Mit Anfang 30 ist dieser Kanadier finanziell frei


New York, 16. November 2016
csxcx

Sean Cooper. Mit 30 Jahren war der Hausbesitzer schuldenfrei. Kanada wundert sich über seinen finanziellen Erfolg (Bildschirmfoto Youtube Interview mit Taxevity Insurance Advisory).

Ich finde diesen Kanadier beeindruckend: Sean Cooper ist ein freier Finanzjournalist und Pensionsanalyst. Er hat 2012 ein Haus in Toronto für 425.000 Dollar gekauft. Er nahm mehrere Nebenjobs an, arbeitete sogar in einem Supermarkt. So kam er auf ein Jahresgehalt von fast 100.000 Dollar, das er zum Gutteil zum Tilgen der Hypothek nutzte.

Cooper hat sein Haus vermietet, zog selbst in den Keller, um Miete zu kassieren. Er sparte jeden Dollar, den er sparen konnte. Auf ein Auto verzichtete er. Der Pfennigfuchser fuhr mit dem Rad zur Arbeit. Zuhause schmierte er die Brote für die Pause.

Ihm gelang etwas, was viele Nordamerikaner erstaunt: Er tilgte wie ein Wilder. Jetzt ist er schuldenfrei. Die 255.000 Dollar Hypothek ist getilgt. Das für 425.000 Dollar erworbene Haus gehört ihm ganz. Er gibt selbstkritisch zu, dass er zu viel gearbeitet hat. Jetzt möchte er sich belohnen. Der 30-jährige plant ein paar Urlaube.

Er hat den Hypothekenvertrag in Toronto vor Freunden und den Medien feierlich auf der Straße verbrannt. Cooper wurde von den Finanzproblemen seiner Mutter geprägt. Das Leiden der Mutter scheint ihn motiviert zu haben, es anders zu machen.

Er wurde einerseits im Internet gefeiert. Andererseits gab es genauso viele Kritiker. „Er lebte erbärmlich unzufrieden“, war ein typischer Kommentar. Auf die Haß-Kommentare reagierte er so: „Es ist leichter verärgert über das Leben anderer zu sein, wenn man sich nicht so anstrengen will wie die Person, die man kritisiert.“ Er sagt, die Kritiker seien alle neidisch.

In der Tat ist es so, dass die Mittelschicht ein Konsumsklave ist. Die meisten Menschen brauchen 30 Jahre und länger, um eine Hypothek abzubezahlen. Er schaffte es dagegen in gut drei Jahren.

Cooper hat in Kanada mit seinem Erfolg Schlagzeilen gemacht. Er ist mit Anfang 30 fast finanziell frei. Er gab etliche Interviews. Selbst die britische Zeitung „Daily Mail“ berichtete über seinen Erfolg.

Mittlerweile scheint er finanziell frei zu sein. Er gab daher dieses Interview zum Thema „Finanzielle Unabhängigkeit ab dem 31. Lebensjahr“:

Wie sparen Sie am besten? Sind Immobilien oder Aktien besser? Im langen Schnitt zeigen Studien, dass sich Aktien eher lohnen. Warum ist das so? Immobilien entwicklen sich grob so wie die Inflation. Produktiv eingesetztes Kapital verdient dagegen im Regelfall mehr als der Marktzins. Deshalb sind Sie mit Aktien solider Unternehmen auf lange Sicht besser gestellt als mit Zinspapieren oder Immobilien. Also lieber an Aktien denken, und zwar langfristig. Entweder kontinuierlich anlegen – sprich jeden Monat. Oder antizyklisch einsteigen. So wie es Value-Investoren machen.

Für Konsumgeile scheint das Sparen unmöglich zu sein. Wer aber mit ein paar Euro anfängt, merkt, dass es gar nicht so schwierig ist. Wer aus ein paar Euro ein paar hundert Euro im Monat macht und das Geld in einen ETF monatlich investiert, hat gewonnen. So wird aus einem Schneeball eine Lawine – mit den Dekaden.

In der Schule mussten Sie auch Ihre Hausaufgaben und das Lernen planen. Als Sie erwachsen wurden, suchten Sie sich hoffentlich einen guten, verlässlichen Partner/Partnerin. Dann blieben Sie nach Möglichkeit den Schulden fern usw. Das sind doch alles einleuchtende Dinge.

Beim Sparen für die Rente ist es ähnlich. Das ist für mich kein Problem. Es ist eine Priorität für mich. Weil ich finanziell frei sein möchte. Trotzdem bleibt Geld übrig. Damit habe ich Spass.

Konsumsüchtige sind immer unzufrieden mit dem, was sie haben. Sie wollen ein neueres Smartphone. Ein schnelleres Auto. Eine neue Küche, ein neues Bad, neue Möbel, neuen Flachfernseher… Wer ständig unzufrieden ist mit dem, was er hat, ist ein verwöhnter Bengel. Zufrieden zu sein mit dem, was Sie haben, führt zu einem Seelenfrieden. Und mehr Ersparnissen.

Wie können Sie Ihre Lage bessern? Es ist einfach Ihre Schwachpunkte zu entdecken. Fragen Sie Ihr Umfeld nach Hinweisen. Oder betrachten Sie sich selbst einen Tag lang: Ihre Zukunft ist versteckt in Ihren täglichen Gewohnheiten.

Wer keine Fortschritte macht, aber gleichzeitig ein Protzauto fährt, dem rate ich, das Protzding gegen eine alte Kiste einzutauschen.

Wohlhabende Menschen investieren zuerst. Nur das, was übrig bleibt, geben sie aus. Ist kein Geld für ein Protzauto übrig, fahren Reiche eben kein Protzauto.

Nachtrag: Der Kanadier zeigt, was alles möglich ist mit harter Arbeit, Zielen und Träumen. Ich finde, solche Motivationsvideos sind erstaunlich, denn sie zeigen, dass erfolgreiche Menschen extrem hart an Dingen arbeiten. Sie sind besessen:

Oder dieses Video inspiriert. In ihm kommt Warren Buffett vor, der von Anbeginn wusste, zu träumen und sich Ziele zu setzen:


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Mit Anfang 30 ist dieser Kanadier finanziell frei

  1. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ PIBE350

    Danke! Ja, genau.

    Ich finde: Außergewöhnliche Anstrengungen führen zu außergewöhnlichen Erfolgen. Das ist echt super, dass er mit Anfang 30 finanziell frei ist. Dieser Fall zeigt, was alles möglich ist.

  2. Christoph

    Hochachtung!

    Er hat Recht. Selbst wenn er die Jahre unzufrieden gewesen wäre. Oder vielleicht angestrengt wirkte, jetzt hat er es fast geschafft und kann da stun was ihm gefällt. Ob Angeln, im Tierheim helfen oder sonst was.

    Er hat quasi über 30 Jahre Vorsprung und ist noch sehr jung. Super.

  3. Felix

    Er könnte auch noch einen Beruf erlernen, der ihn erfüllt und den er nicht so schnell es irgend geht an den Nagel hängt.

  4. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Christoph

    Ich finde auch, dass er Hochachtung verdient hat. Weil er etwas erreicht hat, was wohl nicht mal 1% der Bevölkerung schafft. Seine Selbstdisziplin ist enorm.

     

    @ Felix

    Warum sollte er einen Job haben, wenn gerade das nicht sein Ziel ist? Er möchte reisen, Urlaub machen, eine Frau fürs Leben finden. Er genießt seine finanzielle Freiheit. Das ist doch super. Warum sollte er das tun, was alle machen? Er hat darauf keine Lust.

  5. Gurki

    War heute in einem Möbelgeschäft, wollte mal nach einem Läufer (Teppich) schauen und nach Kissenbezüge, beides hatten sie nicht – zumindest nicht in dem Design was ich mir so vorgestellt habe.

    Dafür hatten sie aber gefühlt Quadratkilometer Fläche an Dekokrams. Und die Leute kaufen den Schund ja auch noch. Staubt doch nur ein der Krams.

  6. Dominik - Finanziell Frei mit 30

    Die ganzen Kommentatoren, die sein erreichtes Ziel nur negativ ansehen und sagen, dass er die ganze Zeit über kein Spaß hatte, geben mehr über sich selbst preis als sie denken.

    In den allermeisten Aussagen (besonders bei Kritik) steckt sehr viel Selbstoffenbarung drin. So zeigen sie gleichzeitig mit dieser Aussage, dass sie es ihm nicht gönnen, den Erfolg schlecht reden wollen, gerne auch an diesem Punkt finanziell stehen würden, aber nicht die nötigen Strapazen auf sich nehmen wollen.

    Respekt vor Menschen, die sich den allgemeinen gesellschaftlichen Trends entgegensetzen und sich jahrelang in ihre eigene gewünschte Richtung bewegen. Das benötigt viel Kraft und Durchhaltevermögen.

     

    Schöne Grüße

    Dominik

  7. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Gurki

    Das ist in der Tat Schund. Ich habe eine Bekannte, da steht in jedem Eck ein Schränkchen mit Deckchen drauf samt Schnickschnack. Kaum kommst Du aus der Dusche, fallen die Porzelanpuppen reihenweise um.

     

    @ Dominik

    Gut auf den Punkt gebracht.

    Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich erarbeiten.

  8. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Felix,

    ich denke, nach einer Zeit des Genusses (Respekt ihm übrigens!) will man wieder etwas Sinnvolles machen, wo man Anerkennung durch Menschen durch die soziale Interaktion erfährt. Nur Nichtstun führt zu nix.

    Ob das ein Beruf im klassischen Sinn sein muss bezweifle ich. Man kann sich auch so einbringen. Man würde das ja freiwillig ohne Bezahlung machen. So wie Forrest Gump den Rasen umsonst gemäht hat, weil es ihm Spaß macht. 😉

    Zitat: „…da ich so unermesslich reich war, mähte ich den Rasen für umsonst.“

    Die Feststellung von Kiyosaki ist eigentlich eine Binsenweisheit:

    “The rich do not work for money. Most people do not understand that, because they’re taught to go to school and get a job for money. The rich don’t work for money.“

    Ja, aber um reich zu werden, damit man die Freiheit hat, muss man, wenn es einem nicht zufällt, natürlich erst mal über ein Einkommen zu Geld kommen.

    @Dominic,

    ein offener Hemdkragen unter der Krawatte ist ein stilistisches No-Go. Aber das lernt er sicher nun auch noch. Man muss einfach das Hemd mit einer Kragenweite kaufen, dass es geschlossen auch noch bequem ist.

    @Stefan C.

    wegen Lynch noch mal. Hatte es vorhin auf die Schnelle nicht parat zum Entgegnen auf Dein Zitat.

    Auch das sagt Lynch, und das (habe das Zitat schon gebracht) meine ich mit dem Timing:

    „In his excellent book One Up on Wall Street, Peter Lynch, the best mutual fund manager ever, revealed a powerful charting tool that helped him to achieve a gain of 29.2% in his portfolios for 13 years. In this chart, Peter Lynch drew the stock price and the earnings per share together and aligned the value of $1 in earnings per share to $15 in stock price. He wrote in pages 164-165 of the book:

    „A quick way to tell if a stock is overpriced is to compare the price line to the earnings line. If you bought familiar growth companies when the stock price fell well below the earnings line, and sold them when the stock price rose dramatically above it, the chances are you’d do pretty well.“  (Quelle: Gurufocus.com)

    Ergänzung: And buy them back below the earnings line, and sell them another time above it, and so on…

    MS

  9. dirk

    Wie schafft man es als Journalist durch Nebenjobs auf ein Verdienst von 100.000 Dollar im Jahr zu kommen? Sicher nicht als Regaleinräumer im Supermarkt.

  10. tim timmer

    @Matthias Schneider:

    Zu deinem Peter Lynch-Zitat wüsste ich gerne, ob du eine Webseite oder eine Tool hast, mit dem man das besonders einfach kann? Hättest du da eine Empfehlung?

    Das wäre nett und schön!

     

  11. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Dirk

    Ich habe ja im Blog oben geschrieben, dass er ein Pensionsanalyst ist. Nebenbei hat er im Supermarkt gearbeitet und als freier Journalist.

    Die Details sind erwähnt. Auch diesen Artikel hatte ich verlinkt. Insofern sind alle Infos verfügbar:

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-3347038/They-just-jealous-Penny-pinching-homeowner-30-got-TROLLED-boasting-clearing-255-000-mortgage-three-years-goes-1-000-shopping-trip-reveals-s-looking-frugal-love-life.html

    Man muss sich nur die Mühe machen, es durchzulesen, wenn man es wissen will. Sogar seine einzelnen Einnahmen hat er detailiert aufgelistet nebst Ausgaben.

  12. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @tim timmer,

    wenn ich eine Aktie im Auge habe, dann schaue ich mir das immer bei http://www.gurufocus.com an, was die dazu sagen.

    Wenn ich von meinem Antrieb her eine Aktie kaufen wollen würde, und die Angaben bestärken mich, dann nehme ich sie.

    Du musst Dich dort kostenlos registrieren, für die Premium-Möglichkeiten brauche ich es nicht, da zu wenig Nutzen für mich als relativ inaktiver Anleger.

    Die beschriebene Lynch-Earnings-Line ist nichts anderes, als diese blaue Linie. Sie berechnet den Preis, den die Aktie nur haben dürfte bei einem KGV 15. Wenn die grüne Linie (Marktpreis der Aktie) weit darüber ist („dramatically above“), dann sollte man sie nach Lynch nicht kaufen, sondern verkaufen so man sie noch hat.

    Viele Aktien fallen natürlich sehr lange nicht. Aber es geht halt um die Beurteilung.

    Hier wurde ja die CHD (Church & Dwight) erwähnt. Sicher guter Wert, aber nach dieser Ansicht dürfte man sie eben jetzt nicht kaufen, oder sollte sie sogar verkaufen, wenn man sie hat, und auf eine bessere Bewertung warten. Das kann frustrierend lange dauern, aber dann muss man andere (günstigere) Sachen suchen.

    Hier sieht man z.B. die Bewertung des Peter Lynch Fair Value (abweichend von der Earnings Line). Wenn der nicht in den oberen Balken gleich anklickbar ist, dann links unten bei Price/Peter Lynch Fair Value aufrufen.

    Da werden Growth-Aspekte mit berechnet, und hier mit 17,38 USD berechnet.

    Man sieht aber, dass der Marktpreis sich sehr weit („dramatically“) von der Earnings Line nach oben entfernt hat. Da ist zu erwarten, dass es bei schlechten Zahlen dramatisch nach Süden gehen kann.

    Man kann das natürlich auch alles als Humbug sehen, und einfach machen was man für richtig hält. 😉

    MS

     

  13. Stefan C.

    @ Matthias Schneider

    Ich habe die Bücher von Peter Lynch begeistert gelesen. Er ist wie Warren Buffett ein Jahrhundertinvestor, der es geschafft hat, über lange Zeiträume gigantische Überrenditen zu erzielen.

    Wie hoch ist Deine Überrendite die Du – langfristig mit Deiner Strategie im Vergleich zu Tims Buy & Hold Strategie – erzielst?

    Und was kostet Dich dieses „Mehr“ an Rendite in Form von Zeit, Arbeit und Nerven? ;0)

    Beste Grüße
    Stefan C.

  14. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Stefan C.

    ich habe ja schon bei Markus geschrieben (und er hat das Problem sehr klar beschrieben), ich/jeder kann das nicht vergleichen. Wie sollte man das auch können?

    Da müsste man 2 Depots mit dem gleichen Startkapital und den gleichen Werten parallel führen.

    Man kann doch keine Depots mit verschiedenen Werten und auch noch verschiedenen Vorgehensweisen miteinander vergleichen.

    Das eine Depot, welches unangetastet blieb, hätte mit Handeln der Werte mehr gebracht haben können. Das andere, was gehandelt wurde, kann trotzdem (obwohl besser als wenn die gleichen Werte liegen geblieben wären) dennoch schlechter abschneiden als das andere, welches nicht angefasst wurde. Aber einfach deswegen, weil die glücklicheren Aktien beim Holder gewählt wurden.

    Aber wenn er die des „Traders“ genommen hätte, dann wäre es halt schlechter.

    Man kann nur für sich selbst einschätzen, ob man Mist gemacht hat, oder besser vorwärts gekommen ist.

    Ich für mich denke mir, dass ich mit einfach liegen lassen und nie was verkaufen schlechter gefahren wäre.

    Muss ich einfach so stehen lassen.

    MS

     

  15. MattySpaghetti

    Der Peter Lynch Fair Value von BRK ist 198$, das sind etwa 185€. Dann muss die Aktie ja gerade (noch) sehr billig sein mit unter 150€. Ich glaube Tim hatte so etwas auch mal irgendwann hier im Blog geschrieben.

    Irgendwie wundert mich das – dass gerade die Firma des erfolgreichsten Investors so billig ist und doch so gut im Vergleich mit dem S&P performt. Vielleicht kann mich ja jemand mal aufklären…

  16. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @MattySpaghetti,

    ich nehme an, dass eben ein gutes Wachstum projiziert wird, und eben als Vorschusslorbeeren  eingepreist sind.

    Nachtrag: Ich komme auf 132,73 USD!

    Sowas hätte ich jetzt instinktiv auch eher vermutet, weil auf solche Werte eher eine Prämie/Aufpreis gezahlt wird.

    MS

  17. Markus

    Peter Lynch hat nach seinen 13 Jahren Outperformance anschließend mit seinen gemanagten Portfolios relativ schlecht abgeschnitten…

    Muss die Quelle nachlesen… war beim Kommer.

  18. Mr. B

    HCP

    Nach der für mich außergewöhnlichen Einbuchungsgebühr, kam jetzt noch eine steuerliche Nachbelastung für den SpinOff. Lief diesmal wirklich suboptimal.

    Ist das mit der Steuer bei euch auch so?

  19. Mr. B

    QCP

    Zudem ist QCP mit Kaufkurs 0,00 EUR eingebucht. Sprich beim Verkauf fallen hier wieder Steuer an. Ist das korrekt, kann man da etwas machen?  Außer sich ärgern. ; )

  20. StefanStefan

    @ MattySpaghetti

    Berkshire wird eher nach Buchwert bewertet. Weiss jetzt nicht genau wie der steht. Hab nur neulich bei Gurufocus gelesen, dass die Schwelle bei der Berkshire eigene Aktien zurückkauft nun bei 130$ liegt. Und das sind glaube ich der 1,2 fache Buchwert. Bei 157 $ ist Berkshire jedenfalls nicht billig. Die 130 $ sind aber quasi ein Boden, tiefer sollte sie nicht fallen.

     

    @ Matthias

    Warum muss man sich bei Gurufocus registrieren? Doch nur für die Premium-Mitgliedschaft…kenne das nur von Seeking Alpha, dass man seine E-Mail Adresse angeben muss

    Ich finde die Interactive Charts von Gurufocus auch super. Da kann man mit wenigen Klicks die wesentlichen Dinge über einen längeren Zeitverlauf sehen: Eigenkapitalrendite, Dividendenrendite, Zahl der ausstehenden Aktien, KGV, Buchwert usw…

  21. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Stefan,

    möglicherweise gehen diese normalen Dinge jetzt auch ohne Registrierung. Dann haben sie es gelockert. Vor einiger Zeit konnte man nur wenige Abfragen machen unregistriert, dann kam immer der Hinweis, dass man sich registrieren soll.

    Selbst dann konnte man registriert nur eine gewisse Anzahl von Abfragen am Tag machen. Diese Einschränkung ist mir jetzt auch nicht mehr aufgefallen.

    Seeking Alpha ist auch prima. Da kann man sich über die neuen Beiträger zu den Werten in der Watchlist immer aktuell informieren lassen.

    Eine ziemlich unersetzliche Quelle, finde ich.

    Schönen Tag

    MS

     

  22. Dominic | Der Portfoliomanager.de

    Die obige Geschichte ist ja noch recht glaubhaft. Manchmal schießt die Berichterstattung im Bereich Financial Independence aber echt den Vogel ab. Realitätsferner geht es dann kaum.

    Ein jüngstes Beispiel aus dem Hause Forbes:

    http://www.forbes.com/sites/mayakachroolevine/2016/11/14/how-this-28-year-old-retired-in-nyc-with-a-net-worth-of-more-than-2-million/#2d59d2b4491d

    Und mein Kommentar dazu:

    http://derportfoliomanager.de/maerchenstunde-im-hause-forbes

  23. Christoph

    Also so unrealistisch finde ich das gar nicht.

    sagt Sie ja, dass sie sich schon vor der uni für das investieren interessiert hat
    Lebt Sie mit ihrem Mann zusammen. So spart man auch noch mal. Man geht nicht so oft feiern wie als single, halbe Haushaltskosten etc.
    Gerade in NYC sind die Gehälter sicherlich top wenn man gut ist. Wenn Sie 100 k verdient müsste Sie 60 k mindestens rausbekommen. Das Sind 5k pro MOnat. Somit könnte Sie ca 3k im MOnat investieren.

  24. Stefan Ledabyl

    Guten Morgen,

    das ist schon beneidenswert.

    Ich habe auch schon über einen Nebenjob nachgedacht. Es gibt an der Schwahntalerstr. einige IT-Läden. Leider suchen die auf 450 Euro Basis Mitarbeiter die felxibel sind, auch unter der Woche, ich könnte nur am Samstag. Da die Geschäfte in Bayern nur bis 20 Uhr geöffnet haben, und diese Läden in der Regel nur bis 19Uhr, hab ich keine Chance Hauptberuf und Nebenjob so richtig unter einen Hut zu bekommen.

    In der Allianzarena hab ich auch schon nachgefragt, unter der Woche CL oder eben am Wochenende, aber alles voll. Bei den 60`er hab ich es allerdings noch nicht versucht…

    Mal eine Frage nebenbei. Was haltet ihr von AMD? Habe Anfang des Jahres eine Position für 2,16Euro gekauft, jetzt liegt der Kurs bei über 7 Euro. Schon vor Monaten war bekannt, dass AMD mit Zen wieder Konkurenzfähig werden könnte, Momentan sieht es so aus, als wenn der Abstand zu Intel wirklich geschrumpft ist, na gut das ist natürlich Spekulation, aber 100 Stück für 216 Euro hab ich mir Anfang des Jahres mal zugelegt. Zu dem Zeitpunkt lag Nvidia bei 19Euro wegen Ihrem Skandal mit der GTX970, das Ramgate..Hätte ich damals lieber in Nvidia investiert, aber ich habe mich verleiten lassen, da ich damals privat AMD Karten nutzte.

    Schönen Tag allen

  25. Christoph

    @Stefan: Klar wäre Nvidia besser gewesen aber von 2,16 auf 7 Euro ist doch super.

    Ich glaube ich würde die Gewinne mitnehmen und momentan dann auf Rücksetzer warten. Oder in ein langfrist Invest gehen.

    Wegen Nebenjob: Wenn du fit bist: In München gibt es doch diese FahrradRikschas. Wenn Du dich gut auskennst.. Ist momentan natürlich n bisschen kalt. Oder Aushilfe im Kino? Oder Bei anderen Sportarten? Eishockey zB?

  26. FLORIAN MÜLLER

    Grandiose Leistung. Um so etwas zu erreichen, brauch mal wirklich ein enormen Willen und Standhaftigkeit. Ein Opfer musste er bringen, aber das lediglich 3 Jahre. Im Verhältnis kann er sich jetzt selbstbestimmt über sein Leben Gedanken machen und die Zukunft in Ruhe planen.

  27. Philipp

    Respekt! Er hatte aber (als Mann) einen großen Vorteil. Wenn ich das richtig verstanden haben, hatte er während der Zeit weder eine Frau noch Kinder. Und als Mann eine Familie ernähren zu müssen ist schon hart….

     

    LG

  28. Lad

    Sehr interessant. USA in Rezession 2004-2016.
    Offiziell, laut der gefälschten Statistik wächst Bruttoinlandsprodukt BIP von USA rund 2% jährlich. Laut Shadow Government Statistics aber schwächelt die amerikanische Wirtschaft rund 2% jährlich. Demnach ist die USA in Rezession 2004-2016. Aber den Aktien schadet es nicht. Anscheinend kennen oder glauben nur wenige Investoren, Daytrader und Automaten die Shadow Government Statistics, oder haben keine bessere Wahl als Aktien zu kaufen.
    Für das Bild oder Chart suche mit Google – Bilder : „shadow government statistics“ GDP 2016!
    Offiziell, laut der gefälschten Statistik ist in der USA 5% Menschen arbeitslos. Laut Shadow Government Statistics aber 2010-2016 hatten 22% Amerikaner keine Arbeit.
    Für das Diagramm suche mit Google – Bilder : „shadow government statistics“ unemployment 2016!
    Und 43 Millionen Amerikaner von den 322 Mio. Einwohner ernähren sich von Lebensmittelmarken.
    Das erinnert an die gefälschte Statistik aus China. Denn die Handelsautomaten und die Daytrader reagieren immer enttäuscht, wenn aus China über das Wirtschaftswachstum nur 7% im Jahr berichtet wird. Denn ich Wirklichkeit sind immer 7 dazu addiert. Und so 7% Wachstum BIP bedeutet in Wirklichkeit nur 0% Wachstum in China.

  29. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ PIBE350

    Danke für die gute Doku. Es zeigt sich mal wieder: Wir haben in Deutschland Schrottprodukte: Riester, Rürup, Direktversicherungen, Lebensversicherungen…. Diese Dinger kosten ein Haufen Gebühren. Sie bringen kaum Rendite. Und zum Teil werden später Krankenkassenbeiträge fällig.

    Berlin hört eben auf die Hochfinanz. Deutlich wird das an Josef Ackermann. Der hat Betrügereien und Skandale als Vorstandschef der Deutschen Bank mit zu verantworten. Trotzdem hat Merkel ihn wie einen König behandelt. Er durfte seinen Kindergeburtstag auf Staatskosten mit seinen Freunden im Kanzeleramt feiern: Das sagt mehr als 1000 Worte.

    Berlin ist durchtränkt vom Lobbyismus. An erster Stelle steht das Interesse der Industrie und Hochfinanz. Die Bürgerinteressen kommen ganz hinten.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/party-im-kanzleramt-ackermann-feierte-auf-staatskosten-a-644659.html

  30. tim timmer

    @Matthias Schneider: Vielen lieben Dank für die Erläuterungen und die Bilder und den Link zu der Seite. Kannte ich seltsamerweise gar nicht, da kann man wirklich prima mit „spielen“.

     

     

  31. Anna

    Mein Vorschlag: Schickt den jungen Mann zur Kur, er könnte es scheinbar brauchen.

     

    @ all

    Wer hat Banco Espirito Santo (BES)? Was macht Ihr? Schlimmstenfalls schickt man nochmal Geld hinterher für nichts und wieder nichts. Vielleicht werde ich den Totalverlust mit Fassung tragen.

  32. Christoph

    Guten Morgen,

     

    also ich fühl mich langsam unbehaglich. Mein Portfolio steigt und steigt.

    Ob das derzeit so gesund ist?

    Bin gespannt ob die Kurse fallen wenn die Zinserhöhung im Dezember kommt.

     

  33. Stefan Meisel

    Moin Christoph,

    das liegt auch mit am bärenstarken US-Dollar. EUR/USD ist zuletzt wie ein Stein gefallen von über 1,11 auf unter 1,06. Allein dadurch sind unsere in EUR bewerteten US-Aktien jetzt knapp 5% mehr wert.

  34. Christoph

    Guten Morgen,

     

    ja der EUR gibt nach. Aber die Kurse sind ja dennoch stark gestiegen. Der Russel 2000 ist zB den 10. Tag in Folge gestiegen! Das liegt auch an den Finanzen, die sind da zu über 20% inkludiert

    Ja Cisco und Walmart gaben nach. Aber auch nicht so extrem. Selbst Amazon und Alphabet steigen ja wieder. Wobei es da ja hieß die bekommen wegen Trump auf die Nase. Das schein auch wieder vorbei zu sein.

    Irgendwie ist mir die Rally in dem Maße nicht geheuer. Aber ich werde ja frühestens im Dezember wieder nachkaufen und hoffe dan gehen die Kurse wieder runter. Ich schwimme halt gegen den Markt ^^

  35. Stefan Ledabyl

    @Christoph

    Die Konkurenz an Fahrradrikschas ist sehr hoch, und ich habe auch keine. Die meisten, die hier herumfahren haben alle ein selbstgebautes, oder gesponsort. 🙂

    Ich werde weiter meine Augen und Ohren offen halten, mal schaun was sich ergibt. Eishocky wäre noch eine Überlegung, die Halle liegt nicht weit von mir entfernt.

    Der Föhn macht sich heute bis München bemerkbar, also schnell raus in die Natur. Morgen soll es wieder schlechter werden.:-)

    Allen ein schönes Wochenende

  36. AlexanderAlexander

    Die Jahre der „Entbehrung“ gehen vorüber. In dieser Zeit hat man keine Neider.

    Ich spreche da aus Erfahrung. Nachdem wir unser Haus gebaut hatten (ich habe überdurchschnittlich viel selber gemacht, oft bis 11.00 Uhr nachts gearbeitet), haben meine Frau und ich noch beide Nebenjobs, die ersten 10 Jahre waren echt hart. Danach kam die Zeit des Genießens. Inzwischen sind wir schuldenfrei und gönnen uns zwei Urlaube im Jahr. Das ruft oft einen gewissen Neid bei den Leuten hervor, die uns belächelt haben, weil wir so viel nebenbei gearbeitet haben. Aber von nichts kommt nichts.

    Ich arbeite immer noch nebenbei, daher habe ich momentan eine hohe Sparquote, was auch wieder zu „Neid“ bei den gleichen Personen führt. Komischerweise sind die nicht bereit etwas nebenher zu tun.

    Die viel gepriesene finanzielle Freiheit werde ich nicht mehr erreichen, brauche mir aber auch keine Gedanken um mein Auskommen im Rentenalter zu machen.

    @Stefan L.

    Überlege dir, ob es nicht eine Option ist, dich nebenbei selbständig zu machen. Du kannst da auch für Firmen arbeiten, die eine Rechnung brauchen. Die Stundenlöhne sind da viel höher als wenn du angestellt bist. Anscheinend arbeitest du in der IT-Branche, da könnte ich mir vorstellen, das kleine Unternehmer gerade am Wochenende Bedarf haben, dass die EDV nicht unter der Woche während der normalen Arbeitszeit lahmgelegt ist. Mit der Zeit spricht sich sowas rum, dazu eine kleine Webseite mit den Leistungen und es sollten jeden Monat ein paar Euro zu verdienen sein. Ich fahre damit ganz gut.

    Soll nur ein Gedankenanstoß sein.

     

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