Online-Aktiendepot: Worauf Anleger achten sollten


New York, 10. Mai 2010

Immer mehr Anleger wechseln mit ihrem Aktiendepot weg von den konventionellen Filialbanken hin zu Internetbanken oder reinen Online-Brokern. Und das mit gutem Grund – sind doch die Gebühren, die eine Filiale für die Orderausführung und das Verwalten des Aktienbestandes verlangt, oftmals so hoch, dass sich ein solches Modell nicht rechnet. Sprich, Sie zahlen deutlich drauf. Bei Online-Aktiendepots gilt es einige Dinge zu beachten:
1. Die Gebühren. Wer ein Online Aktiendepot abschließen möchte, sollte sich vorab genau über die Gebührensätze informieren. Interessant sind hier neben der reinen Depotgebühr auch die anfallende Ordergebühr und Gebühren für Serviceleistungen, wie zum Beispiel das Zusenden des Jahresdepotauszugs. Mir geht es persönlich auf den Wecker, wenn ich als Kunde bei meiner Bank auf einer gebührenpflichtigen Rufnummer anrufen muss. Wenn ich hin und wieder Fragen oder eine Reklamation habe, türmt sich schnell eine hohe Telefongebühr auf. Insofern ziehe ich Banken vor, die kostenlose Rufnummern beziehungsweise normale Festnetznummern offerieren. Um die notwendigen Informationen effizient zu gewinnen und zu nutzen, empfiehlt sich ein kostenloser Depot Vergleich.
2. Der Service. Neben den rein monetären Gesichtspunkten ist natürlich auch der Service einer Bank oder eines Online-Brokers wichtig. Da man bei Kontoeröffnung hierzu in der Regel keine Erfahrungswerte hat, sollte man sich genauestens im Internet informieren. Hier gibt es zu jedem Anbieter viele Erfahrungsberichte, die einem helfen können, den Anbieter entsprechend einzuordnen. Die beste Möglichkeit, auf Anhieb einen geeigneten Anbieter für sein Online-Aktiendepot zu finden, sind Finanzportale wie finanzen.net, die Online-Anbieter unter die Lupe nehmen.
Zum Schluss möchte ich Sie noch einmal ausdrücklich dazu motivieren, Ihre Anlageentscheidungen und die Aktienauswahl selbst zu treffen. Ich halte nicht viel von Aktienfonds oder strukturierten Produkten. Solche Anlageformen haben ihren Preis. Ich mache darum bewusst einen weiten Bogen. Wählen Sie selbst Ihre Aktien aus. „Hören Sie auf, auf die Profis zu hören!“, forderte schon der legendäre Fondsmanager Peter Lynch 1989. „Eine normale Person, die nur drei Prozent des Gehirns benutzt, kann Aktien genauso gut auswählen, wenn nicht sogar besser, als ein durchschnittlicher Wall-Street-Experte.“ Peter Lynch muss wissen, was er sagt. Er war einer der besten Fondsmanager seiner Zeit.


tim schaefer (Author)

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