Keine Angst vor der Rente: Wer einen Plan hat, genießt die goldenen Jahre


New York, 11. April 2015
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Die Banknoten aus Acryl habe ich in einer Galerie im Süden Manhattans entdeckt. Das Kunstwerk ist von Paul Rousso (geb. 1958, USA).

Sparen Sie für den Ruhestand. So viel Sie können. Alles wird teurer. Obst, Gemüse, Milch, Mieten, Autoreparaturen, Krankenkassenbeiträge, Steuern, Strom, Müll, Versicherung, Handyvertrag, Restaurant, Reisen, Wasserrechnung. Nichts wird wirklich dauerhaft billiger.

Manch jemand hat ein Leben lang gearbeitet und erhält 900 Euro aus der gesetzlichen Rente. Wie soll man damit dauerhaft sein Leben finanzieren? Wie wollen Menschen so die goldene Zeit genießen?

Sparen Sie deshalb so viel Sie können. Zuerst sparen, dann konsumieren. Mindestens 15 bis 20 Prozent Ihres Einkommens sollten Sie in Ihre Zukunft investieren. Sie können später im Leben immer noch den Konsum hochfahren, wenn Ihr Polster das hergibt.

Ideal finde ich es, wenn jemand ein Aktiendepot aufbaut und im Alter von den Dividenden leben kann, als Zusatzeinnahme sozusagen. Ohne dabei das Ersparte anrühren zu müssen. Vorerst zumindest. Sagen wir, Sie haben in Ihrem Haushalt 400.000 Euro in Aktien aufgeschichtet. Bei 2,5 Prozent Dividendenrendite macht das 10.000 Euro im Jahr oder 833 Euro im Monat (vor Steuern). Das ist ein schönes Nebeneinkommen, was wohlgemerkt steigt. Daneben haben Sie die gesetzliche Rente und andere Investments wie Festgeld, eine vermietete Wohnung…

Ein anderer wichtiger Punkt ist die Schuldenfreiheit. Je schneller Sie Hypotheken oder Konsumschulden abtragen, desto besser. Schuldenfrei zu sein ist etwas Herrliches. Ich arbeite daran. Ich habe noch zwei Hypotheken abzutragen. Ich möchte das in einigen Jahren erledigt haben.

Seit ich meinen ersten Job als Kind (Zeitungsausträger) habe, spare ich. Meine Mutter brachte mir das zum Glück frühzeitig bei. Ich lebte im Prinzip immer sparsam (bis auf ein paar Jahre, in denen ich dem Konsumrausch verfallen war).

Wenn ich in den Ruhestand gehe, werde ich meine Einstellung ändern und das Leben intensiver genießen. Nein, ich werde keinen unnötigen Kram anschaffen. Das macht mich nicht glücklich. Ich werde stattdessen Reisen. Mit der Familie auf ein Cruise-Schiff zu gehen und monatelang auf dem Ozean schippern ist mein Traum, den ich mir erfüllen möchte.

Weil ich ausreichend gespart und investiert habe, ist es akzeptabel Fiesta auf hoher See zu machen, finde ich.

Daneben steht auf meinem Plan: Wandern, Gärtnern, Schwimmen, Kochen, Angeln, Joggen, Radtouren, Camping in der Natur, Städtereisen.

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So wie Ihnen hier die Bier-Werbung suggeriert („Find your beach“), sollten Sie für sich selbst „den Strand finden“, um den Ruhestand zu genießen. Das kann ein Strandhaus sein, ein Leben in den Bergen, die Großstadt, ein Bauernhaus oder ein Leben im Wohnmobil. Es gibt endlos viele Wünsche. Überlegen Sie sich mit Ihrer Partnerin bzw. Partner, was sie gerne machen würden und planen Sie. Legen Sie heute Geld für Morgen zurück. Sie sollten Ihre goldenen Jahre genießen können. Es geht im Grunde genommen nur um Selbstdisziplin.

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Für Ihr Wunschbudget im Alter brauchen Sie keine hohe Mathematik anwenden. Es geht um ganz einfache Pläne. Das ist schnell kalkuliert.

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Ich schwimme für mein Leben gern. Ein einfaches Ferienhaus am See oder Meer wäre mein Traum. Die Skulpturen mit den Schwimmern sah ich in einer New Yorker Galerie.

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Eine gute Rendite können Sie an der Börse erzielen, indem Sie hochwertige Dividendentitel kaufen, um im Ruhestand von den Dividenden leben zu können.

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Die Wall Street bietet Ihnen herrliche Einnahmemöglichkeiten mit ganz simplen Strategien wie dem „Buy and Hold“, dem Kaufen und Liegenlassen. Anstatt in Aktien können Sie auch in einen kostengünstigen Indexfonds langfristig investieren.

Ich träume davon, an einem See ein kleines Holzhaus zu haben, um das Wochenende oder ein paar Monate im Sommer dort mit der Familie und Freunden zu verbringen.

Denken Sie frühzeitig über Ihre Finanzen nach. Das macht das Leben langfristig angenehmer. Es gibt Ihnen viel mehr Freiheiten. Es geht nur darum, dass Ihnen das Geld Wahlmöglichkeiten gibt, wie Sie Ihr Leben gestalten können.

Rechnen Sie sich am besten aus, was für ein Budget Sie im Rentenalter benötigen. Machen Sie anschließend die Hochrechnung, was Sie an Einnahmen haben werden. Seien Sie ehrlich zu sich. Und rechnen Sie zusätzlich ein kleines Zusatzpolster zur Sicherheit ein. Es ist eigentlich gar nicht so schwierig, wenn Sie sich frühzeitig Gedanken machen und etwas anstrengen. Das geht.

Ich brauche keine Reichtümer im Alter. Weil ich all meine Schulden bis dahin abgetragen habe, ein vernünftiges Aktiendepot zusammen habe, ist das kein Problem, denke ich. Ich bin keiner, der dem Luxus verfällt. Es reicht mir im Grunde ein bescheidenes Budget. Mein Handy muss nicht ständig nagelneu sein. Ich brauche kein Auto, schon gar nicht in einer Großstadt. Ich kann in der Holzklasse fliegen, fahre in der zweiten Klasse im Zug, trage Kleidung aus dem Discounter.

Bin ich im Urlaub, kann ich eine Wohnung von privat mieten. Ich brauche kein Luxushotel. Ich kann ein ganzes Jahr (oder mehr) völlig auf Urlaube verzichten, wenn es sein muss. Insofern mache ich mir keine Sorgen.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Keine Angst vor der Rente: Wer einen Plan hat, genießt die goldenen Jahre

  1. Fruchtwein

    Tim, Du schreibst, dass Du noch zwei Hypotheken zu bedienen hast. Sind das Objekte zum Vermieten oder die Wohnung und das Häuschen am See?

    Ich stehe selbstgenutzten Wohneigentum eher kritisch gegenüber, aber ein großer Teil der deutschen Finanzblogger würde drauf schwören.

    Die Wanderlust kann ich gut nachvollziehen, mich hat es ja auch zum Reisen gezogen und in vier Jahren plane ich eine erste Testauszeit von einem Jahr ohne Bezahlung. Quasi ein Schnupperabo auf die finanzielle Freiheit. Ich bin gespannt darauf und finde so ein Ziel in greifbarer Nähe sehr motivierend

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Fruchtwein

    Oh, das Holzhaus am See habe ich leider (noch) nicht. Das ist ja mein Traum. Ich habe 2 kleine Stadtwohnungen. In einer lebe ich, die andere ist vermietet.

  3. Finanzrocker

    Hallo Tim,

    wieder einmal ein toller Beitrag von dir, dem es nichts hinzuzufügen gibt.

    Mich werde ihn nächste Woche in mein Mixtape der Woche übernehmen.

    Viele Grüße & schönen Sonntag

    Daniel von Finanzrocker.net

  4. Markus

    @Tim

    Willst Du auf all Deine Träume bis zu dem von Dir genannten goldenen Zeitalter (Rente) warten?

    Unter Umständen ist man im Alter krank, sieht weniger, hört weniger, hat Probleme mit dem Laufen und in unserer aktuellen Gesellschaft (Industrieländer) hat man auch weniger Wert und Ansehen wie z. B. die Menschen in Okinawa.

    Andererseits können nur wenige Menschen/Kinder den Test mit der 2. Süßigkeit bestehen.

    @Fruchtwein

    Eine Auszeit klingt interessant…

    Wie willst Du dass einerseits finanziell und organisatorisch anstellen?

  5. Felix

    Das war nun schon etwas Rosamunde Pilcher.

    Für die meisten Menschen wird im Ruhestand das Leben so weiter gehen wie vorher (ohne die Struktur, manche würden sagen Hamsterrad des Arbeitslebens). Man behält seine vertraute Umgebung bei (Wohnung, Freundeskreis, …). In der Regel agiert man in einem Beziehungsgeflecht, das man mit Eintritt des Ruhestands nicht einfach kappen kann/will.  Es wird erwartet, dass man sich um Enkel kümmert, möglicherweise die eigenen Eltern pflegen muss usw.

    Das hat mit Finanzen nicht mal unmittelbar was zu tun, sondern mit menschlichen Beziehungen. Ob die Familie wirklich immer im Holzhaus am See hausen möchte und nicht lieber nach Malle an den Ballermann fliegen würde als mit dem alten Grießgram (noch dazu, wenn er dauernd Sorge um sein Geld hat) am See zu hocken, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, sei dahingestellt.

    Ich kenne Leute, die haben sich solche Träume erfüllt: Haus auf einer kroatischen Insel und Segelboot am Kai. Wenn ich sie treffe, sind sie mit irgendeiner Reparatur am Haus oder am Boot beschäftigt. Die Sickergrube ist undicht, der Brunnen ist leer, der Nachbar macht Ärger. Sie haben sich einen Mühlstein um den Hals gehängt. Sicherlich sitzen sie auch abends (erschöpft) auf der Terrasse und genießen den Sonnenuntergang. Das sind die romantischen Momente.

    Ich will hier niemanden seine Träume vermiesen oder gar von der Altersvorsorge abhalten. Aber man sollte doch die Werbebotschaften die Sendungen wie das Traumschiff oder eben Rosamunde Pichler Filme transportieren als solche erkennen.

  6. Markus

    Tja, die eingefahren Datenautobahnen im Hirn über Jahrzehnte ändern sich nicht so schnell bzw. bei vielen gar nicht mehr.

    Auch das Unterbewusstsein entscheidet wahnsinnig viel, auch wenn es manche nicht glauben wollen.

  7. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Daniel (Finanzrocker.net)
    Danke für das Lob.

    @ Markus
    Ich werde nicht warten mit dem Holzhaus am See bis ich 90 Jahre alt bin. Vielleicht entscheide ich mich für den vorzeitigen Ruhestand. Das weiß ich noch nicht. Wobei ich immer einen Teil-Zeitjob gerne haben möchte. Mir macht meine Arbeit enorm viel Spass.

  8. PeterPeter

    Unabhängig vom Thema Geld empfehle ich auch mal die Herausforderungen des Alterns zu „studieren“. Ob sich dann in 20 Jahren (trotz des ganzen Verzichts) der Traum noch so gut und richtig anfühlt, muss sich auch erst noch zeigen. Mit Anfang 40 habe ich andere Träume / Ziele als mit Anfang 20 / 30 und vermutlich wird es in 10-20 Jahren auch nicht anders sein.

    Ist das eigentlich eine typisch deutsche Tugend schon so weit nach vorne zu planen?

  9. Fabian S.

    Super Artikel Tim,

     

    die meisten Leute können eben nicht mit Geld umgehen und nicht sparen, sie müssen sich gegenseitig übertrumpfen, Kredite aufnehmen….schlimm

  10. Fruchtwein

    @Markus

    Ich habe noch die Möglichkeit unbezahlt 12 Monate Elternzeit zu nehmen. Bis dahin habe ich knallharte Sparziele für meine Dividendenstrategie und dann möchte ich im letzten Jahr vor der Auszeit noch zusätzlich 1.500,- EUR im Monat weglegen. Die 1,5k + Dividenden + weiteres Passiveinkommen sollten die Familie über die Runden bringen. Soweit zumindestens der Plan. Bereits im ersten Quartal hänge ich um 60% hintendran, hoffe aber über die lange Bank das wieder reinzuholen.

    Da wir umziehen verkaufe ich nun so gut wie alle Möbel und es wird nur noch das Nötigste neu angeschafft bzw. mitgenommen. Am Besten so, dass alles in ein 20″ Container geht und dann kann es für das Jahr untergestellt werden.

    Praktisch wollen wir durch Europa mit dem Auto reisen. Theoretisch müsste unsere Tochter eingeschult werden, aber ein Blick auf den Lehrplan hat mir bereis gezeigt, dass der Stoff auch im Rahmen von „Home Schooling“ vermittelt werden kann.

  11. Rainer Ernst

    Das Holzhaus am See dürfte doch heute schon drin sein, Herr Schäfer. Es braucht nur einen Internetanschluss. In good old Germany gibt’s Ecken mit Bevölkerungsschwund, mit billigen Bauernhäusern. Da Kauf ist billig, dann steckt man nochmal einen gleich hohen Betrag in die Sanierung und hat einen schönen Altersruhesitz.

     

  12. Fruchtwein

    Na, wer sich sich denn mit einem Wohnsitz steuerrechtlich an Deutschland oder die EU binden, wenn man in den USA leben kann. Dort wird mit Kapitalerträgen besser umgegangen und auch die Ansparphase wird belohnt. Wie es in Deutschland aussieht wissen wir ja alle nur zu gut…

  13. Rainer Ernst

    Wenn es die Ecken in good old Germany gibt, dann auch in den USA. In den USA Grund und Haus sogar noch viel günstiger und es die grüne Dämmidiologie ist dort auch nicht präsent.

  14. Hugo

    @Fruchtwein: Was habe Sie denn für einen Nettoverdienst, wenn Sie so viel weglegen können, wenn ich fragen darf?

    VG

  15. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Rainer Ernst

    Stimmt. Das kleine Holzhaus am See muss nicht teuer sein. Es kommt natürlich darauf an, wo es ist. Alles braucht seine richtige Zeit im Leben. Ich warte für diesen Schritt noch etwas ab. Zwei, drei Jahre.

  16. Fruchtwein

    @Hugo

    Wenn Sie auf meinen Namen klicken landen Sie auf meinem Blog, dort schreibe ich etwas ausführlicher über meine Kontosituation + Nebeneinkommen.

    Ich bin etwas vorsichtig geworden, wenn ich mit Deutschen über Job und Geld spreche. Daher will es mal etwas grober halten. Ich arbeite in der Verwaltung als Expat und erhalte dadurch ein hohes vier-stelliges Netto-Gehalt. Dazu kommen nochmal Nebeneinkünfte aus eBook Verkäufe, die endlich wieder stark ansteigen, ein paar kleineren Webseiten Projekten, P2P-Krediten, etc.

    Beste Grüße

  17. Börsenfuzzi

    @Fruchtwein

    Auf Deinem Blog schreibst Du:

    Optionshandel
    Ich habe nun viel darüber gelesen und fühle mich bereit es endlich auszuprobieren. Wenn möglich möchte ich Aktien über Puts erwerben und dann Covered Calls auf diese Aktien schreiben.“

    Was hast Du denn da genau vor?

     

  18. StefanStefan

    @ Fruchtwein:

    ich weiss ja nicht ob es genau der richtige Zeitpunkt für so eine (tolle) Reise ist wenn das Kind eigentlich eingeschult werden müsste.

    1. Gibt es die Schulpflicht, d.h. es kann gleich mal Probleme mit Behörden geben

    2. lernen sich die Kinder in der ersten Klasse kennen, dein Kind wäre dann im zweiten Jahr gleich mal eine Art Fremdkörper…

    Prinzipiell finde ich deine Idee aber super!

     

    Ich merke an mir selbst wie sich Träume mit der Zeit verändern. Auch ich habe immer davon geträumt mal eine Immobilie in Frankreich am Meer zu haben. (Wohnung reicht aber, da ein Haus wesentlich mehr Probleme, Verwaltung und Instandhaltungsaufwand mit sich bringt. Abgesehen von der Einbruchsgefahr.) Jedenfalls war ich immer großer Frankreich-Fan.

    Mittlerweile bin ich aber nicht mehr so enthusiastisch. Frankreich geht voll den Bach runter und ist auch total überteuert. Der Whisky-Mann Horst Lünig hat das hier sehr gut dargestellt:

    https://www.youtube.com/watch?v=6_Psn6tK0Y8

    Frankreich ist noch viel sozialistischer als Deutschland.

    Vermutlich werden einen später auch andere Dinge davon abhalten das zu tun was man gerne täte. Das ist bei mir heute schon so. Familie nimmt halt auch Freiheit. Wenn man schulpflichtige Kinder hat ist man ja schon begrenzt. Die Eltern müssen vermutlich versorgt werden. Und die Partnerin muss das ja auch noch mit machen. Was bringt mir ne nörgenlnde Alte die Heimweh hat…

    Naja. Ich spare und investiere jetzt trotzdem so viel wie möglich um dann später zumindest alle Optionen zu haben.

    P.S.: Momentan liebäugele ich eher mit Florida als Alersruhesitz…da sind meine ich auch Dividenden-Einnahmen komplett steuerfrei…

  19. Fruchtwein

    @Börsenfuzzi

    Ich verstehe die Frage leider nicht.

    Wenn Du aber nähere Informationen zu Cash Secured Puts und Covered Calls suchst, kann ich Dir aber die Seite von Alan Ellman empfehlen: http://www.thebluecollarinvestor.com

    @Stefan

    Es wäre der frühstmögliche Zeitpunkt für eine Auszeit ohne meine Investmentbestrebungen zu weit nach hinten zu schrauben. Wenn meine Tochter 18 Jahre alt ist, nützt mir eine Auszeit (für die Familie) einfach weniger, als wenn sie 6 Jahre alt ist.

    Die Anwesenheitspflicht in einer staatlichen Schule ist an den Wohnsitz in DEU gebunden und ist ein Überbleibsel der preußischen und später nationalsozialistischen Zeit. Österreich zum Beispiel kennt nur eine Bildungspflicht und dieser kann auch zu Hause nachgekommen werden.

    Wir ziehen eh alle drei bis fünf Jahre um, sprich das Kind wird immer wieder aus dem gewohnten Umfeld gerissen. Ich bin mir noch nicht sicher ob die Vorteile (gute Schulen, Leben im Ausland, usw.) die Nachteile (Entwurzelung, wenig Kontakt zur Verwandschaft, „Zigeunerleben“) der von uns gewählten Lebensart aufwiegen. Ein dauerhafter Ausstieg aus dem Job ist aber erst in zehn bis fünfzehn Jahren drin – dann ist das Kind eh bereits in den Brunnen gefallen. Aber wie Kinder das wechselhafte Expat-Leben verkraften wird ja im Moment eh viel diskutiert.

    Mal sehen, in Stein ist eh nichts gemeißelt. Vielleicht bleiben wir auch einfach noch ein Jahr länger in Rom – dann bleibt es beim Umfeld und ich habe trotzdem meine Auszeit. Wir werden sehen, vier Jahre ist auch noch etwas Zeit. Eventuell ändern sich die Pläne durch ein weiteres Kind oder durch ein gutes Angebot. Wer weiß das schon.

     

  20. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Ich stimme im Prinzip Felix zu. Träume in der Jugend sind etwas anderes als die Realität im Alter. Wenn man ganz wichtige Dinge unbedingt erlebt/realisiert haben will, dann darf man nicht auf das Alter hoffen/warten. Die Realität ist dann wirklich anders. Enkel binden einen an die Gegend (man will nicht egoistisch sein, und sich entziehen etc), die Knochen machen nicht mehr das mit, was man gern tun würde usw. usf.

    Ich habe auch meine Vorstellungen. Ich will unbedingt dem deutschen Winter entfliehen. Und selbst das, also keine wirkliche Umsiedlung, wird schon schwer genug sein abzustimmen.

    Aber ich will ja auch gern in Deutschland gemeldet bleiben. Das ist meine Heimat und meine Verwurzelung. Es gibt überall was zu beklagen, aber man darf doch nicht glauben, dass man im Ausland als Fremder wirklich angenommen wird. Und ein Eremitendasein will ich auch nicht.

    Es kostet mich große Beherrschung und Selbstüberzeugung, dass ich mir keine billige Bude in Spanien kaufe für die Rente. Ich führe ein „Watchlist“ von entsprechenden Immos in ES. 😉 Aber ich muss so vernünftig sein, dass ich/wir später einfach entsprechende Objekte über Wochen/Monate im Winter zur Miete suchen. Eines meiner Lieblingsobjekte derzeit wie dieses hier ist verlockend, aber einfach zu unvernünftig zu kaufen. Da müsste man komplett umsiedeln, und das will ich nicht. Sowas will ich dann jeden Winter irgendwo anders mieten.

    Da bin ich für so ernüchternde Hinweise wie von Felix dankbar. Wir haben auch Freunde mit Boot und Liegeplatz am Bodensee. Das ist alles toll. Aber wie oft müssen die nur runter um nach Sturmschäden zu schauen, Streichen, Wartung usw. Und man muss halt jeden Urlaub dann so verbringen. Jedes Eigentum ist auch Last.

    @Tim, apropos Holzhaus am See…. In Canada wurden/werden gerade ein paar Grundstücke in Nova Scotia versteigert. Seegrundstücke sind wohl schon weg, aber See in der Nähe. Die letzten gingen für ca. 15.000 bis 20.000 EUR weg.  Hier das für 15k mit knapp 35.000 qm. Die (Wald-)Grundstücke sind hier in dem von den Straßen umgrenzten Gebiet. Für Leute mit Ambitionen zum Aussteigen bestimmt super.

    Grüßle

    MS

     

  21. Fruchtwein

    @Matthias Schneider

    Ich stimme zu, ein Leben im Ausland ist nicht unbedingt ein Einfacheres. Viele stellen sich darunter die schönen Erinnerungen aus dem letzten Thailand Urlaub vor, aber so ist es ja nur im Hotel. Das ware Leben „auf der Straße“ ist ein ganz Anderes. Jede Besorgung, jede Dienstleistung, jede Wegstrecke können einen zum Ausrasten bringen. Können. Das ist ganz klar typabhängig. Nur typisch deutsch läuft im Ausland (ganz schön grober Begriff) sicherlich nichts. Dafür muss man gemacht sein, das muss man mögen.

    Sprache, Kultur und auch die finanzielle Situation ziehen je nach Land schnell einen Strich zwischen die Bewohner und die eigenen Vorstellungen.

    Wir erleben gerade, dass die Trennung von der Heimat auch ein Problem darstellt. Die Großmutter meiner Frau ist an Demenz erkrankt und musste jetzt in ein Heim ziehen, unsere Tochter hat kaum Kontakt zu den Großeltern, die Freundschaften der letzten Jahren verkommen langsam zu lockeren Bekanntschaften und so weiter.

    Ich habe im Bekanntenkreis ein Pärchen, die mieten in Deutschland und Spanien im sechs monatigen Wechsel eine möblierte Wohnung und ziehen dann immer hin und her. Ein paar Kisten mit Hab & Gut im Auto und das war es. Das passt ja auch zu Deiner Idee.

    Ja, Eigentum bindet und zwar extrem. Wenn man dann noch lange Zeiten (halbes Jahr eben) weg ist, wird das schnell problematisch. Wie soll man das abgedeckte Dach denn aus der Ferne reparieren (lassen)? Nein, da geht nur mieten und so kann man sich jeden Winter auch ein anderes Örtchen suchen oder eben auch nicht. Ganz wie es einem gefällt.

     

  22. willihope

    @Matthias

    Lecko mio, Kanada! Schön für Leute die es gerne seeehhhr ruhig haben wollen. 🙂 Zum Supermarkt 180 Km, weit und breit nix, ob das auf Dauer gut geht?

    Man muss auch die Steuern beachten und die Visa-Situation, USA geht nur 6 Monate im Jahr, Kanada weiss ich jetzt nicht.

    Ich bin ja für Weitweitweg wo es sehr warm ist und mehr oder weniger Steuerfrei für Rentner. 🙂

    Allerdings hab ich auch schon geschaut, mit dem Wohnmobil im Sommer in Finnland und Norwegen und im Winter Spanien, kostet allerdings nicht ohne denn die Campingplätze hier langen feste zu. Wohmobile gibt es schöne schon um die 30.000.- mit Führerschein LKW.

    Vielleicht wenns EU sein darf ist sowas wie Sizilien interessant? Allerdings bei den Preisen unbedingt vor Ort schauen denn im  Internet sind mindesten 100% Aufschlag habe ich schon rausgefunden!

    Habe ich schon mal geschaut und finde es leider nicht mehr, gibt viele Grundstücke im Land mit einem kleinen Steinhaus drauf und der Möglichkeit einen Wohnwagen zu parken, 6000 m2 für um die 12.000 Euro! Oder in den Dörfern sowas wie das:

    http://www.casainsicilia.de/de/immobilie/sizilien/details.php?id=116

    Da lese ich unter anderem:

    Für den täglichen Gebrauch ist alles vorhanden: 2 Bars, 4 Pizzeria-Ristorante, 2 Supermärkte, Post, Apotheke, 2 Ärzte, Bäcker, 3 Metzger, Busverbindung in die Städte. Die Entfernung zu den Badestränden am Meer beträgt 3 – 6 km = ca. 5 – 10 Autominuten. Der helle Sandstrand ist frei und kostenlos für jedermann zugänglich, auch für Kleinkinder geeignet. Strandbars und 3 Lidos sorgen für das leibliche Wohl und abends auch für Unterhaltung.

    In den Dörfern leigt vieles brach und neue Mitbürger mit gesichertem Einkommen sind gut für die Dörfer:

    http://kurier.at/politik/weltchronik/ein-haus-zum-preis-von-einem-espresso/79.541.614

  23. ValueriaValueria

    Danke Tim!

    Finde, die Diskussion hier toll Jungs 🙂 Gern habe ich hier von euren Träumen und Überlegungen gelesen.

     

    Ich oute mich mal als Auswanderer. Ich bin aus dem ehemaligen Ostblock. Und super glücklich hier in Bayern! Ich liebäugle auch immer wieder mit dem kleinen billigen Häuschen am Meer in meiner Heimat, da dort der Winter kurz und der Sommer lang und heiß ist. Aber ich bin hier seit fast einem Viertel Jahrhundert und fahre jedes Jahr zurück und jedes Jahr beantworte ich mir die Frage nach meinem Traumort mit : Deutschland.  Nirgendwo habe ich mich so sicher gefühlt wie hier. Die Leute unterschätzen das, wenn sie Fernweh haben. Für Kinder, Pläne, Sicherheit und auch Investitionen ist es hier auf einer Scala von 0-10, nahe 10. Ok 9 😉

    Ich muss auch ehrlich gesagt von der Seitenlinie manchmal feststellen, dass hier wirklich auf hohem Niveau gejammert wird. Gut ist das, weil sich nur dadurch auch Dinge verbessern können, aber mal ehrlich, kaum einer von meinen  Mit-30-igern musste hier jemals Hunger leiden, Dürre erleben, Wasser-und Energielosigkeit, mit Hundschuhen in der Schule schreiben, vor Krieg Angst haben oder nicht wissen wann die Inflation den Brotpreis ins unermässliche steigert, oder ob man morgen Milch zum Frühstück haben wird. Keiner musste hier Schlangestehen für Wurst als Freizeitbeschäftigung oder vor der Mafia Angst haben. Sogar in den USA kann man leichter auf offener Straße erschossen werden als hier, obwohl sie so weit sind.

    Träume sind gut, ich habe auch welche, aber die Chance, die mir dieses Land gegeben hat, hatte ich in keinem anderen. Hier konnte ich meinen Traumberuf erlernen und hier auch arbeiten, ich verdiene gut, ich investiere, mein Haus ist grundsolide und abbezahlt, und ich schlafe vollkommen sicher. Alles ist zuverlässig und man kann darauf bauen. Mich ärgert auch die Steuer, aber die ist für etwas gut. Und ich merke den Unterschied enorm. Da, wo ich herkomme ist die Lohnsteuer nur 10%, aber ich würde mit meinem Beruf dort keine Chance haben…

    Daher, denke ich, ist mein Projekt „Finanzielle Freiheit“ eigentlich der Weg dorthin das Ziel. Ich entdecke und lerne gern, was an der Börse geschieht. Ich investiere gern und kaufe dann gern bei diesen Unternehmen ein, weil dieser Kreislauf so wichtig ist. Ich möchte nicht mit meinen Dividenden in ein Land ziehen, in das ich jetzt auch nicht investiere… 😉 Billig ist nicht immer besser 🙂 Und Freiheit wird manchmal auch missverstanden 🙂

    Wünsche euch viel Glück in der Erfüllung euer Träume 🙂

    Für mich sind sie hier 😉

  24. AlexanderAlexander

    Ich möchte noch zu Tim´s Beitrag ergänzen. Wenn man im Laufe der Jahre ein 400k Depot angespart hat, sollte durch die Dividendensteigerungen locker 5-6% Rendite dabei rauskommen.

     

    Mein Plan ist, dass ich im Alter meine Haus am Land verkaufe und in eine Mietwohnung ziehe. Die ist einfacher zu pflegen. Weiterhin soll meine Dividende mir einen vorgezogenen Ruhestand ermöglichen und da mach ich auch nichts anderes als heute. Blogs lesen, Reisen und wenn es hier kalt ist, einfach ab in den Süden. Kinder und Verwandtschaft habe ich nicht, daher überlege ich, mein Depot einer sozialen Einrichtung zu vermachen. Mir ist auch egal wo ich lebe, ich habe kein Problem in eine andere Stadt oder ein anderes Land zu ziehen.

  25. willihope

    @Valueria

    Ja so hat eben jeder seine Prioritäten!

    Die einen mögen es „sicher“ und fremdbestimmt aber dafür geplant bis ins Grab, die anderen lieben die Freiheit und wissen dafür nicht was morgen ist.

    Die einen brauchen die Großstadt wie die Luft zum atmen während die anderen Tag und Nacht vorm Computer hängen weil sie in der Pampa alleine sind. 🙂

    Ich habe einige Wochen in Asien in der Pampa gelebt, um 20 Uhr klappen sie die nicht vorhanden Gehsteige hoch und um 4 Uhr ist Tagwache! Die nächste Kneipe ist 10 Kilometer weit weg und die Lebensmittel leben alle noch beim Kauf und die Auswahl ist begrenzt.

    Für mich gilt seither: Nie wieder Pampa! Ich brauche einen Supermarkt und Kneipen und Laute die ich zumindest rudimentär verstehe. 🙂

     

  26. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Fruchtwein, jeweils 6 Monate DE und ES wäre eine Idee. Aber mir reichen eigentlich (denke ich jetzt) die härtesten Zeiten (grau und kalt) im Süden. Am besten Ende Oktober weg, über Weihnachten und Silvester die Freunde und Verwandten daheim besuchen (vielleicht Ausflug in die verschneiten Berge mit oder ohne Ski), dann Anfang Januar wieder zurück in den Süden, und ab April wieder nach DE.

    @willihope, mein Kollege hat seit Jahren schon ein Grundstück auf Sizilien nahe Balestrate hinter Palermo. Er baut sich dann in paar Jahren eine Hütte drauf. Ja, es gibt viele nette Gegenden, momentan zieht es mich mehr nach Spanien. Wahrscheinlich wäre ich in einem kleinen Stadthaus mit ein paar Leuten um mich herum auch gut aufgehoben. Kein Lärm und Gestank, aber Leben, kleine Läden und Cafes.

    Das mit Kanada hätte mich vor 20 Jahren noch gereizt. Heute könnte ich es eine Zeit genießen, dann würde mir wahrscheinlich die Abgeschiedenheit zu sehr zu schaffen machen. Aber so schlimm wie Du schreibst ist es nicht. Nur gut 20 km bis zum nächsten Ort mit allen Einkaufsmöglichkeiten und einem rettenden McDonalds. 😉 Das geht ja locker mit dem Rad und Packtaschen. Die 180 km sind es bis Halifax, da haben die sich vertan.

    @Valueria, Du schreibst es richtig. Ich kann DE auch wertschätzen. Die Gewissheit, dass die Bürokratie ohne Bestechung zuverlässig für den kleinen Bürger da ist usw. Das sind keine Selbstverständlichkeiten. Natürlich wird vieles schlechter, aber kein Vergleich zu anderen Gegenden.

    MS

  27. Felix

    @Valueria
    Ich stimme zu, D als Homebase möchte ich nicht aufgeben/vermissen. Trinkwasser aus der Leitung, medizinische Versorgung, Bildungsangebote, kulturelle Veranstaltungen und innere Sicherheit möchte ich nicht wissen.
    Wer einmal ein Krankenhaus im Inneren der Türkei von innen gesehen hat, weiß wovon ich rede. Zahnarzt in Mexiko macht auch Freude.

  28. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Matthias

    Danke für die kanadischen Links.

    Ich dachte eher an ein Wochenendhaus, das nahe NYC liegt. Nach der Arbeit am Freitag kann ich mir vorstellen, dort das Wochenende mit der Familie zu verbringen.

    Es gibt schöne Strände in NYC, die nicht mal sehr teuer sind. In 60 Minuten wäre ich hier mit der U-Bahn:

    https://www.youtube.com/watch?t=276&v=R-oq73mTwAo

    Oder Upstate New York. Dort sind in 1 bis 2 Autostunden sehr günstige Holzhäuser am See zu finden. Nur als Beispiel, so könnte das aussehen:

    http://www.blessthisstuff.com/stuff/living/living-space/upstate-lake-camp-new-york/

  29. willihope

    @Matthias

    Na wenn ein Mäci in der Nähe ist dann ist es ja gut! 🙂

    Mir wäre es dort trotzdem zu kalt und rauh, da ist kein Golfstrom der das Klima wärmt, eiskalte Winter brauch ich nicht im Alter wo eh schon alles weh tud, die Wärme ist der Jungbrunnen für den Körper. 🙂

    Das mit den Freunden überschätzt man meistens, die stecken in der Trettmühle und haben andere Sorgen, neue Freunde findest im Süden und die haben meistens genausoviel Zeit wie du. 🙂

    Stadthaus klingt gut, möglichst mit Blick auf das Meer denn wenn man es sehen kann muss man nicht hinfahren. 🙂 Da bin ich voll bei dir!

    Das Haus am See von Tim schaut schön aus aber genauso wie dein Grünland in Kanada, da ist es 9 Monate zu kalt zum Baden, viel Regen und saukalter Winter, was soll man da machen den ganzen Tag? Am Feuer sitzen und beim Fenster raus schauen?

    Da müsstest dann ein Projekt finden wo du etwas Zeit investieren kannst, z.B. Grundstücke in Kanada an deutsche Rentner verhöckern. 🙂

     

     

     

  30. Fruchtwein

    @Valueria

    Ich bin sehr froh darüber, dass ich ohne Kriege, Hunger und Elend aufwachsen konnte. Nur sehe ich da nicht die Notwendigkeit der demütigen Dankbarkeit gegenüber der Bundesrepublik. Die einzelnen Individuen die stets nach Freiheit, Wohlstand und Familie gestrebt haben und somit die Kriegsoption nicht in Betracht gezogen haben, sind wohl weitaus eher verantwortlich als unsere Politikerkaste und damit der Staat. Denn dem aggressivsten Staat nützt sein Säbelrasseln nichts, wenn keiner dem Offizier hinterherläuft.

    Der kurze Wind der Freiheit der nach dem 2. Weltkrieg und nach dem Mauerfall in Deutschland umging wurde ja leider jeweils recht schnell in ein laues Lüftchen umgewandelt. Es zeichnet ein Land natürlich aus, dass ich so etwas schreiben darf, ohne erschossen zu werden. Das ist ja leider nicht überall üblich. Ich finde aber, dass solch ein Dankbarkeits-Argument eher dazu taugt die Diskussion über notwendige Veränderungen und Reformen abzuwürgen.

    Und wenn es dem Staat wirklich um den Menschen und nicht um partikular Interessen einer Gruppen ginge würde einiges anders laufen. Da wir hier ja auf einem Finanzblog sind, kann ich immer nur die Vergleiche BRD/USA in Sachen Altersvorsorge heranziehen – und da schneiden wir politisch gewählt schlechter ab und werden auch noch abgezockt. Sorry, da finde ich Dankbarkeit eher etwas unangebracht.

    @Felix

    Fahr mal in Bangkok in ein Krankenhaus 😉 Da sehen die deutschen Teile aber richtig schlecht gegen aus. Thailand ist aber natürlich auch auf medizinischen Tourismus eingestellt. Wir hatten damals überlegt für die Geburt der Tochter nach Bangkok zu fliegen, haben uns aber aus Naivität dagegen entschieden. Hätten wir es getan, wäre einiges entspannter abgelaufen.

    Genauso Bildung – natürlich nur wenn man bezahlen kann. Guck Dir mal die Lehrpläne der internationalen Schulen so an, da wackeln aber selbst den bayrischen Gymnasiasten die Ohren. Wobei auch hier in Nepal die bezahlbaren Schulen (30,- EUR/pro Kind/pro Monat) gut sind. Bildung und Fleiß ist hier wichtiger als in Deutschland, denn das ist die einzige Fahrkarte aus der Armut. So etwas wie HartzIV gibt es in der Region nicht, da muss um das persönliche Glück gekämpft werden.

    @Matthias & Willihope

    Kanada fände ich auch zu kalt :/ Aber Spanien oder Italien könnte ich mir gut vorstellen. Durch die EU würde auch die Wegzugsbesteuerung entfallen (naja, sie entfällt nicht, sie wird halt gestundet).

     

  31. ValueriaValueria

    🙂 Danke @alle!

    @Fruchtwein, guter Blog 🙂 Ich glaube, du hast mal erwähnt, dass du dir nicht sicher bist, ob deine Frau das alles mitmacht, mit den Umzügen… ich wünsche es euch, dass alles super klappt 🙂

    Ich kann dich sehr gut verstehen, mich konnte damals auch nichts mehr in meiner Heimat halten. Ich wollte und will nicht zurück und finde immer Argumente dagegen. Die Argumente der deutschen Auswanderer sind in den meisten Fällen das deutsche (Mist)Wetter, die Langeweile in Deutschland und die „Bürokratie“. Und das genauso sind für mich die Argumente dafür 😉 Ich will keine Dürre und monatelange Hitze erleben, ich will nicht mit Unsicherheit und Angst einschlafen und aufwachen,  und ich hasse korrupte Beamte, bzw. solche die so tun als ob sie nicht korrupt sind und dich einfach stehen und warten lassen, bis du sie doch irgendwie kaufst, aber so als ob nicht…

    Ich war noch nie in den USA. Einer meiner Träume 😉 Vielleicht  wäre dort die perfekte Alternative… Sicher gibt es tolle Ecken, schöne Strandhäuser, aber ich habe hier Zuverlässigkeit in ihrer fast vollkommenen Form entdeckt und auch wenn es die Deutschen manchmal nervt, dass sie als pünktlich, fleißig und zuverlässig gelten, so ist genau das, was die Welt an euch wertschätzt und auch anstrebt, es aber nicht gebacken bekommt. Viele Flüchtlinge wollen genau diesen normalen, „langweilig“ sicheren Tagesablauf.

    Aber es ist gut so, dass welche kommen und andere gehen, so bleibt alles frisch und das motiviert. Ich will dich ja nicht hier festhalten 😉 Anscheinend brauchst du viel Bewegung, finde ich in Ordnung, berichte darüber 😉

    Aber den Deutschen dankbar zu sein, das mein ganz persönliches Anliegen, auch was meine Finanzen angeht:  Guter Verdienst, Tantiemen, Immobilien (damals gab es sogar Eigenheimzulage), Depot, Riester, Rente, das alles konnte ich nur hier erreichen 🙂  Dieses Land gibt tolle Chancen. Die Frage ist, wie sie jeder nutzt, und da motiviert Tim auch immer wieder! Und der ganze Blog ist einfach einer der besten!

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  33. Nicolas van Orten

    @Valueria: Ich mache sehr häufig und gerne Auslandsurlaube stelle aber nach jeder Wiederkehr nach Deutschland fest, dass es für mich keinen besseren Platz zum Leben gibt als Deutschland! Steuern und Krankenkassen usw. sind manchmal ein Ärgernis, aber das wiegt das tolle Deutschland insgesamt auf.

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