Langfrist-Anleger halten die Löffel hin, wenn es Brei regnet


New York, 10. Juni 2011

Immer wieder stoße ich auf kritische Stimmen, wenn ich über die Vorteile des „Buy and Hold“ in diesem Blog schreibe. Nein, diese konservative Strategie funktioniert nicht mehr, entgegnen mir dann die Leser. Das gehört zum alten Eisen, sagen sie. Die Welt verändert sich so schnell, da müsse man einfach aktiv an der Börse sein, resümieren meine Kritiker. Ich habe nun nach einer Studie gesucht und bin fündig geworden. Es ist ein handfestes Argument für die Buy-and-hold-Strategie. Wir müssen nämlich aufpassen mit all dem Trading, das wir betreiben, nicht die besten Tage und Monate an der Börse zu verpassen. Es gibt außergewöhnliche Monate in jedem Jahrzehnt, an denen die Kurse regelrecht explodieren. Wer diese Monate verpasst, der hat schlechte Karten. Daher bleiben clevere Investoren einfach investiert. Es ist ja ohnehin kein Zufall, dass die besten Investoren aller Zeiten, nehmen Sie nur Warren Buffett, nicht traden.
Wer nun zwischen den Jahren 1980 und 2010, also in den 30 Jahren in den S&P 500-Index investiert hat, der hat aus 10.000 Dollar ein Vermögen von 280.740 Dollar gemacht. Die durchschnittliche Rendite summiert sich auf schöne 11,36 Prozent jährlich. Da kann man nicht meckern. Und das, obwohl die schlimmste Wirtschaftskrise seit mehr als 80 Jahren dazwischen lag. Jetzt aber komme ich zum entscheidenden Punkt: Wer in den 30 Jahren aktiv gehandelt hat und die besten 20 Monate verpasste, der hat nur ein Kapital von 45.687 Dollar nach all den Jahren zur Verfügung. Die Rendite schmilzt somit auf 5,02 Prozent zusammen. Mit anderen Worten geht dem Trader mehr als die Hälfte der möglichen Rendite durch die Lappen. Es ist ein rein theoretisches Beispiel, das gebe ich zu. Diese und weitere Daten finden Sie bei GE Asset Management. Ich leite als Quintessenz daraus ab: Im Grunde kann ein Hobby-Trader auf Dauer nie besser als der Markt abschneiden. Wir bilden nämlich als Marktteilnehmer in der Summe alle den Markt ab. Und darunter befinden sich so viele Profis, die mehr wissen als wir. Sorry, aber wir leben in einem Wolkenkuckucksheim, wenn wir glauben, besser zu sein als die anderen. Wir können nicht besser als die Goldmänner, Deutschbanker oder George Soros sein. Die Profis sind in der Mehrheit. Denken Sie zudem an die Insider, die trotz der Verbote am Markt tätig werden. Die Kriminellen schlagen munter den Markt – bis alles auffliegt. Zu guter Letzt sollten Sie die Kosten (Broker, Steuern, Spread etc.) des Tradings berücksichtigen, mit denen sich Langfristinvestoren nicht herumschlagen müssen.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Langfrist-Anleger halten die Löffel hin, wenn es Brei regnet

  1. Hubsen

    @ Tim
    aus den angeblichen 9% für US-Aktien seit 1900 (im Artikel „Mit 5.000 Euro ein Millionenvermögen für ihr Baby aufbauen“) sind jetzt gar schon 11,36% für die letzten 30 Jahre S&P500 geworden …und damit gibt es schon wieder so eine nichtssagende Prozentzahl die zweistellige (bzw. nahezu zweistellige) Langfrist-Durchschnittsrenditen suggeriert, die es aber real gar nicht gibt. Solche scheinbar risikolosen Fantasierenditen (da der S&P500 ja ein gut diversifizierter breiter Index ist) erinnert mich ein wenig an Bernie Madoff, dessen Fonds 17 Jahre lang konstant, „leider NUR“ 10,5% Jahr für Jahr erzielt hat. http://www.tagesschau.de/wirtschaft/madoff108.html
    …also doch nicht zuviel Rendite um wahr zu sein 😉

    NUR mit der gleichzeitigen Inflationsberücksichtigung kann man die aussagekräftige GEOmetrische!(und nicht die höher ausweisende arithmetische) Rendite ermitteln (und diese ist dann immer noch zu hoch, da noch vor Steuern & vor Handels-& Depotkosten).

    Wenn eine so sichere Veranlagung so hohe Renditen ermöglichen würde, dann müsste es ja möglich sein, mit den diesbezüglich Überzeugten einen für beide Seiten guten Deal abzuschließen: Eine besicherte Veranlagungssumme für „läppische“ 5% garantierte regelmäßig auszuzahlende inflationsbereinigte Realverzinsung (vor Steuer) auf 30 Jahre zu Veranlagungszwecken zur Verfügung zu stellen, wobei der Rest auf 9% oder gar 11,36% die demnach üppig ausfallende Provision für die sichere Veranlagungsform darstellt.

    Im Nachwort eines esoterischen Buches habe ich mal gelesen, dass auch > 20% regelmäßige Rendite an der Börse kein Problem wären – auf meine konkrete Nachfrage hin wie den nun genau und mit welchen Risiko, gab man sich dann aber ziemlich „zugeknöpft“.

    Spass beiseite – wenn ich die Zahlen aus dem inflationsbereinigten „real dow“ in ihren Zinsenrechner aus dem vorvorigen Artikel eingebe:

    http://seekingalpha.com/article/256025-money-illusion-the-nominal-and-real-dow

    komme ich auf eine Real-Verzinsung (noch vor Abzug von Steuern und Handels-/Depotkosten) von bescheidenen 2,20% per anno (AK 1897: 1000$ EK 2011: 12000$ Laufzeit: 114 Jahre)

    ..und weil ich fair rechne und die hohen Dividenden zum Preisindex hinzurechne komme ich trotzdem nur auf etwa 6% Rendite pro Jahr – und auch nur historisch bei den U.S.-Indices (-> nach Steuern und Handels-/Depotkosten ca. auf 4%) …was aber zweifelos immer noch eine Superrendite darstellt.

    http://www.dasinvestment.com/investments/fonds/news/datum/2011/02/09/dividenden-machten-70-prozent-des-gesamtertrags-von-aktien-aus/

    Der auch von Ihnen geschätzte Gerd Kommer bietet in seinen umfangreichen Langzeituntersuchungen im Buch „Die Buy And Hold Bibel“ viele fundiert recherchierte Langfrist-Renditen verschiedenster Assetklassen in verschiedensten historischen Perioden im Vergleich an -> 5,6% sind es für U.S. Standardwerte 1900-2008 -> die niedrigste reale Jahresrendite war dabei -38% (= Rückschlagspotential) -> lesenswert.

    Beste Grüße!
    Hubsen

  2. tim schaefertim schaefer

    Hi Hubsen, danke für die Links und die Einwände. Was ich absolut nicht verstehe bei Ihnen ist folgendes: Was hat die Rendite des S&P 500 auf Sicht von 30 Jahren (zwischen 1980 und 2010) mit dem Betrüger Bernie Madoff zu tun? Sie wollen doch nicht behaupten, ich sei ein Betrüger? Die von mir angegebene Rendite des S&P in Höhe von 11,36% pa ist eine überprüfbare Zahl, ich hatte sogar die Quelle (Link)angefügt. Natürlich ist die Inflation ein Feind, ich habe nie etwas anderes behauptet. Die Geldentwertung hat auf alle Investments einen Einfluss. Klar können Sie durchaus 3 Prozent pro Jahr für die Inflation herausrechnen.
    Trotzdem werden Sie feststellen: Die großen Indizes wie der S&P oder DAX schneiden auf lange Sicht verdammt gut ab. Sie liefern exzellente Renditen. Daher fabuliert auch Warren Buffett immer wieder über das Indexing. Ein Indexfonds ist in der Tat eine Überlegung wert. Die Kosten sind zudem überschaubar. Freilich ist das nicht so aufregend wie das Traden, aber es lohnt sich. Es gibt meiner Meinung nach keine besseres Strategie als Buy and Hold mit hochsoliden Dividendentiteln.

  3. Hubsen

    @ Tim

    natürlich unterstelle ich ihnen keinerlei Betrug – wieso auch. Mir widerstrebt es nur, dass hier unrealistische Hoffnungen z.B. 11,36% bei gläubigen Nichtinformierten geweckt werden. Nominal sagt das für den eigenen Vermögenzuwachs nämlich gar nichts aus. Selbst bei minus 3% angenommene Inflation wären die 8,36% Realrendite immer noch sehr üppig (liegt vermutlich am arithmetischen Mittelwert, statt dem Sofortabzug der Inflation im jeweiligen Jahr in tatsächlicher Höhe)-> Da könnte man mir doch leicht 5% real für mein einesetztes Kapital abgeben, um immer noch 3,36% zu verdienen.

    Da auch andere Studienquellen auf weit weniger Rendite kommen – muss man also diese Werte von GE Assetmgmgt. kritisch hinterfragen dürfen (natürlich belegt mittels anderer Quellen), nämlich mit welchen ganz legalen Darstellungs-„tricks“ hier Meinung gebildet werden kann (ganz ähnlich ja bei den vielen geschönten Performancevergleichen von Fonds die man ja vielfach auch zurecht kritisiert -> für optimale Zeitraumheranziehung, arithmetische statt geometrische Rendite, logarithmische Kursdarstellungskurven die späte Rückschläge weniger dramatisch aussehen lassen, unpassender Vergleichsindex etc.).

    Der Vergleich mit dem Bernie Madoff- Fonds ergibt sich einzig und allein aus dessen impliziten unmerklich geringeren Renditeversprechen von 10,5% über lfr. 17 Jahre hinweg, was man dann im nachhinein als völlig unrealistisch abgetan hat (also insb. auch wegen der Höhe der Rendite und nicht nur wegen der fehlenden Renditeschwankungen in jeder Marktlage).
    -> Eben da sollte man meiner Meinung nach sehr skeptisch werden, wenn irgendwo hohe Renditen scheinbar mit geringem Risiko „versprochen“ werden.
    Nichts mehr hatte mein Vergleich im Sinne. „because there is no free lunch on Wall Street“.
    Bei den Zahlen vertraue ich also mehr den (selbst nochmal an der Quelle gesichteten) Recherchedaten von Gerd Kommer, der ja als Vertreter einer modernen „Buy und Hold“-Strategie auch meine Zustimmumg in fast allen Bereichen findet und daher auch große Teile meiner Veranlagung beeinflusst hat.
    denn zum Swing-& Daytraden bishin zum Scalping fehlt es mir an Zeit, Wissen, Konsequenz, Willen & adäquater teurer Echteitkurse mit passender Börsesoftware.

    Beste Grüße!
    Hubsen

  4. tim schaefertim schaefer

    Welche Bank gibt Ihnen die Rendite nach Abzug der Inflation? Sie vergleichen Äpfel mit Birnen. Kein Fonds, kein Sparbuch, kein Festgeld, keine Anleihe, kein Bausparvertrag, kein Zertifikat weist eine Rendite nach Inflation aus. Und schauen Sie mal auf den Zeithorizont bei all den Anlagen – etwa bei Fonds. Die sagen, das hat unser toller Fondsmanager in 12 Monaten erzielt und dann klopfen die sich selbst auf die Schulter. Was sind schon 12 Monate. Das ist ein Witz. Zufälle, Glücksgriffe können eine bessere Performance ausgelöst haben. Aber 12 Monate ist nicht ausreichend, um zu belegen, wie brillant der Manager ist. Haben Sie jemals eine Werbebroschüre mit Renditeangaben für 30 oder 100 Jahre gesehen, wie ich das hier gemacht habe für den S&P? Keine Bank würde das tun, denn das meiste Zeug verschwindet ja nach ein paar Jahren wieder, weil sie versagen. Und all das Zeug, das länger im Markt angeboten wird, hat im Vergleich zur Benchmark lausige Zahlen zu bieten. Der Index ist absolute Königsklasse. Daher sind die Zahlen mit den erwähnten 9 oder 11% ja so beeindruckend.

  5. Hubsen

    @ Tim

    zu Frage 1)Welche Bank gibt Ihnen die Rendite nach Abzug der Inflation?

    -> Jede Bank bei der ich „Inflation Linked Bonds“ (= Inflationsgesicherte Anleihen) gezeichnet habe oder einen ETF oder Fonds auf ebensolche – da gibt es sehr viele…

    -> Im Zertifikatebereich gibt es auch einige Produkt(innovationen) die die Inflation abdecken und dafür weniger hohe laufende jährliche Zinszahlungen anbieten (wer sowas mag und glaubt, dass in einer wirklichen Krise der Emittent noch zahlen kann -> ich mag das nicht)

    -> im umgekehren Fall gibt es das auch bei der Rückzahlungen von Bauspardarlehen – in Ö zumindest – sind Rückzahlungen auf 6% Inflation begrenzt (inflationsgesichert). So eine Inflationsabsicherung kann man auch sehr teuer bei Privatkrediten hinzukaufen (nur sinnvoll bei erwarteten Inflationsraten im sehr hohen einstelligen Bereich).

    zum Punkt 2) Bezüglich Fondsperformance-werbung: Hier stammen die folgenden Zeilen vom 11.5.2011 „Abrechnung mit den Banken“ von Ihnen:

    „Wer mit dem Initiator der Investmentfondsidee Sir John Templeton in dem Zeitraum von 1954 bis 1985 investierte, konnte aus 10.000 Dollar stolze 632.000 Dollar machen. Während der 31 Jahre hat die Legende Templeton in 40 Prozent der Zeit schlechter als der S&P-500-Index abgeschnitten. Aber in der übrigen Zeit hat der Meister extrem gute Renditen gemacht und seine Benchmark um Meilen übertroffen.“
    ( -> Anmerkung: = 14,31% p.a. über die 31 Jahre hinweg bei Templeton war absolut TOP -> aber seit damals, soweit ich weiss, nicht mehr bei Templeton wiedergesehen…)

    Fazit: Ich glaube auch mehr an den passive Indexfondsprodukte z.B. ETF= kostengünstiger passiver Fonds (insbesondere in etablierten Märkten!), aber NICHT in den genannten Renditehöhen, welche vermutlich auf arithmetischen, statt GEOmetrischen Renditeangaben beruhen.

    BSP-Renditen: 2+2+2+14 = 20
    Arithmetisches Mittel: 20/4 = 5% Verzinsung/Rendite (klingt gut und hoch)

    Geometrisches Mittel= 4 Wurzel aus (2*2*2*14)= 3,25% Verzinsung/Rendite -> bei Wertpapieren, wo man ja die Zinsesverzinsung des eingesetzten Kapitals mitberücksichtigen sollte.

    -> Interessant wäre im Performancevergleich von GE Asset-Mgmgt. auch eine Gegenüberstellung gewesen, wenn man die 5,10,15,20 schlechtesten Monate nicht investiert gewesen wäre -> das müsste aufgrund der steileren Kursverluste als Kursanstiege (Sägezahnmuster) eigentlich eine noch viel bessere Gesamtrendite gebracht haben (also wenn man z.B. sowohl die 10 besten Monate, als auch die 10 schlechtesten Monate versäumt hat). Aber die Vorteilhaftigkeit von vorübergehender Nichtinvestition will ja eine Veranlagungsgesellschaft nicht unbedingt bewerben.

    Beste Grüße!
    Hubsen

  6. hajue

    Hier kurz einige Anmerkungen:

    1) Wann immer die Familie, Freunde oder Bekannte ein Auto gekauft haben -> nach wenigen Jahren hätte man zwei Autos kaufen können, hätte man einfach in entsprechendes Unternehmen investiert. Mag Zufall sein – ist jedoch eine Beobachtung meinerseits.

    2) Solide Unternehmen sind mE solider als der Großteil der Banken.

    3) Die „Inflation“ ist abhängig vom Konsumenten und mE reiner Schwachsinn.

    […]

    Es gibt viel zu viele Punkte, um alle aufzuzählen.

    Wer kann schon sagen, ob die großen Unternehmen in ihrer Gesamtheit profitabler sind als die Kleinen?
    Zumindest werden die Großen weiterhin Spielraum haben, Leuten kündigen können, Preise erhöhen könnnen. Der Rest der Welt ist leider mit geringem Lohn erwerbstätig oder auch nicht. Aber die Unternehmen scheffeln die Kohle, weil teilweise aufgrund der Größe , Kapital und Know-How/ Patenten nicht ersetzbar.

    Also wenn man schon schaut, wo man „optimal“ Investiert:
    – In Aktien einer Bank?
    – Auf das Konto einer Bank (16% + Zinsen für Schuldner, max 2% für Sparer)
    – Direkt in Staaten, die alles verballern.

    … wo hat man die besten Gewinnaussichten? Als Eigentümer durch Aktie oder durch restliche Möglichkeiten?

    Es kann niemals sein, dass Banken (Sparguthaben) besser sind als Unternehmen. Somit könnten diese ja niemals zurückzahlen und das System bricht zusammen.

    Letztlich: Wer morgens zur Arbeit geht, und denkt, morgen ist die eigene Firma pleite und man selbst arbeitlos -> dann kann man auch kein Vertrauen in Aktien haben.
    Läuft alles gut, wäre man am liebsten selbst sportwagenfahrender Inhaber. Das geht nur mit Aktionärsmentalität. Ob es was wird – … es kann immer schief gehen.

    Bleibe lieber in Aktien als in Sparerei investiert. Vom Grundgedanken her die einzige Sache, bei der man nicht schon im Vorhinein weiß, total ausgebeutet und ver****** zu werden.

  7. tim schaefertim schaefer

    Danke hajue, stimme Ihnen zu. Mit dem Auto habe ich auch schon folgende Begründung eines Freundes aus Frankfurt gehört: „Um mein altes Auto reparieren zu lassen, muss ich jetzt 1.000 Euro ausgeben. Da habe ich mich entschieden, einen Mercedes statt dessen zu kaufen. Das alte Ding lohnt sich nicht mehr.“ Was hat mein Freund ausgegeben? 20.000 Euro für eine neue Karre statt 1.000 Euro für eine Reparatur. Wo ist der Sinn? Was hat mehr Geld gekostet? Na das neue Ding. Die Ersparnis bei einer Reparatur wären 19.000 Euro gewesen. Blenden wir einmal den Werteverlust von dem neuen Mercedes aus. Ich frage mich, was für komische Gedankengänge Leute haben. Ich blicke das nicht. Es ist eine Phantasiewelt. Sie fühlen sich wohler mit dem funkelnden Stern und begründen das dann aus finanzieller Sicht.
    Die Idealform des Anlegens ist einfach: Ein Bündel kerngesunde Unternehmen kaufen und liegen lassen die nächsten Jahrzehnte. So wäre das Problem der Altersarmut auf einen Schlag gelöst.
    Komisch finde ich, dass alle jeden Tag auf die Kurstafel starren. Jeder sucht nach Gründen, warum der Kurs der Aktie x nun 1 Prozent rauf oder runter geht. Das ist so ein Irrsinn. Es wäre ja schon super, wenn der Kurs um 10 Prozent jährlich steigt. Auf den Börsentag gerechnet entspricht das wohl einer Veränderung von 0,001% oder so. Insofern bringt dieses ganze hin und her nichts. Die täglichen Börsen-Gefühle sind unnötig. Wenn wir einmal im Jahrzehnt (!) den Kurs nachschauen würden, würde vollkommen ausreichen. Bei Werten wie Pepsi, P&G, Coca-Cola, Chevron, Exxon, Nestle – das sollte auf Sicht von Jahrzehnten funktionieren.

  8. tim schaefertim schaefer

    @ hubsen, die Bank-Produkte mit der Inflation als Bestandteil sind sehr speziell.
    Zu dem Templeton-Fonds: Meistens ist es ja so, dass die Menschen immer dann einen Fonds kaufen, wenn der seine beste Zeit gerade hatte. Sie steigen auf dem Hochpunkt ein und verkaufen auf dem Tiefpunkt. So wie an der Börse. Die Masse liegt immer daneben. Dann, wenn der Fonds exzellent läuft, wird er massiv beworben. Der Fondsmanager gibt Interviews etc. Die Leute steigen ein und das Ding stürzt ab. Immer das gleiche. Beste Grüße, Tim

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