal noch überdenken.

    und selbst wenn nicht – wenn er damit glücklich ist, ist alles super 😉

     

  79. June

    @FelixBerlin,

    nicht für ungut, ich habe mir schon gedacht, dass du nur versucht hast dein Bild bzw. deine Emotionen in Worte zu fassen. Ich wollte auch an deinem Text Beispiel nur darauf hinweisen, dass man zum einen den gleichen Text ganz unterschiedlich auffassen kann und zum anderen, dass unbedachte Worte falsch verstanden werden können oder sogar verletzen.

    Schreiben kann manchmal ganz schön schwierig sein 😉

    Take care,

    June

     

  80. Dennis

    @Mark85

    Cool, du hast auch ein Elektrofahrrad 🙂 ich habe auch eins seit 5 Wochen und fahre sehr gerne damit auch täglich 27 km zur Arbeit, wesentlich entspannter als mit dem Auto durch den ganzen Verkehr.

  81. Mark85Mark85

    An Dennis: Pro Strecke oder insgesamt? Super, dadurch kannst du bestimmt Geld einsparen. Meines ist von Fischer und hat als Kundenrückläufer 700 Euro gekostet. Vielleicht werde ich mir irgendwann ein professionelleres Modell zulegen, aber für den Einstieg reicht es aus. Es sind je nach Fahrstufe zwischen 40 (höchste) und 80 km (niedrigste) drin. Davor besaß ich einen 350er Motorroller als Autoersatz, der auch ziemlich viel Spaß bereitete.

    Mein nächstes Gefährt ab nächstem Sommer könnte ein eigenes Kajak werden, weil ich durch das Mietkajak Blut geleckt habe und die Havel direkt vor der Haustür habe. Ein kleines Motorboot hätte auch etwas, aber man muss es ja nicht gleich übertreiben. 😀

    Klasse finde ich auch diese Hausboote aus Holz. Genau so eines habe ich letztens in freier Wildbahn entdeckt: https://www.airbnb.de/rooms/14422776

    Gemütlich auf der Terrasse sitzend in Richtung Sonnenuntergang fahren – unbezahlbar! 😀

  82. Ex-Studentin

    Ich finde R.s Lebensweise beeindruckend. Er lebt quasi so, wie Tim es predigt. Wenig Schnick-Schnack, hohe Sparrate. Wie er sein Privatleben gestaltet, ist letztlich seine Sache. Er hat leider einen Hauptberuf, der nicht ganz ohne ist. Aber wer weiß, was sich die nächsten Jahre noch ergibt. Sein Erspartes wird ihm kein Nachteil sein.

  83. Kiev

    Hey Mark,

    für das Hausboot muss man aber schon etwas mehr bezahlen als für das Kayak. Als Unterkunft für einen Städtetrip sieht es hervorragend aus. Wenn es ausreichend Platz für die Familie oder Freunde bietet und zentral gelegen ist, ist der Preis auch nicht so hoch. Bei dem Boot auf dem Bild kann man sich ja auch selbst versorgen, was bei dem Erlebnis bestimmt keine Einschränkung sein sollte.

    Einen Hausbootkauf sollte man sich aber gut überlegen. Da müsstest Du stetig viel Arbeit investieren, dass es auch in dem Zustand bleibt. Natürlich kann man mit Vermietung die Sache finanziell mehr als ausgleichen. Aber am Ende ist das ja auch wieder Arbeit und Planung. Aber wenn es sich als die absolute Passion herausstellt, kann man auch dort seinen Lebensabend oder Abschnitt verbringen. Du bist ja schon finanziell frei und nicht ortsgebunden.

    Urlaube mit Hausboot kann man z.B. auch in Irland verbringen. Da darfst Du es auch ohne speziellen Bootsschein fahren… Vielleicht finden sich ja ein paar Freunde, die mit Dir eine Tour machen. Dann kostet es entsprechend weniger und macht sicher noch mehr Spaß.

  84. Felix

    @ Exstudentin

    Was meinst du mit einem „Hauptberuf, der nicht ganz ohne ist“ in Verbindung mit“leider“? Zum einen ist es ein krisenfester Beruf, der wie der tägliche Blick in die Nachrichten zeigt, immer wichtiger und unverzichtbarer wird, wenn wir weiter in Freiheit leben wollen. Zum anderen ist er ideal zum Sparen: Wenn man irgendwo im Einsatz ist, hat man keine Gelegenheit Geld auszugeben und wird von der Bundeswehr rund um versorgt. Und finanzielle Zuschläge gibt es obendrein.

     

  85. Mattoc

    @Felix

    ich habe kurz scharf nachgedacht und bin auf die Antwort zu deiner Frage gekommen. Ex-Studentin meint mit „leider“ vermutlich, dass der Beruf (lebens-) gefährlich sein könnte.

  86. Gurki

    @Querdenker: Danke das Du mich mal wieder (?) erwähnst. Wie war das noch mit der Meinung von anderen und leben und leben lassen? Regen meine Kommentare nicht zum diskutieren an? Natürlich verfolge ich Tims Beiträge,  allerdings nicht 24/7. Bin ja noch nicht finanziell frei und dazu kommt, dass mich schließlich das Thema interessiert. Einige Beiträge sind gut und nahrhaft, andere wiederum sind gar lächerlich.
    Und ich frage mich ob solch ein Leben, welches R.B. anstrebt wirklich schön ist. In MEINEN Augen fehlt da was. Wenn dir selbst solch ein Leben reicht, schön für dich! Immerhin bin ich mit meiner Meinung nicht ganz allein.

    Ich schreibe ja mittlerweile auch schon mantraartig: Sparen? Ja! Sehr gerne sogar! Fürs Alter vorsorgen? Ja! Sehr gerne sogar! Finanzielle Freiheit? Unwort des Jahres 2017! Aber ja, sehr gerne, ab 2Mio € damit ich mich „sicher“ fühle!

    In diesem Sinne, happy sparing!

     

  87. Dennis

    @Mark85

    Das ist die gesamte Strecke. Wow, da hast du echt ein Schnäppchen gemacht gerade mal 700 Euro für einfachen Strecken reicht es wohl. Ich bin zwar noch nie Kajak gefahren, aber kann mir gut vorstellen das es einfach Spaß macht. Habe schon mal ein Bild gesehen von einem Kajak in Norwegen war Hammer :-).

  88. Ex-Studentin

    @Felix

    Ich meinte es so, wie Mattoc meinte. Geld bringt nur was, wenn man gesund bleibt und alt genug werden darf, es auszugeben. Zudem sind die meisten Jobs nicht 24/7. R. hingegen kann nicht „mal kurz“ auf einen Geburtstag oder einfach beim Abendessen bei der Familie sitzen. Als Partnerin hätte ich da auch keine ruhige Minute.

  89. Didi

    Sensationell!

    Für die Fans von Tim…

    Grundsätzlich ist es ratsam mehrere passive Einkommensströme zu haben, um nicht von einer einzigen abzuhängen. Das können vermietete Wohnungen, Garagen, Lizenzeinnahmen, Zinsen, Dividenden sein. Kombiniert mit eventuell einem kleinen Nebenjob kann so schon einiges an Cash reinkommen. Die Dividende ist also nicht das einzige Standbein.

    https://aktien-mag.de/kommentare/eine-hohe-sparquote-ist-der-weg-in-die-freiheit/p-8339/

    LG. Didi

  90. Heiko

    @Raphael:

    Die Geschichte mit dem Fischer gefällt mir überhaupt nicht. Eine langfristige Strategie für eine bessere Absicherung schlecht zu reden, nur weil es einem in genau diesem Augenblick an nichts fehlt, ist ein dummer Taschenspielertrick. Berichte doch mal über das Wohlbefinden des Fischers, wenn sein Boot kaputt geht oder durch einen Sturm zerstört wird. Wie glücklich ist der Fischer, wenn er einen Bandscheibenvorfall hat und sich zwei Wochen nicht bewegen kann? Was isst er denn in dieser Zeit, wenn er nicht vorgesorgt hat? Ist das der einzige Fischer, der in jeder Saison einen guten Fang macht oder gibt es auch bei ihm mal ganze Jahre, in denen er an einem ganzen Tag vielleicht nur einen einzigen kleinen Fisch im Netz hat? Kann der Fischer überhaupt einen Arzt bezahlen, wenn er vom Herumstehen in der Sonne Hautkrebs bekommt? Ich kaufe dem Fischer jedenfalls nicht ab, dass es ihm insgesamt besser geht, als einem Workaholic, der eine ganz andere Lebensphilosophie hat.

    Jeder soll für sich die richtige Balance zwischen Arbeit, Vorsorge, Vermögensbildung und Müßiggang finden. Aus meiner Erfahrung unterscheidet aber gerade die Frage der Vorsorge (die auch durch gute Vermögensbildung abgedeckt werden kann) die Cleveren von den nicht so Cleveren.

  91. Mark85Mark85

    An Heiko: Ich verstehe die Geschichte so, dass der Urlauber mehr Luxus und weniger Freizeit und der Fischer mehr Freizeit und weniger Luxus zur Verfügung hat.

    An beiden Lebensstilen habe ich etwas auszusetzen: die schlechte finanzielle Absicherung des Fischers und das zu viele Arbeiten des Urlaubers für Luxus.

    Ich würde dem Vorschlag des Urlaubers folgen, aber nicht um mir anschließend mehr Luxus, sondern mehr Freizeit und Absicherung zu gönnen. Dann wäre das eine runde Sache. 🙂

    Die Geschichte soll aber wohl aussagen, dass der Fischer dann nie wieder so viel Freizeit wie heute haben würde, weil er zunächst in harter Eigenleistung sein Fischimperium aufbauen und anschließend verwalten und erhalten müsste.

    Das kann, muss aber nicht stimmen, weil es eine Frage der Mittelverwendung ist. Stichwort ,,finanzielle Freiheit durch möglichst passive Einkommensströme“: Die Mehrerlöse aus dem aktiven Fischimperium könnte der Fischer in passive Anlagen umschichten und das aktive Geschäft irgendwann verkaufen. Dann hätte er mehr Absicherung und Freizeit als jemals zuvor. 🙂

  92. Mark85Mark85

    Ach so: Diese Geschichte erinnert mich an Volker Pispers mit seinem Löwen: https://youtu.be/inZgEkB0wSo 😉

  93. FelixBerlin

    wo hier schon so fleißig über fischer gesprochen wird 🙂

    weiß einer, warum der kurs von marine harvest so abschmiert, trotz hervorragender quartalszahlen und dividendenerhöhung?

  94. Michael

    Hallo zusammen,

    über R habt ihr schon genug diskutiert, da enthalte ich mich einfach. Ich möchte aber langsam den Einstieg mit Büchern in die Finanzwelt beginnen. Und da wollte ich einfach mal ganz frech das zahlreiche vorhandene Wissen der Mitleser hier anzapfen. Alle reden immer über Kennzahlen, aber ich habe keine Lust mich da komplett selbst einzuarbeiten. Ich weiß ja, dass viele hier belesen sind und würde mich über einen Buchtipp für Einsteiger bezüglich investieren freuen.
    Mein Fokus liegt (für den Anfang) auf passives Einkommen durch Dividenden, falls das eine Rolle für die Buchwahl spielen sollte…
    Einen Sparplan mit ETF habe ich bereits. Es geht darum, mit dem Ersparten (und den angesammelten Dividenden), gezielt in Einzelaktien zu investieren

    Beste Grüße,
    Michael

  95. Michael D.Michael D.

    @FelixBerlin

    1,8% Minus nennst du schon abschmieren? Ist doch auch in den letzten Tagen/Wochen schön gestiegen.

    Liegt wohl daran, dass sie die Fördermengen angepasst haben. Geplant waren etwas über 400.000. Anpassung auf 377.000.

    Weniger Lachs = nicht so gut wie mehr Lachs

     

  96. June

    Hallo Michael,

    das interesannteste Buch, dass ich in diesem Zusammenhang gefunden habe ist:

    Das Geheimnis der Wertpapieranalyse

    von Benjamin Graham and David L. Dodd

    Mit 64,99 € kein Schnäppchen und es ist leider auch kein Einsteigerbuch.

    Bücher zu diesem Thema sind sowieso ehr teurer.

    Hat von euch jemand dieses Buch schon gelesen? Es steht nämlich noch auf meiner Wunschliste, daher kann ich leider keine eigene Meinung dazu abgeben.

    Take care,

    June

  97. Michael D.Michael D.

    Ja, schön, dass sich der Kurs wieder fängt. Schöne Dividende gibts auch noch im September 🙂

    Glaube langfristig sind wir da super aufgestellt mit unsren Lachsfischern.

     

  98. Claus

    @ FelixBerlin + marine harvest-Freunde

    Ich versteh nicht so ganz, warum hier des öfteren Marine Harvest empfohlen wird.

    Die Branche finde ich grundsätzlich gut. Der Kursverlauf sieht seit Ende 2012 auch recht gut aus, aber er steht heute noch immer ca. 90% unter dem 2000er Hoch! Auch dazwischen ging es bei dem „Fischzüchter“ ziemlich rasant zu: Von 10,20 € (Feb. 07) auf ganze 0,90 € (Nov. 08). Und von 9,08 (Feb. 2011) auf 2,86 (Nov. 11).

    Gewinne werden zwar erzielt, aber mit sehr hohen Schwankungen. Nach dem guten Ergebnis 2016 und der hohen Dividende würde ich hier eher verkaufen, als einsteigen, zumal es Zuchtlachs im Überfluß gibt und somit die Preise deutlich fallen könnten…

    MH ist kein schlechter Wert, aber m.E. zu risikoreich als Daueranlage.Muss aber, wie immer, jeder selbst für sich entscheiden…

     

  99. Patrickant

    „Für Verpflegung gebe ich 80 bis 100€ im Monat aus (…)“.

    R., Ihre Mittagsmahlzeit in Ihrer TruKü muss kostengünstiger sein als anderenorts. Ansonsten würden Sie den Betrag ja beinahe bereits damit erreichen (3-4 Euro/pro Mittag). Wochenenden freilich bereits hinausgerechnet.

  100. Fit und Gesund

    @June, @Claus,

    glaub für mein Spatzenhirn tät es auch das schon empfohlene Buch von Nicolas Schmidlin, Unternehmensbewertung &Kennzahlenanalyse 🙂

     

  101. Slazenger

    @Claus

    ich kann momentan auf die Schnelle keinen Langfristchart von Marine Harvest finden, aber wenn du recht hast, wäre das dann ja eine Marktkapitalisierung damals 2000 von an die 80 Mrd. Euro gewesen, bei vermutlich deutlich weniger Umsatz als heute! Darum die Frage bist du dir sicher? Dass die Aktie extrem volatil ist, weiß ich, aber dass es mehr als genügend Zuchtlachs gibt, hab ich so meine Zweifel! Ich hab auch ein paar Stücke im Depot, aber eher eine homöopathische Dosis

    Ich mach das selten aber hier sichert ein Sl meine Gewinne ab und solang freue ich mich über die üppige Dividende.

  102. Fit und Gesund

    J.M. Smucker verliert auch über 7% heute…..nicht dass ich sie hätte, vielleicht sollte man?   🙂

  103. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Keine Ahnung, ob und was es da für Kapitalmaßnahmen gab, aber hier der Chart. Wenn er so ungeschminkt wahr ist, dann alle Achtung! 😉

    Noch „besser“ als bei YRC, aber nix geht über DRYS.

    Signet Jewelers (SIG) ziehen heute meine ganzen short PUTs auf kleine Spezialitäten (MIK, FRAN, SBH…) aus dem Sumpf. Juhu!

    MS

  104. Skywalker

    @ Fit und Gesund:

     

    Diese ganzen alten amerikansichen Nahrungsmittelhersteller produzieren alle ungesundes Zeug. Die Kurse fallen. Sei es General Mills, Kraft Heinz, Hormel Foods (heute  – 5 %!!), oder eben J.M. Smucker…

     

    Ich weiß ja nicht, ob die es schaffen bei der Avocado , Proteinshake, Smoothie-Gesellschaft zu Punkten in Zukunft!?

  105. Wallstreet Greenhorn

    J.M. Smucker sieht langsam appetitlich aus…es regnet billige Donuts!

    Mondelez kommt auch langsam in einen Bereich, den ich interessant finde. Trotz hoch stehender Indizes gibt es auch im S&P500 Werte, die ich für einigermassen fair bewertet und kaufenswert halte, u.a. Cardinal Health, CVS und den einen oder anderen Lebens-/Nahrungsmittelhersteller. V.a. die Hersteller von Fertiggerichten sind momentan nicht populär und haben nachgegeben. Vielleicht wirkt ja langsam Tims fleißiges Predigen für selbst gekochtes, gesundes Essen 😉

  106. Wallstreet Greenhorn

    @ Skywalker: ich glaube nicht, das sich hier so schnell grundlegend etwas ändern wird. Für mich ist das ein gutes Beispiel für ein negatives Sentiment, das die Branche durch die Bank abstraft und nicht ewig bestehen bleiben wird.

  107. Fit und Gesund

    @Skywalker,

    ne…. ich will auch kein Smoothie Smucker, ich hab Diageo und die können immer punkten, also Heineken hätte ich auch gerne 🙂

    nur meine Kippen-Aktien sind leider arg gebeutelt worden, dank Nikotin ist die Rendite hin 🙂

     

  108. Skywalker

    @ Fit und Gesund: Ich überlege ja eher in Gesundheit zu investieren, Medtronic ist aktuell wieder auf einem interessanten Level! 🙂

  109. Fit und Gesund

    @Skywalker,

    Medtronic ist Einer meiner Lieblinge,wir nehmen deren Schrittmacher im Spital, wir haben Insulin von Novo Nordisk und die enterale Ernährung von Fresenius, da bin ich überall dabei, mal abgesehen von Roche und Novartis, ich bin da glaub mehr als ausreichend aufgestellt im Gesundheitsbereich, aber, ich überlege tatsächlich ob ich nicht auch lieber noch meine Medtronic aufstocke anstatt nächsten Monat Cisco nachzukaufen, mit Medtronic bin ich im Plus und mit Cisco nicht genug im Minus…. 🙂

    Nachtrag,
    Smucker schon 9% unten, Hormel um die 4, nur Church and Dwight will nicht nach unten, Mist! 🙂

     

  110. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Fit und Gesund,

    also bei mir ist jetzt angesagt, dass ich in einem Jahr, wenn ich aus der Arbeit raus bin, meinen Bauch und den Betablocker los sein will.

    Deswegen habe ich mich vom Kolja anheizen lassen, und nun gibt es kleine tägliche Bauchübungen. Von meiner Tochter habe ich ein Fitbit bekommen (schon vor einiger Zeit), welches jetzt mein täglich Trainer ist.

    Habe gerade wieder mein Soll erfüllt für heute. Es ist schier unglaublich, aber die „Arbeit“ fordert mir kaum mehr Kalorien ab als der Nachtschlaf. Ich dachte immer, das schaffen nur Beamte (Beamtenmikado).

    So sieht exemplarisch mein Kaloriendiagramm aus.

    Außerdem habe ich mir einen Mixer gekauft. Jetzt gibt es in der Woche jeden Tag abends obigen Proteinshake ala Koljas Strandfigurshake  😉 in leicht abgewandelter Rezeptur, statt Pizza und Pasta. Bier und Wein wird auf ein Minimum runter gefahren. Süßkram auch.

    MS

     

     

  111. Fit und Gesund

    @Matthias Schneider,

    sehr weise! 🙂

    was nutzt die ganze Knete wenn Du mit 68 den Löffel abgibst oder von 1000 Wehwehchen geplagt bist.

    Ein Fitbit hab ich auch, aber nach einer gewissen Zeit mochte ich es nicht mehr, ich weiss aber genau dass ich knapp 11.000 Schritte während einer Schicht im Spital mache, sehr tröstlich…

    Den Strandfigurshake find ich Klasse, respektive die Zutaten, ich mag solche Drinks nicht so, ich habe Zähne und kaue lieber, aber das ist Geschmacksache.

    Bei mir mangelt es an Schlaf, da müsst ich mal dran arbeiten, vermutlich bin ich schichtdienstgeschädigt, aber das kann ich nicht mehr ändern, ich bin Nachteule, tagsüber könnt ich immer schlafen.

    Ach ja, ich hab mal eine Zeitlang dieses Mark Lauren Zeugs gemacht, so mit app und so, und ein TRX baumelt von der Decke, die Katzen tippen es immer wieder mal an, ich weniger… Asche auf mein Haupt…

    zu Deinen Aktien, was Du auch immer ausgräbst :), aber die Charts sind toll, für diesen Monat ist ausgekauft, 25 PSA und aus die Maus, nächsten Monat neues Spiel, neues Glück…gestern war mein 2jähriges Jubiläum, 🙂

    gespannt wie es weitergeht,

    liebe Grüsse

     

  112. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Fit und Gesund,

    Moin und auf geht’s in einen frischen jungen Tag. 😉

    PSA (Public Storage) ist sicher eine gute Wahl. Du kannst ja richtig klotzen! Das ist mein größtes Bedauern, dass ich viel zu spät angefangen habe. Die Lebensumstände haben es halt nicht anders erlaubt.

    Aber wie Du sagst, das hilft alles nix, wenn man nicht fit ist. Und ich habe ja die Sicherheit, dass ich von meiner Rente leben kann. Und als Aufstockung werden mir dann die Dividenden dienen.

    Ich kann mir das gut vorstellen, dass die Aktivität mit dem Fitbit wieder einschläft. Aber ich finde es sehr motivierend. Man kann damit den inneren Schweinehund besser überwinden.

    Nicht genügend Schlaf ist auch ein großes Problem für mich. Ich komme nur am Wochenende zu halbwegs ausreichend Stunden. In der Arbeitswoche waren es jetzt durchschnittlich nur 4 Stunden 44 Minuten. Ist eigentlich zu wenig, aber es geht bei mir.

    Na dann, guten Erfolg auf allen Wegen!

    MS

    Nachtrag:

    >„gespannt wie es weitergeht,“

    Wenn Du Dich gruseln willst, dann schau mal beim Jens vorbei.

    Amazon gefällt mir schon länger nicht mehr. Ich vermeide Einkäufe dort wo es nur geht. Die sind mir zu feindselig.

    Möglicherweise wird Amazon mal von der US Kartellbehörde (FTC) zerschlagen. Trump sieht es ja so:

    „Amazon is doing great damage to tax paying retailers. Towns, cities and states throughout the U.S. are being hurt – many jobs being lost! 12:12 PM – 16 Aug 2017“

    Ich tippe auf ein Comeback des stationären Einzelhandels. Werde demnächst einen Put auf Kroger verkaufen. Wenn sie eingebucht werden, dann ist es auch gut. Direkt kaufen will ich (noch) nicht.

  113. Fit und Gesund

    @Matthias Schneider,

    so, gerade noch gesehen….

    hier ist nix mit Bedauern, 🙂 die Vergangenheit ist passé und gut ist, nutzt nix, und meine Lebensumstände waren schwierig, es waren die üblichen schlechten Freunde, nämlich Dummheit und Faulheit…aber gespart hab ich trotzdem bisschen was…Rente krieg ich auch, alles paletti ….

    wegen den sportlichen Aktivitäten, war heute Laufen, morgen dann Schwimmen, aber gleich frühmorgens, bei mir hebt das enorm die Laune und das hält auch den ganzen Tag an, es fördert natürlich auch einen gesunden Schlaf.

    Amazon, ich kauf halt nur Bücher über amazon, ich bin nicht der online Besteller, ich muss das Zeugs sehen und anfassen können, egal was es ist, arbeiten möchte ich niemals dort, moderne Sklaverei…..was bin ich froh muss ich das nicht,

    ich weiss nicht ob der Einzelhandel zurück kommt, bei uns im Ort steht seit ungefähr 10Jahren der Dorfladen leer, ich hab dort täglich gekauft, jetzt wollen sie noch die Bushaltestelle im Dorf abschaffen wogegen sich Widerstand formiert hat, ich kann die Leute verstehen. Es wird nur gespart und optimiert, Lebensqualität sieht für mich anders aus.

    Den guten Jens Rabe werd ich mir auch gleich noch reinziehen,

    wünsch Dir was, besonders Finanz. Erfolg und Sportsgeist und Durchhaltevermögen 🙂

     

  114. Jacques

    Tja, was soll man dazu sagen. Bemerkenswerte Sparquote.

    ABER wenn du in 3 Jahren Krebs bekommst und stirbst dann hat das alles nichts geholfen.

    Denn DAS ist ja genau der Trade Off: Lieber heute viel Konsum und dafür weniger Ansparungen in 20 Jahren haben oder heute wenig Konsum und dafür in 20 Jahren hohe Assets haben? Der goldene Mittelweg ist entscheidend.

    Sich nichts gönnen macht das Leben nicht lebenswert, das wirst du noch erkennen. Du bist auch nur einmal jung.

    Ich spare einen Teil in ETFs an, selbst 8% p.a. sind konservativ.

    Bei Einzelinvestments verfolge ich allerdings die Value Strategie und als Spaß die Momentum Strategie. Gerade bei der Momentum Strategie sind Renditen von 30% p.a. keine Seltenheit.

    Bei den Einzelinvestments gelten die strengen Kriterien das allgemeinen Value Investing. Limited Brands wäre da aktuell so ein Kandidat…unterbewertet, massig Dividende von über 6% und eine starke Marke…

  115. Alex

    Sich nichts gönnen macht das Leben nicht lebenswert, das wirst du noch erkennen. Du bist auch nur einmal jung.

     

    Viel Geld verprassen macht das Leben nicht lebenswert.

  116. Jacques

    Darum nimmt man ja auch einen Mittelweg.

    Habe ich so geschrieben, man muss nur lesen können.

  117. Value

    Ich hab jetzt in einem Rutsch alles durch gelesen, grundsätzlich finde ich die Leserbriefe und die Schilderung wie es der eine oder ander so macht sehr spannend und eigentlich immer sympatisch . . . . . . . . . . was R.B. hier geschrieben hat und in welchem Ton das stößt mir eher sauer auf. Auch inhaltlich für mich nicht nachvollziehbar, aber jeder wie er meint und seit er sich nicht mehr einbringt hier, wird die Diskussion wieder sachlich und fair, ohne Untertöne und interessant für alle.

     

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