Lerne von Vorbildern


New York, 7. Februar 2017

Der typische Konsument gibt alles aus, was an Gehalt reinkommt. Er lebt von der Hand in den Mund. Von Monat zu Monat. Bleibt etwas wider Erwarten am Monatsende übrig, landet es in Restaurants, in Shoppingzentren oder bei Amazon. Es ist psychologisch schwierig für diese Menschen etwas zu sparen. Sie lassen sich von der Werbung weichkochen.

Sie machen sich lustig über Menschen, die in den Frühruhestand gehen wollen. Sie meinen, es ist nicht möglich. Daher behalte Deinen Plan für Dich. Wenn Du finanziell frei werden willst, schweige wie ein Grab. Binde es nicht jedem auf die Nase. Denn Du wirst nur Missgunst und Gelächter ernten.

Zieh Deinen Plan durch und lasse Dich von der Masse nicht abhalten. Fülle Dein Depot wie einen Eimer mit Wasser. Massig.

Lerne von Leuten, die es geschafft haben. Ich lese alles, was ich von Warren Buffett finden kann. Er ist mein Mentor – ohne dass er es weiß. Ich finde diese neue Dokumentation über Buffett sehenswert:

Buffett erklärt Dir gut, wie Du am besten sparst. Er zeigt, wie Du vom Zinseszins profitieren kannst: Qualitätsfirmen kaufen und im Idealfall nie mehr verkaufen. Ich nehme Buffett jedes Wort ab. Er klingt ehrlich. Er ist einer der reichsten Menschen der Welt geworden – und fing praktisch bei Null an.

Einem 18-jährigen, der noch nichts gespart hat – da bin ich skeptisch, wenn der mir (auf YouTube oder in einem Blog) erklärt, wie das Konzept funktioniert.

Die meisten Menschen kriegen ihren Konsum nie in den Griff. Für sie ist es ausgeschlossen 30 bis 50 Prozent zu sparen. Bei meinen Lesern halte ich das überwiegend für möglich.

Inspirierend finde ich Adam Baker und seine Frau. Er verkaufte sein Hab und Gut. Tilgte seine Schulden. Und reist seitdem mitsamt Tochter.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Lerne von Vorbildern

  1. Ex-Studentin

    Ich habe nur wenige Vorbilder bzw. unbewusst sehr viele. Ich wäre gerne handwerklich begabt wie mein Vater, diplomatisch wie meine Mutter, mutig und ehrgeizig wie meine Brüder. Letztlich ist aber kein Mensch perfekt und man muss seinen eigenen Weg gehen. Aktuell lebe ich so, wie ich mich am wohlsten fühle. Das kann keiner besser als man selbst. Man sollte selbst zum Vorbild werden.

  2. SeBo

    Die Doku haben wir auf Youtube auch schon entdeckt. Aber dort ist sie bestimmt nicht mehr lange.

    Ich finde auch, dass man wieder mehr Bewusstsein in all seine Kaufentscheidungen legen sollte. Für mich war es auch lange Zeit üblich immer großzügig einzukaufen. Und kleinere Wünsche häufig zu erfüllen. Hier mal eine BlueRay, dort mal eine Zeitschrift. Dazu haben wir unsere Wohnung auch lieber ein paar qm größer gewählt. So kommt insgesamt schon eine Menge zusammen. Und ein Umzug mal eben so kommt derzeit auch nicht in Frage. Dennoch versuchen wir mittlerweile sparsamer zu sein. Aber es ist gar nicht immer so einfach aus seinen gelernten Verhaltensmustern im Alltag auszubrechen.

    Ich denke wir kommen nicht darum herum nochmal ein Haushaltsbuch zu führen. Ich weiß nur noch nicht wie wir das in den Alltag integrieren, so dass es nicht zu umständlich wird. Excel, App, Stift- und Papier?

     

  3. Finanzmixerin

    Sehr schöner Artikel und bei Gelegenheit werde ich mir die Doku anschauen.

    Ich lebe natürlich unter meinen Verhältnissen. Aber bin mir in letzter Zeit bewusst geworden, dass das Sparen kein Selbstzweck ist. Ich lebe jetzt schon glücklich, bin jetzt schon finanziell teilfrei. Deshalb spare ich nur noch so, wie es kommt. Ich kaufe mir keine unnützen Dinge. Achte aber bei Nahrung und bei Pflegemitteln auf Hochwertigkeit. Es sollte einen Wohlfühlfaktor haben. Ich mache es mir schön. Dazu brauche ich nicht sehr viel Geld. Aber zuvor war ich etwas zu geizig vor allem mir selbst gegenüber.

    Schöne Kleidung, Lieblingsteile, sind für mich eine gute Investition. Man hat ein gepflegtes Auftreten und achtet auf sich. Ich fühle mich damit wohl.

  4. StefanStefan

    @ Tim:

    Danke für die Doku! Ich habe gehört, dass es von HBO eine neue geben soll, wusste aber nicht, dass sie frei verfügbar ist. Werde sie mir auf jeden Fall anschauen!

    Warren Buffett ist auch mein Vorbild. Er ist ein Leuchtturm der einen immer wieder auf den richtigen Pfad bringt. Sehr sehr oft habe ich Aktien nicht gekauft weil ich mir dachte: würde Warren sie kaufen? Wo ist die Moat, wie hoch ist die Eigenkapitalrendite, wie stark ist die Marke, gibt es ein ehrliches, shareholderorientiertes Management usw. usw….das hat mich vor vielen Fehlern bewahrt. Man kauft dann eben keine Solarworld oder so einen Schrott.

    Von ihm habe ich gelernt, dass es eben nicht darauf ankommt, dass ein Unternehmen einen Trend bedient (Solarfirmen, Nanokram, Biotech…) sondern, dass ein langfristig tragfähiges Geschäftsmodell vorhanden sein muss das am besten schon seit Jahrzehnten funktioniert. Trends kommen und gehen. Allein mit dieser Haltung kann man schon 95% der Schrottaktien aussieben…

    Fluggesellschaften und Autohersteller waren grauenhafte Investments obwohl das gesellschaftlich umwälzende Industrien wurden…

    Ich habe auch so ziemlich alles gelesen was er je gesagt und geschrieben hat. Alle Aktionärsbriefe, Zeitungsartikel, Aufsätze. The Snowball von Alice Schroeder. Die 4 stündigen CNBC Auftritte einmal im Jahr…

    Das Problem ist, dass man kaum mit jemandem mehr über Aktien diskutieren kann. Die allermeisten haben eben keine Ahnung. Da heisst es: jetzt muss man Elektoautohersteller kaufen, jetzt muss man die Deutsche Bank kaufen weil die so abgestürzt ist, jetzt EOn usw. Am schlimmsten sind Sparkassen-Mitarbeiter 😉 Einer hat mir mal gesagt: Aktien sind wie Schlampen. Man muss sie benutzen und dann gleich wieder weiterreichen.

    Falscher könnte man es nicht angehen als zu traden. Mir hat buy and hold super Dienste geleistet.

  5. Prof_S.or

    Role Models & Reference Individuals – Karyatiden der Moderne

    ‚Nachahmen ist Entwickeln in eine vorbildliche Lebensrichtung‘ (A.S.). Vorbilder bieten ein Referenzmodell, eine Benchmark, an der mensch sich misst. Authentisch müssen sie sein & dem Reinheitsgebot des Puritanismus entsprechen. Durchdringende Transparenz. Totale Integrität. Eine Berührung mit Energiequalität die begeistert, die wir realisieren wollen. Wegweiser & Selbstdarstellungstaktik.

    Heldsein & moralische Perfektion gehören nicht zwangsläufig zusammen. Frevler, Sünder & Übeltäter erfahren den Segen Gottes während sich ein Verlierer ans Kreuz nageln lässt. Auch ein Volk von Mördern & Mitläufern erreicht über Dekaden vorbildliche Funktion.

    Heldentum besteht allemal in der Zerstörung bedrückender Verhältnisse. Trugbilder, welche unsere traurige, belanglose Existenz ein bisschen glanzvoller gestalten. Die Entlarvung des fehlerhaften Individuums. Führerkult als symbolische Selbstergänzung. Mensch ringt um die Elemente des Glücklichseins. Sonnt sich im Ruhm seiner Idole. Ein Aufstieg ist genealogisch nicht machbar.

    Quasireligiöse Rituale, devote Handlungen & unkritische Rezeption als Grundstein charismatischer Herrschaft. Ein psychodynamischer Prozess. Die Angleichung des Ich als Fremdbestimmung. Durch unsere autoritäre Tradition sind wir hierfür besonders anfällig. Selbstverleugnung statt Selbstreflektion.

    Unmündigkeit ist das Unvermögen sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Die Fesselung des Bewusstseins verhindert die Bildung autonomer, bewusst urteilender & sich entscheidender Individuen. Die Diffamierung der Fantasie schematisiert unsere Wahrnehmung & unser Denken. Der individuelle Geschmack wird dem willigen Nachahmer diktiert. Wirksame Konformität durch die Konstruktion von Weltbildern. Neutralisieren durch Anpassung. Die Jakobiner warten auf Ihre grosse Stunde.

  6. Pascal

    @ SeBo: Halte die Sache einfach. Wenn es zu aufwendig wird verlierst Du die Lust. Mein Vorschlag: Ziehe von Deinen Einnahmen die monatlichen Abbuchungen ab. Addiere alle Abbuchungen, die unregelmäßig vorkommen im Laufe des Jahres, und dividiere durch 12. Dann weißt Du, wieviel Geld Du monatlich dafür zurück legen mußt. Wir parken dieses Geld auf einem Tagesgeldkonto und gleichen dann immer sofort die unregelmäßigen (und oft überraschenden!) Abbuchungen aus. Beobachte mehrere Wochen lang Dein Einkaufsverhalten, wieviel Geld Du für Lebensmittel pro Woche benötigst. Wenn es z.B. 100 EUR im Durchschnitt sind hebe entsprechend das Geld ab und packe es in getrennte Umschläge. Jede Woche ein neuer Umschlag für die Lebensmittel. Zahle dann immer bar und komme mit dem Geld aus. Dann bleibt eine Summe X von Deinen Einnahmen übrig. Nehme davon dann die Sparrate weg. Lasse einen Betrag über für sonstige Ausgaben. Lasse z.B. 200 EUR über pro Monat für sonstige Dinge wie eine Bestellung bei Amazon, Friseur, Kino oder was auch immer. Wir sind eine vierköpfige Familie mit kleinen Kindern und kommen so wunderbar durchs Jahr. Wir wissen immer, wieviel Geld wir ausgeben können ohne das die Sparrate verringert werden muß. Und es ist kein großer Aufwand. Wenn die Sparrate zu klein ausfällt weil die Kosten zu hoch sind reduziere die Kosten.

  7. Christoph

    @SeBo: Also ich nutze Google docs. Da gibt’s ein Excel ähnliches Programm. Da trage ich einfach alles ein. gehalt, Lebensmittel, GEZ, Miete usw.

    VIeles ist ja jeden Monat der gleiche Betrag. Finde es ist eigentlich ausser beim Anlegen der Tabelle überhaupt keine Arbeit.

    Das Kostet auch nichts und man kann es auf jedem Handy, PC usw abrufen und nutzen. So weiß ich immer was ich für kosten habe.

  8. Mattoc

    @SeBo

    Als ich angefangen habe, mir das Thema Geld bewusst zu machen, hatte ich auch die Annahme, ich müsste ein Haushaltsbuch führen. Das ist insbesondere aufwändig, wenn man dies mit mehreren Personen machen muss.

    Daher habe ich es wie folgt gemacht:

    Am 01. des Monats habe ich mein Girokonto glatt auf 3000 Euro gestellt. Überschüssige Beträge habe ich auf ein Tagesgeldkonto überwiesen. Dann habe ich genau so gelebt, wie ich es immer getan habe und festgestellt, dass ich ca. 2500 Euro ausgegeben habe. Nun mache ich das seit einigen Jahren, ich habe dann natürlich im Laufe der Zeit festgestellt, welche Positionen besonders viel Geld kosten und kommme inzwischen stabil mit 1500 Euro im Monat aus. Da sind Versicherungen weggefallen, Umzug in einer günstigere Wohnung, Auto abgeschafft, Lebenshaltungskosten gesenkt. Man glaubt gar nicht, was sich im Laufe der Zeit alles
    ansammelt. Reales Zeug, aber auch Verträge. Vieles davon konnte einfach weg.

    Und nun lebe ich entspannt von einem Betrag, den ich auch als mein Ziel für durchschnittliche monatliche passive Zahlungsflüsse gesetzt habe. Außerdem hat dieser Betrag den Vorteil, dass er deutlich unter meinem Gehalt liegt und ich damit erstens das Ziel in greifbarer Nähe habe und zusätzlich das Risiko erheblich reduziere, irgendwann im Leben finanziell nicht mehr klarzukommen, da ich ohnehin schon sehr sparsam lebe.

    Ich wünsche dir in jedem Fall viel Erfolg, dass du dran bleibst, deine Partnerin mitzieht und ihr ein sehr gutes Gefühl habt, wenn ihr eure monatlichen Sparraten steigen und die Ausgaben sinken seht.

  9. Christoph

    Geo Group hat übrigens die Dividene von USD 0,65 auf USD 0,7 erhöht.

    Das freut mich mal wieder.

     

    Übrigens heute kommt um 18 Uhr auf CNBC Half time Report Kevin PLank. Der CEO von Under armour. Ich bin seeeeeehr gespannt was er sagt. Denn das letzte Interview fand ich großartig. Mal schauen was er zur Zukunft von UA sagt und zum gefallenen Kurs.

    CNBC ist übrigens frei empfangbar.

     

  10. Rainer ZufallRainer Zufall

    @Sebo. Ich führe auch Haushaltsbuch. Und war über die Höhe der Kategorie Sonstiges am Anfang ein bisschen erstaunt 😉

    Ich habe mir die kostenlose excel app aufs Smartphone geladen. Abends auf der Heimfahren werden die täglichen Ausgaben eingetragen. Die Fixkosren übertrage ich am Monatsanfang. Das ist schnell erledigt.

  11. Michael

    Wenn du dir nicht so viel Arbeit machen möchtest – mir wäre das zu mühsam immer Buch zu führen…

    Du hast ja eine ca. Vorstellung, was du immer so ausgibts im Monat und was dir ca. überbleibt.

    Wenn dir angenommen 1.000 € übrig bleiben und du diesen Wert veranschlagst. Überweise am Anfang des Monats diese 1.000 € auf ein anderes Konto. Dein Sparkonto sozusagen bzw. auf dein Aktiendepot von wo aus du dann auch gleich investieren kannst falls du möchtest.

    Ist die Schätzung Anfangs nicht ganz richtig kannst du ja korrigieren und z.B. nächstes Monat 800 € oder 1.200 € wegsparen.

    So hast du gleich einen fixen Sparbetrag definiert und musst nicht alles aufschreiben oder eintragen. Mit der Zeit findest du sicher die richtige Summe.

    LG Michael

  12. PIBE350

    Ein direktes Vorbild habe ich nicht, aber mir imponieren Menschen, die für ihre jeweiligen finanziellen Verhältnisse bescheiden leben, eine positive Lebenseinstellung haben und regelmäßig Gutes für andere tun.

  13. Christoph

    Der Vorteil bei einem Haushaltsbuch ist, dass man sieht für was man alles Geld ausgibt. Manche Dinge sind einem nicht bewusst. Schnell was an der tanke, Sandwich aus nem Geschäft etc.

    Sieht man Sowas aber im ner Tabelle und übernimmt die Werte in den nächsten Monat ohne diese unnötigen Ausgaben und man sieht hey das sind ja 50 euro dann wird einem erst bewusst wie leicht man sparen kann.

     

    genau darum geht es. Nicht um zu sehen ob man mit den jetzigen Ausgaben hinkommt.

  14. Rainer ZufallRainer Zufall

    @ Christoph, ja genau, so sehe ich das auch. So wird z.b. klar, dass sich das beim Bäcker morgens und am Curry Wurst Stand abends ordentlich aufsummiert… Dann noch 1-2 Zeitschriften in der Woche, da kommt schon was zusammen. Seit ich das notiere ist das deutlich weniger geworden.

  15. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Finanzmixerin

    Du sagst, Du achtest bei Nahrung und Pflegemitteln auf „Hochwertigkeit“.

    Kannst Du Beispiele nennen? (Es wird vielerorts Etikettenschwindel betrieben.)

    Ich habe festgestellt, dass ganz einfach Dinge sehr wertvoll sein können. Zum Beispiel ein selbst zubereitetes Bohnengericht mit frischem Gemüse und vielen Gewürzen.

    @ Stefan

    Die Aktienauswahl von Buffett ist enorm clever. Er meidet hohe Risiken, indem er kerngesunde Firmen kauft. Hinzu kommt sein Buy-and-Hold-Ansatz. Die meisten Anleger haben keine Geduld.

    Geduld ist im gesamten Leben in der heutigen Zeit ein Problem geworden: Langfristig Sport, langfristig sich gesund zu ernähren, langfristige Beziehungen, langfristige Ziele…

  16. Mattoc

    Hallo Tim,

    die Bedeutung der Langfristigkeit und der Konstanz beim Sparen und Investieren kann man gar nich oft genug wiederholen. Ein großes Problem ist auch, dass die Menschen häufig nur dann für einen längeren Zeitraum sparen, wenn sie ein konkretes Ziel vor Augen haben. Sie sparen für ein Auto oder für den Urlaub.

    Ich finde, man kann den Umgang von Menschen mit Geld ganz gut in Kategorien von 1) ganz schlecht bis 5) sehr gut einteilen:

    1) Mehr Geld ausgeben als man hat

    2) Das gesamte Geld ausgeben, das man jeden Monat aktiv erarbeitet hat

    3) Das Geld ausgeben, das man für ein bestimmtes Ziel angespart hat

    4) Geld ausgeben, das aus Aktienanlagen als passiver Geldfluss reinkommt

    5) Bonus: Einen Teil des Geldes ausgeben, das aus Aktienanlagen als passiver Geldfluss reinkommt und den Rest des passiven Geldflusses wieder investieren

    Vielen Menschen sind die Kategorien 4) und 5) vollkommen unbekannt. Sie sind praktisch in Kategorie 3) hängen geblieben, und sie halten es wie kleine Kinder für völlig normal, dass maximal auf konkrete Konsumziele hin gespart wird, und das auch noch möglichst kurzfristig.

  17. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Die Doku war prima.

    Süß fand ich ja seinen Versuch die (verhassten) Lehrer um ihren Ruhestand zu bringen, indem er paar AT&T Aktien leerverkauft hat, wie er den Schülern erzählte. 😉

    Buffett developed an early reputation as an investor:

    “I shorted a few shares of American Telephone because I knew that all my [high school] teachers owned it. They thought I knew about stocks; and I thought if I shorted AT&T, I would terrorize them about their retirement.” (aus Buffett Speaks)

    Über die Aktion mit Salomon Brothers muss ich nochmal richtig nachlesen. Er hatte ja ein Deja Vú neulich mit Wells Fargo. Der gleiche Scheiß mit den Phantomkonten…

    So, muss langsam meine Urlaubstasche packen.

    @PIBE350,

    früher war ich gern in Marokko. Da habe ich teilweise vollkommen unbehelligt im Freien im Schlafsack mitten in Casablanca oder Rabat geschlafen, ohne ein Gefühl von Unsicherheit.

    Ich muss allerdings heute schon auch sagen, dass es mich derzeit eher nicht mehr so hinzieht. Wahrscheinlich merkt man zu 90% nichts, und wird weiterhin freundlich behandelt. Aber das Klima ist vergiftet, und ich könnte es nicht mehr genießen.

    Es war so schön, mit so einem offenen Zug durch Marokko zu fahren. Diese Düfte… Hatte damals ein Interrail-Ticket. Das waren Zeiten.

    Schöne Zeit Dir!

    MS

  18. PIBE350

    An Matthias: Die wünsche ich dir auch, insbesondere an deinem Geburtstag. Ich finde Agadir und Marrakesch klasse. Mich würde interessieren, was du genau mit ,,vergiftetem Klima“ meinst. Gern auch per E-Mail, damit dass hier nicht zu einem Reiseblog verkommt, obwohl Tim selbst gern verreist. 😉

  19. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @PIBE350,

    mit vergiftetem Klima meine ich den sich abzeichnenden „Kulturkampf“ (Clash of Cultures), der sich inzwischen wirklich anzubahnen scheint, zwischen Islam und Westen (das Christentum ist es ja nicht. Hält still weil entmachtet).

    Ich finde vieles an diesen Kulturen heute (entromantisierter Blick) wirklich unerträglich. Stichwort Frauenbeschneidung. Umgang mit Frauen überhaupt usw. Andererseits habe ich immer noch ein Bild á la „Laurence von Arabien“ in mir. Etwas will „Arabia felix“ lieben und verehren.

    Na ja. Wie auch immer… Ja, Marrakesch war ich natürlich auch, Agadir sowieso. In das Atlas-Gebirge und Fes habe ich es leider nicht geschafft.

    Börse…

    Werde mir wohl mal bei Gelegenheit „Preferred Shares“ als Einzelposten holen. Habe davon bisher nur ETFs.

    „Just Energy“ wurde ja mal als sehr beliebter Monatszahler gehalten in der Gemeinschaft. Habe sie auch gehabt und dann mal verkauft. Jetzt werden Prefs begeben mit einem 8,50% Kupon 5 Jahre fixed to float (ab 2022).

    Wenn die nicht über den Nominalwert von 25 USD gehen, dann hole ich wohl mal paar Stück. Wie gemacht für den Income Investor.

    Gutes Nächtle

    MS

     

  20. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Mattoc

    Gute Zusammenstellung. Ja, der typische Konsument hat eben nur den Konsum im Sinn. Das macht aber nicht zufrieden. All der Plastikkram, dicke Autos, volle Kleiderschränke füllen die Seele nicht aus. Weil sie dann nicht zufrieden werden in ihrem Hamsterrad, trinken sie Alk, rauchen und schlucken Tabletten wie die Weltmeister. Es breiten sich Zivilisationskranken wie Seuchen aus: Diabetes, Bluthochdruck… Es ist wirklich krank.

  21. Bankenmärchen

    Es ist ja auch sehr merkwürdig. Fast ist das wie eine Sucht. Man gibt aus, gibt aus und gibt aus… Am Ende ist man trotzdem nicht glücklicher. Also warum überhaupt unnötig Geld rauswerfen? Sein Glück nicht an materielle Dinge zu knüpfen ist der einzige Weg zum Glück.

  22. Finanzmixerin

    Hallo Tim,

    ich achte auch in dem Sinne auf Hochwertigkeit, dass ich mich auf meine Sinne verlasse. Es muss nicht mit Bio oder natürlich etikettiert sein, damit ich zugreife. Du machst es ja ähnlich damit, dass du frisch kochst und nicht verarbeitete Produkte kaufst mit Unmengen an Zusätzen. Ich kaufe z.B. gerne Avocados und Nüsse, auch wenn diese Lebensmittel teuer sind. Da ist mir mein persönliches Wohlbefinden mehr wert, als das Sparen für später.

    Bei Pflegeprodukten finde ich, dass die Markenprodukte oftmals besser riechen und sich qualitativ besser anfühlen als No-Name-Produkte. Dieser Wohlfühlfaktor ist es mir dann wert.

  23. Erfolgsmaschine

    Die Dokumentation werde ich mir noch anschauen! Danke für den Hinweis. 🙂

    Das Shoppingverhalten wird immer schlimmer, weil es natürlich von den Firmen so gewollt ist. Die wollen, dass wir jeden Cent ausgeben und so den Firmen möglichst hohe Umsätze bescheren. Es hat leider auch viel damit zu tun, wie man Erzogen wurde. Vlt sind die meistens einfach zu leicht beeinflussbar von der Werbeindustrie. Ich weiss es nicht, denn mir fällt sparen nicht schwer.

    Ich stelle auch immer wieder fest, wenn es um Geld geht, dann ist der Neid nicht weit entfernt…

  24. Oliver

    Ich bin nicht so der Mensch, der sich Vorbilder sucht. Ich habe mir das zweite Video angeschaut und einen Menschen gesehen, der einfach nur angefangen hat, die richtigen Überlegungen zu starten. Er hat etwas ausprobiert (Konsum) und festgestellt, dass ihn das nicht weiter bringt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das viele unterbewusst auch so für sich feststellen. Aber häufig ist man im Leben so fest drinnen, dass es bequemer ist, weiter zu machen. Es sich „gut“ gehen zu lassen, ist ja auch nicht unangenehm. Verzicht ist schon etwas, was einiges an Arbeit erfordert und auch ich bin in diesem Punkt sicher nicht perfekt.

    Am nächsten kommt mir daher der Kommentar von Ex-Studentin, da ich auch der Meinung bin, dass man als Mensch seinen eigenen Weg finden muß. In die Fußstapfen eines anderen zu steigen empfinde ich als schwierig, man kann feststellen, dass die eigenen Füße nicht groß genug sind. Warren Buffet ist sicher der erfolgreichste Investor der Neuzeit. Ich habe mir auch das Buch über seinen Werdegang durchgelesen und es kommt ein sehr intelligenter Mensch zum Vorschein. Trotzdem könnte ich nicht so leben wie er. Und umgekehrt mit Sicherheit auch nicht (habe ja noch nichtmal die erste Million geschafft). Das ist ganz gut so, wir tun uns beide auch nicht weh.

    Ich denke, das wichtigste ist, dass man hinter dem steht, was man macht. Das man sich überlegt, was man in seinem Leben möchte (Mindset) und das man daraufhin konsequent hinarbeitet, seine Lebensziele zu erreichen. Tim beschreibt in seinem Blog nur eine Lebensweise, die möglich ist. Das Problem an dieser Lebensweise ist, dass man gerade am Anfang Einschränkungen hinnehmen muß (Einnahmen > Ausgaben = Verzicht) und dies in unserer westlichen Welt nicht hipp ist. Aber Außenseiter mag niemand gerne sein, deshalb kaufen sich die Leute die schicken Modelabels, Autos, Häuser was auch immer.

    Erst wenn man wirklich kapiert hat, dass man die Käufe in erster Linie für die Außenwirkung tätigt und es auch einen anderen Weg gibt, um sich dieser Sache zu entledigen, macht der Weg des Sparens Sinn. Man muß sich einfach bewusst sein, dass es viele Jahre des Sparens bedarf, bis das man tatsächlich finanziell frei ist oder einiges davor teilfrei, indem man dann z.B. nur 4 Tage die Woche arbeitet oder halbtags.  Also ein Marathon und bekanntlich hält den auch nicht die Mehrheit der Bevölkerung durch. Von daher halte ich den zähen Weg des eigenen Strebens nach den Zielen und Wünschen als den erfolgreichsten, nicht das Schielen auf Vorbilder. Jeder Weg ist anders, viele werden die finanzielle Freiheit nicht erreichen aber vielleicht eine Teilfreiheit. Und jeder, der sich von finanziellen Zwängen entledigen kann, wird dafür dankbar sein. Alleine deshalb ist der Weg des Sparens erstrebenswert.

  25. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Bankenmärchen

    Genau. Der Kauf von Zeug macht nicht glücklich. Wir Konsumenten haben schon so viel Zeug, dass wir nicht mehr wissen, wohin damit.

     

    @ Finanzmixerin

    Das leuchtet ein. Grünzeug ist immer gut als Mahlzeit.

    Ich habe festgestellt, dass teure Sachen (Kleidung zum Beispiel) nicht automatisch qualitativ Hochwertiger ist. Häufig ist der Gegenteil der Fall.

    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/geld-ausgeben/herrenoberhemden-im-test-welches-hemd-passt-am-besten-13874741.html
     

    https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzeit/no-name-oder-markenware-100.html

    @ Erfolgsmaschine

    Ja, die Werbe-Botschaft der Unternehmen ist immer die gleiche: Wenn Du das Produkt kaufst, bist Du der König. Du bist nicht vollkommen, aber mit unserem Produkt wirst Du es.

     

    @ Oliver

    Ich finde, Vorbilder helfen uns durch schwierige Situationen. Das hilft ungemein. Sie leiten uns. Natürlich muss man nicht alles exakt so machen wie das Vorbild. Warren Buffett rät: Biographien zu lesen von Personen, die wir bewundern. So könne man fürs Leben lernen. Buffett bewundert Verlegerin Katherine Graham:

    https://en.wikipedia.org/wiki/Katharine_Graham

  26. Finanzmixerin

    Hallo Tim,

    bei Kleidung mag das durchaus manchmal stimmen. Ich habe z.B. auch manch schönes Teil aus dem C&A, wo ich sogar öfters drauf angesprochen werde, dass die Sachen schön sind.

    Man kann aber auch Markenware manchmal so günstig bekommen im Ausverkauf. Echte Luxusmarken kaufe ich hingegen auch kaum, da die Preise oft extrem sind. Aber ich finde schon, dass man am Design von Boss-Kleidungsstücken schon äußerlich sieht, dass es hochwertiger ist.

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