Pleite zu sein ist die Norm geworden


New York, 14. Juni 2016
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Der Blick aus meinem Fenster. Ich habe schon als Kind gearbeitet. Ein Leben lang schuftete ich. Ich lebte im Studentenwohnheim, in etlichen WGs. Ich kaufte schon früh Qualitätsaktien, die ich nie mehr hergab. Während der Finanzkrise war ich in der Lage, eine Top-Wohnung in New York zu kaufen.

Mit „Kaufen und Liegenlassen“ habe ich ein kleines Vermögen aufgeschichtet. Allein meine Wohnung in New York hat einen Wert von fast einer Million Dollar. Ich habe nie königlich verdient. Ich habe nichts geerbt. Ich fing bei Null an. Mein Fall zeigt, es geht. Meine Sparquote lag meist bei mehr als 50 oder gar 70 Prozent. Es ist stures Sparen, Investieren, Ruhen. Und dieses Ding immer weiter machen. Durchziehen. Nie abbringen lassen. Es ist der Zinseszins, der mit den Dekaden zur Lawine wird.

Auch bei Immobilien rate ich Ihnen, verdammt viel Geduld zu haben. Lassen Sie Ihre Assets (Aktien, Betongold…) ruhen. Mit der Zeit entsteht ein Schatz daraus. Sie müssen nur auf Qualität achten. Der Rest ergibt sich von selbst. Sie brauchen nicht die Kurse beobachten. Sie brauchen nicht die Charts analysieren. Das ist alles unnötig. Hauptsache, Sie achten beim Einstieg auf Qualität. Mehr ist nicht nötig. Es ist kein Hexenwerk. Es ist im Prinzip so simpel. Es ist befreiend, wenn Sie es geschafft haben. Es nimmt Ihnen so viele Sorgen weg.

Mein Geheimnis war, dass ich früh anfing und mich nie vom Kurs abbringen ließ. Fehler machte ich. Gewiss. Und sie waren fürchterlich. Das macht aber nichts, wenn Sie aus ihnen lernen.

Ich habe mich vom unnötigen Konsum losgesagt. Ich lebe mit ganz wenigen Dingen. Ich habe mein Leben entrümpelt. Wenn Sie lernen möchten, wie Sie mit weniger „Zeug“ auskommen können, ist das ein guter Ratgeber: Ich kauf nix!: Wie ich durch Shopping-Diät glücklich wurde (KiWi).

Manchmal merken wir gar nicht, welch unnötigen Konsum wir haben. Nehmen Sie Nespresso-Kapseln. Brauchen wir so etwas überhaupt? Ist doch viel zu teuer. Wenn wir einen alten Topf haben, genügt das nicht? Muss immer alles nagelneu und glänzend sein?

Ich verstehe Leute nicht, die sagen: „Moment mal! So sparsam zu sein ist ja furchtbar. Ich möchte frei sein. Und mein Leben genießen.“

Diese Leute verstehen das nicht. Sie leben über ihren Verhältnissen. Sie merken gar nicht, dass sie mit ihrem verschwenderischen Lebensstil ihren eignen Frieden und die Freiheit aufgeben. Niemand hat unlimitiert Geld zur Verfügung. Wer auf großem Fuß lebt, ist eben nicht frei, sondern ein Gefangener seines Konsums. Diese Lebemenschen haben viele Sorgen. Ihre Finanzen sind eine Katastrophe. Sie müssen lange arbeiten. Vielleicht bis 67. Oder länger. Sie haben ja nie etwas übrig. Sie sind ein Produkt der Konsumgesellschaft geworden. Sie werden dafür bestraft. Mit viel Arbeit. Und Sorgen.

Wir Aktiensparer nehmen unser Leben in die Hand. Wir wissen, wir sind das Produkt unserer eigenen Entscheidungen. Jeden Tag.

Mittlerweile ist es ja so, dass der Konsument mit leerem Geldbeutel zur Norm geworden ist. Das ist verrückt. Ständig das Girokonto rot zu haben. Ratenkredite aufzunehmen. Hypotheken zu blechen. Das ist doch grauenhaft. Diese Leute leben wie ein Jugendlicher, der nie erwachsen werden möchte. Richtig erschreckend finde ich, was diese Verschwender ihren Kindern beibringen. Ihnen schlechte finanzielle Verhaltensweisen vorzuleben ist tragisch.

Ein Bekannter gestand kürzlich: „Ich habe mein Girokonto überzogen“. Ich fragte, was ihn das kostet. Er sagte: „Das sind doch nur 40 Euro.“ Ich dachte, oje.

Wir müssen uns fragen, ob wir im Alter eine finanzielle Last für unsere Kinder beziehungsweise den Staat werden wollen. Wer eine Hypothek hat, sollte sie frühzeitig – bevor der Ruhestand beginnt – abbezahlen. Wenn Sie Sondertilgungen vornehmen, geht es schneller. Vereinbaren Sie die Möglichkeit der Sondertilgung im Vertrag. Machen Sie dann davon Gebrauch. Erstaunlicherweise machen nur wenige davon Gebrauch. Dabei kann dieses Instrument wertvoller als so manche Lebensversicherung oder Riester-Versicherung sein.

Mit einem Nebenjob oder profitablen Hobby können Sie locker Extratilgungen vornehmen. Ja, ertragreiche Hobbys gibt es. Denken Sie an Sporttrainer, Yogalehrer, DJ, Meditations-Guru, Hochzeitsplaner, Nachhilfelehrer, Gartenarbeiter, Reiseführer, Entrümpler, Webdesigner, Blogger.

Die meisten Menschen haben ja durchaus gute Ideen. Es fehlt ihnen aber die Motivation die Idee in die Tat umzusetzen. Aus einem profitablen Hobby kann sogar später ein Vollzeitjob werden. Aber Sie brauchen, um erfolgreich zu sein, zwei Dinge: Sie müssen gut in dem Feld sein und Sie brauchen eine enorme Motivation. Ohne Biss kommen Sie kaum voran.

Je schneller Sie mit der Sondertilgung vorankommen, desto mehr Geld bleibt Ihnen später in der Tasche. Es ist alles eine Frage der Anstrengung.

Was ich überhaupt nicht verstehe: Wenn jemand Geld fehlt, warum denkt niemand über die Aufnahme eines Nebenjobs nach? Oder an knallharte Kostenkürzungen. Es gibt ja im Endeffekt nur diese beiden Möglichkeiten. Wenn Leute mich als um Rat fragen und ich Ihnen diese beiden Möglichkeiten nenne, sind sie verblüfft. Rubbellose oder Lottospielen ist keine Lösung. Wenn Sie nicht mehr arbeiten wollen, müssen Sie weniger ausgeben. Es gibt keine angenehme Zauberlösung für das Problem.

Bekommen Sie das Geldproblem in den Griff, wird sich Ihr Leben positiv verändern. Die meisten denken indes, es wird alles negativ werden. Beziehungen werden plötzlich stabiler, wenn die Haushaltskasse voller ist. Ehen werden stärker.

Was ist so schlimm daran im Aldi oder Lidl einzukaufen? Was ist so tragisch, wenn jemand ein Haushaltsbuch mit seinen Einnahmen und Ausgaben führt? Was ist so schlimm daran, einen verdellten Gebrauchtwagen zu fahren? Was spricht gegen den nächsten Urlaub in einer günstigen Familienpension oder auf dem Campingplatz. Was spricht gegen die private Wohnungsvermittlung AirBnB oder eine andere private Online-Vermittlungsplattform? Das ist billiger als ein Hotel. Sie können sich so teure Restaurantsbesuche sparen, indem sie die Küche nutzen.

Ich mache das als mit der Familie. Ich genieße es, wie die Einheimischen am Strand in Spanien oder Italien zu wohnen. Wobei ich beim Urlaub sagen würde: Jeder soll es machen, wie es ihm/ihr am besten gefällt. Wer ein schönes Hotel mag, soll es machen und es wirklich genießen. Wer Drei-Sterne-Restaurants liebt, soll hin. Ich finde, der Urlaub ist eine große Ausnahme, weil es ja kein Dauerzustand ist. Nur beim Urlaub auf Pump hätte ich Bauchschmerzen, so etwas zu rechtfertigen.

Aber bei anderen Dingen stimme ich nicht zu. Nehmen Sie den Autokauf. Ich frage mich als, wenn Leute behaupten, sie hätten einen großartigen Deal beim Neuwagenkauf gemacht. Was soll daran so großartig sein? Wie kann das sein? Ich denke, es kann kaum ein großartiger Preis sein, wenn es sich um einen Neuwagen handelt. In dem Moment, wenn Sie vom Hof des Autohändlers fahren, verliert der Wert Ihres Neuwagens dramatisch an Wert.

Wenn Ihnen ein neues Auto so ungemein wichtig ist, sollten Sie es als Ausnahmefall tun. Dann sollten Sie aber zum Sparfuchs in anderen Bereichen werden. Sie müssen dann jeden Cent in Bereichen, die Ihnen überhaupt nicht wichtig sind, drei Mal umdrehen.

Oft ist es so, dass Lebemenschen über ihre Arbeit schimpfen. Ich denke anders: Meine Arbeit macht mir Spaß. Ich liebe meinen Job als Journalist in New York. Ich lerne jeden Tag dazu. Die Arbeit unterstützt meine Haushaltskasse. Ich bin dankbar für meinen Job. Ich könnte mir kaum etwas besseres vorstellen. Jeder erhält das, was er/sie im Leben sucht. Wir Menschen haben so viele Möglichkeiten. Wir müssen nur die richtige Einstellung haben. Vielen ist das gar nicht bewusst.

Ich finde, es ist im Endeffekt egal, wie viel jemand verdient. Ich habe grundsätzlich großen Respekt vor allen Menschen, die verantwortungsvoll mit Ihrem Einkommen umgehen. Selbst wenn es nur ein kleines Einkommen ist. Wer ohne Schulden lebt, macht es richtig. So jemand kann den täglichen Versuchungen widerstehen.

Sagen wir, ein Konsummensch entscheidet sich, sein Leben zu ändern. Er beginnt zu sparen. Tilgt seine Schulden. Und tauscht seinen blitzenden Sportwagen gegen eine Rostschüssel ein. Dann sage ich: „Alle Achtung!“ Wer das schafft, ist aufgewacht. Wer achtsam mit Geld umgeht, wird merken, dass uns nicht die Produkte (großes Haus, Sportwagen, Edelkleidung) glücklich machen, sondern die Freiheit über unser Leben.

Aber so einen Schritt muss jemand wirklich wollen. Ein Konsummensch muss merken, dass das Problem er/sie selbst ist. Und nicht die Schulden. Es ist eine Charakterfrage.

Es geht im Leben im Grunde bei allem immer um den Charakter einer Person. Sie sollten sich die Charakterfrage zum Beispiel stellen, wenn Sie als Chef jemanden einstellen. Oder wenn Sie jemanden Geld leihen. Denn wer einen schlechten Charakter hat, zahlt das Geld nie zurück. Sie müssen dann betteln und bitten. Und meist kommt nichts zurück. Nur ein müdes Lächeln.

Das Kernproblem ist neben dem schlechten Charakter das Anspruchsdenken, das zunimmt. Die Wohnfläche je Bundesbürger wächst. In Deutschland war es vor 50 Jahren so, dass der Wohnraum pro Person 22 Quadratmeter betrug. Das hat sich seither mehr als verdoppelt. Es ist kein Ende des Trends zu mehr Wohnraum in Sicht. Wir beanspruchen immer mehr. Mehr Handys, mehr Restaurantbesuche, mehr Kleidung, mehr Service, mehr Luxus, mehr Urlaub, mehr Kosmetik, mehr Schmuck… Es ist höchste Eisenbahn daran etwas zu ändern.

Ich baue Streß ab, wenn ich in der Natur bin. Mein Traum ist es daher, irgendwo am See oder Meer ein altes Holzhaus zu besitzen. Zum Entspannen. Ich würde dort lesen. Und ein Buch schreiben. Mein Traum könnte beispielsweise so aussehen. Wir brauchen gar nicht viel zum Glücklichsein. Nur Zuneigung. Und Sorgenfreiheit.

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Ich denke, in so einem Holzhaus würde es mir zeitweise mit der Familie sehr gut gehen. Ein langes Wochenende oder ein paar Wochen im Sommer am Strand. Ist das nicht herrlich?

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Ich war in Schweden in der Nähe von Stockholm auf der Insel „Grinda“. Mitunter dort sind diese Schnappschüsse entstanden. Und dieses kurze Video:


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Pleite zu sein ist die Norm geworden

  1. Alex von Homemade Finance

    Hallo Tim,

    es passiert mir ab und zu in Gesprächen, dass wenn ich sage dass Finanzen und Philosophie unfassbar eng miteinander zusammenhängen ich etwas schräg angeschaut werde.

    Dabei ist es genau wie du es sagst. Man muss erst sich selbst darüber klar werden was man vom Leben will und was man erwartet. Will man wirklich sein Glückslevel von Konsum abhängig machen?

    Ich persönlich mag durchaus schöne Dinge aber ich brauche nicht jeden Mist.

    Bei deinem Nespressobeispiel musste ich lachen, denn die gleiche Überlegung hatte ich vor ein paar Jahren auch. Sicher macht Spass aber ist absurd teuer und brauchen tu ich es nicht.

    Heute habe ich eine französische Presse und bin vollauf zufrieden, sowohl geschmacklich als auch preislich.

    Ich habe so auch kein Gerät in der Küche, das mir den Platz wegnimmt.

    Viele Grüße

    Alex

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Hallo Alex,

    ja das sparsame Leben ist eine Philosophie. So kann jeder sein Leben entrümpeln und die wirklich wichtigen Dinge genießen.

    Ich hatte auch so eine French Press gehabt (so nennen die Amis das Ding). Leider ist sie beim Abspülen kaputt gegangen. Ich habe anschließend beim Discounter Target für 10 Dollar eine Kaffeemaschine gekauft. Geht gut. Sie haben bei Target Sonderaktionen an Feiertagen. Mit solchen Superschnäppchen wollen sie Leute in die Konsumhallen locken. Ich bin so stark nur das Schnäppchen zu kaufen und gleich wieder hinaus zu rennen (in den meisten Fällen jedenfalls).

    Viele Freunde haben entweder eine Nespresso- oder Keurig-Maschine in der Küche stehen.

  3. PIBE350

    Ich finde auch, dass Geld nicht nur einfach Geld ist, sondern unser Umgang damit unsere Lebenseinstellungen widerspiegeln. Ich lese am liebsten finanzphilosophische Themen, an Themen mit nüchternen Diagrammen, Kurven, Tabellen und Zahlen bin ich dagegen kaum interessiert. 🙂

    Was ich mich in den letzten 13 Jahren immer wieder gefragt habe: Warum soll man wie 99% der Leute dem systemkonformen Hamsterradleben nachgehen? Lange Schul-, Ausbildungs-, und Studiumszeit, noch längere Arbeitszeit mit 4 Wochen Urlaub pro Jahr, eventuell kurze Rentenzeit, Tod. Stress, Probleme und Unzufriedenheit werden zwischendurch mit Konsumkäufen und Statussymbolen betäubt.

    Man lebt nur wie ein Arbeits- und Konsum-Zombie vor sich hin. Jeder Tag ist gleich. Wie im Film ,,Und täglich grüßt das Murmeltier“. Ich beobachte oft gezielt die Leute auf der Straße und in Alltagssituationen. Die Meisten sind schnell, hektisch, genervt, gestresst, haben keine Zeit und spulen einfach nur ihren festen Tagesablauf runter. Reagieren teilweise sogar aggressiv, wenn sie aufgehalten oder ausgebremst (Warteschlange, Straßenverkehr usw.) werden.

    Ich finde das gruselig, so möchte ich nicht fast mein ganzes Leben verbringen. Tims Traum von einer ruhigen, abgeschiedenen Holzhütte im Grünen teile ich hiermit. Gründen wir zusammen eine schulden-, dauerkonsum- und stressfreie Glücks-WG? 😀

  4. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ PIBE350

    oh ja. Gute Idee. Kannst ja mal bei der Holzhütte vorbei schauen.

    Es gibt ja so Communitys. Das sind meist Aussteiger bzw. Hippies. Die Idee ist gar nicht so schlecht. Weil sie alle helfen, wenn jemand Hilfe braucht. Ich finde diese Gemeinschaft in Kalifornien interessant:

    https://calearth.org

    Muss man halt mögen. Ich finde beide Welten im Wechsel reizvoll: die Grossstadt mit der Hektik. Und der abgelegene See. Beides sendet an uns Menschen unterschiedliche Reize aus. Geht einer Familie ein Standort auf die Nerven, wechselt sie zum anderen Standort. Wer finanziell frei ist, kann das machen.

  5. ZaVodou

    Und warum kaufst Du Dir kein Haus am See, wenn das Dein Traum ist?

    Verkaufst die Wohnung in New York und kaufst ein Haus am See. Da das Haus – so wie auf dem Bild – weit abgeschieden liegt, gibt’s solche Häuser bestimmt recht günstig. Den Rest aus dem Wohnungsverkauf legst Du an und lebst davon. Das, was Deine Aktien abwerfen kommt ja noch dazu. Brauchst ja nicht viel sagst Du immer. Kannst noch selbst was anbauen und gut ist.

  6. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ ZaVodou

    Als Langfristanleger verkaufe ich natürlich kein Asset. Wir schauen uns Holzhäuser an. Bislang nichts gefunden. Alles braucht seine Zeit. Ich treffe Entscheidungen sehr langsam. Ich versuche nichts zu überstürzen.

  7. Vali

    Tim, toll! Träume sind da, um sie zu verwirklichen 🙂

    Ich würde auch keine Immobilie verkaufen. Ich finde gerade diese asset allocation so wichtig.

    Meine Schwiegereltern haben sich so den Traum vom Ferienhaus erfüllt und haben eins (nicht aus Holz) in den Bergen gekauft. Leider steht es überwiegend leer. Wenn wir mit den Kids nicht hinfahren, fahren sie hin, um zu putzen und den Rasen zu mähen…und ja, auch zum allein sein… Ja, und einmal wurde dort eingebrochen, weil es so abgelegen ist…
    Aber an deiner Stelle würde ich mir als Journalist und angehender Schriftsteller eher was mieten. Geschäftlich kannst du das wunderbar geltend machen, vor allem die Ruhe im Haus am See ist sehr produktiv. Und dann wieder wechseln, bereichert mehr;-)

    Aber, wenn du es dir leisten kannst, kauf 😉

    Aus deinem Artikel lese ich Target Corp. heraus. Ein Dividendenaristokrat, der in letzter Zeit unter die Räder gekommen ist – wäre das nicht ein Kauf wert?

  8. Dr. Dax

    Hallo Tim,

    du hast dir was tolles aufgebaut. In Mitten der Finanzkrise in New York eine Wohnung zu kaufen zeugt von Optimismus und Überzeugung. Also zur richtigen Zeit am richtigen Ort die richtige Entscheidung getroffen.

    Ich fange jetzt gerade erst an, mir ein Aktien-Depot aufzubauen. Ich bin also kurz davor, meine ersten Aktien-Investitionen (vornehmlich Dividenden-Aristrokraten aus den USA) vorzunehmen. Gerne hätte ich natürlich Johnson & Johnson, aber die stehen aktuell ja (mal wieder) auf dem Höchststand. Würdest Du in so einem Fall abwarten oder einfach investieren und den Kurs vergessen? Mit welchen 5 Werten würdest Du ggf. anfangen zu investieren? Gerne würde ich die Frage auch weiterhin an die Community weiterleiten.

    Danke für deinen tollen, insperierenden Blog.

  9. Christoph

    @Rainer Zufall und Claus:

    ich interpretiere zyklische Aktien anders. Ich sehe als Zykliker Unternehmen an deren Waren in schlechteren Wirtschaftszeiten nicht unbedingt gekauft werden.

    Nehmen wir mal Nike. Wenn eine Familie knausern muss, dann werden keine neue Nike Airs gekauft. Ebenso wird dann nicht das neue IPhone gekauft.

    Klar leidet auch die Industrie, aber dennoch werden Maschinen usw immer benötigt. Selbst in schlechten Zeiten. Und normalerweise, so lernt man das eigentlich aber die Politiker von heute haben das wohl nicht gelernt, gibt ein Staat in schlechten Zeiten mehr Geld aus, damit kurbelt man die Wirtschaft nämlich wieder an. Und davon profitieren dann sofort Industrieunternehmen.

    Schlau wäre es zB wenn die EU (das wäre mal wirklich was sinnvolles) oder auch Deutschland allein ein Infrastruktur Programm auflegen würde. Überall marode Straßen und Brücken. Ebenso fehlende Kindergärten usw.

    Hierzu auch ein guter Artikel, gerade bei dem billigen Geld sollten Staaten Geld aufnehmen und damit bauen lassen.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bundesanleihe-mit-nullzins-machen-sie-schulden-herr-schaeuble-kommentar-a-1097537.html

     

    Früher hätte ich immer gesagt, nie Schulden  machen sondern Schulden abbauen. Aber derzeit wäre Schulden aufnehmen das richtige. Aber nicht um Banken zu retten sondern um die Wirtschaft anzukurbeln. Davon hat dann jeder etwas. noch mehr Steuereinnahmen, Einstellen von mehr Polizisten, bessere Ausrüstung usw usw. Und endlich bessere Straßen und somit noch mehr Steuereinnahmen da die waren besser und schneller transportiert werden.

     

     

  10. Rainer Zufall

    Hallo Christoph, ich würde zwischen zyklischen und nicht zyklischen Konsumgütern unterscheiden. Waschmittel wird man z.b. immer benötigen (nicht zyklisch), Nike aber nicht unbedingt (eher zyklisch?).

    Was die Industrie betrifft, bsp. Landmaschinen werden immer benötigt. Aber wenns gerade nicht gut laeuft, wird eine teure Investition verschoben. Siehe Deere im Moment. Industrie ist fuer mich damit eher zyklisch. Es gibt aber bestimmt auch Beispiele nicht zyklischer Investitionsgüter. Zum Teil ist das aber wohl auch auslegungssache.

  11. Christoph

    Tim: Toller Artikel. sehe ich ebenso. Wobei ich dem der seinen Sportwagen verkauft und dann ne Rostschüssel kauft keinen Respekt zollen würde. Denn er geht von einem Extrem ins andere. schlauer wäre es einen guten Gebrauchten zu kaufen anstatt ne alte karre mit der er nur Ärger und Reparaturen hat.

    Wegen der Nespresso Maschine: Ich bin da zwiegespalten. Klar ist das teuer. Aber billiger als jeden Morgen den Kaffe bei Starbucks zu kaufen ist es dann doch wieder. Und wenn jemand guten Kaffee mag, dann doch lieber so.

    So kosten zB 36 Tabs € 42,00 = € 1,16/ Portion

    Bei Starbucks kostet der kleinste Capucchino/Latte schon € 3,00

    http://www.preislistelady.de/starbucks-preise/

    Da ist das Nespresso ding schon ne gute Investition finde ich. Ich selbst trinke überhaupt keinen Kaffee, daher geht das eh an mir vorbei ;o)

     

     

     

  12. Slazenger

    @an alle

    also es gibt keine Branche die zyklischer ist als Industrie/Maschinenbau !!! Ich war lange Jahre im Maschinenbau tätig, habe etliche Phasen von Kurzarbeit und Massenentlassungen erlebt!!!!

    In der Krise werden ältere Maschinen/Geräte einfach repariert oder eben aufgearbeitet und den neuesten Stand gebracht, was deutlich preiswerter ist.

    In der Krise spart der Konsument vor allem an langlebigen Konsumgütern (Autos, usw.) Womit zahlreiche Industriezweige als Abnehmer für die Maschinen ausfallen!!!!

    Ich glaube dass in der Krise trotzdem eher noch Nike Produkte gekauft werden!!!

  13. Claus

    @ Christoph

    gerade am Beispiel der Kaffee-Kapsel-Maschinen sieht man, wie innovativ „unsere“ finanzstarken Großkonzerne (Nestle & Co.) sind. Da werden neue Kaffeemaschinen entwickelt, die spezielle Kaffeekapseln benötigen. Die Maschinen werden preiswert in den Markt gedrängt. Das Geld wird mit den extrem teuren Kapseln verdient. Das ganze Spiel erinnert mich starkt an die Tintendrucker: Die Drucker werden verschleudert, wurden sogar schon als Zugaben beim Kauf  teurerer Geräte kostenlos mitgegeben.

    Habe vor langer Zeit mal ausgerechnet, was 1 KG Kaffee in Kapseln kostet. War ca. 10 x teurer, als die normalen Pfund-Packungen im Supermarkt.

    Geschäftlich finde ich dies genial. Und jeder kauft diese Maschinen, sogar  Hartz4-Empfänger…

    Das Spiel läuft natürlich längst weiter, Stichwort: TEEMASCHINE

    Ich habe keine solche Kapsel-Maschine, mir reicht eine einfache normale Kaffeemaschine für 25 EUR, die ich nach 3-4 Jahren, wenn sie den Geist aufgibt einfach ersetze.

    Zum Sportwagenthema:
    Ich finde, wer an Autos (oder anderen teuren Dingen) Spaß hat und es sich leisten kann, der sollte sich sein Wunschfahrzeug ruhig gönnen dürfen.

    Ich selbst war wohl seit meinem 5. Lebensjahr vom Porsche-Bazillus befallen, nachdem mich der damalige Chef meiner lieben Mutter mal eine Runde in seinem 911er mitgenommen hat. Anschließend habe ich wohl zu meiner Mutter gesagt: „Und wenn ich groß bin, kaufe ich mir auch einen Porsche“.

    Meine Eltern waren arm, hatten kaum etwas. Ich habe immer sehr sparsam gelebt, nie Geld geliehen. Wenn ich einen Wunsch hatte, habe ich gespart, bis ich das Geld zusammen hatte. Dann kaufte ich es mir, wenn ich es noch wollte. Um mir mit 18 mein erstes Motorrad zu kaufen, sparte ich jahrelang, arbeitete in den Ferien in einer Großdruckerei. Dort stapelte ich im Schichtdienst Neckermann-Kataloge auf Paletten. Ich habe auch Zeitungen ausgetragen, bei Wind und Wetter, für ein paar DM.

    Weil ich nicht mein Leben lang arm bleiben wollte, beschloss ich schon als kleiner Junge zu sparen, damit es mir mal besser gehen sollte und ich meine Eltern unterstützen kann. So kam es, dass ich mich vor über 30 Jahren selbständig machte und für meine Verhältnisse viel Geld verdiente. Das meiste davon investierte ich immer wieder in meine kleine Firma. Dann kaufte ich nach langem zögern ein Haus (50% EK + 50% Hypothek), in dem ich selbst wohne und mein Büro habe. So ist es noch heute. Das Haus habe ich in nur 5 Jahren abbezahlt.

    Meinen Kindheitstraum, den Porsche 911, hatte ich 1997 mit 38 Jahren immer noch… Spaßeshalber fuhr ich zu einem Porsche-Zentrum, nur mal schauen, was es so gibt… Und da stand er, mein Traum, in metallic-schwarz, anderthalb Jahre alt, von einem Porsche-Mitarbeiter aus der Geschäftsleitung gefahren für 120.000 DM…

    Nach einer fast schlaflosen Nacht fuhr ich am nächsten Tag wieder hin und kaufte ihn. Bezahlt habe ich bar, kein Kredit.

    Ich habe den Kauf nie bereut, jede noch so kleine Fahrt war eine grosse Freude für mich, über 14 Jahre lang. Erst vor 4 Jahren habe ich den Porsche verkauft. Ich brauche das heute nicht mehr, mir fehlt nichts. Den Porsche habe ich übrigens durch einen damals 1 Jahr alten Smart ersetzt, den ich noch immer fahre… Mein Umfeld wundert sich bis heute, warum ich mir nicht endlich wieder „ein anständiges Auto“ kaufe… Stört mich nicht, mir reicht der kleine.

     

     

     

  14. Christoph

    @Slazenger: Ich meine natürlich die großen wie 3Mund GE. Die sind ja breit aufgestellt. Und zB Gasturbinen oder Fluzeugantriebe werden immer benötigt.

    Boeing und Airbus sind ja beide für die nächsten Jahre voll mit Aufträgen.

    Und 3M hat eh soviele verschiedene Bereiche..

    Aber nehmen wir mal Nike. Also ich kaufe mir nur alle paar Jahre Schuhe. Und auch Trainingsklamotten. Und Nike Schuhe kosten auch locker mal € 80,00.

    @Claus: Sowas finde ich toll! Du hattest einen Lebenstraum (ich fand übrigens Prosche auch toll aber Lamborghini war mein Traum) und hats ihn verwirklicht. Sowas finde ich toll. Denn sonst hättest du mit 90 mal gesagt: Hätte ich doch..

    Auch das mit deinem Haus hast du prima gemacht.

     

     

  15. qleverkauf.de

    „Ich finde, es ist im Endeffekt egal, wie viel jemand verdient. Ich habe grundsätzlich großen Respekt vor allen Menschen, die verantwortungsvoll mit Ihrem Einkommen umgehen.“

    Tim, das sehe ich genau so.

     

    Hallo Reiner Zufall, du schreibst:

    „Hallo Christoph, ich würde zwischen zyklischen und nicht zyklischen Konsumgütern unterscheiden. Waschmittel wird man z.b. immer benötigen (nicht zyklisch), Nike aber nicht unbedingt (eher zyklisch?). “

    Es gibt da die Theorie, dass kleine Belohnungen (wie z.B. Marken Lippenstift für Frauen) in Zeiten von Wirtschaftskrisen eher mehr nachgefragt werden. Die Leute können sich nichts großes gönnen, wollen sich aber trotzdem selber belohen. Vielleicht fällt Nike zum Teil auch unter diese Kategorie. An sonsten gebe ich dir aber recht.

     

    @Claus

    „Das ganze Spiel erinnert mich starkt an die Tintendrucker“

    Unser aller liebling Warren kennt das Spiel schon von Gillette. Ein Produkt das täglich konsumiert wird und als hochwertige Marke wahrgenommen wird, das nur mit der passenden Vorrichtung (Mach3) benutzt werden kann (die billig verkauft wird) … und dann auch noch Skaleneffekte als größter Produzent ausnutzen… besser geht es nicht?

    Vielleicht sind Aftermarket-plays wie PCP eine neue Variante davon.

     

    Sehr interessante Homepage übrigens Tim!

  16. Stefan Müller

    Ist es wirklich so, dass ein Neuwagen immer so schnell an Wert verliert. Brauchte vor zwei Jahren dringend Ersatz für meinen 10 Jahre alten Ford Focus (300k gelaufen -Unfall und diverse Schäden).

    3 Jahre alten Fahrzeuge derselben Marke -ca. 80k gelaufen – kosteten dann etwa 11k im Internet.

    Neuwagen beim Händler um die Ecke waren mit 22-28k in Wunschausstattung sehr teuer, aber eine Tageszulassung beim EU Importeur hat mich dann 17k mit gehobener Ausstattung gekostet.

    Für 6k weniger einen Gebrauchtwagen, der vielleicht schlecht gefahren wurde? Nö, dann lieber Neuwagen mit 2 Jahren Garantie, den ich idealerweise bis zum Ende fahre.

     

    Anders bei Oberklasseautos beim Händler, wo nach 3 Jahren schnell 50% Verlust drin sind.

  17. AlexanderAlexander

    Claus, das hast du vollkommen richtig gemacht. Dein Traum war ein Porsche und als es finanziell möglich war, hast du ihn wahr gemacht. Irgendwann hättest du es sonst bereut.

    Stellt doch Neuwagen nicht immer so schlecht hin. Die haben auch ihre Vorteile. Ich habe mein Auto für 260 €/Monat „gemietet“ und alle 4 Jahre kriege ich ein Neues. Saubequem das alles. Jetzt kann man natürlich den Rechenstift rausziehen und überschlagen, was ich sparen könnte und wieviel ich mehr am Konto habe, wenn ich am Friedhof lande. Das Problem ist doch nicht, ob ich 50.000 € mehr oder weniger am Lebensende habe. Ich kann es mir leisten und die Bequemlichkeit ist es mir wert. Meine Sparquote ist eh relativ hoch.

    Ich arbeite nach wie vor nebenbei, warum soll ich mir dann nicht das eine oder andere gönnen? Es kommt eben auf die Verhältnismäßigkeit an.

  18. vandenBoom.O

    @ Tim

    Danke für diesen Interessanten Niveauvollen Blog hier. Du schafts es mir immer wieder Mut zu geben, auch in schwierigen Börsen Zeiten. Deine Regelmäßigen Erinnerungen und Mahnungen lese ich immer gerne, und lebe schone seid vielen Jahren so. Sparen war und ist für mich selbstverständlich. Keine Schulden zu haben genauso. Seid 2 Jahren ist noch das investieren in Dividen Aktien dazu gekommen.

    Ein interessanter Artikel aktuell in der Zeit Online:

    http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-05/altersvorsorge-altersarmut-mittelschicht-deutschland

  19. Fit und gesund

    @Christoph,

    was soll man schon sagen, Deutschland ist sogar unfähig den Leibwächter BinLaden’s auszuweisen, obwohl er für die Öffentlichkeit eine Gefahr darstellt, könnte ihm ja ein Härchen gekrümmt werden da wo er herkommt, was mit den Deutschen passieren könnte ist völlig egal, zudem kostet der Typ vermutlich noch ne schöne Stange Geld, Merkel hat sowas von versagt, die ist nur noch peinlich und nicht nur die….

    ich habe lange Zeit nicht gewählt, aber diesmal werde ich mir die Mühe machen ….und die Tierschutzpartei wählen  *lach*

  20. Christoph

    @fit und gesund. Ich glaube Merkels Glück ist, dass die Wahl erst 2017 ist.

    Ich persönlich bin noch nicht sicher. tendiere zu FDP.  Wobei Tierschutzpartei wäre auch ne Idee. Ich liebe Tiere und wie die behandelt werden… Allein das Küken Schreddern .. *Würg*

  21. Fit und gesund

    Ganz genau Christoph, das ist völlig unwürdig und nur grausam und sowas gehört abgestellt, wobei ich zweifele dass das auf dem Wahlprogramm irgendeiner Partei zu finden sein wird.

     

    @Tim Schäfer, ich pflichte Dir ja bei mit Deinem Beitrag, nur sag mir keiner was von Nebenjob, ich habe einen Hauptjob und der ist mir mehr als genug, gerade dem will ich ja etwas vorzeitig entkommen! Das ist ja der Grund für meine Sparsamkeit. Und in vielen blogs steht ja man soll sich ein zweites Standbein schaffen, ein Grossteil der Blogbetreiber bietet e-books an, ehrlich, ich brauch kein kostenpflichtiges e-book, egal von wem, was wird da schon drin stehen was ich nicht auch so rausfinden kann….

    Ich bin froh wenn die Brexit-Schlacht geschlagen ist, mein Geld scheint sich zu verflüchtigen…mal gespannt wie weit es diesmal runtergehen wird…werde natürlich weitere Dividendenbringer kaufen, in der Hoffnung dass die nächstes Jahr mal für Schub sorgen.

    Allen einen schönen Tag!

  22. Christoph

    @Fit und gesund: Schau mal:

    http://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/riesige-spekulationschancen-darum-sollten-anleger-den-brexit-feiern-und-nicht-verfluchen_H1475623105_286969/

     

    Was stimmt ist, dass das eine Weile dauern wird. Aber ich denke GB würde den Stein ins Rollen bringen. Und wenn das passiert.. nun dann wird es 100% ruckzuck eine Rückkehr der EG geben. Also bleibt für den Handel usw alles beim alten nur dass man nicht mehr den EU Apparat hat und nicht mehr diese Haftungsgeschichten.

    ich sehe daher überhaupt keine langfristigen Nebenwirkungen beim Brexit.

  23. Fit und gesund

    @Christoph,

    die Schweiz kann auch ohne EU, ich sehe durchaus Chancen zum Einstieg, BAT stünde mal gleich auf meiner Kaufliste…Sündeaktie…

  24. Christoph

    @Fit und Gesund: Sehe ich auch so. Ich glaube man will den Menschen einfach Angst machen. Ohne EU zerbricht Europa, Wirtschaftskrise usw usw. Aber wieso bitte? Die Leute konsumieren weiter. Freihandelsabkommen kann es auch ohne EU geben. Somit würden Import und Export nicht teurer werden.

    gerade für ärmere Staaten wäre es eine riesen Chance. Griechenland zurück zur Drachme und kann so günstiger Waren und Dienstleistungen anbieten. Und für die reichen wäre der Vorteil dass die Subventionen wegfallen.

     

    Hier eine nette Mittagsgeschichte zum Brexit. Ob es so etwa laufen wir/ würde?

    http://www.zeit.de/2016/25/brexit-szenario-eu-austritt

    Hier Infos wie der Brexit laufen würd und weitere Infos : http://www.tagesschau.de/ausland/brexit-faq-101.html

  25. Vali

    @Christoph, ich glaube, es ist durchaus berechtigt, dass manche Angst haben. Denn wenn Europa zerbricht, werden all die Südöstlichen Länder, die momentan mächtig subventioniert werden ganz ganz dumm schauen. Die Investoren werden ihre Gelder zurückziehen und da sie sowieso nix oder nur wenig produzieren, werden sie Pleite gehen, denn nur aus Beamten (Griechenland u.a.) kann ein Land nicht existieren. Und auch keine Autos+Maschinen+Produkte mehr der Deutschen kaufen, weil es für sie zu teuer wird. Südosten wird wieder ein Selbstversorger-Agrar-Gebiet. Davon hat keiner was.

    Deutschland  (und GB usw) zahlen den Armen dafür, dass sie nicht ganz so arm sind und so ihre Produkte kaufen und nicht dauernd herummeckern, wie schlecht es ihnen geht. Glaub mir, ich spreche aus Erfahrung. Jeden Sommer höre ich mir das selbe osteuropäische Geleier an: wie sie ohne Zukunft denn überleben sollen, und wie die Deutschen so reich sind und schielen faul und untätig auf den deutschen Wohlstand.

    Würden die Deutschen diese „Spenden“ abbrechen, gebe es wieder Spannungen, vermehrt Wirtschaftsflüchtlinge und das ganze Theater der Mega-Korruption+Inflation geht weiter.

    Die, die meinen, das sei nicht so schlimm, haben vergessen, wie schlimm es in Südosteuropa aussah, bevor die EU da rein zahlte.

    Das ist so, als wenn du in deiner Stadt der einzige bekannte Reiche wärest und alle um dich herum bitterarm.  Lieber gibst du ihnen  einen Teil ab, als dass sie dich aus Hunger angreifen… So sehe ich das. Vielleicht ein wenig übertrieben, aber die EU ist sinnvoll, um die Armut zu bekämpfen und so die Sicherheit zu erhalten, m.M.n. Ich hoffe, die Briten bleiben.

    Aber wäre ich ein Brite auf meiner Insel, würde ich es mir arg überlegen, wieweit ich noch die Pleitestaaten Europas aushalten will ….

    @Fit und gesund, danke für BAT 😉 Habe ich ganz vergessen, ist aber auf der Liste. Ich möchte jetzt Target Corp., Starbucks, Imperial Tobacco Brands und BAT 🙂  Mal sehen, wie weit es runter geht, aber vor dem nächsten Freitag sehe ich nur zu, evtl. bis Ende Juli sogar… 🙂

  26. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Vali

    Guter Vorschlag. Stimmt. Mieten geht auch.

    Was Amis oft machen, ist: Sie kaufen sich ein Ferienhaus. Und gehen selbst mit der Familie hin. Den Rest der Saison vermieten sie es über AirBnB oder eine Managementfirma. Das kann ein schöner Cashflow sein, wenn das Objekt schön liegt. Kann allerdings auch mit Ärger verbunden sein. Wer nur 14 Tage in den USA sein Ferienhaus vermietet, braucht die Einnahmen nicht mal zu versteuern. Das hat der Gesetzgeber zur Erleichterung der Menschen so beschlossen. Ich finde, das ist klasse.

    https://turbotax.intuit.com/tax-tools/tax-tips/Self-Employment-Taxes/10-Tax-Tips-for-Airbnb–HomeAway—VRBO-Vacation-Rentals/INF29184.html

     

    @ Dr. Dax

    Danke. Johnson & Johnson ist für mich ein klarer Kauf. Ist einfach klasse das Unternehmen. Ich erlebte kürzlich eine J&J-Managerin auf einer Investmentkonferenz in New York. Sie erzählte über die Innovationen. Einfach phantastisch. Das schrieb ich darüber. J&J ist etwas zum Kaufen und Liegenlassen:

    http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Euro-am-Sonntag-Analyse-US-Gesundheits-Aktien-Einfach-kaufen-und-liegen-lassen-4931344

     

    @ Christoph

    Ok. Das muss jeder selbst entscheiden, was für ein Auto jemand fährt oder Kaffee jemand trinkt. Ich finde, wenn sich jemand für Luxus entscheidet, ist das sein/ihr Ding. Nur: Dann sollten die Leute ehrlich sein. Wenn jemand einen Neuwagen kauft, kann er/sie mir doch nicht erzählen, es wäre ein Super-Deal. Das glaube ich nicht. Ich denke, die Leute lügen sich als selbst etwas in die Tasche.

    Ja, Nespresso ist günstiger als Starbucks. Aber passt der Vergleich? Du sparst ja am meisten, weil Du gar keinen Kaffee trinkst. Ich mag übrigens Leitungswasser. Und Brühkaffee. Ganz normaler.

     

    @ Claus

    Großartige Story. Klaro. Wenn es ein Traum ist, einen Porsche zu besitzen, dann soll der Traum in Erfüllung gehen. Aber man sollte aufpassen, dass man sich nicht alle Träume SOFORT erfüllt. Du hast gearbeitet und gespart. Du bist sehr vernünftig. Du hast Dich nicht „verhoben“ an deinem Lebenstraum. Viele Menschen können heute nicht mehr warten. Alles muss sofort gekauft werden. Ob das Geld da ist oder nicht – völlig egal. Großes Haus, dickes Auto, Urlaub…

    Meinen Traum vom Ferienhaus im Grünen träume ich schon lange. Je mehr ich davon träume, desto mehr kann ich mich darauf freuen.

     

    @ qleverkauf

    Danke.

     

    @ Tobias F.

    Schöner Rotwein. Sieht beruhigend aus auf dem Balkon im Grünen.

     

    @ vandenBoom.O

    Danke. Es geht ja nur darum, dass wir vernünftig sind. Und an Morgen denken. Mehr nicht.

     

    @ Fit und gesund

    Klar. Kaufe Dir nicht jedes Buch. Was hälst Du davon, in die Bücherei zu gehen? Ich bin als oft hin. Dann hast Du auch nicht so viele Sachen zuhause. EBooks gibt es gute. Ja, es gibt auch viel Schrott. Vieles ist unnötig.

    @ Christoph

    Ja, klar die Medien leben von Angst-Themen. Nach dem Terrorasnchlag in Florida gingen bestimmt die Einschaltquoten nach oben. Ich glaube, eines der größten menschlichen Hindernisse ist Angst.

  27. Christoph

    @Vali: Ich weiß was du meinst. Aber ich denke, wenn die EU nicht mehr wäre hätte das (vorausgesetzt es gibt wieder eine EG mit6-8 Staaten) viele Vorteile. Denn der Euro wäre dann ja auch Quatsch.

    Was würde passieren? Nehmen wir Griechenland. Durch die ganzen Subventionen könnte jedes Land ehrlich anbieten. Das heisst rein nach den angefallen Kosten plus Gewinn. Derzeit kann es sein, dass ein Land eigentlich geringere Kosten hat, aber das andere durch die EU Subventionen günstiger die Ware verkaufen kann.

    So kann Griechenland aber durch die günstigere Währung die Wirtschaft ankurbeln. So wäre der Urlaub deutlich günstiger. Ebenso das Leben vor Ort. Klar Importe wären teurer aber es ist doch so, dass die Griechen sich sowieso die teuren dinge nicht leisten können. Aber mit eigener Währung könnten die Touristen viel günstiger und mehr kaufen.

    Somit würde die wirtschaft angekurbelt werden.

    Auch Italien und Frankreich könnten mit eigener Währung viel besser wirtschaften.

    Ich glaube einfach dass der Euro und die EU derzeit zwischen den Staaten viel Streit entfacht. Und ich glaube ohne diese Konstrukte würde sich viel wieder beruhigen.

    Danke für Einen Link. Aber man könnte das auch anders deuten. Und zwar, dass es den Staaten die mehr Gel bekommen als zahlen es trotzdem nicht wirklich gut geht. (ausser zB Luxemburg)
    Da sieht man doch, dass durch das ganze Subventionieren und bevormunden der EU gerade die ärmeren Länder nicht vorankommen.
    Griechenland zB hatte vor dem EUro eine Arbeitslosenquote von 9,9%.
    Nun ist die fast 3 mal so hoch! über 27%
    http://www.indexmundi.com/g/g.aspx?c=gr&v=74&l=de

     

     

  28. Vali

    @Christoph, sie jammern jetzt mehr, weil sie durch die EU zu sehr verwöhnt worden sind, und jetzt den Gürtel enger schnallen müssen…

    Was sollen die produzieren? Ein Viertel der griechischen Beschäftigten ist im öffentlichen Dienst tätig. Ab 61 gehen sie in Rente. 12% sind arbeitslos.
    Vor der EU waren viele Selbstversorger und es gab noch mehr Beamte.

    „So soll die Standardrente – wenn über die volle Beitragszeit eingezahlt wurde – in Griechenland mit 80 Prozent des Durchschnittslohns bei immerhin rund 1100 Euro liegen. In Deutschland beträgt sie 48 Prozent des Durchschnittslohns, was laut Rentenversicherung im Westen 1287 Euro und im Osten 1187 Euro entspricht.“

    Griechen gehen relativ früh in den Ruhestand – im Schnitt mit 61,5 Jahren. Athen hat das gesetzliche Rentenalter erst vor zwei Jahren auf Druck seiner Retter auf 65 Jahre angehoben.

    751 Euro pro Monat müssen die griechischen Unternehmen einem Arbeitnehmer mindestens zahlen, selbst wenn er nichts gelernt hat.
    Vergleich: In Portugal, dessen Wirtschaft wettbewerbsfähiger ist als die griechische, liegt der Mindestlohn nur bei 600 Euro.

    Mit Beamten  und Tourismus kann ein Land sich nicht über Wasser halten. Es muss was Vergleichbares produzieren, um sich ein deutsches Auto leisten zu können… Tourismus ist nur 3-5 Monate im Jahr aktuell, danach melden sie sich Arbeitslos. Ich kenne einige…

    Die EU ist eigentlich das solidarischste und sozialistischste, was der heutige Kapitalismus erfinden konnte. Relativ sicher, stark, aber sehr verbesserungswürdig, siehe den Regularien-Wahnsinn in Brüssel…

    Die Lösung aller Probleme ist es nicht, aber ohne wird es so schnell auch nicht besser…

     

     

  29. Fit und gesund

    wie furchtbar, jetzt hat so ein A…sch eine junge britische Labour-Abgeordnete niedergestochen, Mutter von 2 Kindern, tot, einfach so…unfassbar! egal für oder gegen was sie war! 🙁

  30. Delura

    Bin am Überlegen ein paar Gilead zu kaufen. Was meint ihr ?

     

    Gute Frage, wenn Deine Gilead Position anschließend in der Gesamtrelation sagen wir mal 3-5% Deines Gesamtportfolios beträgt und Du noch KEINEN Pharmawert hast würde ich sagen – JA!

    Ansonsten ist die Frage nicht seriös zu beantworten, weil zu wenig Infos zur Verfügung.

    VG

     

  31. StefanGE

    @ Mario, Gilead ist ne Cashcow und wird jetzt die nächsten Jahre gemolken. Habe schon 2x nachgekauft.

    Im Falle eines Brexit kaufe ich Glaxo, der Rest wird wie immer halb so schlimm werden. Klar, einige Jobs etc. wird das die Briten kosten, aber die Welt dreht sich weiter. Am 24. gehen die Kurse in den Keller, ich werde warten bis der Boden halbwegs sichtbar wird und dann klassisch kaufen wenn die Kanonen donnern.

    Sieht dann 2 Jahre schlimm aus im Depot, aber in 10 Jahren kräht kein Hahn mehr nach. Muss man durch

  32. Christoph

    @Rainer Zufall: ja das habe ich auch gehört. Aber ob das irgendeinen Rückschluss geben kann? Ich denke nicht.

    @Vali: Hier ein interessanter Artikel: http://www.in2greece.com/griechenland/wirtschaft.html

    Da sieht man dass Griechenland vor dem Euro gute Zahlen hatte. Wobei ich natürlich nicht weiß, ob da auch schon getürkt wurde.

    Ich habe einfach nicht das Gefühl, dass die ganzen EU Gelder etwas gutes bringen. Da werden zwar natürlich Infrastruktur usw gestärkt aber ebenso auch irgendwelche Dinge gebaut die eigentlich keiner bräuchte

    Hier ein Beispiel, eigentlich könnte man schmunzeln..

    Dolce vita im Paradies – die Auslandsvertretung der EU in Vanuatu

    Das Leben als Diplomat bringt zweifelsohne seine Vorteile mit sich: Man lebt ganz angenehm und kennt jede Menge wichtige Leute. Der vielleicht beste Posten ist der im abgelegenen Vanuatu, einem pazifischen Inselreich mit endlosen wunderschönen Stränden und einer Bevölkerung, die das Leben gerne ganz entspannt angeht.

    Der Archipel liegt nicht nur 2000 Kilometer nordöstlich vom australischen Brisbane, sondern auch satte 15 700 Kilometer von Brüssel entfernt, was die sieben glücklichen EU-Diplomaten, die dort stationiert waren, sicherlich nicht gestört haben dürfte.

    Warum gab es dort überhaupt eine Vertretung der EU? Es war eine ungewöhnliche und natürlich auch kostspielige Entscheidung, denn mit Frankreich, Australien, China und Neuseeland sind ansonsten gerade einmal vier Nationen dauerhaft auf der Insel vertreten. Zwischen 2008 und 2013 nahm die EU 23,2 Mio. Euro in die Hand, um in Vanuatu das Wirtschaftswachstum anzukurbeln und Arbeitsplätze zu schaffen. Zwischen 2014 und 2020 sollen weitere 31 Mio. Euro fließen, wie die EU mitteilt.

    Ende 2013 wurde die Vertretung der EU nach 29 Jahren endgültig geschlossen, aber es war kein völliger Fehlschlag, schließlich hat man der Bevölkerung für über 160 000 Euro beigebracht, Kricket zu spielen… Das geschah übrigens unter der Verantwortung des belgischen Geschäftsträgers Robert de Raeve, der inklusive Vergünstigungen etwa 180 000 Euro im Jahr abkassierte. Zu versteuern übrigens zu 15 Prozent!

    Auch schön…

    Tunnelblick – Braucht Lyon wirklich eine unterirdische Verbindung mit Turin?

    Endlich werde die letzte Lücke auf der Verbindung von Barcelona nach Bukarest geschlossen, endlich ein europaweites Schienennetz, wurde damals gejubelt. Doch inzwischen bereitet der Tunnel von Turin nach Lyon der EU mächtig Kopfzerbrechen. Milliarden sind bereits in das Bauvorhaben geflossen.

    2013 begannen die Arbeiten an dem 57 Kilometer langen Tunnel, der die französische und die italienische Stadt miteinander verbinden soll. Brüssel hatte zugesagt, von den damals erwarteten Baukosten in Höhe von 8,5 Mrd. Euro etwa 3,4 Mrd. Euro beizusteuern. Inzwischen seien die Gesamtkosten jedoch auf 26 Mrd. Euro explodiert, meldet Euractiv.

    Bei Einheimischen und Umweltschützern stößt das Projekt auf massive Kritik. Auf Drängen grüner Europaparlamentarier befasst sich OLAF, das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung, mit den Ursachen für die Kostenexplosion, die größtenteils die Regierungen in Rom und Paris auffangen müssen. Für die Grünen ist das Projekt nichts als eine gewaltige Verschwendung von Steuergeldern.

    »Transeuropäische Projekte waren für die Europäische Union strategisch ein Desaster. Die EU glaubt, nur durch diese Großvorhaben eine Transportunion herbeiführen zu können«, sagte die italienische Grünen-Politikerin Monica Frassoni. Der Tunnel Lyon-Turin könne in enormem Maße EU-Mittel binden, »was zulasten anderer Projekte ginge«, so Euractiv. Insgesamt 23,3 Mrd. Euro hat die EU im Haushalt für Transportinfrastruktur für die Jahre 2014 bis 2020 vorgesehen.

    Tunnelgegner sagen, das Projekt sei reine Mittelverschwendung, denn es existiere bereits ein Tunnel, durch den ein schneller Gütertransport durch die Alpen möglich sei und der erst zu 20 Prozent ausgelastet sei.

    »Wir wollen nicht, dass es in Rhône-Alpes und Susatal aussieht wie in diesen Entwicklungsländern, wo Infrastruktur gebaut wird, aber keinerlei Zweck erfüllt…«, wird Frassoni auf der Website der europäischen Grünen zitiert. »Nutzen haben nur die Erbauer. Und finanziert wird das Ganze durch die Solidarität der Europäer oder des Auslands.«

    Aber das hier toppt echt alles. Welcher Trottel, anders kann ich denjenigen nicht bezeichnen hat sich das ausgedacht????

    Für sieben Mio. Euro zum Esel gemacht

    Die EU hat ja schon bei einigen Projekten Geld zum Fenster hinausgeworfen, aber dieses Beispiel toppt vielleicht alles. Es ging darum, dass ein echter, lebender Esel in den Niederlanden Schulen besucht und dabei seine Erlebnisse aufzeichnet.

    »Donkeypedia« war Teil eines sieben Mio. Euro schweren Kulturprojekts, das die Menschen zum Nachdenken anregen sollte, welche Ähnlichkeiten und welche Unterschiede zwischen den verschiedenen europäischen Identitäten bestehen. Im Rahmen dieses Projekts besuchte der Esel »Asino« verschiedene holländische Schulen und traf dort Schulkinder. Das Ganze wurde in einem Blog festgehalten.

    Einer der Einträge lautete: »Heute haben wir sehr früh angefangen. Cristian hat in einem Bett im Haus geschlafen. Aufzuwachen war heute ganz schön verrückt. Ich habe unter einer Kastanie im Sand geschlafen und als ich meine Augen öffnete, haben mich all diese Tiere angestarrt. Das war mir peinlich! Jetzt verstehe ich ein wenig, wie sich Menschen unterschiedlicher Kulturen in den Niederlanden möglicherweise fühlen.«

    Mats Persson von der europäischen Denkfabrik Open Europe meint: »EU-Gelder werden zu häufig für wirkungslose Projekte verschwendet, die auf unrealistischen Erwartungen basieren oder für die es keine echte Nachfrage gibt. Aufgrund der Art und Weise, wie die Ausgabeprogramme der EU angelegt sind, können auch skurrile oder verschwenderische Projekte Finanzmittel erhalten, Vorhaben, die niemals Geld bekommen hätten, wenn nur die nationalen Ausgabenprioritäten als Maßstab angelegt worden wären.«

     

    Genau solche Verschwendungssucht, bzw Vergeudung stört mich bei der EU. Ich denke das geht auch vielen anderen so.

     

  33. Vali

    Guten Morgen Christoph 😉

    Ja, dass Beamte mit Vorliebe Steuergelder verschwenden – das kann ich nur unterschrieben! – denn in Brüssel sitzen keine Unternehmer, sondern Juristen und Quereinsteiger, die English/Französisch können. Aber da ist die EU nicht der einzige Sündenbock . Deutschland verschwendet auch das Steuergeld der Deutschen : Hier schmeißt der Staat das Geld zum Fenster raus

    Das ist ja das Schlimme – die Beamten sind keine Unternehmer, also wissen sie nicht wie Wirtschaft funktioniert. Sie müssen Projekte „erfinden“, weil Steuergeld da ist, also komplett umgekehrt!!! Ein Investor investiert um mehr und stetig seinen Gewinn zu steigern. Investieren muss auch gelernt werden und zwar mit viel Erfahrung, Motivation und Ehrgeiz, die sie leider nicht haben…

    Dass die Griechen von den Bankern noch zusätzlich verzockt wurden, ist noch schlimmer. Aber wie wir alle wissen, kam die Finanzkrise nicht von der EU, sondern von unserem Lieblingsinvestorenland USA 😉

    Aber ich will nicht schon wieder gegen Beamte, Banker&Co schimpfen.

    Ich freue mich auf gute Kurse, wenn es zum Brexit kommt. Ändern kann ich sowieso nichts.

    Hoffe, aber sehr, dass wir die EU mit den Briten gemeinsam schaukeln 🙂

    Hier ein guter Film, der die Stimmung dort ziemlich gut widergibt: Albtraum Brexit – Die Story im Ersten   

  34. Christoph

    @Vali: Da gebe ich Dir vollkommen Recht.

    Ich habe irgendwo mal gelesen dass es in DDR so war, dass Poltiker bei groben Vertößen// fehler zur Rechenschaft gezogen werden konnten.

    Sowas würde ich mir wünschen. Dass wenn ein Politiker echt Mist macht der unnötig Geld kostet, dafür bestraft werden kann. Und zwar nicht wenn er eine Straftat dabei begeht sondern wenn es nachweislich ein Projekt ist dass keinen Sinn macht usw.

    Im normalem Leben wird man ja auch entlassen wenn man richtig Mist baut.

    Ja auf Politiker schimpfe ich auch gerne rum, das geb ich zu. Aber ob ich zB Kanzler etc gerne wäre? Übrigens bei der AFD wird gestritten wer nächsten Jahr antritt. Viele sind gegen Petry. Manche sollen Gauland. (oh Gott).

    Der marthens würde gerne Dr. Alice Weibel haben.

    ich würde das begrüßen, denn die ist echt normal im Kopf. Sie war früher FDP Wählerin. Und kam zur AFD als es bei der noch gegen EUro usw ging. Sie ist eindeutig nicht rassistisch usw. Und Sie spricht sehr bedacht.

    https://www.youtube.com/watch?v=jTPddLIfrGQ

     

    Da sieht man, dass es auch bei der AFD gute Leute gibt. Und ich bin sicher wenn sie zB an die Spitze kommt, kommt die AFD auch weg von rechts. EIne Art zweite FDP würde dem Land gut tun finde ich.

    Wer bei der SPD nächstes Jahr antritt .. Puuh Gabriel? Der hat ja in der eigenen Partei immer weniger Rückhalt. Vielleicht Scholz?

    FDP: Lindner: Ich finde ihn gut. Denke mit ihm hat die Partei wieder eine Zukunft.

    Grüne: Puuuh hauen und Stechen. Wer da das sagen hat wissen sie wohl selbst nicht.

    Ebenso bei den Linken. Wagenknecht? Kipping?

     

    Am Ende wird es wohl wieder auf CDU mit SPD rauslaufen. Auf Dauer ist das aber für ein Land nicht gut, wenn die Opposition nicht stark ist. Derzeit haben wir ja den Fall..

     

     

     

     

  35. Tobias F.

    Das neue Facebook-Video ist wieder einmal sehr gut geworden! Motivierende, informativ und auch sehr unterhaltsam! Die Garten-Analogie— top! Ich geh dann mal Kirschbäume pflanzen!

  36. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Danke Tobias F. Ich habe das Video im neuen Blogeintrag eingefügt.

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