Millionäre sind inaktiv: Hin und Her macht Taschen leer


New York, 12. Juli 2009

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Massenhafte Aktientransaktionen führen am Ende des Tages nicht unbedingt zu einer höheren Rendite. Ich gehe eher vom Gegenteil aus. Kein Mensch weiß exakt, wie sich ein Kurs in den nächsten Minuten oder Tagen entwickeln wird. Zahllose Transaktionen aneinandergereiht sind für mich reines Glücksspiel. Kaufe ich Aktie x und sie stiegt: na prima. Fällt x dagegen – oje. Zudem sind die Transaktionskosten bei Daytradern beträchtlich. Da freut sich die Bank, aber nur selten der Daytrader.
Thomas Stanley und William Danko haben in ihrem Bestseller „The Millionaire Next Door“ zig Millionäre interviewt. Sie fanden heraus, dass die Reichen eben nicht handeln, sondern langfristig in Aktien investieren. Sie lassen ihre Positionen ewig im Depot. Nur neun Prozent der Interviewten verkauft Aktien innerhalb eines Jahres. 20 Prozent halten ihre Investments für ein bis zwei Jahre. 25 Prozent hat einen Zeithorizont von zwei bis vier Jahren. 13 Prozent bleibt vier bis sechs Jahre an Bord. Knackige 32 Prozent gibt an, mehr als sechs Jahren die Papiere zu halten.
Wie ich Ihnen hier schon vor wenigen Tagen schrieb, sind die Reichen extrem sparsam. Sie fahren alte Autos, tragen billige Klamotten und gehen nur selten ins Restaurant. Das ist jedenfalls das Resultat der groß angelegten Befragung. Erstaunlich auch, dass praktisch jeder Reiche Aktien besitzt. 95 Prozent der Millionäre sind Aktionäre. Allein das spricht für sich! Die Aktie ist eine exzellente Anlage, insbesondere derzeit. Denn auf Sicht von zehn Jahren wurde nur Geld an der Börse vernichtet. Das wird sich ändern. Ganz nach dem Motto: „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“. Bald müssen die guten Jahre beginnen.
Auf dem Foto sehen Sie Montauk. Ich fuhr dieses Wochende mit dem Rennrad dorthin. In dem Küstenort auf Long Island verbringen reiche New Yorker das Wochenende. Etwa lebt hier Calvin Klein.


tim schaefer (Author)

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