Marc Faber erklärt die Immobilienblase


New York, 25. März 2013

Internetblase, Kreditblase, Immobilienblase, Anleiheblase – Ökonom Marc Faber kann dazu einen exzellenten Überblick geben. Faber versteht wie kaum ein anderer sein Handwerk. In einfachen Worten bringt er die Probleme auf den Punkt.
Ich traf den Schweizer, der in Asien lebt, vor einigen Jahren in New York. Ich führte ein Interview für die Finanzzeitung „Euro am Sonntag“ mit ihm. Wenn er in New York ist, bringen ihn die teuren Hotel- und Getränkepreise schnell auf die Palme. Ja, da kann er ganz schön in Rage kommen. Er warnt ständig vor der Inflation. Die Menschen sollten ihr Vermögen vor der Geldentwertung schützen, ist sein Rat. Bargeld zu horten sei Gift.
Wer komplexe Dinge einfach erklären kann, muss ein besserer Investor sein. Davon bin ich überzeugt. Ich glaube, es ist von Vorteil, einen Ratgeber mit einem klaren Blick zu haben. Das ist besser, als auf jemanden zu setzen, der den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht.
Die Börse lässt sich ohne komplizierte Formeln verstehen. Es ist keine geheime Strategie nötig, sondern nur der gesunde Menschenverstand genügt.
Anfang 2008 riet mir Faber, den Baumwollpreis anzuschauen. Er glaubte damals, Baumwolle sei viel zu günstig. In der Tat ging ein paar Jahre später der Preis durch die Decke.
Ich empfehle Ihnen, das Interview (unten) mit Marc Faber zu schauen. Darin erklärt er, wie sich die verrückte Immobilienblase in den USA bilden konnte. Und was wir Anleger noch befürchten müssen (Inflation, Krisen).
Ein paar Filmproduzenten haben eine spannende Dokumentation über die Häuserblase gemacht. Der Streifen heißt “The Bubble“. Solche Filme sind sehenswert. Jeder kann von ihnen lernen. Blasen wird es geben, so lange es die Menschen gibt.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Marc Faber erklärt die Immobilienblase

  1. Tobias

    Ich hoffe sehr, dass die Banken hierzulande vorsichtig bei der Kreditvergabe bleiben und keine Immobilienblase entsteht bzw. platzt.

  2. Jan

    @Finanzielle Freiheit
    Ich glaube nicht das wir bereits in einer Blase sind, dennoch lohnt es sich nur noch in wenigen Fällen eine Immobilie zu erwerben dafür sind wir schon zu weit gelaufen. Aktuell sind die Bruttorenditen bei mir in der Umgebung so um 5%, dafür wäre mir das Risiko zu hoch. Trotzdem denke ich, dass am Ende die Mischung entscheidend ist. Ich denke es ist wichtig in allen Anlageklassen vertreten zu sein.

  3. Tobias

    Ich denke auch, dass es sich nur noch in wenigen Fällen lohnt, eine Immobilie zu erwerben. Selbst Immobilienmakler sagen, dass der Markt derzeit wie leergefegt ist. Wie soll ich als Privatmann da dann noch etwas vernünftiges finden?

  4. Martin

    Ich sehe die Dinge ähnlich wie Herr Faber.

    Im großen und ganzen sehe ich in Deutschland keine Blase. Deutschland hat viele Vorteile und vergleichsweise niedrige Preise
    http://www.globalpropertyguide.com/Europe/square-meter-prices

    -geringe Arbeitslosigkeit
    -steigende Einkommen
    -hohe Inflationsangst
    -noch geringe Eigentümerquote
    -z.B. im Vergleich zu Österreich hohe Mietrenditen
    -wenig Neubauten in der Vergangenheit
    -negative Realzinsen
    -günstige Immobilienkredite, aber nur mit Eigenkapital
    -geringe Wahrscheinlichkeit von Naturkatastrophen
    -noch geringe Penetration von Reits mit 25% Flat-Tax auf Dividende, bei wesentlich höherer Einkommenssteuer für Personen

    Einzelne Gebiete mögen sich in einer Blase befinden, aber insgesamt finde ich die Mieten in Deutschland sehr niedrig.

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