Lebensmittelfabrikanten: Tiefe Kurse, hohe Renditen


New York, 8. Februar 2014

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Gesunde Nahrung ist ein Mega-Trend. Ökoketten wie Whole Foods können nicht schnell genug expandieren, so groß ist die Nachfrage. Auf der einen Seite ist der Hunger nach frischem Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch groß. Auf der anderen Seite leiden die Lebensmittelfabriken. Für sie ist es schwieriger geworden zu wachsen – insbesondere in den westlichen Industrieländern.
Die Konsumenten sind kritischer geworden. Sie möchten wissen, wie viele Kalorien in den Tüten, Boxen, Tuben, Dosen stecken. Sie wollen wissen, aus was eigentlich die Chicken McNuggets bestehen.
Coca-Cola, Pepsi, Campbell Soup, McDonalds, General Mills, Kellogg und andere befinden sich auf einem kleinen Leidensweg. Zumindest wenn Sie sich die Aktienkurse anschauen.
Nun zur guten Botschaft: Aus Value-Gesichtspunkten finde ich das spannend. Die Kurse der „ungesunden“ Fabrikanten sind regelrecht ausgehungert. Ich schrieb deshalb über den Frühstücksflockenhersteller Kellogg, die Aktie befindet sich nahe eines 12-Monats-Tiefs. Die Dividendenrenditen werden immer schmackhafter.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Lebensmittelfabrikanten: Tiefe Kurse, hohe Renditen

  1. Frank / Berlin

    ich habe mehrere der Lebensmittel-Hersteller im Depot (Gen. Mills, Kellogg, Kraft, Sysco). für mich sind es die „Ewigen“ bei denen ich auch regelmäßig aufstocke. Aktien deren Kauf ich nie bereut habe.

  2. Martin

    Ich war u.a. wegen der fallenden Währungen der Auslandsmärkte skeptisch, aber bin jetzt auch in Coca-Cola investiert. 5% im Jahr reichen mir und wenn andere Aktien stärker fallen, wechsle ich eben wieder.

  3. Tom

    Du hast recht Tim.
    Die Kurse der Tabak- und Lebensmittelkonzerne fallen derzeit gewaltig.

    Was ist denn deine Prognose? Als Value-Anleger zuschlagen oder sind die besten Zeiten dieser Unternehmen vorbei?

    VG

  4. tim schaefertim schaefer

    @ Tom
    Ich denke, die niedrigen Kurse der Lebensmittelriesen sind verlockend. Einige Markenanbieter sind schon 100 Jahre alt. Insofern dürfte wenig anbrennen. Das perfekte Timing ist nahezu unmöglich. Es ist wie verflixt: Nach dem Einstieg wird mit hoher Wahrscheinlichkeit der Kurs unter den Einstandspreis rutschen. Das lässt sich kaum vermeiden.

  5. Kurt Huber

    Habe mal eine Frage: Kennt jemand eine gute Seite wo man nachsehen kann, welche Menge an eigenen Aktien das Unternehmen hält? Da es bei manchen Jahresberichten nicht angeführt wird bzw. ich es übersehen habe! Und in der Aktionärsstruktur werden diese auch nicht angeführt!

    Danke!

    lg

  6. tim schaefertim schaefer

    @ Kurt Huber
    Ich schaue im Bereich Investor Relations der Firmen. Das steht dort meist irgendwo. Zugegeben, es ist manchmal schwer zu finden.

    In den USA werden die zurückgekauften Aktien in der Regel „vernichtet“, das heisst diese Aktien werden nicht gehalten, sondern gelöscht.

    In Deutschland kommt es darauf an. Manche Unternehmen behalten die eigenen Aktien als eine Art Kriegswährung. Es lässt sich im Geschäftsbericht finden.

    Im Geschäftsbericht ist die gesamte Aktienanzahl ebenfalls zu finden. In deutschen Berichten heißt es oft: „Das Grundkapital … ist eingeteilt in xy Stammaktien…“ So lässt sich das Verhältnis ausrechnen.

    … alles nicht so einfach.

  7. Tino

    aus Konsumentensicht kann ich die Umsatzrückgänge bei den Fastfood-Ketten gut verstehen. Alles schmeckt irgendwie gleich, ist ungesund und dafür nicht günstig. Gehe ich jedoch zum kleinen amerikanischen Diner, bekomme ich ein Geschmackserlebnis zum fast gleichen Preis mit deutlich erkennbarem Belag (Zwiebel z. B.). Ketten wie Subway nutze ich wesentlich häufiger, ohne schlechtes Gewissen. Aber es gibt genügend andere Aspekte die große (ungesunde) Fastfood-Ketten den Kleinen voraus haben.

    Kinder werden auf jeden Fall immer magisch angezogen von den Kindertüten mit Spielzeug drin, dazu Pommes und Nuggets, perfekt. Da punkten McDonalds und Burger King auf jeden Fall, da können die kleinen Läden nicht mithalten, ebenso mit Schnelligkeit bei trotz großer Vielfalt. Öffnungszeiten bis nach Mitternacht sind Magneten für Discogänger, Direktanbindung durch DriveIn und Parkplatz, da werden auch in Zukunft Kunden kommen, zumindest in unserer Gegend. Als gereifter Erwachsener hab ich andere Wertevorstellungen, wo Mc und BK nicht ins Bild passen.

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