Quäle Dich: Dusche eiskalt. Kaufe Aktien, wenn die Kurse beben. Mache das, wovor Du Angst hast. Lerne ein Optimist zu sein. Selbst wenn es Dir schwer fällt


New York, 4. Februar 2018

Wer die finanzielle Freiheit erreichen möchte, kann das schaffen. Es sind gewisse Grundprinzipien nötig: Sparsamkeit, Motivation, Zielstrebigkeit, Optimismus… Du musst den inneren Schweinehund überwinden.


Ich sehe oft bei Menschen eine Opfermentalität. Es wird gejammert auf hohem Niveau. Sei zuversichtlich. Sei ein Optimist. Rede Deine eigenen Fähigkeiten nicht klein. Menschen können immer Geld verdienen – mit der richtigen Einstellung. Die meisten Millionäre würden erneut Millionäre werden, wenn sie von vorne anfangen müssten. Das meiste spielt sich im Kopf ab. Es ist die Mentalität, die einem zum Erfolg verhilft. Also mach Dir nicht zu viele negative Gedanken. Lerne es, ein Optimist zu sein.

Ich weiß: Du machst enorme Fortschritte. Die meisten Leser in meinem Blog (99,9 Prozent) sind super zuversichtlich. Und der Rest kann es durchaus ändern. Glück auf!

Ein wichtiger Schritt ist die Schuldenfreiheit. Es sorgt für einen inneren Frieden. Du kannst besser schlafen.

Ein Trick, um Wohlstand aufzubauen, ist: Vermeide die Lebensstil-Inflation. Mit dem steigenden Einkommen geben die Menschen immer mehr Geld aus. Sei einfach gelassener. Bleibe genügsam. Versuche mit der Mentalität eines Studenten zu leben. Dann geht es Dir besser. Es gibt Rechtsanwälte, Ärzte, Geschäftsleute, die sind am Wochenende auf dem Golfplatz, haben Schnellboote oder Pferde. Sie sind deshalb nicht zufriedener.

Ich schätze mich glücklich, weil ich arm aufgewachsen bin. Meine Eltern hatten mit einer großen Hypothek ganz schön zu kämpfen, als ich aufwuchs. Das blieb mir in Erinnerung. Ich bin froh darum.

Schätzen gelernt habe ich die einfachen Dinge im Leben. Ich genieße sie. Mein Vater und meine Mutter wollten immer in gutbürgerliche Restaurants gehen. Einfaches Essen. Kein Brimborium.

Die Botschaft meiner Eltern war: Ein sicheres Dach über dem Kopf, Essen auf dem Tisch, Gesundheit. Die Freiheit zu haben, etwas zu lernen. Das war das, was einem nach vorne bringt. Mehr braucht kaum jemand.

Meine Familie weckte mein Interesse zu lernen. Zu arbeiten. Fleißig zu sein. Zeit mit Leuten zu verbringen, die mich mögen. Darum geht es im Kern bei der finanziellen Freiheit: Zeit zu haben, das zu tun, was Dir verdammt viel Spass macht.

Die ganz einfachen Dinge machen mich glücklich: Spaziergang durch den Park. Strandwanderung. Schwimmen. Lagerfeuer. In die Berge mit der Familie und Freunden. Zusammen kochen. Im Garten grillen. Zelten. Kaffeeplausch. Muscheln sammeln. Fahrradfahrt. Kochen. Lesen. Lange ausschlafen.

Vielleicht ist der wahre Grund für das Unglück der Menschen: Es ist ein Mangel an Perspektive. Eigentlich haben die Menschen heute alles, was sie wollen. Sie schätzen es nicht, was sie haben. Sie wissen nicht, was sie mit dem Geld/Konsum machen sollen. Anstatt für die Freiheit zu sparen, konsumieren sie wie Schafe, die geschoren werden. Sie kaufen unnötige Dinge, die sie nicht dauerhaft glücklich machen. Sie verschulden sich. Sie geben ihr Einkommen aus, als ob es kein Morgen gibt.

In den USA ist die Sparquote auf ein Mehr-Jahres-Tief gesunken:

Ich habe das Gefühl, dass die meisten trotz fehlender offensichtlicher Probleme unzufrieden mit Ihrem Leben sind. Warum? Sie genießen die einfachen Dinge des Lebens nicht. Warum räumen sie nicht zuhause auf? Warum kochen sie nicht mit Freunden? Warum machen sie nicht eine lange Fahrradtour mit Freunden oder ein Picknick im Park?

Eine Sache, die mir wirklich geholfen hat, ist die Philosophie der Stoa. Viele bemerkenswerte erfolgreiche Persönlichkeiten machen das: Lady Gaga, Elon Musk, Mark Zuckerberg, Steve Jobs, Ingvar Kamprad… Persönlich hat es mir geholfen, Ziele zu entwickeln und zu verfolgen, die es mir erlauben, meine besten Leistungen zu erbringen und mich Herausforderungen zu stellen – egal in welcher Situation ich mich befinde, und das ist sehr befriedigend. Ich habe Ultra-Marathons bewältigt, Half-Ironman usw.

Einfache Erlebnisse sind was Wunderschönes. Den Sonnenaufgang zu sehen zum Beispiel:

Quäle Dich mit Aspekten, die Dir unangenehm sind. Wenn es Dir schwer fällt, Reden zu halten, belege einen Kurs. Hast Du Probleme mit dem Abnehmen, nimmst Du ab. Mache genau das, wovor Du Angst hast.

Trink einen Tag lang nur Wasser, um die eigene Willenskraft zu schärfen. Gehe an einem Regentag ohne Regenschirm nach draußen, um einen Eindruck davon zu bekommen, wie sich der Regen anfühlt. Gehe im Regen joggen. Stoße vom Tisch alles herunter, was süß oder salzig ist. Park am anderen Ende des Parkplatzes und geh den langen Weg. Nehme die Treppen statt dem Fahrstuhl. Dreh das kalte Wasser in der Dusche an. Schalte die Klimaanlage im Haus aus. Lass Dich hungrig werden. Vor allem, wenn Du abnehmen willst. Mache eine Kneipp-Kur: Lauf durch eiskaltes Wasser.

Mit Blick auf die Börse rate ich Dir, auch die Stoa zu praktizieren. Sei abgebrüht. Hab keine Angst. Die Kurse fingen diese Woche an, zu zittern. Am besten schaue gar nicht nach. Bleib cool. Warum willst Du ständig in Dein Depot schauen? Wenn Du langfristig sparst, dann bleib am Ball. Lass Dich nicht verrückt machen.

Eine Voreingenommenheit, an der viele Leute leiden, ist, dass der nächste Crash wie der letzte aussehen wird. Der letzte Crash war wie ein massiver Ein-Jahres-Crash. Es folgte zehn Jahre lang einer der stärksten Bullenmärkte in der US-Geschichte.

Es ist besser, wenn Du langfristig denkst. Bilde Dir ein, dass Du den Sturm überstehen und weiter investieren wirst.

Für all die Leute, die einen Absturz riskieren, damit sie in Erwartung des nächsten Anlaufs eine Menge Aktien günstig kaufen können, gibt es keinen Grund zu der Annahme, dass der nächste Abschwung so aussehen wird wie der letzte. Es ist ein mögliches Ergebnis. Ein anderes Szenario ist ein Absturz mit anschließender Stagnation für zehn Jahre.

Ein anderes Szenario ist: Fünf Jahre lang leicht negative Renditen. Oder: Es könnte ein rabiater Ein-Jahres-Crash mit langsamen zwei Prozent Renditen für fünf Jahre danach sein. Niemand weiß, wie der nächste Abschwung aussieht. Es kann auch 15 Jahre lang die Börse fortan stagnieren. Wer weiß das schon?

Die Leute, die auf einen Crash setzen oder denken, dass sie heute Barreserven aufbauen müssen, um am Boden kaufen zu können, machen mich verrückt. Sie denken, dass der Crash genauso aussehen wird wie der letzte. Global gesehen sehen die Abschwungphasen in Bezug auf Volatilität, Länge, kumulative Renditen usw. sehr unterschiedlich aus. Es lässt sich nicht vorhersagen. Daher sparst Du am besten stur und stetig regelmässig an der Börse. Das Timing am Aktienmarkt funktioniert nicht.

Meistens kommt es anders als Du denkst.

Zum Schluss noch eine Wort zum Sonntag über das Auto, das liebste Kind der Deutschen. Ich sehe als in der Bronx die ärmsten Menschen mit den dicksten Autos:


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Quäle Dich: Dusche eiskalt. Kaufe Aktien, wenn die Kurse beben. Mache das, wovor Du Angst hast. Lerne ein Optimist zu sein. Selbst wenn es Dir schwer fällt

  1. steve

    Zu

    @ tim

    Gratulationen du machst deinen Blog langsam aber sicher und in sich stimmig zum Lebensphilosophie Seminar. Finanzen investieren gehören dazu, ergeben sich aber fast automatisch wenn die anderen Sachen in die richtige Richtung laufen.

    Dankbarkeit ist meiner Ansicht eines der Lebensziele du uns gestellt sind, es zwingt uns niemand dazu, nur uns selbst macht es glücklicher und zufriedener. Unsere Umgebung reagiert freundlicher auf uns sozusagen als Dividende.

    Das aber der Ikea Gründer Ingvar Kamprad Zeit seines Lebens ein geiziger Steuervermeider war da sei nur die Steuerquote von 0,002 in Luxemburg genannt (danke Herr Junker). Da sei noch erwähnt das die Schweden ihre Steuern zwar nicht gerne zahlen, aufgrund des Wissens um die Taten ihresgleichen Wohlfahrtsstaats tun. Eigentlich sind Steuervermeider wie Ikea geächtet. Mich selbst macht es traurig kennt und mag die Stoa und verhält sich sein ganzes Leben asozial. Ich kann es nicht anders sagen vererbt jetzt 60 Mrd egal welche Währung viel Spaß damit. Ne das geht nicht und das macht unsere Gesellschaft ungerecht und kaputt Ikea zahlt auf 1 Mrd Gewinn 20000€ Steuer und Apple in Irland 50000€ auf ne Mrd Gewinn.

    Ich zahl mehr wie Ikea zu Apple fehlt noch was aber das geht doch nicht! Wenn die EU Irland zwingt mehr zu verlangen sofort Gegendrohungen aus USA (eine hohe Strafe für die DB). Da läuft noch vieles wie im Mittelalter leider.

  2. Mareike

    Hallo Tim,

    kennst du die Geschichte vom Coffe Can Portfolio? Buy and Hold extrem mit einer sehr guzen Rendite!! Ok man kann nichts Timen aber gibt es nicht auch Bewertungen von Qualitätsaktien die so extrem sind das man lange keine Rendite hat. Stell dir vor die Coca Cola Aktie steigt von heute unter 50$ auf einen extremen Wert an. Würdest du die die Aktie auch bei einem KGV von 300 kaufen? Welche Kriterien hast du??

     

     

  3. Ruby

    Ich finde es gut, daß du die Abschwung-Szenarien mal ansprichst.

    Es ist in der Tat so wie du schreibst, daß die meisten wohl annehmen, daß es mal eben kurz runter geht, man dann Aktien, Boden…. nachkaufen kann und es dann wieder hoch geht. Aber genau das weiß niemand. Es kann sehr zäh werden, vielleicht über Jahre, mit Massenarbeitslosigkeit.

    Der Nikkei ist nach fast 30 Jahren noch immer um die 40% unter seinem letzten hoch. Japan ist nicht irgend ein unwichtiges Land. Trotz Weltfirmen die jeder kennt und einer hervorragenden Technologie und TROTZ massiven Eingriffen der dortigen Notenbank. Die Notenbank dort gehört zu den größten Aktionären dort und kauft gleichzeitig sämtliche Staatsanleihen.    Ein Desaster für Aktien sondergleichen.

    Vielleicht wird es aber auch nur wie 1987 kurz und schmerzvoll ablaufen, und danach ist alles in Butter.

    Was ich mir schon seit einiger Zeit überlege: Was ist mit den Zinsen? Seit dem Zinshoch in den 80ern fallen die Zinsen (kennt jemand noch Paul Volcker?). Wir sind jetzt real bei 0/negativ. Warum sollten die Zinsen nicht für 10 Jahre oder länger steigen können? Wegen den Notenbanken? Ich bezweifle, daß die Notenbanken wirklich die Macht haben die Zinsen unten zu halten, wenn das Risiko von Kreditausfällen stark ansteigt. Was wollen die Notenbanken machen? nominal -3%, -5%…, Helicoptermoney?

     

    Ich kann nur jedem empfehlen nicht alles auf eine Anlageklasse zu setzen. Und nicht immer voll investiert zu sein.

     

     

  4. Tom

    Hi Tim,
    seit geraumer Zeit lese ich deinen Blog und bewundere sehr deine Beharrlichkeit, die in diesem zu spüren ist und die einem Mantra gleicht.

    Nur wenige begreifen um was es wirklich geht, wenn ich mir die Menschen in meiner Stadt München so ansehe, die Geltungssucht mit Dingen die kein Mensch braucht, unsinnigen viel zu große Karren, viel zu große Wohnungen etc, etc, du schreibst ja auch ständig darüber. In diesen Punkten sind sich die Städte NYC und MUC sicherlich sehr ähnlich. Zumal ich von ´91-´95 in NYC lebte und die Stadt seit den Achtzigern sehr gut kenne. Die Veränderung dieser Metropolen, meiner Meinung nach sehr zum Nachteil, lässt sich leider nicht aufhalten, nur mitmachen muss man nicht bei diesem Wandel.

    Es ist sehr angenehm noch Mitstreiter zu haben, egal wo auf der Welt, die eine ähnliche und manchmal sogar fast kongruente Lebensphilosophie und auch Lebensweise und art haben, wie man selbst.

    Ich verdiene meinen Lebensunterhalt mit Immobilieninvestments und Projektentwicklungen, allerdings sicherlich auch auf unkonventionelle Art was z.b. den Tagesablauf betrifft, schlafe immer aus, mache keine Termine vormittags :-), arbeit viel von zu Hause, in den Bergen, auch in Fitnessclubs, egal wo. Mein Büro nutze ich kaum mehr und werde es voraussichtlich bald aufgeben. Wenn ich mir deine Vorlieben mit Sport, gesunder Ernährung, chilligen Freizeitunternehmungen so verinnerliche, entspricht das genau meinem Leben auf der anderen Seite des Teichs, allerdings gehe ich auch manchmal 2x am Tag ins Gym :-).

    Das einzige was ich vermehrt angehen muss, ist ein verstärktes Investment in Aktien, da werde ich mir dein Mantra zu Herzen nehmen.

    I. d. S. wünsche ich dir einstweilen eine gute Zeit und wie ich immer wieder lesen kann, lässt du dich ja von den leichten Turbulenzen derzeit am Aktienmarkt nicht beirren weiter zu investieren, mache ich übrigens in meinem Bereich auch nicht, ständig liest man von Immobilienblasen, die platzen, wann, wie und wo, weiß wieder mal keiner genau, deswegen sollte man sich davon nicht beirren lassen, man kann es  am Rande zur Kenntnis nehmen, aber das wars schon, allerdings sehe ich die Dinge weitaus differenzierter wie die Mainstreampresse es darstellt.

    Jederzeit können wir uns gerne mal über viele Dinge austauschen.

    Beste Grüße aus MUC nach NYC

    Tom

  5. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ steve

    Ich stimme zu: Jeder sollte seinen fairen Steueranteil zahlen. Tricks, Schummeln, Verschieben, das ist nicht akzeptabel. Steuerparadiese wie Cayman Island oder Panama… stehen schon lange unter Druck. Es bewegt sich was. Unfaire Steuervermeidungsstrategien gehen heute immer seltener durch. Da tut sich was.

     

    @ Mareike

    Ich mache ein extremes „Buy and Hold“, weil ich schlecht beim Timing bin. Dass CocaCola ein KGV von 300 hätte, ist extrem unwahrscheinlich. Die Frage stellt sich nicht. Ich hab ein paar FAANG-Aktien. Ja, die KGVs sind hier sehr teuer. Sie wachsen dafür schnell und sind zum Teil monopolartig aufgestellt.

    Das Kaffee-Dosen-Depot kenne ich:

    http://timschaefermedia.com/mit-dem-kaffee-dosen-depot-reich-werden/

     

    @ Ruby

    Klar, streuen kann man machen. Etwas Cash für den Notfall. Ein schönes, fettes Depot. Und eventuell Immobilien. Eventuell andere Einnahmequellen.

    Langfristig waren Aktien bislang immer die beste Wahl. Aber die Menschen haben die Nerven nicht, eine Krise auszusitzen. Da hilft womöglich etwas Streuung mit anderen Assetklassen.

     

    @ Tom

    Ja, da gibt es viele Parallelen.

    Die Kunst besteht darin, nicht das zu tun, was alle machen, nur weil es alle machen.

    Mein Motto ist: Bodenständig bleiben. Stetig Sparen, Investieren. Lebensstandard nicht ständig nach oben anpassen. Die Kollegen sprechen oft über Zweitwohnsitz, Zweitwagen, Luxusurlaube, Kücheninsel, neue Autos…. besser ist es, da nicht mitzumachen.

  6. Robert

    Lieber Tim, super Beitrag wie immer! Ich denke auch, wenn man lernt, mit wenig Materiellem glücklich zu sein und stets wissensdurstig ist, das ist das Schönste auf der Welt! Beharrlichkeit und Weiterbildung (selbst gesteuert) bringen ein meiner Meinung nach am Weitesten.

  7. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Raphael

    @ Robert

    Danke fürs Kommentieren! Schönen Abend wünsche ich Euch alle.

  8. Flo

    Sehr motivierend, super Artikel! Danke Tim.

    Hab die 50K erreicht mit 28.

    Ist das ein Anfang, was sagst du?

  9. -M

    @Tim

    Hallo,

    Ich lese auch seit einiger Zeit mit, habe auch mal mein Depot bzw. meine Finanzen hier vorgestellt.

    Meine Frage an Dich wäre, ob du uns ein wenig mehr Einblicke in dein Depot geben möchtest. Klar du schreibst immer mal wieder das Du ein paar FAANG Aktien hast und ansonsten in große Firmem P&G , J&J etc. Buy and Hold betreibst.

    Also mir geht es jetzt nicht um Beträge, eher so:

    -Anzahl der Firmen in deinem Depot

    -Gewichtungen untereinander eher gleich oder stark auf die fetten Firmen konzentriert etc. (Schwergewichte, Wachstumswerte)

    solche Dinge.

    Natürlich, wenn du möchtest, gern auch die Positionen benennen. Würde mich freuen ein paar Einblicke mehr zu bekommen von deinem Depot. Das dies keine Kaufempfehlung sein soll ist denke ich allen hier klar, da du teilweise die Aktien schon ewig hälst.

    denke ist für viele hier interessant.

    Grüße

    -M

  10. Obama

    @Tim

    Danke für den tollen Artikel am Sonntag. Ein schöner Ausklang des Wochenende.

    Kannst Du bzgl. „Stoa“ Bücher empfehlen ?

     

    Dankbarkeit halte ich auch für sehr wichtig. Ich habe mir mitlerweile ein Dankbarkeitsritual jeden Abend im Bett vor dem Schlafen gehen angewöhnt. Ich gehe alles durch, wofür ich heute dankbar bin. Teilweise wiederhole ich dies kurz vor dem Aufstehen.

    Tim hat Recht, man weiß nicht wie die nächste Krise aussieht. Aber die Erde dreht sich weiter, die Börse auch…und langfristig ist die Welt auf Wachstum ausgerichtet, und dass wird sich auch immer wieder an den Börsen wiederspiegeln.

    Also immer stur weiter investieren, keine Schulden machen,……………

     

    Guten Start in die neue Woche !

  11. Mattoc

    @Ruby

    Deshalb sollte man auch nicht ausschließlich in einem einzigen Land bzw. einer Region investieren. Wenn man weltweit inkl. EM investiert, dann werden die Ausschläge geglättet. Das gilt sowohl nach oben als auch nach unten. Damit erhält man eine solide durchschnittliche Marktrendite. Das Beispiel „Japan“ zu nennen, um grundsätzlich von Aktien aktuell abzuraten, hört sich wieder nach deinem „Staatsfunk“ an.

  12. Ruby

    @Mattoc

    Sag mal: Hast du mal probiert die GEZ-Gebühren nicht zu bezahlen? Es geht nicht: Der Beitrag wird zwangsweise von jedem eingezogen. Um die 8 Mrd. Euronen im Jahr. Ob du eine FAZ oder Lokalzeitung kaufst, ob du Sky gucken willst kannst du entscheiden. Nur den Staatsfunk muss man immer bezahlen. Es herrscht eine Art Zwangsmitgliedschaft.

    Bei der Besetzung der Posten dort hat die Politik ein gewichtiges Wort mitzureden.

    Vielleicht bist du schlicht zu jung um manches mitbekommen zu haben.

    Kennst du den Wolfgang Herles noch? https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Herles

    https://www.youtube.com/watch?v=2bqcqjPF7s0

    Ganz genau so meine ich es. Und hier geht es nicht um Rechthaberei sondern um das Verständnis wie solche Dinge laufen. Freilich nicht nur in Deutschland auch anderswo. Wir sollten nicht immer nur mit dem Finger auf andere Länder zeigen bei uns gibt es so etwas nämlich auch.

    Und nun zu Japan. Japan ist sehr gewichtig und wer weiß, wer weiß hoffentlich mal nicht noch beispielhaft für uns hier.  Japan war noch in den 80ern der gefeierte Star – alle wollen werden wie die Japaner. Schlagworte wie Lean Prodution waren in aller Munde – bis der Knall kam und ein Häusermarkt der wie überall selbstverständlich niemals fallen kann dann eben doch zusammenbrach. Der gefeierte Stern ging unter.

    Natürlich kann man alles ganz breit Über-Diversifizieren. AllWorld-Aktien, All-World Anleihen, Immos,  Rohstoffen und speziell EMs. Und wie ist dann die Rendite? ziemlich bei Null.

    Rendite gibt es immer nur Risiko. Das geht aus rein logischen Gründen nicht anders.

     

     

     

  13. Patrick

    Hallo Tim!

    Schöner Beitrag! Was gibt es Schöneres als tolle Erlebnisse wie einen Tag am See mit der Familie und mit Freunden, einen erholsamen Waldspaziergang oder die Arbeit im eigenen Garten?

    Auch das Video ist klasse und gibt viele Impulse.  Ich kann es mir jetzt aber leider nicht mehr bis zum Ende anhören. Ich hol’s nach!

    Viele Grüße

    Patrick

     

     

     

  14. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Flo

    50.000 Euro ist ein super Anfang. Prima. Weiter so… Bist auf einem guten Weg. Wenn Du mal sechsstellig bist, läuft es wie von alleine. Zumindest fühlt es sich so an.

    @ -M

    Vielleicht mache ich mal ein kurzes Video zum Depot. Meine größte Position ist Bank of Amerika. Daneben sind groß: CTS Eventim, Netflix, Chevron, SAP.

    Die FAANG-Papiere sind eher kleiner. Sie haben keine große Bedeutung im Depot.

    @ Obama

    Bezüglich „Stoa“ Bücher kann ich nur sagen, dass viele erfolgreiche Promis so leben. Daher sind Biographien lehrreich. Über Einstein, Buffett, Jobs, Musk, Gates, Walton, Bezos… Bücher über Google, Netflix, Facebook, Aldi, Lidl/Schwarz, IKEA sind wohl auch lehrreich.

    @ Patrick

    Danke fürs Feedback. Super!
    Ich wünsche Euch allen einen super guten Start in die Woche!

  15. Michi

    @Tim,

    super Artikel wieder. Aber das mit den gemeinsamen Unternehmungen mit Freunden wird immer schwieriger. Während ich das bodenständige Leben genieße ( viel Sport im Freien, raus mit den Kindern, daheim kochen, wenig Restaurant ), haben sich meine besten Freunde nach dem Studium und mit den ersten großen Erfolgen im Job eher in die andere Richtung entwickelt. Liebstes Hobby Klamotten shopping, Protzautos, große Häuser mit immer noch neueren und schickeren Einrichtungen, kaum noch Sport, jeder gemeinsame Ausflug muss immer im Restaurant enden u.s.w.

    Ich kann und möchte diese Freunde ja nicht einfach austauschen…

    Wie macht ihr anderen das so mit Freunden, die einen ganz anderen Lebensstil pflegen?

     

  16. -M

    @ Michi

    ehrlichkeit hilft meist am besten 🙂 Sag deinen Freunden, dass du nicht bei jedem Treffen ins Restaurant möchtest und schlag doch vor das ihr gern was bei euch oder so kochen könnt. Genauso beim Thema Sport, frag einfach.

    eine gute Freundschaft sollte das nicht belasten. Habe auch als einziger ein Kind in meinem Freundeskreis. Klar das ich nicht mehr groß in die Disco renne wie jetz mein Single Kumpel…das macht er nun mit anderen Freunden.

    Gint ja aber 1000 andere Dinge die man noch machen kann. Und groß Geld kosten muss dies ja auch nicht.

     

    Geüße

    -M

  17. Anna-Lena

    Danke für den Beitrag, Tim! Das mit der Stoa-Philosophie finde ich ja interessant. Und auch die von dir genannte Kneipp-Kur. Tatsächlich hat mich der Blick vor ein paar Tagen in mein Depot etwas stutzig gemacht, aber ich gucke da jetzt einfach nicht mehr rein die nächste Zeit.

    Ansonsten hast du Recht, in dem, was du schreibst. Früher habe ich sehr lange geschlafen und gemerkt, dass das nicht das Wahre für mich ist. Jetzt stehe ich jeden Tag früher auf. Heute z.B. war ich schon um 7 im Fitness-Studio und die Leere ist einfach super. Ab 8 trudelten immer mehr Leute ein, deswegen werde ich morgen etwas früher dort antanzen. Das mit deinen Ultra-Marathons finde ich übrigens echt stark! Vielleicht wäre das auch mal was für mich 🙂

  18. Ruby

    Also jetzt kann ich es mir doch nicht so ganz verkneifen etwas über die letzten Tage zu sagen nachdem ich hier doch eher etwas belächelt wurde weil ich VOR der Korrektur ein Teil meines Depots verkauft habe und auf die Gefahren hingewiesen habe.

    Jetzt geht es in die andere Richtung. Und runter geht es wie immer meist schneller.

     

     

  19. GeorgGeorg

    Runter wird es immer mal gehen, aber meistens nach oben (siehe historische Charts). Wenn ich diesen (oder andere) Blogs nicht gelesen hätte, wäre ich in den letzten Tagen nervös geworden. Aber mittlerweile sehe ich bei Rückgängen eher Chancen. Das Geld ist erst verloren wenn das Investment beendet wird. Wenn nicht, bleibt der Cash-Flow in Form von Dividenden. Hätte ich nicht die Notwendigkeit mein 20 Jahre altes Auto zu ersetzen, dann würde ich zumindest einen kleinen Teil bereits jetzt investieren. Naja, jeder wie er will.

    Auf jeden Fall lebe ich sehr sparsam. Allerdings kann ich die mittlerweile eher esoterische Lebensweise von Tim nicht mehr ganz nachvollziehen. Möglicherweise hat man bei zu viel Freiheit auch zu viel Zeit zum Denken. Ich musste für mich selbst feststellen, dass ein allzu sparsames Leben auch belastend sein kann, vor allem, wenn man das Geld eigentlich hätte. FYI: Es geht dabei nicht um Konsum. Naja, jeder muss das für sich selbst entscheiden, aber die Wahrheit liegt weder links, rechts oder in der Mitte, sondern dort wo man sich wohl fühlt.

  20. chn

    Wenn man sich für die Stoiker interessiert, kann ich als Einstieg das folgende Buch wärmstens empfehlen:

    „A Guide To The Good Life: The Ancient Art of Stoic Joy“ von William B. Irvine

     

    Ansonsten würde ich vorschlagen, die Klassiker in deutscher Übersetzung zu lesen. Das wären vor allem:

    „Selbstbetrachtungen“ von Marc Aurel

    Das „Handbüchlein der Moral“ von Epiktet

    Das Meiste von Seneca. Der Mann hat ziemlich viel geschrieben, eine Büchersuche bei Amazon sollte einiges zutage fördern. Auf Englisch gibts eine Textsammlung „Dialogues and Essays“ im Oxford Verlag.

     

  21. Value

    was ist denn gestern an der Börse los gewesen?

    Hab’s erst heute im Radio gehört und konnte mir nicht verkneifen mal ins Depot reinzuschauen . . . . . . . Nein, nicht weil ich wissen wollte um wieviel das Depot nachgegeben hat sondern vielmehr um zu checken welche meiner Schnäppchenorder ggf schon gegriffen hat. Leider noch keins ich muss aber auch zugeben, dass ich diesesmal richtig krasse Kauforder im Markt habe.

    Alles große und wie ich finde sehr interessante Unternehmen für die Kauforder jeweils 10-15% unter den Monatsanfangskursen eingegeben hatte.

    mal abwarten ob es klappt, wenn nicht ich werde auch die kommenden Monate zu Beginn eines jeden Monats ein paar Order in den Markt legen um dann wenn’s knallt mit Abstauberlimits die ein oder andere Aktie eingebuchtet zu bekommen.

  22. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Michi

    Ich verstehe das Dilemma. Nun, dann suchst Du Dir halt andere Freunde.

    Ich hätte jedenfalls keine Lust, jedes Wochenende mit ihnen in Autosalons oder Einkaufszentren zu gehen.

    Schlag doch mal eine Wanderung durch den Wald vor. Lad sie alle ein. Mal sehen, wer mitmacht.

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