Mein Lesertreffen in Frankfurt. Wir sparen für ähnliche Ziele: Reisen, Freiheit, Frühruhestand, Anti-Stress


New York, 25. März 2017

Gestern war ich im neuen Zeil-Kaufhaus in Frankfurt am Main. Ich traf Leser meines Blogs. Wir waren eine kleine, aber feine Gruppe. Ich bin begeistert von meinen Lesern. Wir haben die gleichen Ziele (mehr oder weniger).

Gleich möchte ich Euch etwas von Leserin Dorothea mit auf den Weg geben: Sie bucht ihre Reisen am liebsten auf dieser Website und sagt, sie hat extrem gute Schnäppchen entdeckt: https://travel-dealz.de/

Blogger Nico von http://finanzglueck.de/ kam vorbei. Er hat ein ehrgeiziges Programm: Seine Sparquote liegt über 50%. Er schwört auf ETFs. Er fährt jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit, was ich klasse finde.

Leser Kall sagte, er hat sich vorgenommen, zuhause auszumisten (das muss ich noch häufiger machen). Er kauft stetig Aktien.

Leser Heiko schwört wie Nico auf ETFs. Er motiviert seine Tochter ebenfalls zum Sparen und er macht Fortschritte. Er träumt davon, eine lange Wanderung in den Staaten zu machen. Ich bat ihn um ein paar Tipps für meinen Blog. Hier ist seine Antwort, ich finde das wirklich großartig:

„Hallo Tim,

erstmal möchte ich nochmal Danke sagen für das nette Treffen in Frankfurt! War wirklich sehr schön in der kleinen, aber feinen Runde 🙂

Zu den Fernwanderwegen in den Staaten:
Es gibt drei Trails die sehr bekannt sind:
Appalachian Trail (AT), ca. 3500 km
www.appalachiantrail.org

Pacific Crest Trail (PCT), ca. 4300 km
www.pcta.org

Continental Divide Trail (CDT), ca. 5000 km
continentaldividetrail.org

Es gibt ein wunderbares Buch von der Deutschen Christine Thürmer:
Laufen. Essen. Schlafen.: Eine Frau, drei Trails und 12700 Kilometer Wildnis

Habe ich bereits zwei Mal gelesen. Auch Dorothea, die ebenfalls in Frankfurt war, findet dieses Buch sehr gut.

Hier ein Fernsehbericht über Frau Thürmer und ihr Buch:

Es gibt unzählige Videos auf YouTube von Menschen, die einen oder alle Trails gelaufen sind.

Hier mal zwei sehr gute Videos als Empfehlung:

AT: Durch die Wildnis Amerikas, Doku von Phönix:

PCT Dokumentation mit ganz tollen Landschaftsaufnahmen, gedreht von einem echten Hiker:

Ich hoffe, du kannst mit den Infos etwas anfangen. Bin sehr gespannt, wie du das in deinem Blog unterbringst.

Mein lieber Tim,
ich wünsche dir noch einen schönen Aufenthalt in Deutschland und im Anschluss einen richtig tollen Urlaub!

Viele Grüße
Heiko“

Diese Wanderwege sind wirklich friedvoll. Ich habe mir vorgenommen, so einen zu bewältigen.

Als ich in das Einkaufszentrum mit all den Geschäften in Frankfurt ging, bekam ich einen kleinen Schock. Was die Leute alles einkaufen und hinausschleppen. Vieles wird per Ratenkredit zum Beispiel bei Saturn gekauft. Eines ist klar: Schulden sind Dein Feind. Und darin sind sich meine Leser im Klaren.

Meine Leser hatten eine Kritik für den Treffpunkt: Es sei ein Tempel des Konsums. Gar nicht passend für ein Zusammenkommen. Ich muss zustimmen. Asche auf mein Haupt. Ich dachte, es ist leicht zu finden.

Grundsätzlich stelle ich mir die Frage, wenn ich in so ein Einkaufszentrum gehe: Was nutzt es Dir, von allem immer das Neueste zu haben (Haus, Möbel, Auto, Küche, Kleidung), wenn gleichzeitig Dir die Schulden Sorgen bereiten? Was nutzt der neue Plunder, wenn Du nicht mehr ruhig schlafen kannst? Konsum auf Pump ist das Dümmste, was Du machen kannst. Es bringt nichts.

Ja, ich hatte eine dumme Geldphase in meinem Leben. Zum Glück war sie nur kurz. Ich verpulverte mein Geld für ein überteuerten BMW, Einbauküche, Designermöbel etc. Ich habe aus diesen Dummheiten gelernt.

Meine Leser haben die richtigen Prioritäten und ich merkte es in Frankfurt bei der Zusammenkunft: Wir tilgen Schulden. Wir bauen Notpolster auf. Wir bezahlen Häuser oder Wohnungen ab. Wir kaufen ETFs oder Aktien. Wir wissen: Das ist ein vernünftiger Weg. Wir leben unterhalb unserer Verhältnisse. Wir leben lieber mit der Freiheit im Kopf. Wir müssen uns um Zinszahlungen oder Kredite keinen Kopf zerbrechen. Wir sind vernünftig.

Ich schreibe meine Ziele ein Mal im Jahr auf. Und das erstaunliche ist: Sie erfüllen sich meistens. Selbst die Langfristziele. Es ist wie Magie.

Ich habe noch nie jemanden getroffen, der nur von der gesetzlichen Rente lebt und sagt, es ist reichlich Geld. Das wird alles knapp. Insofern verstehe ich Leute nicht, die nichts fürs Alter Geld zurücklegen. Aggressives Sparen ist zu empfehlen, nur so kannst Du die goldenen Jahre wirklich genießen.

Seid vernünftig. Verzichtet nach Möglichkeit auf Schulden. Kauft nur, was Ihr Euch leisten könnt. Haltet Euch vom ständigen Kaufwahn fern. Ja, wir Sparsamen geben Geld aus. Wir haben hin und wieder Spaß am Konsum. Manchmal. Und in Maßen. Es kommt eben auf die Dosierung an. Das wissen wir. Dann macht Konsum umso mehr Spaß. Es kann das Eis unterwegs sein. Der Plausch im Café.

Ich mache gerne Picknick. Das kostet keine 10 Dollar je Person. Ich grille gerne mit Freunden im Garten. Auch das macht Spaß. Und kostet wenig. Anstatt in Shoppincenter zu gehen, gehe ich mit Freunden Wandern im Norden New Yorks. Diese kleinen Tagesausflüge halten zwar nicht mit Heikos monatelangen Naturerlebnissen mit, aber immerhin sind sie ein Anfang.

Meine Großfamilie hat sich für den kommenden Herbst ein altes großes Holzhaus über AirBnB am Waldrand gemietet. Für eine Woche. Wir gehen jeden Tag in die Natur. Es ist eine friedvolle Zeit. Ohne TV. Ohne Hektik. Ohne Kaufstress. Ohne Arbeit. Einfach relaxen. Wir grillen, wandern, biken, lesen, schwimmen, paddeln übern See. Niemand braucht ein 5-Sterne-Hotel für eine Menge Spaß. So sieht es in der Umgebung der Catskill (nahe New York) aus, wo wir dann wohnen:

Classic #Catskills.

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Showing off our backyard to the #family. #holiday #fun

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Ich bin lieber finanziell frei und kann mir solche Urlaube leisten. Auch wenn es mal zwei, drei oder vier Wochen sind. Ich habe lieber eine kleine Wohnung und bin dafür schuldenfrei, als eine große und habe dafür einen Sack voll Schulden. Ich passe auf die Gesundheit auf. Ich esse gesund. Wir tun uns einen Gefallen, wenn wir Vollwertiges essen. Selbst wenn es etwas mehr kostet. Weniger Junk Food ist ratsam. Es geht.

Echtes Essen fühlt sich gut an. Du wirst schneller satt als von dem Zucker-, Salz- und Fabrikkram. Ich mache Sport. Habe Bewegung. Und halte mich mental gesund. Ich bilde mich weiter. Ich gehe übrigens in eine Bibliothek. Der Rest sind die Gene, darauf habe ich keinen Einfluss. Aber auf den Rest schon (Essen, Bewegung, Bildung, Sport).

Was ich nie begreifen werde, ist der ständige Drang nach neuen Dingen. Der Nachbar hat sich in New York einen neuen Fernseher gekauft. Ständig redet er davon. Ich kann damit nichts anfangen. Mir ist das völlig egal. Er meint aber, dass ich von seinem doofen Fernsehgerät, das über 2.000 Dollar gekostet hat, begeistert bin und dass ich neidisch werde. Ich sagte nur: „Großartig. Das macht bestimmt Spaß.“ Ich dachte aber heimlich: „Was soll das? Völlig übertrieben so eine Kiste. Und das muss er jedem gleich auf die Nase binden. Mir geht das sonst wo vorbei.“ So sieht die Samsung-Kiste mit dem Namen „SUHD TV“ aus:

Samsung UE65KS8090 (EU-Modell UE65KS8000) SUHD/4K LED TV, Flat

Ich bin lieber schuldenfrei, statt mir so Zeug in die Bude zu stellen. Das endet nie. Es wird immer wieder einen neuen Fernseher geben, der noch besser ist als das Vorgägermodell. Ständig ist man dann am Kaufen. Und was juckt es denn andere Menschen, welches TV-Gerät oder welchen Teppich, Couch ich besitze? Es ist so etwas von schnurz­piep­egal.

Übrigens sind die nächsten beiden Treffen am Dienstag in Reutlingen (bei Stuttgart) und am Donnerstag in Mannheim. Jeweils um 18.30 Uhr. Wer Interesse hat teilzunehmen, kann sich noch melden.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Mein Lesertreffen in Frankfurt. Wir sparen für ähnliche Ziele: Reisen, Freiheit, Frühruhestand, Anti-Stress

  1. Kall

    Bonjour Tim und alle anderen,

    auch von mir noch einmal herzlichen Dank an dich und die anderen in unserer gestrigen Runde. Ich habe viele Anregungen mitgenommen. Es war eine nette Runde ohne Stress.

    Das Treffen im Konsumtempel „My Zeil“ hatte auf der anderen Seite einen Vorteil. Ich war, obwohl ich in Frankfurt lebe, erst das zweite Mal drin. Beim ersten Mal kam ich nur bis zum Erdgeschoss und war im wahrsten Sinne des Wortes bedient. Diesmal bis ganz oben.

    Man muss kein Minimalist sein, um zu verstehen, was Marcuse (und das war vor 50 Jahren!) mit dem Begriff „Konsumterror“ meinte. Es genügt, da mal durchzulaufen. Sich dem zu entziehen, ist ein Stück Freiheit. Ganz unabhängig davon, ob und wann man eine finanzielle Freiheit erreicht .

    Das Aufschreiben von realistischen Zielen ist übrigens tatsächlich hilfreich. Ich habe das nie gemacht. Dieses Jahr habe ich gedacht, ich probiere es mal. Und wollte schauen, was das so mit einem macht. Ich habe mich auf drei überschaubare Bereiche konzentriert (Sparen-Notgroschen, Sport, Ernährung). Bei zweien bin ich (fast) im Soll, eines hinkt hinterher.

    Das Interessante ist, man erinnert sich automatisch daran. Das diszipliniert im guten Sinne. Mit dieser Wirkung hatte ich eigentlich nicht gerechnet. Ich entwickele schon den Ehrgeiz, alle drei wenigstens zu 80% zu erreichen. Das macht vielleicht nicht glücklich, aber zufriedener.

    Beste Grüße, heute mal nach Mannheim,

    Kall

  2. Stefan

    Bisher bin ich eher stiller Mitleser hier in deinem Blog. Gefällt mir wirklich gut, wie du die Themen aufnimmst und verarbeitest.

    Danke für die Eindrücke von eurem Treffen. Gern wäre ich auch dabei gewesen. Vielleicht klappt es mal in Berlin!?

    Sich live zu sehen hat sicher Vorteile. Man bestärkt sich und andere im Tun und holt sich weitere Anregungen.

    Weiterhin dir und den Mitstreitern viel Spaß beim Austausch.

  3. Heiko A.

    Hallo zusammen,

    auch ich kann von unserem gestrigen Treffen nur positiv berichten. Eine kleine, aber sehr nette Runde. Der Treffpunkt selbst war natürlich das etwas paradox, andererseits aber irgendwie auch passend. Ich habe mich mal ganz bewusst im Saturn umgeschaut und es ist ein Wahnsinn wie dort die Produkte angepriesen werden….gefühlt 1000 Fernseher, Handys ohne Ende, Haushaltsgeräte als würde es kein Morgen mehr geben, etc.

    @Tim:

    Solltest du das mit dem Wandern wirklich versuchen wäre das sicher eine ganz besondere Erfahrung. Nimm dir schon mal sechs Monate nichts vor 🙂

     

    Für die beiden nächsten Treffen wünsche ich euch ganz viel Spaß!

    Viele Grüße

    Heiko

  4. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Hi Kall,

    großartig, dass wir uns getroffen haben. Ich fand das Treffen wirklich super-nett. Ja, das mit den Zielen findet im Unterbewusstsein statt. Am besten ist es, wenn man häufiger auf die Ziele schaut, dann ist die Erfolgsrate höher.

    Es gibt da einen Film namens „The Secret“:

    http://money.cnn.com/2017/03/24/news/russia-money-laundering-global-banks/

    Der Film ist etwas seltsam. Es klingt verrückt. Aber in unserem Gehirn geht Außergewhnliches vor. Mehr, als wir uns ausmalen können.

    Wir haben alle unterschiedliche Lebensläufe, habe ich gestern wieder bei unserem Treffen gemerkt. Aber im Grunde sind unsere Ziele ziemlich ähnlich.

  5. MadMax

    Hallo Tim,Hallo an alle,

    ich würde gerne 600 € monatlich anlegen. Ich schwanke zwischen 10 Aktiensparplänen a 60€ (Dividendentitel)oder ETF Anlage. Ich würde gerne eure Meinungen lesen dazu,da ich hoffe das mir die Entscheidung dann etwas leichter fällt.

    vielen Dank

  6. Kall

    Bonjour Tim und Mad Max,

    ja, Tim du hast Recht. ich habe die Ziele auf dem Desktop. Sie erinnern mich immer wieder. Wie gesagt, bei zwei bin ich im Plan. Bei Ernährung strebe ich 5 Kilo Abnahme an. Bis jetzt ist es eines. Da ist noch viel Luft nach oben.

     

    Mad Max: Das kannst du wirklich nur selbst entscheiden. Wichtig ist, dass du innerlich mit deiner Entscheidung zufrieden bist. Und daran festhalten. Ich habe viel Geld verbrannt, weil ich mich mehrmals umentschieden habe. Deshalb mein „Rat“: schau dir alles in Ruhe an. Dann entscheide. Für meinen Sohn spare ich in Fonds. Ich selber halte  und kaufe Aktien. Aber zwei umfangreiche Depots wären zu viel. Bei den Fonds kaufe ich regelmäßig nach.

    Beste Grüße

  7. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Stefan

    Danke fürs Lesen und kommentieren. Berlin wird vielleicht klappen. Aber es wird noch dauern.

     

    @ Heiko A.

    Danke für die Teilnahme. Das ist wirklich super.

    6 Monate wird einerseits hart – ganz ohne Elektronik und Gewohnheiten. Andererseit enorm spannend. Die Amis nennen das „Mindfullness“. Es ist eine Art Selbstfindung.

    https://www.forbes.com/sites/dinakaplan/2017/03/24/10-minute-mindfulness-meditation-to-reduce-stress/#4373355b6d02

    Ein Freund, den ich aus Schulzeiten kenne, hat den Jakobsweg gemacht. Der Jakobsweg ist etwas für Anfänger, würdest Du wohl sagen. Das ist mal was zum Hineinschnuppern von einem Freund:

    https://www.youtube.com/channel/UC9Axa-iRaXtiGRGwaJpbwgg/videos

  8. Dr. Bialetti

    Super Beitrag, Tim. Super Fotos! Was gab’s zu essen? Reis mit Bohnen? 🙂

  9. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Dr. Bialetti

    Danke. Wir waren sparsam. Wir hatten nur Getränke. Nico hatte ein Eis, als wir uns trafen.

  10. Colibri

    @MadMax: Die Idee mit den 10 Aktiensparplänen finde ich gut. Mache das selbst inzwischen ähnlich.

    Ich bin kein Freund von ETFs. Sie könnten geschlossen werden. Dann sind Steuern fällig, obwohl ich das Geld noch gar nicht benötige. Die Wertpapierleihe ist oft nicht ausgeschlossen. Die Indexzusammensetzung ändert sich häufig. Das verursacht im Hintergrund Transaktionskosten. Auch die Verwaltung eines ETF-Vermögens kostet zudem laufende Gebühren. Ich möchte aber niemandem ETF-Sparpläne madig machen. Trotz ihrer Schwächen und Risiken sind sie eine gute Möglichkeit, Aktienvermögen aufzubauen.

    Wenn man auf Aktiensparpläne setzt, muss man sich seiner Sache schon sehr sicher sein. Das Portfolio wird am Ende konzentrierter sein als bei einem ETF. Fehlgriffe wirken sich stark aus. Und es werden etliche Sparpläne auf Aktien von Unternehmen mit geringer oder mittelmäßiger Qualität angeboten. Die haben in einem auf Qualitätstitel ausgerichteten Buy-and-Hold-Depot natürlich nichts zu suchen. Mit nur 10 Aktien würde ich mich auf Dauer wohl auch nicht wohlfühlen. Bei Aktiensparplänen ist man in D derzeit auch noch sehr in der Auswahl eingeschränkt. Die meisten Aktiensparpläne gibt es auf deutsche und internationale Blue Chips. Noch ein paar auf ausgewählte, deutsche Mid- und SmallCaps, das war’s.

    Bei comdirect kann man bis zu 10 Aktien in einen Sparplan packen. Das vereinfacht die Handhabung von Aktiensparplänen sehr. Mit drei vierteljährlichen Sparplänen, verteilt auf je zehn Aktien, könnte man also schon 30 Unternehmen ins Depot holen. Aber bei Deiner geplanten Sparrate dauert es dann natürlich sehr lange, bis die Einzelaktien eine ordentliche Positionsgröße erreicht haben. Wenn Du einen langen Atem hast und über Dekaden nicht verkaufen willst, muss das aber kein Nachteil sein.

    Von Nachteil sind allerdings die hohen Kaufspesen. Aktuell 1,5 % der Kaufsumme bei comdirect und consors. Das ist ärgerlich. Wenn Du die 600 Euro über ein paar Monate ansammelst und mit größeren Beträgen Aktien einzeln kaufst, fallen die Transaktionskosten weniger ins Gewicht. Doch dafür braucht man auch mehr Disziplin. Durch die Aktiensparpläne ist der Investitionsprozess automatisiert. Das finde ich hilfreich. Und auf Dauer sind die Kosten eines Aktiensparplans niedriger als bei einem ETF, weil nach dem Kauf – abgesehen von den 1,5 % Kaufspesen – keine weitereren Kosten mehr anfallen. Mittelfristig hoffe ich auf noch günstigere Angebote für Aktiensparpläne. Das Angebot und die Konkurrenz der deutschen Broker auf diesem Gebiet scheint zuzunehmen.

    Ich denke, das Auswählen von Aktiensparplänen kann einem auch dabei helfen, sich sehr genau zu überlegen, auf welche Pferde man langfristig wirklich setzen will.

    Consors bietet im Vergleich zu comdirect aktuell die größere Auswahl an Aktiensparplänen. Aber man kann bei consors nicht mehre Aktien in einem Sparplan bündeln. Das ist etwas nervig. Jeder Bruchteil einer Aktie wird einzeln vom Girokonto abgebucht. Zur Not nimmt man eben zwei Broker, um an die Sparpläne aller Aktien zu kommen, die man langfristig haben will.

    Es gibt noch einen Unterschied: bei comdirect werden die Aktiensparpläne am 1., 7., 15., oder 23. des Monats über Xetra abgewickelt. Die Orders werden um 15.36 Uhr MEZ (ich habe telefonisch nachgefragt) aufgegeben, also nachdem die amerikanischen Börsen bereits geöffnet sind. Bei amerikanischen Werten sind auf Xetra die Spreads dann geringer.

    Bei Consors wird bei Aktiensparplänen über die Börse München eingekauft. Auf die Öffnung der US-Börsen wird anscheinend nicht gewartet. Ob man bei US-Werten dadurch tendenziell schlechtere Kurse bekommt, weiß ich aber nicht. Das müsste man wohl einfach mal ausprobieren; also gleicher Wert, gleiches Volumen, gleicher Spartag, einmal bei comdirect, einmal bei consors.

    Ach ja, bei consors kann man derzeit nur am 1. und am 15. des Monats kaufen. Ich wähle bevorzugt den 15. (consors) und den 23. (comdirect), weil ich mir einbilde, dass die meisten ihre Sparpläne eher am Monatsanfang ausführen lassen, und das vielleicht zu schlechteren Kaufpreisen führen könnte. Vielleicht ist das aber auch totaler Quatsch. Hat da hier jemand Erfahrungswerte?

    Viele Grüße

    Colibri

     

  11. chaostrader

    @madmax,

    So eine Frage hier zu stellen, da dürfte ziemlich klar sein, was dir die Dividendenjäger raten. Auf anderen Blogs würdest du ganz andere Ratschläge bekommen.

    Viele der Bedenken gegen ETFs sind einfach Unfug. Bis iShares ihre MSCI World-ETFs auflöst muss schon einiges passieren, dann haben wir alle ganz andere Probleme. Selbst wenn Wertpapierleihe mal schiefgehen sollte (hat mal jemand Beispiele für sowas, wo das mit gravierenden Folgen passiert ist?) wäre das kein absoluter Weltuntergang, auf jeden Fall nicht so schlimm wie vor Jahren Geld z.B.in „zuverlässige“ Dividendenzahler wie RWE angelegt zu haben.

    Ich würde dir ganz klar zu ETFs raten. Wenn einem das zu langweilig ist, dann kann man auch mit denen auch aktivere Strategien durchziehen. Ich werf mal den Begriff „Momentum“ in die Diskussion.

    Wer mal gesehen hat, was für Renditen damit möglich sind, und das auch noch bei geringerem Risiko, der kommt echt ins Grübeln.

  12. Larry.Livingston

    @chaostrader:

    „Selbst wenn Wertpapierleihe mal schiefgehen sollte (hat mal jemand Beispiele für sowas, wo das mit gravierenden Folgen passiert ist?)“

    Ich habe es zu Finanzkernschmelzzeiten (2007ff) erlebt das Wertpapierleihe schief gegangen ist (verliehen an Lehman). Gravierende Folgen hatte es nicht, Sicherheiten wurden verwertet und vom Erlös habe ich die verliehenen WPs am Markt zurückgekauft. Es blieb sogar noch ein kleiner Profit über. Wäre es ein Verlust gewesen hätte es durch die ManCo ausgeglichen werden müssen.

  13. HeikoA

    @Tim:

    Der Jakobsweg ist auf keinen Fall was für Anfänger. Je nach Route sind das auch bis zu 800 km. Wer das schafft verdient meinen größten Respekt!

    Euch allen einen schönen Sonntag 🙂

     

    Viele Grüße

    Heiko

  14. MadMax

    Guten Morgen,

    @Colibri vielen Dank für deine sehr ausführliche Antwort/Meinung.

    @Chaostrader auch dir vielen Dank für deine Meinung/Antwort.

    Ich glaube das reicht an Antworten auf meine Frage.

    Schönen Sonntag

  15. Lad

    Ich war gestern 25.3. beim Börsentag München im MOC und habe dort nur eine Vorlesung besucht: um 10.00 Uhr – Thomas Portig – “Erfolgreich anlegen in die weltweit besten Aktien mit Dividendenzahlung“. Thomas Portig kauft für seinen Fonds nur Aktien, die mehr als 2,0% Dividendenrendite haben, wenn die Aktien günstig sind. Das ist sehr klug. Deswegen kauft er nun nicht mehr die Aktien Nestle, weil sie überbewertet sind. Doch er macht meiner Meinung nach auch Fehler – er will ewig die Aktie Total halten. Ich meine aber, die Shell Aktie wäre viel besser wegen Dividenden ewig zu halten. Und er hat im Fonds keine Autokonzerne, obwohl die Aktie BMW wäre super wegen Dividenden ewig zu halten.

  16. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Moin,

    am Rande bemerkt finde ich die Angst vor Wertpapierleihe als unberechtigt, wie ja auch von „Larry.Livingston“ beschrieben.

    Ich habe bei Lynx ausdrücklich zugestimmt, meine Papiere zum Verleih verwenden zu dürfen. Das bringt mir jeden Monat ein paar Euros zusätzlich. Im Februar habe ich durch Verleih mehr bekommen, als ich für das Fremdkapital an Sollzinsen zahlen musste.

    Die verliehen Werte sind immer mit ca. 10% überversichert. Es wird für die Zeit ein Sicherheitsbetrag eingebucht. Das macht der ETF ganz genau so.

    Beispiel; letztens wurden 152 Stück PSEC verliehen beim Kurs 9.10 USD.

    Dafür wurde mir ein Sicherheitsbetrag von 1520 USD gut geschrieben, also Deckung eines Kurses von 10 statt 9.20 USD. Es wäre also ein Geschäft, wenn der Leiher ausfällt. Die Dividenden behält man auch in der Zeit. Man bekommt eine Ausgleichszahlung („payment in lieu“).

    Bei manchen Sachen gibt es einen richtig fetten Zinssatz. Beispiel ein „Cohen & Steers“ (PSF) Fund mit über 23% Leihgebühr.

    Schönen Tag noch.

    MS

  17. Slazenger

    @Matthias

    is ja interessant, hab ich z.B. Noch nie von gehört, könnest du mal ein Beispiel schreiben wie das genau von statten geht, und was du daran verdienst? Wirst du gefragt ob du die oder die Position verleihen möchtest? Wie lange kann so eine Leihe dauern? Gibt es da feste Laufzeiten? Du kannst die Aktie dann nicht zurückfordern falls du verkaufen möchtest?

    Schönen Sonntag

  18. June

    Hallo Tim,

    Nun bin ich schon ganz auf Dienstag in Reutlingen gespannt. Schöne Bilder aus Frankfurt, gute Kommentare und eine sehr nützliche Reiseinformation. Und die Saturnwerbung passend im Hintergrund.

    Aber wie kam es denn zu der Dresscode Absprache? Alle Herren in schwarz und die Dame in weiß!

    Die Aussage „Jakobsweg was für Anfänger“ können wir dann auch noch persönlich besprechen ;). Was allerdings stimmt, im Gegensatz zu den amerikanischen Trails, ist die Infrastruktur auf den verschiedenen Jakobswegen geradezu luxuriös.

    @Colibri,

    Vielen Dank für diese ausführliche Übersicht zu Aktiensparplänen. Ich bekomme immer mehr Input.

    @Lad,

    BMW ist ein toller Konzern. Macht schöne Autos und hat ein klasse Konzept. Ich habe mir jetzt nicht die Mühe gemacht und mir die Kennzahlen angeschaut und ausgerechnet. Ich würde im Moment aus einem ganz anderen Grund keine Automobilaktie für „immer“ in mein Depot holen. Und zwar weil niemand zu Zeit weiß wo die Reise beim Auto hingeht. Daher sind diese Aktien bei einem Neukauf, nach meiner Meinung, keine Kandidaten für buy and hold. Durch die immer neuen Reglungen, die Dieselskandale und dem in der Bevölkerung noch nicht ausreichend angenommen Umstieg zum Elektrofahrzeug sind diese Aktien, meiner Meinung nach, gerade sogar spekulativ.

    Daher kann ich die Auffassung von Herrn Portig nachvollziehen.

    Take care,

    June

  19. Obama

    Hallo Tim, Hallo @all

     

    danke, dass Ihr Euer Treffen hier im kleinen mit uns teilt.

    Wäre auch gerne dabei gewesen. Vielleicht klappt es ja irgendwann.

    Fernwanderwege liegen auch noch auf meiner Wunschliste. Jetzt freue ich mich aber, dass ich mit meiner ganzen Familie anspruchsvolle Tagestouren wandern darf.

    Alles Liebe und einen schönen Sonntag,

    Obama

  20. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Slazenger,

    da wird man nicht reich von. Ist aber auch nicht der Sinn. Man kann sich dafür entscheiden, seine Werte zum Verleih frei zu geben. Dann kann prinzipiell alles im Depot verliehen werden. Man macht das dann also nicht selbst, das geschieht automatisch.

    Lynx bewirbt das gar nicht mehr aktiv. Hier eine automatische Übersetzung bei IB.

    Die Laufzeiten sind von Intraday bis mehrere Tage. Je nachdem wie lange der Shortseller seine Position stehen lässt.

    Lynx bekommt Anfragen von Leerverkäufern, und sammelt die angefragten Werte dann aus Depots ein. Also ein Leerverkäufer fragt 10.000 Aktien PSEC an, dann werden die aus vielleicht 100 Depots als Minusposition geführt und an ihn verliehen. Die verschwinden nicht aus dem Depot. Angenommen man hat 300 PSEC, es werden 180 verliehen, dann sieht man in der Übersicht:

    Aktien bei IB 300, Aktien Geliehen 0, Aktien Verliehen 180, Netto Aktien 120

    Man kann aber jederzeit frei darüber verfügen. Ich sehe, welche Werte aktiv verliehen sind. Ich kann sie trotzdem verkaufen. Dann wird die Position bei mir geschlossen.

    Es handelt sich bei mir nur um wenige Dollars, aber ich bin eben froh, wenn es die Sollzinsen deckt. Ich bin ja immer voll investiert. Und wenn ich bei einer verkauften Put-Option ausgeübt werde, also die Aktien beziehen muss, dann halte ich dafür kein Cash vor. Den Betrag gehe ich dann ins Minus. Dafür werden dann Zinsen fällig.

    MS

  21. Value

    @Lad, auf den Münchner Börsentagen war ich gestern auch, mehr so planlos drüber gelaufen und rumgeschmöckert . . . . . bin dann eher zufällig bei einem Vortrag von Christian Röhrl dessen Buch ich erst letztens gelesen habe (http://www.dividendenadel.de/buch/) gelandet und fand Ihn auch Live sehr gut. Verschiedene Interviews von Ihm hatte ich auch vorher schon gehört, insofern war der Inhalt natürlich nicht neu für mich, aber interessant und launig war der Vortrag allemal.

    Der Rest der Ausstellung war eher nicht so meine Baustelle, hier gings aus meiner Sicht eher um Trading, Charttechnik usw. nix für B&H Anleger.

    Vor Jahren war der Brandmaier mit seiner Mannschaft da, da ging’s zu Stand wie auf einem Taubenschlag und der Vortragsraum ist schon 15 Minuten vorher aus allen Nähten geplatzt.

    Insgesamt bin ich nicht schlauer aber beruhigt nach Hause gegangen, kein Hype mehr so verhaltenes Interesse, die meisten im Rentenalter . . . . . . . . also alles gut, keine Blase o.ä.

  22. Dorothea

    Hallo Tim,

    auch ich möchte mich nochmals bedanken für deine Bereitschaft sich mit uns zu treffen. Es war eine total nette und inspirierende Begegnung. Bemerkenswert, dass sich Menschen so unterschiedlichen Alters, Herkunft, Berufe trotzdem über das Thema Geldanlage, Minimalismus, Sparen u.ä. zu einer Gruppe zusammenfinden, die sich auf Anhieb versteht. Super.

    Ich möchte noch was zu Travel-dealz sagen. Buchen kann man dort nicht, aber ich     habe mir dort schon viele Tipps und Anregungen geholt um bei meinen vielen Reisen zu sparen. Wenn ich Hotels suche, dann schaue ich zuerst bei Trivago. Habe ich dann etwas gefunden gehe ich nochmal auf travel-dealz und guck, ob der ausgesuchte Anbieter gerade Gutscheine anbietet, so können manchmal noch zusätzlich 5-20% gespart werden.

    Antizylisch reisen ist natürlich, wie an der Börse, eine gute Möglichkeit günstig gute Unterkünfte zu finden. So war ich im letzten Jahr im März in Venedig. Ja, das Wetter war nicht ganz optimal, aber es war trotzdem toll. Das Hotel hat statt wie im Sommer über 300€ die Nacht, nur etwa 90€ gekostet, also für zwei Personen, incl. Frühstück. Und der große Vorteil war, das nicht sehr viele Touristen da waren.

    Wenn ich unterwegs bin, kann es auch einmal sein, dass ich zu Starbucks gehe. Auf Travel-dealz fand ich mal den Hinweis, das man auf groupon einen Starbucksgutschein über 10€ für 5€ erwerben kann. Das habe ich gemacht und konnte so für 5€ etwa dreimal bei Starbucks Kaffee trinken, das reicht für das Jahr. Dieses Angebot gibt es übrigens jedes Jahr.

    Auch bei Groupon habe ich schon einige schöne Angebote finden können. So war ich z.B. in Kopenhagen, da ist essen gehen ganz schön teuer. Über Groupon hatte ich ein Steakmenü in einem super Restaurant erworben, wir haben für die Hälfte gegessen, ich habe es auf der Speisekarte überprüft.

    Demnächst fahre ich ein Wochenende in den Harz wandern. Ich habe einen Gutschein erworben der fast zwei Jahre gültig ist. Zu zweit kann man in einem von vielen Ramada Hotels zwei Nächte incl. Frühstück für 99€ übernachten, ich glaube das schafft nicht mal die Jugendherberge. In Goslar gibt es ein schönes Ramada Hotel.

    Also es gibt viele viele Möglichkeiten sich schöne Dinge preiswert zu gestalten. Und mir ist das Reisen wichtig, dafür fahre ich nur Fiesta und kaufe keine Guccitäschchen oder Montblanckulis.

    Zu dem Thema „Ziele setzen“ hätte ich auch noch was zu sagen, aber das mache ich ein anderes mal.

    Lieber Tim, noch eine schöne Zeit mit deiner Familie in Europa. Ich freue mich auf den weiteren Austausch hier auf dem Blog und an euch alle: noch einen schönen Restsonntagabend.

    Dorothea

  23. Nico

    Moin Tim,

    es war eine sehr lustige Veranstaltung. Gerne noch mal wieder wenn Du in der Gegend bist.

    Alles Gute, nico

  24. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ HeikoA

    Danke, gut zu wissen mit dem Jakobsweg.

     

    @ June

    Danke. Prima, dass Du Zeit hast.

     

    @ Dorothea

    Danke für die wertvollen Reise-Tipps. Da ist sicherlich für alle zumindest ein Hinweis verwertbar.

     

    @ Nico
    Danke. Gerne mache ich das noch mal.
     

    @ Dieter

    Ich habe Dir eben eine eMail geschickt mit den Details.

  25. Daniel

    Guten Morgen zusammen!

    Schön dass es bei Euch mit dem Treffen noch geklappt hat. Ihr hattet ja auch eine anscheinend auch eine Menge Spaß.

    So eine Wanderung durch die Staaten wäre auch für mich ein Traum. Ich liebe das Land einfach und bin jetzt das dritte Jahr in Folge dort im Urlaub. Interessanterweise hat man als Kind meistens die Hochhäuser von New York im Hinterkopf wenn man an die USA denkt. Für mich sind es mitlerweile aber die einsamen Regionen der Westküste oder eher in Richtung Collorada die einsamen National-Parks und ausgedehnten Flächen. Ich liebe sowas und bin auch dieses Jahr nach der VMWorld in Las Vegas wieder dort.

    Beim Thema Samsung Fernseher musste ich dann doch etwas schmunzeln. Sicherlich mag dem ein oder anderen 2000€ für so ein Gerät sehr viel erscheinen und auch gebe ich Dir recht dass es bei vielen Menschen die sich sowas ins Haus stellen meist nicht dabei bleibt. Dennoch sollte man immer in Erwägung ziehen dass es Menschen mit ANDEREN Hobbys gibt. Wenn jemand absoluter Film und Serienfan ist, sind diese 2000€ gut investiertes Geld vorausgesetzt er ist damit 3-4 Jahre glücklich. Wieviele Stunden guckt wohl so jemand im Monat auf diesen Kasten? Für jemanden der dort nur 1 Stunde in der Woche etwas guckt stimmt da die Relation nicht. Genausogut ist für einen Außendienst-Pendler ein schweineteurer Ledersitz im Auto evtl. eine gut Investition wohingegen der Kurzstrecken-Fahrer dies nur möglicherweise fürs Ego kaufen will.

    Nervig ist allerdings wirklich, wenn diese Leute einen einreden wollen dass ihre Prioritäten und Geschmäcker für alle anderen gelten sollen/müssen. Wenn sich jemand eine Woche über seine Anschaffung freut und es anderen mitteilt ist es gut, danach wird es halt nervig.

    Gruss Daniel

  26. Ralf

    Hallo,

    ich habe gerade einen interessanten Artikel auf Focus gelesen:

    http://www.focus.de/finanzen/boerse/zukunft-der-arbeit-die-neue-german-angst_id_6816692.html

    Vielleicht kann man dazu auch einmal einen Artikel auf diesen Blog machen. Ich möchte damit ausdrücklich nicht trollen oder dramatisieren. Aber es ist auffallend wie viele Artikel in letzer Zeit zu dem Thema erscheinen.

    Hintergrund: FU setzt ja neben sparen auch ein gewisses regelmäßiges Einkommen voraus und geht bei den meisten auch nicht über Nacht sondern dauert 20 Jahre oder mehr.

    Selbst wenn nur ein Viertel des Artikels stimmen sollte, macht es ja Sinn, sich auf größere Änderungen einzustellen. Aber wie vorgehen? Was ist morgen noch gefragt? Bildungsanbieter gibt es ja wie Sand am Meer. Ich fühle mich derzeit z.B. überfordert, wirklich vernünftige Fortbildungsmaßnahmen zu finden. Das Zusammenspiel von Digitalisierung und Automatisierung wird sicherlich nicht ohne Folgen bleiben. Und in dem Artikel ist die Rede davon, das anders als früher nicht einfach so neue Märkte entstehen. Amazon z.B. beschäftigt bereits eine grosse Zahl von Robotern als Lagerarbeiter; das selbstfahrende Auto und die Drohne sind technisch realisiert und eher durch juristische Hemmschwellen ausgebremst.

    Wie geht es euch bei dem Thema? Einfach so ignorieren? Strategisch vorbereiten? Geht es vielleicht in Richtung Grundeinkommen? Müsste man nicht den Begriff Arbeit neu definieren durch die vielen technologischen Erleichterungen?

    Trollgrüße, allerdings mit ernstem Hintergrund der Fragestellung.

    Ralf

  27. JosefJosef

    @Ralf
    Ich bin auch für das Bedingungslose Grundeinkommen.
    Aber es müsste Weltweit gelten auch in den ärmeren Gegenden.
    Bevor das passiert muss meiner Meinung erst der Arbeitskreis geschlossen werden. Roboter müssen fast alles können und müssen zwingend Roboter auch selbst bauen können (können Menschen ja auch). Solange sie uns Menschen dann nicht verschwinden lassen ist alles OK *Scherz.

  28. Pascal

    Wie willst du Dich auf gesellschaftliche Veränderungen vorbereiten, die vielleicht in 20 Jahren statt finden werden? Wenn Du Angst davor hast, dass Du oder Deine Kinder später einen sozialen Abstieg aus der Mittelschicht erdulden müssen, dann ist doch das Investieren in Produktivkapital der beste Schutz. Übernehme das Sparen in Aktien für Deine Kinder in den ersten 20 Jahren, wo sie es selbst noch nicht können. Geld macht zwar nicht glücklich, aber es beruhigt.
    Wenn Du Dich zu sehr mit solchen Dingen beschäftigst, wird doch Deine Lebensqualität durch negative Gedanken beeinträchtigt. Das sind Themen für unsere Politiker, nicht für den Bürger.

     

  29. Skywalker

    Ich kaufe einfach Skynet-Aktien wie ein Bekloppter, dann läuft es richtig gut bei mir wenn die Maschinen die Macht übernehmen!

  30. Ralf

    @Pascal: Du hast Recht. Ich denke allerdings z.B. auch weiter in Richtung Steigerung vom eigenen „Marktwert“. Um eben das Ziel der FU nach Möglichkeit schneller zu erreichen. Es heißt doch immer im Allgemeinen: Bildung und lebenslanges lernen. Nur ist mir nicht klar, welche Bildung da konkret helfen soll. Jeder hat ja mal einen Beruf gelernt. Man versucht da weiter zu kommen.

    Fast wöchentlich kommen z.B. von Anbietern wie der IHK irgendwelche neuen Angebote mit hochklingenden Bezeichnungen. Aber ob es was bringt? Nicht einfach fest zu stellen.

  31. Ralf

    Danke! Wobei der Kommentar dazu mehr Aussagekraft besitzt. Wie gesagt, vielleicht könnte mal ein Blogartikel zu dem Thema entstehen. Gerne auch in Form eines Brainstorming. Ich habe derzeit jedenfalls einige Probleme, für mich geeignete Fortbildungsmaßnahmen zu finden, die auch den eigenen Marktwert steigern. Um damit dem Ziel der FU noch effizienter entgegen gehen zu können. Vielleicht geht es anderen ähnlich. Oder jemand kennt gute Seiten zu dem Thema und teilt sie in dieser Runde mit.

  32. Bernd

    @ Ralf: In welcher Branche arbeitest Du denn? Welches Qualifikationsniveau hast Du bereits erreicht? Strebst Du nach mehr?

    Würdest Du für mehr Geld auch die Branche wechseln?

  33. Frank

    @value,

    war auch auf dem Börsentag. Der Röhl hat das schmissig hingelegt, auch wenn die Luft zum Schneiden war!

  34. Markus

    @value

    Der Benchmarkvergleich mit seinem Europa Zertifikat kommt mir spanisch vor…

    @pibe

    Nimmt ja schon langsam Dimensionen an, wenn Du die 3. Speiche im Bode-Museum auffüllen musstest. *g*

    @Nico

    Mutig, einfach so ein Eis vor den kritischen Blicken zu essen! 😉

  35. Fit und Gesund

    @Markus,

    dachte auch sofort an GoldPIBE350, 🙂 wer hat ihm geholfen, das Ding war 100kg schwer?

  36. pommes

    @Markus, Fit und Gesund

    herrlich, der Verdacht das Pibe das Gold mitgenommen hat ;-), ich mußte wirklich lachen.

    Bei seiner 33% Regel wird er nun wohl erst einmal kein Gold mehr benötigen, die Frage ist wo die restlichen 2 Mio zum Rebalancen her kommen sollen :-D.

  37. Mark85Mark85

    Schade um diese wundervolle Münze. Ich war es nicht, weil ich gerade umgezogen bin. Sogar ziemlich kurios:

    Alter Wohnort: Göttingen

    Ende Januar: Zug von Göttingen zum Flughafen Hannover, Abflug nach Tunesien

    Ende März: Wiederankunft in Hannover aus Tunesien, Zug nach Berlin

    Neuer Wohnort: Berlin

    So macht Umziehen Spaß. Normal kann jeder. 😀

  38. Bernd

    @ Mark85:

    Genial, Deine Umzieherei 🙂 Das kann wirklich nicht jeder.

    Steht Dein Plan eigentlich noch dass Du dieses Jahr für einige Monate nach Mallorca „auswanderst“? Falls ja, hast Du schon Unterkünfte im Visier?

    Sowas würde mich auch sehr reizen, nur dauert es wahrscheinlich viel zu lange bis sowas bei mir möglich wäre.

    VG, Bernd

  39. Mark85Mark85

    An Bernd: Auf jeden Fall ist mir dabei wieder etwas klar geworden: Man braucht, passend zum Artikelthema Wandern, nicht viel an materiellem Besitz, um zufrieden sein zu können. Es kann sogar befreiend wirken, wenn man sich um weniger Dinge zu kümmern hat.

    Ich hatte zwar keinen Rucksack wie ein Wanderer bei mir, aber einen entsprechend kleinen Koffer. Wenn mal Kleinigkeiten gefehlt haben, habe ich mich einfach unterwegs bzw. vor Ort eingedeckt.

    Ja, der steht noch. In 2 Wochen fliege ich von Tegel aus nach Mallorca. Fest gebucht sind 4 Wochen. Falls ich vor Ort ein schönes WG-Zimmer finde, werde ich bis kurz vor Weihnachten dort bleiben. Ansonsten den Rückflug der Pauschalreise antreten, den Sommer in Berlin verbringen und erst wieder zum Winter hin verreisen. Ziemlich viele spanische WG-Angebote habe ich auf http://www.idealista.com entdeckt. Es gibt bestimmt noch mehr Seiten.

    Wer etwas mehr Privatsphäre für sich benötigt und nicht alles selbst planen möchte, kann auch eine normale Langzeitpauschalreise buchen. In meinem Hotel in Tunesien habe ich mit Rentnern gesprochen, die sogar noch länger als ich dort blieben. Manche machten 3, andere sogar 4 Monate am Stück. Tolle Überwinterungsangebote mit Rund-um-sorglos-Verpflegung lassen sich immer finden, wenn man etwas flexibel ist. Auch für Rentner mit kleineren Geldbeuteln. Und selbst mit körperlichen Einschränkungen: Ich finde es immer wieder toll zu sehen, wenn Flughafenmitarbeiter und Hoteliers auch solchen Menschen eine Flugreise ermöglichen. Gehhilfen und Rollstühle müssen kein Ausschlusskriterium sein, schon vielfalch miterlebt.

    Hm, ich kenne deine momentane Gesamtsituation nicht, vielleicht möchtest du mehr dazu schreiben.

    Wenn man z.B. eine eigene Familie zu versorgen hat, kann man natürlich nicht so frei agieren. Oder wenn man einfach insgesamt weniger sparen kann oder möchte, aus welchen Gründen auch immer. Solche Umstände sind mir natürlich bewusst.

    Vielleicht kann man aber auf eine vorübergehende Auszeit hinarbeiten, es müssen ja nicht die bereits erwähnten Pilgerwege sein. Jeder hat hier andere Vorstellungen, wie er diese Zeit für sich nutzen möchte. Auf jeden Fall finde ich das Sabbatjahr-Modell sehr interessant.

    Im Endeffekt haben wir alle nur 1 Leben, deshalb sollten wir es möglichst so verbringen, wie wir es uns wünschen. Nicht so, wie es die Gesellschaft von uns erwartet. Und den komplett perfekt verlaufenden Lebensverlauf gibt es aus meiner Sicht sowieso nicht. Die Werbeindustrie möchte uns ständig Lebenslügen verkaufen. Manchmal habe ich auch kleinere oder größere Tiefs zu überwinden. Niemand ist perfekt. 😉

  40. Dorothea

    @heikoA

    Hallo Heiko,

    ich habe mir zwischenzeitlich mal einige Videos angeschaut, da könnte man gleich loslaufen. Ich wusste gar nicht, dass Frau Thürmer auch in Europa unterwegs ist. Wollte nämlich auch sagen, dass wir nicht unbedingt in die USA müssen um tolle lange Wanderungen zu unternehmen. Die europäischen Fernwanderwege sind super, der Längste etwa 10.000km. Das wäre für den Anfang doch auch schon mal was ?. Auf Wikipedia gibt es einen gute Zusammenstellung aller Wege.

    Na denn, viel Spaß, wohin der Weg auch führt und bitte mit Reisebericht.

    Eine schöne Woche

    Dorothea

  41. Markus

    @Mark

    Wie funktioniert denn die Talmudische Aufteilung speziell bei Immo`s in der Praxis?

    Da braucht man doch gewaltige Toleranzbänder für ein Rebalancing. Auch die Bewertungsmaßstäbe sind wahrscheinlich schwammig.

    Ich stell mir das sehr schwierig in der Praxis vor.

  42. HeikoA

    @Dorothea

    Das mit den europäischen Fernwanderwegen war mir zwar bewusst, aber damit habe ich mich, warum auch  immer, nicht wirklich beschäftigt. Werde ich aber jetzt mal nachholen 🙂

    Bis ich mal so einen Weg in Angriff nehmen kann, wenn überhaupt, geht es erstmal weiter mit den „kleinen Wegen“. Zum Glück haben wir in Deutschland auch richtig schöne Ecken 🙂 Im  Sommer sind wir in Garmisch, da werde ich mich dann an der Zugspitze austoben…

     

    Viele Grüße

    Heiko

  43. pommes

    @Markus

    ggf. könnte man ja Reits benutzen. Ist zwar auch irgendwie „Aktie“, aber auf Real Estate Basis. Alternativ muss man wahrscheinlich viele Jahre mit einer Schieflage der Drittel leben.

  44. Mark85Mark85

    An Markus und Pommes: Ja, bei physischem Immobilienbesitz kann sich das etwas schwierig gestalten. Zum Beispiel wenn man ein fettes Eigenheim für einige 100.000 Euro besitzt. Bei mir sind es nur kleinere Wohneinheiten, deshalb ist es entspannter. Dazu mische ich noch Immobilienindexfonds.

    Ich mache mich dabei aber nicht verrückt. Wenn jede meiner Hauptanlageklassen auf Dauer ungefähr 1/3 ausmacht, gebe ich mich zufrieden. Verkäufe versuche ich zu vermeiden. Ich passe mein Portfolio durch frische Einnahmen und erhaltene Ausschüttungen an.

    Ich habe 1/3 Unternehmen, 1/3 Immobilien und 1/3 Edelmetalle. Man kann es aber auch anders gestalten, Harry Brownes Permanentes Portfolio sieht zum Beispiel keine Immobilien vor, aber dafür Liquidität und Anleihen: 1/4 Unternehmen, 1/4 Anleihen, 1/4 Liquidität und 1/4 Edelmetalle.

    Ich gebe zu, dass eine naive Diversifikation (jede Hauptanlageklasse bekommt die gleiche Gewichtung) nicht jedermanns/-fraus Sache ist.

    Letztendlich muss man selbst entscheiden, wie man sein Portfolio ausgestalten möchte: Welche Hauptanlageklassen (z.B. Edelmetalle) und mögliche Unteranlageklassen (z.B. Gold, Silber, Platin und Palladium) möchte ich in meinem Portfolio haben? Wie möchte ich das Ganze zueinander gewichten?

    Wenn jemand zu 90 oder 100 Prozent in Unternehmensaktien gehen möchte, soll mir das auch recht sein. 😉

  45. chaostrader

    Wenn jemand zu 90 oder 100 Prozent in Unternehmensaktien gehen möchte

    Wem das noch nicht genug Risiko (=Chance!)  ist, der kann ja auch auf Kredit 2-fach gehebelte ETFs kaufen. Langfristig gesehen, wenn nicht gerade ein plötzlicher Blitzcrash kommt, eine absolut sichere Sache 😉

  46. Mark85Mark85

    An Chaostrader: Alles kann, nichts muss. 😉

    Ich habe mal kurz überlegt, was es alles so gibt:

    Unternehmen:
    – Private Unternehmen/Beteiligungen
    – Unternehmensaktien

    Edelmetalle/Rohstoffe/Edelsteine:
    – Gold
    – Silber
    – Palladium
    – Platin
    – Öl
    – Diamanten
    – Smaragde
    – Rubine
    – Saphire

    Liquide Mittel/Geldwerte:
    – Bar- und Giralgeld
    – Geldmarktfonds
    – Tages- und Festgeld
    – Staats- und Unternehmensanleihen
    – Riester- und Rürup-Versicherung
    – betriebliche Altersvorsorge
    – Kapitallebensversicherung
    – Bausparvertrag

    Immobilien/Grundbesitz:
    – physische Immobilien
    – Immobilienaktien
    – offene Immobilienfonds
    – geschlossene Immobilienfonds
    – Edelholzplantagen/Wald
    – Streuobstwiesen
    – Ackerland
    – Windparks
    – Solaranlagen

    Sonstige Werte:
    – Oldtimer
    – Kunst
    – Wein
    – Whisky

    Habe ich irgendetwas vergessen? Es gibt wirklich unglaublich viele Auswahlmöglichkeiten für die eigene Portfoliozusammenstellung. 😀

  47. Mark85Mark85

    An Stefan Meisel: Hast du etwa welche? 😀

    Zertifikate habe ich in der Tat vergessen. Weizen selbst gehört zum Ackerland. Und Kryptowährungen wie Bitcoins fehlen auch noch. Na ja, man kann nicht alles haben, aber es sollte für jeden etwas darunter sein.

    Wer nur ein paar der genannten Anlagen (möglichst die Sachwerte darunter) in seinem Portfolio sein Eigen nennt, sollte damit jedes mögliche Weltuntergangsszenario locker aussitzen können. 😉

  48. Mattoc

    @Pibe

    Das PP nach Harry Brown ist tatsächlich interessant, aber er hat das auf sein Heimatland USA bezogen und aktuell gibt es ja das Anleihenproblem. Das heißt, aktuell 30 jährige Staatsanleihen zu kaufen, macht irgendwie keinen Sinn.

    Es gab auch mal ein Beispieldepot hier:

    https://www.wikifolio.com/de/de/wikifolio/hbpportf

    Die Trnsaktionen und genutzten ETFs sind in der Transaktionsübersicht noch zu erkennen, obwohl das Depot bereits geschlossen wurde. Aber es lief nicht schlecht.

  49. Mark85Mark85

    An Mattoc: Ja, es ist mir auch schon aufgefallen, dass amerikanische Portfolioempfehlungen oft ziemlich heimatlastig daherkommen. Auch im Aktienteil.

    Mit Staatsanleihen kenne ich mich nicht gut genug aus, aber ich möchte ebenfalls keine haben. Aus dem einfachen Grund, dass ich möglichst nur auf Sachwerte setzen möchte. Zudem sind viele Industriestaaten mittlerweile hoffnungslos überschuldet. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die Zinsen wieder ältere Niveaus erreichen werden, weil das Staatspleiten erst recht beschleunigen würde. Und die Zentralbanken kaufen sicherlich nicht massiv Staatsanleihen an, weil die Staatshaushalte zu rosig aussehen. 😀 Was denkst du?

    Oh, man muss sich wohl zuerst bei Wikifolio registrieren, um die genauen Bestandteile einsehen zu können.

  50. chaostrader

    es ist mir auch schon aufgefallen, dass amerikanische Portfolioempfehlungen oft ziemlich heimatlastig daherkommen. Auch im Aktienteil.

    Was kann denn da schon schiefgehen?

  51. Michael

    Wäre vielleicht für manche hier ein interessantes Investment:

    http://www.handelszeitung.ch/invest/actelion-abspaltung-startet-unter-dem-namen-idorsia-1362000

    Neue Firma vom Actelion-Gründer, die von Johnson&Johnson mit Kapital ausgestattet wird.

    Ich jedenfalls werde mir- wenn sich die ersten Schwankungen abgemildert haben – ein paar Stücke sehr langfristig ins Depot zu legen.

    Wird ein interessantes Investment.

    @Matthias vielleicht für dich auch interessant? Ich glaube du bist etwas Risiko nicht abgeneigt 😀

  52. Andreas

    Das klingt wirklich interessant, danke Michael! Ich bin zwar erst noch dabei, ein stabiles Fundament im Depot aufzubauen, also mit Blue Chips. Aber das ist jetzt schon auf einem Niveau, dass ich mir ein, zwei riskantere Werte schon beimischen könnte. Ich ärgere mich immer noch, dass ich damals Evotec wieder verkauft habe;))

  53. Larry.Livingston

    es ist mir auch schon aufgefallen, dass amerikanische Portfolioempfehlungen oft ziemlich heimatlastig daherkommen. Auch im Aktienteil.

    Das dürfte wohl auch vorrangig steuerliche Gründe haben.

  54. Michael

    @Andreas:

    ja, ich hatte Evotec auch lange im Depot und etwas zu früh verkauft. Hätte ich auch noch liegen lassen können.

    Habe aber trotzdem einen schönen Gewinn mitnehmen können – mehr als 150% 🙂

    Aber im Nachhinein ist man immer schlauer. Bei AT&S habe ich den Ausstieg z.B. bei 16,XX super erwischt.

    Mal hat man Glück, mal weniger…

  55. chaostrader

    Das dürfte wohl auch vorrangig steuerliche Gründe haben.

    Nö. Das ist American Exceptionalism. Man ist ja was besonderes und guckt auf den Rest der Welt hinab.

  56. Mark85Mark85

    An Pommes: Die perfekte Portfoliozusammenstellung und -aufteilung aus Rendite und Risiko für die Zukunft kenne ich leider auch nicht, sonst würde ich nicht breit streuen. Dazu kommen noch persönliche Vorlieben.

    Am wichtigsten finde ich, dass man sich überhaupt Gedanken über eine Diversifikation macht. Nicht nur bei seinen Geldanlagen. Lebensverläufe laufen nicht linear ab. 😉

  57. pommes

    @Mark85: ja, ich denke viel mehr kann man auch nicht machen, einfach breit streuen, wird schon.

     

    Bin selber noch in der Ansparphase, solange man noch nicht auf das passive Einkommen angewiesen ist, kann man so einen Crash ja noch gut aussitzen. Vermute mal wenn es mal richtig runter geht und man auf das passive Einkommen angewiesen ist und die Einnahmen stocken, wird man vermutlich recht schnell unruhig, wenn die „Freiheit“ evtl. doch etwas auf Kante genäht wurde.

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