Indien trifft New York


New York, 16. Mai 2008

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Am Mittwoch traf ich den indischen Energieminister Anil Razdan zum Mittagessen. In den Metropolitan Club am Central Park hatte die indische Regierung eingeladen. Die Inder suchen Investoren für Infrastrukturprojekte. Es ging dem Minister um Direkt-Investitionen in Kraftwerke. Das Feld ist breit: Kohle, Gas, Wind oder Solar. Die Regierung will eine 500 Milliarden Dollar in den nächsten fünf Jahren in die Infrastruktur des Landes investieren. Neben dem Energiesektor stehen auf der Prioritätenliste Stahl, Energie, Telekommunikation und der Straßenbau.
Das Wachstum des Riesenreichs könnte durchaus größer ausfallen, wenn die Infrastruktur besser wäre. Derzeit legt die Volkswirtschaft um 8,5 Prozent jährlich zu.
Einerseits finde ich schockierend, dass mehr als die Hälfte der Inder nicht lesen und schreiben kann. Andererseits gibt es eine immer reicher werdende Oberschicht. In die Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt rücken immer mehr Inder. Beispielsweise ist der fünfreichste Mensch der Welt der Chef der indische Stahlunternehmer Lakshmi Mittal. Ich sprach übrigens mit dem Multimilliardär vor ein paar Wochen in New York. Ebenfalls studieren immer mehr Inder an amerikanischen Top-Universitäten wie Havard. Diese hochmotivierte Elite klettert zügig die Karriereleiter nach oben. Das Ruder von Weltkonzernen wie Citigroup oder Pepsi haben längst Inder übernommen.


tim schaefer (Author)

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