Pharma gut für Rezession


New York, 4. Juni 2008

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Resistent gegen Rezessionen ist der Pharmasektor. In den USA rechnen Experten damit, dass mit dem nächsten Präsidenten die Gesundheitsausgaben der größten Volkswirtschaft der Welt steigen werden. Egal, ob nun Obama oder McCain ins Weiße Haus einzieht, es gibt für den neuen Regierungschef viel zu tun. 40 Millionen Amerikaner haben keine Krankenversicherung. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gibt es keine gesetzlichen Krankenkassen. Wer nicht versichert ist, bekommt in der Regel auch keine Behandlungskosten erstattet. Wer arm ist, lebt mit dem Risiko im Ernstfall nicht behandelt zu werden. Der Kapitalismus trifft freilich die Ärmsten am härtesten. Ich favorisiere die großen Krankenversicherer wie beispielsweise Humana. Außerdem halte ich Dienstleister in dem Sektor für aussichtsreich. Sie profitieren zudem von der alternden Bevölkerung und dem medizinischen Fortschritt. Die Babyboomer kommen in die Jahre.
Pharmariesen wie Pfizer haben indes das Problem, dass die Patente zahlreicher wichtiger Arzneimittel auslaufen. Bringen Wettbewerber die Originalpräparate dann als Generika auf den Markt, können den großen Pillendrehern sogar Milliardensummen weg brechen.


tim schaefer (Author)

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