In ein paar Jahren wird uns die Inflation böse heimsuchen


New York, 15. November 2010

Hier ein schönes Video zur Inflationswelle, die uns in etwa zwei Jahren ins Haus stehen dürfte. Wir werden uns sicherlich alle wundern, dass wir das nicht haben kommen sehen. Eine gigantische Geldentwertung muss uns bevorstehen. Dass der Goldpreis und hochwertige Kunst explodieren, sind doch nur die Vorboten der neuen Krise. In zwei Jahren werde ich in diesem Blog zurückgehen auf diese Hiobsbotschaft hier. Und Ihnen zeigen, das war doch so sicher wie das Amen in der Kirche – einfach vorhersehbar, so wie bei vielen Blasen. Jetzt haben wir die Schuldenblase der Staaten. Während die Konzerne im Geld schwimmen, wirft die US-Regierung die Notenpresse an, Banknoten werden auf Hochtouren gedruckt. Die Dollars überschwemmen die Welt. Das muss doch Folgen haben. Die smarten Menschen und die Superreichen retten nun ihr Geld in sichere Häfen. Warum gerade Gold und Kunst? Na das kann man gut transportieren und gut verstecken. In der Schweiz oder unterm Bett zum Beispiel. Festgeldkonten und Sparbücher sind sicherlich keine guten Schutzschilde gegen die drohende Inflation. Im Grunde werden von der bevorstehenden Geldentwertung die konservativen Sparer am härtesten getroffen. Was also tun? Ich setze auf hochsolide Aktien, Immobilien, ein paar wenige Rohstoffwerte. Die Cashquote habe ich brutal heruntergefahren. Das ist mein Rezept für die nächste Krise.
Schön werden in dem Video-Beitrag Ben Bernanke, Barack Obama und Goldman Sachs durch den Kakao gezogen. Wirklich sehenswert:

Bei Goldman Sachs bin ich erstaunt, dass es zu keinen Veränderungen an der Vorstandsspitze kam. Lloyd Blankfein will seine Macht nicht aufgeben, er klebt am Sessel. Dabei ist sein Ruf meiner Meinung nach ruiniert. Vor allem in Washington ist kaum noch jemand gut auf ihn zu sprechen. Auch vom Präsidenten höchstpersönlich ist über die Investmentbanken wenig Positives zu hören. Nach dem gigantischen Ablasshandel mit der SEC in Höhe von 550 Millionen Dollar wegen umstrittener Geschäfte während der Finanzkrise, dachte ich, dass es zu einer Ämtertrennung bei Goldman kommt. Zumindest hoffte ich, dass der Chairman nicht mehr gleichzeitig Vorstandschef sein kann. Aber das ist nicht der Fall! Wie ein König hält Lloyd Blankfein an der Doppelfunktion fest. Er hält das Zepter fest in der Hand. Stattdessen gab es nur auf den unteren Ebenen eine kleine Veränderung. So ist Bess Joffe angeheuert worden. Er ist neuer Vice President in der Investor-Relations-Abteilung. Naja, so wirklich tut sich nichts bei dem Milliardenschiff, um den Ruf wieder herzustellen.


tim schaefer (Author)

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