Luxus: Weniger ist mehr


New York, 15. März 2013

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Value Investing ist nicht nur ein Anlagestil, sondern auch eine Lebenseinstellung. Warren Buffett hat in 30 Jahren sein Gehalt in Höhe von 100.000 Dollar nicht erhöht. Er hat seinen Lebensstil trotz seines Reichtums nicht verändert. Er wohnt im gleichen Haus, das er 1958 in Omaha für 31.500 Dollar gekauft hat.
Der Milliardär isst gerne Hamburger, trinkt Cherry Cola. Er fährt gebrauchte Autos. Luxus lehnt er ab. Er hat keine Villen, keine Nobelkarossen, keine Yachten. Vor laufenden Belastungen, selbst wenn sie noch so klein sind, schreckt das Genie zurück. Dazu zählen unnötige Handyverträge, Kreditkarten usw. Um es kurz zu machen: Buffett lebt unterhalb seiner Verhältnisse. Er glaubt, wahrer Erfolg ist, einfach das tun zu können, was man liebt.
Das Spielzeug der Reichen, teure Kunst, Luxushäuser, Galas und Personal – das lehnt der Value-Star ab. Seine Hochzeit feierte er 2006 im Haus seiner Tochter. Ganz privat.
Beeindruckt war ich von dem Gastbeitrag des Millionärs Graham Hill in der „New York Times“. Herr Hill lebte nach dem Verkauf seiner Internetfirmen Treehugger.com in Saus und Braus.
Der ganze Konsum hat ihn jedoch nicht glücklich gemacht. Das Gegenteil war der Fall. Er wurde stetig unzufriedener, je mehr Zeug er kaufte. Es entstand eine Dauerbelastung.
Jetzt wohnt er in einer kleinen Ein-Zimmer-Wohnung in New York. Er verzichtet auf all den unnötigen Luxuskram.
Amerikaner nutzen seit den 1950er Jahren immer größere Häuser. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Familienmitglieder stetig ab. Viele Amis haben so viel Kram angesammelt, dass sie Garagen und Speicherplätze mieten müssen. Sie wissen nicht mehr, wohin mit dem Zeug. Eine 22-Milliarden-Industrie ist entstanden. Sie verwahrt alte Teppiche, Kisten und Fahrräder gegen monatliche Mietzahlungen.
Schauen Sie sich dieses Video des Millionärs Graham Hill an: „Weniger Zeug, mehr Glück“.
Carlos Slim ist einer der reichsten Menschen der Welt. Er besitzt keine Yacht, kein Flugzeug. Und lebte in dem selben Haus für mehr als 40 Jahre.
Ingvar Kamprad, der Ikea-Gründer, fliegt Holzklasse, er fährt mit dem Bus oder mit seinem 15 Jahre alten Volvo 240 GL.
Ob Bill Gates oder Buffett, ob Frederik Meijer oder Chuck Feeney – die Milliardäre verzichten auf Luxus. Sie spenden lieber den Grossteil ihres Vermögens für gute Zwecke.
Was ist Wohlstand? Die ständige Steigerung von Konsum erfüllt mein Leben nicht. Was ist Lebensqualität, was ist Glück? Ich glaube, dass diese Leute oben im Text Recht haben: Das zu tun, was einem Spass macht, ist Lebensqualität. Das teure Auto vor der Haustür, das neueste Handy oder der High-tech-Fernseher – das macht mich nicht wirklich glücklich. Die Million auf dem Girokonto würde mich nicht glücklich machen. Es sind andere Werte.
Nun, jeder muss das für sich selbst herausfinden. Mein Lebensmotto ist jedenfalls nicht: „Jedem das Seine, mir das Meiste.“
Ein Bekannter aus San Francisco arbeitet für eine Stiftung von Bill Gates. Der hat ganze zwei Koffer, in denen er sein Hab und Gut aufbewahrt. Mehr besitzt er nicht. Es waren die Reisen nach Afrika, die ihm klar gemacht haben, was wirklich wichtig im Leben ist. Es sind nicht die Sachen, nicht das Geld.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Luxus: Weniger ist mehr

  1. Felix

    Hallo Tim,
    die Popularität eines Warren Buffett, über ihn sind mehr Bücher geschrieben worden als über die meisten Präsidenten, rührt ja vor allem von seinem bescheidenen Auftreten. Das sehen wie beim neuen Papst die meisten Leute sehr gerne.
    Andererseits kann ich mir nicht recht vorstellen, dass man in einer Lebensspanne ein 40 Mrd. Imperium als der gute Onkel von nebenan aufbauen kann, ganz ohne Rücksichtlosigkeit, ohne Gier und übersteigertem Egoismus. Also ein erstaunlicher Spagat, der Buffett da gelungen ist: einer der grössten Kapitalisten seiner Zeit zu sein, der ein gigantisches Vermögen anhäuft, und gleichzeitig als netter, leicht skurriler Opa durchzugehen.
    Das ist etwa zum bornierten Donald Trump ein echtes Phänomen. Nur ein Bill Gates, ebenfalls aus der Weltliga, fällt in die gleiche Kategorie.

  2. lukoil

    Hallo Tim,

    schöner Beitrag, meines Erachtens ganz wichtiger Aspekt. Warum unnötig Kapital binden oder Geld in Wertverfall „investieren“.

    Ein bißchen relativieren muss man natürlich schon.
    Bill Gates lebt in einer mönströsen Villa (die zwei Koffer sind wohl eher für die Reisen) und der 240er Volvo wurde nur bis 1993 gebaut. Wer weiß, ob er den wirklich immer noch fährt.

    Trotzdem super Auto. Meines Erachtens wurden bis in die 90er noch solide, wirklich zuverlässige Autos gebaut.

    Solche Autos zu fahren spart über die Jahre wirklich Geld. Und wenn mal eine Beule drin ist, auch nicht schlimm.

    Aber wichtig ist der Gedanke, wie auch bei den Immobilien, sich nur Dinge zu kaufen, die man auch wirklich so lange behalten möchte. Die Anschaffungsnebenkosten für Immobilien, Wertverlust bei Fahrzeugen etc, das zehrt erheblich an den Reserven und bindet unnötig Kapital.

    Finde Deinen Blog weiter super. Vielen Dank für diese Bereicherung!

  3. tim schaefertim schaefer

    @ Felix

    Buffett hat es geholfen, dass er keine Heuschrecke ist. Daher wissen ja Familien ihren Betrieb in guten Händen, wenn sie an Buffett verkaufen, was ihnen ans Herz gewachsen ist. Ein Deal mit einem „guten Menschen“ fällt uns doch allen leichter, als mit einem gierigen, unethischen Manager.

    Carl Icahn war angeblich genauso erfolgreich wie Buffett in seiner Karriere (gemessen an der Performance). Doch den Icahn mögen nicht gerade viele an der Wall Street.

    @ lukoil
    Stimmt. Bill Gates hat seine große Villa schon in Interviews bereut.

    Es gibt einen weiteren Superreichen, der sich aus Sachen wenig macht: Michael Bloomberg. Der New Yorker Milliardär und Bürgermeister besitzt ganz wenig Zeug. Er sagt immer: Sachen seien eine riesige Belastung. Je mehr Zeug = desto mehr Stress.

    Übrigens hatte Steve Jobs auch ganz wenige Sachen und Möbel in seiner Bude.
    http://www.lomography.com/magazine/lifestyle/2011/10/06/steve-jobs-sitting-in-an-almost-unfurnished-room-only-lit-by-a-tiffany-lamp-having-a-cup-of-tea

    Danke für das Lob.
    Grüße an alle
    Tim

  4. Matthäus Piksa

    Ein nachdenklicher Artikel kurz vor dem Wochenende.

    Die Ted-Videos sind immer wieder der Hammer, weil sie so inspirierend sind. Ich schau hin und wieder wirklich gerne auf dem Portal vorbei.

    Ich bin auch ein Fan des Minimalismus geworden. Das Buch „Simplify your Life“ kann ich wirklich jedem empfehlen. Dort wird das gesamte Leben in sieben Stufen eingeteilt.

    Auf der ersten Stufe geht es um unser Verhältnis zu Sachen und Gegenständen. Man sollte, so die Quintessenz, immer darauf achten nicht zu viele Besitztümer anzuhäufen, weil dadurch zum einen viel Kapital drauf geht und zum anderen es „bedrückend“ wirkt, wenn man in einem vom Keller bis zum Dachspeicher voll gepackten Zuhause wohnt. Hier ist Entkrempeln und Wegwerfen angesagt.

    Die anderen Stufen behandeln unser Verhältnis zur Arbeit, Geld, Zeit&Hobbies, Familie&Freunde&Partnerschaften und dem eigenen Ich.

    Letztlich geht es überall um ein „back to roots“ bzw. „back to the basics“ und um Ordnung im Verhältnis zu den materiellen Dingen wie Besitztümern&Geld und den nicht-materiellen Dingen wie den zwischenmenschlichen Beziehungen.

    Die Quintessenz des Buches, daher auch der Titel „Simplify your Life“ lautet daher ganz einfach „Weniger ist mehr“.

    Meiner Meinung nach entwickelt man eine enorme geistige Freiheit, Flexibilität und Power wenn man auf den Minimalismus setzt. Es ist die Übersichtlichkeit, die einem den Blick auf das Wesentliche ermöglicht, so dass man schlussendlich bestmöglich vor Fehlentwicklungen geschützt ist. Das Gute an dieser Methode ist außerdem, dass es jedem frei steht so vorzugehen. Es hat nicht viel mit Intelligenz oder mit hochtrabenden philosophischen Denkmodellen zu tun, würde ich sagen. Es ist schlicht Einstellungssache und die Überzeugung Verantwortung für das eigene Leben übernehmen zu wollen. Ich jedenfalls habe keine Lust mit Balast und Bedenken durchs Leben zu gehen.

    Gruß Matthäus

  5. tim schaefertim schaefer

    @ Matthäus
    Danke für den Kommentar. Gut erklärt.

    Ich finde das Hoarding so schlimm. Es gibt Menschen, die einen Kaufzwang haben, die sich anschließend von nichts trennen können. Einfach grauenvoll.

  6. willihope

    jetzt mal langsam! natürlich kann man alte karren fahren und in einer alten bude hausen aber das sollte doch jeder selber entscheiden ob er sein leben so gestalten will!
    ich kann da am geiz kein erfülltes leben erkennen, für mich darf es schon auch etwas luxus sein.

    wo wäre die wirtschaft wenn keiner mehr konsumiert und nur noch das nötigste kauft? wenn sich menschen eine yacht kaufen dann freut mich das! das gibt arbeit für die hersteller, arbeit in den marinas und arbeit für die crew! gott sei dank gibt es genug reiche die ihr leben genießen!
    übrigens auch gates hat eine yacht!

    das geschwafel vom verzicht ist typisch deutsch, wenn jeder verzichtet dann gute nacht porsche, mercedes, bmw, audi und alle anderen luxusmarken! und damit auch gute nacht deutscher arbeiter! das vergessen die sturen neidhammel in deutschland immer!

    in afrika war ich auch schon vor langer zeit, rodesien hat die weissen farmer rausgeschmissen und seitdem gehts bergab, südafrika hat nach machtübernahme der schwarzen nun 17 jahre abwärts gewurstelt und aus einem blühendem land ein kriminelles, kaputtes land gemacht, ist doch deren sache was sie aus ihrem land und leben machen! für mich ist das thema fremdschämen schon lange fix mit dummheit verbunden!

    jeder ist seines glückes schmied!
    die weissen habe die moderne welt geschaffen, jetzt ist es jedem land selbst überlassen das erfolgreiche rezept zu kopieren, china hat das schon vor jahrzenten erkannt!

  7. stevoxx

    Eine Menge wahrer Warte.
    In der Tat „wahrer Erfolg ist, einfach das tun zu können, was man liebt.“

    Ich selber liebe das Investieren, die Wirtschaft, Unternehmen zu beobachten, versuche jedoch alles als ein Spiel zu sehen.

    Und eine Aussage ist mir in Erinnerung geblieben:

    Der Dalai Lama wurde gefragt, was ihn am meisten überrascht; er sagte: „Der Mensch, denn er opfert seine Gesundheit, um Geld zu machen. Dann opfert er sein Geld, um seine Gesundheit wiederzuerlangen. Und dann ist er so ängstlich wegen der Zukunft, dass er die Gegenwart nicht genießt; das Resultat ist, dass er nicht in der Gegenwart oder in der Zukunft lebt; er lebt, als würde er nie sterben, und dann stirbt er und hat nie wirklich gelebt.“

    Für manche Menschen ist Leben im Garten Blumen züchten, für manche Gegenstände aus Holz formen, für andere wiederum Bilanzen lesen und Geschäftsmodelle lesen.

  8. ZaVodou

    Warren Buffett ist für mich so eine Art Vorzeigekapitalist. Er wird gerne als leuchtenden Beispiel genommen.Ich denke aber, dass er einer der wenigen Ausnahmen ist. In der Finanzwelt wird schon mit erheblich härteren Bandagen gekämpft und nicht aller Reichtum ist immer mit fairen Mitteln erreicht worden.
    Trotzdem verwirrt mich Warren Buffett aber auch, gerade weil er superreich ist und auch schon im fortgeschrittenen Alter.
    Der Beitrag von stevoxx hätte meine Verwunderung nicht besser ausdrücken können: „Für manche Menschen ist Leben im Garten Blumen züchten, für manche Gegenstände aus Holz formen, für andere wiederum Bilanzen lesen und Geschäftsmodelle lesen.“
    Ist das der Sinn des Lebens? Bilanzen lesen. Unterbewertungen erkennen. Kaufen und seinen ohnehin schon riesigen Reichtum noch mehr vergrößern?

  9. Markus

    Zitat: „jeder ist seines glückes schmied!“

    Das drückt eigentlich alles aus!
    Der eine ist mit seinem Eigenheim glücklich, der andere möchte lieber finanzielle Freiheit, ein anderer ist glücklich als Entwicklungshelfer arbeiten zu können usw. usw. usw.

    Die eine Glücksformel oder Wahrheit, die auf alle Menschen passt, wird es nicht geben!

    In einer Yacht die Weltmeere zu erkunden ist auch sicherlich sehr faszinierend. Allerdings stelle ich es mir wie bei Albert Schweizer auch wahnsinnig erfüllend vor, Menschen zu heilen.

    Was mich mit am meisten stört, sind die vielen Neidhammel und ewigen Jammerer hier in unserem Land.
    In erster Linie sind es größtenteils die eigenen Entscheidungen im Leben, die einem zu dem Menschen in ca. 20 Jahren machen, der man ist. Wenn man dann unzufrieden ist und die Schuld bei anderen sucht….

    Jeder ist seines glückes Schmied!

  10. Matthäus Piksa

    @willihope
    Sie haben absolut Recht! Konsum führt zu wachsenden Unternehmensumsätzen und Gewinnen. Daher würde ich nie auf die Idee kommen, irgendjemandem vorzuwerfen, er oder sie würde zu viel konsumieren. Es geht allein um die Frage, ob unbedachter Konsum (Kaufrausch+Pump) nachhaltig und langfristig zu einem höheren Glücksempfinden führt. Und da sind Zweifel durchaus angebracht.

    Der zweite von ihnen angesprochene Punkt: Ich denke, dass es einen globalen Trend zu einer immer weitergehenden Vermischung der Ethnien gibt. Der Grund liegt in der heutzutage verdammt einfachen Kontaktaufnahme durch neue technologische Kommunikationsmöglichkeiten (facebook, twitter, Datingplattformen etc.) und der gestiegenen Mobilität durch tendenziell gesunkene Reisekosten, sprich billigere Flüge ua. – Im Internet kursiert seit geraumer Zeit ein Video, dass die massive Ausbreitung des Islam in Europa, den USA und andernorts thematisiert. Die Macher des islamkritischen Videos schreiben die tatsächlich höheren Geburtenraten in die Zukunft fort und prognostizieren praktisch eine islamische Dominanz in sämtlichen westlichen Ländern. Doch es gibt einen Bevölkerungsexperten, den Kanadier Doug Saunders, der diese Angst vor Überfremdung für unbegründet hält. Er fand heraus, dass es in den USA die gleichen Überfremdungsängste bei den Einheimischen gab, als dort vor 100 Jahren und früher jüdisch- und katholisch-Gläubige einwanderten. Völlig unbegründet wie wir heute wissen. Daher zieht er die Analogie, dass es mit der Bevölkerungsentwicklung innerhalb der muslimischen Communities in den westlichen Ländern nicht anders verlaufen wird, wenn diese zu größerem Wohlstand gelangen und sich zumindest teilweise säkularisieren und gemäßigter werden. Das ist seine Meinung, als Quatsch würde ich das nicht abtun. Es wird aber freilich die gesellschaftliche und kulturelle Landschaft westlicher Länder etwas verändern, mehr Moscheen wird es geben. Aber wen stört das schon? Mich nicht, solange es nicht zu penetranten Missionierungsbestrebungen kommt.
    Hier das Video.
    (Der Streifen wurde mittlerweile fast 14 Millionen Mal angeklickt.)

  11. willihope

    genau so ist es! der kapitalismus bietet jedem die möglichkeit sein leben zu gestalten, wer als tankwart glücklich ist kann eben nur die bezahlung eines tankwarts erwarten! wer sein geld in eigene fortbildung investiert kann auch viele jahre später ein entsprechendes einkommen erwarten!

    frisöse mit 3 kindern ohne ehemann bekommt genau was sie verdient und kann eben kein einkommen wie der vorstand der deutschen bank erwarten! natürlich kommt man aus der situatione schwer heraus aber wenn man will geht alles! und ja – aufstieg bedeutet anstrengung!

    also liebe deutsche neidhammel bewegt endlich euren arsch denn die umverteilung wird es nicht für euch richten KÖNNEN! irgendjemand bezahlt die rechnung immer und die zahler werden immer weniger.

    erst in sich selbst investieren und das hört nie auf, auch das investieren in aktien will gelernt sein und ist keine zockerei a la daytrading! „erfolg“ ist erst in 20 jahren und mehr zu erwarten, ab dann läuft die dividendenmaschine von selber!

  12. willihope

    @Matthäus Piksa

    nun aber muss man die bevölkerungsströme genauer analysieren, ins deutsche sozialsystem einzuwandern sind andere menschen als in die usa zu gehen und sein glück als unternehmer zu suchen.
    die moslems werden mehr und fühlen sich grossteils im sozialsystem bestens versorgt, dazu kommt dann noch die belohnung wenn die kinder daheim bleiben anstatt die integration über die kita voran zu treiben!

    der politik in deutschland kann ich seit einiger zeit nicht mehr folgen, vermutlich bin ich einfach zu alt oder nicht zu kosmopolitan genug. 🙁

    ich habe keine ahnung wohin das führen soll aber mit usa ist das nicht mehr zu vergleichen denke ich. langfristing werde ich auch alle aktien aus deutschland aus dem depot nehmen, ich denke als unternehmer und aktionär ist man zu vielen anfeindungen ausgesetzt und besser in den usa investiert. in deutschland ist die neid und missgunstdebatte einfach zu weit fortgeschritten und bald schon werden sie alle gewinne einkassieren den man arbeitet ja als investor nichts!

    wagenknecht und die anderen versager lassen grüssen!

  13. Markus

    @wilihope

    Ganz so krass wollte ich es jetzt nicht ausdrücken mit den Neidhammeln…;-)

    Es ist auch bei Managern Bescheidenheit gefragt. Eine Deckelung von dem 20 fachen des Durchschnittsverdienst des Medians seiner Angestellten wäre gar nicht so verkehrt. Ob es jetzt das 20 oder 30 fache ist, spielt keine Rolle.
    Das 200 fache ist meiner Meinung nach viel zu hoch und nicht mehr mit Leistung und Verantwortung erklärbar.
    Sei es nun der Rettungssanitäter, die Müllabfuhr, die allein erziehende Friseuse… Sie alle bringen Leistung, die von vielen nicht mehr gewürdigt und auch angemessen bezahlt wird!

    Diese Schere und auch die gestrichenen Punkte der Vermögensstudie in Deutschland ist für viele der Mittelschicht nicht mehr weiter tragbar.

    Prinzipiell finde ich einen gemäßigten Kapitalismus auch mit Volksabstimmungen als vielleicht recht gute Lösung. Sicher gibt es auch Nachteile. Leistung muss sich prinzipiell lohnen aber auch die „normale“ Arbeit. 6 € Stundenlöhne sind jedenfalls nicht korrekt und anständig.

    Bin jedenfalls sehr gespannt, was da alles noch mit Europa kommen mag. Aktuelle Enteignung auf Zypern, Austrittsgedanken der Italiener usw. Interessanterweise ist der Median aller Vermögen der Italiener bald doppelt so hoch wie der der Deutschen…

  14. Matthäus Piksa

    @willihope
    Es kann tatsächlich sein, dass der Anteil derjenigen, die es sich in der sozialen Hängematte bequem gemacht haben ein wenig überdurchschnittlich ist…

    Ich jedoch habe eher den Eindruck, dass ein beträchtlicher Teil der Immigranten hier in Deutschland den American Way of Life lebt.

    Bsp.: Es gibt wohl kaum eine Stadt, in der es kein griechisches, chinesisches, italienisches oder türkisches Restaurant gibt. Ich habe den Eindruck, dass diese Menschen hier hergekommen sind, um als Kleinunternehmer erfolgreich zu sein. Das bringt mit sich, dass sie Steuern und Sozialabgaben zahlen, Leute einstellen etc.

    Deutschland profitiert wie kaum ein anderes Land von der Globalisierung. Ich finde es schwach, wenn wir denen die hier hergekommen sind, sagen, dass sie unerwünscht sind, gleichzeitig aber gerne die Profite einstecken (zB als Aktionäre), wenn unsere Exportunternehmen in deren Herkunftsländern mal wieder neue Umsatz und Gewinnrekorde erzielen.

    Außerdem habe ich den Eindruck, dass Deutsche weltweit nicht nur als zahlungskräftige Kunden geschätzt werden, wenn sie irgendwo Urlaub machen, sondern in der Regel auch auf Gastfreundlichkeit stoßen, wenn sie dauerhaft in den entsprechenden Ländern leben. Hier spielt mMn auch ein jahrzehntelanges außenpolitisches Vorgehen rein, das auf Diplomatie beruhte.

  15. willihope

    ja menschen die kommen und ihr leben anpacken sind auch ausdrücklich erwünscht! davon kann es nie genug geben, leider bezeugt die aktuelle debatte (rumänen und bulgaren) dass es viele anderes im sinn haben.

    nun das 200 fache kann ich auch kaum erklären, wenn man dann bei einigen versagern sieht was sie angerichtet haben! nun aber das beispiel pfleiderer zeigt dass gutes management nicht überall vorhanden ist, hätten die mal mehr bezahlt und bessere leute gehabt dann hätten die eigentümer nicht alles verlohren.

    aber es sollte sache der eingentümer sein die bezahlung ihrer mitarbeiter fest zu legen.
    denke nicht das die politik dafür qualifiziert ist, die lenken nur von ihrem eigenen unvermögen ab!
    siehe die millionen verbuddelt in der eifel und die milliarden in berlin!
    konsequenzen? keine.
    haftung? keine.
    usw usf.

    volksabstimmung? ob die lidlkassiererin qualifiziert ist den gehalt des leiters motorenentwicklung bei bmw zu bewerten? ausser neid und missgunst hat sie keinerlei qualifikation dazu und alle anderen auch nicht.

    der gehalt der führung sollte auf der hauptversammlung von den aktionären abgestimmt werden, einzig die eigentümer sollten darüber befinden denn sie tragen auch die vollen konsequenzen.
    dazu müssten die sich aber auch bequemen und dahingehen tätig werden.
    sind wir mal ehrlich, ich war noch auf keiner. 🙁

  16. Markus

    @wilihope

    Frag jemanden was angemessen ist, so bekommst Du 30 verschiedenen Antworten!

    Interessant wäre ein Erfolgsboni in Kombination mit einem Misserfolgsabzug.

    Vor 20 Jahren lagen die Managergehälter noch beim 20 fachen, inzwischen sind sie beim 200 fachen. So ungefähr habe ich es erst gelesen. Die Steigerung ist nicht mit Inflation erklärbar.

    Das schweizer Modell mit der Volksabstimmung ist zumindest einmal einen Blick wert.

    Bei einem Begrüßungsgeld von 4 Millionen Franken für den Herrn Weber ohne nur einen Tag gearbeitet zu haben, hat die Debatte nichts mit Neid aber auch rein gar nichts mit Leistung zu tun.
    Es soll sehr gute Manager geben, die deswegen sehr gut sind, weil sie Ihre Arbeit lieben! 😉 Ob man dann nach 5 Jahren 20 Millionen oder 35 Millionen hat… Ein guter Manger, welcher mit Geld umgehen kann, kann mit 20 Millionen ein schönes Luxusleben führen. Einer, dem 35 Millionen nicht reichen, wird auch nicht mit Finanzen gut umgehen können!

    Die populistische Vermögenssteuer in Frankreich ist für meine Begriffe mehr als kontraproduktiv.

    Allerdings wenn wir anfangen über alles ungerechte und unfaire auf dieser Welt zu diskutieren, werden wir in einer Endlosdebatte enden.

    Vielleicht schaffen wir ja nach und nach kleine Verbesserungen…! 😉

  17. willihope

    ohne jetzt eine diskussion vom zaun brechen zu wollen und ich habe auch keine daten darüber aber ich denke es könnte desshalb so sein:

    vor 20 jahren hatten viele firmen auch viel weniger leute und einen chef, heute haben sie zigtausende von arbeitnehmern mehr und trotzdem nur einen chef.
    möglicherweise erklärt das auch einen teil der differenz in den gehältern?

    mehr arbeitnehmer = grössere firma = mehr gewinn = mehr gehalt für das management. könnte so hinkommen?

    natürlich können die angestelltengehälter nicht gleich wachsen denn dann wäre jede firma pleite.

    wobei ich die zig millionen für z.b. schremppf oder blessing nicht billige! deren bilanz ist eine katastrophe für die eigentümer!

    aber das kann ich nicht ändern sondern einfach diese aktien nicht kaufen denn ein schlechtes management wird auch in zukunft keine guten kurse bringen.

  18. Sams

    Utopien sind wichtig, der Markt ist eine Utopie, Gerechtigkeit ist eine Utopie sogar die Gleichheit des Menschen ist eine Utopie. Aber Utopie ist nicht Wirklichkeit.
    Leistung ist Kraft mal Zeit.
    Kraft ist Masse mal Weg. Schon ist der Wert der Arbeit des Chefentwicklers null und der Fahradkurier ist Spitzenverdiener.

    Die Leistung eines gehbehinderten an einem Postschalter zu stehen ist größer als von jemanden der kerngesund ist. Die Bezahlung ist gleich, ist das gerecht?
    Der Verdienst richtet sich nach was? nach Leistung oder Nutzen?

    Wenn eine Frisöse ihre Grundbedürfnisse nicht mit ihrer Arbeit decken kann dann muß man aber auch die Eier haben und sagen, ok dann muß diese Dienstleistung eben vom Markt verschwinden.
    Mal sehen ob in 5 Jahren sich jeder selbst die Haare schneidet oder ob bessere Löhne gezahlt werden.
    Aber was passiert bei uns? Die Frisöse die die Arbeit nicht annimmt wird für 2 Monate gesperrt und die Arbeitgeber bezahlen nicht das was die Arbeit „wert“ wäre.
    Ich bin mittlerweile kritisch was den Markt in Deutschland betrifft.

    Pflegeberufe, Gastronomie…. das wird spannend, auch Spitzenverdiener müssen essen!
    Also die halbe Stunde die ein Koch einem Spitzenverdiener der 1 000 Euro die Stunde verdient spart weil der nicht selbst kochen muss kann doch nicht 2,5 Euro wert sein.
    Dann her mit dem Markt.
    Die Grundbedürfnisse, Wohnung, Essen, Kleidung, Medizinische Versorgung sichern. Aber halt auf einem niedrigen Level. Das bedingungslos, erst dann können beide Seiten sich rational also AG und AN treffen.
    Nicht nimm den Scheiß Job an oder ich sperr dich für 2 Monate ich stock dich schon aufs Existensminimum auf. So kann sich in meinen Augen kein faier Preis bilden.
    Wie gesagt alles Utopie, das einzig knappe Gut für jeden Menschen ist die Zeit, das ist für mich Luxus.
    Deshalb in stillen stunden betrachte ich Geld nicht als Tauschmittel sondern als wie soll ich sagen als sowas wie geronnene Lebenszeit.
    mfg

  19. Matthäus Piksa

    @willihope

    In den Dax-Vorständen liegt die Ausländer-Quote bei 28%.

    Das Problem sind natürlich die sog. „Integrationsunwilligen“. Was mir auffällt ist, dass in den Medien oftmals auch von sog. „Parallelgesellschaften“ gesprochen wird, die vorzugsweise im türkisch-muslimischen Milieu entstanden sind.

    Die gibt es bestimmt. Es ist jedoch so, dass auch die amerikanischen Soldaten zB in der Region Kaiserslatuern/Ramstein in einer Parallelgesellschaft leben.

    Meine Eltern leben seit fast einem Vierteljahrhundert in der Region. Und wenn ich eines zu berichten weiß, dann, dass sie weder als Deutscher noch als Ausländer Zugang zu den Geschäften und Freizeiteinrichtungen der Amerikaner haben.

    Ich verstehe voll ganz, dass man mich als Zivilisten nicht zu den Militäranlagen lässt, aber warum schotten die Amis auch ihre nicht-militärischen Anlagen ab?

    Mich persönlich stört das nicht, es wundert mich aber schon ein wenig.

    Damit will ich aufzeigen, dass man es sich auch leicht machen kann, auf einer Bevölkerungsgruppe herumzuhacken. Es hilft bestimmte Medienberichte stärker zu hinterfragen.

    Ich muss auch sagen, dass mir persönlich noch kein Amerikaner begegnet ist, der akzentfreies deutsch sprach, nebenbei bemerkt.

    Aber auch das stört mich nicht wirklich.

    Mit den Anmerkungen wollte ich lediglich andeuten, dass man mit bloßem Schwarz-Weiß-Denken auf Stammtisch-Niveau vielleicht noch weiter kommt. Aber mehr als ein Gähnen lockt man bei mir damit nicht hervor.

    Die Politik scheint mir hier auch weiter. Baden-Würtemberg hat eine, so viel ich weiß türkisch-stämmige Integrationsministerin. Und die Hanse-Stadt Hamburg hat mit den Muslimen einen Staatsvertrag abgeschlossen, der zur Folge hat, dass islamischer Religionsunterricht in Zukunft an staatlichen Schulen unterrichtet wird. Vielleicht gelingt es dann zumindest den Hamburgern, die antisemitischen und israelbezogenen Vorurteile, die bei muslimischen Kindern und Jugendlichen, wie eine umfassende Studie des Bundesinnenministeriums hervorgebracht hat, stärker ausgeprägt sind als bei anderen Kindern, abzugewöhnen.

  20. Markus

    Als Beispiel ist Novartis auch ganz interessant. Der Manager verdient über 100 – … Millionen Franken und bekommt dann nochmal 67 Millionen, damit er die nächsten 6 Jahre nicht zur Konkurrenz geht, wenn er denn geht.
    Beim Antritt vor dem multimillionen-Franken-Vertrag die Klausel im Vertrag wäre wesentlich günstiger gewesen…
    Genauer kann man das finanzen.net nachlesen.

    Ein Coke Manager mit sagen wir einer 60 Stunden Woche hat soviel Verantwortung für die Massen an Beschäftigten, dass er meint soviel wirklich zu verdienen??? Ich glaube bei Coke kannst Du fast einen ehemaligen Rekordnationalspieler hinsetzen und die Firma läuft…;-)

    So großartig sind die Änderungen bei der Motorenentwicklung nicht wirklich. TFSI, TSI usw.
    Ich kann es definitiv beurteilen! 😉

    Sparkassendirektoren bekommen mehr wie Ingenieure…
    Akademikerkinder studieren 3x häufiger…

    Gleichheit ist Utopie… Allerdings gibt es deutlich schlechtere Länder bei der Gleichstellung.

  21. willihope

    @Matthäus Piksa
    ich verstehe nicht worauf du hinaus willst!
    ich habe nach dem intergationsminister der usa gesucht aber keinen gefunden?
    was genau ist dein punkt?

    @Markus
    ja aber was war novartis bevor und was ist es jetzt? ich meine man muss die zahlungen immer im zusammenhang mit der leistung sehen und nicht einfach isoliert. (ich habe aber keine daten sondern frage nur!!)
    ist die leistung beschissen dann sollte man die boni streichen aber ist die leistung grandios dann sollten die eigentümer die honerierung entscheiden!

    nun wenn du denkst du kannst beim coke management millionen einsparen dann würde ich mal eine mail mit konkreten daten zu mr. warren buffet senden! ich glaube nicht dass er auf millionen die ungerechtfertigt bezahlt werden so einfach verzichtet. 🙂

    berkshire@berkshirehathaway.com

    auch bei bmw werden nicht über gebühr die ausgaben strapaziert!
    ich war einige jahre bei bmw und habe einiges mitbekommen, die dieselmotoren sind/waren so gut dass neben opel auch die us-police diese geordert hat (400.000 stück?).
    das schafft arbeitsplätze und einkommen, also sollte/kann man das honorieren.

    hat vw übrigends auch gemacht und jedem arbeiter einen bonus gezahlt, porsche ebenso.

    gleichheit ist murks und die ganze diskussion ist getrieben von neid und missgunst. anders kann ich mir die reaktionen auch hier nicht erklären denn mir ist es wurst was hr. winterkorn verdient denn das entscheiden die eigentümer von vw!
    ich kenne hr. vw persöhnlich und weiss dass er auf keinem fall geld sinnlos rauspulvert!

    sollte jemand meine leistung haben wollen werde ich den bestmöglichen preis aufrufen und nicht eine sekunde daran denken ob das gegenüber einem tankwart oder einer frisöse angemessen ist! ich habe jahre meiner ausbildung selbst finanziert und denke ich habe eben mehr verdient als leute die einfach nur gelebt und ihr geld verbraucht haben!

    so sollte es auch für investoren sein aber leider geht die diskussion in richtung enteignung, der anschluss der ddr hat einfach zu viele faule ins boot geholt und die geben jetzt die richtung vor.

    wir sind nicht gleich und nirgends sind alle gleich! mr. jintao geht ja auch mit über 2 millarden in den ruhestand und seine mutter als volksschullehrerin hat mit 80 auch noch schnell 120 millionen dollar angelegt. also auch im kommunismus sind nicht alle gleich!

  22. willihope

    also ich habe jetzt schnell mal geschaut, das vido über die eine die wegen ihrem kind nichts arbeitet und dafür auch noch 1 x die woche kinderbetreuung bekommt finde ich leider nicht mehr.

    also schnell mal die fakten:

    melanie s. 34, 4 kinder von 4 männern, alleinstehend, ausbildung verkäuferin abgebrochen, jobbte bei burger king: 1288 euro ohne miete.
    „sie hasst den gang zum amt.“

    gregor b. 44, 6 kinder mit hausfrau, maurer, seit 15 jahren ohne job, kann höchsten 6 stunden arbeiten: 2221 euro, miete extra.
    „der ärger gräbt falten in sein gesicht.“

    http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/ich-bin-hartz-iv-seit-es-hartz-iv-gibt-article1518932.html

    ich glaube einfach mein schwein pfeift! für leistungen der steuerzahler sollte man schon erwarten können dass die menschen auch ihren verpflichtungen nach kommen.

    bitte mit welchem gerechtigskeitsempfinden wollen die immer mehr? jemand der arbeitet bekommt oft nicht mehr und ist dann doch der dumme!

    solche fälle gibt es einfach viele und die schuld liegt auf keinem fall am system, jeder ist für sein leben selbst verantwortlich und muss auch die konsequenzen tragen!

    ich bin meines glückes schmied.

  23. Matthäus Piksa

    @willihope

    1. Mit dem Link wollte ich aufzeigen, dass es Ausländern in Deutschland gelingen kann, Karriere zu machen. Mit einer zufriedenstellenden Ausländerquote in Höhe von 28% zeigen die Dax-Unternehmen, dass sie sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung und Vorbildfunktion bewusst sind und entsprechend handeln. Perfekt!

    2. Ich schrieb, dass Baden-Württemberg eine türkische Integrationsministerin, Frau Bilkay Öney, hat. Und somit logischerweise auch ein Integrationsministerium, welches sich den nicht zu leugnenden Integrationsproblemen annimmt. Ein Integrationsproblem habe ich beispielhaft benannt: den überdurchschnittlich stark ausgeprägten Antisemitismus unter den hier lebenden Muslimen.

    3. Mit dem Hinweis, dass die Hansestadt Hamburg den Islamunterricht einführen möchte (ein zentrales Anliegen des Staatsvertrages) bzw. dies bereits getan hat, habe ich darüber hinaus aufgezeigt, wie man solche Integrationsprobleme angeht:
    Durch den Schulunterricht und einen entsprechenden Lehramts-Studiengang „Islamischer Religionsunterricht“, der die entsprechenden Lehrkräfte auf ihren Einsatz in der Schule gezielt vorbereitet, ist gewährleistet, dass der Staat die Kontrolle hinsichtlich der Gestaltung und der Art und Weise wie der Unterricht an den Schulen durchgeführt werden soll, inne hat.

    Der institutionalisiert eingeführte Unterricht zeigt, dass die Stadt bzw. das Land Hamburg anerkennt, dass zum einen Muslime in deren Verantwortungsgebiet leben und zum anderen, dass sie über den Unterricht Einfluss auf die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen ausüben möchte.

    Dies ist aus staatlicher Sicht mMn die beste Präventionsmaßnahme um der Entstehung eines breiten intellektuellen Präkariats vorzubeugen. So lässt sich nämlich den Kindern und Jugendlichen, die an diesem Unterricht teilnehmen ua. der Respekt vor anderen Religionsgemeinschaften beibringen.

    Die Studie des Bundesinnenministeriums, die ich ansprach, zeigt nämlich, dass hier enorme Defizite zu beklagen sind, auf deren Behebung der Staat Einfluss ausüben sollte. Erst recht, wenn schon, was offensichtlich ist, die Eltern versagen.

    Die Hansestadt Hamburg wird, sofern alles wie ich es skizziert habe umgesetzt wird, eine Vorreiterrolle in Deutschland einnehmen.

    4. Mit dem Vergleich nicht-assimilierter Muslime und nicht-assimilierter US-Soldaten habe ich des Weiteren aufzeigen wollen, dass auch andere Ausländer in „parallelgesellschaftsähnlichen“ (nicht ich habe diesen Begriff geprägt) Verhältnissen leben. Selbstverständlich bin ich mir aber dessen bewusst, dass es insbesondere mit Amerikanern unabhängig ihres Berufsstandes viel weniger sprachbedingte Probleme gibt, weil wir ja alle der Schulbildung sei dank Englisch sprechen, wenn auch auf unterschiedlichem Niveau.

    Von einem US-Integrationsministerium ist nirgends in meinem vorherigen Post die Rede. Einfach aufmerksamer Lesen!

  24. StefanStefan

    @ willihope:

    „ich kenne hr. vw persöhnlich“

    Wieso? Ist er schon mal an dir vorbeigelaufen als du gerade am Fliessband gearbeitet hast?
    (Persönlich schreibt man ohne „h“)

    Ist natürlich starker Tobak zu behaupten, dass durch den Anschluss der DDR die Faulen zu uns gekommen sind. Und nein: ich bin kein Ossi.

    Ansonsten bin ich auch kein Freund der Gleichmacherei.

  25. Markus

    Die Balance ist wichtig!
    Ich kann nicht alle über einen Kamm scheren, nur weil meine Meinung in einer Richtung verfestigt und eingefahren ist.
    Leistung ist wichtig und soll sich lohnen! Allerdings sind auch nicht alle, die nicht so viel leisten können automatisch Faulenzer. Es können auch Schicksalsschläge und harte äußerliche Umstände ein Karriere-Leben beenden.
    Eine positive Einstellung, Logik und gute erfolgreiche Gewohnheiten können sehr viel bewirken.
    Alleine schon die Förderung bzw. die Erziehung macht schon gewaltige Unterschiede im künftigen Leben der Kinder aus…
    Offenheit, Toleranz, Neugierde, Geduld, Phantasie, Freude am Lernen, Sparsamkeit aber sich auch mal was gönnen, damit kann man schon sehr viel erreichen!
    Einzelne Extrembeispiele lass ich jetzt mal raus… 😉

  26. willihope

    @Matthäus Piksa
    ich wollte mit meiner frage dir einen hinweis geben. wärend deutschland einen intergrationsminister mit anhang braucht passen sich die einwanderer in anderen teilen der welt an das land an. irgendwas ist da doch faul oder nicht?
    der islamunterricht ist mir egal weil mit den moslems habe ich nichts zu tun die leben in ihrem eigenen mitelalter. 🙂

    solange ich nicht die scharia akzeptieren muss können die in ihren ländern machen was sie wollen, die neuzeit scheint denen nicht viel zu geben.

    amerikaner würd ich jedoch nie auf augenhöhe mit den ziegenhirten stellen. der beitrag der moslems zur modernen welt ist genau welcher? nobelpreis?

    @Stefan
    sorry, ich war noch nie an einem fließband. nichtmal als besucher.
    ich war dienstleister bei ihm privat, er wird sich natürlich nicht an mich erinnern, da mach ich mir keine illusionen.

    nun ich kenne nicht viele ddr-ler aber was man so im fernsehen sieht sind es meisten linke die noch nie was geleistet haben bzw wen ich so kenne und wie die sich im sozialen netz eingerichtet haben. da ist nix von vorübergehender hilfe sondern das leben wird dem angepasst und manche leben nicht so schlecht davon.

    zu meinen beispielen gibts nichts zu sagen? also wer als maurer nur 10 jahre arbeitet und dann mit 6 kindern ein leben mit 2300 euro führt hat für sicher nicht wenige alles richtig gemacht.
    ein mauerer der arbeitet hat vielleicht nur 3 kinder und keine 2300 euro plus miete im monat! wo bitte ist das gerecht?

    wenn er nicht mehr mauern kann dann muss er eben auf die tankstelle! wieso sollen die anderen ihn und 7 seiner familie für die nächsten 30 jahre durchfüttern? da erkenne ich keine gerechtigkeit sondern ich empfinde das als frechheit. mit 44 jahren schon 15 jahre arbeitslos gibt es einfach nicht wenn man arbeiten will.

    @Finanzielle Freiheit mit Dividenden

    der titel klingt esoterisch? kann das sein?
    ich widme mich anderen dingen, das leben ist zu kurz um seine zeit zu vergeuden.

    @Markus
    natürlich sind nicht alle faulenzer und die die es wirklich wollen schaffen es auch! in deiner stadt gibt es keine arbeit? na dann muss man eben umziehen! in deutschland bleibt man lieber vor ort und lässt sich von der gemeinschaft durchfüttern.
    einige ex-ddr-ler habe ich im schönen österreich getroffen, die arbeiten im fremdenverkehr und haben ihr leben in die hand genommen! einige ex-ler habe ich in der karibik getroffen, andere in asien, nun manche leben dort von unterstützung aus deutschland und faseln was von „der westen ist ihnen das schuldig“ und andere arbeiten dort. also es sind nicht alle gleich und die die wollen haben sich auf dem weg gemacht. in den alten ländern gabs nunmal keine arbeit nach dem anschluss.

    mein respekt den menschen die sich aufgemacht haben, die die nun von hartz4 leben und seit über einem jahrzent nichts gearbeitet haben kann ich nicht folgen und mitleid habe ich keines. tud mir sehr leid, jeder kann was erreichen im leben man muss nur die mühe auf sich nehmen.

    schönen abend noch aus 35 grad. 🙂

    ps:@Matthäus Piksa
    bitte keine abhandlungen über die moslems mehr denn die intressieren mich nicht.
    ich würde gerne neue ideen über die geldanlage lesen, das mitelalterliche gedöns von den vorhangträgern brauche ich nicht.
    habe ich schon genug bei emirates gesehen, 1,5 stunden verspätung weil die vorhänge zusammen sitzen wollen. danach siehts aus wie in einem scheinestall, die vorhänger leben nunmal am boden.

  27. Matthäus Piksa

    @willihope

    Das ist ihre Sache, wenn sie der Islam und die Moslems nicht interessieren.
    Ich würde auch nie auf die Idee kommen den Islam zu glorifizieren. Aus der Lektüre einiger Bücher des Islam-Experten Peter Scholl-Latour weiß ich nämlich, dass er sagt, dass man zwei Dinge über den Islam wissen sollte und nie vergessen darf:
    1. Der Prophet Mohammed war ein Kriegs- und Feldherr.
    2. Die gemäßigte Form des Islam, der arabische Fachbegriff ist mir entfallen, hat sich nicht durchgesetzt.

    Und wenn sie sagen, sie würden sich nicht für die hier lebenden Immigranten, also auch die Muslime interessieren, dann stimmt das schlicht und ergreifend nicht, wie man an ihrer Aussage, viele/einige (oder was weiß ich was sie genau geschrieben haben) würden hier nur herkommen, um in der sozialen Hängematte zu leben.

    Würden sie solche Aussagen unterlassen, dann hätte es von mir auch keine, wie sie es sagen, Abhandlungen gegeben, so einfach ist das.

    Wo im übrigen Islam- und MultiKulti-Hass, den ich ihnen nicht unterstellen möchte, hinführt, zeigt sich im Fall des norwegischen Rechtsterroristen Anders Breivik, der vor einigen Jahren knapp 80 Jugendliche ermordete, weil sie aus seiner Sicht für ein pluralistisches Europa stünden, dass er ablehnt.

  28. Markus

    @Wilihope

    „in deutschland bleibt man lieber vor ort und lässt sich von der gemeinschaft durchfüttern“

    Pauschalaussage und so nicht korrekt! Ich kenne genügend Leute die sogar pro Tag 2 – 3 Stunden in Bus und Auto für Ihren Arbeitsplatz sitzen oder auch umgezogen sind.

    Extrembeispiele wie z. B. der Maurer verkaufen sich in den Medien sehr gut. Sie sind definitiv kein Regelfall! Negatives verkauft sich viel besser als Positives… Das ist eine Realität! Mit Gier, Angst und Provokation wird Auflage gemacht. Realismus ist leider zum gähnen…

    Auch, dass es bei uns nicht am System liegt würde ich so nicht unterschreiben. Wenn Aufstocker besser als arbeitende Nicht-Aufstocker verdienen liegt gewaltig was im System im Argen…

    Integration ist sehr wichtig! Wenn wir keine Kinder mehr in unserer Gesellschaft wollen, dann muss es über Einwanderung gehen. Es ist natürlich eine Herkulesaufgabe Vorurteile abzubauen, Sprachbarierren abzuschaffen, Ghettobildung abzubauen, Kommunikation und Respekt zwischen den Kulturen aufzubauen, Bildung zu fördern usw. usw. usw.
    Mit Vorurteilen und Pauschalisierungen werden wir es jedenfalls nicht schaffen dass für jeden Renter mal wieder 2, 3 oder mehr Arbeiter da sind, um die Rente zu finanzieren oder den Ingenieurstandort Deutschland mit genügend Fachkräften zu versorgen.

    Meiner Meinung nach ist die Baustelle Europa wesentlich bedrohlicher als die paar Faulenzer im System.

    Klink mich jetzt aus. Ich muss nicht immer das letzte Wort haben!… 😉 Mal sehen…

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