Philipp wird Lehrer. Seine Sparquote beträgt 40 Prozent. Er möchte ETFs kaufen, Tagesgeld aufschichten und für Reisen sparen


New York, 30. Mai 2017

Philipp wird Lehrer. Er hat eine Sparquote von 40 Prozent. Einen Großteil möchte er per ETF zurücklegen. Er wird daneben via Tagesgeld sparen. Außerdem wird er ein Konto anlegen, das er für seine Reisen bespart. Das Reisen ist seine Leidenschaft. Sein Leserbrief ist am Ende dieses Blogs zu finden.

Leute sagen mir hin und wieder: „Was machst Du Dich so ab mit dem Sparen? Es ist doch egal. Genieße lieber das Leben.“ Ich entgegne dann: „Das mache ich. Ich genieße es. Ich behaupte mal, ich mache mir weniger Sorgen um meine Arbeit als Du.“ Es ist einfach so. Wenn Du ein schönes Finanzpolster hast, lebst Du gelassener. Du musst Dir wegen des Geldes weniger Gedanken machen. Schließt Deine Firma oder wirft Dich Dein Chef raus, ist das zwar ärgerlich, aber kein Beinbruch. Denn Du hast ausreichend Geld, selbst um ein paar Jahre in Ruhe nach einer neuen Arbeit zu suchen.

Also tilgt Eure Schulden. Und spart für Eure Unabhängigkeit. Für Eure Freiheit. Werdet nicht Sklaven des sinnlosen Materialismus. Ich frage mich oft: „Warum kauft xy einen flotten Neuwagen auf Pump – er hat ja nicht mal sein Haus abbezahlt?“ Ich denke, die Prioritäten der Menschen sind verrückt geworden. Es leuchtet mir jedenfalls nicht ein. Ich denke anders. Mir ständig darum Sorgen machen zu müssen, ob das Geld bis zum Monatsende reicht, wäre ein Problem für mich. Ich wäre ein Nervenbündel.

Aber es gibt massenhaft Menschen, die haben nichts gespart. Sie sind 30, 40 oder 50 Jahre alt. Sie denken nur an den Konsum. Die Krönung ist: Sie wollen ein Haus kaufen und haben keinerlei Eigenkapital. Sie kaufen ein riesiges Haus, dabei könnte ein wesentlich kleineres genau das Gleiche leisten. Sie machen es nur für ihr Ego. Für Angeberei. Sie sagen: „Ich habe es mir verdient.“ Es ist so sinnlos. Sie sind finanzielle Analphabeten. Lebemenschen, die nicht an Morgen denken können. Häufig ist es so: Sie haben mehrere Konsumkredite. Drei Autos vor der Haustür für einen Zwei-Personen-Haushalt. Außerdem haben sie einen Wohnwagen/Motorrad/Boot finanziert.

Sparsamkeit fällt mir nicht schwer. Ich weiß, dass der Konsumkram eh nicht dauerhaft glücklich macht. Was glücklich macht, sind gute Beziehungen, Freunde, Familie. Erfahrungen, Erlebnisse, Natur.

Manche glauben, ihr Gehalt kommt garantiert jeden Monat. Permanent. Ohne Pause. Sie denken nicht daran, dass sie krank werden können. Ihre Firma kann pleite gehen oder übernommen werden.

Finanzielle Freiheit ist so viel wert. Es beutetet, Du hast so viel Wohlstand, dass Du nie mehr arbeiten musst (Du kannst es wohlgemerkt trotzdem tun – ganz nach Belieben, musst es aber nicht). Es ist vernünftig für die Zukunft vorzusorgen. Was soll daran schlecht sein? Ich verstehe die Konsum-Zombies nicht.

Ich spare eher konservativ. Ich kaufe solide Blue Chip-Aktien und lasse sie ewig im Depot liegen. Die täglichen Kursschwankungen machen mich nicht (mehr) verrückt. Mir ist das ziemlich egal.

Es kommt hier immer wieder die Frage auf: „Soll ich einen günstigen Kredit aufnehmen, um Aktien zu kaufen?“ Ich rate zur Vorsicht. Ich bin kein Fan von Wertpapierkrediten. Schulden können Sinn machen. Zum Beispiel bei Immobilien. Aber auch hier musst Du vorsichtig sein. Ganz schlimm sind Schulden für Urlaube, Autos, Möbel, Handy etc. Schulden nimmst Du am besten nie für Konsumgegenstände auf, die schnell an Wert verlieren.

All jene, die gerne mit dem Sparbuch, Tagesgeld oder Girokonto sparen, muss ich auf die Inflation in Deutschland hinweisen. Die Zinsen sind bei Null, aber die Inflation ist mit 1 bis 2 Prozent am Nagen. Sparbuch und Tagesgeld sind in Ordnung für den Notgroschen, aber kaum für enorme Summen. Ich denke, mehr als 5.000 Euro braucht selten ein Haushalt als Notreserve.

Zum Schluss ein paar Gedanken zum Leserbrief von Philipp. Er fängt mit seinem Lehramts-Job bald an. Was ist also mein Rat, wenn Du jung bist? Fang früh mit dem Sparen an. Selbst Warren Buffett wünschte, dass er nur früher mit dem Investieren angefangen hätte. Seine erste Aktie kaufte er im Alter von elf Jahren.

Du bringst also Deine Finanzen in Ordnung. Du tilgst alle Schulden. Baust ein Notpolster auf. Hast ein Haushaltsbuch. Du passt auf Deine Ausgaben auf. Fang früh mit ETFs bzw. Aktien an. Früh mit der Börse anzufangen, ist extrem wichtig. Das bringt dann den Schneeball mit der Zeit ins Rollen. Es dauert womöglich zehn Jahre, bis Du die erste 100.000 Euro zusammen hast. Dann geht es aber schneller. Fünf Jahre später hast Du eventuell die 200.000 Euro beisammen. Und vier Jahre später dann die 300.000 Euro. Dank des Zinseszinses und eines höheren Gehalts (Karriereleiter).

Philipp braucht aber wenig Ratschläge, finde ich. Was er geschrieben hat, klingt sehr vernünftig. Ich finde seinen Sparwillen super. Er macht sich Gedanken. Respekt vor seiner Vorgehensweise und Sparquote von 40%:

Hallo Tim,

die vielen Leserbriefe motivieren mich sehr, sodass ich jetzt den Entschluss gefasst habe, endlich mit dem Sparen anzufangen. Ich informiere mich nun seit etwa einem halben Jahr zu dem Thema Geldanlage und fühle mich nun bereit zu starten. Falls du meinen Brief veröffentlichst, würde ich mich über Anregungen von der Community sehr freuen!

Ich bin gerade in den letzten Zügen meines Referendariats. Währenddessen konnte ich etwa 6000€ zur Seite legen. Während des Studiums war es mir leider nicht möglich etwas zu sparen. Ich habe BaföG erhalten und daraus etwa 5500€ Schulden, die ich ab nächstem Jahr zurückzahlen muss. Ab September werde ich eine Beamtenstelle (Lehrer, A12) antreten. Ab diesem Zeitpunkt wird mein Sparplan starten. Lieber spät als nie! Dafür habe ich mir bereits ein Girokonto sowie ein Depot bei der DKB angelegt. Dort gibt es aktuell viele ETF-Sparpläne kostenlos.

Ich habe meine vorläufige Sparquote berechnet und komme auf ca. 40%. Meine größten Ausgaben sind die private Krankenversicherung, meine Wohnung und mein Auto. Auf eine eigene Wohnung und ein eigenes Auto möchte ich nicht verzichten, da es mir viel Freiheit gibt. Dennoch achte ich bei beidem auf Bescheidenheit.

Die Wohnung muss nicht groß, sondern gemütlich sein. Das Auto muss von A nach B fahren. Ich lebe insgesamt durchaus sparsam, wie ich finde. Ich kaufe nur neue Gegenstände, wenn es unbedingt notwendig ist und selbst dann versuche ich, gebrauchte Dinge (Handy, Möbel…) zu finden. Bei den monatlichen Kosten kann (bzw. will) ich also kaum noch mehr einsparen. Ich möchte deshalb meine Sparquote durch eine Übungsleiter – sowie eine Trainertätigkeit – auf ca. 50% erhöhen, was dann etwa 1500€ pro Monat sind.

Mir schwebt momentan folgende Aufteilung vor:

  • 750€ in ETFs (MSCI World, MSCI EM, evtl. weitere nach und nach)
  • 500€ in Tagesgeld/ Festgeld/ Anleihen (für Anschaffungen, Notfälle oder wenn alles gut geht immer wieder in Aktien investieren)
  • 250€ auf ein Reisekonto. Mit diesem Geld möchte ich meine Reisen finanzieren. Reisen gehören für mich neben Auto und Wohnung auch zur Freiheit.

Mein Ziel ist es, nach der Pensionierung irgendwo am Meer zu wohnen. Dafür nutze ich dann die Pension und meine Ersparnisse.

Ich bin euch über Anregungen sehr dankbar. Gerade im Bezug auf …

  • die 500€ (siehe Sparaufteilung), die ich „sicher“ anlegen und jederzeit verfügbar haben möchte. Tagesgeld/ Festgeld/ Staatsanleihen?
  • BaföG Schulden auf einmal oder auf Raten zurückzahlen?
  • Risikoreicher sein, da mein Einkommen ja relativ sicher ist?

Vielen Dank und sparsame Grüße

Phil

Bitte helft Philipp bei seinen drei Fragen weiter. 


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Philipp wird Lehrer. Seine Sparquote beträgt 40 Prozent. Er möchte ETFs kaufen, Tagesgeld aufschichten und für Reisen sparen

  1. Felix

    Tolle Einstellung, toller Plan!

    Aaaaber: Mir fällt zunehmend auf, dass Sparquoten in bestimmten Lebensphasen als feste und auch in Zukunft konstante Größe gesehen werden. Da habe ich so meine Zweifel.

    Was ist mit Kindern, Frau, Haus und Kegel?

    Wie wäre es denn mal mit einer „Shiller-Sparquote“? Die durchschnittliche Sparquote der letzten 10 Jahre. Wer Spaß hat, kann noch die Inflation reinrechnen.

    Meine Sparquote wird in diesem Jahr ca. 15% betragen – wenn alles normal läuft. Die durchschnittliche Sparquote der letzten Jahre war aber deutlich niedriger. Kinder kamen hinzu, Elternzeit wurde genutzt, ein Umzug stand an.

    Also – wie hoch ist eure langfristige Sparquote?

    Nur mal so eine Anregung eines Finanzfreaks 🙂

  2. Thomas

    Sehr interessante Geschichte, wünsche dir alles gute! Felix hat recht, wichtig ist die langfristig durchschnittliche Sparquote. Momentan liege ich bei ca. 40% über die letzten 2.5 Jahre, mal schauen ob ich das weiter so halten kann oder sogar noch erhöhen kann. Ich bin aber noch sehr jung mit meinen knappen 21 Jahren.

    Gruss
    Thomas

     

     

  3. Skywalker

    Naja, als verbeamteter Lehrer hat man quasi ausgesorgt. Man wird sein Geld bis ans Lebensende bekommen, egal was man macht. Ich sehe viele Lehrer, die ab 50 ausgelaugt sind von dem Beruf, die langfristig krank geschrieben sind und dann in Frührente gehen. Das sind oft die Lehrer, die nicht wegen des Berufes an sich bzw. wegen der Tätigkeit Lehrer wurden, sondern eben wegen des Beamtenstatus und der Ferien.

    Die Beamtenpensionen sind deutlich höher als das Rentenniveau. Es gibt kurz vor Pensionsbeginn noch häufig eine Beförderung, nur wegen der hohen Pension.

    Ich wünsche Phillip dass ihm auch der Beruf Spaß macht und er gerne Kindern etwas beibringt, dass er dies als Berufung sieht. Falls ja ist es sicher einer der besten Berufe, die man haben kann. Falls nicht, kann der Beruf zur Hölle werden.

    Meine Frage an Phillip: Warum sparst du in diesem Ausmaß? Als verbeamteter Lehrer hast du ausgesorgt!

  4. Andrea

    Hallo Philip, das Bafög solltest du direkt als Ganzes zurückzahlen, du bekommst doch dann einen Teil erlassen? Bei mir war das jedenfalls so.

    Meine Freundin hat zwei Söhne, die Lehrer wurden, einer kaufte ein Mehrfamilienhaus und ist inzwischen, ein paar Jahre später, schon kein Lehrer mehr. Der andere kauft fleißig Eigentumswohnungen, um dann auch irgendwann seinen Dienst zu quittieren. Ich denke, man kann auch als Lehrer in den Frühruhestand gehen, warum nicht … Man wird dann in der gesetzlichen Versicherung für die Zeit im Schuldienst nachversichert.

  5. Patrick

    Hi Philipp,

    verdient man als Lehrer bereits beim Einstieg 3000€ Netto? Das wäre ein guter Start. Oder wie kommst Du auf Deine geplante Sparrate? Ich finde es sehr gut, dass Du Dir bereits vor Berufsstart detaillierte Überlegungen zu Sparraten, Anlageformen usw. machst.

    Deine Sparrate ist auch nicht ganz richtig. Das Geld für Reisen gehört da nicht rein. Das sind Rücklagen für zukünftigen Konsum. Das ist allemal besser als Konsum auf Kredit hat aber mit Sparen für die FU usw. nicht viel zu tun. So bleiben noch 42%.

    Als Lehrer wirst Du viel Zeit für Urlaub haben. Ich würde an Deiner Stelle vielleicht in 1-2 entfernten Zielen Urlaube verbringen. Die entfernten Ziele müssen ja (bis auf den Flug) nicht unbedingt teuer sein. Aber mit Kindern sind diese Ziele oft für einen längere Zeitraum unerreichbar. Und dann ist dieses Zeitfenster vorerst geschlossen. Ich habe in der Zeit vor meinen Kindern zwei Fernziele besucht. Ich hätte vielleicht gerne noch den ein oder anderen entfernten Ort besucht, allerdings stände ich heute nicht da wo ich jetzt bin. Wie Du siehst, es ist immer eine Abwägung.

    Ansonsten kann man bei Urlauben genau wie bei anderen Dingen auch überlegen, warum man wo hin fahren möchte. Vielleicht finden sich ja Alternativen, die den Wünschen weitestgehend entsprechen, aber wesentlich günstiger sind. Meine Fernziele waren nicht so teuer. Beide zusammen haben knapp unter 5000€ gekostet. Das war natürlich damals trotzdem viel Geld für mich.

    Eine Sparrate ist sehr hilfreich seine Ausgaben im Blick zu behalten. Das diese bei Veränderungen angepasst wird ist ja nicht zu vermeiden. Zumindest zeigt sie einem Abweichungen, wenn es eigentlich keine geben sollte. Vermutlich wird Deine Sparrate im Mittel tiefer ausfallen, als sie erscheint. Es treten oft einmalige Zahlungen auf, die man nicht berücksichtigt hat.

    Ein separates Konto für geplante Sonderausgaben, oder Investitionen (wie bei einem anderen Bericht dargestellt) habe ich mir auch schon überlegt. Dadurch werden die Ein- und Ausgänge noch vergleichbarer.

    Ich hatte keinen Kredit während dem Studium. Dieser ist soweit ich weiß zinsfrei, oder? Verwende doch die Mindestrate die Du abzahlen musst, oder die Mindestlaufzeit und berechne es. Falls der Kredit ewig gestreckt werden kann und zinsfrei ist arbeitet die Inflation für Dich. Du könntest ausrechnen wieviel Rendite Du machen müsstest, damit der Vorteil der direkten Begleichung überholt wird. Dann siehst Du ob es sich lohnt, oder nicht.

     

  6. Christian

    Hallo Philipp,

    ich kann Andrea nur zustimmen: Die Rückzahlung des Bafögs auf einen Schlag lohnt sich sehr häufig und sollte ernsthaft geprüft werden!

    Ich bekam 2014 bei einer Rückzahlsumme von 8.000€ (1/2 Gesamtförderung) 25,5% Rabatt! Der Rabatt ist von der Gesamtförderung abhängig. Wichtig ist, dass man diese Komplettrückzahlung vor der ersten potentiellen Rückzahlung in Raten beim BVA zahlen muss. Dies muss man sofort beantragen, wenn man die Rückzahlungsaufforderung bekommt. Der Zeitplan ist hier sehr eng und das Geld sollte bereit liegen.

    Der Rabatt kann allerdings sehr gering ausfallen oder wirkungslos werden, wenn man eine sehr hohe Gesamtfördersumme hat. Der Rabatt beträgt maximal 50% auf die Gesamtförderung. Zurückzahlen muss man aber ja sowieso nur die Hälfte und dieser Betrag ist bei 10.000€ gedeckelt.

    Für Studenten, die ihr Studium vor 2013 abgeschlossen gab es sogar noch einen Rabatt für besondere Leistungen und/oder schnelles Studium. So habe ich sogar einen Rabatt von 37,5% bekommen. So eine Rendite gibt es sonst bei dieser Sicherheit nie.

  7. FelixETF

    Guter Punkt von Felix!

    Wir (Verlobte und Ich) sparen erst seit ca. 4 Jahren konstant monatl. Beträge.

     

    Angefangen haben wir mit einer Sparquote (SQ) von ca 10%, gaben das Angesparte jedoch dann für Kind (jetzt 2.5 Jahre), Urlaube und Autotilgung sowie Inspektionen wieder aus.

    Diese SQ würde ich daher nicht dazuzählen.

    Seit 6 Monaten sparen wir in einen World ETF und füllen Tagesgeldpuffer bis auf 10k auf. Unsere SQ beträgt seitdem ca. 25-30% (ETF + TG).

    Wir erwarten ein 2tes Kind im Dez. und somit wird die SQ nicht konstant bleiben können.

     

    Wir haben jedoch im letzten Jahr fast alles was man an Kosten optimieren kann optimiert.

    Versicherungen, Konsumgüter, mehr Fahrrad statt Auto, günstigere Urlaube in Nebensaison, weniger Essen im Restaurant oder unterwegs, dafür jedoch viel gesunde Nahrung und Vorkochen für 2 Tage, LED Lampen instaliert, Stromfresser aussortiert, Stromanbieter gewechselt, etc etc.

    Wir sind 33 und 32 und wollen einfach das Maximale rausholen und investieren was möglich ist.

    Ziel ist finanziell unabhängiger zu werden. Wenns sehr gut laeuft bis 60 sogar finanz. frei zu werden.

    SQ ist dabei nur eine Zahl und kein Ziel per se. Einfach alles rausholen. ?

    Achja, Lebensqualität hat sich verbessert seit wir bewusster mit unserem Geld umgehn.

    FelixETF

  8. Duffy_Finanz

    Faszinierend wie sehr hier einige das Sparen zur lebensaufgabe gemacht haben.

    Das dass nicht unmöglich ist könnte ich seit 1999 am eigenen Leib erfahren. Jedoch gab es Rückschläge. Nach 17 Jahren ein schuldenfreies Eigenheim angespart durch Verzicht, harter Arbeit und Erfolge mit zahlreichen Investments.

    Was ich hier vermisse ist das Wort Risiko.

    Jeder will reich werden und blendet die zahlreichen Risiken aus.

    Weiterhin viel Erfolg

     

  9. Philipp

    Vielen Dank für euere Rückmeldungen. Möchte mich kurz dazu äußern:

    „verdient man als Lehrer bereits beim Einstieg 3000€ Netto?“

    Es sind bei A12 etwa 2700 netto Eingangsbesoldung. Durch den Trainerjob dürfte ich auf ca. 3000€ monatlich kommen.

    „Meine Frage an Phillip: Warum sparst du in diesem Ausmaß? Als verbeamteter Lehrer hast du ausgesorgt!“

    Ich spare nicht gezwungenermaßen, sondern einfach weil ich nicht mehr Geld ausgeben muss. Wenn ich mir tatsächlich mal etwas kaufen möchte, werde ich dies tun, aber eine 50%ige Sparquote bedeutet für mich keinen großen Verzicht. Ich habe ein Auto, eine Wohnung, kann reisen, essen und bin gegen Krankheit und Dienstunfähigkeit abgesichert. Mehr brauche ich nicht, um glücklich zu leben.

    „Was ist mit Kindern, Frau, Haus und Kegel?“

    Steht mit Sicherheit auch in den nächsten 5-10 Jahren an. Beim Haus bin ich mir noch nicht sicher. Definitiv werde ich nicht bauen, wenn überhaupt kaufe ich ein Eigenheim, aber ohne mich dabei immens zu verschulden. Wie sich Frau und Kind auf die Sparquote auswirkt, wird sicherlich spannend.

     

  10. Jan

    Hallo Philipp,

    auch ich möchte den anderen zustimmen. Bei meiner Frau haben wir ebenso das Bafög damals auf einen Schlag zurück bezahlt (ebenso mit einem Abschlag auch für das gute und schnelle Studium) und es hat sich eindeutig gelohnt. Ich kann es dir nun aber nicht mehr auf Heller und Pfennig genau sagen.

    Schöne Grüße

    Jan

  11. Erfolgsmaschine

    Tim du sprichst mir aus der Seele und ist genau auch meine Ansicht. Es gibt einfach zu viele Leute, die nichts auf der Seite haben und nur Arbeiten, damit neue Konsumgüter auf Kredit gekauft werden können. Am Schluss wird der ganze Lohn gebraucht, um die Zinsen von den Krediten zu zahlen.

    Dem Philipp wünsche ich natürlich viel Erfolg.

    -Erfolgsmaschine

  12. Obama

    @Andrea:

    Du schreibst:

    „Meine Freundin hat zwei Söhne, die Lehrer wurden, einer kaufte ein Mehrfamilienhaus und ist inzwischen, ein paar Jahre später, schon kein Lehrer mehr. Der andere kauft fleißig Eigentumswohnungen, um dann auch irgendwann seinen Dienst zu quittieren. Ich denke, man kann auch als Lehrer in den Frühruhestand gehen, warum nicht … Man wird dann in der gesetzlichen Versicherung für die Zeit im Schuldienst nachversichert.“

    Das ist für mich nicht ganz schlüssig.

    Wenn man als Beamter den Dienst quittiert, ist man – soweit mir bekannt ist – auch den Pensionsanspruch los. Das Problem hat nämlich momentan eine Bekannte, die sich selbständig machen möchte (als Heilpraktikerin).

    Ausserdem nimmt einen – soweit mir bekannt ist – keine gesetzliche Versicherung mehr, wenn man als Beamter in der privaten Krankenkasse war.

     

    Das ist m. E. der Hahnenfuss beim Beamtentum, man hat es nicht leicht, sich zu verändern, selbständig zu werden,……..

     

    @Phil:

    Danke für Deinen offenen und informativen Bericht.

     

    Liebe Grüße @all,

    Obama

     

  13. Andrea

    Obama, es ist ganz einfach: Man verliert natürlich den Pensionsanspruch, aber man erwirbt Ansprüche in der gesetzlichen Rentenversicherung für die Zeit, die man als Beamter gearbeitet hat, da das Land o.ä. einen in der gesetzlichen nachversichert. Neben der o.g. Person kenne ich noch einen weiteren (Ex-Kollegen), der seinen Job geschmissen hat, da es ihm keinen Spass gemacht hat und er außerdem auch so genug zum Leben hatte (aus Erbe und Witwerrente).

     

    Wenn man die Pensionsansprüche behalten will, muss man natürlich im Dienst bleiben …

  14. Obama

    @Andrea:

    Danke für Deine Infos. Das ist mir neu.

    Jedoch bleibt das Problem der Krankenkasse. Die Private ohne Beihilfeanspruch und eine Grundrente dürften sich fast kompensieren.

    Liebe Grüße

    Obama

  15. Andrea

    Ich denke, die private Krankenversicherung ohne Beihilfeanspruch dürfte sich, je nach Alter, auf ca. 400-500 Eur belaufen. Ich weiß ncht, wie das ist, wenn man nach der Beamtenzeit eine Zeitlang angestellt arbeitet, müsste man dann nicht auf dem Wege in die Gesetzliche kommen?

    Wenn man Geld wie Heu hat, ist es sowieso egal.

  16. Gabriele

    Sobald jemand hauptberuflich angestellt ist, und nicht über der Beitragsbemessungsgrenze verdient, muss er sich gesetzlich krankenversichern. Wer natürlich direkt von Beamtentum (privatversichert) zur Selbständigkeit wechselt, hat im Grunde keine Chance, sich gesetzlich krankenzuversichern, da die gesetzliche KV einen nicht einmal aufnehmen darf.

  17. Skywalker

    Heute 30 Starbucks nachgekauft. Es geht immer weiter. Mich macht aktien kaufen süchtig. Es ist wie ein sammlertrieb. Ich habe früher auch meine sammelkarten niemals verkauft, Ausnahme war ein unmoralisches Angebot.

    Aktien kaufen ist sammelkarten kaufen für Erwachsene. At&t dividende 5,16 sticht! J&j kontinuierliche Dividenden Erhöhung über 56 Jahre sticht… Und so weiter :)))

    Das Depot wächst durch Kursgewinne und durch nachkäufe… Immer weiter kaufen, alles reinschmeissen, wie Tim so schön sagt!

  18. Xaver

    @Skywalker

    Was führt Dich aktuell zu einem Kauf bei SBUX außer Deiner „Sucht“?

     

  19. Skywalker

    Ehrlich gesagt war ich in den letzten Wochen in vielen Metropolen und habe gesehen wie die Menschen in die Starbucks Läden strömen. Das war es, mehr nicht. Nenne mich naiv, aber ich finde Starbucks selbst super und denke dass sie weiter prosperieren werden.

  20. Pametan

    Alles eine Frage des Preises. Eine Starbucks zu einem KGV > 30 muß zumindest für mich nicht sein. Aber vielleicht gehts auch auf.

    Ich freue mich aktuell über die guten News bei Novo und dass der Kurs sich wieder an die 40 ranrobbt.

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