Nestlé, Exxon, General Mills


New York, 10. März 2008

bild

In den vergangenen Tagen und Wochen traf ich unzählige Vorstände. Beispielsweise die Führungsspitze von Nestlé im Waldorf-Astoria-Hotel, die Schweizer sind der größte Lebensmittelkonzern der Welt – gemessen am Umsatz. Ebenfalls begegnete ich den Top-Managern von ExxonMobil in der New York Stock Exchange. Der Ölgigant aus Texas ist das umsatzschwerste Unternehmen der Welt. Beide Giganten haben eines gemeinsam: Sowohl Nestlé als auch ExxonMobil werden hervorragend geführt. Beide überzeugten mich voll und ganz. Beide Aktien können Sie an schwachen Tagen getrost einsammeln.
Optisch erscheint der Nestlé-Kurs mit 307 Euro auf den ersten Blick teuer zu sein. Aber das 2008er KGV ist mit 16 gerechtfertigt. Nestlé hat unglaubliches Potential in boomenden Ländern wie China oder Indien. Dort werden die Produkte regelrecht aus den Regalen gerissen. Die Tütensuppen und Fertiggerichte sind erschwinglich. Zudem sind die Waren schnell und einfach zu kochen. Genau das, was die Masse ersehnt. Die Nettomargen sind mit 9,9 Prozent exzellent. Im nächsten Jahr will das Managementteam die magische Grenze von zehn Prozent knacken.
Ebenfalls schaute ich mir vor ein paar Wochen die Konferenz des Frühstückflocken-Herstellers General Mills an. Finanzvorstand Don Mulligan nahm sich im Anschluss ein paar Minuten Zeit, um meine Fragen zu beantworten. Der Markenhersteller vermarktet beispielsweise Yoplait-Joghurts, Progresso-Dosensuppen oder Cheerios-Getreidekringel fürs Frühstück. Die Leckereien gehen weg wie warme Semmeln. Denn selbst in der schwersten Depression gilt: Gegessen wird immer!
In den ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres steigerte General Mills den Umsatz um sieben Prozent auf 6,77 Milliarden, den Nettogewinn um vier Prozent auf 679 Millionen Dollar. Je Aktie blieben zum Halbjahr 1,95 Dollar beziehungsweise acht Prozent mehr hängen. Wer sich ein paar Aktien des US-Getreideriesen ins Depot legt, kann vermutlich auf lange Sicht eine satte Performance in die Scheune fahren.
Im laufenden Jahr sollten 3,50 Dollar Gewinn je Anteilsschein zusammenkommen, nachdem Finanzchef Muligan nach sechs Monaten bereits 1,95 Dollar eingetütet hat. Beim aktuellen Kurs von 55,96 Dollar ergibt sich somit ein KGV von 16 für das laufende Jahr. Das ist nicht teuer für einen Markenanbieter. Zumal die jährlichen Dividendenausschüttungen immerhin 2,8 Prozent Rendite abwerfen. Der Börsenwert beträgt 18,8 Milliarden Dollar. Im laufenden Turnus sollten 13 Milliarden Dollar durch die Bücher gehen. Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von ca. 1,4 ist General Mills attraktiv.
Hier können Sie einkaufen! Machen Sie in Öl und Nahrungsmitteln. Sowohl der Treibstoff als auch die Kalorien sind die Grundlagen des Lebens. Daran führt nunmal kein Weg vorbei.


tim schaefer (Author)

drucken


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

bitte lösen Sie diese einfache Aufgabe (Spamschutz) *