Natur, Sport, Familie sind besser als der sinnlose Konsum. Das doofe Clown-Auto und die Koch-Insel sind ein Trend in die Unfreiheit


New York, 10. November 2017

In ihrem Clown-Auto stehen Millionen Deutsche jeden Tag auf der Autobahn. Die zurückgelegte Strecke wird immer länger. Das schnelle Auto und das schicke Zuhause ist ihnen überaus wichtig. Dafür müssen sie arbeiten, bis sie 65 oder 70 Jahre alt sind. Sie arbeiten für den Plunder und die Statussymbole. Es handelt sich in zahlreichen Fällen um ein „leeres Leben“, zumindest nach meinem Dafürhalten. Es ist so oberflächig. In den USA ist es ähnlich. Auf meinem Foto ist ein Luxusschiff im Hintergrund zu erkennen. Menschen scheinen für die Nachbarn und Kollegen wie verrückt zu konsumieren – nur um einen guten Anschein zu erwecken. Sie wollen mit ihrem Konsumwahn anerkannt werden. Sie wollen zum „Club“ gehören.


Leider werden Deutsche zu Konsumsüchtigen konditioniert. Die Eltern bleuen uns etwas von einer guten Ausbildung ein. Dann geht der Nachwuchs eben zur Universität. Als nächstes kommt eine Anstellung. Es geht ums Geldverdienen. Die Kohle wird gleich wieder in schicke Autos gesteckt. Oft ist es ein fetter SUV oder schneller Flitzer.

Dann kommt der nächste Schritt: Ein großes Haus oder moderne Wohnung muss her. Hypotheken kommen obendrauf (die keiner sieht). Das Zuhause muss immer größer werden. Manch ein Haus wird zu 100 Prozent auf Pump gekauft. Kaufen bis zum Anschlag! Risiken werden ausgeblendet.

Der Rest des Lebens wird mit gedankenlosem Materialverbrauch verbracht. Wechselnde Mode. Schöne Technik im Haus. Stets gekoppelt mit Schulden. Nicht nur die blanke Kochinsel muss in die Küche. Auch der Körper muss strahlen: Fettabsaugen, Falten straffen, Brustvergrößerung.

Jeden Sommer gehen die Deutschen für zwei Wochen in die Sonne an den Sandstrand. Sie gaukeln sich in den zwei Wochen vor, dass sie frei sind. Sie gaukeln sich vor, dass sie die Zeit genießen. Dabei sind sie in einem doofen überteuerten Resort. Sie werden als Pauschalurlauber direkt vom Flughafen per Bus abgeholt. Sie machen ein touristisches Schrottprogramm mit. Sie tragen dumme Hüte und T-Shirts. Sie machen organisierte, überteuerte Ausflüge. Sie trinken wie Hirntote übergroße fruchtige Getränke. Es sind Kalorienbomben. Sie bewegen sich kaum.

Sie gehen auf Luxusschiffe. Sie konsumieren wie die Irren. Sie nehmen zu. Sie sind wie Roboter. Sie trinken und essen wie im Wahn. Sie sehen eigentlich lächerlich aus, was sie machen. Trotzdem teilen sie die Urlaubsfotos mit anderen auf Facebook.

Das ist genau der Grund, warum ich mit einem Koffer nach New York bin. Ich war es leid. Das doofe Auto und der andere Kram. All der Klimbim. Ich war in dem Hamsterrad aus Arbeit und Konsum selbst gefangen. Ich hab doofe Neurosen entwickelt. Alles musste poliert und sauber sein.

Ich hab den Stecker gezogen. Ich wohnte lange Zeit in WGs. Es war eine super Zeit. Ich merkte: Du brauchst nicht viel, um glücklich zu sein. All der unnütze Mist ist mir seither egal. Was nutzt das schöne Auto und die neue Küche, der Granitboden, das neue Smartphone… wenn Du unzufrieden bist? Ich hab kein Auto. Kein TV. Noch nicht mal eine Waschmaschine. Ich lebe minimalistisch auf 30 qm. Das Konzept einer winzigen Wohnung ist kultig. Ich habe mich mit gebrauchten Möbeln eingedeckt (aus einer Musterwohnung).

Ich möchte nur mein Leben leben. Ich möchte die Schönheit dieser riesigen Welt genießen. Ich möchte mich nicht mein Leben lang mit Materialismus herumquälen. Ich möchte nicht durch Einkaufszentren wandern oder stundenlang auf Amazon shoppen. Ich möchte mich nicht in einem IKEA-Laden verlaufen und nicht mehr herausfinden. Ich bin es leid zu viele Teelichter dort zu kaufen – und all den anderen Plunder.

Ich mache viel Sport. Ich habe meine Ernährung auf „gesund“ umgestellt. Ich lese, lerne, reise. Ich schreibe einen Blog. Es ist meine Geschichte. Ich hab viel Geld gespart. Ich bin frei. Ich habe wenig Zeug. Aber dafür die Freiheit zu tun, was ich mag. Ich kann in die Berge oder an einen See umziehen. Ich kann wandern, relaxen, joggen, träumen.

Ich hab ein Haus für die Großfamilie nahe am Wald gemietet. Mal sehen, wie das wird, wenn wir uns in einer Woche treffen. Wir kochen, relaxen, wandern. Ohne Klimbim. Ohne Stress. Ganz einfach.

Es kommt nicht darauf an, wie viel Geld ein Auto, Haus, Rad kostet. Dass Du Spass daran hast, was Du machst, ist relevant. Du kannst auf einem Rennrad glücklich sein, das 25 Jahre alt ist. Ich nahm an einem Triathlon nahe Boston teil mit einem uralten Rad – andere hatten neue Rennmaschinen im Wert von ein paar Tausendern. Der Sport ist eine coole Sache. Niemand braucht aber das allerneueste Equipment zu kaufen.

Ich lief bei einem Lauf Tag und Nacht. Nachts setzte ich eine Lampe auf den Kopf. Es heißt „Reach the Beach“. Es war lustig. Ich fühlte mich wie Forrest Gump (Video). Am Straßenrand standen Leute und klatschten. Ich klatschte ihnen auch zu.

Links bin ich auf dem Uralt-Rennrad. Es war ein Half-Iron-Man genannt „The Patriot“ nahe Boston.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Natur, Sport, Familie sind besser als der sinnlose Konsum. Das doofe Clown-Auto und die Koch-Insel sind ein Trend in die Unfreiheit

  1. Michi

    Toller artikel wieder mal.mit dem wie du uns deutsche beschreibst, hast du zu einem ganz grossen teil recht.so kommt es mir zumindest in meinem umfeld vor.mach weiter so.freue mich über jeden neuen artikel und die inspirierenden kommentare der mitleser.

  2. Andreas

    Kleine Frage in die Runde: Was haltet ihr davon, ein open end Zertifikat auf Bitcoins zu kaufen? Natürlich nur als kleine Beimischung. Könnte ein Renditeturbo sein. Die digitalen Währungen stehen erst am Anfang und ich denke das diese in absehbarer Zeit für den täglichen Zahlungsverkehr genutzt werden können. In China wird jetzt schon überall mit wechat und alipay gezahlt. Der Trend geht zum E Geld. Die Vontobel bietet ein Zertifikat mit der WKN: VL3TBC an. Ich überlege das als kleine Beimischung ins Portfolio aufzunehmen.

     

     

  3. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Andreas

    Ich kann Bitcoins nicht bewerten. Ich höre auf Herrn Buffett. Er rät davon ab. Es ist eine Spekulation. Es kann gut gehen. Oder böse enden.

  4. Ruben

    Hallo Tim,

    bei deiner Beschreibung des Urlaubs für Massentourismus musste ich schmunzeln:-)

    Schau mal in deinen Text, du hast geschrieben du wärst „mininazistisch“. Das hoffe ich mal nicht 😉

    Viele Grüße,

    Ruben

  5. Fit und Gesund

    @Andreas,

    Bitcoins sind Geschmacksache, ich habe Keine, aber gleich 3x keine Zertifikate, daran verdient sich nämlich nur Vontobel dumm und dämlich, meine Bank will mir immer irgendwelche strukturierten Produkte aufschwatzen, sie probieren es immer wieder, irgendwann mal hab ich dann mal Klartext geredet und gesagt dass ich in Firmen investiere und dafür keinen Zwischenhändler benötige, ab da war Ruhe.

    Vontobel ist spezialisiert auf so Kram, sie haben tatsächlich so ein open-end Zertifikat auf CH-Aktien welches gut performt, da kann ich mir eine Anregung holen, ja, aber kaufen? nein Danke!

     

     

  6. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Ruben

    Danke. Das hab ich korrigiert. Das ist die Auto-Korrektur. Die geht mir auf den Wecker.

    Zum Wortspiel: Mit Nazis hab ich nix am Hut. Etwas narzisstisch sind wir Menschen wohl alle. Aber nicht so verrückt wie Trump. Der ist ein extremer Fall.

  7. A.

    Wir haben unser Haus auch zu 100% finanziert und nur die Nebenkosten gezahlt. 2013 haben wir es gekauft. Nochmal würden wir nicht so groß kaufen, sicher, aber allein wie die Mieten seit 2013 gestiegen sind, hat es sich schon gelohnt und wir überlegen es nach dann 10 Jahren zu verkaufen.

    Bitte, keine Diskussion ob sich Kauf oder Miete lohnt.

    Ich will damit nur sagen, es gibt schlimmere Arten Geld für Konsum auszugeben als ein Eigenheim. Beim Rest stimme ich zu.

  8. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ A.

    Ein Eigenheim kann Sinn machen. Wenn es nachhaltig glücklich macht. Gratulation.

    Der Immobilienmarkt steigt nicht nur stetig. Er kann auch sinken. Das ist keine Einbahnstraße nach oben.

    In Singapore und Südkorea schreiben Gesetze vor, dass Immobilienkäufer mindestens 20 bis 30% Eigenkapital mitbringen müssen. Ich finde das gut. So werden sie vor der eigenen Dummheit/Fehlern/Risiken bewahrt. Es nutzt ja niemanden etwas, wenn wir eine Immobilienkrise bekommen.

  9. Anna-Lena

    Ich stimme da vollkommen zu bei dem Artikel. Allerdings: Sobald man frei ist und das Vermögen weiter wächst, kann man sich auch eine Kücheninsel und ein schickes Clown-Auto leisten 😀 Ich finde, wenn man ein Konsumgut nicht mit Cash sofort bezahlen kann, kann man es sich de facto nicht leisten. Aber wenn das geht und man schon frei ist, wieso nicht? 🙂

  10. Andreas

    @Fit und Gesund: Ich finde es nicht schlimm, wenn die Bank bei Zertifikaten etwas verdient. Bei ETF verdient die Fondsgesellschaft schließlich auch was. Es sollte eine win win Situation für beide Seiten vorhanden sein. Dienstleistungen und Produkte kosten halt Geld. Eine Bank ist ja ein Unternehmen was Geld verdienen muss. Abgesehen davon gibt es bei Bitcoins leider keinen einfacheren Weg um die Performance abzubilden. Ein wallet anzulegen oder selber zu minen währe viel zu aufwendig und nicht rentabel.

    @ tim: Herr Buffet hat auch lange Zeit gegen Technikunternehmen wie Apple argumentiert. Vielleicht ist diese neue Generation von Geld / Blockchain-Technik einfach zu modern für Herrn Buffett. Er kommt aus einer anderen Generation und ist eher mit der old economy verbunden. Herr Blankfein findet Bitcoins gut. Papiergeld hat Gold abgelöst und vielleicht lösen Bitcoins das Papiergeld ab?

     

  11. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Anna-Lena

    Du musst Dir halt immer grundsätzlich überlegen, ob Dich die Küchenplatte oder das Clown-Auto wirklich dauerhaft glücklich macht. Bei vielen „Dingen“ ist es halt eine Illusion. Vielleicht macht der Gegenstand 2 oder 3 Wochen Spaß. Dann wird er schon zum Alltagsgut. Trotzdem akkumulieren die Menschen Zeug. Wenn es aber tatsächlich ein enormer Mehrgewinn und Zufriedenheitsfaktor für Dich ist, solltest Du den Gegenstand natürlich kaufen.

    Ich halte es im Prinzip so: Geld schafft mir Freiheiten. Gegenstände nehmen mir sie.

  12. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Andreas

    Bitcoins ist halt keine Aktie. Bitcoins produzieren keine Gegenstände. Es ist kein Betrieb mit Angestellten, Umsatz und Gewinn. Daher kann man den fairen Wert kaum bestimmen. Das ist das Problem. Als Value-Investor bewertest Du immer das Investment nach Kennzahlen wie KGV, Kurs-Umsatz- und Kurs-Buchwert-Verhältnis sowie Dividendenrendite. Das geht bei Bitcoin nicht. Wie willst Du den fairen Wert von einem Bitcoin ermitteln?

  13. Anna-Lena

    @Tim

    Da stimme ich dir zu. Ich träume allerdings schon von ein Bisschen Luxus. Ich habe mir grade eine Doku angesehen, vielleicht hat der ein oder andere wieder Lust sie auch anzuschauen: http://bit.ly/197B8fe  So wie die blonde Frau fände ich erstrebenswert. Soweit ich verstanden habe, hat sie mit 39 aufgehört zu arbeiten. Ihr Mann ist Musiker. Ich denke, meine Reihenfolge ist so: zunächst die Freiheit und ein moderater Lebensstandard aus den Investments, danach die schicken Annehmlichkeiten. Dekadent verschwenderisch will ich aber nie werden.

  14. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Anna-Lena

    Danke für Deine Super-Videos.

    Das mit den Motivations-Gurus sieht natürlich doof aus. Aber da ist schon was dran. Es spielt sich viel in unserem Inneren ab.

    Menschen haben Angst. Sie fühlen sich leer, passiv, klein, isoliert, gelangweilt, doof…. Daher stecken sie fest.

  15. Maresa

    Hallo Tim,

    seit einiger Zeit verfolge ich Deinen Blog und möchte mir heute auch mal Zeit nehmen für einen Kommentar.

    Mit inzwischen 56 Jahren habe ich mittlerweile einiges an Erfahrung sammeln können. Momentan möchte ich mich für die nächsten 30-40 Jahre „Restlaufzeit“ finanziell neu justieren – und bin deshalb auf den (wirklich tollen und spannenden) financial blogs unterwegs.

    Sparen – und minimalistisch leben kenn ich sehr gut; wichtig ist aber immer, ein Ziel zu haben. Nur sparen, um Geld anzuhäufen …? Mit 19 Jahren habe ich geheiratet, ein Kind (ungeplant) bekommen, ein Grundstück gekauft und mit 21 Jahren ein Haus gebaut; mit 26 hatten wir dann 3 Kinder und als ich 33 Jahre alt war, waren wir schuldenfrei. Wir haben extremst gespart und soviel gearbeitet, wie es uns nur möglich war – für mich habe ich nie etwas gekauft. Wir haben alles aus eigener Kraft geschafft; heute sind wir 37 Jahre sehr glücklich verheiratet und unsere Kinder gehen einen guten Weg. Unsere Kinder waren immer zufrieden – wir haben uns drei Wochen Camping geleistet und sind im Winter zum skifahren; das musste sein (mein Mann war Skitrainer …); dafür sind wir nie gemeinsam Essen oder ins Kino gegangen, und haben uns auch außerhalb des Sports nix – aber auch garnix – geleistet. Sport war immer wichtig und wir haben eine hohe soziale Anerkennung erfahren.

    Eine Freundin behauptete neulich, wenn ich durch eine Tür geht, strahlt der ganze Raum; ja – heute bin ich ein sehr glücklicher Mensch – auch glücklich, mit allem was ich/wir persönlich besitzen – ein schönes Zuhause, zwei schöne Autos, gute Kleidung (hält dann ewig …) und ein (älteres) Wohnmobil. Heute reisen wir (in Europa) an jedem nur möglichen Tag, und im Winter versuchen wir, mit unserer Saisonkarte sooft wie möglich skifahren zu gehen. Finanzielle Reseren haben wir auch; wir arbeiten beide und ich habe eine späte berufliche Karriere gemacht.

    Aber wir sind durch sehr viele Täler gegangen und haben nur wenige Plateaus erklommen. Es war ein harter Weg – den ich heute eher kritisch sehe. Heute würde ich weniger eisern sparen und weniger arbeiten, vor allem während der Familienzeit. Die Kinder wurden viel von anderen Familienmitgliedern beaufsichtigt; und mal gemeinsam ins Kino oder Essen gehen stärkt die Familienbande. Unseren Kindern fehlte es nichts – aber mir. Nachdem ich nicht mehr soviel sparen musste, war es ein harter Weg – Geld vernünftig ausgeben muss auch gelernt werden; und sich mal selber eine Freude zu machen, kannte ich überhaupt nicht. Es kamen schlimme Krankheiten (auch Schlaganfall) und Nahtoderfahrung. Mein Mann hat sich als ehrenamtlicher Trainer zurückgezogen – und war danach nahe an einer Depression.

    Tim, ich finde es super und bewundernswert, dass Du schon früh soviel finanzielle Reserven anlegen konntest, und wünsche Dir ein gutes Leben und viele Lebensziele. Ich habe schon soviele Ziele erreicht – und danach ist es sehr wichtig, neue Ziele zu finden – Krankheiten/Depressionen, auch Süchte (z.B. Sparzwang oder Sportsucht) können sonst sehr nah sein.

    Ich finde Deine amerikanische Sicht auf uns Deutsche in Deutschland manchmal stark überzogen …. mit vielem hast Du recht, aber ist es ist nicht überall so. Ich brauche z.B. mein Auto (einen kleinen SUV) um sicher und gut in die Arbeit und zum Sport zu kommen; ich fahre auf der A92 – der BMW-Rennbahn, und ein eigenes Haus im Münchner Speckgürtel zu besitzen sorgt für eine sehr angenehme Sicherheit. Auch das Haus schön ausgestattet zu haben, macht mir jeden Tag eine große Freude und unsere Familie glücklich – deshalb einfach etwas differenzieren – nicht jede Geldausgabe ist schlechter Konsum.

    Heute bin ich dabei, neue Ziele zu finden. Wir werden ausreichend Geld haben für ein angenehmes (wenn auch sparsames) Leben in der Rente. Am allerwichtigsten ist es aber, fit und gesund (auch mental!) und glücklich zu sein. Wir brauchen so wenig … wenn wir reisen, haben wir auf den 14 qm alles, um unendlich glücklich zu sein. Wichtig ist es mir jedoch, ausreichend Geldmittel (bzw. ETF-Fonds) zu besitzen, um bei Krankheit bzw. Pflege unabhängig zu sein; unsere Kinder sollen uns gerne besuchen kommen – und nicht für unsere Pflege bezahlen müssen.

    Viele schöne Grüße nach NYC. Maresa

     

  16. Slazenger

    Der Bitcoin ist für mich ein reines Spekulationsobjekt!!!! Keine Transparenz, man weiß noch nicht mal wer den Bitcoin erschaffen hat, erinnert mich doch sehr an die Tulpenhausse damals im 18. Jahrhundert. Für mich ein gigantisches Spekulationsobjekt, an dem ich mich niemals beteiligen werde.

  17. Ruben

    Mich machen überteuerte Motivationskurse und wie anschließend das Geld der Teilnehmer genutzt wird eher traurig. Da sind mir bodenständige Blogger wie Tim sympathischer. Geschmäcker sind eben verschieden.

  18. Fit und Gesund

    so, heute Morgen war ich schon aktiv….

    erstmal bisschen rumsurfen…Wohnung kaufen in …. stach mir direkt ein Angebot ins Auge…Appartement, gepflegt, Bad neu ohne Fenster, Küche schön mit Fenster, Balkon, frei zum 1.1.18, Konstanz ist eine Studentenstadt,

    also mal Interesse bekundet, worauf gleich ein freundlicher Herr anrief, ich hätte mir die Wohnung gerne am Montag angeschaut, da bin ich sowieso in Konstanz, kann man Alles verbinden…hab ja kein Auto, also lange Rede kurzer Sinn, der freundliche Herr hat mich direkt in der CH abgeholt und wieder heimgefahren….supernetter Typ, er hatte sich auf Studenten spezialisiert, die Mietverträge mit den Eltern abgeschlossen, nie Mietausfall gehabt…

    meine Frage… ich hab ja noch Geld von der Mutter was elend auf dem Konto schier verschimmelt, soll ich oder soll ich nicht? Mieteinnahmen wären 450 Euro ( da muss man ja noch bisschen was als Reserve zurückbehalten)

    Ist nix zum Selberbewohnen, dazu bin ich leider doch zu verwöhnt,

    bin ich zu alt für den Spass?

    bringt mich das weiter?

    das Geld der Mutter geht also keinesfalls in Aktien, die Mieteinnahmen der geerbten Wohnung hingegen schon.

    Was soll ich tun? Wo sind die Vermieter hier unter Euch?

    Wäre dankbar um Eure Meinungen  🙂

     

  19. Steb

    Hi Tim. Ist das Uralt Rennrad ein Peugeot Tourmalet? Hatte ich auch mal, danke für die schöne Erinnerung.

    Auch neues Material kann Spaß machen. Letztlich muss jeder seinen eigenen Weg finden und ich suche den Mittelweg zwischen Konsumwahn und Minimalismus, wie viele andere Deiner Leser auch. Danke für die Gedanken und Inspiration.

  20. June

    Hallo Tim,

    ich bin immer wieder begeistert, wie es dir jedesmal aufs neue gelingt Menschen zum Sparen zu animieren.

    Um Sport zu machen muss man nur den inneren Schweinehund überwinden. Dann gibt es so viele kostengünstige Möglichkeiten. Wandern, Joggen, Nordic Walking, dafür brauchst nur ein Paar gute Lauf- oder Wanderschuhe. Zuhause kann man mit den eigenen Körpergewicht trainieren oder man macht Gymnastik oder Yoga. Dafür benötigt man ein Matte. Mehr nicht.

    Aus einem schlechten Koch macht auch die schönste und teuerste Designerküche keinen 3 Sternekoch. Mit dem richtigen Know How gelingt dir gutes Essen auch in der IKEA Küche.

    Der Dritte braucht zum glücklich sein Lesefutter, die Multimediaanlage, das Traumauto, die Katze, den Hund, die Fischzucht oder einen Schrebergarten.

    Das kostet alles Geld manches auch sehr viel Geld. Das darf es auch, wenn es uns persönlich glücklicher macht.

    Gefährlich wir es nur, wenn wir alles brauchen. Den heißen Flitzer und die Nobelküche, den Traumurlaub und die Luxusimmobilie auf Pump.

    Uns macht unsere Wohnung jeden Tag glücklich, da sie unser gemeinsames Nest ist. Möbel müssen uns sehr gut gefallen oder unseren Geldbeutel nicht zu sehr strapazieren. Daher haben wir hier eine bunte Mischung aus. IKEA, Markenmöbeln und Designerstücken. Und das wichtigste Ausstattungsdetail beim Küchenkauf war der Herd. Da stehe ich täglich, und verbringe sehr viel Zeit in der Woche mit Kochen. Weil es kreativ ist und mich daher glücklich macht. Hätte ich da schlechtes Handwerkszeug würde mir mein Hobby viel weniger gefallen. Allerdings brauche ich dafür keinen Thermomix sondern nur gute Küchenutensilien.

    Deine Kochinsel ist bei mir der Thermomix. 😉

    @Anna-Lena,
    Ein schönes Video, das Haus wäre mir eine bis zwei Nummer zu groß. Und ich mag mehr den Bauhausstil. Aber ansonsten finde ich die großzügige Art zu wohnen sehr angenehm.

    @Bitcoin,
    mir war das irgendwie immer sehr suspekt. Aber es scheint im Moment viele Leute zu geben die daran glauben. Ob es eine Blase wird, wissen wir immer erst hinterher.

    Take care,

    June, die heute eine Runde Spaghetti Bolognese mit frisch geriebenem Parmesan ausgibt.

  21. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Maresa

    Danke. Das muss jeder für sich selbst herausfinden.

    Wenn ich mir Trends in der Gesellschaft ansehe, kann ich schon an vielen Stellen sehen, das etwas aus dem Ruder läuft:

    • Zivilisationskrankheiten (Diabetes, Bluthochdruck, Arthritis…)
    • Luftverschmutzung in den Innenstädten (Autonutzung und PS-Zahl gehen durch die Decke)
    • Altersarmut, Überschuldung ist ein Trend
    • Umweltverschmutzung
    • Wohnraum wird immer größer
    • Depression nimmt zu

    Mein Fazit ist: Ständig zu konsumieren und Zeug zu kaufen, ist ein Weg in die Unzufriedenheit.

  22. Claus

    Bitcoin…

    steigt nicht, weil er ein beliebtes Zahlungsmittel ist, sondern weil immer mehr Zocker auf den Zug aufspringen und den Kurs nach oben treiben. Reine Spekulation, Casino eben.

    Der echte Wert ist nicht ermittelbar.

    Ebensogut könnte man eine erfundene Diamantenmine im Urwald an die Börse bringen, dessen genaue Lage natürlich geheim gehalten werden muss. Es gibt aber immerhin ein Gutachten, das die größte jemals gefundene Diamantenmenge in Aussicht stellt. Ich wette, viele würden begeistert einsteigen und den Kurs in schwindelerregende Höhen treiben.

    Gier frißt Hirn und teibt den Kurs. Wie so etwas ausgeht, ist allgemein bekannt, wird aber gerne „vergessen“ oder verdrängt.

    LG

  23. Sparta

    @Annabella

    Nicht in einem Blog bewertbar und viel zu wenig Daten.

    Ansonsten professionelle und vertrauenswürdige Person beauftragen.

  24. Anna-Lena

    @June

    Stimmt, ich habe mir das Haus nochmal angesehen, und es ist ja sogar ein kleines Schlösschen. Das wäre mir ehrlich gesagt auch schon (viel) zu groß! Im Moment wohne ich auf 31 qm. Mit der Größe fühle ich mich sehr wohl, ehrlich gesagt. Ich weiß aber nicht, auf wie viel qm man den Wohnraum aufstocken müsste, wenn man Kinder hat. Was würdest du sagen, ist eine gute Größe? Meine Wunschwohnungen (ich beobachte da ein bestimmtes Objekt xD) haben ca. 130qm. Vielleicht ist das aber sogar schon (viel) zu groß?

    @Motivationsgurus

    Also zuviel würde ich auch nicht dafür ausgeben. Aber ich finde, man darf den Faktor Mindset nicht unterschätzen. Mit dem richtigen Input und der Motivation kommt man schneller ans Ziel. Kiyosaki würde ich auch gerne besuchen…

     

     

     

  25. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Fit und Gesund

    Geld verschimmeln zu lassen auf dem Konto (ohne Zinsen) ist keine gute Lösung. Das weißt Du selbst. Ich würde Geld mit ETFs langfristig anlegen. Das kannst Du sehr konservativ machen, indem Du einen hohen Anleihe-Anteil (und kleinen Aktien-Anteil) wählst.

     

    @ Steb

    Ja, es ist ein Peugeot. Manche wundern sich über das uralte Rad.
     

    @ June

    Genau. Jeder muss das selbst herausfinden. Ein wunderbares Essen kann man mit günstigen Küchengeräten und Zutaten kochen.

    Mein Motto ist: Statt Einkaufszentrum oder Kaufrausch gehen wir lieber in den Wald/Park. Es gibt genug Studien, die zeigen, dass die Natur ein Wunderwerk mit uns vollbringt:

    http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/waldspaziergaenge-warum-sie-fuer-koerper-und-geist-gesund-sind-a-952492.html

    https://www.theatlantic.com/health/archive/2015/06/how-walking-in-nature-prevents-depression/397172/

    Es wird oft gejammert, dass das Geld nicht reicht. Dass man gestresst ist. Dabei ist das selbstverursacht. Dann schaust Du Dich um und siehst, dass die Leute neue Autos fahren. Und die Schränke, Garage, Keller aus den Fugen platzen vor lauter Plunder.

  26. June

    Hallo Fit und Gesund,

    dann versuche ich dir mal weiterzuhelfen.

    fit und Gesund schreibt:

    so, heute Morgen war ich schon aktiv….
    erstmal bisschen rumsurfen…Wohnung kaufen in …. stach mir direkt ein Angebot ins Auge…Appartement, gepflegt, Bad neu ohne Fenster, Küche schön mit Fenster, Balkon, frei zum 1.1.18, Konstanz ist eine Studentenstadt,

    Ein unvermietetes Appartement kannst du in Konstanz vermutlich schnell vermieten. Wichtig ist die Lage, also der Stadtteil. Studenten wollen in Konstanz gerne in der Stadt wohnen, weniger an der Uni. Auch für ein Appartement braucht es einen Stellplatz. Hat es den?

    Wichtig sind folgende Dinge:

    – Lage, Stadtteil
    – Stellplatz
    – Größe
    – Kaufpreis incl. Kaufnebenkosten
    – Hausnebenkosten, geplante Sonderumlagen
    – Letzte Renovierungen am Haus, nicht in der Wohnung
    – Protokolle min. der 5 letzte Eigentümerversamlunge
    – Teilungserklärung
    – Die letzte Jahresabrchnung
    – den nächsten Wirtschaftsplan
    – Wer ist der Hausverwalter? Wie ist sein Ruf?
    – Baujahr
    – Größe des Grundtücks, Eigentum oder Erbrecht?
    – Cash Flow
    – Rendite, Rendite, Rendite 😉
    – Wie viele Jahresmieten werden benötigt um den Kaufpreis an dich zurückzuzahlen

    Wenn du das geklärt hast, Gutachter einschalten.

    Daher geht das nicht ohne professionelle Unterstützung, klar kostet das Geld, spart aber auch viele Nerven. Wie Sparta oben schreibt.

    fit und Gesund schreibt:

    der freundliche Herr hat mich direkt in der CH abgeholt und wieder heimgefahren….supernetter Typ,

    Schön, dass es nett ist. Aber er will dir was verkaufen. Vergiss das nicht und bleibe unbedingt wachsam.

     

    fit und Gesund schreibt:

    er hatte sich auf Studenten spezialisiert, die Mietverträge mit den Eltern abgeschlossen, nie Mietausfall gehabt…

    Wenn man an Studenten vermietet hat man allerdings viel mehr Arbeit. Glaube mir! Die „Kids“ haben einfach oft noch keine Erfahrung und rufen daher wegen jedem Mist an, den erfahrenere Menschen lockerer angehen. Außerdem muss man die Wohnung dann als Vermieter auch schon mal kontrolliere, z.B. ob regelmäßig geputzt wird.

    fit und Gesund schreibt:

    da muss man ja noch bisschen was als Reserve zurückbehalten)

    Wie viel soll übrig bleiben nur etwas um die Wohnungen sanieren zu können? Oder auch was für dich?

    Um die Wohung sanieren zu können solltest du pro qm und Jahr mindestens weiter 10 € zurücklegen, lohnt sich dann dein Engagement noch? Diese Rücklagen müssen in die Renditeberechnung einfließen.

    fit und Gesund schreibt:

    bin ich zu alt für den Spass?

    Kommt darauf an, meine Tante ist 70 und vermietet sehr erfolgreich. Mein Vater war noch nie ein guter Vermieter. Du solltest dir aber Gedanken machen was dich eine Sondervermögen Verwaltung beim Verwalter kostet. Und dies auch nutzen. Und bei der Berechnung der Rendite berücksichtigen.

    bringt mich das weiter?
    Kommt auf die Rendite an.

    das Geld der Mutter geht also keinesfalls in Aktien, die Mieteinnahmen der geerbten Wohnung hingegen schon.

    Befrage zuerst dich, ob es ein Schnellschuß ist. Denn jedes Angebot kommt wieder, lasse dich bei deiner Entscheidung nicht unter Druck setzen. Nimm dir einen Fachmann zu Hand.

    Wie wäre es alternativ in REIT’s zu investieren. Das wäre Immobilienvermögen mit weniger Arbeit und regelmäßig bei Bedarf in Stücken veräuserbar.

    Bitte vergesse nicht, das du als Vermieter in Deutschland deine Immobilie erst nach 10 Jahren wieder steuerfrei verkaufen kannst.

    So, alles ohne Gewähr, ich habe sich auf die schnelle was vergessen.

    Take care,

    June

  27. Fit und Gesund

    och mönsch Tim, hoher Anleiheanteil? dann kann ich gleich einen Teil in den Bodensee kippen 🙂

    ich hatte im Herbst ja mal probehalber ein Depot eingerichtet (nicht in echt)

    1/3 Vanguard All World

    1/3 10jährige CH-Anleihen (ETF)

    1/3 ZKB Gold ETF

    war glaub im August, das hat bis jetzt 3.5% Performance, und was hat Minus gemacht? richtig, die Anleihen…

    jetzt ist nicht der Zeitpunkt für Anleihen, in den USA steigen die Zinsen schon, aber in Europa noch nicht, kommt aber irgendwann…

     

  28. June

    @Anna-Lena,

    ich kann dir genau sagen wie viel qm es höchstens braucht um mit einer Familie, 2 Kinder, glücklich zu wohnen. Bei uns waren es eine Wohnung mit 107 qm. 4 Zimmer, Küche, Bad.

    Vorteil, es war alles auf einer Ebene, kein Treppensteigen. Man hat die Kids immer im Blick, sie können keinen Quatsch auf einem anderen Stockwerk machen. Und Quatsch machen sie eh noch genug wenn sie klein sind und wenn sie größer sind erst recht.

    Den Flur hat die Putzfrau gesäubert und den großen Garten der Hausmeister gepflegt.

    Du als Mutter sparst mit einer Wohnung viel Zeit, alles ist ganz schnell sauber und aufgeräumt.

    Also bei uns waren es überschaubare 107 qm.

    @Tim,

    meine Küchenutensilien müssen gut sein, das ist manchmal günstig, manchmal preiswert und manchmal teuer. Je nachdem was ich brauche. Nur billig sind sie nie. 😉

    Take care,

    June

  29. AlexanderAlexander

    Die größte Gefahr ist, dass man vor lauter Sparen das Geldausgeben verlernt. Irgendwann kann man nicht mehr aus seiner Haut und das alles ist letztlich sinnlos und nur noch Selbstzweck. Irgendwann kommt dann ein Blogartikel XY hat Millionen gespart und in einer runtergekommenen Bude gehaust.

    Ich she es gerade bei mir, ein neues Auto steht auf dem Programm, so ein toller teurer SUV. Ganz dem Klischee entsprechend.

    Ich werde es leasen, was auf etwa 350 € bis etwa 400 € im Monat kommt. Ich überlege dauernd, ob ich es mir leisten will. Das zeigt mir wieder, wie gefangen ich bei meinem Spartrieb bin. Wenn ich rechne, dass ich vielleicht 200 € im Monat mehr sparen könnte, muss ich mich fragen, was sich an meiner Situation ändert? Gar nichts. Ob ich nun 10k mehr oder weniger besitze, spielt überhaupt keine Rolle.  Wenn man einen gewissen Punkt erreicht hat, dann muss man sich sogar etwas leisten. Der Spagat zwischen Sparen und Konsum ist nicht einfach, sollte aber nicht gänzlich aus den Augen verloren werden.

     

    Tim hat ja recht, erst mal sparen was geht, aber irgendwann sollte man es wieder „normalisieren“.

     

     

  30. June

    @Fit und Gesund,

    wenn du mit einer Imobilie im Moment 3,5% p.a. machst bist du schon gut. Eine höhere Rendite bekommst du fast nur mit Altbeständen oder du hast wahnsinnigers Glück. Oder viel, viel Zeit zum Suchen.

    Take care,

    June

  31. Fit und Gesund

    @June,

    wow…Du hast Dir ja echt Mühe gegeben, supertolle Aufstellung,

    Immobilie in Konstanz, 5 Minuten zur Uni, Stellplatz da,

    Fassade erst renoviert, evtl. soll der Lift erneuert werden, Rücklagen auch da, aber wohl nicht übermässig.

    Wegen der Rendite, das ist schwierig, ich könnte das Ding bar bezahlen, aber ich denke das wäre unklug, ein wenig würde ich schon finanzieren wollen, von den 450 Euro Kaltmiete ziehe ich persönlich 15% mal ab (Maklerkosten, kl.Reparatur etc , Abrechnung erstellen lassen)

    würde ich seine Hypothek und seine Tilgung übernehmen und die oben genannten 15% abziehen, dann hätte ich ungefähr 170 Euro über für mich, pro Monat,

    nein, ich mache keine Schnellschüsse, dem sein Handy stand nicht still, ich habe gleich gesagt, wenn er Jemand findet der sofort kauft, dann soll er zuschlagen, die Frau eines sehr guten Kollegen ist Immo-Fachfrau, die sind leider nicht da, am Wochenende lässt sich sowieso nix regeln,

    bisschen mühsam, aber ganz sicher, keine Schnellschüsse!

    An Reits hab ich PSA und W.P.Carey, das ist mein Geld und damit tue ich mich viel leichter.

    Vielen Dank nochmal, ich brüte weiter….

    vergessen, diese Ziffer beträgt stolze 27.4%! aber das ist für Konstanz normal!

     

  32. -M

    @Anna-Lena,

    ich wohne mit meiner Frau und meinem 2 Jahre alten Sohn auf 81qm und 3 Zimmern glücklich.

    Würde noch ein Kind dazukommen wäre es zu klein, dann kommt die Größenordnung von June ins Spiel mit 4 Zimmern 🙂

    würden dann unsere 3zkb ETW vermieten und halt ne 4zkb ETW kaufen. Mehr „muss“ nicht sein (kann aber je nach Finanzen)

    -M

  33. June

    @Tim,

    sorry, da fehlt noch was. Der Rest meines Textes wurde verschluckt.

    Da ich aber auch in der Küche nicht jeden Quatsch brauche und auch dort ehr auf Minimalismus setze sind die Ausgaben sehr überschaubar.

    Ich habe gerade im Bekanntenkreis  ein Beispiel für ein Zuviel und zu oft an Konsumausgaben, das mich regelmäßig den Kopf schütteln lässt. Aber später dann jammer, wenn man zu wenig Rente haben wird.

    @Fit und Gesund

    Autsch…

    Bei mir waren es noch knapp über 20. Und da haben wir schon lange überlegt.

    Wenn du aber jemanden hast, der sich gut auskennt, dann bist du ja prima versorgt. Lasse immer eine genaue Berchnung machen, Pi mal Daumen kann zu ungenau sein. Dafür ist die Rendite mit Immbilien im Moment zu klein.

    Take care,

    June

  34. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Tim,

    so eine 20-30% Eigenkapital-Regel zur Immofinanzierung soll ja nicht den Schuldner sondern den Gläubiger (Bank) schützen. Es geht einzig darum, das Ausfallrisiko für die Bank zu minimieren. Sollte es also gleich zum Ausfall des Schuldners kommen, dann hat die Bank 20-30% Puffer, um das Objekt ohne Verlust los zu werden. Da gibt es ja auch bei der Zwangsversteigerung im ersten Termin die 70% Mindestgebotgrenze, unter der das Gericht kein Gebot annimmt.

    Mit anderen Worten, die Bank hat ihr Geld gerettet, der Schuldner ist sein geleistetes Eigenkapital los.

    Letztendlich geht es ja nur um den Preis und die Rate, dass man die problemlos stemmen kann, und auch keinen überzogenen Ehrgeiz in die schnellstmögliche Tilgung stecken. 300k zu 100% FK finanzieren ist eben besser als 500k mit 20% EK.

    Übrigens, wann war das bei Dir mit dem Rad oben? Eine Weile her? 😉

    Das ist kein Uraltbike sondern ein Klassikbike. Sowas ist wieder richtig gefragt. Ich sehe die jungen Leute meist mit diesen klassischen Rennrädern rumfahren. Habe schon überlegt, ob ich mein altes Bianchi Vento 602 auch mal einstelle bei ebay Kleinanzeigen (hier wird genau so eins für 550 Euro angeboten). Müsste es aber erst herrichten. So verstaubt es im Keller.

    Übrigens, der kultivierte Blog-Snob „Don Alphonso“ zelebriert immer nette Radl-Geschichten mit seinen klassischen Drahteseln.

    „Nirgendwo erfriert man mondäner als in Cortina“ oder
    „Mit dem Winterrad die Privilegien anderer Gesinnungsterroristen checken.“

    MS

  35. Maresa

    @ Tim

    Du hast vollkommen recht – so Vieles läuft aus dem Ruder. Ich versuche gerade, neu einzupendeln … wieder mal das richtige Maß zu finden.
    Immer haben wir nur ganz bewusst und hochwertig (aber immer preiswert) eingekauft und immer nur, wenn wir es wirklich gut überlegt und gebraucht haben; mit der Lebensleistung und der persönlichen Entwicklung kommt dann halt einiges zusammen.

    Aber so Viele bleiben in ihrer Entwicklung stehen und verharren im „immer mehr“. Es gibt aber auch viele, die es sich finanziell leisten können; das Vermögen geht von den meist sparsamen Eltern auf die Jugend über. Das Geld ist da und wird dann ausgegeben; zum 18. Geburtstag gibt es dann einen BMW als Erstfahrzeug (schuldenfrei). Wie soll das dann weitergehen? Später wird dann ein Haus gebaut; gleichzeitig geht das gesunde Maß verloren – auf etwas zu sparen (und sich dann darüber sehr zu freuen) kennt man nicht mehr – es muss immer alles gleich da und verfügbar sein. Das Geld wird ausgegeben – oder es gibt eine „tolle“ Bankberatung. Investieren in Index-ETF ? – doch nicht so ein Teufelszeug.

    Ich wohne in der Einflugschneise vom Münchner Flughafen MUC (wurde hier geboren); jetzt wollen die eine 3. Startbahn bauen – und die Flüge werden subventioniert, damit die Zahl der Fluggäste künstlich hoch gehalten wird. Die Stadt boomt und wird unbezahlbar; zuviele ziehen hier her oder wollen hier investieren.

    Ich kenne die Situation in den Städten nicht; ich habe immer ländlich gelebt. Die allermeisten Leute hier sind finanziell eher sparsam und allgemein fleißig; Altersarmut ist kein Thema; die Großfamilie funktioniert noch. Und ich glaub, dass es noch in weiten Teilen von D so ist.

    Ein großes Thema ist aber bestimmt die künftige Altersarmut; da muss die Gesellschaft (und zwar Jeder!) was machen. Mit den Blogs macht ihr schon einen tollen Job – ich hoffe sehr, dass viele jungen Leute aufwachen. Es wäre so einfach …. 10-15-20 % sparen und langfristig anlegen; das würde soviel Positives in die Welt bringen: mehr Zufriedenheit – weniger Konsum mit allen daraus folgenden Problemen. Auf die Politik brauchen wir nicht zu hoffen; Wirtschaft und Politik wollen das BIP hochfahren. Ich glaub aber, dass sich was tut. Think positive! – als ich in den 20s und 30s war, sah die Zukunft bestimmt auch nicht besser aus. Wir hatten Tschernobyl-Belastung, Waldsterben, den Eisernen Vorhang, die RAF und den Kalten Krieg (der manchmal schon kurz vom erhitzen stand).

    Mein Fazit: du machst einen super Job mit Deinem Blog! Chapeau; das kostet viel Zeit. So kann die Welt ein Stückchen besser werden. Vielen Dank für die tollen Anregungen … und eine kleine Bitte – vielleicht ein bisserl weniger D-bashing – so schlecht sind wir nicht alle 😉

    VlG Maresa

  36. Julian

    @Claus

    Der Bitcoin Vergleich mit der unbekannten Diamentenmine gefällt mir. Das trifft es sehr gut. Ähnliche Spekulationen und Kettenbriefe hat es in der Menschheitsgeschichte immer wieder gegeben.

    Technologisch mag das alles sehr interessant sein.

    Ich sehe da aber auch keinen realen Wert durch den die Bewertung gedeckt sein soll. Was ich sehe ist Hype und Spekulation.

    Ich sehe die vielen Erfolgsstories von Leuten die durch Spekulation schnell enorme Summen gemacht haben.

    Aber mich macht das überhaupt nicht nervös. Ich habe nicht das Gefühl dass ich da was verpasse. Und ich auf einen fahrenden Zug aufspringen müsste und für den ich mir ein überteuertes Ticket lösen müsste. Ich schaue mir das ganz gelassen von der Bahnsteigkante an.

  37. Kiev

    @Fit und Gesund

    Habe ich Deine Zahl richtig gelesen? Bringt die Wohnung realistische 3,7% Rendite? Ob das normal in Konstanz ist oder nicht. Das spielt keine Rolle. Es ist zu wenig. Es kommen auch noch Kaufnebenkosten hinzu von knapp 10%.

    Du wolltest doch in den Süden? Das macht das Vermieten nicht leichter. Du wohnst in der Schweiz und möchtest in Deutschland vermieten? Macht es auch wieder komplizierter. Auch wenn das schöne Video über die Millionäre in Vermietung Reichtum innerhalb von 2-5 Jahren suggeriert. Das dauert in echt dann doch etwas länger… Ich weiß nicht wie alt Du bist. Aber der Kaufpreis wird über 40-50 Jahre abgeschrieben. Du musst Rücklagen in einer WEG bezahlen, eventuell einen Verwalter, Eigentumsversammlungen besuchen usw. Da bleibt für die Arbeit nicht viel übrig. Außer Du möchtest auf einen höheren Preis nach 10 Jahren spekulieren und hast Erfolg.

  38. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Matthias Schneider

    Ich finde, mit der 20 oder 30% Eigenkapital-Regel filterst Du gewisse Leute aus. Wer durch den Rost fällt, sind Menschen, die nicht in der Lage sind zu sparen. Das ist gut.

    In den USA hattest Du im Haus-Boom Menschen, die hatten nicht mal 1.000 Dollar gespart und kauften sich ein Haus für 500.000 Dollar.

    Klar schützt Du so die Banken. Und den Markt vor irrsinnigen Anstiegen.

    Stimmt. Diesen Triathlon nahe Boston hab ich 2008 und 2009 gemacht.

     

    @ Maresa

    Danke. Ich habe nichts gegen Deutschland. Ganz im Gegenteil: Es ist ein super Land. Ich schreibe ja, dass der Konsumwahn sich in der gesamten westlichen Welt ausbreitet. Und zu einer ungesunden Verhaltensweise führt. Dieser Doku-Film beschreibt es gut:

    https://www.youtube.com/watch?v=0Co1Iptd4p4

  39. Fit und Gesund

    @Kiev,

    danke für Deine Antwort,

    das ist mit den Kaufnebenkosten, und keine 3.7%, sondern um die 2.9%, ich weiss nicht wo Du wohnst, Konstanz ist superteuer, der qm für die Wohnungsgrösse liegt einfach bei 4000 Euro,

    laut Mietspiegel gibt es 13 Euro pro qm, hängt auch ein wenig von der Lage ab natürlich,

    nur, ob mich 170-200 Euro im Monat glücklich machen, wiegesagt, Imme-Vermietung macht auch Arbeit, ich werde nächstes Jahr 60, faul bin ich nicht, aber ob ich mit 70 dann immer noch Lust auf Mieter habe?

    mir geht es eben darum dass das Geld so nur auf dem Konto liegt und praktisch gar nix abwirft, ist halt auch schade, aber in Aktien werde ich es nicht anlegen und in Gold auch nicht,

    was ich Probleme habe? *lach*….

    na ja, ich glaub ich lass das,

    und dann schau ich mir nie wieder so Filmchen an wie das von Anna-Lena, (danke dennoch, danach schaute ich sofort bei den Verkäufen) die Dame mit den Katzen war noch cool, die Youngsters waren aber recht naiv…:)

  40. Boris

    Ich muss, glaube ich, mal eine kleine Gegenrede halten. Zumindest in Bezug auf mein eigenes Beispiel. Das gilt aber auch vergleichbar für eine Reihe von Freunden von mir.

    Ich habe in den letzten paar Jahren auch materiell abgespeckt, Klamotten, Bücher, Krempel aller Art. Musik von CD ist jetzt auf Festplatte, DVDs und BDs massiv reduziert. Mein Zweizimmerwohnung hat jetzt wieder Luft, und das tut gut.

    Ich habe im Leben (mit späte Mitte Fünfzig) beruflich beileibe nicht alles erreicht, was ich hätte erreichen können. Aber ich habe einen einigermaßen passabel bezahlten Job, der mir Spaß macht. Ja, mir macht Arbeit Spaß, ich betrachte Arbeit nicht als negativ besetzt und schnellstmöglich loszuwerdendes Übel. Arbeit ist für mich auch kein Gegenteil von Freiheit, oder meiner Freiheit irgendwie im Wege. Mein Freiheitsbegriff ist nicht so materiell. Er umfasst meine gesamte Lebenvorstellung, ist eher ideell, und es hat auch Erwerbsarbeit ihren natürlichen Platz darin.

    Meine gesammelten Vermögenswerte tummeln sich größtenteils in ETFs und einigen Einzelaktien, ich stocke über einen Sparplan und reinvestierte Dividenden bei Gelegenheit auf. Mein Anlagehorizont ist altersgemäß nicht mehr so groß, ich habe auch zu spät mit dem Anlegen angefangen, aber trotzdem beruhigt mich das Erreichte beim Blick in die Zukunft einigermaßen.

    Ich betrachte mich als weitestgehend glücklichen Menschen, aber daran arbeite ich natürlich beständig weiter.

    Auch bestimmte materielle Dinge gehören zu meiner Vorstellung eines befriedigenden Lebens. Ich achte bei allen Gütern, die mir wichtig sind, auf Qualität. Seien es Möbel oder Kleidung, meine HiFi-Anlage oder anderes. Für mich ist es keine erstrebenswerte Vorstellung, in alten, abgenutzten und gebrauchten Dingen (anderer Leute) meine Tage zu verbringen, nur um der Sparsamkeit willen. Ich kann mir damit keine Freiheit in fernerer Zukunft „ersparen“, ich erlebe meine Freiheit jetzt, und zwar so, wie ich meine Lebensvorstellung verwirklichen kann.

    Dazu ist für mich u.a. essenziell, keine Schulden zu haben – ich hatte nie im leben Schulden, ich hatte auch noch nie einen Kredit oder irgendetwas „auf Pump“ – ich leiste mir materielle Qualität nur so, wie es eben geht, ohne dass ich die beständige Pflege meiner Anlagen im Stich lassen müsste.

    Materielle Dinge („Zeug“) sind für mich nicht per se bedeutsam, sondern insofern, wie sie mir andere Dinge – Aspekte meiner Lebensgestaltung – ermöglichen, die mir bedeutsam sind. Nur ein Beispiel:

    Es ist für mich z.B. von sehr hohem (Lebens-) Wert, Musik meiner Wahl (immerhin in mehr als 40 Jahren angesammelt und ein Ende ist nicht abzusehen) in möglichst guter Qualität genießen zu können. Das ist leider nicht ganz billig zu haben. Aber wie gesagt, mir ist das auch eine größere Geldausgabe wert. Eine gute HiFi-Anlage ist in diesem Sinne übrigens lange Jahre Wert-haltig.

    Bücher habe ich nicht mehr viele, die meisten sind in einen öffentlichen Bücherschrank gewandert, weil ich keinen Sinn mehr darin sehe, Regalmeter Bücher in meiner Wohnung zu lagern. Ich neige inzwischen zunehmend zu eBooks, und lesen tue ich eigentlich jeden Abend. Meist einen Roman und ein Sachbuch „gleichzeitig“, nebeneinander.

    Kurz vor Ostern habe ich mir auf meine „alten Tage“ nach ganz kurzer Bedenkzeit (was ganz untypisch für mich ist), ausgelöst durch einen quasi „vorbildhaften“ Entschluss eines Arbeitskollegen, einen Traum meiner Jugend und frühen Erwachsenenjahre erfüllt:

    Ich habe mir ein Motorrad gekauft!

    Eine Entscheidung, die ich ein halbes Jahr früher noch als Quatsch abgetan hätte – aber das muss die Jahrzehnte über irgendwo tief in mir geschlummert haben, und es hat mich prompt zu einem Blogartikel angeregt, in dem ich ausdrücklich meine Erkenntnis bekundete, dass dies Entscheidung absolut nicht unvernünftig war. Ganz im Gegenteil!

    Das Motorradfahren hat mir einen ganz neuen und vielfältigen Aspekt an Lebensqualität gegeben, den ich mir vorher nicht hätte träumen lassen. Ich habe andere, gut gelaunte Menschen kennengelernt, Gleichgesinnte, Menschen, die auch durch das Motorradfahren enormen Spaß an ihrem Leben haben und das gerne mit anderen teilen.

    Ich sehe die Landschaften meiner größeren Umgebung mit ganz anderen Augen, mit einem unmittelbaren Genuss, den ich vom Autofahren her gar nicht kenne.

    Was ich damit zuletzt sagen will:

    Materielle Dinge können zu einem „höheren“ Zweck dienen, sie können einem Dinge ermöglichen, die man sonst vielleicht gar nicht als Möglichkeit sehen würde.

    Für mich ist Minimalismus (wenn man es so nennen will) interessant als Teil-Perspektive, als Teil-Aspekt einer Lebensgestaltung, die mir jetzt und in Zukunft ein gutes und erfülltes Leben ermöglicht. Ich kann mit einem solchen „Anker“ eine vernünftige materielle und ideelle Perspektive in meinem Leben wahren. Und das ist für mich ein ganz wesentlicher Aspekt von Freiheit.

  41. Kiev

    @Fit und Gesund

    Ich glaube Dir, dass der Preis ok ist. Es lohnt sich dann nicht zu vermieten. Die Mieten sind scheinbar noch? viel zu niedrig. Ich kenne mich in Konstanz nicht aus. Aber wenn Du mit realistischen Zahlen auf die Rendite kommst sieht es nicht gut aus. Falls jetzt noch irgend etwas gemacht werden sollte wie Fenster, Dach, Heizung usw. wird es nicht besser… Mit 60 würde ich mit Vermietung auch nicht anfangen wollen. Das ältere Ehepaar in dem Film fand ich nett. Wie die Frau ihren Mann präzisiert und trocken die Anzahl der Häuser benennt. Die erscheinen mir halbwegs realistisch. Den Wert der Immobilien hatten sie um 4 Millionen benannt. Die jährliche Mieteinnahmen auf 40000. Ich weiß nicht wie das gemeint sein soll. Sie werden bestimmt mehr als 1% Rendite haben. Ich vermute, dass sie noch hohe Verbindlichkeiten bei Banken haben. So sind sie zu dem Reichtum über lange Zeit gekommen. Das muss gut geplant sein, sonst kann es ganz schlimm aus dem Ruder laufen.

    Ich würde wenn überhaupt ganze Häuser kaufen. Da ist die Rendite besser und die Konkurrenz geringer. Es geben Leute nun mal viel mehr Geld für eine privat genutzte Wohnung aus, als für ein Renditeobjekt. Man muss auch anders auf ein Renditeobjekt schauen. Wenn ich da selbst wohnen könnte, lohnt es sich höchst wahrscheinlich nicht. Die meisten denken andersrum. Ich habe auch lieber das hässlichste Haus in der Strasse als das schönste…

    Dein Kapital für 80% Finanzierung + Eigenkapital. Dann mit einem Darlehen 10-15 Jahre finanzieren und alle Einnahmen in die Tilgung stecken. Wenn die Lage gut ist könntest Du ja auch eine WEG daraus machen und in Scheiben verkaufen, wenn Du langsam aussteigen möchtest. Aber wozu das ganze? Du bist doch schon fast finanziell frei, oder? Da würde ich keine Verbindlichkeiten mehr aufnehmen. Mir gefallen an Schulden die langen Zeiträume. In 15 Jahren wird man vermutlich entsprechend mehr im Job verdienen. Genauso wird die Miete angepasst sein und die Preise für Immobilien auch entsprechend der Inflation gestiegen sein. Da sieht eine Restschuld vermutlich sehr gering aus. Ich rechne die Restschuld gegen die aktuellen Einnahmen und schaue, ob das bei einem anderen Zinssatz noch gut aufgeht. Ich spare parallel in Etf und führe sehr hohe Sondertilgungen auf einer anderen Immobilie aus. Solange ich noch arbeite kann ich sehr stark korrigierend eingreifen. Ich hatte leider bei den letzten beiden Besichtigungen keinen Erfolg. Die Renditen lagen bei knapp 4,5%, die andere bei 4,2 aber mit viel Luft nach oben (bei der zweiten). Allerdings hatten beide für mich zu viel Risiko, daher habe ich es gelassen… Viel Luft nach oben heisst schließlich auch 9! Jahre warten. Ich bleibe fair zu den Mietern und mache nicht alles was geht. Ich erhöhe die Miete normal ohne energetische Umlagen. Wenn in dem langen Zeitraum für Mietanpassungen höhere Reparaturen anfallen hilft es alles nichts. So könnte die Immobilie mir langfristig nicht genug bringen. Eventuell müsste ich sogar die Tilgung unterstützen, um den Ball ins Rollen zu bekommen. Das passt gerade nicht für mich.

  42. Fit und Gesund

    @Kiev,

    danke nochmal für Deine lange Antwort,

    würde ich nach D zurückgehen, so wär ich sicher finanziell unabhängig, aber mein eigentliches Ziel ist es, in der CH zu bleiben, nur im Winter für paar Wochen in den Süden, in der CH bin ich im Moment finanziell nicht frei, die CH ist sehr teuer.

    Und ganz ehrlich, ich kann noch arbeiten und mit meinem alten Kern-team macht es oftmals noch richtig Spass, aber die Anforderungen wachsen von Jahr zu Jahr,

    ich könnte problemlos mein Pensum von jetzt 90% auf 70% reduzieren, auch eine Möglichkeit, es würde mir mehr als Dicke reichen,

    was „Grosses“ wie ein Haus oder so kauf ich definitiv nicht, in meinem Alter mag ich nicht mit viel Schulden leben, das ist mir zu unsicher.

    Die „Immobilien-Frau“ meines Kollegen hat sich gemeldet, wir schnacken morgen, werde berichten, womöglich ist die ganze Aufregung auch vergeblich und der Kerle hat die Wohnung heute schon losgebracht, das wäre mir dann egal, unter Zeitdruck entscheide ich gar nix.

    liebe Grüsse

  43. steve

    @ fit und gesund,

    schwere Entscheidung Immobilie hier im Blog schon öfters Thema gewesen. Die Mehrheit war meist gegen die Immobilie, selbst Tim der zwei Besitz. Und Entschuldigung dabei ist es doch bitteschön klar dass er die zu einen guten Zeitpunkt gekauft hat!!! Sollte man bei Aktien auch tun, da gehts nur leichter weil man immer wieder kleine Anteile kaufen kann. Zu deiner Immobilie knapp 4% durch Miete erscheint mir nicht schlecht. Wenn du teilfinanzierst die Zinsen sind in Deutschland steuerlich absetzbar. Ansonsten Konstanz wird aufgrund de Bodenseelage Dreiländereck die nächsten Jahre garantiert nicht crashen sonder eher im Wert steigen. Die Entscheidung liegt aber allein bei dir willst du ein hoffentlich langweiliges Investment? Das du unter Umständen nicht schnell verkaufen kannst, obwohl du schon eine hast?

    Ansonsten Denkanregung weil im Blog immer geschimpft wird, das zuwenig gespart wird. Kann das nicht sein, dass es in uns verwurzelt ist? Seit wann kann man den sparen? In der Steinzeit wohl nicht, im Mittelalter auch nicht leicht. Selbst die Rente von Bismarck verarsche, da haben viele für ganz wenige gezahlt die alt genug wurden. Also genetisch dürfte die Zeit den größten Einfluß haben wo sparen nicht lohnend war. Der Mamut brachte keine Zinsen und konservieren ging nicht.

    trotzdem gute Investments

    steve

  44. Felix

    @ Boris

    Vielleicht muss man in unser Alter kommen, um das „leben und leben lassen“ richtig zu verstehen. Konsum um des Konsums willen ist Quatsch und wer dafür Schulden macht, ist ein Depp oder Konsumidiot ist auch ein schöner Ausdruck dafür.

    Aber es gibt wunderbare materielle Dinge, die individuell verschieden, die Lebensqualität und Freude steigern und zwar, wenn man auf Qualität achtet, für eine lange Zeit. Deshalb ist das kapitalistische System ja so unübertroffen: Jeder kann sich aus einem überwältigenden Angebot das raussuchen, was für ihn gut und schön ist. Dass damit nicht alle umgehen können, ist schon klar und für die wäre es wahrscheinlich besser, es gäbe Trabis und sonst nichts.

    Die anderen jedoch gehen über einen Markt voll frischem Obst, das jeder Stand vortrefflicher zu präsentieren sucht, und man wählt das aus, was einem am meisten zusagt. Soll ich da wirklich zu den verschrumpelten Äpfeln greifen? Nein, für mich ist das Warenangebot nicht Konsumterror, sondern die Fülle aus der ich, meinen Bedürfnissen und finanziellen Möglichkeiten entsprechend, das mir geeignet erscheinende aussuche. Und die Verantwortung für die Entscheidung und deren Folgen trage auch ich, das ist die andere Seite der Wahlfreiheit. Ich glaube, letztlich ist es eine Frage, welches Menschenbild man hat. Ich bin für Eigenverantwortlichkeit und kann und will meine Entscheidungen nicht an die Politik oder wen sonst abgeben.

  45. Slazenger

    Fit und gesund

    wenn du das Geld deiner Mama nicht in Gold oder Aktien investieren möchtest, was ich nachvollziehen kann, und wenn eine Immobilie zuviel Arbeit/Unsicherheit bedeutet, dann wird es schwer noch Alternativen zu finden! Nur auf dem Konto liegen lassen, wäre das im Sinn deiner Mama gewesen? Würde ich vor diesem „Problem“ stehen ich würde mir einen Oldtimer gönnen!

    LG in die Schweiz

  46. Kiev

    @Tim

    Deine Sportbilder sind auch sehr motivierend. Ein altes Rennrad ist doch schön. Solange es gepflegt ist, dass man Touren auch zu Ende fahren kann. Ich habe einmal von einem gelesen der die Alpen ein paar mal mit einem Single Speed oder nur ein paar Gängen überquert hat. Und die höchsten und Schwierigsten Etappen waren dabei. Er wollte nicht arrogangt klingen, aber er macht es weil er es kann. Das finde ich super. Raus aus der Komfortzone. Man kann auch mit 50 Jahren mit seinen Kindern campen. Sollen andre in ihren SUVs Wellness machen um den armen von der sitzenden Tätigkeit geplagten Rücken massieren zu lassen.

    Ich habe mich heute auf die Freirolle mit dem Rennrad gesetzt und bin einfach eine Zeit gefahren. Man muss die Dinge einfach Sofort angehen. Sonst findet man wieder nur ausreden…

    Gesundheit hat einen sehr hohen Wert. Ich möchte hier keine Benachteiligten Schlecht machen. Man muss seine Gesundheit aber auch pflegen. Sonst ist es irgendwann zu spät. Natürlich kann man auch Probleme und Einschränkungen trotz aller Bemühungen bekommen. Aber Probleme selbst verschuldet zu bekommen ist einfach nicht weit gedacht.

  47. Nullzinssparer-Michael

    Hallo Tim,

    schöner Artikel, bei dem Bild von dir auf dem alten Drahtesel musste ich schon etwas schmunzeln, aber ich gebe dir prinzipiell Recht. Viele Leute kaufen sich eines der besten Rennräder oder Mountain Bikes, um es dann einige Male im Jahr sanft durch die Landschaft oder um den Block zu bewegen.

    Als ich nach dem Studium begann, war ich genauso. Ich kaufte mir die teuerste Miele Waschmaschine, eine extrem teures Designer Rad und jede Menge anderen Kram, für tausende Euro. Unnötig, heute habe ich nichts mehr davon, aber das Geld ist weg.

    Seit einigen Jahren habe ich meinen Lebenstil radikal gewandelt und bin zufriedener denn je. Auch dank Blogs wie deinem, die einen darin bestärken. Ich bin in meinem Umfeld der Einzige, der so lebt. Meine Kollegen und Bekannten verstehen es kaum. Sie sagen ich muss mein Geld doch ausgeben um zu leben.

    Viele Grüße

    Michael

  48. Fit und Gesund

    hallo Steve, hallo Slazenger,

    danke für Eure Beiträge, die Wohnung ist reserviert, ……….

    nein, nicht ich, aber ich bin froh drum, ich bin heute Morgen viel aufgeräumter aufgewacht, ich dachte… also die Roche Dividendenrendite ist über 3.5% und die machen Null Arbeit,

    denke der Drops ist nun für mich gelutscht, viel Aufregung um Nix!

    Wünsche Allen eine gute Woche

  49. steve

    @ fit und gesund

    Roche ist doch o.k. Ist meiner Ansicht auch deshalb gefallen, weil die Verflechtung mit Novartis gelöst wurde. Novartis hat deshalb seinen ca 30% Anteil an Roche verkauft. Ansonsten stetig gesteigerte Dividende, für dich kein Ärger mit Rückforderung der zu hohen Quellensteuer. Diese hohe Quellensteuer hindert mich, ich finde das in der heutigen Zeit nur Abzockung des Kleinanleger da steht Aufwand und Ertrag in einem Verhältnis, das man leicht zum Schluss kommt es zu lassen.

    Der Millionär mit zehntausenden an Dividenden lässt es sicher zurückholen. Die Anzahl der Länder die sich demokratisch und sozial nennen und eine Quellensteuer erheben die nicht komplett angerechnet wird, machen mich nachdenklich.

    Gruß Steve

  50. Thomas der Sparkojote

    Wir haben dieses Wochenende extrem viel ausgemistet, hauptsächlich Dinge von meiner Freundin (Kleider, Schminke, Schuhe und Krimskrams). Das war echt befreiend, gut 2-3 Kubikmeter Ware ist zusammen gekommen, die jetzt raus müssen 🙂

    Grüsse
    Thomas

  51. Claus

    @ fit und gesund

    hallo und guten Morgen,

    … eine gute Entscheidung, das Geld Deiner lieben Mama sinnvoll, ohne Stress und mit derzeit maximalem und recht sicheren Ertrag zu investieren.

    Hätte ich heute Dein Problem, würde ich ein „Mini-Depot“ (von der Anzahl der Werte her) einrichten und das Geld gleichmäßig in jeden Titel verteilen:

    Roche und/oder Novartis
    Shell und/oder Total
    H & M
    IBM und/oder Cisco
    Hormel und/oder Gen. Mills und/oder Nestle

    Wenn Du magst, passt dazu noch:

    Commonwealth Bank of Australia oder Scotiabank

    So hast Du mit wenigen nicht überteuerten Werten eine recht gute Branchen- und Ländermischung mit einer hervorragenden Dividendenrendite.

    Viel Erfolg und LG

  52. Hans Wurst

    @Boris:

    Ich kann ganz genaue nachempfinden was du fühlst. Ich hab erst mit 48 Jahren erst mein Motorradführerschein im letzten Jahr gemacht und mir im März ein Motorrad gekauft. Mittlerweile habe ich ca. 20.000km gefahren und fahre auch jetzt noch, obwohl es kälter ist. Ich hätte nie  erfahren in was für ein schöner Gegend ich hier in der Nähe von Köln wohne, wenn ich nicht Motorrad gefahren wäre. Und bereue die Jahre davor in den ich nicht gefahren bin.

  53. Anna-Lena

    @Claus

    Bei H&M finde ich komisch, dass der Umsatz stark wächst (2007: 78.346 und 2016: 192.267, jedes Jahr kontinuierliches Wachstum), aber der Free Cashflow rückläufig ist (2007: 11.773 und 2016: 10.429). Auch die Margen sind rückläufig: (EBIT-Marge 2007: 23,46, 2016: 12,39 und Netto-Marge 2007: 17,34 und 2016: 9,69). Auch die Liquidität ist rückläufig: (Current Ratio 2007: 3,51, 2016: 1,60, Quick Ratio 2007: 2,54 und 2016: 0,53). Unter dem Gesichtspunkt, dass sie einen stetigen höheren Umsatz haben, finde ich das sehr merkwürdig? Wahrscheinlich stehen die Gründe in den Geschäftsberichten. Meine Daten habe ich nur von Morningstar. Die Renditen sind aber echt super.

    Die größten Probleme, die IBM hat: niedrige Eigenkapitalquote (ca. 15 %) und Debt-To-Equity 1,90 (viel zu hoch). Pluspunkte: trotz sinkendem Umsatz wurde der FCF ausgebaut (Umsatz 2007: 98.786, 2016: 79.919. FCF 2007: 10.589, 2016: 12.808). Das spricht für ein gutes Management, glaube ich. Auch die Margen sind höher als vor 10 Jahren.

    Ich war gerade joggen 😀 Ich hab seit Monaten keinen Sport mehr gemacht. Ich fühle mich zwar echt kaputt, aber total gut irgendwie ^^

    Schönen Montag 🙂

     

  54. Claus

    @ Anna-Lena

    Hallo,

    Die Zahlen hast Du gut analysiert.

    H&M investiert viel in neue Filialen, neue Marken und den Onlinehandel. Das drückt auf den Cashflow. Zusätzlich leiden sie durch enorme Konkurrenz und bis kürzlich durch den starken Dollar. Sie erwirtschaften überwiegend EUR und zahlen die Wareneingänge in USD. Hier sollte es demnächst etwas besser aussehen. Da der Umsatz konstant steigt, scheinen die „Klamotten“ ja sehr begehrt zu sein, die Läden sind stets voll. Die Geschäftsleitung hat jede Menge eigene Aktien privat gekauft. Die Bilanz ist grundsolide, die Dividende hoch und wird jetzt auch 2 x jährlich bezahlt. Über die Arbeitsbedingungen kann man natürlich geteilter Meinung sein. Das ist aber ein Problem, das viele Großunternehmen in allen Branchen haben. i-Phones werden teilweise auch durch Kinderhände produziert…

    IBM hat ein gutes Management. Die niedrige EK-Quote kommt wohl auch durch die Aktienrückkäufe. Big Blue sehe ich als Dividenden-Juwel. Sie werden ihren Weg auch weiterhin gehen, die Milliardengewinne entstehen nicht durch Unfähigkeit.

    Glückwunsch zum überwinden des „inneren Schweinehundes“ (joggen).

    LG

  55. Fit und Gesund

    hallo Claus,

    die Sache mit der Wohnung ging heute noch weiter 🙂   aber keine Angst, nein heisst auch nein…

    Wegen dem Mini-Depot, also so ganz verstehe ich das nicht, leider zu doof dafür….

    Roche, Novartis und Nestlé sind ja schon meine grössten Einzelportionen (ETF-Portfolio nicht berücksichtigt)

    Roche: 11%, Novartis: 10.4% und Nestlé 13%

    Shell hab ich, H&M hab ich, Cisco hab ich

    Total, IBM, Hormel, Gen.Mills und die Banken hab ich nicht, gefallen würde mir hiervon nur Bank of Nova Scotia,

    meinst Du nun ich solle quasi ein zweites Depot einrichten und dann diese Aktien gleichgewichtet kaufen?

    oder meinst Du ich solle meine eigenen Aktien quasi aufstocken, also Roche, und Cisco würd ich aufstocken, Cisco hab ich sowieso vor aufzustocken, Nova Scotia wär ich auch noch mit einverstanden,

    alles Geld würd ich sowieso nicht nehmen, ich kann mir vorstellen etwa 25% davon und das in 2 Tranchen, eilt eh nicht, im Moment kommt Alles runter,

    warum das extra Depot? warum gleichgewichtet, die hohen Positionen bei Roche, Novartis und Nestlé stammen einfach noch aus meiner Anfängerzeit,

    na ja, wird schon werden irgendwie 🙂

    danke und liebe Grüsse

     

     

  56. June

    @Fit und Gesund,

    ich denke auch, dass du mit der Wohung die richtige Entscheidung getroffen hast.

    Lass dir mit dem Geld von deiner Mama Zeit. So eine Entscheidung sollte langsam reifen.

    Wir haben auch gelernt Entscheidungen langsam anzugehen. Gelegenheiten kommen auch immer wieder. Ob dies nun Aktien, Immobilien oder ander Anlagen sind. Außerdem finde ich ab 60 oder 65 eine höhere Cash Quote gar nicht unattraktiv. Damit könntest du ganz relaxt in der Rente zuerst Geld zum Alltag zuschießen und dein Depot kann weiter wachsen.

    Ist denn deine Immobilie schon ganz Schuldenfrei? Wenn nicht kannst du doch damit auch deine Wohnung erstmal komplett abzahlen.

    Take care,

    June

  57. Claus

    @ fit und gesund

    lass Dir Zeit bei Deinen Entscheidungen. Nichts eilt…

    Falls Du Dich für Aktien entscheidest, gibt es, wie ja immer, viele Möglichkeiten. DU solltest Dich auf jeden Fall damit wohl fühlen, sonst macht es keinen Sinn.

    Du kannst ein getrenntes Depot für „das neue Geld“ verwenden. Dann würde ich ausschließlich Aktien kaufen, die ich für immer behalte und nur auf die Dividende „schiele“. Ein Verkauf käme für mich dann nur im äußersten Notfall (ich brauche das Geld oder die Firma „funktioniert“ nicht mehr) infrage. Am besten kaufen, Depot vergessen, Dividenden kassieren…

    Ein Nachteil kann sein, dass Du Aktien kaufst, die Du schon hast und die Gesamtgewichtung über alle Anlagen bei der einen oder anderen Aktie zu gross und damit zu riskoreich wird.

    Bei mir mache ich es mit meinen 3 Depots so, dass ich alle Depots als ein Gesamtdepot betrachte und führe. Das kann man z.B. ganz einfach in Excel abbilden. Die Positionsgrößen für Branchen und einzelne Aktien sind klar geregelt. Ich habe noch ein Rebalancing-System zugefügt, das mir sofort Über-/Untergewichtungen jeder Aktie und jedes Sektors anzeigt.

    Grundsätzlich versuche ich, alles so einfach wie möglich zu halten.

    Vielleicht ist für Dich ja auch der Wohnungskauf besser, das kannst nur Du entscheiden. Dann würde ich die Wohnung aber komplett bezahlen. Aktien könntest Du ja trotzdem aus den laufenden Mieteinnahmen kaufen. Aber bedenke: 2,5% – 3% jährliche Netto-Dividendenrendite gehen für die Kaufsumme + NK verloren.

    Wünsche Dir „gute Gedanken“ und viel Erfolg

    LG

     

  58. Fit und Gesund

    @June,

    ganz sicher überstürze ich nix, „wer’s eilig hat macht Fehler“, bewahrheitet sich meistens,

    meine eigene ETW ist nicht ganz abbezahlt, leider läuft die Hypothek noch knapp 5 Jahre, aber das Geld dafür bekomme ich in 3 Jahren durch eine Lebensversicherung und es ist dann noch was über, vorher abzahlen macht gar keinen Sinn (Vorfälligkeitsentschädigung und Steuern),

    Immobilien sind schon eine gute Sache, vor ein paar Wochen hab ich gesehen dass eine identische Whg. wie die Mutter sie hatte verkauft wurde, für 100000 mehr als der ursprüngliche Kaufpreis, also eine enorme Wertsteigerung erfahren hat. Der Studentenbude die ich da in Konstanz angeschaut hatte, würde ich aber keine Wertsteigerung zutrauen, zumindest nicht in dem Ausmass.

    Der Immobilien-Drops ist ausgelutscht, definitiv, ich mach das nicht, zu aufwändig das Ganze, das sollte man machen wenn man jünger ist.

    @Claus,

    die Strategie für 2018 steht bei mir fest, ich habe nun 25 Aktien und mehr als 30 dürfen es nicht werden, das ist mir ziemlich heilig, da ist auch nix bei was ich verkaufen möchte, mit meiner Auswahl bin ich sehr zufrieden, ich werde aufstocken, besonders BAT, Henkel (verlieren heute ordentlich) SAP, Cisco, Swiss RE, evtl Unilever.

    Plätze sind noch frei für Fuchs Petrolub, Microsoft (sollten die mal abstürzen) BASF…Bank of Nova Scotia

    Nächstes Jahr werde ich noch das Aktiensparprogramm voll durchziehen um auf 600 CHF Dividendenrendite /Monat zu kommen, das mit meinem eigenen Geld,

    das Geld der Mutter werde ich einsetzen wenn es zu einem Einbruch bei einer meiner „besten“ Aktien käme, wie die oben von Dir genannten, bei Roche bin ich in Lauerstellung, auch wenn es meine Position weiter vergrössern würde, die Dividendenrendite erachte ich als ziemlich sicher und sie ist sehr gut. Aber natürlich wohldosiert,

    ich würde das dann in einer gesonderten Excel-Tabelle als „Mutter-Depot“ führen,

    Vielen Dank nochmal für Eure Beiträge, ich weiss das sehr zu schätzen.

     

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