Opfer des Milliardenbetrügers begeht Selbstmord


New York, 24. Dezember 2008

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Der Investor Thierry Magon de La Villehuchet wurde tot in seinem New Yorker Büro in der 509 Madison Avenue gefunden. Selbstmord! Der 65-jährige hatte 1,4 Milliarden Dollar bei dem Madoff-Betrugsfall verloren. Villehuchet war Gründer und Chef der Investmentfirma Access International Advisors. Liliane Bettencourt, die 86 Jahre alte Tochter des L’Oreal SA-Gründers Eugene Schueller, war Kunde bei Access International Advisors. Bettencourt steht auf der Forbes-Liste der reichsten Menschen auf Rang 17. Villehuchet sah nach dem Totalverlust seines Geldes keinen Ausweg mehr, er schnitt sich abends nach der Arbeit die Pulsadern auf. Zuvor hatte er Schlaftabletten eingenommen. Am Morgen fand ihn ein Angestellter tot am Schreibtisch.
Der Milliarden-Betrug weitet sich immer mehr aus. Madoff residiert unterdessen weiter ungeniert in seiner Penthousewohnung. Am 11. Dezember nahm die Polizei den Hochstapler zunächst fest, ließ ihn jedoch später wieder frei. Das FBI hat angesichts des gigantischen Ausmaßes des Schneeballsystems Beamte vom Anti-Terror-Gebiet abgezogen – sie sollen den Finanzskandal analysieren. Es wird Jahre dauern, um in das Geflecht an Zahlungsein- und -ausgängen Licht zu bringen.


tim schaefer (Author)

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