Obama, Paulson und Cheney: Cash ist King


New York, 7. November 2008

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Der 44. US-Präsident Barack Obama hat seine Wahl auch seinen zahllosen Spendern zu verdanken. Obama sammelte Rekordsummen ein und ließ seinen Konkurrenten John McCain im Schatten stehen. Erstaunlich ist, dass beträchtliche Geldbeträge für Obamas Wahlschlacht aus Wall-Street-Häusern flossen. So steuerten Manager und Angestellte von Goldman Sachs insgesamt 874.000 Dollar bei. Aus den Reihen von JP Morgan, Citigroup, Morgan Stanley und der Schweizer UBS wanderten insgesamt mehr als zwei Millionen Dollar auf sein Wahlkampfkonto. Washington und die Wall Street sind eng verbunden, sie scheinen eine harmonische Beziehung eingegangen zu sein. Multis wie Microsoft oder Google sowie die Eliteuniversitäten im Land spielten ebenfalls eine wichtige Rolle im Wahlkampf. Dass die Wirtschaft Obama so viele Millionen bereitstellte, machte sie, um Einfluss zu gewinnen. Schmieren und ölen nennt man das. Bei seiner ersten Pressekonferenz saßen gleich die großen Spender mit am Tisch. Es ging um sein Konjunkturprogramm. Bis zu 200 Milliarden Dollar dürfte der neue Präsident in die Wirtschaft pumpen. Eventuell fließt das Geld noch vor der Wahl – in einer Art Schnellverfahren. Sowohl im Kongress als auch Senat haben die Demokraten nun die Mehrheit. Das Foto zeigt den scheidenden Finanzminister Henry Paulson, der vor seinem Regierungskarriere Chef der Investmentbank Goldman Sachs war.

Hier die größten Obama-Spender:
University of California $909,283
Goldman Sachs $874,207
Harvard University $717,230
Microsoft Corp $714,108
Google Inc $701,099
JPMorgan Chase & Co $581,460
Citigroup Inc $581,216
National Amusements Inc $543,859
Time Warner $508,148
Sidley Austin LLP $492,445
Stanford University $481,199
Skadden, Arps et al $473,424
Wilmerhale Llp $466,679
UBS AG $454,795
Latham & Watkins $426,924
Columbia University $426,516
Morgan Stanley $425,102
IBM Corp $415,196
University of Chicago $414,555
US Government $400,819
Quelle: Opensecrets.org


tim schaefer (Author)

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