Lucas, 19, spart zwischen 200 und 300 Euro monatlich. Er kauft Aktien. Er ist äußerst motiviert


New York, 4. Januar 2018

Lucas: „Ich vor dem Petersdom in Rom. Abseits aller Börsensachen gibt mir der Glaube viel Kraft; ich bete jeden Abend und bin dankbar, wo es geht.“

Liebe Blogleser, lieber Tim

heute möchte ich meinen Leserbrief verfassen. Bisher war ich zögerlich, doch als ich heute Morgen beim Zahnarzt im Wartezimmer saß und den Leserbrief des ‚Photovoltaik-Radfahrers‚ las, war ich so beeindruckt, dass ich entschloss, meinen Lebensentwurf mit euch zu teilen.

Zu mir: Mein Name ist Lucas, ich bin 19 Jahre alt, gehe in die 13. Klasse eines Gymnasiums in Bingen am Rhein. Ich verfolge Tims Blog seit weit über einem Jahr. Mit den Themen Wirtschaft und Finanzen beschäftige ich mich bereits seit ungefähr drei Jahren intensiv; aktiv am Aktienmarkt bin ich seit ungefähr zwei Jahren. Besonders durch diesen Blog hier kam ich dann mit den Themen ‚Finanzielle Freiheit‘, ‚Wie möchte ich selbst leben?/Was zählt für mich?‘ in Kontakt und bin Tim dafür bis heute dankbar.

Wie lebe ich?
Neben der Schule, die ich im März mit dem Abitur (1,5-1,9) verlassen werde, arbeite ich in zwei Nebenjobs (Nachhilfe/Stage Hand), engagiere mich ehrenamtlich (als Sprachpate sowie als Firmkatechet) und treibe gern Sport (Fitnesscenter 4x die Woche, joggen 1x) oder unternehme etwas mit meinen Freunden. Wichtig ist mir jedoch immer, dass ich meine 8h Schlaf bekomme, denn nur so können mein Körper und mein Geist optimal funktionieren. Hierbei habe ich mir Jeff Bezos zum Vorbild genommen – sein Tag hat schlafbedingt ebenfalls nur 16 Stunden und wenn er damit einen Großkonzern aufbauen konnte, dann muss ich mein Schlafbedürfnis nicht als Ballast ansehen, wenn ich die Zeit einfach effizient nutze.

Wie investiere ich? Was sind meine nächsten großen Anschaffungen?
Schon bevor ich „Intelligent Investieren: Der Bestseller über die richtige Anlagestrategie“ gelesen habe, war ich vom Buy&Hold-Ansatz überzeugt. Ich investiere somit nur in Unternehmen, von deren Gesamtpaket (bilanziell, personell, konzeptionell) ich nachhaltig überzeugt bin. Von meinen monatlichen Einkünften (300-700€) wandern ca. 200-300€ in mein Konto bei einer Direktbank, um davon attraktive Einzeltitel (Allianz, Munich Re, Freenet, Publity, ABO Wind…) aller Branchen und Größen in Paketen zu 400-600€ zu erwerben. ‚Ich besitze drei Aktien der Allianz‘ klingt zwar nicht sonderlich cool, doch wenn ich irgendwann mal dreihundert daraus machen kann, habe ich mein Ziel erreicht. Meine nächsten großen Kosten sind mein Studium (siehe unten) und eine Thailand-Reise nach dem Abi. Reisen ist eine meiner Passionen und unabhängig vom monetären Aspekt (1000-1400€) freue ich mich auf neues Essen und bereichernde Erfahrungen.

Was unterscheidet mich womöglich von anderen Bloglesern?
Von den vielen, sehr motivierenden Leserbriefen habe ich die meisten gelesen. Aufgefallen ist mir dabei, dass nur wenige Leser tatsächlich auch im Finanzsektor arbeiten. Dies ist bei mir anders – Ich liebe Kapitalmärkte und somit ist es mein Ziel, später auch mal in diesem Bereich mein Geld zu verdienen. Zu diesem Zweck nehme ich ab August ein Studium an der Frankfurt School auf, um diesem Traum ein Stück näherzukommen. Daneben ist es mein junges Alter, was sicherlich einige verwundern dürfte. Doch je früher ich den Stein ins Rollen bringe, desto schneller kann er im Laufe meines Lebens werden.

Welche Dinge konnte mir der Blog vermitteln?
Verzicht. Minimalismus. In den Weihnachtsferien 2016/17 habe ich, beflügelt durch Tims Artikel, mein ganzes Zimmer entrümpelt. Noch mehr bei Kleidung gespart. Brauche ich diese Jacke? Um noch gesünder zu leben, habe ich im April aufgehört, jeglichen Alkohol zu trinken und sehe seitdem, wie viele Kosten ich mir gegenüber meinen Freunden einsparen konnte. Mein Ding durchzuziehen und mich nicht beirren lassen. Jeder Eurer Briefe hat mich darin nur noch weiter bestärkt.

Ich sage Danke und freue mich auf jegliche Anregungen in den Kommentaren!

Lucas

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Ich bin mal wieder sprachlos. Wirklich tüchtig. So viel Energie haben wenige.

Auf Alkohol zu verzichten ist weise. Deutschland hat ein Alkohol-Problem, sagt die Weltgesundheitsorganisation WHO. Jedes Jahr sterben hierzulande 14.550 Menschen an den Folgen des Alkoholkonsums. Die Dunkelziffer soll deutlich höher sein. Natürlich kann man sich darüber streiten, ob ein kleines Glas Bier oder Wein akzeptabel ist. Deine Einstellung finde ich aber super.

Übertriebener Alkoholkonsum kann Herz, Bauchspeicheldrüse, Lunge, Gehirn (Demenz)… schädigen.

Zum Thema Schlaf: Ja, der ist sehr wichtig. Es werden in der Tat von einigen Experten acht Stunden Schlaf täglich empfohlen.

Ich hab noch ein beeindruckendes Porträt eines Lesers zugesandt bekommen. Das werde ich zügig veröffentlichen. Wenn noch jemand Interesse hat, schickt mir bitte eine Email mit dem Leserbrief.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Lucas, 19, spart zwischen 200 und 300 Euro monatlich. Er kauft Aktien. Er ist äußerst motiviert

  1. Jan

    Hallo Lucas,

    tolles Portrait. Mach weiter so. Zwei Gedanken habe ich für dich.

    Positionen unter 1.000-2.000 Euro (3 Allianzaktien…) sind von den Kosten her wenig ratsam. Ich würde an deiner Stelle eher ein paar Tage länger sparen und dann kaufen.

    Vergiss das Leben nicht. Keinen Alkohol zu trinken ist ok. Aber nicht weil man sparen möchte (du sagst wegen der Gesundheit, das ist natürlich ok). Diese Zeit kommt nur ein einziges Mal in deinem Leben. Lebe es auch. Das geht auch, wenn man spart. Aber nicht, wenn man zum Pfennigfuchser mutiert.

    So und jetzt dir viel Spaß auf deinem weiteren Lebensweg. Ich wünsche dir viel Erfolg.

    Schöne Grüße

    Jan

  2. Cerberus

    Wenn jeder über Aktien spricht, wird es Zeit, Gewinne zu realisieren.

    Nichts für ungut: Der Autor liest sich sympathisch, wer aber mit 19 meint, dass ihn ein Unternehmen personell und bilanziell überzeugen muss, zeigt seine mangelnde Kenntnis/Erfahrung.

    Ich habe in den letzten 20 Jahren Jahresabschlüsse für Unternehmen von 50 bis 15000 Mitarbeitern erstellt. Ich kann mit guten Gewissen sagen, dass nur Unternehmensinsider wirklich sagen können wie es steht.

    Auch die WP prüfen nur die ordnungsgemäße Buchführung. Steinhoff lässt grüßen.

    Mir fällt hier immer mehr auf, dass gefühltes Wissen mit vermeintlichen Fakten untermalt wird, um ja nicht aus seiner Informationsblase gerissen zu werden.

    Bsp.:

    – buy and hold (forever) ist eine überlegene Anlagestrategie

    – Dividende ist der neue Zins

    – Value lässt sich objektiv von außen ermitteln

    – Verzicht ist der Weg zur Freiheit

    – Aus vergangenen Renditeentwicklungen lässt sich auf die Zukunft schließen.

  3. Andrea

    Wenn jeder über Aktien spricht, wird es Zeit, Gewinne zu realisieren.

    Heute war ich bei meiner Schwester zu Besuch und sie fragte mich, ob es eine gute Idee sei, Geld, dass ihr Mann jetzt von der Rentenversicherung bekomme und mit dem in anderthalb Jahren eine Hypothek getilgt werden soll, am Aktienmarkt anzulegen. Ich habe ihr ganz dringend abgeraten.

    Insofern meine ich, du hast Recht, dass inzwischen alle über Aktien sprechen.

  4. S.

    „Wenn jeder über Aktien spricht, wird es Zeit, Gewinne zu realisieren.“

    Interessant, dass sowohl Cerberus als auch Andrea die gleichen Erfahrungen in letzter Zeit gemacht haben wie ich. „Zufälligerweise“ habe ich Gestern auch einem bekannten der in Aktien investiert gesagt, dass ich so langsam bisschen besorgt bin um die Börse, da ich innerhalb von wenigen Tagen den X-ten Artikel gelesen habe mit Überschriften wie: „Als Millionär in Rente gehen, so könnte es klappen“ oder „Ökonomen sind Euphorisch für die Wirtschaft, Rekordbeschäftigung für 2018 erwartet“ in denen Aktien positiv erwähnt und empfohlen wurden. Kann natürlich nur mein subjektiver Eindruck aus der Filter-Blase sein, aber noch vor einem Jahr war die Aufmerksamkeit für Aktien/Börse in der Allgemeinheit meiner Meinung nach deutlich geringer.

    „Früher“ (vor 1-3 Jahren) wurde ich noch belächelt dafür dass ich in dieses Teufelszeug investiere und heute Kaufen immer mehr dieser Leute selber Aktien, obwohl sie keine Ahnung davon haben. (Ich bin sicherlich auch kein Experte, jedoch habe ich mich wenigstens immer gründlich über die Unternehmen usw. informiert…) Diese Leute kaufen jedoch einfach nur wild irgendwelche Sachen die sie irgendwo mal gelesen haben.

    Ich habe zwar nicht vor meine Aktien jetzt zu verkaufen, jedoch denke ich aktuell tatsächlich darüber nach meinen monatlichen Sparbetrag erstmal nur aufs Tagesgeld zu legen und abzuwarten. Diese ständig steigenden Kurse und das größer werdende Interesse an Aktien machen mir tatsächlich ein bisschen „Angst“. Selbst bei schlechten Nachrichten sinken bei vielen Unternehmen die Kurse nichtmehr, oder wenn dann wird sofort am gleichen Tag der Verlust wieder kompensiert und am nächsten Tag gehts weiter nach oben…

    Nein ich bin kein Crash-Prophet und bin generell eigentlich sehr optimistisch für Aktien, aber in letzter Zeit sind mir diese Dinge doch sehr aufgefallen, ich musste gleich an Buffett und Kostolany denken, von wegen „Angst und Gier“ und den „zittrigen Händen im Markt“.

    Leider habe ich noch keinen Crash selber mit erlebt und kann deshalb nicht sagen, ob es schon Ähnlichkeiten zu den Jahren 2000 und 2008 vor den Crashs gibt (2000 war die Euphorie und der Hype aber sicherlich größer?) jedoch sehe ich uns aktuell auf einem „guten Weg“ dorthin. Vielleicht mag ja einer der Börsianer mit etwas mehr Erfahrung über die damaligen Situationen berichten?! 😀

    Gruß S.

  5. Cerberus

    Ich habe die Crashs 1987, 1997, 2000 und 2008 mitgemacht und es ist heute wieder verblüffend ähnlich.

    – Bildzeitung hat regelmäßig Aktien als Thema

    – Absolute Laien diskutieren Anlagemöglichkeiten

    – Alle glauben es geht nur aufwärts und sind optimistisch

    – Alles was blockchain im Titel hat steigt

    – Menschen rechnen sich aus, wann sie in Rente können

    – klassische Bewertungskennzahlen gelten nicht mehr, weil jetzt ja alles so anders ist  aufgrund der Nullzinspolitik.

     

  6. A.

    Hi, sehe ich ähnlich. Ein bissel Euphorie merke ich auch. Solide Dividendenaktien, also Langweiler, fallen im Kurs, während Trendaktien wie am Strich gezogen steigen.

    Realty Income, LtcReit bspw. Aber Nvidia, Paypal , die ich ebenfalls habe, steigen bspw.

    Wie seht ihr das?

  7. Chrushin75

    Ich kann Eure Punkte gedanklich teilen und sehe in meinem Freundes- und Bekanntenkreis ebenfalls auffällig grosses Interesse an Aktien, welches noch nie da war.

     

    Aber, es gibt 3 Punkte, welche hingegen derzeit gegen eine grosse Korrektur wie 1987, 1997, 2000 und 2008 sprechen:

     

    Die Zinsen sind in der EU und in den USA auf historischen Tiefpunkten und eine Zinswende, welche diesen Namen verdient, ist derzeit nicht in Sicht.

     

    Die weltweite Konjunktur steht derzeit so gut da wie selten zuvor bei derzeit kaum Inflation, was gegen eine Rezession spricht.

     

    Die Geldmenge an der Seitenlinie ist nach wie vor sehr gross und sucht nach Anlagemöglichkeiten.

     

    Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass aufgrund dieser Punkte die Hausse erstmal noch weitergeht, bevor sie ihr Ende nimmt. Ausser es kommt der berüchtigte „Schwarze Schwan“.

     

    Was meint ihr?

  8. Maresa

    Ich bin seit rund 20 Jahren an der Börse – auch ich sehe starke Parallelen zu der Zeit des Dotcom-Crash Ende der 90er. Die Krise 2008 ff hatte doch andere Ursachen meine ich; nach langen mageren Jahren setzte erst langsam eine Erholung ein, war der Aktienmarkt überhitzt? – ich bin mir nicht sicher.

    Aber Ende der 90er gab es für lange Zeit nur noch ein bergauf …. es bildeten sich Investitions-Stammtische; keiner konnte mehr was falsch machen – und Experten schossen wie Pilze aus dem feuchten Waldboden.  Es gab auch viele Tipps, den Leverage-Effekt zu nutzen – günstige Kredite aufzunehmen und das Geld an der Börse zu investieren; viele meinten, sich reich rechnen zu können – bis das böse Erwachen erfolgte, und alles verloren ging; Familienvermögen wurden so vernichtet.

    Jede Zeit und jede Krise hat ihre eigenen Vorzeichen – ich glaub‘ nicht, dass es das nächste Mal so schnell geht – vielleicht in 1-2 Jahren. Jedenfalls habe ich auch große Bedenken, aktuell einen (für mich) größeren Betrag zu investieren; für eine langfristig investierte monatliche Sparrate sehe ich aber persönlich kein Risiko.

    @ Lucas – Du hast schöne Pläne und gute Vorsätze. Genieße das Leben und habe Spaß in allem was Du machst, habe Mut und Vertrauen, mit Fleiß und Sparsamkeit kannst Du vieles erreichen. Ich wusste auch schon mit 17 was ich wollte – und habe das durchgezogen. Heute mit 56 kann ich sagen – da wäre noch mehr drin gewesen; stecke Dir große Ziele und Du wirst diese erreichen. Wenn Du Dir Aktien raussuchst – egal – es wird Dir vor allem wertvolle Erfahrungen bringen; bilanziell wirst Du die AGs wohl kaum bewerten können; das kann ich Dir als Insider mitgeben.

    Ich kenne die Frankfurt School nicht … das Studium kostet aber laut Homepage eine Stange Geld; das wäre mir zu teuer – rund 50-60K bis zum MBA? – wäre da z.B. ein VWL-Studium an einer guten Uni nicht besser? Wie es aussieht, sind die auf Banker spezialisiert; das wäre mir zu einseitig. Ich hatte irgendwann mal die Prüfung zur Bankkauffrau gemacht; das braucht in der Privatwirtschaft kaum jemand …. ist nur eine gute Basis (und dafür dauert es zu lange und ist zu teuer).

    VG. Maresa

     

  9. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Maresa

    Ja, die Kurse sind gut gelaufen. 9 Jahre ging es rauf. Ich kann trotzdem keine Euphorie erkennen. Die Crashpropheten haben Hochkonjunktur. Dei Deutschen horten weiterhin ihr Geld in unverzinslichen Anlagen.

    Das Geld auf dem Sparbuch/Girokonto vergammeln zu lassen ist keine Lösung.

  10. Jan

    Ja hoffentlich krachts bald? Jeden Tag den es früher knallt, wird meine Sparquote früher dazu genutzt die durchschnittliche Kaufkosten zu verringern.

    Verkaufen? Niemals wieder. Meine Erfahrung sagt mir: Hätte ich doch bloß das Zeug damals behalten, es wäre heute einiges mehr wert.

    Es wird sowieso bis zu meiner Rente noch ein paar mal Rücksetzer und Crashs geben. Je früher die kommen, desto besser für mich.

    Und warum Zeit zum Verkaufen? Genau das ist es doch, was der regelmäßige Fehler war. Der Schinken muss alt und eben nicht verhökert werden. Wer jetzt über einen Verkauf nachdenkt, dem sage ich: Deine Aktienquote passt nicht zu deiner Risikotoleranz. Das hat es dann aber auch nicht in der Vergangenheit getan. Nicht jeder hat Nerven wie Drahtseile. Meine zum Beispiel sind ebenso nicht für 100% geeignet. Dann lasst doch die Aktien in Ruhe und investiert in der Zwischenzeit ein wenig anders. Aber der Verkauf kommt jedenfalls für mich nicht mehr in Frage.

    Schöne Grüße

    Jan

  11. Freelancer Sebastian

    Passend zur Diskussion: Finanztest bringt mal wieder – wie 2007 – ein Sonderheft zum Fondskauf heraus. Aktive Fonds sind out, ETF nun das Maß aller Dinge und für Anfänger aufbereitet.

    Was allerdings die allgemeinen Indizes und die Makroebene angeht, kann man über die aktuelle Lage und die Zukunft spekulieren wie man will. Mir egal.

    Meine Nachkaufkandidaten Disney und J&J liegen mit einem KGV von ca. 18 bzw. 19 völlig im Rahmen. Eine krasse Überbewertung sieht anders aus….

    Ansonsten halte ich es wie Jan, bitte zügig tiefere Kurse zum günstigen Einkaufen 🙂 .

  12. Chrushin75

    Ich bin auch ein Freund von buy and hold.

     

    Aber forever? Never!

     

    Denke es ist eine Form von Bequemlichkeit, seine gekauften Aktien nie mehr zu verkaufen.

     

    Die einzigen Punkte, welche für mich dafür sprechen ist die These, niemals den richtigen Zeitpunkt zu finden und, dass die Börsenindizes auf lange Sicht stetig steigen.

     

    Es gibt aber in meinen Augen wesentlich mehr Punkte, die dagegen sprechen. Ich bin mir ziemlich sicher, wer heute hochbewertete Blue-Chips verkauft oder zumindest Teile davon, kann in geraumer Zeit (wesentlich) günstiger wieder einsteigen. Und steigende Börsenindizes alleine garantieren noch lange keinen Anstieg aller Einzelaktien. Ich denke man muss von Unternehmen zu Unternehmen individuell entscheiden. Wer hätte damals gedacht, dass Unternehmen wie Nokia, Kodak oder Solarworld derart einbrechen oder auch Air Berlin, um nur einige wenige aufzuzählen.

     

     

  13. Slazenger

    Eine Parallele zur Dotcom Krise lässt sich nicht erkennen, damals sind die Bewertungen nahezu aller Aktien in den Himmel gestiegen und es war Goldgräberstimmung an den Börsen was aktuell total fehlt.  Es ist paradox, obwohl die Aktien schon seit 2009 steigen, gibt es keine dramatische Überbewertung! Ideal wäre jetzt eine sanfte Korrektur von 10-20%!!!!

    Das Problem ist, wenn alle mit dem Crash rechnen bzw. manche hoffen sogar darauf???, wird er wohl nicht kommen!

    Es gibt immer noch Möglichkeiten selektiv (IBM, mit KGV 11 und Div. Nahe 4% z.B.) zu kaufen, den breiten Markt würde ich aktuell nicht kaufen, aber auch nicht verkaufen.

    Die Blase findet aktuell bei Bitcoin und Co. statt!!!!

  14. Maresa

    @ Tim – danke für Deinen Rat; ich werde ihn beherzigen und den größeren Betrag, der frei geworden ist, auch an die Börse bringen; da habe ich mal Vertrauen. Ich habe das vergangene Jahr genutzt, um mich neu einzupendeln und neue Ziele zu setzen – das passiert so alle 10 Jahre mal bei mir. Um die eigene Mitte wieder zu finden (… und nicht nur 🙂 ), ist dein Blog sehr wertvoll, vielen Dank für die vielen Anregungen. Mein Prozess scheint jetzt in die Schlußphase zu gehen … dieses Jahr muss er reifen und nächstes Jahr wird gestartet, so dass die beste Basis gelegt wird und ich mich dann in 5 Jahren zurückziehen werde – jetzt habe ich noch meinen Spaß am arbeiten.

    Ich sehe auch keinen wirklichen Hype – auch wenn es Parallelen gibt und sich viele Leute wieder für die Börse interessieren, das erkenne ich auch positiv. Aber die Einstiegskurse werden wohl so schnell nicht fallen; da ist viel Geld im Umlauf, das eine neue Heimat sucht. Eine Gefahr für die Weltkonjunktur sehe ich mehr in der aktuellen Politik mit T. und z.B. Nordkorea – da will doch tatsächlich jeder den größeren A. haben – wenn es nicht so brandgefährlich wäre, könnte man über den Kindergarten tatsächlich lachen.

    Schöne Grüße nach NYC. Maresa

  15. Felix

    Leider gibt das mein Kaffeesatz nicht her, um ablesen zu können, welche Aktie demnächst abstürzt und welche der nächste Highflyer wird. Ich glaube das weiß nichtmal Mr. Buffett.

    Markttiming ist ein schönes Gedankenspiel, Manchmal klappt, meistens nicht. Man muss gleich zweimal richtig liegen, beim Verkauf der Loseraktie und beim Kauf der Gewinneraktie, jeweils auf die Zukunft bezogen. Wer das kann, ist sowieso superreich.

  16. Chrushin75

    @felix,

     

    es bedarf kein Lesen von Kaffeesatz um festzustellen, dass wir in einem reifen, weit fortgeschrittenen Stadium der Hausse sind und nicht unerheblich wenig Unternehmen schon überbewertet sind. Zumal die Konjunktur gerade brummt wie selten. Meinst Du echt, dass es die nächsten Jahre so weiter geht?

     

    Ich habe z.B. folgende Positionen halbiert:

     

    Apple: EK81€, VK 141€

    Microsoft: EK 36€, VK 70€

    Lufthansa: EK 11€,VK 28€

    Nvidia: EK 22€, VK 145€

    BASF: Einkauf 63€, VK 92€

    Facebook: EK 79€, VK 149€

    An Gewinnmitnahmen ist noch keiner arm geworden. Werde das Geld bei der nächsten Korrektur wieder investieren.

  17. Felix

    Ich habe auch jede Menge Cash gehortet. Nicht durch Verkäufe, sondern weil es sich halt so ansammelt. Deine individuellen EK und VK sagen natürlich nichts über das zukünftige Potenzial des Unternehmens aus.

    Ich halte BASF seit 25 Jahren und habe es nicht bereut, ich gebe sie auch nicht mehr her, zumal die mir jetzt 2000 € Dividende im Jahr bezahlen (Tendenz steigend), das ist fast die Hälfte meiner damaligen Investition. Natürlich hätte ich versuchen können, bei Kursspitzen zu verkaufen und in Tälern zurückzukaufen. Meinen Broker hätte das gefallen. Ich glaube nur nicht, dass es mir gelungen wäre.

    Das mit der bevorstehende Korrektur, vielleicht dem Crash lese ich seit 5 Jahren und die kann es auch noch so weiter gehen. Könnte auch sein, dass Du deine VK nie mehr siehst. Aber das muss natürlich jeder für sich entscheiden.

    Der Langfristchart des Dow Jones zieht jedenfalls nach oben und er war immer voll investiert. Ich sehe nicht, dass sich das demnächst grundsätzlich ändern wird. Wer natürlich noch die diversen Zacken für sich nutzen kann, der hat es besonders gut. Bekannterweise weiß man das leider immer erst im nachhinein.

  18. S.

    @Tim: Ich finde, die letzten Jahre hat man deutlich mehr von den Crash Propheten gehört als aktuell und genau das ist ja das was mich nachdenklich macht… 😀 Im Moment lese ich fast nirgends was von Crash, sondern nur von „warum sollten die Kurse fallen“ und das ist meiner Meinung nach gefährlich.

    Ich glaube auch nicht, dass es innerhalb der nächsten 12-24 Monate stark bergab geht und habe auch nicht vor irgendwelche Aktien zu verkaufen (was einmal im Depot ist, bleibt nach Möglichkeit für immer drin -klar, es gibt seltene Ausnahmen-). Die Börse läuft jedoch nur sogut, da die Wirtschaft im Moment brummt, jedoch kommt zwangsläufig nach der boomenden Wirtschaft auch wieder eine „schlechtere“ Zeit. Und genau dann wird es vermutlich Aktien aus einigen Bereichen ganz schön treffen. Klar, es gibt auch im aktuellen Umfeld noch einzelne Aktien die relativ „normal“ bewertet sind, ich sehe momentan keine allgemeine Euphorie/massive Überbewertung, sondern eher in bestimmten Sektoren. Und diese versuche ich eben im Moment zu meiden.

    Langfristig bin ich immer noch absolut Überzeugt von Aktien, jedoch halte ich es nicht für sinnvoll zu jedem Preis zu Kaufen.

    Aber da auch ich keine Glaskugel habe, bleibt uns nichts anderes übrig als abzuwarten, wird sicher eine spannende Zeit. Ich bin jedenfalls aktuell etwas vorsichtiger was neue Investments angeht. Ich kaufe lieber in einem Umfeld, in dem keiner das Zeugs haben will, fühlt sich irgendwie sicherer an für mich 😀

    Btw.: Hat irgendjemand eine Meinung zur Nordex Aktie? Ich halte die massiven Kursverluste der letzten 2 Jahre für übertrieben. Solange sie nicht direkt von einer Pleite bedroht sind, halte ich einen Kauf zu aktuellen Kursen für nicht ganz so schlecht. Wäre vielleicht etwas als „spekulative“ Beimischung fürs Depot…

    S.

     

  19. Dorian

    Ich bin grundsätzlich auch ein Anhänger von Buy and Hold, aber dennoch ist es nicht unerheblich zu welchem Zeitpunkt oder zu welchen Zeitpunkten man investiert. Es heißt ja immer, wenn man Kapital zur freien Verfügung hat, soll man damit sofort in den Markt rein, also der beste Einstiegszeitpunkt ist immer „sofort“. Nun, wenn man das zB gemacht hätte damals am Höhepunkt der Dotcom-Krise im Jahr 2000, zB in den MSCI World, hätte man bis jetzt nur eine Rendite von 2,2 % pro Jahr. gemacht. Und das über einen Zeitraum von 18 Jahren. Nicht gerade besonders berauschend. Oder wäre man am Höhepunkt der Krise im Jahr 2007/08 eingestiegen, hätte man bis heute sogar nur eine Rendite von 1,9 % pro Jahr gemacht.

    Das sind jetzt natürlich nur die Worst-Case-Fälle, aber wer sagt, dass es diesmal nicht auch so sein kann? Mir kommt vor, derzeit beschäftigen sich immer mehr Leute mit Börse und Aktien und viele sind der Meinung „Es kann ja nichts passieren, es gibt weit und breit keine Anzeichen für einen Crash“ usw. Aber gerade dann, wenn alle glauben, es kommt kein Crash, dann kommt er oft, das ist ja die Natur eines Crash, dass er völlig unvorhersehbar kommt…

    Ist nur meine persönliche Meinung, weil ich feststelle dass in den letzten Wochen und Monaten eine gewisse Sicherheit und Überzeugung vorherrscht, dass es ja nur weiter nach oben gehen kann…

  20. Daniel

    Wenn jeder über Aktien spricht, wird es Zeit, Gewinne zu realisieren.

    Ich würde es eher umdeuten in „wenn jeder in Aktien investiert“. Denn es ist eine Sache ob die Leute ständig von Aktien, von Krypto und von Digitalsierung sprechen oder ob etwas folgt. Die Statistik, zumindest für Deutschland, spricht eine andere Sprache. Selbst unsere Großvätergeneration war wagemutiger als unsere spießige Nachwuchsjugend. Von Aktienstimmung weit und breit keine Spur, die Quote liegt so niedrig wie seit langem nicht.

    Das wir uns in einer Filterblase oder Echo-Kammer oder wie auch immer man es nennt bewegen, ist offensichtlich.

    Während des neuen Marktes wurden wie blöd Aktien-Neuzeichnungen weggekauft als gäbe es kein morgen. Die Bewertung bzw. „innere Wert“ eines Unternehmens spielte nahezu keine Rolle. Es musste nur etwas wie Internet im Namen auftauchen. Kleine Buden mit 10 Mitarbeitern sollten auf jeden Mitarbeiter umgerechnet mehrere Millionen Euro erwirtschaften auch wenn quasi kaum ein nachvollziehbares Geschäftsmodell vorhanden war.

    Eine solche Stimmung und Zeit sehe ich nicht. Ich sehe nur die Flucht des Geldes in Waren und Güter um die schleichende Enteignung durch den Staat zu entgehen. Ob dies gelingt… keine Ahnung.

    Das wir alle im Falle eines Crashs zur Kasse gebeten werden zeichnet sich schon jetzt ab. Am meisten wird es den Girokonten/TG/Horter treffen. Hier ist eine schnelle Enteignung problemlos möglich. Genauso wie bei Immobilien über Zwangshypotheken.

    Überspitzt? Keineswegs. Die Pläne liegen eigentlich schon fertig in der Schublade. Und nicht bei einem kleinen Licht. Der IWF persönlich hat das schon mal vorbereitet was auf uns zukommen kann.

    https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2017/05/10/iwf-fordert-von-deutschland-hoehere-steuern-auf-eigentum/

    Um mal kurz daraus zu zitieren:

    „Die Höhe der Steuer müsste bewirken, dass die europäischen Staats-Schulden auf das Vorkrisen-Niveau zurückgefahren werden. Um die Schulden auf den Stand von 2007 zurückzufahren (zum Beispiel in den Ländern der Euro-Zone), ist eine Steuer von etwa 10 Prozent für Haushalte mit einem positiven Vermögensstand notwendig.“

    Steuer klingt natürlich ganz nett, mit anderen Worten, 10% deines Besitzes sollen mal eben umverteilt werden.

    Es hat ja schon bereits angefangen, Bargeldobergrenzen, das Bargeld wird als unbequem verkauft. Anonyme Tafelgeschäfte werden eingeschränkt. Jetzt wird unter dem Deckmantel der „Kreditkartentransaktionen sollen kostenlos sein“ die weitere Geldtransaktion weg vom Bargeld forciert werden. Ich bin wirklich kein Pessimist, aber was hier bereits anfängt ist doch offensichtlich. Deswegen hat man ja jetzt auch so panische Angst vor Kryptowährungen.

     

  21. ZEN Investor

    Liebe Leute,

    wir stehen vor dem Abgrund bzw. dem nächsten Bärenmarkt.

    Wann beginnt der Bärenmarkt (dh wann sind die vorläufigen Höhepunkte an den Märkten erreicht)?

    Zwischen dem 1.Februar 2018 und dem 31.Dezember 2022 dürften die Höhepunkte an den „westlichen“ Aktienmärkten erreicht sein.

    Was passiert danach?

    Es wird einen Bärenmarkt mit einer Dauer zwischen 1 und 3 Jahren geben.

    Wann ist der Tiefpunkt erreicht, dh ab wann geht es wieder aufwärts?

    Zwischen dem 1.Januar 2019 und dem 1.Januar 2025 wird der Tiefpunkt erreicht.

    Wer sagt, dass die aktuellen Aktienmärkte überbewertet sind, oder es bald wieder abwärts gehen muss?

    Nun, das Shiller-PE ist inzwischen bei 33 angelangt, ein Wert, der bisher nur ein einziges mal in den letzten 150 Jahren überschritten wurde:
    Nämlich 1999, 1 Jahr bevor es knallte. Damals ging es noch bis 44 weiter (bezogen auf den S&P500).

    Es ist also durchaus möglich, dass es noch 1-2 Jahre aufwärts geht, bevor es knallt.

    Darum benenne ich den Höhepunkt auch zwischen den Jahren 2018 und 2022, weil man nie weiss, wann es wirklich passiert.
    Am Wahrscheinlichsten wird der Höhepunkt übrigens 2019 erreicht.

    Was ist mein Tipp, was sollte man tun?

    Da ja kein Market-Timing möglich ist, sollte man logischerweise jetzt auch nicht verkaufen.
    Allerdings finde ich, man sollte neue Aktieninvestments jetzt stoppen.
    Stellt euch rückblickend vor, jemand häte anfang 2000 oder anfang 2007 noch viel Geld in Aktien investiert.
    Wäre es nicht besser gewesen, 2-3 Jahre zu bleiben?

  22. Lad

    Viele Crash-Propheten sind hier heute und Spekulanten mit hohen Renten und Pensionen, die keine Dividenden als Rentner brauchen werden und deswegen jede Aktie einmal verkaufen, bevor sie -50% fallen oder nachdem sie -50% gefallen sind.

    Aber es gibt Aktien, die überbewertet sind wie Amazon, Facebook, Google, Netflix, die warten seit Jahren vergeblich auf den großen zweijährigen Crash und die machen das KGV Verhältnis von S&P500 zu hoch. Diese Aktien sollte man nicht ewig halten, weil sie spekulativ sind und ohne Dividenden, genauso wie Bitcoin und Gold und Berkshire. Dann gibt es günstige Aktien mit Dividenden: BASF, BMW, Munich Re, Shell, Iberdrola, Sanofi, AT&T, BHP, die haben es sehr weit von einer Überbewertung und wegen Dividende sollte man sie ewig halten, auch wenn sie nach einem großen Crash auf 1/2 fallen. Einige Jahre nach dem Crash werden sie neue Hochs erreichen.

    Die Putzfrauen, Taxifahrer und Bild Zeitung beginnen sich heute um Bitcoin zu interessieren und nicht um Aktien. Deswegen droht der Crash dem Bitcoin und nicht den Aktien.

  23. AlexanderAlexander

    @Jan

    So bald anzufangen ist das Beste, was du machen kannst. Auch wenn du „nur“ drei „Allianz“ besitzt. Klar ist die Gebühr zum Kauf sehr hoch, aber du lernst, wie es sich anfühlt echtes Geld am Markt zu haben. Das ist etwas ganz anderes als nur Paper-Trading. Wenn du Freude daran hast, dir erste Positionen aufzubauen, dann mach das. Es wird so viel Geld für Blödsinn ausgegeben, dann sind die einmalig 10 – 15 € für einen Aktienkauf wohl zu verschmerzen. Je nach Laune kannst du dir 10 oder 20 Positionen ins Depot legen und hast schon mal den Fuß in der Tür.

    Auch wenn du momentan keinen Alkohol trinkst, vergiß das Leben nicht. Ich z. B. trinke gerne mal ein Glas Wein oder ein Bier. Nach dem Sonntagsbraten auch mal einen Schnaps, man muss sich deswegen nicht sinnlos besaufen. Alles in Maßen. Im Sommer am Meer sitzen, einen guten Cognac und eine Zigarre – das ist für mich Lebensgefühl und Luxus pur.

     

    @all

    Die Euphorie ist noch nicht gegeben. Die Leute fangen an, über Aktien zu reden, aber von den Zuständen wie am Neuen Markt, sind wir noch 2-3 Jahre entfernt. Die Hausse kann noch 5 Jahre anhalten (Dow 40.000, DAX 20.000). Eine gesunde Konsolidierung um die 20 % wäre mir auch lieber. Aber egal, kann ich mich wenigsten reich rechnen^^

  24. Jan

    @Alex, du hast glaube ich gerade meine Antwort nicht richtig gedeutet oder es mit dem Lucas verwechselt. Ich trinke durchaus mal einen 😉 Ja, auch ganz selten mal einen zu viel.

    @Rest zu den Crashpropheten: Ja es stimmt, morgen kann das Licht ausgehen. Aber was zeigen die Auswertungen? Es gibt kein besseres Investment als Buy&Hold. Das beste Beispiel hat jemand hier schon unfreiwillig genannt. Amazon wäre zu hoch bewertet? Ja, das dachten auch viele Anfang des Jahrtausends. Wer sie behalten hat und nachgekauft hat, ist heute gut dabei. Egal wie viel Mobilcom-Aktien im Depot drauf gegangen sind. Mit voller Hose ist eben gut Stinken. Irgendeiner wird durch kommen.

    Das einzige was ich derzeit mache ist mich deutlich breiter aufzustellen. Und dann gehts an die ETFs.

    Und ja, ich freue mich auf den Crash, sollte er denn kommen. Dazu stehe ich. Besser heute denn morgen.

    Schöne Grüße

    Jan

  25. Neuling

    Ich gehe momentan so vor, dass ich weiterhin in dividendenstarke Einzelaktien investiere. Nach einem etwaigen Crash würde ich mit ETFs anfangen.

     

     

  26. June

    @Jan,

    ein bischen darf es noch dauern mit dem Crash. Ich habe noch nicht genügend Rücklagen.

    Meine vermietete Immobilie hat einen Sanierungsstau und jetzt tut sich da was, leider muss ich diesen Monat die Sonderumlage zahlen. Die nächsten Monate muss ich also erstmal wieder ansparen.

    Take care,

    June

  27. der_realist

    Am gefährlichsten ist es ja, wenn die Börsenteilnehmer fest davon überzeugt sind, dass „dieses Mal ja alles anders ist“ und sich dadurch (oft fälschlicherweise) in Sicherheit wiegen. Je mehr Börsenteilnehmer optimistischer und zuversichtlicher werden, dass es nur weiter nach oben gehen kann und dass dieses Mal ja alles anders ist, umso gefährlicher wird es.

    Oder um es mit den Worten von Warren Buffett zu sagen: „Sei ängstlich wenn alle anderen gierig sind und sei gierig wenn alle anderen ängstlich sind“

    Und genau eine gewisse Gier, Euphorie, Zuversicht dass es diesmal anders ist bzw. es nur weiter nach oben gehen kann oder wie auch immer man das nennen mag, kann man derzeit schon feststellen meiner Meinung nach.

  28. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ der_realist

    Ein Crash ist gar nicht schlimm. Man muss damit nur mental umgehen können.

    Und das ist das Problem bei den meisten Menschen. Anders ausgedrückt: Das eigentliche Problem ist nicht der Crash an sich, sondern es sind die Menschen.

    Du musst halt mit dem Schmerz umgehen können. Anleger verkaufen scharenweise, wenn die Kurse beben. Dann warten sie zu lange ab, bis die Börse wieder oben ist und kaufen wieder drauf los. Das zerstört Rendite und Vermögen.

    Am besten ist es geduldig stetig zu kaufen. Und sich nicht aufzuregen.

    Im übrigen ist ein Crash für Mutige eine riesige Chance. Es ist ein Glücksfall für Clevere.

  29. -M

    Ich sehe auch noch keinen Crash kommen.

    in Deutschland ist die Aktien/Fonds Quote immer noch auf einem sehr niedrigen Niveau.

    zinsen sind günstig

    es ist noch keine Euphorie,  Bild hat noch nicht geschrieben „alles in Aktien“

     

    dagegen gibt es meiner Meinung nach, einen krypto Hype ….die Tulpen von Amsterdam lassen grüßen …. so sieht Euphorie aus, dagegen ist der Aktienmarkt ja totale schwarzmalerei 🙂

    -M

  30. Heiko

    Ich könnte mir vorstellen, dass die Kryptoblase Auslöser der nächsten Talfahrt wird. Dass es sich bei Bitcoin und Co. um eine Blase handelt, dürfte außer Frage stehen. Wenn der einzige Grund für den Kauf nicht die Nutzungsabsicht, sondern gerade die Nichtnutzungsabsicht ist, weil man hofft, dass es jemanden gibt, der einem noch mehr Geld bezahlt, handelt es sich um eine reine Wette. Wenn ich mir ansehe, wie rasant der Zug beschleunigt und welche Summe der Bild-Zeitungsleser mittlerweile auf den Tisch legen muss, um 1 BTC zu erwerben, kann ich mir gut vorstellen, dass hier etliche Menschen nicht mehr nur mit frei verfügbarem Vermögen spekulieren. Da man mittlerweile auch von größer werdendem Interesse institutioneller Anlager liest, dürften in naher Zukunft auch die ersten Bilanzrisiken auftauchen. Wenn dann die ersten merken, dass es keine Dummen mehr gibt, die für eine Kryptowährung Mondpreise bezahlen, während es 2500 andere Kryptowährungen gibt, die zum reinen Strompreis erhältlich sind, beginnt die Kettenreaktion.

  31. Daniel

    Ich könnte mir vorstellen, dass die Kryptoblase Auslöser der nächsten Talfahrt wird. Dass es sich bei Bitcoin und Co. um eine Blase handelt, dürfte außer Frage stehen. 

    ist das so, und wenn ja, warum? Es herrscht Goldgräberstimmung und Fakt ist auch, dass nur ein winziger Prozentanteil der Weltbevölkerung überhaupt in Kryptowährungen investiert ist. Es gibt noch riesiges Potential, z.B. wenn Menschen aus Ländern in denen die Währung kollabiert (Hyperinflation) z.B. Venezuela in diese Währungen flüchten.

    Was ist denn daran groß anders als bei unserem jetzigen FIAT Geld? Der Glaube daran davon mal etwas kaufen zu können. Glaubt jemand im Ernst dass im gleichen Maße, mit dem die EZB Milliarden Euro in den Finanzmarkt pumpt auf der anderen Seite in diesem Zug die gleichen Werte irgendwo entstehen?

    Ich sage nicht, dass Bitcoin der Renner wird, aber ich glaube dass wenn man ab heute stets in die 10 größten Kryptowährungen 100€ reinpackt, es langfristig mehr was abwerfen wird.

     

    Kryptowährungen gibt, die zum reinen Strompreis erhältlich sind, beginnt die Kettenreaktion.

    das muss nicht passieren, warum? Weil es das alles schon längst gibt. Warum genauo sollte man nicht also hergehen und in einfach 100 Pennystocks an der Börse investieren, wo doch Aktien wie Cocacola massiv überteuert sind? Die stärksten setzen sich durch, und es müssen nicht die besten sein. Das kennen wir schon seit eh und je, Stichwort VHS vs Betamax

  32. Heiko

    @ Daniel:

    Was ist denn daran groß anders als bei unserem jetzigen FIAT Geld?

    Der Unterschied ist, dass jeder Kryptowährungen herausgeben kann, wie er lustig ist. Wenn ich meine Euros in Kryptowährungen tauschen will, um damit wirklich Sachen zu bezahlen, warum sollte ich jemandem 15.000 Euro für einen Bitcoin geben, der in der Herstellung 1.000 Euro kostet, anstatt eine eigene Währung herauszugeben (oder eine andere existierende, aber mit fairem Preis zu erwerben)? Solange jeder eigene Währungen herausgeben kann, ist der Wert der Währung gleich den Herstellungskosten. Und die liegen weit, weit unterhalb der aktuellen Kurse.

  33. Luky

    Es ist Quatsch an die Frankfurt School zu gehen.

    Die ist maßlos überteuert, was soll das ? Sie bietet keinen Mehrwert. Nur der Bachelor kostet 45T EUR. Tut mir leid, aber wer bezahlt das ?

     

    Goethe, WHU, Mannheim, St Gallen sind um Längen besser. Und zumindest die deutschen kostenlos.

    Aktienkäufe unter 1500-2000€ sind absoluter Quatsch, die Banken freuen sich. Da gibt es dann auch nichts mehr positives dran.

  34. PAUL

    Hallo,

    buy and hold kann auch schiefgehen. Hätte jemand auf dem Höchstand in den japanischen Index Nikkei ca.1989 alles auf einmal investiert und den Crash aussitzen wollen wäre er heute ca 30 Jahre später immer noch nicht bei den Kursen von damals.

  35. Micha

    @Luky

    „Aktienkäufe unter 1500-2000€ sind absoluter Quatsch, die Banken freuen sich. Da gibt es dann auch nichts mehr positives dran.“

    Quatsch ist dann aber auch, dass Du scheinbar selber ein zu teures Depot hast.

    Ich betrachte bspw. 0.5% vom Umsatz als günstige Gebühr (sofern es irgendwo auch eine obere Grenze gibt).

    Dafür handele ich an XETRA ab 1300€, an NASDAQ und NYSE ab 400U$ (sofern es sich nicht um Aktien mit winzigem Kurs handelt). Vermutlich geht es auch noch günstiger, wenn man sich richtig viel Mühe gibt.

  36. Schwaberle

    Orderkosten:

    Bei der Onvista Bank (FreebuyDepot) sind Aktienkäufe/ETFläufe für 0,80€ möglich. Dann kann man auch mal kleinere Orders aufgeben.

     

    Die monatlichen Freebuys erhält man, indem man Cash auf deren Verrechnungskonto bunkert. Ab 3000€ gibt es im Folgemonat 2 Freebuys. Je mehr Cash auf dem Konto liegen, umso mehr Freebuys gibt es.

     

    Grüße Schwaberle

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