New York: Die Stadt der Kontakte


New York, 30. November 2009

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An New York genieße ich vor allem den Small Talk. Amerikaner sind Weltmeister im Kontakteknüpfen. Ob im Büro, auf Konferenzen oder in der U-Bahn – überall kommen die Menschen schnell ins Gespräch. Es ist ungezwungen. In Deutschland gehen den meisten wohl negative Gedanken durch den Kopf – nach dem Motto „Was will denn der von mir? Mir etwas verkaufen?“. Aber in den USA ist der Small Talk einfach ein netter Plausch ohne böse Absicht. Und mit dieser ganzen Lockerheit beginnt und endet das Gespräch. Freilich suchen etwa die Büronachbarn nach Wegen der Zusammenarbeit. Aber auch wenn es nicht dazu kommen sollte, reißt der Kontakt nicht ab.
Auf den großen Investmentkonferenzen ist das nicht anders. Selbst Vorstände von Weltkonzernen wie General Mills, Heinz oder Chevron sind alles andere als arrogant. Ich plauderte hier schon mit vielen. Darunter war etwa Pepsi-Chefin Indra Nooyi (Foto). Deutsche Bosse scheinen mir da etwas zugeknöpfter. Vielleicht ist das nur mein persönlicher Eindruck.
Ein Eisbrecher ist in der Tat die Floskel „How are you?“. Kein Mensch will mit dieser Frage natürlich wissen, wie es einem wirklich geht. Es zeigt nur die Bereitschaft, ein Gespräch zu beginnen. Förmliche Anreden oder eisernes Schweigen kommen hier gar nicht gut an. Da können wir etwas von den Amerikanern lernen. Was meinen Sie dazu? Haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht?


tim schaefer (Author)

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