Lee Myung-bak


New York, 18. April 2008

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Ich traf diese Woche den Präsidenten Südkoreas, Lee Myung-bak. Seine Rede vor Investoren in New York hat mich enorm beeindruckt. Seit Februar ist Lee Myung-bak nun Landeschef, zuvor war er Seouls Bürgermeister. Um sein Studium finanzieren zu können, arbeitete er gar als Fischer. 1941 wurde Lee in Pohang, einer Hafenstadt im Südosten Koreas, geboren. Der schlanke Mann wuchs in ärmsten Verhältnissen auf. Früh am Morgen musste er Müll auf der Straße auflesen und kehren, bevor er zur Schule ging. Dank der harten Kindheit ist es Lee bis zum heutigen Tag gewohnt vor 5 Uhr in der Frühe aufzustehen, um mit der Arbeit zu beginnen. Weil er sich als Student an Protesten für Staatsreformen beteiligte, landete er im Gefängnis.
Nach dem Studium steuerte er von 1977 bis 1992 diverse Hyundai-Sparten als Geschäftsführer.
Vor den Wall-Street-Experten kündigte er an, den Steuersatz für Unternehmen von 25 auf 20 Prozent abzusenken, um das Land attraktiver für Investoren zu machen. Er möchte mehr Kapital nach Südkorea bringen. Er ist durch und durch ein Ökonom.
Leider hatte Lee Myung-bak nur wenig Zeit, ich schüttelte seine Hand – und blitzschnell verließ das Staatsoberhaupt das Plaza Hotel am Central Park mit etlichen Leibwächtern im Gefolge.
Korea ist ein aufstrebendes Land mit 50 Millionen Einwohnern. Es ist die zwölftgrößte Volkswirtschaft der Welt und zählt zu den drei großen asiatischen Nationen neben Japan und China. Es präsentierten sich auf der Konferenz bedeutende Konzerne des Landes wie Hyundai, Samsung, LG Electronics oder SK Company.
Nachdem ich Lee in New York getroffen hatte, flog er nach Camp David, wo er mit dem US-Präsidenten George Bush und dessen Gattin zusammentraf. Lee hatte ebenfalls seine Frau mit zum Antrittsbesuch in die USA gebracht. Zudem hatte er seinen Wirtschaftsminister, etliche Verbandsvertreter und Manager mit dabei.


tim schaefer (Author)

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