Marcel verkaufte seinen BMW Coupé, er spart 800 Euro in ETFs und Aktien. Er möchte Millionär werden


New York, 6. September 2017

Marcel möchte Millionär werden und eine Segelreise machen. Ich finde seinen Traum super. Er hat eine Vision. So etwas hilft. Er visualisiert sein Leben. Er hat es vor Augen. Und er setzt den Traum in die Tat um, indem er spart und investiert.

Hallo Tim,

ich bin vor ein paar Monaten durch deine Kolumne im Aktien-Mag und deine Videos auf deinen Blog aufmerksam geworden. Du gehörst seitdem zu meinen Standartmotivationsmentoren. Deshalb möchte ich dir meinen Weg in einem Leserbrief beschreiben.

Ich heiße Marcel (21) und wohne in Bayern (München). Ursprünglich komme ich aber aus der schönen Südheide in Niedersachsen. Ich fang mal mit meinen etwas unkonventionellen Weg an, und zwar war ich damals einer der schlimmsten und schlechtesten Schüler, weshalb es nur für die Hauptschule gereicht hat.

Am Ende in der 8./9. Klasse hat es bei mir klick gemacht. Ich war der Beste der Klasse. Nach dem 1er Abschluss habe ich dann noch den Realschulabschluss sehr erfolgreich nachgeholt. Ich war im Anschluss einer der ersten, der einen Ausbildungsplatz zum Informatikkaufmann sicher hatte. Diese Ausbildung habe ich 2015 erfolgreich abgeschlossen. Ich habe anschließend die Fachhochschulreife nachgemacht. Ich zog nach Bayern. Dort habe ich in der IT gearbeitet. Nebenbei begann ich mit dem Fernstudium IT-Sicherheit. Mittlerweile arbeite ich bei einem internationalen Konzern, die eigentlich nur Master-Absolventen einstellen.

Meine Lust zum Investment ist leider erst zum Ende der Ausbildung aufgekommen. Sonst habe ich viel Geld ausgegeben, aber dort schon fleißig in einem Bausparer investiert. In der Phase habe ich meine ersten ETFs gekauft und mit kleinen Monatsbeiträgen bauspart.

Erst so richtig mit dem Investieren fing ich letztes Jahr an, wo ich meinen ersten richtigen Job angenommen habe, und zwar mit folgenden Summen:

Gehalt 2000€ Netto
Studiengebühr pro Monat 402€
Investment 600€ ETF
Lebensmittel und Miete 500€

Im April musste mein geliebtes BMW Coupé dran glauben. Ich verkaufte es, da ich es sinnlos finde, so ein teures Auto herumstehen zu haben. Ich zog nach München, um meine neue Stelle anzutreten. Hier mache ich alles mit dem ÖPNV oder per Carsharing. Wenn ich als Motorsportler mal Lust auf eine Runde habe, miete ich mir ein Auto oder fahre mit meinem Motorrad.

Hier in München sieht es wie folgt aus:

Gehalt 2500€ Netto
Studiengebühr 402€
Miete und Lebensmittel 1000€
Investment 800€ (ETF/Aktien)

Ich bin aktuell in der Cyber-Security-Branche tätig. Man würde meine Stelle als Hacker bezeichnen. Das Gehalt ist noch lange nicht am Ende. Mein Ziel ist es über die 100k€ zu kommen. Meine Strategien im Aktien- und ETF-Bereich habe ich mir durch sehr viele Bücher und Videos aneignet.

Aktuell mache ich bei den ETF ganz simpel MSCI World und EM und einen Aktiensparplan mit den guten Firmen (Microsoft, Alphabet, CTS, Fuchs, Muenchen Rück, Netflix, Talanx, SAP, Tesla). Ich habe noch andere Aktien im Depot, die ich selbst gekauft habe ohne Sparpläne.

Von der Strategie bin ich gemischt. Ich kaufe nur Qualitätsunternehmen, wo ich selbst denke, das ihr Geschäftsmodell bestand hat, nicht unbedingt auf Dividenden bezogen. Natürlich mache ich vorher eine gründliche Analyse der Geschäftsdaten/Bilanz.

Ich besitze Momentan 50.000€ Vermögen. Ich habe 10.000€ in ETF, 10.000€ in Aktien sowie 6000€ in P2P-Kredite (über 1000€ Zinsen erhalten). Der Rest ist auf Konten oder auf dem Bausparvertrag.

Meine Dividendeneinnahmen pro Jahr sind bei ca. 150€.

Zu meinen Ausgaben: Ich kaufe meine Klamotten sowie Bücher gebraucht. Nehme keine Hotels, sondern Airbnb und Miete mir gerne ein Auto oder mache vieles zu Fuß. Für Lebensmittel gebe ich ca.300€ pro Monat aus. Ich esse sehr viel – aufgrund meiner hohen sportlichen Betätigung. Ich bereite alles frisch zu. Außerdem habe ich als Hobby die Pyrotechnik und das Schießen, wo ich einmal im Jahr um die 1000€ lasse. Es macht mir aber so viel Spaß und Freude, das ich es nicht missen will und dafür verzichte ich gerne auf Alkohol, Drogen und Zigaretten.

Ziel ist es meine Aktien alle noch besser zu gewichten und die bestehenden Positionen auszubauen.

Außerdem mein Gehalt mehr und mehr steigern und mehr investieren. Langfristig möchte ich in Immobilien einsteigen, aber mein Gehalt ist noch zu niedrig. Ich habe noch nicht das passende Objekt gefunden. Außerdem ist das Ziel mindestens 1.000.000€ Depotsumme zu haben, damit ich meinen Kindern die beste Bildung ermöglichen kann. Ich möchte den Traum leben, eine Weltreise auf einem schönen Segelboot zu machen, deshalb das Bild.

Vielen Dank Tim für deinen Blog. Ich freue mich, dich auf meiner New York Reise zu treffen,
LG Marcel

*******

Ich finde, das ist eine großartige Story. Marcel geht seinen Weg. Er ist motiviert und bereit auf Konsum zu verzichten, wie der Verkauf seines BMW zeigt. Er wechselte den Job. Alle Achtung! Sein monatliches Budget ist minimalistisch. Respekt! Er spart stur und stetig über Sparpläne. Gib mir bitte Bescheid, wenn Du in New York bist.


tim schaefer (Author)

drucken


Gedanken zu „Marcel verkaufte seinen BMW Coupé, er spart 800 Euro in ETFs und Aktien. Er möchte Millionär werden

  1. Mike

    Interessante Geschichte! Ich gehe einen ähnlichen Weg…

    Mein Optimierungstipp:

    Dein Gehalt ist für deine Branche und dein Wohnort deutlich zu niedrig! Verlange mehr oder wechsle den Arbeitgeber!

    Du wirst die Million schaffen!

  2. Wolle

    „Cyber Security, Pyrotechnik und Schießen.“ Diese Kombination dürfte ein paar nette Algorithmen bei Suchmaschinen antriggern.:-)

    Aktien per Sparplan zu 1,5% oder 1,75% mit dazu noch hohen Spreads auf Grund der ungünstigen Ausführungszeit an der Provinzbörse München würde ich persönlich nicht machen. Lieber 1.000 oder besser 2.000 Euro ansammeln und dann zu günstigen Konditionen kaufen.

  3. Christian H.Christian H.

    Hallo Marcel,

    Deiner und mein Weg sind sehr ähnlich. Auch ich war Hauptschüler (Schule hat mich nix interessiert), habe den Realschulabschluss nachgemacht, eine Lehre gemacht, dann Abi (allerdings kein Fachabi) und dann studiert. Nun bin ich auch in München und arbeite als Softwareentwickler.

    Das Du das Studium neben dem Beruf machst – auch von mir alle Achtung! Das ist nicht ohne.

    Wegen dem Leben und Arbeiten in München: ich finde Dein Gehalt nicht zu niedrig, auch deshalb, weil Du ja noch studierst bzw. noch keinen (Uni) Abschluss hast. Die Gehälter sind in der letzten Zeit eher gesunken als gestiegen, da mehr und mehr junge Leute zuströmen, die gut programmieren können.  Die 100k solltest Du aber „in the long run“ schaffen können, wenn Du mal ein Team leitest.

    Eine Wohnung in München habe ich nicht ergattern können. Hunderte Besichtigungen mit hunderten Leuten – ätzend. Und dann solche Kommentare alla „ein Ossi, der Berlin als Wohnort im Pass stehen hat – so jemand zieht bei uns nicht ein!“. Ich hab nur ’ne Wohnung außerhalb gefunden und muss pendeln.

    Viel Erfolg weiterhin!

    Gruß

    Christian

  4. StockSaver

    Bei deinem aktuellen Gehalt, der Tätigkeit und deiner Sparsamkeit hast Du bei entsprechender Ausdauer sicherlich die Chance die gewünschte Gehaltsklasse und die Mio zu erreichen. Die größten Gehaltssprünge macht man normalerweise durch den Wechsel des Arbeitgebers. Im Bereich Cyber-Security werden Fachleute händeringend gesucht. Du hättest also gute Perspektiven.

    Wenn Du in München wohnst bietet sich der BMW oder ein Zulieferer/Dienstleister an, der im Segment autonomes Fahren oder eMobility tätig ist (Berner und Mattner, Continental, ESG, Magna, …). Lese dich noch in die Funktionale Sicherheit ein (ist interressant aber wissensintensiv) und entwickle dich in diesen Bereichen weiter. Es wird dann nicht lange Dauern und die HeadHunter stehen Schlange. Alternativ kannst Du auch als Freelancer arbeiten. Dann sollten für dich Brutto 10.000€/Monat das Minimum sein.

    Brauchst Du den Bausparer wirklich? Nur wenn Du eine Immobilie willst macht der ev. Sinn. Hier lohnt es sich zu rechnen. Ich würde das Ding mit minimalstem Einsatz besparen und dann ggf. auffüllen, wenn Du ihn brauchst. Im Moment sind die Einlagenzinsen so niedrig, das Du nicht mal die 1% Anschlussgebühr herein kriegst. Einfach mal nachrechnen.

    Sinnvoll ist es auch bei aller Sparsamkeit sich nicht alles zu versagen. Ich mache mit der Familie gern mal Urlaub. Insofern ist das leihen eines Autos durchaus richtig. Motorrad fahren ist aktiver Versuch Organe zu spenden, da würde ich die Finger von lassen.

    Ich will finanzielle Unabhängigkeit, aber mein Job macht mir Spass. Ziel: ich möchte nur unter 65 mit der Arbeit aufhören und die Verluste bei der Rente kompensieren. Millionen schaffe ich bis dahin wohl nicht. Aber wer Sparsamkeit lebt, wird auch so zu recht kommen. Ich habe ausschüttende ETFs und Aktien plus einige Spielaktien bei denen ich langfristig auf hohe Kursgewinnen hoffe, die gerade heftig Federn gelassen haben. Wo ein Turnaround sich dann auszahlt.

    Viel Erfolg weiterhin!

  5. FelixBerlin

    Mal so eine Frage in die Runde:

    Ich konnte meine Mutter endlich davon überzeugen, dass sie einen Teil ihres Geldes in Aktien investiert.

    Da sie langsam ins Rentenalter kommt, wäre eine dividendenorientierte Strategie für sie sicher am sinnvollsten.

    Da ich nicht möchte, dass sie sich zu viel um aktuelle Kurse usw. kümmern muss, dachte ich mir, dass ausschüttende ETFs für sie am logischten wären.

    Fogende ETFs habe ich mir bis jetzt für sie überlegt:

    iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF (DE)
    ComStage DAX® TR UCITS ETF (ETF001)
    (diese beiden sind, so weit ich weiß, auch nicht steuerhässlich)

    Ich frage mich, ob das nicht evtl. für den Anfang sogar schon ausreicht?

    Welche ETFs würden ggf. noch Sinn machen?

  6. Gurki

    @FelixBerlin: Warum nicht der Standard , Wolrd / EM bei 70/30? Auch als Ausschütter? Oder statt dem DAX den Stoxx Europe 600 von iShares?

    @Thema: Innerhalb von 2 Jahren 50k€ gemacht? Wie? Bei Monatlich 1000€ sind das in den zwei Jahren 25k€. Ausbildung nicht mitgerechnet. Aber da kam ja auch ein dicker BMW. Gab es „Starthilfe“? Ich frage mich grade was ich mit meinem Geld falsch mache. Meins vermehrt sich nicht so stark, obwohl ich mehr als der Themenersteller spare / investiere.

  7. FelixBerlin

    @Gurki

    so wie ich das gesehen habe, lag die ausschüttung vom msci world bei ca 1,8% und beim ishares stoxx global bei über 5% – zumindest laut justetf.
    den europe 600 hatte ich noch gar nicht auf dem schirm -danke dafür 🙂

    den dax etf habe ich aus persönlicher überzeugung mit reingenommen 🙂

    edit:
    wie wäre es denn z.b. mit dieser aufteilung:

    iShares MSCI Emerging Markets UCITS ETF (Dist)
    iShares MSCI World UCITS ETF (Dist)
    iShares STOXX Europe 600 UCITS ETF (DE)
    iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF (DE)

  8. Thomas der Sparkojote

    @Gurki

    Vermutlich hat er in der Ausbildung gespart und womöglich vielleicht Betrag X zum 18. Geburtstag bekommen, alles eigentlich unwichtig solange das Mindset Sparen und Investieren vorhanden ist 🙂 Ich stehe mit 21 Jahren auch mit fast 100K Networth da, darum kann ich das nachvollziehen. Allerdings gebe ich dir recht das mit dem Gehalt von 0 auf 50k eher unwahrscheinlich ist innerhalb 2 Jahren, also hat er definitiv vor 2 Jahren nicht bei 0 angefangen.

    Grüsse
    Thomas

  9. Marcel

    Hallo,

    danke für die netten Worte!

    Nutze die Arbeitgeber als „Ausbildungsbetrieb“ um mir neben dem Studium noch mehr Praktisches wissen anzueignen.

    Planen natürlich in Zukunft auf Freenlancer basis zu gehen.

    Doch ich bin 2012 in die Ausbildung mit 1000€ auf dem Konto gestartet und natürlich das Geld für den Führerschein (4000€).

    Das erste Auto(BMW e46) habe ich mir erspart bzw. durfte den Verkaufserlös von dem Auto meines Opas behalten ca.4000€.

    Den Rest habe ich durch Selbstständigkeit verdient oder durch sparen.Habe kaum Partys oder so gemacht und habe nach der Ausbildung in der Zeit wo alle 450€ Jobs gemacht habe die IT bei einem Verlag gemacht sowie bei einer Spedition und war Freelancer im Systemhaus (Server aufsetzen, Support) davon habe ich mir dann in meinem Jugendlichen Leichtsinn ein 335i Coupe gekauft für 20.000€ und den alten Wagen verkauft. Es war das schönste Jahr bzw. hat sehr viel Spaß gemacht aber es war auch sehr teuer! Das Geld ist dann wie oben beschrieben in was sinnvolleres geflossen 🙂

    @Mike Ja die Gehälter sind niedrig aber sind generell gesunken. Masterabsolventen verdienen auch nur 3k.

    @Wolle auf jeden Fall aber ich weiß ja wie man unter dem Radar bleibt 🙂

    @StockSaver Der wird mit dem nötigsten Bespart habe aber mit meinem Vater den Deal das er mir den danach abkauft und in Renovierung steckt. Und ich sehen das auch kritisch sich alles zu versagen, da ich lange in der Freiwilligen Feuerwehr war und gesehen habe wie schnell das Leben vorbei sein kann und ich mir schon auch was gönnen möchte wie zum Beispiel Reisen. Ja abundzu muss ein Mietwagen mal her es macht so viel Spaß aber Motorrad bin ich seit einem Jahr nicht mehr gefahren es ist einfach zu gefährlich geworden.

     

  10. Gurki

    @FelixBerlin: Das wäre für MICH eine gute Aufteilung. Ist die Frage ob sie es für deine Mutter auch ist oder eventuell sogar schon zu viel? Kommt ja auch auf die Sparleistung an. Mit ein paar Euro auf jeden ETF finde ich es mitunter schon wieder zu viel.
    Auf jeden Fall hast Du mit

    iShares MSCI Emerging Markets UCITS ETF (Dist)
    iShares MSCI World UCITS ETF (Dist)
    iShares STOXX Europe 600 UCITS ETF (DE)

    den Euroraum noch mit drin, der bei dem 70/30 Standard deutlich vernachlässigt wird. Ob man dann noch den iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF (DE) benötigt weiß ich nicht. Was ich so gelesen habe, würde der iShares STOXX Europe 600 UCITS ETF (DE) ausreichen, da der ja auch ausschüttend ist.

    Jetzt ist noch die Frage ob man alle ETF bei einem Anbieter (iShares) haben will und ob die Kosten (0,75% bei dem EM und 0,50% beim World) nicht eventuell etwas zu teuer sind. Aber da sollten vielleicht noch andere hier was zu sagen.

    Außerdem würde ich schauen, wo man die ETF per Sparplan kostenfrei besparen kann.

  11. FelixBerlin

    @Gurki

    danke für deine Einschätzung.

    Ich hatte überlegt, dass sie mit einer Einmaleinlage von  ~15k anfängt (verteilt auf die einzelnen ETF) und dann jeden ETF z.B. mit 100€ im Monat bespart.

    Beim iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF (DE) fand ich halt die Ausschüttung von über 5% recht ansprechend.
    (Wobei der iShares STOXX Europe 600 UCITS ETF (DE) auch über 4% abwirft).

    Von den Kosten her nehmen die sich kaum etwas, bzw. Ishares ist schon immer mit am günstigsten.

    Comstage ist bei vielen ETFs am günstigsten, jedoch bei diesen nicht vertreten (nicht hauen, wenn ich mich verkuckt habe )

    Edit:
    Die Aufteilung:

    iShares MSCI Emerging Markets UCITS ETF (Dist)
    iShares MSCI World UCITS ETF (Dist)
    iShares STOXX Europe 600 UCITS ETF (DE)

    finde ich aber auch sehr ansprechend.
    Muss mir das mal durch den Kopf gehen lassen 🙂

  12. Djerun

    Hey, also bei dem Fachgebiet IT-Security und mit 21 Jahren ca. 50k Kapital, dürfte die Million den Ende Vierzigern erreicht sein.

    Meine Erfahrungen aus dem Berufsleben…als IT-Berater selbstständig machen. Dann wirst du die 800,-€ pro Woche sparen, ohne Verzicht auf ein angemessenes Leben.;)

    Ich bin klassischer Ingenieur, würde aber heutzutage im Bereich IT meine Ausbildung/ Studium starten.;)

     

    Greetz

    Djerun

  13. Rainer Zufall

    Felix Berlin

    Ich finde, dass Du das so machen kannst. Ob man den global select brauch, ist vermutlich Geschmackssache.

    Überlegen würde ich mir aber nochmal die Sache mit der Einmalanlage.

    Nach der Auflösung der Riester-Rente vor ein paar Wochen habe ich einmal investiert in

    Ubs msci World                                         Ubs msci EM                                                     ishares stoxx Europe 600

    Seitdem fallen die Indizes. Das wäre für Deine Mutter evtl nicht so schön. Auch wenn das teurer ist, könntest du den Betrag aufteilen gestückelt investieren. Nur so als Idee.

    Ansonsten bespare ich regelmässig die von dir genannte ishares msci World und EM Kombi und ergänze das ganze durch eine  Deka msci Europe Etf.

     

     

     

     

  14. FelixBerlin

    @Rainer Zufall

    jetzt sofort würde ich/sie auch nicht einsteigen.

    beobachte jetzt auch erst mal noch eine weile wie es mit den indizes weitergeht.

    eine summe von 5-10k hatte ich ihr auch geraten für nachkäufe in krisen bereitzuhalten.

    über einen gestückelten einstieg habe ich mir auf grund der momentan fallenden kurse auch überlegt – man weiß ja nicht wie lange das noch anhält.

    man geht das ganze natürlich wesentlich vorsichtiger an, wenn es nicht das eigene geld ist 😉

     

  15. Marcel

    Wen es Interessiert eine kleine Beschreibung zum Bild:

    Da ich gerne Reise habe ich das Bild gewählt, was ich 2013 bei meinem einmonatigen Aufenthalt in Brasilien gemacht habe. Dort habe ich meine Verwandten in Sao Paulo besucht und anschließend noch Salvador de Bahia und dort ein paar Tage das Meer genossen.

     

     

  16. Mke

    Für eine Aktien Anlage (auch über Fonds) würde ich mich 5 Jahre Ablagefächer sehen. Besser 10 Jahre. Vielleicht ist ein Anleihe ETF weniger Riskant. Ich habe den ishares. € High Yield Corp Bond (WKN: A1C3NE) Der hat bei mir bisher eine Ausschüttungsrendite zw. 4% und 3,6%. Die Ausschüttungen sind gesunken, aber immer noch deutlich besser als Tagesgeldkonto und Co. Ich kaufe grundsätzlich Anteile ex Dividende aus den Ausschüttungen.

  17. Christian H.Christian H.

    @ Marcel

    Klingt doch alles super, dann bist Du auf dem Weg. Hast’s Du ja schon einiges an Erfahrung gesammelt in Deinen jungen Jahren, da sollten die 100k wirklich alsbald drin sein.

    Viele Erfolg

    C

    P.S. Von einen 335i Coupé habe ich auch lange geträumt, am liebsten in rot. Sechszylinder war schon seit meiner Lehre genau mein Ding. Aber meine Vernunft hat gesiegt – ich fahre einen japanischen Kleinwagen – und mich vor riesigen Schulden bewahrt. Zum Glück!

  18. Marcel

    @Christian H

    Ja ich versuche so schnell wie möglich mein Depot auszubauen. Nur leider kann ich nicht so viel sparen, da meine Studiengebühren sehrt hoch sind aber das kommt dann über die Steuererstattung zurück und fließt ins Depot.

    Ja bin der Marke BMW sehr sehr verbunden und es war immer mein Traum. Der war vollausgestatet inkl. M-Paket und DKG und in LeMans Blau <3 also eine Augenweide. Konnte Ihn sogar mit einem kleinen Gewinn verkaufen aber es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht.

    Ich habe auch meinen Freundeskreis ausgedüngt, da die meisten das nicht verstehen das ich nicht 40-50 Jahre eine langweilige Arbeit für 3000€ machen möchte und dafür mein Leben verkaufe. Mein Ziel ist es Ortsunabhängigkeit meine Wunschtätigkeit zu machen was aus dem Ethical Hacking und der Forensik und der Beratung besteht was ja bekanntlicher weise von überall geht. Ein paar Jahre muss ich noch damit mein Know How auch so weit ist das ich es einsetzen kann.

     

     

     

     

  19. Ex-Studentin

    @Marcel

    Glückwunsch zu diesem Werdegang! Bei den 50k dachte ich auch kurz „ich mach irgendwas falsch..“ Wirklich toll, was man in deinem Alter bereits erreichen kann. Wünsche dir weiterhin viel Erfolg. Bin gespannt, wo du mit 30 stehst.

    Wie hast du in München eine Wohnung gefunden?

    @Felix

    In welchen Dimensionen bewegt sich die Investition deiner Mutter? Wird sie auf das Ersparte angewiesen sein? Hoffentlich hat deine Mutter noch einen Anlagezeitraum von 30 Jahren, weswegen sie Krisen aussitzen können sollte, ohne große Entnahmen zu machen. Bin ein Fan von MSCI World und EM. Ab 2018 erledigt sich das mit dem steuerhässlich ohnehin.

  20. Marcel

    @Ex-Studentin

    Wohne direkt zwischen Hirschgarten und Donnersbergerbrücke (Stammstrecke) Habe ein Glücksgriff gemacht und wohne in einer WG einem Mitbewohner. Habe ein ca. 25qm Zimmer dazu ein eigens Bad und die Küche benutze nur ich, da der Mitbewohner nicht kochen will 🙂 In den 700€ Miete ist alles Inkl was in einer Wohnung anfällt.

    Für mich ist das natürlich noch nichts und lange noch nicht das Ende.

    Ich habe lange Jahre aus jugendlicher Dummheit und Oberflächlichkeit, um vor allem das Weibliche Geschlecht zu beeindrucken, konsumiert.

    Aber dann schnell gemerkt das es nur dumm ist Oberflächlich und Konsumgetrieben zu leben und das du nur was bist wenn du ein teures Auto oder teure Klamotten hast. Leider ist meine Generation so geworden das vor allem auch einige Frauen sehr auf den Sozialstatus ihres Gegenübers achten. Sprich teures Auto kommen Sie gerne mit. Aber darauf scheiß ich heute ist mir zu blöd. Ich hätte soviel Investment Iden auch außerbörslich das ich dringend mehr Geld verdienen muss.

    Sorry Rechtschreibung ist nicht meine Stärke! 🙂

     

  21. FelixBerlin

    @Ex-Studentin

    Ich habe ihr empfohlen mit 20k anzufangen.

    15k als Einmalanlage bzw. über einen Zeitraum von z.B. einem Jahr und ca. 5k als „Reserve“ für Nachkäufe in Krisen + Sparplan von einigen hundert Euro im Monat.

    Sie ist sehr ängstlich was das Thema Aktien, Börse,Geld betrifft und deshalb möchte ich/sie nur einen kleinen Teil ihres Geldes investieren.

    (Das typische halt: Der Freundeskreis hat in den Krisen viel Geld verloren, weil am tiefpunkt verkauft wurde und das bleibt natürlich hängen)

    Mir blutet das Herz, wenn das Geld ungenutzt auf dem Konto liegt und sie ist damit ja auch nicht zufrieden.

    Ich habe sie über die Risiken aber auch die Vorteile der Börse aufgeklärt und ich denke mit der Summe fühlt sie sich auch wohl.

    Wenn es mal bergab geht, wäre das auch nicht allzu schlimm.

    Das Geld wird auch nicht in naher/ferner Zukunft benötigt.

    Dafür ist der Rest auf dem Konto und da möchte ich ihr auch nicht reinreden.

    Ich habe bewusst eine Dividendenstrategie für sie ausgewählt, weil es in dem Alter mMn. sinnvoller ist.

    Außerdem ist ein kleiner Cashflow im Alter doch ganz nett und motiviert sie evtl. sich noch mehr mit dem Thema auseinanderzusetzen.

  22. Christian H.Christian H.

    @Marcel

    Auch da habe ich mit meiner Freundin großes Glück! Mit Konsumgütern lässt sie sich gar nicht beeindrucken. Einer schönen Kette zum Geburtstag ist sie natürlich angetan, insbesondere wenn sie was ausdrückt, diese Kette. Lediglich wegen meinen Klamotten meckert sie manchmal, ich soll mit was gescheit’s kaufen (ich gebe dann auch ein bisschen nach). Auf Rechtschreibung legt sie allerdings wert, das ist mir aufgefallen. Aber mit ein bisschen Obacht bekommt man das schnell in den Griff.

    Und meinen „Sparwahn“ versteht sie gar nicht. Und dass ich mein Geld dann auch noch „in Aktien“ investiere, davon sollte ich am besten gar nicht sprechen… Das mache ich mehr oder weniger alles heimlich.

    Sei gegrüßt

    Christian

  23. KM

    @ Rainer Zufall

    Ubs msci World Ubs msci EM ishares stoxx Europe 600

    Sind das die hier?

    LU0340285161

    LU0480132876

    DE0002635307

    Ich möchte ab März 2018 die drei besparen. Momentan bespare ich 14 täglich bei onvista noch andere ETFs um möglichst schnell die 801 EUR Grenze auszunutzen mit den Dividenden daraus.
    Die UBS ETFs sind leider nicht Sparplanfähig.
    Ich werde die UBS ETFs daher mit einmalbeträgen (je ~2500) kaufen und den Europe 600 monatlich. Die drei im Verhältnis 3:1:1

     

  24. Micha

    @FelixBerlin

    Ich hatte für mich vor ein paar Tagen auch mal die Fonds durchforstet und für diese Kriterien…

    Dividendenstrategie, hoher „Cashflow“
    relativ hohe Ausschüttung
    Domizil Deutschland (damit steuerlich auch gar nichts schief gehen kann)
    geringe Kosten im Fonds
    kostenlose Sparpläne
    kostenloses Depot

    … diese Fonds gefunden:

    DE000ETFL235 – Deka DAXplus Maximum Dividend UCITS ETF
    DE000A0H0744 – iShares Dow Jones Asia Pacific Select Dividend 30 UCITS ETF (DE)
    DE0002635281 – iShares EURO STOXX Select Dividend 30 UCITS ETF (DE)
    DE000A0D8Q49 – iShares Dow Jones US Select Dividend UCITS ETF (DE)

    (Mir ist klar, daß es Überschneidungen gibt und auch keine große Diversifikation gegeben ist.)

    Zusätzlich nach einem größeren Marktrücksetzer für den Einmalkauf oder mit kleineren Raten oder als VL-Vertrag (Finesto, Ebase) fand ich diesen mit Wachstumspotenzial interessant:

    DE000A0F5UF5 – iShares Nasdaq 100 UCITS ETF (DE)

     

    Alle sind aktuell kostenlos besparbar im kostenlosen Fixpreis-Depot der Onvista Bank (ein Verkauf von Fondsanteilen wäre natürlich nicht kostenlos, aber immer noch sehr günstig).

     

    Und die Kosten der iShare-Fonds könnte man sich dann auch noch „zurückholen“: Der Fondsverwalter Blackrock zahlt gut steigende Dividenden.  😉

     

    Dann habe ich aber diesen ausführlichen, sehr informativen Vortrag von Nils Gajowiy gesehen…

    https://www.youtube.com/watch?v=xoel2uD0b8k

    … und tendiere nun eher dazu, primär US-amerikanische – aber nicht ausschließlich – Dividendenaktien zu kaufen, da ich mir durch „Buy and Hold“ und Dividendenwachstum langfristig höhere Erträge verspreche. Die Aktien sollten die hier auch oft genannten sein, dazu einige REITs. Bei den Fonds kann ich mir vorstellen, daß mehr Bewegung im Depot ist und dadurch Kosten und eventuell eine schlechtere Rendite entstehen.

    Für diese Dividendenstrategie habe ich mich nun bei Captrader angemeldet. Zuvor bin ich aber auch Kunde bei Onvista geworden und vielleicht kommt irgendwann auch noch Maxblue hinzu:

    Captrader ist sehr günstig für US-Werte (1 ct/Aktie, mind. 2U$) und führt keine Abgeltungssteuer ab, d. h. man kann auch den Steueranteil der laufenden Erträge bis zur Steuerfälligkeit im Folgejahr ohne Abzug zumindest kurzfristig investieren (bspw. in Tagesgeld, P2P Kredite, …). Alternativ reinvestiert man alles sofort in neue Aktien und verwendet die Dividenden des ersten Quartals des Folgejahres zur Begleichung der Steuerschulden.

    Onvista war bei mir für die ETF Sparpläne gedacht, vielleicht landen dort aber stattdessen auch mal nicht-US-Aktien.

    Maxblue ist hilfreich für Aktien aus Ländern wie Schweiz, Dänemark usw., da ab 10€ Ertrag (nach Abzug evtl. Kosten – Schweiz soll aber kostenfrei sein) Maxblue sich um die teilweise Rückerstattung der Quellensteuer kümmert. Das würde einem selber Papierkram ersparen.

     

    Ich nehme gerne weitere Optimierungsvorschläge entgegen.  🙂

  25. Rainer Zufall

    KM

    ja, hier nochmal die Etfs die ich bespare. Habe diese ebenfalls einmalig gekauft.

    UBS ETF MSCI WORLD LU0340285161
    UBS ETF MSCI EM LU0480132876
    ISHARES STOXX EUROPE 600 DE0002635307

     

    Laut dem Holzmeier Thread auf dem Wertpapier Forum sollten diese auch in diesem Jahr (bzw. vor der Steuerreform) steuereinfach sein. Nachzulesen hier (in den Tabellen):

    https://www.wertpapier-forum.de/topic/45254-steuerstatus-und-trackingdifferenzen-von-aktien-etfs-auf-standardindizes/

    Grüße

  26. Christian H.Christian H.

    @Marcel

    Orstunabhängigkeit ist auch mein größtes berufliches Ziel momentan. Aber Homeoffice geht in meiner aktuellen Firma gar nicht.

  27. dumpfbacke

    FelixBerlin, das mit der Investition deiner Mutter würd ich mir genau überlegen. Und was heisst 15K + 5K, soll das eine Asset Allocation sein, oder ist das All In mit 3 Monatsgehälter Notreserve? Und warum unbedingt Linke Tasche-Rechte Tasche-Dividendenstrategie? Da gibts noch viel mehr Punkte, die es zu beachten gilt. Ohne genaue Analyse der momentanen Einnahmeseite, ihrer Risikotragfähigkeit etc. kann man da keine seriöse Aussage treffen. Was würde passieren, wenn die 15 Riesen plötzlich nur noch 10 wert sind, nachgekauft wird und dann alles noch viel weiterfällt und sie auf 50% Miesen sitzt? Für einen jungen Menschen nicht weiter schlimm, für sie wär das eine emotionale und finanzielle Katastrophe.

  28. FelixBerlin

    @dumpfbacke

    wie ich schon geschrieben habe – die 15k bzw 20k wären salopp gesagt „spielgeld“.
    die 5k wären halt noch reserve zum nachkaufen.

    selbst wenn es auf 0 geht wäre das nicht schön aber auch kein weltuntergang bzw eine finanzielle katastrophe.

    und dass der gesamte markt auf  0 geht ist ja doch eher unwahrscheinlich 😉

    das soll ja erst ein erster schritt in diese materie für sie sein.

    was du mit linke tasche rechte tasche meinst ist mir nicht klar.

    das gehalt spielt keine rolle.

    das geld ist da und die summe wird auch nicht benötigt.

    es geht darum, dass das geld auf dem konto nicht versauert und entwertet wird, sondern eträge erzielt.

    wenn sie dann eines tages sieht, dass sie einen cashflow generiert hat, motviert sie das vermutlich sich noch weiter damit zu beschäftigen.

  29. dumpfbacke

    und dass der gesamte markt auf  0 geht ist ja doch eher unwahrscheinlich ?

    Ach, minus 89% hatten wir schonmal.

    wie ich schon geschrieben habe – die 15k bzw 20k wären salopp gesagt „spielgeld“.

    Naja, wenn ihr die nicht wehtun, dann ok, los gehts.

    das gehalt spielt keine rolle.

    Nein, geht uns nix an. Aber es spielt doch eine Rolle, ob das für sie ein Bettojahresgehalt oder mehr ist, oder ob das mal eben so im viertel Jahr reinkommt.

    Es kommt auch drauf an, wie alt sie ist, welcher Anlagehorizont angenommen wird, was insgesamt betrachtet ihre Asset Allocation ist und noch auf ein paar andere Sachen.

  30. FelixBerlin

    @dumpfbacke
    mit „gehalt spielt keine rolle“ meinte ich, dass ihr gehalt unabhängig von ihrem „vermögen“ zu sehen ist. selbst wenn ihr einkommen 400€ wäre (jetzt nur als beispiel) würde es nix an der situation ändern, dass sie auf die o.g. summe nicht angewiesen ist.

    ob sie jetzt 50tsd, 100tsd 500tsd oder 1mio hat – das ist mmn. irrelevant.

    trotzdem hängt sie, wie vermutlich die meisten anderen auch, an ihrem geld und möchte ungern (große) verluste verbuchen.

    deshalb ja die wahl auf etfs die einen breiten markt abbilden.

    anlagehorizont – vermutlich bis ans lebensende.

    ich habe mir heute im laufe des tages aber einige gedanken zu den drei weiter oben genannten etfs gemacht und denke, dass das sicher ein guter anfang ist.

  31. June

    @Marcel,

    tolle Leistung bisher. Konzentriere dich auf einen guten Abschluss und deinem Traum von der Segelreise steht in 30 Jahren sicher nicht mehr viel im Weg.

    Sparsame junge Frauen werden von ihren männlichen Altersgenossen auch nicht für voll genommen und als gesellschaftliche Ausenseiter betrachtet.

     

    @Felix Berlin,

    es ist ganz schwer jemanden zu raten das Geld in Aktien anzulegen. Vor allem wenn die Person sehr ängstlich ist. Wie kurz vor der Rente steht denn deine Frau Mama? Wenn sie noch einen Zeithorrizont von 10 – 15 Jahre hat und wirklich nicht auf dieses Geld im Notfall angewiesen ist, dann finde ich deine Strategie des langsamen Einstiegs sehr sinnvoll. Da dieses Geld tatsächlich noch eine längere Zeit den Zinseszins entwickeln kann.

    Zum richtigen ETF können andere hier viel mehr sagen.

    Ich würde für eine Frau von über 50 (so alt schätze ich sie mindestens), die über keine sehr große Finanzbildung in Sachen Aktien verfügt und dazu noch ängstlich ist das System so einfach wie möglich halte. Erst mit wachsender Erfahrung sollten dann weitere ETF’s folgen.

    Ein gestaffelter Einstieg ist wie du schon selbst bemerkt hast sehr sinnvoll. Und du musst bereit sein sie zu betreuen. Sprich in fallenden Märkten Mut machen und den nun günstigen Einkauf in der Vordergrund stellen und sie vor einem Verkauf mit Verlusten bewahren. Aber auch steigende Märkte haben ein Risiko. Du musst die Euphorie bremsen.

    Und bedenke je älter wir Menschen werden, umso ängstlicher werden wir.

    Meine Eltern sind bereits an dem Punkt wo sie über einen sinnvollen Entnahmeplan nachdenken.

    Take care,

    June

  32. dumpfbacke

    ob sie jetzt 50tsd, 100tsd 500tsd oder 1mio hat – das ist mmn. irrelevant.

    Oh nein. Macht schon einen großen Unterschied, ob ein ängstlicher Anfänger 5% oder 80% des Ersparten riskiert!

    trotzdem hängt sie, wie vermutlich die meisten anderen auch, an ihrem geld und möchte ungern (große) verluste verbuchen.

     

    Eben. Deswegen unbedingt klären, was für Buchverluste sie ertragen könnte ohne panisch abzuspringen. Was wäre, wenn der Markt nach Investition des ganzen Geldes im nächsten Monat um 50% einbricht? Welchen „Verlust'“ könnte sie ertragen? Danach richtet sich die Asset Allocation.  Natürlich ist 90% Aktienquote langfristig optimal, aber das kümmert den Anfänger nicht die Bohne, der sieht nur ROT ROT ROT. Dann kommt der vorsteinzeitliche Fluchtreflex, alles wird verkauft und nie wieder zurückgeblickt. Und du bist dann der Arsch (in ihren Augen). Ein junger Mensch sollte sich über einen Crash freuen, da wird die Rendite gemacht, ein älterer kurz vor der Rente steht dann kurz vor dem Herzinfarkt!

    Für Anfänger unbedingt die 100-Lebensalter-Regel benutzen, oder noch weniger investieren, sonst geht das u. U. schief! Und ihr klarmachen, das ALLES zählt, auch ein Haus, Eigentumswohnung, Lebensversicherungen, Schmuck etc, das alles ist ihr Net Worth, wenn da ne hohe sechs-stellige Summe rauskommt, dann tut ihr ein möglicher Verlust nicht mehr so weh, weil die -10 Riesen sind dann nur ein paar Prozente.

    deshalb ja die wahl auf etfs die einen breiten markt abbilden.

    Na so breit waren die genannten ETFs ja nicht, dazu noch Konzentration auf Dividendenzahler. Richtig fett breit aufgestellt geht anders.

    Da sie jetzt nicht mehr sooo viel Jahrzehnte vor sich hat, wäre vllt. ein Robo-Advisor gar keine schlechte Wahl. Die Kosten mindern natürlich etwas die Rendite, aber so viel Zeit (40+ Jahre) ist ja leider nicht mehr, und der Robo kümmert sich um den ganzen Kleinkram, wie Rebalancing etc. Der durch gebühren geminderte Zinseszins schlägt nicht so heftig auf die Rendite bei kürzeren Zeiträumen.

    anlagehorizont – vermutlich bis ans lebensende.

    Weltfremdes Ideal. Bis zum Lebensende hohe Aktienquote macht doch kaum einer, schon gar kein Anfänger. Mit 80 tut sich keiner mehr die Schwankungen an.

  33. dumpfbacke

    Du hast gute Chancen mit Deiner Sparsamkeit und Zielstrebigkeit eine großartige Frau zu finden.

    Die Suche nach der Nadel im Heuhaufen… die überwiegende Anzahl der in Frage kommenden Sexualpartner ist eher abgeturnt wenn man keinen Rosenstrauß mitbringt, weil der 30€ kostet und man die Kohle lieber in den Emerging Market-ETF gesteckt hat zwecks Rebalancing auf die Nachkommastelle genau. „Schau Schatz, wir sind jetzt fast genau wieder auf 30/30/30/10!“ – „Toll, und was ist mit meinem Geburtstag?!? Ich wollte Blumen!(die übermorgen welk sind!)“

  34. Christian H.Christian H.

    dumpfbacke

    Mit der Sparsamkeit ist’s so’ne Sache, die kann schnell in Geiz umschlagen. Im Christentum ist Geiz eine Todsünde, Sparsamkeit gilt dennoch bei uns als eine Tugend. Ein schmaler Grat, würde ich sagen.

  35. Ralf

    Guter Artikel. Aber ich wiederhole mich: Wie jeder weiß, hängt vieles eben auch an einem guten Job. Um überhaupt vernünftig und möglichst stetig sparen zu können. Bei oft steigenden Wohnkosten. Und da hapert es zunehmend. Um mein Gejammer mit Substanz zu füttern:

    http://www.zeit.de/wirtschaft/2017-09/arbeitsvertraege-befristet-neue-mitarbeiter-unternehmen#comments

    Trotz sehr guter Konjunktur sind 45 Prozent der sozialversicherungspfl. Neueinstellungen in Deutschland nur befristet (Quelle: Bundesregierung). Wie kann das sein? Müsste nicht das Gegenteil eintreten? Hohe Nachfrage nach Arbeitskräften=bessere Bedingungen und höhre Löhne? Azubis und Minijobbler sind da offenbar rausgerechnet. Die Quote derer, die nach einer Befristung von ihrem Betrieb übernommen wurden, blieb demnach mit 40 Prozent unverändert gering.

    Ich bin der Meinung, wir steuern damit auf ein gesellschaftlich hochexplosives Problem zu. Mag den einzelnen hier nicht interessieren. Mich lässt es jedoch nicht kalt, da ich derzeit bei Probebewerbungen ähnliche Erfahrungen mache und auch an die Generation nach uns denke. Und im Alltag aus etlichen Gesprächen mit Leuten solche Geschichten höre.

    Befristungen sind sinnvoll für die Wirtschaft und haben Berechtigung. Aber sicher nicht in diesem enormen Ausmaß. Wenn die Geschäfte gut laufen kriegt der Mitarbeiter doch auch nicht automatisch viel mehr Gehalt? Ein gewisse Balance zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollte bleiben.

    Deswegen spare ich trotzdem ETFs. Aber irgendwie bleibt ein Beigeschmack. Wer bei finanzieller Unabhängigkeit auch weiterhin in einem lebenswerten Land wohnen möchte, den kann sowas nicht komplett kalt lassen. Vor allem junge Leute sind hier Verlierer. Und wer sich als Verlierer fühlt neigt mitunter eher auch zu radikaleren Ansichten.

     

  36. Christian H.Christian H.

    @Ralf

    Ich gebe Dir recht, das sollte einen nicht kalt lassen. Aber was kann man als einzelner tun, außer eine Partei zu wählen, die sich diesem Problem annimmt? Selbst wenn ich Personalentscheidungen in einem Unternehmen treffen müsste, würde ich nicht „ökonomischen Zwängen“ unterliegen?

    Hier muss die Politik Rahmenbedingungen setzen.

    Gruß

    Christian

  37. Andrea

    Christian H., danke für deinen Kommentar zu Sparsamleit und Geiz. Aufmerksamkeiten sind in einer Beziehung schon wichtig. Natürlich möchten die meisten Frauen einen Partner, der das Geld zusammenhält und nicht verprasst. Ich finde, es ist aber ein Unterschied, ob man an sich selbst spart oder am Partner. Auch als Frau lade ich meinen Mann immer mal zum Essen oder ins Cafe ein oder bringe ihm eine oder mehrere rote Rosen mit. Geizhälse werden sich schwer tun, eine langfristige Beziehung zu führen (meine Meinung).

  38. Rainer Zufall

    Ralf,

    ich stimme hier zu. Befristungen nehmen wohl tatsächlich überhand. Ich komme aus dem Bereich Forschung/Wissenschaft. An Hochschulen gibt es für den Mittelbau (wiss. Mitarbeiter) praktisch keine Möglichkeit einen unbefristetenVertrag zu bekommen. Habe das auch fast 10 Jahre lang gemacht, am Anfang war das noch OK. Jetzt verlasse ich den Bereich.

    Probebewerbungen – Bei mir war das nicht so sinnvoll. Habe mich daher in den letzten Monaten nur noch auf Stellen beworben, die ich (zumindest nach der Lektüre der Stellenanzeigen) auch wirklich wollte. Man geht da ganz anders in den Bewerbungsprozess rein. Probebewerbungen können ein echter Zeitfresser sein. Und führen oft auch zu Entäuschungen und negativen Erfahrungen.

     

     

  39. Christian H.Christian H.

    @Andrea

    Genau das ist der Punkt, der den Unterschied macht zwischen Sparsamkeit und Geiz, meine ich. Geiz geht zu Lasten anderer, Sparsamkeit heißt Verzicht für sich selbst. Geiz heißt selber viel zu haben zu wollen während andere nichts abbekommen sollen. Geiz ist wohl auch eng verwandt mit Habgier.

    Sparsamkeit ist für alle Beteiligten eine Wohltat, schont die Umwelt, schützt die Tiere (z.B. in dem man für sich verzichtet, ständig viel Fleisch zu essen) und macht schließlich Großzügigkeit möglich, die die Mitmenschen glücklich macht.

     

  40. Mattoc

    Ralf,

    Zitat aus dem von dir verlinkten Artikel:

    „Korrekturhinweis: Eine frühere Version dieses Textes wurde unter der Überschrift „Mitarbeiter werden immer öfter befristet eingestellt“ veröffentlicht. Diese Überschrift ist missverständlich, da sie einen längerfristigen Trend suggeriert. Der Anteil der befristeten Neueinstellungen in den vergangenen Jahren stieg jedoch nicht kontinuierlich und sank teilweise sogar. Wir haben daher die Überschrift geändert und die entsprechenden Stellen im Text um frühere Zahlen ergänzt.“

     

    Weiterhin gilt:

    7,8% aller Beschäftigungsverhältnisse sind befristet.

     

    Es gibt also keinen Grund für dich, zu jammern und/oder politisch zu hetzen.

  41. June

    @Christian & Andrea,

    schön beschrieben. Geiz tut niemand gut und ist wie Verschwendung Gift für jeden einzelnen Menschen und die Beziehung.

    Ich hoffe und  denke dumpfbacke, der ja sehr gute Ansichten im Falle der ETF Käufe von der Felixmama hat, hat nur ein unglückliches Beispiel gewählt.  Denn wer die 30 € für sein Rebalancen nötigt hat anstatt das Geburtstagsgeschenk zu kaufen, derjenige sollte sich wirklich überlegen ob ETF’s überhaupt schon Sinn machen. Hier sollte erstmal der Notfallgroschen prall gefüllt werden.

    Mein Schatz hilft mir so oft, einfach so. Er leistet unbezahlbare Arbeiten für mich, ich finde immer ein passendes Geschenk und bin dankbar, dass ich nicht auf den Euro schauen muss um es dann zu kaufen. Mir ist es wichtig, dass es ihm große Freude macht. Das ist als beschenke ich mich selbst.

    @ Befristung,

    mein schwäbischer Arbeitgeber gibt nur im Ausnahmefall befristete Arbeitsverträge. Meist dann sogar nur Zeitarbeit, da es sich oft nur um einen Karankheitsersatz von wenigen Monaten handelt. Selbst die Elternteit Vertreter/innen werden unbefristet eingestellt.

    Take care,

    June

  42. FelixBerlin

    @June

    ja, sie ist über 50.

    natürlich würde ich ihr zur seite stehen und sie auch in krisenzeiten beraten bzw. zum nachkauf motivieren.

    panik würde bei ihr nicht aufkommen 😉

    einfacher als mit etfs könnte ich mir einen einstieg nicht vorstellen.

    mit einzelaktien hätte ich kein gutes gefühl, da ich ihr das ständige „kurse-prüfen“ ersparen möchte.

    mit einem etf ist sie auch breiter aufgestellt.

    @dumpfbacke

    ich habe schon mehrfach jetzt geschrieben, dass diese summe ihr nicht weh tut – selbst bei einem totalverlust.

    ich habe nirgends gesagt, dass diese summe eine hohe aktienquote darstellt.

    warum sollte bis ans lebensende halten weltfremd sein?

    sie kann sich von den dividenden etwas gönnen, ohne dass ihr kapital schrumpft und irgendwann erbt dann z.b. das enkelkind das depot z.b.

    die summe ist mit bedacht gewählt und das musst du akzeptieren – das ist jetzt nicht böse gemeint.

    und wie soll man noch breiter aufgestellt sein, als mit einem msci world, em und eurpa etf?

    ich wollte jetzt auch keine diskussion über die summe entfachen, sondern nur einen ratschlag für dividendenorientierte etfs, da ich mich persönlich noch nicht um ein reines dividendendepot gekümmert habe, weil ich ja noch etwas zeit habe und eher in wachstum investiere.

  43. Gurki

    @Tim: Habe mir deinen verlinkten Artikel noch nicht durchgelesen, aber schon die Überschrift bringt mich zum Schmunzeln und Kopfschütteln. Ich bezweifle das Frauen „sparsame Männer“ sexy finden. Kommt vielleicht auch auf die Frau an sich an, aber eine Frau die nicht schlecht aussieht und aus sich was macht, die will auch in ein Restaurant ausgeführt werden. Will Blumen haben, will raus und ins Kino etc. Klingt vielleicht oberflächlich, aber ich denke die meisten Männer wissen das.

    All das kostet Geld. Da kannst du nicht anfangen und sagen, „Nee Schatz, also Blumen kann ich dir nur 1x im Jahr welche mitbringen, dass sind sonst zu viele Kosten für mich“. Da bist du ganz schnell unsexy und im Kreise der Geizhälse. Da wieder rauszukommen ist ganz schwer. Alles schon erlebt 🙂

     

  44. Fit und Gesund

    @June,

    „mein Schatz hilft mir so oft, einfach so“…… das finde ich Klasse! so sollte es in einer Partnerschaft oder auch unter Freunden sein,

    mir persönlich kommt es nicht auf Geschenke oder Blumen an, das kann ich mir selber kaufen, aber Hilfe in Notzeiten (nicht finanziell) zu bekommen, das ist unbezahlbar.

    Geizkrägen/Abstauber hätten bei mir keine Chance, aber auch der dumpfe Protzer (und wenn er jeden Tag Blumen brächte) kann nicht bei mir punkten. Solch unangenehme Zeitgenossen finden sich aber auch beim weiblichen Geschlecht, trifft nicht nur auf Männer zu, äussert sich bei Frauen nur bisschen anders, Modepüppchen-gegen Auto, sich immer einladen lassen, oder teure Geschenkli erwarten.

    Wird schon Jeder das finden was zu ihm/ihr passt!  🙂

  45. Slazenger

    Fit und Gesund

    echte Freundschaft ist brutal selten zu finden und absolut unbezahlbar, habe das selbst nach einer sehr langen Krankheit erfahren dürfen, die echten Freunde sind die die jetzt immer noch da sind und die sind rar, leider!!! Ich musste auch erleben dass Kollegen mit denen man über Jahre zusammen gearbeitet hat nicht automatisch Freunde sind, das waren die ersten die abstinent geblieben sind!! Man lernt viel aus solchen Situationen, und ich bin sehr dankbar dass ich noch echte Freunde habe.

  46. Christian H.Christian H.

    Slazenger

    echte Freunde sind rar und selten, da gebe ich Dir vollkommen recht. Aber das sie wenige sind, ist wichtig. Denn Freundschaften sind eben auch „Verpflichtungen“, d.h. man steht sich stets zur Seite, wenn es dringend ist. Und das geht nur bei wenigen Freunden, sonst schafft man das nicht. Bei vielen wäre man dann schnell an seinen Grenzen, könnte nicht mehr helfen wenn nötig, und wäre dann kein echter Freund mehr, meine ich.

    Aber die wenigen, so es sie denn gibt, sind die wichtigsten…

  47. Gurki

    Wo findet man denn heutzutage noch echte Freunde?
    Ich bin dazu übergegangen nur noch (flüchtige) Bekannte zu sagen.

    Ich habe Bekannte, die wollen vorbeikommen, man kauft ein, räumt auf und putzt und dann kommen sie nicht ohne abzusagen. Tolle Bekannte oder?!

    Keine Ahnung ob es an mir liegt, aber ich finde sowas echt traurig. Viele sind auch einfach nur für ein Hobby da und sonst nichts, wenn man das Hobby nicht mehr ausübt sind auch die Bekannten weg.

    Dazu kommen dann die Bekannten die Familie und Kinder haben. Die sieht man eigentlich auch nur alle paar Monate. Die sind ja mit ihrer tollen Familie und Kinder beschäftigt….

  48. Fit und Gesund

    @Slazenger,

    da geb ich Dir Recht, echte Freunde sind selten. Solche Freundschaften muss man pflegen.

    Richtig testen musste ich noch keine Freundschaften, dafür bin ich ja dankbar, aber auch so, wenn mal Not war,

    Eine sagt „melde Dich wenn Du was brauchst“,

    Eine Andere sagt “ wo bist Du, ich komme sofort und Du machst das jetzt nicht alleine, wir machen das zusammen“,

    da ist ein Unterschied finde ich.

     

     

  49. Christian H.Christian H.

    Gurki

    Na für die Leute hast Du das sicherlich das letzte mal gemacht. Glaub auch nicht, dass das an Dir liegt. Sowas hab ich auch schon erlebt. Das hat auch was gutes: so weißt Du die Leute jetzt noch besser einzuschätzen.

    Überhaupt lebe ich gerade eher zurückgezogen. Ich beobachte mich seit einiger Zeit dabei, dass ich mich rausrede wenn jemand eine Verabredung vorschlägt. Ich bin wirklich sehr gerne alleine. Insbesondere in meiner Zweitwohnung, die ich wegen der Arbeit habe. Da kann ich tagelang alleine sein, und fühle mich pudelwohl. Natürlich bin ich am liebsten zusammen mit meiner Freundin, und wenn ich sie mal sehe, mit meinen „alten Freunden“.

    Das viele Umziehen und immer wieder neue Leute kennen lernen hat mich ein bißchen müd gemacht. Ich hab keine Lust mehr auf flüchtige Bekanntschaften und dieses ewige Geschwätz.

    Schönen Abend

    C

     

  50. Mattoc

    @FelixBerlin

    Mir persönlich ist schleierhaft, weshalb eine Dividendenstrategie (im Alter = entspannter, oder was ist deine Annahme?) besser sein soll als eine Wachstumsstrategie, die du für dich als vorteilhaft erkannt hast. Es ist sehr unklar, ob eine der beiden Strategien irgendeinen Vorteil bringt.

    Die Schwankungen bei „engen“ ETFs mit bis zu 100 Aktien (wie Dividenden-ETFs oder Wachstums-ETfs) waren in Krisenzeiten erheblich. Der Emerging Markets Dividend ETF beispielsweise wurde im Kurswert temporär gedrittelt.

    Jede Spezialstrategie (Dividenden, Wachstums, Branchen, Nischen etc.) birgt ein erhöhtes Risiko gegenüber einer weltmarktbreiten Strategie, z.B. aus World, EM und ggf. Europe.

    Daher würde ich für Neulinge stets maximale Streuung auf die oben genannte 3er-Kombi ohne Rücksicht auf Dividendenhöhen empfehlen. Sollten Auszahlungen in einer bestimmten Höhe gewünscht sein, würde ich dies dann durch jährlich festgelegte Verkäufe realisieren.

    Wenn der Anlagebetrag „nur“ 20.000 Euro beträgt, würde ich die einfachste Lösung wählen:

    Sofortige Einmalanlage:  MSCI World 20.000 Euro

    Jedes Jahr werden 3% (600 Euro, monatlich 50 Euro) durch einen Anteilsverkauf (virtuelle Dividende) realisiert. Jährliche Kosten dafür betragen 10 Euro. Fertig ist die Laube.

    Und das Depot ist unkaputtbar.

     

     

     

  51. FelixBerlin

    @Mattoc

    mit dem „entspannter“ hast du gar nicht so unrecht.

    sie soll sich nicht groß um käufe und verkäufe kümmern müssen.

    das sollte größtenteils automatisiert ablaufen.

    dein vorschlag mit dem msci world ist auch sehr interessant und ist mir so auch noch nicht in den kopf gekommen.

    danke für den hinweis 🙂

    ich wollte ihr nur zeigen, dass es alternativen zu den minizinsen auf dem tagesgeldkonto gibt und die dividenden sollten motivierend wirken.

    ich denke psychologisch macht es einen unterschied, ob das geld „einfach so“ kommt – ausgezahlt als dividende oder ob man selbst handeln muss und anteile verkauft.

  52. Rainer Zufall

    @ Mattoc /FelixBerlin

    „Daher würde ich für Neulinge stets maximale Streuung auf die oben genannte 3er-Kombi ohne Rücksicht auf Dividendenhöhen empfehlen. Sollten Auszahlungen in einer bestimmten Höhe gewünscht sein, würde ich dies dann durch jährlich festgelegte Verkäufe realisieren.“

    Stimme da Mattoc zu. Möglichkeiten:

    1 ETF MSCI World

    ODER: 1 ETF AllCountryWorldIndex (= MSCI World + EM)*

    *Hier muss man aber ein bisschen aufpassen, da diese Fonds häufig nicht steuereinfach sind, das dürfte sich erst 2018 ändern.

    https://www.wertpapier-forum.de/topic/45254-steuerstatus-und-trackingdifferenzen-von-aktien-etfs-auf-standardindizes/

    2 ETFs MSCI World, EM

    3 Etfs MSCI World, EM, Europa

    Würde aber nochmal auf die Möglichkeit hinweisen die 20.000 zB über 1 Jahr quartalsweise zu investieren. Das kann zwar Rendite kosten, andererseits aber auch ein bisschen Sicherheit bieten.

     

  53. FelixBerlin

    @Rainer Zufall

    Variante 2 wäre natürlich der Klasiker (70/30) und war eigentlich eine meiner ersten Überlegungen.

    Hatte ich dann aber erstmal verworfen gehabt, da ich für sie über eine Dividendenstrategie nachgedacht habe.

    Sich selber die Dividende jährlich auszuzahlen, wie Mattoc es vorgeschlagen hatte, ändert das natürlich wieder.

    Ursprünglich wollte ich, dass das alles automatisiert abläuft, aber desto mehr ich darüber nachdenke, umso besser gefällt mir auch die Idee.

    Auch Variante 3 finde ich interessant.

    Hier müsste ich mir noch Gedanken über die Aufteilung machen.

    50% (world) /30%(europa) /20% (em) würde mir jetzt spontan in den Sinn kommen.

    Vielen Dank schon mal für die ganzen Ideen/Tipps diesbezüglich 😉

  54. Josip

    Hallo an alle,

    zuerst ein großes Lob an die vielen motivierenden und sachlichen Mitleser und Schreiber, aber auch an dich Tim…. tolle Seite.

    Ich muss sagen, das ich nicht die allergrößte Erfahrung, geschweige denn großes Einsatzkapital habe.

    Doch der Weg, die damit verbundenen Enscheidungen, die Disziplin viele positiven Seiten einer finanziellen Freiheit zu erlangen…. dafür verzichte ich gerne auf vieles, was uns allen in dieser Nonstop-Konsumwelt gepredigt wird.

    ETFS die ich besitze sind folgende:

    Vanguard S P 500 ETF

    Pictet Robotics Fond

    Ishare Dow Jones Asia Pacific Select Dividend ETF

    Ishare Global Titans 50 ETF

    Ishare Stoxx Global Select Dividend 100 ETF

    Robo Global ETF

    als Aktien besitze ich :

    Lion E-Mobility ,C-Trip, Geely und BYD weil ich von einer kommenden E-Auto Generation überzeugt bin.

    Momentan sind keine großen monatlichen Sparbeträge in all diese ETF,s zu schaffen, was ich aber fortlaufend bin zu verändern und zu optimieren.

    Mich würde interessieren, was die Mitleser und auch du Tom mir raten würdest, besser eine größere Summe in einen ETF, oder mehrere Kleinbeträge kontinuierlich in mehrere ETF, s ?

     

    Viele Grüße´, und danke für jeden Ratschlag….

     

     

  55. Mattoc

    @FelixBerlin

    Schaue dir mal den langfristigen Vergleich von MSCI World, EM und AllCountryWorld an:

    https://www.msci.com/documents/10199/178e6643-6ae6-47b9-82be-e1fc565ededb

    Der MSCI World hat seit 1994 durchschnittlich ca.7,5% pro Jahr abgeworfen.

    Ich würde bei so geringen Beträgen wie 20.000 Euro keine 3-Teilung vornehmen, sondern nur den MSCI World kaufen, denn:

    1. Einfacher gehts nicht

    2. Das ist Diversifikation genug

    3. Du ersparst dir das Rebalancing

    4. Du musst bei dem Verkauf einmal im Jahr nicht überlegen, von welchem ETF oder schlimmer noch von welchen ETFs du Anteile verkaufst (Gebühren, Minibeträge)

    Wenn dann einmal  jährlich 3% verkauft werden (600 Euro reinkommen), werden die 20.000 Euro niemals aufgebraucht und mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auf lange (Unendliche Sicht) immer weiter steigen, selbst wenn die 7,5% in den nächsten Jahren nicht mehr in dieser Höhe erzielt werden.

    Ich habe meinem Vater sowas auch eingerichtet. Einmal im Jahr um die Weihnachtszeit verkaufen wir zusammen 3% dieses ETFs, der Betrag landet dann auf dem Verrechnungskonto und von dort habe ich ihm einen monatlichen Dauerauftrag (Auszahlungsbetrag geteilt durch 12) eingerichtet, so dass er monatlich eine fixe (virtuelle) Dividende auf sein Girokonto bei einer anderen Bank bekommt.

    Das ist eine Sache von 5 Minuten. Und er guckt nicht jeden Tag in das Depot.

    Das ist sehr entspannt.

     

  56. Rainer Zufall

    Mattoc

    Guter Ansatz, gefällt mir. Wenn ich das so vor ein paar Wochen gelesen hätte… dann hätte ich den zur Verfügung stehenden Betrag wohl nur in 1 Etf gepackt und nicht aufgeteilt. Naja, gibt schlimmeres.

    Grüsse

  57. Mattoc

    @Rainer Zufall

    Ich persönlich mache das auch nicht so, weil es mir viel zu langweilig ist bzw. war, als ich überlegt habe, wie ich es meinem Vater UND mir möglichst leicht machen kann, ohne ständig Rückfragen zu Dividenden-Zahlungen (wann kommen die, warum sind die unterschiedlich hoch etc.) zu beantworten.

    Allerdings muss ich zugeben, dass die Umsetzung für meinen Vater die deutlich bessere Performance hinlegt als meine ständig wechselnden Ideen. 🙂 Er weiß, wann er monatlich sein Geld bekommt und freut sich auf Weihnachten wenn wir den neuen Betrag einstellen.

    Na ja.

     

  58. Rainer Zufall

    Mattoc

    Die Vorgehensweise (1x Verkauf, monatliche Überweisung) bei der Entnahne finde ich klasse. Das ist bei mir zwar auch noch weit weg, bisher habe ich da aber wenig überzeugendes gelesen.

    Bei meinen monatlichen Sparplänen würde ich das auch nicht so machen, aber für die Einmalanlage vor ein paar Wochen wär’s nicht schlecht gewesen, weil so einfach. Naja, Hauptsache investiert.

  59. Mattoc

    Und hier noch ein Artikel, der die 3%-Regel thematisiert:

    http://freiheitsmaschine.com/2016/07/06/das-system-dass-aus-arbeitssklaven-freie-menschen-macht/

    Und noch ein „sehr vereinfachtes“ Rechenbeispiel, was ich persönlich interessant finde:

    Bei einem Betrag von z.B. 200.000 Euro werden ja manche Menschen schwach und kaufen sich eine Wohnung.

    Man könnte aber auch jährlich 3% (6000 Euro) entnehmen, bereinigt um ca. 1300 Euro Abgeltungssteuer bleiben 4700 Euro. Das sind monatlich knapp 400 Euro netto, die man als Nichtkäufer einer Wohnung für Miete zur Verfügung hat.

    Zu diesen 400 Euro kommt dann noch das Hausgeld inkl. Rücklagen, das man als Wohnungsbesitzer mit 350 Euro ansetzen kann.

    Dann hat man als Mieter 750 Euro für eine Mietwohnung, die dann sicher nicht so schön ist, wie die gekaufte Eigentumswohnung. Dafür ist man flexibel und hat das Wertsteigerungspotenzial des Depots.

  60. Mark85Mark85

    An Mattoc und Rainer Zufall: Bei einem wiederanlegenden MSCI Welt würde ich ebenfalls so vergehen: 1- oder 2-mal pro Jahr im Voraus einen gewissen Anteil verkaufen.

    Da ich ausschüttende Fonds bevorzuge, stellt sich diese Frage nicht. Ohne meine genaue Zukunft zu können, habe ich mir zum Ziel gesetzt, im Alter maximal die Ausschüttungen zu verzehren. Auf zusätzliche manuelle Anteilsverkäufe möchte ich verzichten. 😉

  61. Mattoc

    Mark85,

    genau so sehe ich das auch. Wenn man diese Strategie anwendet (und diese Strategie bringt konstante, wiederkehrende Auszahlungen), dann nur mit einem thesaurierenden ETF, was ab 2018 auch steuerlich kein Problem mehr ist. Der Hype um die negativen Auswirkungen der Steuerreform ist auch überflüssig.

  62. Didi

    @ Mattoc

    Danke für diesen Vorschlag – werd ich so mit meinem Wikifolio umsetzen. Keep it simple! *TOP*.

    Vielen Dank! LG. Didi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

bitte lösen Sie diese einfache Aufgabe (Spamschutz) *