Nobelpreisträger: Vielen Rentnern wird das Geld ausgehen


New York, 25. März 2014

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Ich sprach für das WirtschaftsBlatt mit Nobelpreisträger William Sharpe. Er rät, substanziell Vorsorge für das Alter zu treffen. Gerade an junge Menschen appelliert der 79-jährige, lieber etwas mehr zu sparen. Es liegt an der alternden Bevölkerung. Der Finanzwissenschaftler sagt: „Letztlich müssen Sie mehr sparen und länger arbeiten, als Sie es sich vermutlich wünschen und als es Ihre Eltern taten.“ Er rät, kostengünstige Indexfonds und Immobilien zu kaufen. Gleichwohl weist er auf die Risiken von Immobilien hin. Mit Blick auf das Sparen meint er, es sei wichtig die Kosten/Gebühren so gering wie möglich zu halten.
Wer hohe Risiken bei der Anlage eingehe (etwa mit Aktien), der habe die Chance hohe Renditen einzustreichen. Gleichwohl gebe es eine Kehrseite der Medaille: Es könne auch zu einer schlechten Rendite führen – wegen des erhöhten Risikos. Die Amis sagen dazu: „There is no such thing as a free lunch.“ Anders ausgedrückt: Nichts ist umsonst. Es handelt sich um eine Abwägung von Risiko und Rendite. (Bildschirmfoto von Youtube)
Meine Meinung dazu: Ich finde es unverantwortlich, dass unsere deutsche Regierung das Aktiensparen für die Rente nicht von der Steuer befreit. Berlin muss mehr für die eigenverantwortliche Rücklagenbildung seiner Bürger tun. Dazu sind steuerliche Anreize, wie es sie in den USA gibt, nötig. Wer vernünftig für die Rente vorsorgen möchte, wird in Deutschland vom Finanzamt bestraft. Aktien- und Indexsparen wird von vielen Politikern fälschlicherweise als Zockerei abgetan.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Nobelpreisträger: Vielen Rentnern wird das Geld ausgehen

  1. Tino

    ja, es ist deshalb wie in einem vorangegangenen Beitrag zu lesen, Eigenverantwortung jedes Einzelnen gefragt. Bis die Politik aufwacht (wenn sie denn überhaupt will) oder sich weiterbildet, sind längst schon wieder Millionen verarmt ohne es gemerkt zu haben. Wenn sich die Lage in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zuspitzen sollte, wird sowieso ein Umdenken einsetzen, in welche Richtung auch immer.

    Es ist jedoch unverantwortlich sich blind zum Spielball der Politik und Regierung zu machen. Jeder hat das Recht selbst über sein Leben zu bestimmen und sich auch eine gewissen finanzielle Freiheit aufzubauen. Das Indexsparen z. B., seien wir Deutschen auch steuerlich benachteiligt kann trotzdem praktiziert werden und wäre ein Baustein für die Altersvorsorge. Es muss sich bloß erst mal eine Strömung in diese Richtung entwickeln, praktiziert werden. Je mehr diesen Weg trotz der aktuellen Benachteiligung gegenüber der USA gehen, desto mehr politisches Momentum könnte daraus auch entstehen und diesen Missstand mehr in den Fokus rücken um ihn letztlich zu überwinden.

  2. DERKRIGR

    Nein @Fabian,

    in diesem Fall liegt es daran, dass DU dumm bist – oder zumindestens die Zusammenhänge der „Demokratie“ nicht begreifst.

    Nenn mir EINEN sinnvollen Grund, warum die HEUTIGE Regierung mit ihren HEUTIGEN Verpflichtungen auf diese Steuern verzichten sollte? Es gibt schlicht keinen Grund dafür!

  3. Markus

    Auf Anbieterseite fallen bei amerikanischen Fonds bei Verkäufen von Positionen Steuern an, die dem Gesamtvermögen entnommen werden…

    Es ist nicht alles amerikanische besser!

  4. Tino

    das Problem mit der Besteuerung ist aus meiner Sicht einfach so wie es Tim schon öfters geschrieben hat, es werden die eigenverantwortlich handelnden Menschen, die nicht dem Staat auf der Tasche liegen wollen damit bestraft um andere Lebemenschen (nicht nur) durchzufüttern bzw. sollte die Steuerlast dem Anlageziel angemessen sein. Altersvorsorge mit Aktien ist zu hoch besteuert, Punkt. Schließlich opfern diese Leute auch Dinge um das Vorsorgeziel zu erreichen. Bildlich steht bei Renteneintritt der Wegelagerer an der Ecke neben der Bank und lauert dem Sparer auf, der gerade seine Zusatzrente abgehoben hat, um erst mal tief in den Geldbeutel zu greifen und seinen Zoll zu verlangen. Ich weiß nicht was das mit Demokratie zu tun hat.

    @Markus, die TER ist aber schon mal um ein Vielfaches niedriger (VOO z. B.), was sich langfristig deutlich bemerkbar macht, Steuern bei Realisierung hin oder her.

  5. tim schaefertim schaefer

    @ DERKRIGR

    Aufgabe der Politik ist es sich um das langfristige Wohl seiner Bürger zu kümmern. Eigene Interessen müssen dabei zurückgestellt werden.

    Das Phänomen der alternden Gesellschaft ist wohl bekannt. Es handelt sich um eines der größten Herausforderungen der westlichen Welt.

  6. Felix

    Dass Kapitalerträge zu versteuern sind, finde ich im Prinzip schon richtig. Frau Kladden, aus der Quant-dynastie und BMW-Hauptaktionärin, gilt als die reichste Frau Deutschlands. Sie erhält alleine von BMW pro Jahr etwas 60 Mio. EUR Dividende, ohne einen Finger zu rühren. Erarbeitet haben die Überschüsse die BMW-Arbeiter. Wenn da einer 100 € Lohnerhöhung erhält, bleiben ihm gerademal 50 € übrig (Progression). Frau Kladden zahlt dagegen nur 25 % Kapitalertragssteuer auf ihre 60 Mio. Schon das ist schwer zu vermitteln.

  7. de

    Hallo,

    deswegen wäre eine progressive Kapitalertragssteuer durchaus sinnvoll. Man könnte zB Dividendenerträge bis (Hausnummer) 25.000 Euro/Jahr nicht besteuern, bis 50.000 €/a mit 5 %, etc. bis hin zu Dividendenerträgen wie von Frau Klatten, die dann ruhig auch mehr als 25 % berappen können.

    Diese Gleichbehandlung vom Otto-Normal-Sparer mit Superreichen, finde ich auch unfair und auch schlecht.

  8. Couponschneider

    @de
    Warum macht man nicht einen Schuh draus und hebt die Freibeträge der Einkommenssteuer radikal an. Und dann besteuert man Dividenden ganz normal wie einst nach dem Halbeinkünfteverfahren oder aber das Unternehmen zahlt die Dividenden aus dem Gewinn vor Steuern. Es gäbe einige Möglichkeiten.

  9. Stefan Müller

    Hat jemand denn eine Partei in Deutschland, bei der man für diese Ideen ein Kreuzchen setzen könnte?

    Mir ist keine bekannt. Die FDP stand 2009 dafür, hat aber in der Regierungsverantwortung dafür keinen Finger krumm gemacht und ist jetzt draußen.

  10. tim schaefertim schaefer

    @ Stefan
    Mir fällt keine Partei ein.

    In diesem Punkt (Altersvorsorge via Index, Fonds und Aktien) sind die Amerikaner Europa um Jahrzehnte voraus. Die steuerliche Förderung ist ein alter Hut in Washington.

    Es wird in Deutschland genauso kommen. Nur dauert es halt leider sehr, sehr lange in Berlin. Die schlafen dort. Irgendwann werden die Bürger aufwachen und fragen, wie sie die Rente denn noch finanzieren sollen, wenn die Menschen 90 Jahre und älter werden. Riester war in meinen Augen ein Witz-Produkt, weil die Gebühren zu hoch sind und die Rendite fehlt.

  11. Tino

    es muss aus meiner Sicht einfach Macher geben, die trotz der schlechteren Bedingungen diese Möglichkeit vorrechnen und vorleben, um dann mittel- bis langfristig das Vertrauen in solche Anlagen interfamiliär, im Kollegenkreis schaffen bzw. wiederherzustellen. Erst wenn die schwachen Finanzprodukte von der breiten Masse entlarvt und nicht mehr gekauft werden, erst wenn Zocken nicht mehr automatisch mit Börse assoziiert wird, wenn das Gros der Leute aufgeklärter und eigenverantwortlicher handelt, ihr mühsam erspartes Geld intelligenter investiert, dann gibt es m. E. auch politisch Signalwirkung, aber einfach so, wozu, Geschäft läuft doch? Steuern in Milliardenhöhe können für Megaprojekte verballert werden, inkompetente Manager handeln fern ab von wirtschaftlicher Nachhaltigkeit. Die Leute leben einfach von Sekt und Selters, solange sie nicht alle auf der Straße rumlungern (müssen) wie in New York, wird sich keiner drum kümmern. Der Leidensdruck ist einfach noch zu gering.

    Ich hatte heut morgen im Zug erst wieder ein Gespräch von zwei Tagelöhnern mitbekommen, wo der eine dem anderen 4,50 EUR für einen Lottoschein aus dem Kreuz geleiert und ihm die Werbung vorgelesen hat, was es für tolle Gewinne da gibt und das man doch mal wieder spielen sollte und so wurde der Skeptische überzeugt und hat bereitwillig seine Geldbörse für ein Luftschloss geöffnet..wieder mal.

  12. Sams974

    Ha ha, ja so ist das mit den Spielen.
    Was ist das Problem, wir werden in 20 Jahren auch Leute brauchen die die Scheißhäuser putzen, Inventurhilfe machen und „Freiwillig“ in Kita´s mitarbeiten, sonst Hartz ähh Rentenkürzung….
    Putzen halt irgendwann die 70jährigen..
    In den Zeitungen werden Krokodilstränen rausgedrückt und alles geht weiter wie bisher. Ähnlich wie heute, ich glaube der „deutsche“ Mensch hat noch genug zynische Reserven, bin da sehr hoffnungsvoll.
    mfg

  13. Felix

    Bei manchen Kommentaren glaube ich in einem anderen Land zu leben als der Kommentator. Verarmung, Elend uvm. als ob D ein 3. Weltland wäre.
    Wer andere Länder bereist, wird wenige auf der Welt finden, wo es besser ist als hier.
    Ich plädiere dafür die Kirche im Dorf zu lassen. Jedes Land hat so seine Kultur und Tradition. Nirgend ist alles gut und in D ist nicht alles schlecht.

  14. tim schaefertim schaefer

    @ Felix

    Deutschland ist eines der ältesten Länder der Welt (Durchschnittsalter der Bevölkerung). Es ist insofern hilfreich zu schauen, wie man den Wohlstand erhält, den unsere Mütter und Väter aufgebaut haben.

    Gut, es geht nicht darum, jemandem Angst einzujagen. Aber wenn jemand mit Phantasie umschreibt, wie das in 30 Jahren aussehen könnte, wenn die Menschen nur Riester und Gesetzl. Rente haben, sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

    Es ist schlicht unverantwortlich sich dazu keine Gedanken zu machen. Wer etwas Vernunft walten lässt, meidet Konsumschulden, legt Geld zur Seite, nutzt vernünftige Anlagen (wie das Indexsparen). Der Staat sollte dabei behilflich sein. Steuern machen die Sache nicht einfacher, sondern das Problem der Altersarmut nur größer – allein schon, weil die Motivation zum Sparen fehlt.

    Der Staat hat die Aufgabe seine Bürger zu schützen. Dafür ist ein Blick nach vorne nötig.

    Nicht alles, was aus den USA kommt, ist erstrebenswert nach Deutschland zu importieren. Aber von einigen Dingen können wir Deutschen etwas lernen.

  15. Matthäus Piksa

    Ich frage mich gerade, wofür wir unsere Politiker eigentlich bezahlen? – Nachdem erst kürzlich die Transparenzvorschriften bezüglich der Nebeneinkünfte verschärft wurden, kam heraus, dass da manch einer sechsstellig hinzuverdient, neben der Diät natürlich.

    Ich gönne es ihnen auch, nur lese ich auch die Nachrichten und Blogs und so weiter, und stelle vor dem Hintergrund der Europa-Reise Obamas fest:

    1. Die USA haben die beste IT-Infrastruktur, die ihre Unternehmen in die Lage versetzt Gewinne zu erwirtschaften und uns auszuspionieren.
    2. Das Rentensystem ist so ausgestaltet, dass es steuerlich Sinn macht in Produktivkapital zu investieren.
    3. Die Finanzindustrie ist dominant. Die WallStreet kann uns nach Belieben up&downgraden. (Das ist wie im alten Rom: Daumen hoch oder runter, der Cesär/Kaiser entschied über Wohl und Wehe.)
    4. Mit dem Fracking ist es den Amis gelungen, die Energieversorgung zu sichern und die Preise zu senken. Bei uns passiert das genaue Gegenteil. – Die EU-Leader haben Obama gefragt, ob die Amis das Gas nicht exportieren können, woraufhin Obama ihnen empfahl selbst zu fracken. Geht es noch erbärmlicher und peinlicher?
    5. Sie haben ein starkes Militär und begegnen Bedrohungen entschlossen. Wir haben nichts vergleichbares und müssen auf ihre Unterstützung hoffen, wenn es knallt. Wer weiß, was der unberechenbare Putin noch so vorhat. Wahrscheinlich nichts, ich weiß. Aber der Kreml-Lenker lacht sich doch kaputt, wenn man bedenkt, dass führende Bundespolitiker (Gauck&vdLeyen&etc.) erst kürzlich von einer aktiveren deutschen Außenpolitik sprachen und jetzt im Hinblick auf die Krim-Krise feststellen müssen, dass das nicht umsetzbar ist. #Gasabhängigkeit
    6. US-Treasuries dort, keine Euro-Bonds hierzulande. Folge: In wirtschaftlichen Schwächephasen kauft die Fed die eigenen Anleihen, es geht schneller wieder bergauf. Die EZB kann vergleichbares nicht machen, aktuell gibt es einen Kompetenzstreit zwischen dem Bundesverfassungsgericht, dem Europäischen Gerichtshof und der EZB, zu der Frage, was erlaubt ist und was nicht. Ausgang noch offen. – Ich bin für die Euro-Bonds, weil es ein weiterer Schritt zu mehr Integration ist. Das Problem der Haftung wird überschätzt: Wer sollte denn jemals in Europa einmarschieren, um sich das Geld zurückzuholen? Genau, es wird niemals so weit kommen, genauso wie es nicht dazu kommen wird, dass jemals irgendwer die USA für ihre hohe Verschuldung in Haftung nehmen wird.

    Die Liste könnte man fortsetzen.

    Sicherlich, warum die Amis ihre Studenten mit horrenden Studiengebühren ausnehmen, ist mir schleierhaft. Dass sie sich einen besseren Sozialstaat leisten können, merken sie gerade selbst, wenn auch relativ spät. #ObamaCare

  16. Felix

    Um eines vornweg klarzustellen, ich bin ein Anhänger Amerikas und stimme der Liste von oben zu. Es gibt aber auch eine lange Problemliste bei die Amis:
    1. Sie haben ein marodes öffentliches Bildungssytem.
    2. dto. Infrastruktur
    3. Eine seltsame Gewaltkultur
    4. Das Rechtssytem scheint an einigen Stellen äußerst seltsam
    5. Sie haben ein kompromissunfähiges Zweiparteiensystem
    6. Alles, was dem öffentlichen Sektor zuzuordnen ist, scheint mir krass Unterfinanzierung.
    7. Ähnlich wie die guten Bildungseinrichtungen quasi „unzählbar“ sind, ist es auch das private Gesundheitssytem

  17. StefanStefan

    @ Matthäus Piksa:

    Super Beitrag! Du hast die entscheidenden Punkte gut zusammengefasst! Schön zu lesen so was.

    Bin auch Amerika-Fan. Allerdings auch nicht blindlings. Einiges liegt auch über dem Teich im Argen. Die Staatsverschuldung ist die größte die es in der Geschichte der Welt je gegeben hat.

    Was mich stark stört: das Beibehalten der Todesstrafe! Die USA befinden sich hier auf einer Liste mit Iran, China, Saudi-Arabien, Jemen, Sudan, Mauretanien usw usw…Find ich für ein derart modernes, aufgeklärtes, freies Land wie die USA eine Schande!

    Dass Politiker so viel nebenher machen ist auch ein Skandal. Jeder Arbeitnehmer schuldet seine volle Arbeitskraft seinem Unternehmen. Er darf nicht ohne weiteres nebenher arbeiten. Die Politiker schulden uns Wählern auch ihre gesamte Arbeitskraft. Man hat teilweise den Eindruch die machen den Politiker-Job nebenher…Aufsichtsratpöstchen hier, Vortrag/Rede da…nebenbei noch die Abhängigkeit Deutschlands von russischem Gas eingefädelt und hinterher für den Pipeline-Betreiber arbeiten…

    Ansonsten bin ich nicht sehr optimistisch, dass sich in Sachen Altersvorsorge was zum Besseren ändern wird. Die Aktie ist in den Augen der Deutschen etwas böses. Rechne eher mit einer höheren Abgeltungssteuer mittelfristig.

    Dem Deutschen ist sein Häuschen und sein SUV plus zwei Mal in den Urlaub fahren wichtiger als sich übers Sparen fürs Alter verrückt zu machen.

    Hab gerade gelesen, dass ein Europäische Sparbuch geplant ist. Mit Steuervorteilen! Haha, wenn der Deutsche meint 2 Mark 50 Steuern sparen zu können wird er eh blind…wird bestimmt ein voller Erfolg 🙂

  18. Markus

    @Matthäus

    Was ist an der Aussage von Obama erbärmlich oder peinlich, dass wir selber fracking betreiben sollten?
    Vor seinem eigenem Haus will der Exxon Ceo kein Fracking. (Gerne aber vor Leuten, die sich nicht so wehren können)
    Abgesehen davon, dass das Chemikalien-Problem gelöst werden kann ist das nächste Problem die immense Wasserverschwendung.
    Auch was das Thema Sand angeht, sollte mann mal nachdenken, das weltweit die Strände hops gehen und wir dafür leer stehende Immos z. B. in Spanien haben.

    Ich finde eher peinlich, was das für eine Energiewende abgeben soll.

    Das Vorbild USA:
    – Geld ist wichtiger als die Natur
    – getürkte Inflationsrechnung und Wirtschaftsdaten z. B. Inflation mal hedonistisch ab den 80ern

    Anstelle der USA Brille oder irgendwelcher sonst hochgejubelter Staaten, sollten die Menschen eine Brille für die ganze Welt, auf und von der wir leben, aufsetzen.

  19. Matthäus Piksa

    @Felix

    Es ist nicht alles perfekt.

    @Stefan

    Danke! Viele Congressmen sind Millionäre.

    @Markus

    Ich meinte nicht Obama, sondern die EU-Leader. Aber ich nehme es zurück, schließlich wird man ja wohl fragen dürfen, wenn der Hauptversorger Russland sich zu einer Bedrohung entwickelt bzw. zumindest unberechenbar wird. – Ich spiele damit auf die aktuelle Diskussion an, Öl&Gas aus den USA&Kanada zu importieren.

  20. Ulrich

    @dividelephant: Warum gerade bei den Kapitalerträgen nicht progressiv versteuert wird verstehe ich auch nicht.

    Klares Geschenk für die Großen. Widerspricht auch dem Ansatz der privaten Vorsorge.


    Generell denke ich, dass es nun einmal Fakt ist, dass die meisten Menschen nicht vorsorgen (manche können nicht, manche wollen nicht, manchen fehlt der Wille) sei dahingestellt. Das Gemeinwohl ist aber dennoch unter Druck, da auch die Verarmung ungeheure Kosten nach sich zieht.

    Bin mir unsicher was besser ist. Vollkasko ist nicht die Lösung… vieles andere aber auch nicht 🙁

  21. Markus

    @Matthäus

    Jeder von uns kann fast überall unsere vorgefasste Meinung mit Artikeln im Netz bestätigen…
    Was Tatsache und was durch fremde Interessen verfälscht wird, ist oft schwierig als Laie zu verstehen…

    Fracking soll angeblich ein Kurzfristhype sein… Ob es stimmt, oder ob es ne Falschmeldung ist…keine Ahnung…

    Komplette Zusammenhänge zu verstehen, wo vieles aus dem Zusammenhang gerissen wird, ist oftmals nicht möglich.

    Wir bilden auch nur noch Spezialisten aus, die andere Einflüsse gar nicht mehr wahrnehmen wollen und können.

    Unabhängige und möglichst sachliche Informationsquellen wären wünschenswert. Kennt jemand welche?

  22. Markus

    Wenn der Artikel aus einer Ökotest stimmt, dass ein hochrangiger Klimawissenschaftler vor dem Kongress von einem durch Exxon bezahlten professionellem Redner diskreditiert wird… und der Kongress im Sinne von Exxon und nicht der langfristigen Interessen der Bevölkerung entscheidet…

    Öffentlichen Diskreditierungen & unterschwellige Drohungen gegen seine Familie und Kariere…

    Ich bin kein radikaler Öko, aber solche Methoden lassen mich nur noch an seriöser Politik für die Bevölkerung (ver)zweifeln.

    Finanzzeitschriften, wo der Verleger mehrfach Kleinanleger geprellt hat, und das Imperium des Verlegers wird durch nen Online Broker erweitert und immer weiter vergrößert…

  23. Felix

    Was Amerika so einzigartig macht, sind natürlich auch die exzellenten Unternehmen. Wenn man sich anschaut, wie viele Weltkonzerne binnen 20 Jahre rund um das Internet in den USA entstanden sind, dann muss man neidlos anerkennen: So etwas gibt es in keine zweiten Land auf diesem Planeten.
    Die EU ist gut darin sterbende Industrien zu subventionieren, aber Innovation, Unternehmertum, Risikofreude damit können die Brüssler Bürokraten nichts anfangen, das gedeiht auf dem freien Markt, eben in den USA.
    Und so werden allen Unkenrufen zum Trotz auch in diesem Jahrhundert die USA die führende Welt- und Wirtschaftsmacht bleiben.
    Das sollte man bei seinen Investitionsentscheidungen berücksichtigen; dementsprechend halte 2/3 meiner Aktienanteile in US-Unternehmen.

  24. Markus

    @Felix

    Die Bürokratie ist wirklich schlimm.
    Auch der Spruch, dass Deutschland ein Land vieler Angsthasen ist, enthält schon ein paar Funken Wahrheit.

    Allerdings ist unsere Industrie und Exportwirtschaft sehr stark. Es gibt sehr viele positive Dinge auch bei uns!

    Ob Amerika nun Weltmacht bleibt, darüber kann man nur spekulieren…

    Nach BIP-Daten und Kaufkraftparitäten dürfte ein US-Depotanteil rein wissenschaftlich nicht so hoch sein.
    Behaupten zumindest ein paar Nobelpreisträger und komische Käuze von Elite-Unis…

    Allerdings kann man sicherlich auch gute reale Renditen mit US-Aktien schaffen.

  25. Matthäus Piksa

    @Tim+alle

    Noch ein Nachtrag zu meinem obigen post und der Idee mit den Euro-Bonds, die nicht neu ist.

    Ich las heute in der Zeitung, dass die Inflationsrate in der Euro-Zone mittlerweile bei 0,5% angekommen ist. In Deutschland, Immo-Blase im urbanen Raum hin oder her, liegt sie aktuell auch deutlich unter 2%. – Selbst in den USA liegt die Inflationsrate schon längere Zeit unter 2%. Trotz all den QE-Maßnahmen. Die vergleichsweise niedrigen Energiepreise tun hier ihr Übriges.

    Rein von der Inflationsrate her wäre also noch Luft für weitere Maßnahmen bzw. eine Fortsetzung der lockeren Geldpolitik.

    Die Euro-Bonds könnten für den Euro-Raum also von Vorteil sein, auch wenn sie so ausgestaltet sein müssten, dass Deutschland nicht drauf zahlt… Daran scheitert die ganze Geschichte derzeit wohl. Gut fand ich übrigens Joschka Fischers Vorschlag in einer Rede, Polen sollte dem Euro-Raum beitreten. Es wäre ein Zeichen der Stabilität und des Vertrauens, das im Hinblick auf Russland mehr bringen würde als jede Sanktion. Davon mal abgesehen, zurück zu den Euro-Bonds: Angesichts einer Rekord-Beschäftigungsquote, Rekord-Steuereinnahmen, Milliarden-Überschüssen in den Sozialkassen, einer angepeilten Schwarzen Null für das Haushaltsjahr 2015 etc. müssten Vorschläge für eine weitergehende, vertiefte europäische Integration eher aus den Problem-Ländern kommen… Spanien, Griechenland usw. – Ich seh da allerdings nichts… auch wenn ich mich zugegebener Maßen nicht verbissen mit dem Thema auseinandersetze.

    Ein paar Gedanken von mir.

    Gruß Matthäus

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