Mehr Menschen zahlen ihre Rechnungen spät oder gar nicht mehr


New York, 24. Februar 2017

Hollywood-Star Johnny Depp hat sein riesiges Vermögen verpulvert. Er ist im Clinch mit seinem Management (Foto: Wikipedia). Aber nicht nur Promis gehen pleite, auch immer mehr deutsche Bürger.

Die meisten Menschen können nicht gut mit Geld umgehen. Das betrifft nicht nur die Mittelschicht, sondern auch reiche Menschen. Schaut Euch nur den Schlamassel von Johnny Depp an. Der Hollywood-Star hat offenbar sein enormes Vermögen verpulvert.

Meine Lösung: Ich lebe nicht in Saus und Braus. Ich mag zum Beispiel Discounter wie Aldi oder Lidl. Ich koche zuhause. Ich habe kein Auto, TV-Gerät, Waschmaschine… Ich meide Bars, Restaurants, Alkohol, Zigaretten, Glücksspiel und Einkaufszentren. Es ist nicht meine Welt. Ich koche lieber mit der Familie. Grille mit den Nachbarn. Besuche die Verwandtschaft. Wir sitzen draußen auf der Terrasse und genießen den Sonnenuntergang. Wir nehmen das Fahrrad, machen Ausflüge, gehen wandern.

Wenn Du Dein Leben nicht am Konsum ausrichtest, macht es mehr Spass. Die Wanderung durch den Wald ist angenehmer als der hektische Shoppingbummel. Manche gehen jede Woche neue Kleidung kaufen. Ich kaufe allenfalls zwei Mal im Jahr das, was ich brauche. Fertig.

Die meisten Menschen leben von der Hand in den Mund. Sie haben kaum oder gar keine Reserven. Ihre Wünsche sind groß. Sie gehen nicht vorsichtig mit ihren Finanzen um.

Sie brauchen das neueste iPhone, ein neues Auto, neue Möbel, das neueste Zeug. Das ist ihnen wichtiger als ein Leben unterhalb ihrer finanziellen Verhältnisse. Die Folge sind Schulden. Jeder zehnte Deutsche steckt im Schuldensumpf fest. Jeder siebte Rentner ist hierzulande von Armut betroffen.

In unserer heutigen Konsumgesellschaft scheint es nur darum zu gehen, Geld auszugeben. Es ist in breiten Bevölkerungsschichten die Akzeptanz gestiegen, dass es „In Ordnung ist Schulden zu haben“. Ich finde, das ist eine große Lüge. Es ist eben nicht in Ordnung über den eigenen Verhältnissen zu leben. Schnell kann das Kartenhaus zusammenfallen. Eine Rezession. Eine Krise. Krankheit. Scheidung… Wir haben wichtige Prinzipien verloren. Wir rennen nur noch Einkaufen und verbringen Ewigkeiten auf Amazon.de.

Der nächste Sturm wird kommen. Du wirst ihn überleben, wenn Du Dich nicht an dem Kaufwahn beteiligst. Wer auf Konsumschulden verzichtet, ausreichend spart, ein Notpolster hat, wird mit einem Sturm fertig. Wer dagegen Schulden hortet und es kaum über den Monat schafft, wird beim nächsten Sturm Haus und Hof verlieren.

Ein Blogleser weist zurecht immer wieder auf die mangelnde Finanzbildung in Deutschland hin. Ich finde, wir Deutsche müssen wirklich lernen, mit Geld besser umzugehen. Es betrifft vor allem die konsumorientierte Masse, die das Maß verloren hat.

Es nutzt niemanden, wenn Menschen am finanziellen Abgrund stehen. Es ist eine gefährliche Situation für eine ganze Volkswirtschaft, ja für das gesamte Weltfinanzsystem, wenn Menschen achtlos Schulden aufnehmen. Das zeigte uns die Finanzkrise, die in den USA mit dem Platzen der Hauspreisblase 2007/08 begann.

Konsumenten neigen dazu, anderen die Schuld zu geben, wenn sie in eine Krise schlittern. Dabei sollten sie zunächst in den Spiegel schauen und Schuld bei sich selbst suchen. Einmal ist der Chef, dann Frau Merkel, schließlich die EU daran schuld. Meist sind wir es selbst, die für das Dilemma die Verantwortung übernehmen sollten.

Mit einer anderen typischen Schulzuweisung haben Inkassounternehmen zu tun. Ich finde es einen großen Fehler, sie als Bösewichte darzustellen. Ihre Aufgabe ist es ja nur, Forderungen einzutreiben für Dinge, die wir konsumiert haben. Es ist deren Aufgabe. Solche Firmen machen nur ihren Job. Wenn wir die Telefonrechnung nicht bezahlen, ist nicht das Inkassounternehmen daran Schuld.

Der Hamburger Inkassoprofi EOS hat 20.000 Kunden weltweit. Der Marktführer hilft Banken, Versicherungen, Versorger, Telefonfirmen, Onlinehändlern und der Öffentlichen Hand an ihr Geld zu kommen. Es ist absurd zu glauben, dass ein Inkassobüro daran Lust hat Menschen in Not vor Gericht zu bringen. Außergerichtliche Lösungen sind für alle Seiten angenehmer und kostengünstiger.

Ich sehe es so: Ein Leben im finanziellen Elend lässt sich vermeiden. Es ist wichtiger einen Notgroschen zu haben als ein neues Tablet. Ich rate stets ein üppiges Notpolster zu haben. Denkt ans Auto, Wohnen, Gesundheit. Irgendetwas geht immer kaputt. Arbeitslosigkeit kann Euch treffen. Ihr wisst es nie. Oder ein anderer Schicksalsschlag. Insofern ist ein Notpolster auf dem Sparbuch oder als Festgeld ratsam.

Hauptgrund für Zahlungsverzögerungen bei Verbrauchern ist Arbeitslosigkeit. Der zweithäufigste Grund ist ein Liquiditätsengpass gefolgt von Überschuldung/Privatinsolvenz und schlicht Vergesslichkeit. Das zeigt diese Studie (PDF).

„Der Anteil der säumigen Zahler steigt – das ist ein Warnsignal für die weitere wirtschaftliche Entwicklung in Europa“, sagt Klaus Engberding, Chef der EOS-Gruppe. In Deutschland ist zwar die Zahlungsmoral im europäischen Vergleich gut. Immerhin 83 Prozent der Privatkunden und Firmen zahlen hierzulande innerhalb der Frist. Trotzdem kommen Betriebe in Schwierigkeiten, wenn sie auf offenen Rechnungen sitzen bleiben. „Betriebswirtschaftlich gesehen ist diese Zahl trotzdem dramatisch“, resümiert Engberding. Gerade Kleinbetriebe haben es schwer, wenn Forderungen nicht pünktlich bezahlt werden. Es kann sie in ihrer Existenz gefährden.

Den Ärger mit Mahnungen kannst Du Dir sparen, wenn Du Deinen Konsum in Grenzen hältst und ausreichend Liquidität hast. So bist Du gewappnet für den nächsten Regen. Du weisst nie, wann das nächste Unwetter wütet.

Ich finde einen Nebenjob ratsam, um Vermögen schneller aufzubauen. Das Geld aus dem Nebenjob würde ich zu 100 Prozent in einen ETF investieren. Ich hatte beides: Hauptjob und Nebenjob. In meinem Hauptjob hatte ich eine hohe Sparquote. Mit 40 Jahren war ich finanziell frei. Ich gab meinen Vollzeitjob auf.

Wenn Du zu Deinem Boss sagst „Hör zu, ich gehe in Rente“ – Was meint Ihr, macht der Augen? Du musst halt auf den Klimbim (neue Autos, Möbel, Handy, großes Zuhause…) verzichten.

Fit sein, gesund essen, ausreichend schlafen – ohne ständig an die Arbeit zu denken, kann wirklich ein neues Leben bedeuten.

Finanziell frei zu werden ist wie ein Marathon. Es ist harte Arbeit. Es fühlt sich großartig an, wenn Du am Ziel ankommst. Du kannst machen, was Du magst. Skifahren, Wandern, Reisen, Lesen, Sport, Paris, Tokyo, angeln in Kanada … Oder Du machst die Selbstfindung auf dem Jakobsweg – so wie es Hape Kerkeling tat.

Du kannst im Wohnmobil mit der Familie durch Europa oder USA tuckern. Du kannst eine Sprache lernen…

Du kannst Dir Dein Leben so strukturieren, wie Du es magst, wenn Du die Finanzen dazu hast. Es ist ein anderes Leben als ständig neuen Küchen, Autos, Handys hinterher zu jagen.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Mehr Menschen zahlen ihre Rechnungen spät oder gar nicht mehr

  1. Gurki

    Wer immer noch 47 Immobilien und ein Schloss besitzt, ist ganz sicher nicht pleite 🙂

    So schnell wird der Depp schon nicht pleite gehen. Filme macht er auch noch. Er lebt halt auf großem Fuße. Kann doch für die Aktieninvestoren nur gut sein.

    Soll jeder leben wie er leben möchte. Ich rege mich dadrüber nicht (mehr) auf. Ich mache mein Ding (Investieren und Sparen) und was andere machen ist mir mittlerweile egal. Früher habe ich mich auch dadrüber „aufgeregt“. Was solls? Die Menschen wollen nicht sparen. Sie wollen leben. Täglich höre ich ausreden und was wieder schönes am Vortag gekauft wurde. Ist mir egal. Sollen sie es tun.

    Was ich mich nur immer frage: Wie sie es tun. Und ich hatte ja schon mal gesagt, ich kann es mir gar nicht vorstellen, dass sich die Menschen das gar nicht leisten können. Also mich beeindrucken sie mit ihren teuren Dingen 🙂

  2. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Gurki,

    tja, ähnliche Gedanken hatte ich auch, wollte mir aber verkneifen „wider den Stachel zu löcken“. Es ist halt immer so schön, andere zu verurteilen. 😉

    Wir haben doch so viele Bilanzexperten hier. Wieso „übersieht“ man die Assets?

    Ist gerade so, als ob man von der Pleite bedroht wäre, weil man alles in Aktien hat, und dann eine Forderung nicht aus der Kaffeekasse begleichen kann, weil einem eine unfähige Lohnbuchhaltung die Steuern oder Sozialabgaben nicht ordnungsgemäß abgeführt hat.

    Wenn ich im Multimillionen-Business wäre, dann würde ich auch alles delegieren. Wenn ich dann den Anwalt oder Steuerberater frage ob alles paletti ist, dann will ich mich darauf verlassen können.

    Wenn die sich einfach 25 Millionen abzweigen, dann bringt das halt Probleme.

    Na ja, nicht meine Probleme.

    Schönes Wochenende

    MS

     

  3. Daniel

    Zunächst einmal stimme ich im Großen und Ganzen zu. Die Sparquote und die Art und Weise wie hierzulande Rücklagen gebildet werden, sofern überhaupt, ist sehr verbesserungswürdig.

    Dennoch denke ich, dass hier im beschriebenen Fall der Grad zwischen sparsam und Geiz bzw. spärlichem Leben sehr schmal ist. Überspitzt formuliert könnte ich sagen, dass jemand der so lebt auch jetzt schon in Deutschland nicht mehr arbeiten müsste, denn das Hartz4 Niveau dürfte auch für eine solche Lebensweise reichen.

    Wer eine Familie hat oder gerne Abends Sport macht wird weder auf eine Waschmaschine noch einen Trockner im Winter verzichten können. Der Besitz eines Fernsehers ist  kein Luxus, der Besitz eines Autos insbesondere auf dem Land oftmals unverzichtbar und gegen gelegentliche Besuche in Restaurants, Bars etc. muss auch niemand verzichten.

    Ohne jemanden zu nahe treten zu wollen, aber die oben geführte Lebensweise ist für mich nicht mal im Ansatz erstrebenswert. Ich bin kein Konsum-Mensch, aber ich mag hochwertige Produkte sofern diese auch lange halten. Auch mit teuren Hobbys, teuren Equipment etc. lässt sich nach wie vor eine hohe Sparrate realisieren. Wichtig ist hier nur darauf zu achten dass man seine selbstgesteckte Sparrate einhält. Bei mir sind auch mit allen Annehmlichkeiten Sparraten von 50-60% möglich. Mein Fernseher kostete über 2000€, hält aber noch. Mein Hifi-Equipment liegt in ähnlicher Region hält aber dafür auch sehr lange.

    Ich empfinde viel Besitz nicht als Balast oder Last sondern er schafft ein Zuhause in dem ich mich wohlfühle. Der hier genannte Weg führt zwar schnell zur Finanziellen Freiheit, aber irgendwie wirkt es auf mich wie ein Leben als Einsiedler.

    Leute genießt das Leben, gönnte Euch mal was hochwertiges an dem ihr lange Spaß habt und achtet darauf dass ihr eure selbstgesteckte Sparziele einhaltet. Das eine schließt das andere nicht aus.

  4. Mr. Pino Cavallo

    Tim,

     

    wie war das eigentlich bei dir, als du gekündigt hat? Muss ein unheimlich geiles Gefühl sein dem Chef zu sagen, dass er „seinen Scheiß gefälligst selbst machen soll“ 😀

    Wie lebst du sonst so deine finanzielle Freiheit? Bist du Single, oder hast du Frau und Kinder? Finanzielle Freiheit ist ja auch immer eine Frage der Anzahl der Mäuler, die man stopfen muss.

     

    Gruß,

    PC

  5. Der Malachit

    @Gurki

    Viele leisten sich was, weil sie Kredite nehmen, einschließlich den Dispo. Das siehst du natürlich nicht und wunderst dich, wie sie alles finanzieren. Aber das kann dir eigentlich egal sein. Es ist einfach nicht dein Problem und die Folgen für diese Leute sind auch nicht dein Problem. Irgendwann sitzen sie in der Klemme und wenn nicht, zumindest im Hamsterrad. – Verlassen unmöglich! Tribute sind Sicherheit, Zufriedenheit, Gesundheit – also alles das, was wirklich ein glückliches Leben ausmacht.

    Der geheimnisvolle Schlüssel ist in Tims Beitrag verborgen. Hier die Stelle: …ein Leben unterhalb ihrer finanziellen Verhältnisse… – Das ist der geheimnisvolle Schlüssel für ein glückliches Leben. Damit regeln sich die oben genannten Komponenten wie von selbst. Nur du allein kannst das für dich bewerkstelligen. Natürlich bist du dann ein Exot, der sich nicht so verhält, wie uns das von den Medien ständig ins Haus gesendet wird. Shopping, Konsum, Hektik und Gier unterstützt von ständiger, nerventötender, aggressiver Werbung. Nicht mehr nachdenken, sondern nur noch nachmachen und der Herde folgen, die von den Illuminaten geleitet und ihren Politikern an der Nase herum geführt wird.

    Raus da! Geht aber nur dann, wenn du durch deine Lebenseinstellung eigene Prioritäten setzt (Kopfsache) und dich davon unabhängig und frei gemacht hast. … ein Leben unterhalb ihrer finanziellen Verhältnisse … , denn dann kann sich wie von Geisterhand das die Unabhängigkeit und Freiheit bedeutende Geld bei dir ansammeln. Mit dem Geld fängt in unserer Gesellschaft alles an. – Geld bedeutet Freiheit!

     

     

     

  6. Ralf

    @Mr. Pino Cavallo: Die Anzahl der Mäuler spielt in der Tat eine erhebliche Rolle. Daher tue ich mich z.B. mit Familie auch viel schwerer beim sparen oder mal eben einen Nebenjob annehmen. Auf ein Auto kann man mit Kindern im ländlichen Bereich z.B. nicht verzichten. Irgendwie müssen die Lebensmittel ja in die Wohnung und die Kids bei Fieber zum Arzt. Ich sehe Familien hier schon im Nachteil trotz vieler staatlicher Subventionen wie kostenlose Krankenversicherung von Angehörigen etc. Trotzdem sparen wir natürlich wo es geht und sparen per ETFs an.

    Falls einmal ein Thema für den Blog gesucht wird: Mich würde einmal das Thema Mieten oder Kaufen einer Immobilie zur Eigennutzung interessieren. Die Preise galoppieren derzeit in D davon. Ich rätsle, wie sich Durchschnittsfamilien da noch ein Hausbau leisten können trotz Minizinsen. Leider sieht es auch auf dem Mietmarkt in halbwegs akzeptablen Lagen nicht toll aus. Zumindest in Süddeutschland.

     

     

  7. FelixETF

    Fahrrad+Fahrradanhänger+richtige Einstellung= Auto kann weg

    Jeder kann ja seine eigenen Grenzen und Komfortzonen festlegen und dann danach leben.

    Auto weg ist nicht jedermans Sache.

    Ich habe beides und versuche die Grenzen immer weiter auszureizen.

    Lg

  8. Kall

    Bonjour Tim und alle anderen,

    bei Schulden würde ich doch auch ein wenig differenzieren. Ich habe studiert und dankenswerterweise BAFÖG erhalten. Das musste ich dann in monatlichen Raten zurückzahlen, was ich für vollkommen in Ordnung halte. Schließlich ermöglichte der Staat und seine Steuerzahler mein Studium.

    Das waren zwar Schulden, aber auch eine Bildungsinvestition. Durch mein abgeschlossenes Studium konnte ich auf dem Arbeitsmarkt gut bezahlte Stellen bekommen. Das klappt sicher nicht immer. Aber gute Bildung ist in der Regel eine gute Voraussetzung für das Berufsleben.

    Ich arbeite seit fast 30 Jahren ohne Unterbrechung. Finanziell frei bin ich nicht. Das ist auch nicht das absolute Ziel, denn mir haben meine Jobs in der Regel gefallen-trotz allem Stress.

    Schulden für übertriebenen Konsum finde ich wirklich belastend. Da verzichte ich lieber.

    Mir geht allerdings die permanente Werbung, Sponsoring usw. richtig gegen den Strich. Sie verführt, manipuliert und setzt gerade junge Menschen unter einen „Konsumzwang“,. Besonders mit völlig idiotischen Codes-„du musst diese Marke unbedingt tragen, haben, leben“.

    Klar kann jeder selbst entscheiden. Aber gerade einkommensschwache Kinder werden in Schulen nicht selten diskriminiert, wenn sei bei Markenklamotten oder Handys nicht mithalten können:

    Frage an alle: Was haltet ihr von Rosneft? Ich bin eigentlich nicht so der Rohstoff „Fan“. Finde aber, das die ganz gute Perspektiven haben.

    Schönes Wochenende

  9. Christoph

    Hier ein tolles Interview mit Kevin o Leary. Besonders Minute 2.50 ist wichtig. Denn dort hört man die Wirklichkeit über das Thema Rendite von Aktien. In den letzten 40 Jahren kamen nämlich 70% von…. nein nicht von den Kursen sondern von den Dividenden!

    https://www.forbes.com/sites/steveschaefer/2015/11/13/shark-tanks-kevin-oleary-oshares-etfs-investing/#793ea68b48c0

     

    Daher halte ich es immer extrem riskant wenn zB Michael nur auf Kursgewinne abzielt. Aber muss ja jeder selbst wissen. Wobei zB Microsoft 2001 € 40 gekostet hat und 14!!! jahre später genau das gleiche.

    Somit hatte man da 0,00 Rendite! Hat man aber Dividende so hat man hier eine Rendite erzielt. Aber wie gesagt muss jeder selbst wissen.

     

  10. Pascal

    @ Ralf:
    „Mich würde einmal das Thema Mieten oder Kaufen einer Immobilie zur Eigennutzung interessieren“
    Gerd Kommer hat ein Buch zu dem Thema geschrieben. Mieten ist finanziell vorteilhafter.
    Kennt ihr auch „die unglaubliche Geschichte der Anne Scheiber“ ? Eine wunderbare Bestätigung für einen Buy- and Hold-Investor.

     

  11. PIBE350

    Alles eine Frage der Perspektive: Aus meiner Sicht lebt Herr Depp äußerst verschwenderisch, aus der Sicht Milliarden wirklich armer Menschen sogar ich. Schwierig. Seine schauspielerischen Fähigkeiten stehen natürlich außer Frage.

    Sicher ist nur, dass wir heute schon mehr als 1 Planeten bräuchten. Und sollten alle Menschen dieser Welt einen westlichen Lebensstil anstreben, würde unser Planet wohl endgültig explodieren.

    Interessant finde ich die Vorträge von Niko Paech, z.B. diesen hier:

    Teil 1: https://youtu.be/Xdwqu88cY3g

    Teil 2: https://youtu.be/BdsT7ftmN9Y

  12. Claus

    @ Christoph

    „Wobei zB Microsoft 2001 € 40 gekostet hat und 14!!! jahre später genau das gleiche.

    Somit hatte man da 0,00 Rendite! Hat man aber Dividende so hat man hier eine Rendite erzielt. Aber wie gesagt muss jeder selbst wissen.“

    Wenn ich mich recht entsinne, gab es bei MS 2003 einen Splitt 2:1. Man hätte also in den 14 Jahren wenigstens die doppelte Anzahl Aktien und jede Menge Dividenden. Und wer so lange durchgehalten hat, ist sicher auch noch heute dabei. So ganz ohne Rendite war MS also nicht…

  13. Mr. Pino Cavallo

    @ Ralf

    Kann ich gut nachvollziehen. Aufs Auto würde und kann ich auch nicht verzichten wollen (muss ja kein großes Auto sein, Kleinwagen reicht).

    Glaube auch, dass Singles es bzgl. finanzieller Freiheit einfacher haben.

  14. chaostrader

    dort hört man die Wirklichkeit über das Thema Rendite von Aktien. In den letzten 40 Jahren kamen nämlich 70% von…. nein nicht von den Kursen sondern von den Dividenden!

    Das soll aber nicht bedeuten, dass Anleger in Aktien ohne Dividende auf 70% der Rendite verzichtet haben, oder?

    Daher halte ich es immer extrem riskant wenn zB Michael nur auf Kursgewinne abzielt. Aber muss ja jeder selbst wissen. Wobei zB Microsoft 2001 € 40 gekostet hat und 14!!! jahre später genau das gleiche.

    Wie kann man Aktien besitzen und auf die Dividende verzichten? Einfach zurücküberweisen?

  15. StefanStefan

    @ Christoph

    Microsoft war damals eben massiv überbewertet. Habe da mal einen super Artikel von Cuck Carnevale zu gelesen.

    http://www.gurufocus.com/news/197916/microsoft-has-been-a-better-business-than-it-has-a-stock-but-that-is-about-to-change

     

    Deshalb ist es so wichtig nicht zu viel für ein Unternehmen zu bezahlen. Bezahlt man zuviel für ein Spitzen-Unternehmen wachsen die „earnings“ zwar irgendwann in die Bewertung „rein“. Dies kann aber etliche Jahre dauern mit entsprechend schlechter Rendite.

  16. Hong Quach

    @tim

    Danke, dass du meine „Teufelskreis Armut“ zeigst.

    Ich fühle mich sehr geehrt von dir!

  17. Christoph

    @Chaos: Doch genau so isses. bzw die rendite wäre halt höher ausgefallen weil 70 der Rendite durch Dividenden kommen. Klar Kursgewinne gibt es aber auf lange Sicht sind Dividenden die treibende Kraft

  18. Mahtchello

    Je nach Job hat man ja manche Einsichten in die Finanzen der Leute. Man wundert sich tatsächlich wer große Häuser hat, entsprechend Automobile und nach außen alles andere als arm wirkt. Gut verdient aber häufig mit Strom und Gaszahlungen in Rückstand kommt.

    Das zieht sich durch jede Schicht.

  19. Jan

    @Daniel

    „Mein Fernseher kostete über 2000€, hält aber noch. Mein Hifi-Equipment liegt in ähnlicher Region hält aber dafür auch sehr lange.“
    Echt jetzt? Gerade die Unterhaltungselektronik gibt es bei ebay gebraucht für ein Appel und ein Ei. Ich habe mir letztens für meinen kleinen KH-Röhrenverstärker einen Stereoverstärker von Denon gekauft. Er war so gut wie geschenkt. Gleiches gilt für Yamaha, Onkyo, Marantz, usw. Dabei klingt ein ordentlich aufgebauter (Transistor)verstärker exakt gleich wie ein neues, früheres oder teureres Modell. Kabelklang oder Verstärkerklang ist eine pseudowissenschaftliche Masche um den Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen. Gleiches gilt bei Fernsehern, Spielekonsolen und anderem. Gebrauchtes zählt bei der Unterhaltungselektronik.

    Nebenbei ist exakt dieses auch bei teuren Uhren das Maß aller Dinge. Wer gebraucht kauft, der macht bei Premiumherstellern kaum einen Verlust. Entgegen dem Volksglauben ist der langfristige Verlust bei einer Modeuhr vermutlich höher als bei einer gut behandelten Rolex Submariner oder Breitling Navitimer (nehmen wir die Revisionskosten mal heraus). Wer dagegen neu kauft, der macht nur eines: Dem Hersteller ein völlig überteuertes Produkt abkaufen.

    Langlebige Premiumhersteller zu kaufen ist erst einmal nichts verwerfliches, sofern es keine Autos o.ä. sind (die sind nicht mal gebraucht ihr Geld wert) und einen wirklichen Mehrwert in Leistung oder Langlebigkeit bieten. Aber man sollte auch da mit Köpfchen kaufen und den allerneusten Schnickschnack getrost beiseite legen. Insbesondere gilt dies für das neue Statussymbol unserer heutigen Zeit: Das Mobiltelefon.

    Mein Mobiltelefon ist von Blackberry und von meinem Arbeitgeber bezahlt und unterhalten. Das Telefon meiner Frau ist mein altes Gerät, ebenso damals von meinem Arbeitgeber bezahlt. Kosten: 0,00 Euro. Nachteile: keine. Jetzt wird Whatsapp für Blackberry eingestellt. Meine Frau hat bereits ein gebrauchtes Gerät bei Ebay unter Beobachtung. Wer ein neues iPhone der neusten Generation kauft, der hat den Schuss nicht gehört. Die 700 Euro lassen sich weit besser anlegen.

  20. Felix

    Wäre es hier nicht den Schweiß der Edlen wert, über gute Anlagemöglichkeiten zu diskutieren, statt sich über das Konsumverhalten anderer Leute zu mokieren. Die Betroffenen sind eh nicht auf diesem Blog und wir werden sie nicht ändern, wenn sie es nicht selbst wollen.

    Hier sind eher Leute, vermute ich, mit Anlagenotstand als dass sie ihre Rechnungen nicht zahlen können.

  21. chaostrader

    @Chaos: Doch genau so isses. bzw die rendite wäre halt höher ausgefallen weil 70 der Rendite durch Dividenden kommen. Klar Kursgewinne gibt es aber auf lange Sicht sind Dividenden die treibende Kraft

    Ach nee, bitte nicht schon wieder… ich kanns echt nicht mehr hören. Dividenden erscheinen aus dem Nichts und haben keinerlei Auswirkungen auf Kurse. Linke Tasche, rechte Tasche (minus 26% Abgeltungssteuer bei jedem Seitenwechsel). Und Berkshire hätte den selben Kurswert auch wenn Warren doch endlich mal Dividenden bezahlen würde!!1elf!

     

  22. chaostrader

    Wäre es hier nicht den Schweiß der Edlen wert, über gute Anlagemöglichkeiten zu diskutieren, statt sich über das Konsumverhalten anderer Leute zu mokieren.

    Gibts doch schon genug, die Diskussionen drehen sich laufend ums Market Timing und Stock Picking, Finanzpornografie und schlauer als der Rest der Welt sein zu wollen

    Hier sind eher Leute, vermute ich, mit Anlagenotstand als dass sie ihre Rechnungen nicht zahlen können.

    Einfach der gewählten Strategie folgen? Solange die nicht „Überrendite erzielen und schnell reich werden durch Stock Picking und Market Timing“ lautet ist doch alles so wie immer. Also weitermachen. Sonst wärs ja keine erfolgversprechende Strategie, und man sollte sich nochmal neu orientieren.

  23. Christoph

    @Chaos: Nein ich wette Berkshire hätte sogar einen höheren Kurswert.

     

    Ebenso wenn die A mal gesplitet werden würde aber Buffet will das ja nicht weil er lieber Premium Anleger will.

     

  24. Mattoc

    @Christoph

    Du schreibst:

    „Daher halte ich es immer extrem riskant wenn zB Michael nur auf Kursgewinne abzielt. Aber muss ja jeder selbst wissen. Wobei zB Microsoft 2001 € 40 gekostet hat und 14!!! jahre später genau das gleiche. Somit hatte man da 0,00 Rendite! Hat man aber Dividende so hat man hier eine Rendite erzielt. Aber wie gesagt muss jeder selbst wissen.“

     

    Das ist doch wirklich ganz falsch. Wenn Microsoft keine Dividende gezahlt hätte, wäre der Kurs exakt um den jeweiligen Dividenbetrag höher. Die Dividende wird doch vom Kurs abgezogen.

    Wenn man das Prinzip nicht versteht, dann hat das alles gar keinen Sinn. 🙁

  25. chaostrader

    Das siehst du falsch Mattoc, wenn Berkshire seit 50 Jahren Dividenden zahlen würde wäre der Kurs sogar noch höher! Ist doch ganz logisch!

    Weil Dividenden sind doch die neuen Zinsen, das ist sozusagen geschenktes Geld und dass die einen Einfluss auf den Kurs haben, das kann ja mal gar nicht sein. Schon gar keinen negativen, weil guck doch mal die Aristokraten! Die zahlen immer mehr und wachsen und wachsen (exponentiell! The sky is the limit!) und können ja niemals Pleite gehen oder sonstwie abkacken. Und wenn doch dann kaufen wir billigst nach!

  26. Mattoc

    Keine Ironie, Chaos. 😉

    Es gibt ja auch Argumente, die ich ich bezogen auf eine Dividendenstrategie verstehen kann, aber eine höhere Gesamtrendite im Vergleich zu Aktien, die keine Dividende zahlen, ist sicher kein Argument.

    Die Dividende ist eben kein Zins.

  27. Gurki

    @Felix: Sehe ich genauso! Mal was neues Interessantes würde ich hier gerne mal lesen. Nicht wöchentlich 4x das selbe…

    Wozu sich über Menschen aufregen, die diesen Blog sowieso nie lesen werden, geschweige denn überhaupt irgendwas über Finanzen. Ich kenne aus meinem Bekanntenkreis niemanden der sich für Finanzen interessiert. Keiner liest solche Blogs  wie diesen hier.

    Also bitte Tim! Weniger Artikel über die bösen Konsumenten und wie schlecht es doch den armen Lebenmenschen durch ihren Konsum geht. Lieber mehr Tipps und Tricks und interessante Artikel für Gleichgesinnte: Sparer & Investoren! Danke!

    Edit: Und bitte auch weniger über den Minimalismuskult!

  28. Couponschneider

    @Mattoc

    Falsch. Was würde mit der nicht ausgeschütteten Dividende passieren? Die wird doch nicht aufs Sparkonto gelegt und erhöhen auf immer und ewig den Barwert des Unternehmens. Wir wissen nicht, ob die Manager des Unternehmens etwas sinnvolles mit dem Geld hätten antun können. Warren Buffet kann das, weil Berkshire Hathaway eine Holding ist. Aber ich fände es nicht so toll, wäre ich beispielsweise SAP-Aktionär, wäre ich nicht erfreut, wenn die SAP plötzlich in Autos investieren würde, etwas, was nicht zum Kernbereich des Unternehmens gehört. Dann lieber Dividende ausschütten. Bei Buffet ist das anders, denn der kauft Versicherungen, Ketchuphersteller, Brausehersteller, IBM usw.

    Den Dividendenabschlag haben viele Leute nicht verstanden. Ja, es gibt einen Dividendenabschlag, aber der ist von kurzfristiger Bedeutung. Da wird am Ex-Tag der Kurs nach um die Dividende nach unten korrigiert. Der Kurs ist ja nichts anderes als der Barwert der Aktie. Die Auszahlung ist praktisch sicher und wegen der Kurzfristigkeit zu 100 % im Barwert drin (muss man annehmen) und kann daher vom Kurs substrahiert werden. Aber die nächste Dividende lauert ja schon wieder auf Auszahlung.

    Das ist ja auch logisch: Der Wert eines Unternehmens ist vor allem das Produktivkapital und nicht das, was im Tresor liegt. Werthaltige Unternehmen produzieren wiederkehrend Gewinne. Erfolgreiche Investoren erkennen solche Unternehmen und heißen es bestimmt nicht gut, wenn das Unternehmen die Gewinne in den Tresor packt.

  29. chaostrader

    Bissl Finanzpornos vom Freitag:

    23.02.2017 18:00, Dow Jones

    24.02.2017 08:25, Dow Jones
    DJ MÄRKTE EUROPA/Deutliche Konsolidierung an Börsen erwartet

    24.02.2017 12:35, Dow Jones

    24.02.2017 14:46, Dow Jones
    DJ KORREKTUR: MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Verluste aus

    24.02.2017 15:42, Dow Jones

    24.02.2017 15:59, Dow Jones
    DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Verluste noch weiter aus

    24.02.2017 18:08, Dow Jones

    24.02.2017 22:12, Dow Jones
    DJ MÄRKTE USA/Schlussrally hievt Dow auf neuen Rekord

    Ach! Doch neuer Rekord. Mist, na sowas. Wieder falsch im Kaffeesatz gelesen. Wir brauchen bessere Würfel und ne andere Münze zum Werfen für unsere Vorhersagen.

  30. Couponschneider

    @Christoph

    Wenn 70 % von der Dividende kommen, heißt das nichts anderes, als dass die durchschnittliche Ausschüttungsquote bei 70 % liegt.

    Die Rendite ist nicht deshalb auch, weil es Dividenden ausgeschüttet werden, sondern weil Dividenden ein gutes Indiz sind für ein prosperierendes Unternehmen.

    In der Theorie ist es natürlich richtig: Dividenden sind blöd, weil dann Steuern anfallen. Deswegen ist es blöd, vor dem Ex-Tag  zu kaufen und nach der Ausschüttung wieder zu verkaufen. Ein Nullsummenspiel. Aber langfristig gilt das doch nicht. Wer ist sich sicher, dass da Geld im Unternehmen vernünftig und steuergünstig thesauriert? Steuergünstig ja, aber vernünftig? War die Fusion mit Chrysler aus Sicht der Daimler-Aktionäre so toll? Zudem ist es das Ziel der meisten Aktiensparer, langfristig von den Dividenden  zu leben. Es gibt leider keine Unternehmen, bei denen man in 30 Jahren auf den Dividendenknopf drücken und sagen kann: „Jetzt aber bitte Dividenden ausschütten.“ Es gibt in Deutschland keine Möglichkeit steuergünstig zu thesaurieren. Man kann nur Nichtausschütter kaufen und hoffen, dass alles gut geht, denn es ist ja bereits bekannt, dass unter den Nichtausschüttern viele kapitalschwache Unternehmen sich befinden, die oft gerade erst im Aufbau sind.

  31. chaostrader

    Mist, da fehlt die Hälfte der tollen Schlagzeilen. Hats einfach rausgeworfen. Na egal…

  32. chaostrader

    Wenn 70 % von der Dividende kommen, heißt das nichts anderes, als dass die durchschnittliche Ausschüttungsquote bei 70 % liegt.

    Ne, ich glaube das heißt es nicht.

  33. Mattoc

    @ Couponschneider

    Ein Unternehmen muss entscheiden, ob es Gewinne in Form von Dividenden auszahlt oder ob es einen (großen) Teil der Gewinne für Investitionen verwendet und daher keine oder nur geringe Dividenden auszahlt. Dafür hat jedes Unternehmen ein Management, um sowas zu entscheiden, aber wenn ein Unternehmen eine Dividende auszahlt, wird der Auszahlungsbetrag vom Kurswert abgezogen. Das ist der einzige Punkt auf den ich hinaus will. Es macht also echt keinen Sinn, zu sagen, wenn eine Aktie vor 14 Jahren den gleichen Kurswert hatte wie heute, dann hat man nur deshalb eine Rendite, weil in den 14 Jahren Dividenden gezahlt wurden.

    Natürlich ist es nun ein schlechter Vergleich bzw. nur ein theoretisches Gedankenmodell, wenn ich schreibe, dass der Kurswert der Aktie um die jeweils gezahlten Dividendenbeträge höher wäre, falls keine Dividende gezahlt worden wäre, weil das ja in der Praxis dieses konkreten Unternehmens überhaupt keinen Sinn macht. Dieser Vergleich sollte nur „veranschaulichen“, dass die Dividende vom Kurswert abgezogen wird.

     

  34. Mattoc

    @Couponschneider

    Je mehr du schreibst, desto mehr habe ich den Eindruck, dass du wirklich der Meinung bist, dass Unternehmen, die Dividenden zahlen (regelmäßig und bestenfalls steigend) nachweislich „bessere“ Unternehmen sind (im Sinne von höherer Gesamtrendite) als Unternehmen, die gar keine Dividenden zahlen.

    Meinst du das wirklich?

    Ich verstehe bei Dividendenaktien den Cashflow-Gedanken der Anlager, ich verstehe, dass diese Unternehmen möglicherweise im Crash stabiler sind, weil sonst die Dividendenrendite ins Unermässliche steigen würde usw…das ist alles ok, aber die Gesamtrendite ist auf lange Sicht und maximal diversifiziert betrachtet nicht besser als bei Unternehmen, die keinen Dividendenfokus haben.

     

  35. Mattoc

    Andererseits:

    Ich habe im Wertpapierforum mal eine lustige Diskussion gesehen. Da war einer, der hat behauptet, dass der DIVDAX dauerhaft den DAX underperformt. Daraufhin hat dann einer gesagt, dann kaufe doch einfach die Werte des DAX, die nicht im DIVDAX sind, dann wirst du den DAX dauerhaft outperformen. 🙂

    Quintessenz:

    Beide Aussagen sind Blödsinn. Leider weiß niemand, welche Aktien sich in den nächsten Jahren unter Bezugnahme auf die Gesamtrendite (Kurs + Dividende) besser entwickeln werden als andere, und das ganz unabhängig davon, ob Unternehmen einen Dividendenfokus haben oder nicht. Daher hilft nur breit diversifiziert, dauerhaft, ohne Stockpicking und Market Timing zu investieren. @Tim: Amen. 🙂

  36. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Ferhat

    Danke für den Link. Es ist im Endeffekt egal: Ob mieten oder kaufen. Man zahlt das Endgerät so oder so. Ich finde das Mieten eher gefährlicher. So kaufen Leute subventionierte Smartphones und stottern die Kosten über die Vertragslaufzeit ab. Das Problem ist: Kommt ein neues Handy raus, wollen sie sofort das neue, obwohl sie ihr altes noch nicht abbezahlt haben. Dann kommt die Hammerrechnung. Jedenfalls sind die Verträge unverständlich für die Konsumenten. Kaum jemand blickt durch. Ganz stark wird in den USA T Mobile kritisiert:

    https://www.consumeraffairs.com/cell_phones/tmobile_network.html

     

    @ Mr. Pino Cavallo

    Ich habe meine alten Arbeitgeber gefragt, ob wir auf freiberuflicher Basis zusammenarbeiten können. Es klappt wunderbar. So bin ich freier. Ich kann reisen, so lange schlafen wie ich möchte. Ich kann von zuhause oder unterwegs arbeiten. Ich kann an journalistischen Projekten arbeiten, die mir besonders viel Spaß machen.

    Über mein Privatleben habe ich vor ein paar Wochen mehr geschrieben (hier im Blog).

     

    @ Kall

    Rosneft ist ein russischer Staatsbetrieb. Er steht unter der Fuchtel von Präsident Putin, der einer der reichsten Menschen der Welt ist. Russland gilt ja nicht als besonders demokratisch: seltsame Wahlen, Tod von Oppositionellen, Vergiftung durch Radioaktivität, Erschießen, Verhaftung von Journalisten, Ausschluss von Oppositionspolitikern, Verhaftung von Managern, Verstaatlichungen…. Ich persönlich würde mir die Aktie nicht ins Depot legen. Trotzdem kann der Kurs stark zulegen, wenn die Zusammenarbeit mit den USA verbessert werden sollte. Was bleibt, sind viele Fragezeichen.

     

    @ Couponschneider

    Ich stimme zu. Langfristig schneiden Dividendenzahler besser als Nicht-Zahler ab. Dazu gibt es Studien.

    http://www.suredividend.com/wp-content/uploads/2014/03/Dividends-A-Review-of-Historical-Returns.pdf

    Daher konzertiert sich ja das Finanzgenie Buffett auf die solidesten Dividendenzahler.

  37. Christoph

    @Tim und Chaos und Mattoc: So wie Tim es schreibt ist es richtig.

    Es geht ja nicht darum dass der Kurs besser da steht wenn die Dividende drinn bleibt weil die auch einen wert hat. NEIN! Es geht darum dass die Anleger Dividendenzahler bevorzugen. Das hat viele Gründe. Einer dass diese Unternehmen extrem auf stabilität und maßvolles Wirtschaften achten.

    Wenn also viele Anleger diese Aktien kaufen dann steigt der Kurs auf lange Sicht einfach stärker als bei Nicht zahlern.

    @Mattox: Du liegst hier falsch. Es ist einfach erwiesen dass Dividendenzahler im Schnitt besser abschneiden (klar gibt es Ausnahmen wie Amazon, Alphabet usw)

    Ich wollte hier eigentlich auch keine Diskussion entfachen nur meine Bedenken äußern gerade in Hinsicht auf eine spätere Altersvorsorge.

  38. schaefus

    @PIBE

    Danke für die Videos zu Niko Paech. Vieles was er sagt lebe ich schon seit Längerem so. Leider immer noch mit einer 40h Woche aber das wird sich hoffentlich auch bald ändern.

    Ich wusste gar nicht, dass es da schon wissenschaftliche Abhandlungen und Gedanken zu gibt. Das lässt einen ja nur hoffen 😉

  39. Michael

    @christoph & all

    Ob dividende oder nicht spielt doch gar keine rolle. Es gibt unternehmen die divi zahlen und spitze sind und welche die keine zahlen odwr nur sehr wenig und spitze sind.

    Und mir hier mit microsoft zu kommen, weil diese immer schöne divi zahlen ist etwas billig.

    Ich kann mir auch irgendwelche unternehmen heranziehen die nie odwr nur wenig divi gezahlt haben und wo microsoft was rendite angeht baden gehen kann.

    Hättest du eine amgen vor 30 jahren gekauft hättest du eine rendite von mehreren 10.000 prozent… Ganz ohne dividende.

    Was ist da jetzt mit der divi von microsoft in den letzten 40 jahren? Kaffeegeld im vergleich 🙂

    Gilead, tesla, celgene… Gibt genug beispiele.

    Sage aber nicht, dass divititel schlecht sind. Nur dass die aussage „dividendentitel bringen eine höhere rendite als keine divi zahler“ ist einfach falsch.
    Es kommt immer auf die auswahl der titel an. Durchschnittswerte bringen hier keinem etwas. Wieso bringen titel die divi ausschütten mehr rendite im durchschnitt? Genau weil diese meist etablierte unternehmen sind. Kleine firmen ohne divi werden oft aufgekauft oder gehen auch pleite. Das fließt alles in so crapstudien mit ein.

     

  40. Mattoc

    @PIBE

    Niko Paech ist allerdings auch nicht unumstritten. Er ist ein Globalisierungsgegner und hat Ende 2016 seinen Lehrstuhl an der Uni Osnabrück unter unklaren Bedingungen (Änderung der Ausschreibung) verloren. Ich habe mir die Videos angesehen (ja 1 Stunde 40 Minuten :-)), und ich behaupte, dass sehr viele Menschen, die ihn hören und lesen, ihm aufgrund seiner sprachlichen Fähigkeiten und seiner damaligen Position an der Osnabrück „glauben“ ohne zu verstehen oder gar prüfen zu können, was er sagt.

    So einfach sind die Zusammenhänge und Lösungen, die er anbietet, leider nicht. Besonders irritierend finde ich, dass er (ca. ab Minute 10 im zweiten Video) bildhaft  den wirtschaftlichen Fortschritt der Gesellschaft kritisiert.

    Andererseits regt er zum Nachdenken an. Das ist auf jeden Fall positiv.

  41. DivSky

    @Michael,

    was macht dich so optimistisch?

     

    Umsatzprognose des ebenfalls im TecDAX gelisteten Windkraftanlagenbauers Nordex (WKN:A0D655) dessen Aktienkurs um 15,8 % einbrach. Marktbeobachter sprachen von einem enormen Vertrauensverlust, da das Management vor einigen Monaten die nun über Bord geworfenen Jahresziele noch vehement bekräftigt hatte.

  42. Fit und Gesund

    @Michael,

    meinst Du das Blutbad geht dort noch weiter? was spricht für diese Firma, was dagegen?

    schönes Wochenende Allen!

  43. Christoph

    @Michael: Ich sage ja gar nicht dass nicht dividenden Zahler nicht toll sein können. Es gibt da einige die ich echt mag. Amazon ist natürlich das berühmteste Beispiel. Tolles Unternehmen und wohl auf extrem lange Zeit ein quasi Monopol dazu noch AWS. WOW.

    Allerdings will ich einfach auch Rendite sehen ohne verkaufen zu müssen.

    Ich bewundere übrigens dass du den Mut zu mittleren/ kleinen Unternehmen hast. Ich traue mir das nicht zu bzw mir ist das zu riskant. Aber das man da tolle Renditen erzielen kann ist unbestritten.

     

  44. Fit und Gesund

    @Christoph,

    ich bin auch nicht mutig genug bei den kleinen/mittleren Unternehmen mit Einzelaktien einzusteigen, überlege aber einen ETF anzufangen, gibt vermutlich sogar Welche die Dividenden ausschütten *lach*

  45. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Mattoc; „Das ist doch wirklich ganz falsch. Wenn Microsoft keine Dividende gezahlt hätte, wäre der Kurs exakt um den jeweiligen Dividenbetrag höher. Die Dividende wird doch vom Kurs abgezogen.“

    Diese leidige Diskussion ist wirklich unerschöpflich. 😉

    Das ist natürlich nicht so. Du meinst den Buchwert! Wenn bei einer Firma das Geld statt als Dividende raus zu gehen in der Firma bleibt, und nicht wie von @Couponschneider richtig gesagt evtl. vom Management eigennützig verschwendet wird (Boni oder anderes), dann bleibt der Betrag im Buchwert.

    Der hat aber nur bedingt etwas mit dem Kurs zu tun. Der Buchwert kann steigen durch das einbehaltene Vermögen, aber der Kurswert trotzdem sinken. Je nachdem was der Markt eben von der Firma hält.

    Du kannst da nicht Deine nüchterne Logik: „Keine Dividende – Kurs würdigt das im gleichen Verhältnis“ anwenden.

    Die Dividenden können ausgezahlt werden, und der Kurs kann trotzdem weiter steigen, sogar um mehr als ausgezahlt wurde.

    Dann steigt eben ganz einfach die (Über-)Bewertung, sprich: das KBV!

    Aus dem Grund gibt es ja Firmen die sind mit weniger als Buchwert bewertet, und andere mit x-fachen Buchwert. Ob da die Dividenden bezahlt oder einbehalten werden, das spielt fast keine Rolle.

    Guten Erfolg, muss jetzt im Garten schuften.

    MS

  46. Mattoc

    @Christoph

    Ich bin vergleichsweise sicher, dass du mit dem Begriff „Rendite“ nicht „Rendite“ sondern „Geldfluss“ meinst.

    Ich bin auch für regelmäßigen „Geldfluss“, der aus meinen Anlagen zurückfließen soll, in der Hoffnung, dass sich die ausgezahlten Beträge, die ja meine Anlagesumme reduzieren, durch Kursgewinne wieder einspielen, aber den „Dividenden Cashflow“ als Rendite zu bezeichnen, kann ich weiterhin nicht unterschreiben.

    Wenn ich jemandem 100 Euro gebe, und er zahlt mir 4%  Zinsen, also 4 Euro nach einem Jahr, und gibt mir die 100 Euro Dann zurück, dann ist das eine Rendite von 4%.

    Aber wenn ich jemandem 100 Euro gebe, und er zahlt mir im ersten Jahr 4 Euro Dividende, dann ist das keine Rendite. Der Aktienkurs reduziert sich dadurch auf 96 Euro und nach einem Jahr habe ich also 0% Rendite, denn 96 Euro + 4 Euro sind meine ursprünglichen 100 Euro. Das ist das einzige, das wirklich sicher ist.

    Die Aussagen von Tim und Couponschneider sind nun, dass sich Unternehmen, die regelmäßig (steigende) Dividenden zahlen aber nicht bei 96 Euro einpendeln, sondern aufgrund der Dividenden, die sie auszahlen, gut geführte Unternehmen sind, deren Aktienkurs dann wieder auf 100 Euro oder noch höher steigt. Diese Annahme beinhaltet aber ein Risiko. Es kann auch anders kommen.

     

     

     

  47. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Mattoc; „Aber wenn ich jemandem 100 Euro gebe, und er zahlt mir im ersten Jahr 4 Euro Dividende, dann ist das keine Rendite. Der Aktienkurs reduziert sich dadurch auf 96 Euro und nach einem Jahr habe ich also 0% Rendite, denn 96 Euro + 4 Euro sind meine ursprünglichen 100 Euro. Das ist das einzige, das wirklich sicher ist.“

    Nein um Gotteswillen! 😉

    Die 100 Euro haben vielleicht 8 Euro Gewinn erwirtschaftet, davon werden 4 gezahlt. Buchwert ohne Zahlung 108, nach Zahlung 104!

    MS

  48. Mattoc

    @Matthias

    „Die Dividenden können ausgezahlt werden, und der Kurs kann trotzdem weiter steigen, sogar um mehr als ausgezahlt wurde.“

    Das ist vollkommen richtig. Das Wort „kann“ ist in diesem Zusammenhang zu betonen. Und für den Investor, der eine “ Rendite“ erwirtschaften möchte, wird aus dem „kann“ ein „muss“, denn wenn der Aktienkurs nicht mindestens wieder dahin steigt, wo er vor der Dividendenzahlung stand, ist es für den Investor eine schlechte Investition.

    Oder anders gesagt: Eine Dividende kann nur dann als Rendite bezeichnet werden, wenn die Kursgewinne die geleisteten Dividendenzahlungen „positiv beheben“.

    Und die Gründe, weshalb diese Annahme berechtigt ist, haben Tim und Couponschneider richtig dargestellt. Wir liegen, was das Thema „Ein Unternehmen, das Dividenden zahlt,  hat Qualität“ gar nicht weit auseinander.

    Ich gehe jetzt in die Innenstadt, setze mich auf eine Bank und gucke mir die Primark-Freaks an. 🙂

  49. Mattoc

    @Matthias

    Ok, dann liegen wir doch sehr weit auseinander. 🙂 Wenn keine Dividende gezahlt worden wäre, läge der Kurs bei 112, oder? Ach ne…dann wäre das Management schlecht und der Kurs wäre deutlich niedriger…so langsam komme ich hinter die schräge Argumentation. 🙂

  50. Skywalker

    Die Diskussion und v.a Kritik an Dividenden finde ich lächerlich.

    Wenn ich mich an einem gut gehenden Restaurant beteilige tue ich das in der Regel um jährlich teile des Überschuss zu erhalten. Bekomme ich keinen Überschuss und das Restaurant investiert hingegen den Gewinn in bessere Ausstattung und Köche etc ist das für 1-3 Jahre ok, aber irgendwann komme ich als Teilhaber und fordere Bares!

    Genau so lief es bei Apple. Sie wurden auch vom Growth zum Dividenden Wert. Das wird auch bei Google ud Facebook und Amazon so laufen, wenn sie erfolgreich bleiben, wartet mal ab!

  51. Mattoc

    Ich habe hier noch keine Kritik an Dividenden gelesen, Skywalker. Ich vermute, dass sich hier alle über Dividenzahlungen freuen.
    Es gab nur eine Diskussion darüber, wie Dividenden unter Bezugnahme auf eine Geldanlage zu bewerten sind. Und dass Dividenden keine Zinsen sind, wird vermutlich auch niemand bestreiten.

  52. Couponschneider

    @Mattoc

    Ich schrieb von Dividenden als Indikator. Sie wissen hoffentlich, dass man anhand eines Indikators keine Regeln aufstellt, also ein Unternehmen, dass Dividenden zahlt, besser wäre als ein Unternehmen, das keine Ausschüttungen vornimmt. Höchstwahrscheinlich. Die Mordwaffe im Kofferraum ist auch nur ein Indiz, kein Beweis.

    Selbstverständlich muss man Dividenden bei der Berücksichtigung der Gesamtperformanz berücksichtigen, aber der Dividendenabschlag hat damit nichts zu tun und den sollte man auch nicht in die Debatte bringen.

    Zum Thema Niko Paech: Der Mann ist ein linksextremistischer Ideologie, der es sich in diesem Staat sehr bequem gemacht hat (Professorengehalt!) und den Kleinunternehmern sagt, sie würden nichts leisten. Das geht ja richtig abwärts mit der Community: Einige schwafeln von Kaufsignalen und Durchbrüchen, die nächsten bringen Niko Paech ins Spiel. Warum nicht auch noch Koko Petkov und Christoph Butterwegge?

  53. Mattoc

    @Couponschneider

    Ich duze Sie mal. 🙂

    Zum Kofferraum: Wenn da eine Waffe drin liegt, ist es ein Indiz, wenn da eine Mordwaffe drin liegt, ist es ein Beweis für einen Mord.

    Aus meiner Sicht nun abschließend zum Thema Dividenden:

    1. Ich habe nirgendwo geschrieben, dass eine Dividendenzahlung ein Indiz oder kein Indiz oder sonst was dafür ist, dass eine Aktie sich gut oder schlecht entwickeln wird. Das sagst du. Ich halte das nicht für falsch, was du sagst.

    2. Ich wollte nur dieses leidige Missverständnis, das offensichtlich immer noch vorherrscht, nämlich, dass eine Dividendenzahlung mit einer Zinszahlung verwechselt wird (Microsoft-Beispiel von einem Leser) gerade rücken. Das ist mir offensichtlich nicht gelungen. Sei es drum.

     

  54. PIBE350

    An schaefus: Dann wünsche ich dir, dass der letzte verbliebene Baustein auch noch in Erfüllung geht! 😉

    An Mattoc: Zur Person selbst kann ich nicht viel sagen, aber in vielen Grundaussagen finde ich mich wieder: Die freie Zeit pro Tag ist sehr begrenzt, aber die Konsumangebote  und -möglichkeiten sind unbegrenzt und prasseln nur so auf einen ein: ,,kauf und besitze mich! Konsumiere mich! Miete mich! Sonst wirst du dich schlecht fühlen!“

    Dazu kommt, dass man sich maximal auf 2 Dinge gleichzeitig konzentrieren kann. Dadurch können Stress und Überforderung entstehen, die allgemeine Wertschätzung und das allgemeine Glücksempfinden gehen zurück.

    Reduziert man dagegen gezielt seinen Konsum auf das Wesentliche und wirklich Wichtige (jeder hat andere Vorlieben), hat man mehr Zeit, ihn wirklich zu genießen und man wertschätzt seine Gegenstände viel mehr, weil kaum oder unbenutzte Dinge der Vergangenheit angehören.

    Im Grunde sind dies genau die Gründe, warum ich vor vielen Jahren einen minimalistischen Lebensstil eingeschlagen habe. Dazu kamen natürlich noch finanzielle Aspekte: mehr freie Zeit haben zu wollen. 🙂

    Die ökologischen (Planet mit begrenzten Ressourcen) und gesellschaftlichen (Statussymboldenken) Gründe lasse ich jetzt mal weg.

  55. Couponschneider

    @Mattoc

    Aber es ist nicht bewiesen, dass der Eigentümer bzw. Fahrer des Wagens der Mörder ist.

    Selbstverständlich sehe ich die Dividendenzahlung als Indiz für eine gutes Unternehmen. Sie schreiben das nicht. Sie schreiben auch nicht, es wäre ein Beweis. Okay! Sie unterstellen es aber anderen, sie hätten behauptet, es sei ein Beweis. Und das kritisiere ich.

    Ich beziehe mich auf die folgende von Ihnen gemachte Äußerung:

    „Je mehr du schreibst, desto mehr habe ich den Eindruck, dass du wirklich der Meinung bist, dass Unternehmen, die Dividenden zahlen (regelmäßig und bestenfalls steigend) nachweislich „bessere“ Unternehmen sind (im Sinne von höherer Gesamtrendite) als Unternehmen, die gar keine Dividenden zahlen.“

     

     

  56. Couponschneider

    @Mattoc, du schriebst:

    „Ok, dann liegen wir doch sehr weit auseinander. ? Wenn keine Dividende gezahlt worden wäre, läge der Kurs bei 112, oder? Ach ne…dann wäre das Management schlecht und der Kurs wäre deutlich niedriger…so langsam komme ich hinter die schräge Argumentation. ?“

    Angenommen, die Dividenden werden nicht ausgeschüttet, sondern landen im Tresor und erhöhen damit den Buchwert des Unternehmens. Warum soll der Aktienkurs steigen, wenn man sich nicht sicher sein kann, dass das Geld jemals für Investitionen genutzt oder ausgeschüttet wird? Nicht jedes Unternehmen arbeitet in einem Markt wie Google oder Facebook, mit erstaunlichem Expansionspotential. Unternehmen wie Coca Cola, PepsiCo, Nestlé, General Mills und Mondelez dagegen können nicht so schnell expandieren, weil das stark vom Wachstum der Weltbevölkerung abhängt und auch von der Öffnung nationaler Märkte. Coca Cola beispielsweise kann natürlich noch expandieren, wenn sie analog zu PepsiCo eine Snacksparte hochziehen. Üblich ist es, bestehende Unternehmen aufzukafuen. Derartige Akquisitionen aber sind riskant. Dann doch lieber Dividenden ausschütten, Aktien zurückkaufen und sich im Kerngeschäft verbessern. Für Expansion in neue Geschäftsbereiche ergeben sich über kurz oder lang Möglichkeiten. Ich kann mir gut vorstellen, dass Coca Cola irgendwann mal Intersnack sich unter den Nagel reißt, damit sie analog zu PepsiCo Chips und Cola anbieten können. In den letzten Jahren wurde PepsiCo sehr präsent in Deutschland und Europa. Lay’s-Chips gibt’s in vielen Discountern. Da wird auch massig Werbung bei jedem Champions-League geschaltet.

    Der Druck auf Apple stieg auch immens, weil die nichts ausschütteten, sondern auf dem Geld aus Steuergründen einfach sitzen blieben. Ob das Geld im Tresor liegt oder ob man es abfackelt, ist doch egal. Das ist doch wie ein Haus mit wertvollen Gegenständen. Doch wo ist der Nutzen, wenn der Schlüssel weg ist?

    Und die Frage nach thesaurierenden oder nichtthesaurierenden Fonds und ETFs will ich so beantworten: Durch die Thesaurierung ergibt sich kein Steuervorteil, also  nehme ich die Thesaurierung selbst in die Hand. (Ich habe in einem anderen Blog gelesen, dass jemand von Dividendenzahlungen nichts hält und daher auf thesaurierende ETFs setzt.) Nur die Thesaurierung innerhalb des eigentlichen Unternehmens oder der Holding (z. B. Talanx, Berkshire Hathaway) ist steuergünstig.

    Ich will mittel- und langfristig Cash sehen. Cash is king!

  57. Christoph

    @Mattoc: Vielleicht definieren wir Rendite unterschiedlich.

    Für mich ist Rendite nichts was ich nur auf dem Papier habe, sondern etwas was ich faktisch bekomme.

    Also wenn der Kurs von Firma XY von 100 auf 104 Euro steht ist das faktisch 4% Rendite. Für mich aber nicht, das ist nur ein vermeintlicher Gewinn.

    Bekomme ich aber 4% auf mein Konto dann ist das für mich reale Rendite.

    Denn ich will 90% der Unternehmen nie verkaufen und somit hätte ich dann nur theoretische Rendite mit der ich aber nie was anfangen kann. Da ich aber Dividenden bekomme, kann ich die für was auch immer nutzen.

    Wünsche allen ein tolles WE, endlich schönes Wetter

  58. DivSky

    Egal wie Ihr das hier alle betrachtet, wichtig ist doch der passive Einkommensstrom. Ich freue mich über meine Dividenden, ob viel oder wenig, ist mir nicht so wichtig. 2015 gab es 13 Dividendenzahlungen und im Jahr 2016 waren es bei mir schon 48. 2017 werden es 80+ sein.

     

    @MS,

    was steht denn bei Dir gerade so ganz oben auf der Watchlist (Dividendenzahler)?

    Suche nämlich ein neues Investment. Folgende Ideen habe ich gerade:

    Lloyds Bank = Aufstockung

    Plus500 = erste Position

    MTN Group = erste Position

     

     

  59. chaostrader

    die 300€ regel

    Hab ich schon im ersten Posting erwähnt. Interessiert hier keine Sau. Ist wichtiger, Stocks zu picken und den Markt zu timen.
    Dann kann man sich nämlich auch mal was leisten!

  60. DivSky

    Also falls Ihr beiden mich meint, dann hat das was ich mache nichts mit Stockpicking oder Markttiming zu tun. Ich baue mir meinen eigenen ETF aus 100 Unternehmen zusammen.

    Aber interessanter Beitrag mit der 300 Euro Regel. Ehrlich gesagt ist mir die Regel doch Banane, denn ich lege dann an wann ich kann und wann ich will und wieviel ich will. Da brauche ich keine Regel, da reicht normaler Menschenverstand!

  61. Rainer ZufallRainer Zufall

    Nix für ungut, aber einen eigenen ETF mit 100 Werten zusammenbauen, das wird so nicht klappen.

    Du kannst Dir so eine Art Beteiligungsgesellschaft basteln, was ja nicht schlecht ist, aber keinen ETF.

    Ein ETF repliziert einen Index. Welchen Index repliziert Du genau?

    Wenn Du einen ETF haben willst, wird Dir nichts anderes übrig bleiben als einen zu kaufen.

     

  62. Skywalker

    Dieses Hippie frugalisten Leben ist mir viel zu extrem. ich genieße gerne das Leben, man muss nicht protzig Leben oder unvernünftig aber es gibt auf der Welt trotzdem noch viele Dinge die auch Geld kosten für die man gerne Geld ausgibt.

     

     

  63. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Mattoc; „Wenn keine Dividende gezahlt worden wäre, läge der Kurs bei 112, oder? Ach ne…dann wäre das Management schlecht und der Kurs wäre deutlich niedriger…so langsam komme ich hinter die schräge Argumentation.“

    Bist Du Houdini? Woher zauberst Du denn die zusätzlichen 4? Du darfst Volksweisheiten wie „1 Euro haben oder nicht haben sind 2 Euro“ nicht wörtlich nehmen.

    Gehen wir einfach mal von dem Fall aus, dass der Kurs/Preis für eine Firma bei 100% des Buchwertes liegt. Die Firma hat also am Jahresanfang einen Buchwert von 100, und der Kurs an der Börse ist auch 100, also KBV 1.

    Am Jahresende hat die Firma mit ihrem Nettogewinn nach Steuern usw. 8 dazu verdient. Der Buchwert ist jetzt also 108. Wenn sich alle Marktteilnehmer dran halten (KBV 1), dann müsste der Kurs jetzt 108 sein wie der Buchwert.

    Jetzt entscheidet die Firma eine Payout Ratio von 50%, also 4 von den 8 auszuschütten. Damit fällt der verbleibende Buchwert auf 104.

    Jeder der keinen Dividendenanspruch hat, der wird jetzt nur noch 104 zahlen wollen. Deswegen sagt der Market Maker, es ist nur fair, wenn ich einen Ex-Dividendenabschlag auf den Kurs stelle, und der Eröffnungskurs 104 ist.

    Wenn die 4 im Unternehmen geblieben wären, dann wäre der Kurs (immer dran denken, nur bei der theoretischen Annahme, es würde immer KBV 1 gehandelt) eben bei 108 geblieben. Wieso in allen Gottesnamen willst Du hier 4 hinzu zaubern auf 112?

    Im echten Leben ist aber die Preisstellung (Kurs) willkürlich. Leute können jetzt sagen; wow, bei der Firma bekomme ich 4% Cash auf die Hand, die 104 kaufe ich auch für 110. Er kauft dann die Firma „überbewertet“ mit einem KBV von 1,06. Aber es ist ihm das einfach wert, weil er Vertrauen hat, dass der Wert weiter stetig steigt, und bald mehr wert sein wird als die gezahlten 110 für 104.

    Am Ende des Jahres hat die Firma auf ihre 104 Buchwert vielleicht 10 netto hinzu verdient und den Wert auf 114 gesteigert. Davon reduziert sie den Buchwert durch Ausschüttung auf 110. Jetzt sind vielleicht schon wieder viele Anleger aufgesprungen, und haben den Preis/Kurs auf 125 getrieben, also KBV 1,14.

    Es kann aber auch sein, die Firma muss verkünden, dass sie nur 6 statt 8 wie im Vorjahr erwirtschaften konnten, und über eine Dividende noch nicht entschieden wurde. Dann ist der Buchwert zwar auch auf 110 gesteigert worden, aber die Anleger sagen; so haben wir nicht gewettet. Ich wollte Cashfow sehen.

    Jetzt beginnt der Abverkauf, und die Aktie fällt vielleicht auf 90, obwohl sie 110 Buchwert hat.

    Hier kann man als Anlegertyp ohne Dividendenfokus dann ein Schnäppchen machen, wo der Income-Typ sagt; ihr könnt mich mal, ich will Kohle sehen.

    Mit dem Management-Argument ist folgendes gemeint…

    Die Firma würde einen schönen Gewinn machen. Da kommt das Management auf die Idee, man könne ja auch, statt Teile des Gewinns auszuschütten an diese lästigen Aktionäre, für die Firma (was natürlich nur zukünftigen Wachstums dient) ein paar schöne neue Büros in der Karibik kaufen, wo man dann schöne Konferenzen macht usw. Oder eine schöne Yacht, auf die man dann zu Vertragsgesprächen mit Geschäftspartnern einlädt etc.

    Dies würde zwar alles zum Firmenvermögen zählen (wenn nicht auf Pump gekauft, sondern aus verwendeten Gewinnen), aber es dient eben nur dem schönen Leben der Manager, und Du als Aktionär schaust in die Röhre.

    Buffett würde stattdessen sagen; ok Leute, Ihr bekommt keine Ausschüttung, aber ich kaufe eine Bude auf, die den Wert der Unternehmung wirklich steigert. Das ist zwar eben auch nicht wirklich mein Begehr, aber das ist ok.

    @DivSky,

    ich muss erst noch einige Werte aufstocken, auch einige ETFs. Ich will mich im USD auch etwas zurückhalten. Will meinen Hebel von den (zwar lächerlichen) knapp -2.500 USD auf Null bringen durch Dividenden (dauert noch paar Wochen), da die Zinsen nicht mehr so billig sind, und eher noch etwas anziehen werden.

    Meine Sparrate ist ja zurück gefahren seit der Altersteilzeit mit Gehaltsabschlag.

    Gutes Gelingen

    MS

  64. Michael D.

    Als Buy & Hold Anleger, der seine Aktien sehr sehr lange halten will, finde ich die folgenden Zeilen sehr motivieren und sie bestätigen mich in dem, was ich mache.

    (kurz zusammengefasst: Es wird Auf und Abs geben, aber am Ende wird es höchstwahrscheinlich nach oben gehen 😉 )

    American business – and consequently a basket of stocks – is virtually certain to be worth far more in the years ahead. Innovation, productivity gains, entrepreneurial spirit and an abundance of capital will see to that. […]

    Many companies, of course, will fall behind, and some will fail. Winnowing of that sort is a product of market dynamism. Moreover, the years ahead will occasionally deliver major market declines – even panics – that will affect virtually all stocks. No one can tell you when these traumas will occur – not me, not Charlie, not economists, not the media. […]

    During such scary periods, you should never forget two things: First, widespread fear is your friend as an investor, because it serves up bargain purchases. Second, personal fear is your enemy. It will also be unwarranted. Investors who avoid high and unnecessary costs and simply sit for an extended period with a collection of large, conservatively-financed American businesses will almost certainly do well.

  65. Michael

    @DivSky:

    Weil es immer das Gleiche ist. Was ist denn schon Großartiges bei Nordex passiert? OK, das Management hat noch im September des Vorjahres großspurig ein höheres Wachstum angenommen und dieses damals bestätigt. Nicht mal ein halbes Jahr später revidieren sie diese Aussage und senken die Prognose ein 2. Mal. Aber Nordex macht immer noch hohe Gewinne, nur wachsen sie nicht so rasch wie angenommen – wegen diverser Probleme. Diese kann man überall nachlesen muss ich hier jetzt nicht erörtern.

    Ich glaube (natürlich weiß ich es nicht aber es ist fast immer so) dass es einfach nicht so schlimm ist wie befürchtet. Es ist ja nicht viel passiert, nur dass das Unternehmen eben zu optimistisch geplant hat und erstmal das Vertrauen in das Management dahin ist. Nordex ist ja in den letzten Monaten schon ganz schön gefallen. Aber jetzt nochmals innerhalb von 2 Zagen sage und schreibe 35%?! Das ist die Übertreibung des Marktes meiner Meinung nach.

    Ich glaube einfach, dass Nordex ein gutes Unternehmen war und ist. Mit jetzt eben ein paar kleinen Problemen. Wenn du dich in den Foren so umsiehst – pure Panik, alle flippen aus. Das sind meist gute Indikatoren um billig einzukaufen. Gerade bei Firmen, die super Gewinne machen und etabliert sind.

    Es ist immer das Gleiche. Ich bin auch bei Vale eingestiege. Vale wurde quasi für Pleite erklärt. Downgradings jede Woche. Immer neue Negativschlagzeilen. Bin zwar zu früh eingestiegen bei Vale – ist danach noch 2 Jahre gefallen. Bin aber dran geblieben und habe nie verkauft, nur aufgestock. Letzten 6 Monate –> 500% gestiegen. Steht super da das Unternehmen. Machen wieder Milliardengewinne. Schulden werden getilgt. Größte Eisenerzmine der Welt neu eröffnet. Vale kann Erz am Billigsten von allen fördern. usw. usf. Werde weiter investiert bleiben.

    Selbes bei K+S. Nach der Kalikrise haben K+S alle für tot erklärt. Da musste ich kaufen. Haben nie Verluste gemacht. K+S ist zwar momentan noch nicht so eine Erfolgsgeschichte aber auch dort dreht der Wind schon wieder. Tolles Unternehmen. Ich bleibe dabei und werde gute Gewinne einfahren. Davon bin ich überzeugt. Außerdem sind sie der weltgrößte Salzproduzent. Sind also zweigleisig aufgestellt. Starten heuer mit einer riesen Mine in Kanada um kostengünstiger Kali zu gewinnen.

    Ich mag so Situationen, wo alle hinschmeißen. Gerade bei so guten Unternehmen.

    Ich würde z.B. niemals eine Coca Cola kaufen. Buffet hat diese doch auch nur noch, weil er sie schon Jahrzehnte im Portfolio hat und diese ihm jetzt weltklasse Dividenden bringt wegen der Kurssteigerung in den letzten Jahrzehnten. Buffet – davon gehe ich aus – würde bei Cola heute nicht mehr einsteigen. Keine Phantasie, keine Innovationen. Zurückgehende Verkäufe usw. Mit sowas kann ich nichts anfangen.

    Ich mag Werte, die eine Wachstumsstory verfolgen. Werte, wo etwas Phantasie drin steckt. Microsoft, die nur  noch ihre Windowsstory verwalten – interessiert mich gar nicht. Würde ich nie kaufen.

    Ist natürlich nicht grundsätzlich schlecht. Möchte ich nicht behaupten. Nur für mich ist das nichts.

    Ich mag Unternehmen wie Evotec, Teranga Gold, K+S, Vale, AT&S, Gilead, BB Biotech…

    Ich weiß, für die meisten hier ist das nichts aber mir gefällts 🙂

    LG Michael

     

  66. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @DivSky; „eine Zusammenfassung wäre super“

    na ja…nackte Zahlen:

    Earnings minimal rückläufig:

    Net earnings attributable to Berkshire Hathaway (1)

    2016: $ 24,074 – 2015: $ 24,083 

    (1) Includes after-tax investment and derivative gains/losses of $6.5 billion in 2016, $6.7 billion in 2015, $3.3 billion in 2014, $4.3 billion in 2013 and $2.2 billion in 2012.

    Buchwert (Shareholders Equity/Book Value) von 255,55 auf 283 Mrd, also plus 10,76%

    Preis/Kurs (BRK.B) von 132 auf 163, also plus 23,48%

    Es wird also doppelt so viel mehr bezahlt, als die Aktie an Buchwert gewonnen hat, bei einem KBV von ca. 1,35 (Ende 16).

    Keiner kann sagen ob das gut oder schlecht ist, so ist es einfach.

    Gutes Gelingen

    MS

     

  67. Christoph

    @Michael: ÄÄÄÄH irgendwie liegst du bei Microsoft extrem daneben. Denn die haben beim Thema Cloud massiv investiert und verdienen da richtig Kohle. Die verwalten also nicht mehr nur Windows sondern gehen neue Wege. Auch andere Themen wie VR machen die und haben da sogar ne andere Technik

    https://www.youtube.com/watch?v=bpXVuRulSHw

     

     

  68. Michael

    @Christoph

    Ja, klar. Sollte kein angriff sein. Mircrosoft ist ein top unternehmen und man kann damit natürlich geld verdienen.

    Klar mein „problem“ ich mag lieber andere titel. Ich kaufe mir (noch) keine johnson&johnson, unilever… Und wie sie alle heißen.

    Ich bin noch relativ jung, da kann ich noch ein wenig riskieren. Ich mag turn around geschichten und kleine klitschen mit hohem wachstumspotential.

    Ich denke aber auch schon daran, von meinem weg bald etwas abzuweichen und möchte nach einem größeren börsenrückgang in riesen wie: american water works, johnson&johnson, roche, lenovo, gazprom, henkel. Investieren. Momentan kommen mir die zu teuer vor. Ok, lenovo ausgenommen 🙂

  69. Andreas

    @Michael:

    Gerade wenn man jung ist, sind aber Investitionen in Unilever und Co. super finde ich, denn wenn du solche Werte 30 Jahre liegen lässt, Dividende kassierst, dann wächst das Geld und diese Unternehmen sind aus meiner Sicht die ideale Altersvorsorge. Ich bin selbst noch relativ jung, Anfang 30;) Ich schaue also gezielt nach den eher „langweiligen“ Unternehmen als Stabilitätsanker im Depot, die ich eben bis ins hohe Alter liegen lassen will. Und dann mische ich eben auch mal Wachstumswerte bei, also finde die Kombi eigentlich ideal. Denn gerade wenn man jung ist und mit zu viel Risiko Geld verspielt, anstatt es langfristig für sich arbeiten zu lassen, rächt sich das eigentlich in 30 Jahren…

    Evotec und Gilead habe ich auch im Auge übrigens;)

  70. Michael

    Bin auch anfang 30 🙂

    Ja, ich hab auch einige dividendenstarke unternehmen dabei. K+s zahlt 50p vom gewinn aus. Vale ist auch sehr großzügig.
    Nur fehlts hiermomentan am gewinn… Hehe. Der kommt aber schon noch.
    Bb biotech habe ich schon 6 jahre. Top dividendenzahler.

    Werde früher oder später sicher noch welche zu mir ins boot holen. Denke da z.b. an die österreichische post mit 6p divi. Sehr konstant. Aber natürlich auch internationale größen.

  71. Jdepp

    @Christoph

    Aber muss ja jeder selbst wissen. Wobei zB Microsoft 2001 € 40 gekostet hat und 14!!! jahre später genau das gleiche.

    Somit hatte man da 0,00 Rendite! Hat man aber Dividende so hat man hier eine Rendite erzielt. Aber wie gesagt muss jeder selbst wissen.

     

    Microsoft hat durchaus eine beachtliche Rendite hingelegt

    https://www.youtube.com/watch?v=CUTtQo_emGY

     

     

  72. Christoph

    @Michael: Wegen american water works überlege ich auch. Oder Amterican states water oder York water. Wobei die zuletzt einen run hatten (leider).

     

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