Leo aus Paderborn, 14, ist schon Aktionär. Er kauft ETFs per Sparplan. Leo besitzt Starbucks, Apple, Microsoft, SAP und Procter&Gamble


New York, 26. Juli 2017

Wenn Kinder und Jugendliche mit dem Aktiensparen beginnen, haben sie einen entscheidenden Vorteil. Es ist die Zeit, die sich über den Zinseszins fürstlich im Alter bemerkbar macht.


Ein weiterer Jung-Sparer hat mir einen Leserbrief geschrieben. Großartig! So etwas lese ich natürlich gerne, wenn sich Heranwachsende mit dem Thema Geld beschäftigen. Früher oder später müssen sie auf eigenen Beinen stehen. Je früher sie den Umgang lernen, desto leichter haben sie es später im Leben. Hut ab vor den Eltern und Großeltern, die grünes Licht für die Depoteröffnung gaben. Ich finde das vorbildlich. Natürlich habe ich diese Email (unten) an Paul weitergeleitet. Mein Blog soll Ansporn sein. Er soll motivieren, zum Nachdenken anregen. Wenn Freundschaften entstehen, umso besser.

Hallo Herr Schäfer,

ich bin heute auf den Beitrag auf ihrer Website gestoßen, wo Sie über den 13-jährigen Paul berichten und wie er bereits in Aktien investiert. Ich verfolge ihren Kanal auf Youtube schon seit längerer Zeit.

Ich bin 14 Jahre alt und komme aus Paderborn (Nordrhein-Westfalen). Ich habe letztes Jahr die Biografie von Elon Musk gelesen. Dadurch bin ich in das Thema Finanzen, Unternehmen und Wirtschaft hineingerutscht und habe angefangen, mich damit zu beschäftigen.

Bücher von Robert Kiyosaki und Peter Lynch folgten danach. Ich habe angefangen, „Aktien mit Kopf“ auf YouTube zu schauen. So habe ich mich überwunden, meine Eltern um die Eröffnung eines Depots zu bitten.

Seit Januar 2017 habe ich ein Junior Depot bei der ComdirectBank und kann mit Erlaubnis meiner Eltern Aktien kaufen.

Ich musste diese sehr lange dazu überreden, gerade weil meine Eltern nie Aktien besessen haben und auch keine besitzen wollen. Jedoch hat mein Opa, der reichlich Aktien besitzt, mich bestärkt.

Ich bin vom ganzen Thema begeistert und stocke mein Depot monatlich über einen Sparplan auf.

Dort befinden sich ausschüttende ETFs und Aktien wie Starbucks, Apple, Microsoft, SAP oder Procter&Gamble.

Ich verfolge konsequentes Buy&Hold mit einer Dividendenstrategie. Ich finde ihren Blog und YouTube Kanal interessant. Sie bestärken mich in den Grundgedanken, die ich mir über das letzte Jahr angeeignet habe.

Ich möchte ihre Zeit gar nicht weiter beanspruchen.  Jedoch würde ich sie bitten, mich mit Paul aus dem letzten Beitrag zu verbinden. Beim Lesen des Artikels habe ich sehr viele Gemeinsamkeiten zwischen mir und ihm festgestellt. Ich glaube deshalb, dass es für beide von uns einen Mehrwert darstellen würde, wenn wir uns austauschen können.

Falls Sie in meiner Geschichte einen Mehrwert für die Community sehen, können sie diese gerne auf Ihrer Website veröffentlichen.

Viele Grüße und danke für Ihren großartigen Content,
Leo


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Leo aus Paderborn, 14, ist schon Aktionär. Er kauft ETFs per Sparplan. Leo besitzt Starbucks, Apple, Microsoft, SAP und Procter&Gamble

  1. Ex-Studentin

    Tim, heute haust du die Artikel ja nur so raus. 😉

    Interessant, dass bei Leo und Paul die Großeltern so ausschlaggebend sind. Finde es toll und verstörend zugleich, dass man sich in so jungen Jahren mit der Börse beschäftigt. Man sollte die unbeschwerte Jugend so lange wie möglich genießen. Kolja hat eine sehr junge Community, sodass ich über das Alter mittlerweile nicht mehr verwundert bin. Der Jugend von heute geht es finanziell oft recht gut. In dem Alter hatte ich gar kein Geld zum Investieren und das wenige, was ich hatte, wurde für den Führerschein gespart.

    Weiterhin alles Gute!

    Liebe Grüße

    Jenny

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Jenny

    Ja, das sind die Leserbriefe, die ich so erhalte. Sehr motivierend. Ich finde das alles super. Daher hab ich alles schnell veröffentlicht. Wenn diese Kids so weiter machen, liegen sie mit 30-35 Jahren am Palmenstrand mit der Familie…

    LG zurück ins Schwabenland

    Tim

  3. Mark85Mark85

    An Ex-Studentin: Früh übt sich, wer ein guter Kapitalist werden will. Es gibt schlimmere Freizeitbeschäftigungen, als sich mit Geldthemen auseinanderzusetzen. 😀 

    Ich find’s klasse, auch wegen der bunten Mischung in den Leserbriefen. Jetzt fehlen nur noch Briefe von Großeltern.

  4. Robert

    Ich finde solche Artikel klasse und motivierend. Ich finde, neben den persönlichen Kontakten und einer Beziehung ist ein Depot das Lebensprojekt schlechthin. Wenn man in seiner Teenager Zeit schon loslegt, erkennt man viel früher die Notwendigkeit zum Sparen, um hiermit investieren zu können. Außerdem partizipiert man schon früh von Dividenden und kann auch so die Vorteile erkennen, schon bevor man eventuell mit Mitte 20 in einen Konsumrausch verfallen könnte.

    Klasse und weiter so!

  5. Thomas

    @Tim

    „Ja, das sind die Leserbriefe, die ich so erhalte. Sehr motivierend. Ich finde das alles super. Daher hab ich alles schnell veröffentlicht. Wenn diese Kids so weiter machen, liegen sie mit 30-35 Jahren am Palmenstrand mit der Familie…“

    Und was ist gut daran? Dann hätten wir ja in Zukunft in Deutschland keine Wissenschaftler und Ingenieure mehr. Wer würde dann künftig noch Wohstand schaffen, wenn sich die Jugend nur noch für Finanzen interessiert und nicht mehr für Wissenschaft, Technik und Medizin nur um dann mit 30 Jahren am Strand zu liegen?

    Gruss,

    Thomas

     

     

  6. Thomas der Sparkojote

    Hallo Leo,

    Wunderbar das du schon so früh deine Finanzen in die Hand nimmst! Vergiss aber nicht coole Digne zu unternehmen, ich bin war erst 21 aber die Jahre zwischen 10-15 sind mir extrem wichtig gewesen und habe von dort sehr viele gute Erinnerungen. Erst vor ein paar war ich auf einem USA Road Trip, der ganze Spass hat zwar 6’000-7’000 gekostet, aber die Erfahrungen sind halt mehr wert als so ein paar Tausend CHF/Euro mehr auf dem Kontostand/Networthbarometer.

    @Jenny: Haha der gute alte Führerschein, hab den auch aus eigener Tasche bazahlt und für den habe ich hier in der Schweiz einiges geblecht, da ich beim ersten Mal durchgefallen bin 😀

    @Thomas: Das sehe ich nicht so, Aktionäre geben die nötigen Mittel für die Leute die dann daraus etwas machen. Nur weil es mehr Aktionäre geben wird, wird es nicht weniger Erfinder geben 😉

    Gruss
    Thomas

     

  7. Seb

    Hallo Leo,

    dem Rat von Thomas kann sich auch ein 27-Jähriger nur anschließen. Ich habe erst dieses Jahr den Einstieg an der Börse gewagt und bereue einiges, was ich in der Vergangenheit finanziell angestellt habe – aber ich habe auch einige finanziell teure Sachen erlebt und unternommen, die mich, rückblickend betrachtet, sehr haben reifen lassen. Umgekehrt hat mir aber auch ein dreiviertel Jahr harte körperliche Arbeit in einem Warenlager Geld und wertvolle Lebenserfahrung beschert.

    Über das ganze Sparen darf man Dinge, die einen in der Jugend prägen, nicht vergessen!

    Beneidenswert, dass dieser Weg in der Familie unterstützt und gefördert wird. Dieses Glück hatte ich leider nicht – die Erfahrung des Bankrotts des gemeinsamen mittelständischen Familienbetriebs von Eltern und Großeltern, das Desaster der T-Aktie und der Absturz des Neuen Marktes sind meine ersten markanten Erinnerungen zum Thema Geld. Deshalb habe ich lange jede Art von Risiko absolut vermieden.

  8. Kall

    Bonjour Tim und Alle,

    mir geht es wie der Ex Studentin. Wenn ich die Geschichte lese, habe ich ein sehr ambivalentes Gefühl. Ich glaube, dass Tim wirklich begeistert ist.

    Und gleichzeitig macht das ein Unbehagen, wenn Teenager schon in ganz frühen Jahren Musk und Börse interessanter finden als Sport zum Beispiel. Kinder/Teenager  sind Kinder/Teenager  und sollten Zeit bekommen.

    Ich habe meinem Sohn die Thematik Finanzen ab dem 18. Lebensjahr vermittelt. Es hat ihn erst einmal null interessiert. Aber inzwischen schaut er sich ab und zu den Blog von Tim an und diskutiert mit mir.

    Vielleicht sehe ich das zu konservativ. Ich finde es aber mindestens genauso wichtig, dass Kinder und Teenager etwas über Literatur, Musik, Gesellschaft und Politik lernen und verstehen.

    Ich wünsche den beiden Jung Investoren auf jedem Fall viel Geduld. Hoffentlich haben sie jemanden, der in Krisen zur Übersicht und Vernunft rät.

    Die Aktienauswahl ist ja ganz vernünftig. Toi, Toi, Toi.

    Beste Grüße über den Teich

  9. Slazenger

    Also ich finde daran überhaupt nichts negatives wenn man sich in dem Alter für Börse und Aktien interessiert, und auch aktiv wird. Das schließt doch keineswegs aus, dass die beiden nicht auch noch ganz gewöhnliche Freizeit Aktivitäten genießen wie jeder andere Teenager auch. Bei beiden ist eben früh das Interesse für Aktien vorhanden, ich finds Klasse!

  10. Didi

    Sehr tolle Beispiele, wie es sein soll. Bei mir war es ähnlich. In der Schule kauften wir gemeinsam in der Klasse mit 16….Bieraktien und vom Gewinn machten wir die Klassenfahrt mit 18 🙂

  11. Daniel

    @Kall:

    Ich glaube Du siehst das wirklich etwas zu pessimistisch. Natürlich wünscht sich vermutlich jedes Elternteil ein Kind das gesund, sportlich aktiv, gebildet und wissbegierig auf Alles ist. Das ist aber einfach Wunschdenken.

    Inzwischen habe ich den Eindruck kann man sich schon fast auf die Schulter klopfen wenn das Kind nicht 24h vor dem Fernseher vegetiert :-p

    Vielleicht sehe ich das zu konservativ. Ich finde es aber mindestens genauso wichtig, dass Kinder und Teenager etwas über Literatur, Musik, Gesellschaft und Politik lernen und verstehen.

    Das wird höchstwahrscheinlich nicht funktionieren, spätestens im Jugendlichen-Alter, denn alles was von den Eltern kommt und als wichtig empfunden wird ist prinzipiell eher doof. War bei mir genauso. Es ist ein schöner Wunsch, mehr wahrscheinlich aber auch nicht. Wenn dein Kind für Finanzen brennt sollte man es auch unterstützen, kritisch sehe ich es erst wenn man merkt dass alles andere untergeordnet wird, sprich, wenn plötzlich der Kinobesuch / Abend mit Freunden wegfällt weil man Geld sparen will etc.

    Literatur ist ein Thema das man niemanden aufzwingen kann, entweder man ist dafür oder eben nicht. Ich habe damals mit Horror-Romanen von Stephen King angefangen (mit 12-13 oder so) und bin nun schleichend komplett in die Sachbuch und Biographie abgedriftet. Vielleicht läufts ja genau umgekehrt, von Finanzen über Biographie zu Romanen.

    Politik ist ebenfalls ein sehr schwieriges Feld und es dürfte schwer sein jemanden der nicht selbst Geld verdient, und das ist bei den meisten von uns erst zwischen 18-25 soweit, für Politik zu begeistern, warum, weil es einen vorher nicht betrifft. Hätte man mich als 16 Jährigen gefragt welche Partei ich gut finde hätte ich vermutlich die Grünen oder sowas gesagt, heute schäme ich mich dafür, denn mitlerweile ist mir der gesamtpolitische Links-Kurs der Parteien zuwider die immer noch mehr Staat und Umverteilung statt Eigenverantwortung will.

    Gruss Daniel

  12. Lena

    Ich finde es auch nicht schlimm, wenn Jugendliche so früh damit beginnen. Die anderen Aktivitäten schließen sich deswegen doch nicht aus … auch kann es doch sein, dass man sich 1-2 Jahre intensiv damit befasst, und dann die Zeit mit dieser Beschäftigung schleichend abnimmt oder andere Interessen auftauchen. Das Gute ist, dann arbeitet das Kapital und der Zinseszins trotzdem weiterhin. Ist doch super!

  13. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Thomas

    Mit „30 Jahren am Palmenstrand zu liegen“ ist eine Metapher. Ich hoffe, dass diese Menschen weiterhin Ziele, Familie, Hobbys, Anliegen haben.

    In den USA kannst Du gut sehen, was finanziell Freie machen. Sie bloggen, reisen, betreiben kleine Hotels/Resorts in Mexiko… Sie kümmern sich um ihre Familie, Hobbys und wohltätige Zwecke. So wie dieser hier: Mr. Money Mustache Er ist ein Vorbild für viele.

  14. Leo

    Hallo,

    da unter diesem Blogbeitrag viel über alternative Freizeitbeschäftigungen statt Aktien und Börse geredet wird möchte ich gerne einige Dinge klarstellen.

     

    Die Beschäftigung mit einzelnen Unternehmen und das Lesen von Geschäftsberichten verschafft extrem viel Allgemeinwissen
    Man muss Prioritäten setzen und wenn man unter 35 finanziell frei sein will, muss man halt auf ein Bier oder einen Kinobesuch verzichten, das Geld investieren und in der Zeit lernen und arbeiten
    Wenn Wirtschaft und Investments und Unternehmensanalysen die einzigen Sachen sind, die man wirklich mit intrinsicher Freude und Motivation macht und diese einen befriediegen, macht es  sehr unglücklich, wenn man sich anderen Sachen zuwendet, um „normal“ zu sein und in das von Gesellschaft vorgefertigte Muster zu passen

    Ich habe die Kommentare konstruktiv gelesen und entschieden, dass ich sie nicht befolgen werde und dementsprechend weiter mit voller Energie Geld verdienen und investieren werde. Dies ist mein gutes Recht. Im Kapitalismus gibt es die Freiheit des Individuums. Was andere dazu meinen, ist mir egal.

  15. Leo

    Hallo,

    trotzdem möchte mich bei den Leuten für die motivierenden Kommentare, die mich in meinem Handeln bestätigen, bedanken.

  16. Ich

    Hallo Leo

    Du trinkst als 14 Jähriger schon Bier? Ich hoffe, dass ist nur eine Metapher.

    Aber a bissal Kritik bitte. Ich kenne keinen 14 Jährigen, der sich schon so Reif und vorbildlich Artikulieren kann.

    Aber ich wünsche dr trotzdem viel Erfolg auf deinem Weg.

  17. Thomas der Sparkojote

    Hallo Leo,

    Du bist sehr reif wie ich finde! Aber eins schliesst das andere nicht aus, man muss nicht auf Kino und Bier verzichten um finanziell Frei zu werden. Wenn es eine Entscheidung ist die du aber bewusst triffst, da du kein Interesse daran hast oder dir nichts daran Spass macht (wobei Kino und Bier nur Beispiele von vielen sind), dann ist das vollkommen verständlich.

    Ich nehme gerne eine meiner eigenen Anekdoten dazu, 15 Jahre lang habe ich Pizza gemieden weil es Käse und Mozerella darauf hat. Ich mag Käse nämlich nicht 🙂 Natürlich habe ich mir auch nicht die Zeit genommen Pizza zu probieren, da ich genau wusste wie ich Käse hasse. Naja, hätte ichs nicht besser gewusst… Durch zufall probierte ich dann eine Pizza weil es sonst nichts anderes gab, tada nun ist es eine meiner lieblings Gerichte und ich habe es 15 Jahre meines Lebens „gehasst“. Von nun an sage ich nur das ich Dinge nicht mache und das sie mir nicht gefallen, wenn ich es auch tatsächlich selbst getestet habe, natürlich gibt es Ausnahmen, das regelt aber der gesunde Menschenverstand.

    @Ich: Ich denke es ist nicht verwunderlich das man mit 14 teilweise Alkohol trinkt, zumal der Konsum bereits ab 16 Jahren legal ist. Ich komme erst gerade aus dieser jungen Generation und weiss was so los sein kann.

    Gruss
    Thomas

  18. Leo

    Hallo,

    da mir der in den letzten Kommentaren der in meinem Alter noch illegale Alkoholkonsum vorgeworfen wurde, möchte ich gerne anmerken, dass ich in dem Kommentar, auf den sich die beiden Kommentare mit den Vorwürfen beziehen, die Metapher „auf ein Bier verzichten“ im Kontext des unnötigen Konsums verwendet habe. Ich wollte zu Personen, dir mir vorher geschrieben haben, Stellung nehmen. Manche von diesen haben die Metapher ebenfalls verwendet, wodurch ich den Ausdruck wohl unbewusst in meinen Kommentar eingebaut habe.

    Ich trinke mit 14 keinen Alkohol und gehe mit meiner Gesundheit verantwortungsvoll um.

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