In New York wächst die Sorge vor Massenprotesten


New York, 18. September 2011

Gestern war die Wall Street weiträumig abgesperrt. Überall standen Gitter. Heerscharen von Polizisten sicherten die „New York Stock Exchange“ ab. Die Stadtverwaltung wollte Demonstranten einen Strich durch die Rechnung machen. Über Twitter hatte die Behörde herausgefunden, dass ein Protest gegen Korruption und Budgetkürzungen geplant war.
Bürgermeister Michael Bloomberg sagt seit einiger Zeit, dass er Sorge vor Straßenschlachten in New York hat. Er fürchtet eine Aufruhr, Gewaltausbrüche. Die hohe Arbeitslosigkeit macht Bloomberg dafür verantwortlich. Einige Kommentatoren werfen dem Stadtoberhaupt jetzt Panikmache und Wahlkampfgetöse vor. Noch ist es friedlich in der Millionenmetropole.
Es war eine komische Stimmung am gestrigen Samstag im Finanzviertel: Während Polizisten ganze Straßenzüge abriegelten, wurde zur gleichen Zeit in anderen Straßen nahe der Wall Street wild gefeiert. Das Auster-Fest ging über die Bühne. Sechs Austern kosteten in den Kneipen zwölf Doller. Bier und Wein floss in Strömen.


tim schaefer (Author)

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