Ich kaufe lieber Aktien als Konsumgüter


New York, 3. November 2016
Den Neuwagen schön poliert beim Nobelhersteller abholen. Das liebste Kind der Deutschen ist ein teurer Spaß.

Den Neuwagen schön poliert beim Nobelhersteller abholen. Das liebste Kind der Deutschen ist ein teurer Spaß.

Die meisten Millionäre sind reich, weil sie ihr Einkommen zum Gutteil sparen. Weil sie investieren. Die konsumgeile Mittschicht macht das Gegenteil. Sie gibt das gesamte Einkommen aus. Wenn Sie Ihr Einkommen komplett ausgeben, haben Sie es nicht mehr. So einfach ist es. Wenn Sie Ihr Gehalt in einen neuen BMW, Porsche oder Mercedes stecken, ist das dumm. Sehr dumm sogar. Warum? Der Wertverlust von Neuwagen ist enorm. Der Wert fällt wie ein Stein.

Ähnlich ist es bei Motorrädern, Ikea-Küchen, neuen Marmor-Bädern, Hugo-Boss-Anzügen, Media-Markt-Elektronik. Was Sie ausgeben, ist weg. Was weg ist, ist weg. Sie können keine Kredite aufnehmen und denken, Sie werden damit reich. Konsum macht Sie arm. So einfach ist es. Wenn Sie Ihr Einkommen bei Tchibo, Peek & Cloppenburg, H&M, Breuninger, Bauhaus, s.Oliver lassen, ist es weg.

Es kommt bei den Finanzen nur auf eines an: Was vom Einkommen am Monatsende übrig bleibt zum Sparen. Es geht nur darum, wie Sie mit Ihrem Geld umgehen! Es hängt davon ab, wie Sie sich fühlen! Die Masse kauft Zeug – nicht weil sie es braucht, sondern wegen irgendwelcher Gefühle. Es geht um Status-Anzeigen nach dem Motto: „Hey, ich fahre einen neuen Audi. Schaut her, was ich ein toller Hecht bin.“ „Hey, ich habe diese neue Wohnung gekauft. Schaut her, wie reich ich bin.“

Eine der größten Erleichterungen im Leben, die es gibt, ist die Schuldenfreiheit. Wer Konsumkredite oder Hypotheken mit sich herumschleppt, dem rate ich: tilgen, tilgen, tilgen. Wer ein Problem mit seinem Budget hat, soll es zugeben. Und daran arbeiten. Erstellen Sie einen Haushaltsplan. Folgen Sie dem Plan. Kürzen Sie Ihre Ausgaben.

Ich habe aufgehört, mich mit anderen zu vergleichen. Menschen fragen sich ständig Dinge wie:

„Wie viel verdient der wohl?“

„Was hat sein Auto gekostet?“

„Wie kann der sich so ein großes Haus leisten? Das muss viel gekostet haben.“

All diese Vergleiche führen zu nichts. Leute kaufen neue Dinge, nur weil jemand in ihrem Umfeld etwas ähnliches gekauft hat. Es ist ein sinnloses Rattenrennen. Es führt zu Neid, Eifersucht, Groll. Es sind negative Gefühle, die einem nicht weiterhelfen. Lernen Sie mit dem, was Sie haben, zufrieden zu sein.

Auch sind impulsive Käufe brisant. Ich verstehe Leute nicht, die aus lauter Langweile in Einkaufszentren gehen – zum Shopping.

Wer frivol lebt, wird eines Tages auf die Nase fallen. Sparen und Investieren ist schlau. So haben Sie eine bessere Zukunft.

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Teure Edelküche. Sie kostet viel Geld und verliert mit den Jahren mächtig an Wert.

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Edel-Bad. Fein in der Ansicht, teuer in der Anschaffung. Erhöht es den Wert der Immobilie? Ja, durchaus, aber selten im vollen Umfang der Investition. Und mit den Jahren sinkt der Wert drastisch.

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Wie investieren Sie am besten? Ich bin ein Fan von Qualitätsaktien, die Sie kaufen und liegenlassen sollten. Und zwar sehr lange. Oder kaufen Sie stur, stetig, stumpf ETFs. Am besten monatlich.

Wichtig ist, ein hohes Risiko bei der Altersvorsorge strikt zu vermeiden. Mit Ihrer Altersvorsorge sollten Sie nicht zocken. Ihr Geld ist viel zu schade dafür.

Um es zusammen zu fassen: Passen Sie beim Konsum auf. Setzen Sie sich Sparziele. Meiden Sie Schulden. Investieren Sie. Halten Sie Ihre Investmentkosten gering. Vermeiden Sie das Trading. Halten Sie Kosten wie Steuern oder Gebühren gering. Streuen Sie.

Sie brauchen nicht jeden Euro umzudrehen. Aber das Kernproblem, was die Masse hat, ist: Sie spart und investiert zu wenig. Ein anderes Problem: Börsianer machen sich Sorgen, sobald die Kurse sinken. Dabei sollte bei fallenden Kursen die Zuversicht zunehmen. Dann macht das Aktiensparen umso mehr Sinn.

Die Masse hat ein Problem mit der Gier und Angst. Daran müssen wir alle arbeiten. Daher sind Aktiensparpläne sinnvoll. Sie automatisieren das Aktiensparen. Dann brauchen Sie nicht ständig nachdenken, was zu tun ist. Mit dem Aktiensparplan haben Sie die Gefahr der Selbstüberschätzung im Griff. Selbstüberschätzung ist ein Problem an der Börse, das viele Menschen heimsucht.

Buchautor Christian Röhl. Er spendiert für meine Leser 10 Bücher.

Buchautor Christian W. Röhl. Der Geschäftsmann spendiert meinen Lesern 10 Bücher seines Werkes „Cool bleiben und Dividenden kassieren“.

Ich habe kürzlich mit Christian W. Röhl (Jahrgang 1976) telefoniert. Was er schon alles in seinem Leben erreicht hat, ist beeindruckend. Vor über zehn Jahren habe ich ihn mit seinem Geschäftspartner Werner H. Heussinger in Frankfurt getroffen. Sie haben einen Verlag gegründet, einen Börsengang gemacht, Millionengeschäfte abgewickelt. Sie beraten Banken, halten Vorträge, managen Vermögen, entwickeln Anlagestrategien für Privatkunden.

Gut gefällt mir das Buch, das beide geschrieben haben. Es heißt „Cool bleiben und Dividenden kassieren: Mit Aktien raus aus der Nullzins-Falle“.

Der Einstieg ins Buch ist herrlich gelungen. Christian beschreibt seinen Opa Wilhelm, der ihn für die Finanzmärkte begeisterte. Die ganze Szenerie ist köstlich. Der Autor ist wohlgemerkt der Achtklässler im Text:

„Es war der 1. Januar 1991 in einer grauen Kleinstadt am Ostrand des Ruhrgebiets. Wenige Stunden zuvor war das frisch wiedervereinigte Land zu den Klängen von Nenas »Wunder geschehen« ins neue Jahr geschunkelt und während draußen die Überbleibsel des ersten gesamtdeutschen Silvesterfeuerwerks vom Nieselregen aufgeweicht wurden, hockte irgendwo im Neubaugebiet ein Achtklässler vor dem Fernseher. Erstes Programm, Live-Übertragung aus Wien, das traditionelle Neujahrskonzert – nicht unbedingt der klassische Zeitvertreib für einen 14-Jährigen. Doch Claudio Abbado und seine Philharmoniker lieferten ja nur die Begleitmusik für jenen silbergrauen Altstar, der auf seiner nachweihnachtlichen Tournee durch die Familie endlich bei seinem größten Fan Station machte: Opa Wilhelm.“

Ich finde es kultig, wie der Autor erklärt, wie er als Heranwachsender das Aktien- und Anleihesparen von seinem Opa lernte. Einerseits bewundert er seinen Opa, andererseits macht er sich lustig über ihn:

„Nachdem er aus Hitlers wahnsinnigem Krieg schwerst verwundet heimgekehrt war, hatte er Jura studiert, mit seiner geliebten Frau Marlene drei Kinder großgezogen und eine veritable Karriere in der Finanzverwaltung hingelegt. Auch jetzt, als Regierungsdirektor im Ruhestand, sah man ihn selten ohne Krawatte, und auf seinem Schoß ruhte natürlich keine karierte Wärmedecke, sondern die Frankfurter Allgemeine. Politik, Wirtschaft, Finanzen, Sport, Feuilleton – kaum ein Artikel, den er nicht zumindest überflogen hätte und zu dem ihm nichts eingefallen wäre: Gereimtes von Heinz Erhardt hier, ein lateinischer Aphorismus dort, dazwischen ein paar Erinnerungen an die Währungsreform und das Wirtschaftswunder …“

Christian ist ein Dividendenfan. Besonders mag er die Aristokraten-Aktien. Das sind jene, die 25 Jahre lang ohne Pause ihre Ausschüttung erhöht haben. Die meisten kommen aus Nordamerika. Etwa P&G, 3M, Coca-Cola, J&J, Colgate-Palmolive, Lowe’s, Hormel, Pepsi oder Wal-Mart. Die genannten Firmen haben sogar über 40 bis 57 Jahre lang ihre Ausschüttung angehoben. Das spricht für Qualität.

In Deutschland gibt es noch keinen Aristokraten. Wobei der Gesundheitskonzern Fresenius auf gutem Weg dorthin ist. 23 Erhöhungen gab es hier.

Das Buch kann ich jedem Dividendenliebhaber nur ans Herz legen. Die Autoren haben die besten Aktien aus den USA, Europa und Deutschland faktenreich zusammengetragen. Charts und Tabellen helfen, den Überblick zu behalten.

In dem Buch werden die Dividenden-Könige auch kritisch beleuchtet und nicht blindlings in den Himmel gelobt. P&G kritisiert der Autor zum Beispiel anhand eines Tweets:


Er kritisiert ferner den Lebensmittelhersteller Conagra Foods:


Auch die spanische Großbank Banco Santander kriegt ihr Fett weg:


Vom Brillen-König Fielmann sind die beiden Autoren dagegen begeistert. Sie haben die Aktie „geadelt“.

Christian hat mir zugesagt, zehn Bücher für ein Gewinnspiel hier in meinem Blog zu verlosen. Er wird die Bücher signieren und an die Gewinner versenden. Wer am Gewinnspiel teilnehmen möchte, schreibt bitte in die Kommentare, was er/sie von der Dividendenstrategie hält. Oder alternativ etwas über das Sparen.

Die Chancen sind dieses Mal nicht schlecht. 10 Bücher – das ist ein Wort. Jeder Kommentar hat eine Chance. Ich werde die Teilnahmemöglichkeit nach meinem Ermessen nach einiger Zeit schließen. Es entscheidet der Zufallsgenerator. Mein Dank geht an die beiden Autoren für die großzügige Buchspende. Ich wünsche allen Teilnehmern viel Glück!


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Ich kaufe lieber Aktien als Konsumgüter

  1. StefanStefan

    Langsam wird mir die Dividenden Strategie unheimlich, so wie die überall gehypt wird. Es war noch nie gut das zu machen was die Masse macht. Und Dividendenstrategien sind gerade sehr en vogue.

    Nur nach der Dividendenrendite zu schielen kann auch gefährlich werden. Etliche 3%er werden bei einer Anpassung der KGV´s nach unten massive Kursverluste erleiden.

    Aber welche Alternative hat man? Man kann nur versuchen nicht zu viel für die zukünftigen Dividenden zu bezahlen. Und da scheiden die meisten Aristokraten heute leider aus da sie zu teuer sind.

  2. DivSky

    Wieder einmal ein guter Artikel.

    Die Dividendenstrategie ist meine spätere Exitstrategie, um spatter im Rentenalter auswandern zu können. Denn meine Kapitalerträge warden dann spaeter durch wegfall der Quellensteuer oder Verringerung noch mehr an Wert für mich gewinnen.

    Ich werde die nächsten 25 Jahre diesen Weg gehen und entsprechend hoffentlich dann das Kapital haben, was mir bis zum Ende meines Lebens reicht.

    Also aus meiner Perspektive einer der wenigen Strategien und somit alternativlos,  um eine Vermehrung seines eingesetzten Kapitals zu erreichen. Deswegen werden auch die deutschen Bürger in ein paar Jahren wieder mehr Aktien besitzen, als der heutige Wert ausweist.

     

     

  3. Patrick

    Ich bin vor ca. 15 Jahren auf die Dividendenaristokraten gestoßen und habe mein Depot nach und nach dahingehend umgebaut auf solche Werte zu setzen. Dabei geht es mir nicht um die Höhe der Dividende sonder die Dividendenfähigkeit- und Kontinuität der jeweiligen Unternehmen- Da landet man dann zwangsläufig bei bilanziell hochqualitativen Unternehmen, die Gesamtdepotrendite ist allerdings bei mir eher (unter-)durchschnittlich.

    Ich kann ebenfalls feststellen, dass die DGI Strategie seit ein paar Jahren auch in deutschen Blogs und Foren gehyped wird, aber mir soll es recht sein. Darauf habe ich lange gewartet und bin entsprechend positioniert. 🙂

    Was ich aber einfach nicht verstehen kann warum so viele Menschen auf die DPR schauen. Die Dividende wird aus dem operativen Cash-Flow gezahlt, der FCF ist daher für mich die viel wichtigere Kennziffer.

    Dennoch, gemäß dem Motto nicht alle Eier in einen Korb zu legen (bald gibt es die Lindt-Osterhasen im Geschäft zu kaufen ;)) setze ich nicht alles auf DGI, sondern habe ich ein paar aussichtsreiche, volatilere Investments im Portfolio.

    Auf gute Invests!

    Patrick

  4. StefanStefan

    @ DivSky

    das mit dem Auswandern ziehe ich auf jeden Fall auch in Betracht.

    Die Frage ist nur ob man sich da nicht schon heute richtig positionieren muss. Stichwort: Wegzugsteuer! Ich fürchte, dass man beim Wegzug später mal ordentlich zur Kasse gebeten wird.

    Und keine Quellensteuer zu bezahlen…da bleiben eigentlich nur UK Aktien.

    Eigentlich müsste man bei langem Anlagehorizont Nicht-Dividendenzahler kaufen, später auswandern in ein Land in dem keine Kursgewinnsteuern anfallen und dann verkaufen und Umschichten in Dividendenzahler 😉 ob das aber in der Praxis so funktioniert ist die Frage.

  5. Mr. B

    Richtig ist, dass Dividenden gerade wieder einen Hype erleben. Allzu viel Sorgen mache ich mir deswegen nicht. Beim nächsten Crash werden Aktien wieder verteufelt ( zumindest in Deutschland ).

    Dabei bleiben ist wichtig.

  6. Hilda

    In letzter Zeit geraten eigentlich viele Qualitätsaktien unter die Räder. Ich habe heute mal Church&Dwight nachgekauft. Bei 7Prozent Abschlag für diese Perle musste ich wieder ran.

    Hilda

  7. Ben

    Hi Tim,

    ich investiere langfristig, stur und stetig. Dividenden spielen bei mir eine eher untergeordnete Rolle. Wichtig ist mir nur, wenn ein Unternehmen Dividende zahlt, dass die Ausschüttungsquote nicht zu hoch ist. Bei einer Krise bzw. einem Gewinnrückgang kann das Unternehmen so trotzdem die Dividende stabil halten oder sogar leicht erhöhen.

    Viel wichtiger ist eine solide Bilanz, ein gutes Produkt, welches auch in Zukunft gefragt ist und ein fähiges Management (soweit man das beurteilen kann). Hier schaue ich mir z.B. in den Jahresberichten die gesteckten Ziele an und ob diese auch erreicht wurden. Des Weiteren versuche ich zu prüfen, welche Maßnahmen bei einem Umsatz- oder Gewinnrückgang getroffen wurde.

     

     

  8. MarcoZ

    Hallo Tim,

    schon länger stiller Mitleser und seit knapp 2 Jahren in der Div Strategie unterwegs. Finde diese Strategie mit Sicherheit als einer der „besten“ für den normalen Anleger, wenn den genug Zeit noch vorhanden ist um etwaige Börsencrashs wieder einzuholen.

    Man wird halt auf dem Weg dorthin jeden Monat „belohnt“ und das motiviert mich unwahrscheinlich. Wir haben allerdings auch als Familie eine gute Sparquote von um die 50% und können im Schnitt jeden Monat für 2k Aktien kaufen und zahlen aber noch ein Haus 12 Jahre ab. Dieses Jahr sogar scho die 30k geknackt beim kaufen, aber auch durch Auflösung von Riester und LV.(Kann ich nur Empfehlen im übrigen, in dem Artikel vorher hat mal jemand gefragt wegen Zweitmarkt zwecks LV Verkauf, hab ich so gemacht und war 110% zufrieden, tolle Beratung und quasi fast keine Gebühr verlangt, wenn du das liest scrhreib ruhig nochmal, dann kann ich dir gerne sagen wo ich das gemacht hatte)

    Wir müssen die Sparquote nicht herbeiwürgen, sondern können reativ gut leben noch nebenbei, mit 1 Kind, alles ähnlich wie beim Alex von RmD.

    Vom Depot her im Prinzip die üblichen Verdächtigen, minimaler Anteil „Exoten“ und 3k Spielgeld fürn Zock von 2 Aktien, mit wies solls anders sein 90% Verlust im Moment, aber das Geld ist, jedenfalls noch, nicht weg, das sitzte ich aus und war einfach mal zum Probieren, was mich aber darin bestätigt nur noch Buy&Hold zu machen, 3k ist ja nichts, wenn ich so manche Story scho gelesen hatte…

    So jetzt isses doch nen recht langer Text geworden…

     

    Offtopic: @Tim, was ich so mitbekomme lebt der Blog im Moment zu 80% von den Usern sprich der Austausch unter einander. Ich hatte mal angefangen dein Archiv von Anfang an durchzulesen und fand die Auswahl und Berichte 100mal besser als momentan, da du im Prinzip nur über 3 Themen schreibst im Moment, Sparen, wers scho geschafft hat und Rente. Versteh mich nicht falsch, sind soweit gute Artikel, aber nur die 3 in immer neuer Reihenfolge ist nichts. Hattest früher ein viel breiteres Spektrum und ich hoffe das kommt auch wieder. Gerne mal über Unternehmen oder Gastbeiträge von Lesern über ihr Depot und so weiter..

    Ich hoffe ich darf noch bei der Verlosung jetzt teilnehmen…;)

     

    gruss Marco

  9. Chris

    Super Artikel. Macht Spaß zu lesen.

    Es sind doch einige meiner Werte wieder etwas zurück gekommen (zB McD, Unilever, GIS). Das macht es etwas leichter weiter nachzukaufen. Ich spare und investiere, neben gelegentlichen Trades, vor allem in relativ langweiligen soliden Unternehmen (zB ADM, Deere). Der Tecbereich ist bei mir noch etwas untergewichtet. Mir gefällt bspw. bewertungstechnisch eine HP. Von der Technologie her auch Intel. Oder eine Cisco.

  10. Klimpi

    Größtenteils ist mein Depot mit BlueChips auf „Buy and Hold mit Dividendenbezug“ ausgerichtet. Allerdings prüfe ich regelmäßig die Aussichten. Solange ein Unternehmen kontinuierlich beim Umsatz und Gewinn wächst, bleibt es im Depot. Sollte der Umsatz/ der Gewinn 2-3 Jahre in Folge sinken oder die Dividende verharren/ ausgesetzt werden, trenne ich mich i.d.R. von dem Wert. Neukäufe tätige ich nur nach Korrekturen von mindestens  10%, allerdings investierte ich 50% meiner Einnahme Erhöhungen und meiner Ausschüttungen kontinuierlich neu. Mein derzeitiger Cashanteil ist ca. 40% vom Depotwert. Mal sehen, was nach der Wahl am 8.11. an den Märkten passiert.

    Das Buch würde ich gern gewinnen. 🙂

     

  11. O.T.

    Ich denke, wer einmal einen Neuwagen gefahren ist, wird danach keinen Gebrauchten mehr wollen. Zumindest ist es bei mir so! Auch nicht vor der Kostenseite, dann kann Tim so viel bloggen wie er will. Dadurch wird es auch nicht wahrer!

    Nur Spezialisten können den Gebrauchten unter die Haube schauen. Es hat einen Grund warum Gebrauchtwagenhändler den Ruf von Gebrauchtwagenhändlern haben!

    Volle Zustimmung hast Du wenn Du sagst, man sollte mit einem Einkommen von 30000 keinen Neuwagen für 120000 kaufen. Aber 30000 ist dann schon okay. Schließlich fährt man damit problemlos die nächsten 10 bis 15 Jahre, was mit den wenigsten Gebrauchten gelingt.

    Aber Tims BMW-Bias ist entschuldigt. Ich hoffe das bald die US-Wahlen vorbei sind. Es ist ziemlich scheiße zu sehen wie wöchentlich der Wert eines Neuwagen im Depot vernichtet wird.

    DEGIRO steigt im übrigen ab heute auch im Schweizer Markt ein. Ich wundere mich schon lange darüber wie hoch die Brokerspesen in der Schweiz sind. Eine gute Gelegenheit den fetten Schweizer Bänkern ein bißchen Feuer unter dem Arsch zu machen.

    Einer der vielgeliebten Dividendenaristokraten ist im übrigen gefallen. Ich hoffe HCP macht nicht den Anfang für viele weitere …

  12. Markus

    Einer der besten Bücher, die ich je in deutscher Sprache zu diesem Thema gelesen habe. Es schützt einen auch vor der Flut von Börsenpublikationen, welche gewisse Modeströmungen hypen. Antizyklisch lohnt sich nicht nur in geschäftlichen und finanziellen Dingen, sondern auch in privaten. (mehr Klasse als Masse). Vielen Dank für den hervorragenden und prägnanten Titel und die Werbung für ein tolles Buch. LG aus der Schweiz

  13. Obama

    Hallo Tim, Hallo @all

    Danke für die lesenswerten Beiträge.

    Ich investiere über einen Wertpapiersparplan regelmäßig in – aus meiner Sicht – qualitaetsaktien. Z. B. Berkshire, ibm, Microsoft, Nestle, Alphabet, Amazon, Coca Cola,… Momentan habe ich meine monatliche sparrate auf gut 1000€ im Monat hochgefahren. Wie man sieht liegt mein Fokus nicht nur auf Dividendentitel, sondern auf die gesamtrendite. Die Mischung macht es für mich. Jedoch versuche ich langfristig den Anteil an Dividendentitel zu erhöhen.
    Parallel dazu führen ich noch ein fokussiertes Buy and Hold depot, momentan ca 85000€ Wert. Hier habe ich nur in SNP, hypoport, nemetschek und KPS investiert (auch wieder einen Mix aus Dividendenpapieren und wachstumswerten) , außerdem habe ich kurzfristig einen kleineren Betrag in einen Open End call Dialog Semiconductor liegen, diesen halte ich nur mittelfristig. Den Erlös werde ich aber in Dividendentitel stecken (dann langfristig).

    Wünsche allen viel Erfolg beim weiteren investieren und bei der Auslosung.

    Herzliche Grüße @all!

  14. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Hilda,

    CHD ist zwar eine gute Aktie, aber wie man jetzt sieht, werden die vorweg genommenen Bewertungen (angenommenen Wachstums) abgebaut, sobald sich die Stimmung sich nicht halten lässt. Möglicherweise kannst Du die bei $ 30 noch mal kaufen. Kann natürlich auch anders kommen 😉

    NVO hat ziemlich genau wieder den Boden der Normalität erreicht.

    Ich werde nichts anders machen als immer. Sobald ich Geld habe wird gekauft. Morgen wahrscheinlich einen REIT-ETF aufstocken.

    Immer schön Kurs halten. „Scared Money makes no Money!“

    MS

     

  15. Fit und Gesund

    @Matthias Schneider,

    ich behalte mal noch mein „scared money“, so schnell wie das nun bergab geht, kann ich keinen Nachschub beschaffen, und wie war das mit dem fallenden Messer?…ne …ne… ich kaufe nix im Moment! noch nichtmal einen ETF.

  16. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Fit und Gesund,

    warum auch nicht. Ich könnte es nicht aushalten. 😉 Es gibt immer was zu kaufen, was gut bewertet ist.

    Momentan sind die Finanzbuden billig. Wenn ich nicht schon 4.700 USD Cash im Minus wäre, würde ich mir endlich WDR (Waddell & Reed) holen. Will aber den Hebel überschaubar halten.

    ORI (Old Republic International) finde ich auch nicht schlecht. Gibt so viel zu kaufen. Oder in Abwandlung; am Ende des Geldes sind immer noch sooo viele Werte übrig. 😉

    Gutes Gelingen

    MS

  17. Hilda

    @Matthias Schneider

    Danke für deine Meinung. Wenn CHD auf 30 fallen sollte, kaufe ich sie eben noch mal nach. Im Rückblick bekam man Church nie richtig billig! Selbst beim 2008er Crash hat sie kaum nennenswert korrigiert. Schau dir einmal den Langfristchart an, einfach ein Traum! Ich bin zwar kein extremer Holder wie Tim es ist, aber bei dieser Aktie halte ich es wie er: CHD verkaufe ich nie! Ich hoffe nur, dass sie nicht einmal übernommen wird.

     

    Grüße

  18. PIBE350

    An Matthias Schneider: Habe ich das richtig verstanden? Du hast Aktien auf Kredit gekauft?

  19. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Hilda,

    die können auch die Ergebnisse steigern, dann muss sie nicht fallen. 😉

    2008, bzw. in der Vergangenheit hat sie sich eben wie viele andere nicht so stark von einem vernünftigen 15er KGV entfernt gehabt. Das hat erst die letzten Jahre eingesetzt (man könnte Blasenbildung dazu sagen). Man hat halt die Bäume allgemein in den Himmel wachsen sehen.

    Aber irgendwann kehrt immer die Erkenntnis ein, dass steigende Kurse nur durch steigende Ergebnisse gerechtfertigt werden können. Und das bis dato weithin erhoffte starke Wachstum stellt sich langsam als unerfüllte Hoffnung dar. Da geht es dann zurück auf Start.

    Viel Glück

    Nachtrag @PIBE350,

    ja klar. Leverage halt. Kein Problem mit den paar USD. Würde nie über einen Betrag hinaus gehen, den ich nicht innerhalb kürzester Zeit von einem Guthabenkonto decken könnte.

    Kostet derzeit 2,91%. Das schafft jeder REIT locker. Außerdem bekomme ich einen Teil der Sollzinsen aus Verleihungen meiner Titel zurück.

    MS

  20. Albert Wesker

    @tim

    Ja, mei! Die Aktionäre oder ETF Anleger wollen doch auch mal ein Stück Kuchen von diesen Profiteure wie BMW, Daimler usw. abbekommen, oder?

    Es wäre besser, wenn man nicht übermäßig diesen Luxus konsumiert! Du machst den Eindruck wie ein Kommunist!

    Gerald Hörhan ist Minimalist, doch er genießt seinen Aston Martin als Gebrauchtwagen!

    Ein chinesischer Hotelbesitzer aus Macau, China kaufte für seine Luxushotel ca 30 Rolls Royce! Hälst du ihn für ein Protzbrocken oder Lebemann?

    Nein, er bestellte es für seine Hotelunternehmen in Macau, denn dort ist das Kasinostadt wie Las Vegas!

    http://www.gq-magazin.de/auto-technik/autos/im-wert-von-20-millionen-dollar-30-rolls-royce-sondermodelle-fuer-superlativ-hotel-in-macau

    Du bist ein großer Lachnummer!

    https://knightofbogen.tumblr.com/post/152593985122/gute-gründe-minimalist-zu-werden

    Trotzdem guter verständlicher Artikel, nur in Zukunft vermitteln, den Luxus nicht übermäßig zu genießen!

  21. Gregor

    Wie immer super Artikel.

    Dank dir habe ich schon ein paar Tausend in Aktien statt in Konsumgüter versteckt.

    Ich investiere mit meiner Frau seit März über 50% von unseren Einkommen in ETFs und in Einhelaktien. Die Dividenden, die ich kriege, investiere ich wieder.

    Ich bin aber skeptisch gegen Dividenaktien, weil die immer populär in Medien sind und das endet immer falsch.  Ich würde trotzdem gerne lesen, wie das die Autoren sehen.

    Grüße

  22. Marco

    Für mich bedeutet Dividendenstrategie gepaart mit Buy and Hold eine passive und somit entspannte Form Geld produktiv einzusetzen.

    Ich habe einige Unternehmen auf meinem Schirm und finde immer eine Möglichkeit einen kleinen Betrag zu investieren. Meinen letzten Verkauf tätigte ich im Januar 2015, weil das Unternehmen die Dividende kürzte.

    Mittlerweile habe ich eine breite Streuung und stocke hier und da mal auf oder kaufe doch noch den ein oder anderen Wert hinzu. Schön ist außerdem, dass ich mich nicht sehr viel darum kümmern muss und die Ausschüttungen sich schon jeden Monat bemerkbar machen.

    Ob Dividendenaktien zu sehr gehypt werden, wage ich zu bezweifeln. Allerdings nicht, dass mittlerweile immer mehr Kleinanleger auf eben hohe Dividendenrenditen achten. Aber das eine hat mit dem anderen nicht unbedingt was zu tun.

    Ich bin auf der Suche nach tollen Unternehmen und nicht nach einem tollen Geldanlageprodukt. Mir geht es nicht darum irgendeinen Index zu schlagen oder mich sonst irgendwie mit Ruhm zu bekleckern. Ich möchte einfach nur mein Erspartes arbeiten lassen und das möglichst produktiv, ohne dafür ständig Newsticker oder Wirtschaftsnachrichten lesen zu müssen. Die Belohnung dafür sind die Dividenden mit denen ich machen kann, was ich möchte. Und im Moment möchte ich diese reinvestieren.

    Fehlgriffe habe ich aber auch schon getätigt. Das gehört dazu und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht das letzte Mal gewesen sein.

    Gruß,
    Marco

  23. KM

    @MarcoZ
    Ja das würde mich interessieren wo du deine LV verkauft hast.
    Das Buch würde mich interessieren.
    „Aktien für die Ewigkeit“ von der letzten Verlosung habe ich mir selbst gekauft und gestern zu Ende gelesen.

    Mein Erster Kontakt mit Aktien war etwa 2001 rum. Damals hatte ich bei der Sparkasse je 1000,- DM in einen konservativen, mittleren und risikoreicheren Aktienfonds oder in der Art bei DEKA investiert. Ich wollte damals einfach mal sehen was daraus werden wird. Nunja immer wenn ich ein wenig im Plus war kassierte das FA mit und gestiegen sind die auch nicht wirklich. Zumindest nicht wie in den schönen Grafiken aus der Vergangenheit die mir gezeigt wurden (ja ich weiß ich war naiv). Als ich sie wieder verkauft habe 2005 oder 2006, ich weiß nicht mehr genau waren sie auf jeden Fall mehr oder weniger +- jeweils bei 1000,- DM geblieben. Danach war das Thema für mich erst einmal erledigt.

    Ab 2003 hatte ich mein erstes Online Tagesgeldkonto bei der diBa eröffnet.
    Danach folgte ich mit meinem ersparten den Neukundenangeboten diverser Tagesgeldbanken. Januar 2009 bekam ich noch 5% bei Volkswagendirektbank für 5-6 Monate.

    2010 folgte der Kauf eines alten Hauses das ich bis 2016 zum Wohn- und Geschäftshaus hergerichtet habe. Darin steckt nun das meiste Kapital.
    Es ist dann schon ein gutes Gefühl für Firma und Privat keine Miete mehr zahlen zu müssen und zusätzlich noch welche zu bekommen.

    Ich bin übrigens kein Sparkassenkunde mehr.

    Ich würde mir wünschen ich hätte mit 18 das über Finanzen gewusst was ich heute weiß.

  24. Johannes

    Ich bin ein Fan der Dividendenstrategie. Dividenden helfen ungemein an seiner langfristig gewählten Strategie festzuhalten, besonders wenn es an der Börse einmal kracht.

  25. Björn Fischer

    Die Dividendenstrategie ist meines Erachtens die sinnvollste Variante fürs Alter vorzusorgen.

    Allerdings Versuche ich ca. 20% meines Aktienportfolios mit Growth-Titel zu bestücken.

    Vorzugsweise orientiere ich mich bei meiner Aktienauswahl am größten Kapitalmarkt der Welt USA.

    Ansonsten ziehe ich die 10%-Sparquote vom Nettogehalt durch mit leichter Steigerung-Tendenz. Bisher verfolge ich die Methode seit 5 Jahren und hatte somit noch keine Baisse erlebt. Ich bin gespannt wie ich mich verhalte, wenn es soweit ist.

  26. Blümchen

    Schön, wenn man einen coolen Opi hat!

    Nach allem was ich weiß ist die Dividendenstrategie, dass einzige was langfristig an der Börse funktioniert. Alles andere kann man vergessen.

  27. Hilmar Wenz

    Toller Artikel über die langfristige Geldanlage in Dividendenaktien.

    Erfolgreiches Investieren wünscht

     

    Hilmar Wenz

  28. Markus

    Die Dividendenstrategie ist die einzige Aktienstrategie, von der man irgendwann mal seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Schließlich möchte man nicht Monat für Monat Aktien verkaufen, deswegen sind Dividenden ideal.

  29. Andrea

    Eine gesonderte Dividendenstrategie fahre ich nicht, aber habe nichtsdestotrotz mehrere Unternehmen im Depot, die eine schöne Dividende zahlen (BASF, Royal Dutch Shell …). Die Dividenden sind das Salz in der Suppe des Aktiensparers, da es Spaß macht, die Erträge zu bekommen und wieder neu investieren zu können. Ich glaube, dass das etwas sein kann, was dazu beiträgt, auch bei fallenden Kursen bei der Stange zu bleiben, quasi eine Motivation, wie MarcoZ eben hier schrieb.
    Die Dividendenaristokraten sind im Moment doch eher teuer, so dass ich mich beim Aktienkauf nicht darauf fokussiere. Insofern stimmt das mit dem Hype. Deshalb lasse ich im Moment die Finger davon, aber ich kann mir vorstellen, solche Unternehmen zu einem anderen Zeitpunkt zu kaufen. Fpr diejenigen, die diese Aktien schon vor längerer Zeit zu viel niedrigeren Kursen gekauft haben, ist der Hype natürlich super.

     

     

  30. Jan-Philipp

    Als langer Mitleser jetzt zum Kommentar „überredet“

    Ich finde Dividendenaktien und -ETFs großartig, auch wenn ich glaube, dass sie bei der aktuellen Marktsituation etwas überhitzt sind.

    aber umso besser, wird es bei der nächsten „Krise“ deutlichere Rücksetzer geben.

    regelmäßige Dividendenausschüttungen motivieren mich jedenfalls ungemein. Und können reinvestiert werden 🙂

  31. Heiko A.

    Ich kann mich noch nicht dazu durchringen einzelne Aktien zu kaufen. Sollte das mal der Fall sein dann sicher auch Aristokraten.

    Allerdings bevorzuge ich das sture, langweilige investieren in einen MSCI World ETF und zwar thesaurierend. Ich mag es wenn die Gewinne direkt wieder angelegt werden, um später ideal vom Zinsenszins zu profitieren. Natürlich kann man auch die Dividenden reinvestieren, aber nicht jeder macht das und ich bin von Natur aus faul 😀

     

    Übrigens ist das hier eine tolle Plattform, daher meine Bitte an Tim: Weitermachen!

     

    Viele Grüße

    Heiko

     

  32. Heiko A.

    Noch ein kleiner Einwurf bezüglich der Dividenden:

    Die Ausschüttung bedeutet doch gleichzeitig dass die Aktie um diesen Wert gemindert wird, oder? Daher verstehe ich nicht unbedingt warum eine Dividende so gehyped wird? Sicher ist das ein schönes Gefühl, aber hat es wirklich einen Mehrwert?

  33. Fabi aus B

    Hallo Tim,

    also Dividendenstrategie ja, aber nicht ausschließlich. Lieber ein paar Strategien gleichzeitig laufen lassen. Ich habe zum Beispiel auch Wachstumsaktien aus dem Technologiesektor, denen ich große Chancen zurechne. Machen aber insgesamt nur einen kleinen prozentualen Anteil aus. Weiterhin verfolge ich auch mit einem Teil meines Geldes die Strategie von Joel Greenblatt, die Börsen-Zauberformel. Der Name der Strategie ist meiner Meinung nach blöd gewählt, weil es keine Zauberformel an der Börse gibt, aber sie macht meiner Meinung nach Sinn, allerdings auch nur ab einer Mindestinvestitionssumme, aufgrund der Gebühren die anfallen.

    Mein Lieblingsbaby ist neben meinen Kindern aber die Dividendenstrategie. Ich muss da auch meinen Vorrednern widersprechen, ich sehe nicht, dass sie allgemein gehypt wird und nun jeder in Aristokraten investiert. Ich kenne noch immer kaum Leute aus meinem Umfeld, die in Aktien investieren, am Ende ist die „Angscht“ dann doch größer!

  34. MattySpaghetti

    Zum Thema Sparen allgemein, denn über Dividende kann ich noch nicht so viel berichten: Meine Frau hat einen amerikanischen Pass, deshalb konnten wir bei unserer Online-Hausbank leider kein Depot eröffnen. Dies erfuhren wir leider, nachdem wir komplett von einer normalen Bank gewechselt hatten. Mit Sack und Pack. Die Broker sind aufgrund des gültigen amerikanischen Steuergesetzes sehr vorsichtig, was das angeht. Nachdem wir jetzt ein großes Depot zusammen über mich eröffnet haben, haben wir uns doch entschieden, für sie ein eigenes Depot zu eröffnen. Bei Consors oder Flatex. Und schon haben wir zwei Depots, was ich eigentlich nie wollte wg. Tradingkosten, Aufteilung des Freistellungsauftrag etc..

    So rutscht man wie so oft in Situationen, die man anders geplant hatte. Der Plan jetzt: Meine Frau investiert per Sparplan (KISS-Style, MSCI World), ich wie bisher manuell per Rebalancing, und zusätzlich Dividendenwerte (na, doch ein wenig beim Thema gelandet!)

    Vielleicht kann jemand was sagen zum Thema Auslandsdepot in den USA. Was für Nachteile/Vorteile hat das? Mit der Steuereinfachheit ist es dann wohl vorbei, oder?

    PS. Tolle Vorstellung, einen solchen Opa zu haben!

  35. PIBE350

    Heiko: ,,Noch ein kleiner Einwurf bezüglich der Dividenden:

    Die Ausschüttung bedeutet doch gleichzeitig dass die Aktie um diesen Wert gemindert wird, oder? Daher verstehe ich nicht unbedingt warum eine Dividende so gehyped wird? Sicher ist das ein schönes Gefühl, aber hat es wirklich einen Mehrwert?“

     

    Das mit den Kursabschlägen stimmt. Für regelmäßige Ausschüttungen können psychologische und praktische Gründe sprechen: ein besseres Gefühl in Zeiten fallender Kurse, mehr verfügbares Geld für die Ausbalancierungen, eine praktischere Handhabung in der Entnahmephase, regelmäßige Belohnungen (z.B. Kohle für Weihnachtsgeschenke) usw. In der Vergangenheit liefen Dividendenaktien sogar besser, aber dies muss nichts für die Zukunft heißen.

    Letztendlich muss jeder die für ihn richtige Strategie finden. 😉

  36. Gurki

    Netter Artikel. Aber neben dem vielen sparen sollte man das Leben nicht vergessen! Ich mache es mittlerweile so, dass ich neben dem harten monatlichen Sparen auch einen monatlichen Betrag zur Seite lege, von dem ich mir später (elektronischen) Spielkrams bewusst kaufen kann und werde. Also ein neues iPhone, eine teure Heimkinoanlage. Denn bisschen Spaß muss der Mensch auch haben. Und es kommt auf die Maßen des Sparens an. Wer nur spart und nichts vom Leben hat, freut sich mit 80 Jahren vielleicht über seine Million, hat aber nichts erlebt und hatte ggf. sogar nie Spaß an irgendwelchen Dingen.

    Das will ich absolut nicht. Dann lieber etwas weniger als eine Million im Alter, dafür aber auch ein schönes spaßiges Leben gehabt.

     

  37. Funki

    Gegenüber der Direktanlage in dividendenstarke Aktien scheint eine Anlageform mit Seitwärtsrendite so ziemlich aus der Mode gekommen zu sein: Die Anlage in Bonus-Zertifikate auf dividendenstarke BlueChips mit hohem Puffer und geringem Aufgeld. Gerade Hr. Röhl hat hier mit seinem Zertifikatejournal vor über 10 Jahren doch entsprechende Pionierarbeit geleistet.

    Ich habe mit dieser Anlageform in den letzten 10 Jahren eine jährliche Rendite von über 10% erreicht. Natürlich hatte ich Glück, dass ich keine Zertifikate von Lehman im Depot hatte. M.E. ist das Emittentenrisiko aber überschaubar, da wohl keine der systemrelevanten Banken mehr fallen gelassen werden wird.

    Anfang des Jahres habe ich ein Musterwikifolio aufgelegt, mit dem ich aktuell ca. 20% im Plus bin. Hierbei bin ich jedoch etwas höhere Risiken eingegangen (z.B. Anlage in DeutscheBank-Zertifikate nach massivem Einbruch des Basis-Wertes).

    Wie steht denn die „Blog-Community“ zu einer Zertifikatestrategie?

  38. PIBE350

    An Gurki: Ja, man lebt schließlich nur 1-mal. Bei mir sind es regelmäßige Reisen. Dafür mache ich mir nichts aus Mobiltelefonen, Autos, Häusern, Klamotten und Restaurants. Es geht mir (und Tim denke ich auch) um bewussten Konsum. Dinge, die einen wirklich glücklich machen. 😉

  39. DivSky

    Nachtrag zu meinen ersten Post.

    Habe nochmal intensiv überlegt und eigentlich geht meine Hauptstrategie über die DGI und HYI. Bin damit sehr zufrieden, auch wenn mir am Anfang ein paar Fehler passiert sind. Letztendlich bin ich jeden Monat froh, über diverse Geldeingänge und dieses Gefühl ist einfach unglaublich 🙂

     

    @Stefan,

    ist das wirklich so kompliziert? Dachte wenn ich meine Aktien auf einen Internationalen Broker überschreibe und mich einfach in D abmelde, kann der Staat doch keine Steuer verlangen oder?

     Verstehe nicht, wie der Staat in D auf meine Aktien zugreifen könnte. Denn das ist ja nur ein Bankwechsel und ein Umzug ins Ausland.

     

    @MS,

    warum würdest Du WDR kaufen? Gibt es besondere Gründe?

  40. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @DivSky,

    Moin! Weil ich die schon eine Weile beobachte und sie mir gefällt; „The company traces its history to September 3, 1937 when it was founded by Chauncey Waddell and Cameron Reed. The company was one of the first to sell funds following the Investment Company Act of 1940. Two of its funds—United Income Fund and United Accumulative Fund—were among the first mutual funds in the United States.“ (Quelle; Wikipedia)

    Jetzt wäre die Bewertung/Preis günstig. Na mal schauen. Ein paar gehen vielleicht doch. 😉

    Ich mag nicht die großen Haie wie BlackRock. Diese Woche kam ja ein Dokufilm über den von Ackermann in den Selbstmord getriebenen Banker Pierre Wauthier bei der Zurich.

    Ich mag die Firmen, die unter dem Radar fliegen, und nicht von der Herde gekauft werden. Von den Großen würde ich vielleicht BEN (Franklin Resources) aus dem Bauch heraus nehmen, sind aber zu geizig.

    Alternativ zu WDR gefällt mir schon immer AB (Alliance Bernstein). Na ja…

    Schönen Tag

    MS

     

  41. Ex-Studentin

    Die Dividendenstrategie ist verlockend. Bei ausreichender Diversifikation sicherlich nicht das Schlimmste, was man machen kann. Zumal man vielleicht schon durch ein Unternehmen reich werden kann, wenn man dieses Schmuckstück (wie damals Cola oder google) im Depot hat. Ich traue mir aktuell nicht zu, den Markt zu schlagen, weswegen ich ETFs nutze. Am Anfang ist mir das Sparen an sich wichtiger. Da ich noch keine Krise mit meinem Depot erlebt habe, bin ich etwas vorsichtiger.

  42. Tiro1

    Toll Obama

    Auch ich jabe KPS Aktien! 🙂 Die ketzigen Kennwerte zum damaligen Einkaufswert sind phänomenal!

     

  43. Michi

    wieder ein schöner Artikel, Tim

    Dazu fällt mir die Redewendung „Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit“ ein.

  44. Freelancer Sebastian

    Das schöne an den Dividenden-Aristokraten ist ihr zuverläßiges und langweiliges Geschäftsmodell. Hier gibt es nicht viel zu spekulieren, was wohl die Zukunft bringt.

    Alltagsgüter, die wir alle brauchen. Vor allem VERbrauchen. Ist doch wunderbar, sich mit Hilfe von Aktien an diesen Geschäften zu beteiligen. Die regelmäßigen Dividenden sind Motivation und Beruhigungspille in einem.

  45. Mark

    Ich investiere seit 2013 in Aktien, zuerst nur deutsche Aktien, hauptsächlich aus dem DAX, da mir die Erfahrung fehlte, ich dachte mir, da kann man schon nicht so viel verkehrt machen. Durch Zufall bin ich Anfang des Jahres auf einen Blog zur Dividendenstrategie gestoßen und war begeistert von der Tatsache, regelmäßig (je nach Ausschüttungstermin ggf. monatlich) eine Dividende zu erhalten.

    Nachdem ich mich intensiv mit dem Thema beschäftigt habe, u. a. auch hier im Blog mitlese (danke an alle!) habe ich mein Depot nun schon weitestgehend „umgebaut“, dass ich nun die Basis für ein schönes Dividendendepot habe.

    Ich versuche, eine Sparquote von 50% zu erreichen, momentan schaffe ich aber nur max. 30%. Dividenden werden reinvestiert. Ich stimme Tim bei dem Thema Konsum zu, bin aber der Meinung, dass man sich trotzdem ab und an was Schönes gönnen sollte. Z.b. ein schönes Kleidungsstück, dass etwas mehr kosten darf, ein neues Smartphone etc.

     

  46. Björn

    Zum Thema Aktiensparplan: Ich habe jetzt bei der DiBa für 8 Blue Chips einen monatlichen Aktiensparplan abgeschlossen. Jeweils 50 Euro. Sicher stören mich die 1,75 % Gebühr, aber so lässt sich aus meiner sicht zumindest mal ein Anfang machen. Die Blue Chips sind auch Dividendenaktien, finde die Dividendenstrategie auch sehr sinnvoll. Wenn jährliche Dividendensteigerungen erfolgen tun aus meiner Sicht die 1,75 % Gebühr auch nicht weh.

  47. Freelancer Sebastian

    @ Heiko A.

    Es mag sein, dass es wie ein Nullsummenspiel erscheint – und bevor sich Stefan Meisel die Haare rauft: Ist es ja auch! Allerdings steigt mit dem Kursrutsch auch die (erwartete) Dividendenrendite. Der Dividendenabschlag erzeugt einen attraktiven Preis. Kein Wunder, dass gerade die Dividenden-Aristokraten den Abschlag zügig wieder aufholen.

    Für Kleinanleger würde ich zudem die psychologische Komponente nicht unterschätzen. Es ist schön, wenn regelmäßig Geld eintrifft. Manch andere Aktie beschert einem dagegen schlaflose Nächte….

    Einen Hype um Dividendenaktien kann ich zudem nicht erkennen. Einverstanden – in der Börsencommunity sind sie in Mode. Und die Institutionellen packen sich die „sicheren“ Dividenden ins Gepäck, weil die „sicheren“ Zinspapiere nahe Null liegen. Die KGVs sind momantan auch höher als im 5-Jahres-Schnitt. Es darf gerne günstiger werden.

    Aber Gespräche in der Nachbarschaft, wer denn welche Dividendenaktien im Depot hätte, habe ich noch nicht vernommen. Auch die BILD hat seit anfang 2015 nichts mehr von sich hören lassen….  😉 .

  48. H0ba

    Mein Ziel ist es selbst zum Dividenden-Aristrokrat zu werden. Also mindestens 25 Jahre durchgehend Dividenden erhalten zu haben.

    Die Hälfte ist geschafft. Aus Erfahrung kann ich daher nur bestätigen, es ist langweilig, es zieht sich und man denkt es passiert nix. Aber wenn man dann die Zahlen mal mit früher vergleicht oder in Relationen zu Einkommen aus Beschäftigung setzt, Wahnsinn.

     

  49. Tom

    Bei den mitarbeiteraktien merke ich nach fünf Jahren wie sich stetiges dazukaufen und reinvestieren langsam bemerkbar macht. Plus die Erhöhung der Dividenden…

    Seit Januar hab ich Shell Anteile erworben.. quartalsweise dividende welche reinvestiert wird…

    ….Das gleiche bei Coca Cola Anteilen. ..

    Usw….

  50. Sebastian

    Sparen bedeutet für mich in manchen Situationen den Schweinehund zu überwinden. Besonders in meinen jungen Jahren, in denen Statussymbole wohl das wichtigste zu sein scheinen. Mit Sparplänen gelingt das besser, als sich jeden Monat „aufzuraffen“ Geld beiseite zu legen. Da ich noch nicht genügend Kapital habe, um in Aktien zu investieren und lieber breiter aufgestellt sein möchte, investiere ich aktuell ausschließlich in ETFs. Ob Dividendenaristrokaten später für mich eine Option sind, wird sich dann zeigen. Noch herrscht natürlich etwas Skepsis, ob ich oder andere mit dem Portfolio stabil aufgestellt sind. Bis dahin Krisen aussitzen, Ball flachhalten und es ruhig angehen lassen.

  51. Jürgen

    Hallo Tim,

    vielen Dank für den schönen Artikel. Ich lese Deinen Blog mittlerweile regelmäßig. Der Link zu Dir liegt in meinen Favoriten bei der täglichen Pflichtlektüre.

    Zu meinem Investitions- und Sparverhalten habe ich beim letzten Buchverschenkartikel von Dir schon geschrieben:

    Reserve in Cash und EM  + monatliches besparen mehrerer ausschüttender ETF und Qualtitätsaktien.

    Gruß aus Köln und weiter so…

     

    Viele Grüße

    Jürgen

     

  52. Mr. B

    Aufraffen brauch ich mich nicht. Im Gegenteil,  ich freu mich  einmal im Monat einen Wert zu kaufen. Vielleicht schon eine Art Sucht. ; )

  53. Jonas

    Dividenden klingen gut, aber ich möchte auf das manuelle reinvestieren verzichten. Thraurisierender ETF-SParplan und gut ist für mich.

    Generell ist das sparen an sich das wichtigste, ob nun Einzelaktien oder ETFs.

  54. Oliver

    Dividendenstrategie hört sich so nach einer bestimmten Investitionsart an. Aber selbst bei dieser Strategie gibt es unterschiedliche Strategien, die sicher auch je nach Alter sinnvoller sein können. Wenn man startet und am Anfang steht, dürfen es gerne überproportional Wachstumsaktien sein mit Bestandteilen von soliden Dividendenzahlern. Später, wenn man irgendwo Richtung Rente geht oder vor der finanziellen Freiheit, kann man auch die Wachstumswerte nach und nach in solide Dividendenzahler tauschen, wenn man möchte. Und nicht die REITs vergessen, die hohe Ausschüttungen produzieren.

    Ich bin bei meinem Depot bzgl. der Firmen recht ungeordnet, was reine Dividendenauszahlung betrifft. Ich habe durchaus Wachstumswerte dabei, die wenig oder gar nichts auszahlen. Ich finde, dass man solche Werte auch im Depot haben sollte und sehe das nicht als Spielgeld. Es spricht nichts dagegen, sich an extrem erfolgreichen Firmen, die neue Geschäftsfelder erschliessen und daher einiges an Geld dafür aufwenden, zu beteiligen. Daneben besitze ich eine ganze Latte von langweiligen alteingesessenen Aktien von Unternehmen, die seid Ewigkeiten Dividenden zahlen und diese steigern. Manches ist heute etwas zu teuer, aber auch in diesem Sektor kann man immer wieder was nettes finden, weil es gerade nicht populär ist. Es ist wie im Supermarkt: Du kannst die Angebote nehmen oder die Dinge, die unten im Regal stehen. Du kannst das kaufen, was auf Augenhöhe steht und zahlst entsprechend mehr. Wobei es Firmen gibt, die immer in Augenhöhe im Regal stehen wie z.B. Coca Cola. Diese Unternehmen diversifiziert ergeben bei mir die solide Basis meines Depots.

    Dann habe ich noch meine dritte Gruppe mit den REITs und den hohen Auszahlern. Das sehe ich ähnlich wie bei den Wachstumswerten: Das sollte man auch im Depot haben. Diese Aktien sorgen dafür, dass überdurchschnittlich Cash-Flow fliest. Man darf sich dort keine tollen Kursgewinne erhoffen und man muß vorsichtig in der Auswahl sein. Bei REITs habe ich noch nicht so viele wirklich schlechte Erfahrungen gemacht, aber bei den hohen Ausschüttern sollte man unbedingt darauf achten, das sie keine Substanz ausschütten.

    Meine Anzahl der Unternehmen, an denen ich Aktien besitze, steigt ständig. Und mir fallen immer noch viele Firmen ein, wo ich gerne ein paar Aktien besitzen möchte. Trotzdem stocke ich auch gerne bei bestehenden Werten auf. Ich sehe das Investieren als Marathonlauf. Man bekommt nicht schnell große Ergebnisse, aber mit der Ausdauer werden die Ergebnisse immer besser und die Erträge z.B. aus Dividenden steigen kontinuierlich. Meines Erachtens eine sehr intelligente Methode, um sich über die Jahre frei von finanziellen Zwängen zu machen, ohne sich übermässig engagieren zu müssen. Im Gegenteil: je länger man es macht, desto geringer der Aufwand, da die Mechanismen der Recherche und das Wissen über die Unternehmen kotinuierlich ansteigt und man alles besser einschätzen kann.

  55. Max

    Meine Gedanken zur Dividendenstrategie – Warum?:

    Der Aktienmarkt ist ein zumeist frei zugänglicher Markt. Hier tummeln sich Privatanleger (wir), Institutionelle Anleger, sonstige Profianleger und Computer-Algorithmen, die von den zwei zuvorgenannten designed, implementiert und eingesetzt werden. Wer als Privatanleger denkt, dass er gegenüber all dieser geballten Intelligenz beim Traden eine Chance hat, sollte sein Vermögen lieber im Casino mehren. Ich denke hier an die zur verfügung stehenden monetären Mittel und an den Wissensvorsprung sowie an die Möglichkeiten der Kusmanipulation durch z.B. Analysteneinstufungen etc.

    Aus dieser Überlegung gibt es nur wenige Strategien, die aus meiner Sicht an der Börse zu einem Erfolg führen können:

    Gegen den Trend (kaufen, wenn die Kanonen donnern)
    Trendfolge (Kaufe den Hype und steige aus, wenn es um den Hype ruhig wird)
    Dividendenstrategie

    Aus den drei oben genannten Prinzipien lässt sich vermutlich 1 mit 3 am besten kombinieren für den langfristigen Erfolg. In meinen Augen sind beide Strategien nur schwer durch Algorithmen (Wissensvorsprung, Objektivität) oder Profianleger (Beeinflussung von Kursen durch z.B. Analystenempfehlungen) zu beeinflussen.

    Fazit: Gehe keine Wetten ein, bei denen im Voraus schon klar ist, dass keine Chance auf den Gewinn besteht.

     

     

  56. chn

    Ich habe auch den Eindruck, dass in der Finanz-Blogosphäre sehr viel von Dividendenstrategien die Rede ist. Allerdings ist das auch nur eine selektive Wahrnehmung. Zumindest in Deutschland sind Aktionäre nach wie vor die absolute Minderheit, geschweige denn Leute, die direkt in Aktien investieren, sich mit solchen Strategien beschäftigen und Finanzblogs lesen oder gar betreiben. Das ist eine sehr kleine Nische. Früher hätte man das garnicht mitbekommen, weil es den Informations/Meinungsmultiplizierer Internet noch nicht gab. In der Gesamtbevölkerung herrscht immer noch breite Ablehnung von Aktien vor. Man muss nur mal die Kommentarspalten der Online-Magazine lesen, wenn es um Aktien geht. Der couponschneider hat da einschlägige Erfahrung 😉

    Hier die Aktionärsquote in Deutschland seit 2000:

    http://www.boerse.de/dai/quote-aktionaere/grafik

    Sie stagniert seit 2009, nachdem sie seit 2000 kontinuierlich gefallen ist.

    Eine allgemeine Überhitzung des Marktes ist auch nicht zu erkennen, wenn man sich mal z.B. den KGV des DAX ansieht:

    http://www.boerse.de/dax-kgv/

    Der 30-Jahres-Durchschnitt ist 19, momentan liegt er bei 13,26. Und Dividendenaristokraten sind eigenlich immer relativ teuer – dafür sind es Aristokraten.

    Also immer cool bleiben und weitermachen 🙂

     

  57. DivSky

    @Oliver,

    welche Reits tummeln sich denn bei dir im Depot?

     

    @MS, bei der zweiten genannten Aktie sieht das aber Merkwürdig aus:
    Gewinn- und Verlustrechnung
    Mehr

    Umsatz
    191,5Mio €

    Gewinn vor Steuern
    191,5Mio €

    EBITDA
    191,5Mio €

    Den Aktionären zuzurechnender Bilanzgewinn
    169,6Mio €

     

    Im Grunde zu schön um wahr zu sein 😉

    WDR steht jetzt auf meiner Watchlist. Vielen Dank für diesen Wert.

     

    @Tim,

    mir ist noch folgendes zu Schulden eingefallen. Ein Auto auf Kredit zu kaufen ist meines Erachtens in bestimmten Lebenssituationen nicht schlimm. Z.b. kann ich die komplette Investitionssumme anlegen und die Raten quersubventionieren. Bei mir ist es allerdings so, das ich es wegen dem Staat mache. Ja, ich nehme Schulden auf nur wegen dem Staat. Warum? Wenn meine Eltern ins Pflegeheim gehen, werden die Schulden für die Höhe der Gebühren mit einbezogen. Somit mindert es dann später meinen monatlichen zu zahlenden Betrag.

  58. Frank

    Auch mir ist der Dividenden Hype etwas unheimlich. Wenn man bedenkt wer noch keine Aktien besitzt, dann glaube ich könnten wir noch eine Milchmädchenhausse sehen. Dann aber auch mal an der Seitenlinie stehen.

  59. Fabian S.

    Tolle Geschichte und echt klasse, dass der Christian sich schon in so jungen Jahren mit Finanzen auseinandergesetzt hat, aber denke da spielt ja auch das familiäre Umfeld eine Rolle. Wenn die Ahnung haben, erleichtert es den Einstieg!

  60. DivSky

    Übrigens ein weiterer Nachtrag, weil es so schön passt.  Ein wichtiger Bestandteil der  Dividendenstrategie ist auch die Diversifizierung. Das habe ich schon damals hinsichtlich anderer Themen im BWL-Studium gelernt. Bei Aktien ist es nichts anderes. Meine Zielgröße liegt so bei 100 Unternehmen.

    Diese Video bringt es auch gut auf den Punkt!

    https://www.youtube.com/watch?v=yExGMevP1Rk

  61. Oliver

    @DivSky:

    ARI, HCP, O, OHI, QCP, STWD, WY

    Habe aber noch eine ganze Menge auf meiner Watchliste

  62. StefanStefan

    @ DivSky

    Komische Einstellung mit den Schulden. Mit Schulden kann man nicht finanziell unabhängig werden. Vielleicht müssen deine Eltern ja auch gar nicht ins Pflegeheim…

    Ich finde wenn man 100 Unternehmen im Depot haben will kann man gleich nen Index kaufen. Da hat man Diversifikation. Mir reichen 10 Unternehmen. Aber natürlich Topkaliber à la Microsoft. Ich kaufe nicht so komische Sachen wie Matthias 😉 (Liebe Grüsse)

     

  63. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @DivSky,

    wegen AB… laut deren Seite:

    Assets Under Management ($ Billions)
    Total assets under management as of September 30, 2016 were $490.2 billion, up $0.7 billion, or 0.1%, from June 30, 2016, and up $27.3 billion, or 5.9%, from September 30, 2015.

    Net Income in Mio
    Q3/16: 50,258 vs Q3/15: 42,086 +19.4% vs Q2/16: 39,072 +28.6%

    Diluted Net Income per Unit
    Q3/16: $0.52 vs Q3/15: $0.42 +23.8% vs Q2/16: $0.40 +30.0%

    Distribution per Unit;
    Q3/16: $0.45 vs Q3/15: $0.43 +4.7% vs Q2/16: $0.40 +12.5%

    Units outstanding;
    Period-end Q3/16: 94,816,915 Q3/15: 97,772,578 (-3.0%) Q2/16: 96,534,649 (-1.8%)

    MS

    @Stefan,

    kein Problem. Die bekannten Sachen kaufe ich auch, wenn mal wieder die Luft raus ist. 😉

  64. Mr. B

    Hab auch mehr als 100 Unternehmen im Depot. Ein Index o. ETF wäre bestimmt einfacher, macht mir aber nicht so viel Spaß.

  65. Philipp

    Hi!

    Ich selbst fahre auch eine Dividenden-Strategie. Dabei konzentriere ich mich auf weltweite Dividenden-ETF’s (auch die Emerging-Markets sind vertreten). Außerdem habe ich einen kleinen Anteil in einem globalen Unternehmens-Anleihen-High-Yield-ETF und in einem Emerging-Markets-Bonds-ETF’s. Mein Portfolio kann man sich unter http://www.passives-einkommen.rocks anschauen.

    LG

     

  66. Fit und gesund

    Mehr als 15 Unternehmen möchte ich nicht haben, ich habe ja noch meine ETF’s, im Moment hab ich erst 7 Unternehmen, Alles bis auf 1 Unternehmen im Minus, auch die ETF’s sind nahe des roten Bereichs, aber ich warte noch ein wenig, dann kommt sicher die Cash-reserve mal zum Einsatz.

    Schönes WE 🙂

    @Claus,
    wir nähern uns den 30Euro bei Novo Nordisk, evtl. schlage ich am Montag zu?

  67. Prof_S.or

    …etwas mehr Blumen während des Lebens, weniger am Grab…, so sinngemäß die Zeilen eines Inspirators.

    Realistische Gewinnchance – ja, ein Buch Mildred – ganz ohne Risiko, warum nicht?

    Dividendenstrategie? Falls ja, welche? Mechanisch nach Graham, modifizierte Low4 oder gepflegte Aristokratenjagd?

    Umstrittene Studien für & wider, einäugige Datenerhebungen, geschönte Statistiken – jeder Strategie immanent. Als Trader & Investor halte ich mich gern an sinnlich wahrnehmbare Vorgänge bzw. Zustände aus der Gegenwart, hilfsweise aus der Vergangenheit:

    Dividendenausschüttungen mindern den Unternehmenswert entsprechend. Fällt der Kurs, erhöht sich die Dividendenrendite. Diese entschädigt dann den Aktionär. Geringere Volatilität als Folge.

    Als eine der wenigen Bilanzpositionen ist die Dividende einer Manipulation kaum zuänglich. Ihrer Historie verdanken wir daher zuverlässige Aussagen betreffend die Unternehmensentwicklung. Bei entsprechender Kontinuität & Konsistenz sind Rückschlüsse bzgl. der Unternehmensstärke angebracht & suggerieren gar das Vorliegen eines bewährten, nachhaltigen Geschäftsmodells.

    Unbestritten wirkt sich die Dividende mittel- bis langfristig – stetige Reinvestition vorausgesetzt – positiv auf die Gesamtrendite des Wertpapiers aus. Eine beachtliche Erkenntis.

    Wir wissen wo der Teufel liegt. Gerne oute ich mich als relativer Dividendenstratege, sowohl als Investor, aber auch als Trader.

    Konservative Geldstromanalagen vermitteln ein geschmeidiges Gefühl von Sicherheit und Erfolg – auch in Zeiten fallender Kurse. Weniger Irritation, keine Panik. Gelassenheit & Weitblick werden trainiert & modifiziert. Ich unterschreibe & kaufe auch lieber Aktien als Konsumgüter.

     

     

     

     

  68. Obama

    hallo @all.

     

    Wenn man Kinder hat, kann ich nur empfehlen diese früh an die Börse heran zu führen. Mein Sohn ist 12 und hat sich vor ein paar Monaten Apple Aktien gekauft. Seine ersten selbst gekauften Aktien. Seitdem beschäftigt er sich automatisch mit Aktien/Börse . Er freut sich, wenn er 20€ im Plus ist. Macht Spaß ihn zu beobachten. Er plant, dass wir sein Taschengeld ab nächstem Jahr in einen Wertpapiersparplan einzahlen. Er hat sich dafür Berkshire ausgesucht (also keinen Dividendentitel).

    Allen danke für die tollen Beiträge.

     

     

     

  69. Ich

    Wie könnte ich meinem Sohn am besten beibringen das Invest in Dividendenaristokraten DER Weg ist ?….natürlich durch vorleben und evtl durch dieses Buch…?

  70. Markus

    @ Markus„Die Dividendenstrategie ist die einzige Aktienstrategie, von der man irgendwann mal seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Schließlich möchte man nicht Monat für Monat Aktien verkaufen, deswegen sind Dividenden ideal.“

    Nein, es ist nicht die einzige Strategie von der man seinen Lebensunterhalt bestreiten kann!

    Wenn man eine Strategie über mehrer Dekaden inklusive eine Strategie die sich an prozentualen Positionsgrößen orientiert, kann man mit sporadischen Verkäufen kostenloses (besser geschrieben Kosten neutrales) Rebalancing mit Verkäufen betrieben um entsprechend der eigenen Risikotoleranz investiert zu sein…

    Die Dividenden-Strategie hat Vor- und Nachteile. Sie ist nur die Ableitung vom Free-Cashflow, welcher für mich persönlich die bessere Kennzahl ist. Auch hat sie Überschneidungen zum Value-Segment.

    Ich würde nie Großteile meines Vermögens auf eine einzige Sub-Aktienasset-Klasse setzen, da Diversifikation das einzige „free lunch“ an der Börse ist.

  71. Carlos

    Dividenden und Dividendenstrategien sind nicht grundsätzlich schlecht, da ich aber nicht auf regelmäßige Auszahlungen angewiesen bin, zählt für mich nur die Langfristrendite und die korreliert zwar mit dem Value-Faktor, aber nicht unbedingt mit dem Dividendenfaktor. Daher spielen Dividenden(-Titel) für mich nur eine nachgeordnete Rolle.

    Was ich wirklich mehr als fragwürdig finde, sind Aussagen „Dividenden sind der neue Zins“. Dividendentitel werden objektiv als Anlageklasse nicht mehr oder weniger Attraktiv in Abhängigkeit vom Zins-Marktumfeld und sind als Aktien-Anlageklasse risikobehaftet und liefern daher keinen Zins sondern eine Risikoprämie, somit auch ein Risiko, dass es zu verkraften gilt, wenn man die Prämie einfahren will.

    Gruß

    Carlos

     

  72. StefanStefan

    Lustig zu sehen wie hier auf einmal alle mehrfach schreiben. Nur weils was umsonst gibt hahahahaha. Typisch deutsch halt.

  73. Marius

    Meiner Meinung nach sind Dividenden ein großer Erfolgsfaktor, weil man so jedes mal Cashflow in die eigene Kasse bekommt und diese wieder in neue Ideen investieren kann. So kann man den Zinseszins super nutzen, und man Spekuliert nicht darauf das etwas später mehr sein könnte sondern konzentriert sich auf den Cashflow. Nur achte ich mehr auf Steigerungsraten, Kontinuität der Zahlung usw. und weniger auf die jetzige Höhe.

  74. Peter Faber

    Schlimme Meinung!

    „Die konsumgeile Mittelschicht“ kauft zumindest in Teilen keine Aktien und schon gar keinen Mercedes (oberhalb der Kleinwagen), weil sie ihr bisschen Einkommen je nach Familienstand, Wohnort und Bedürfnissen (nahezu) vollständig für ein anständiges Leben benötigt. Die Arroganz des Beitrags beruht möglicherweise auch auf der Ignoranz, wer alles noch zur Mittelschicht zu zählen ist, und in welch prekären Verhältnissen diese Mittelschicht lebt.

  75. DivSky

    @Stefan,

    schade das ich meinen vorherigen Post nicht mehr editieren kann.

    Nochmal zu deinem Statement:

    „Komische Einstellung mit den Schulden. Mit Schulden kann man nicht finanziell unabhängig werden.“

    Was bringt es mir wenn ich ein Teil meines Depots von 20000 Euro verkaufe und dann das Auto bezahle? Ich für mich sehe darin einen deutlichen Nachteil. Ich verringere meinen Kapitalstock und somit einen erheblichen Dividendenstrom. 20000 Euro mal eben anzusparen, als Jemand der in der Mittelschicht arbeitet, ist gar nicht so leicht. So zahle ich die nächsten Jahre lieber meine Rate X und erhöhe zeitgleich noch meinen Kapitalstock durch evtl. freie Mittel wie Lohnerhöhungen/Dividenden/Gespartes. Im Grunde genommen folge ich seit Jahren dem magischen AAA-Dreieck.

    Ich fühle mich mit meinen Autoschulden trotzdem finanziell unabhängig. Haus und Auto (gerade bei Familien) betrachte ich nicht als Konsumschulden. Für alles weitere Schulden aufzunehmen wäre wirklicher Unsinn.

     

  76. Mareike

    Sicherlich sind Dividen und Dividendenstrategien die Möglichkeit eines Erfolgsmodells. Jedoch finde ich es immer wichtiger verschiedene Anlageklassen (Immobilien, Gold, Aktien, Rohstoffe) zu mischen, falls mal eine Sache nicht so gut läuft. Hierbei lehne ich es jedoch ab auf „Teufel komm raus“ zu sparen und gar nicht mehr das Leben zu genießen. Manch große Fernreise kann man nur in jungen Jahren machen, wenn man unabhängig ist, gesundheitlich fit und keine Verpflichtungen hat. Dies kann sich sehr schnell ändern.

  77. PIBE350

    An Stefan: Ich bin wegen des Blogs hier. Ich mag Bücher, möchte sie mir aber selbst zulegen. Also schon mal eine Konkurrenz weniger. 😉

  78. Marius

    Und ps du betreibst hier einen sehr guten Blog, mach weiter so 🙂 Schade das so viele Menschen beim Thema Finanzen abschalten oder es an Fachleute abgeben. Am ende kann man jemandem die Schuld geben und muss diese nicht bei sich selber suchen.

     

  79. PIBE350

    An Peter FaberLaut IW gehören Alleinstehende mit einem Einkommen zwischen 1310 und 2460 Euro netto zur Mittelschicht. Ich gehöre dazu. Paare ohne Kinder zwischen 1965 und 3685 Euro. Familien mit 2 Kindern zwischen 2750 und 5160 Euro. Prekär sieht für mich anders aus. Warum soll sich in diesen Einkommensbereichen nichts für später zurücklegen lassen?

  80. StefanStefan

    @ PIBE350

    dich habe ich ja auch nicht gemeint; du schreibst ja regelmäßig hier 😉

     

    @ DivSky

    ich hatte das so verstanden, dass du dich möglichst hoch verschuldest um keine Kosten für das eventuelle Pflegeheim zahlen zu müssen.

    Ansonsten stimme ich dir zu, ich würde wohl auch nicht an mein Depot gehen um ein Auto zu kaufen. Auf mich kommt diese Entscheidung demnächst mal zu, denn mein alter Benz ist jetzt 22 Jahre alt. Langsam nervt er. Aber wenn ich mir angucke was man für ein unglaubliches Geld ausgeben muss…da kommen einem die Tränen. Vor allem seit ich in Zinseszins denke. 20.000 für ne scheiss Karre bedeuten eigentlich 200.000 auf 30 Jahressicht!

    Aber so hardcore bin ich nicht drauf, dass ich total auf ein Auto verzichten wollte. Lebe auch nicht in einer Großstadt mit U-Bahn Netz.

  81. Piaster

    Ich finde es in der aktuellen wirtschaftlichen Lage schwer eine vernünftig bewertete Dividendenaktie zu finden, die in der nächsten wirtschaftlichen Krise sowohl nicht zu sehr an Wert verliert und auch Ihre Dividende halten kann.

    Von daher sehe ich aktuell Investments in andere Aktien oder Fonds als sinnvoller an. Dividendenaktien werden vermutlich irgendwann mal wieder günstig zu haben sein.

    Man muss also nicht zwangsläufig immer auf Dividendenaktien setzten, wenn man abwarten kann gibt es immer interessante und zu dem Zeitpunkt günstige Anlageformen.

     

    Gruß

    Piaster

  82. easydividend

    „Um es zusammen zu fassen: Passen Sie beim Konsum auf. Setzen Sie sich Sparziele. Meiden Sie Schulden. Investieren Sie. Halten Sie Ihre Investmentkosten gering. Vermeiden Sie das Trading. Halten Sie Kosten wie Steuern oder Gebühren gering. Streuen Sie.“

    Ich stimme zu, bis auf den Punkt mit dem Trading. Für den Normal-Investor dem die durchschnittliche Aktienrendite über die Jahre genug ist, kann man hier auch nichts dagegen sagen.

    Aber wenn man mehr möchte lohnt es sich auf jeden Fall sich weiterzubilden. Für Menschen die sich nicht weiterbilden wollen, sollte dieser Weg auch nicht gegangen werden, da schon etwas Arbeit damit verbunden ist. Jedoch bin ich der Meinung, dass man alles erreichen kann, wenn man es nur wirklich möchte.

    Sollte keine Kritik sein, habe mich durch diese Zeilen nur etwas angesprochen gefühlt.

     

    mfG Chri

  83. Pete Maravich

    Super Artikel, Herr Schäfer.

    Ich liebe Dividenden, betreibe aber keine Dividendenstrategie. Ich kaufe Aktien nicht wegen der Dividenden, sondern wegen der Perspektive. Dividenden sind für mich ein Anzeichen, dass das Unternehmen potent genug ist, um Barmittel auszukehren, zugleich aber Aktien zurückkaufen und investieren kann. Dieser Dreiklang muss stimmig sein. Extrem hohe Dividendenrenditen sehe ich kritisch. Ich denke an die Telekom, die jahrelang mehr ausgeschüttete, als sie einnahm. Die Dividendenrendite meines Depot liegt bei 4,2 % brutto. Das hängt natürlich vom jeweiligen Kurs ab. Wenn ich sehe, dass andere mit Nettodividendenrendite von 6 % rechnen, dann bin ich skeptisch, dass das langfristig gut gehen kann.

    Ich spare ca. 50 % meines Grundgehaltes und alle Zulagen zum Gehalt und alle erhalten Dividenden werden auch reinvestiert. Ziel ist es, die passiven Einnahmen, d.h. den Dividendenstrom, stetig zu erhöhen. Vor ein paar Jahren war es noch ein kleines Dividendenbächlein, das mir einen Fuffi im Jahr brachte. Mit der Zeit wurden es aber über 400 € netto pro Monat bzw. 520 € brutto pro Monat, also schon ein kleiner Fluss. So macht das Sparen Spaß, weil man sehen kann, wohin die Reise geht.

  84. Andreas

    Letztendlich fahre ich auch eine Dividendenstrategie, in wohl etwas abgewandelter Form. Habe momentan nur Aktien, die Dividende zahlen, im Depot, aber nicht nur Aristokraten oder 3%+. Mich muss schon auch die Zukunftsperspektive überzeugen, allein weil es viel Dividende gibt, ist für mich kein Kaufkriterium. Gerade die Aristokraten bekommt man ohnehin nur selten günstig. Die habe ich auf der Watchlist, und wenn mal einer schwächelt, den ich im Depot haben will, schlage ich zu:) Aktuell ist Unilever ein heißer Kandidat, fehlt mir noch. Mal sehen, wie weit die Aktie noch zurück kommt…

  85. Andreas

    @Pete Maravich: Ja 400 netto pro Monat ist schon echt super. Soweit bin ich leider noch nicht;) Aber bin jetzt umgerechnet auf den Monat zumindest schon mal bei etwas über 100 Euro für 2016.

  86. Hamburg

    Ich spare stur und stetig monatlich in Etf-Sparpläne ein, und das versuche ich bis zur Rente durchzuhalten. Nebenher lege ich monatlich soviel Geld  wie möglich aufs Tagesgeld Konto, und warte auf eine grössere Korrektur/Crash um mich dann mit Qualitätsaktien einzudecken. Diese möchte ich dann möglichst für immer halten, und mir nach und nach ein Dividenden-Strom aufbauen. Zeit bis zur Rente sind noch 3 Dekaden.

  87. Stefan Ledabyl

    Danke für die Einblicke und Kommentare. Wie immer für mich Lesenswert auf einem Freitag, so kurz vor dem Wochenende. 🙂

    Persönlich sehe ich keinen Hype um Aktien. Heute war ich mal wieder in der Schwahntalerstrasse im Lidl einkaufen. Das ist, glaube, der einzige Lidl in München, in dem ca. alle 2 Minuten die Alarmanlage am Eingang anschlägt. Man will, bzw. ich will niemanden was unterstellen, aber das kenne ich aus keiner anderen Filiale. Ich glaube, dass Gross der Bevölkerung ist noch zu weit weg, um investiert zu sein.

    4% hat mein Depot verloren, und obwohl ich selbst etwas sauer auf mich bin, dass ich „All-in“ bin, schlafe ich immer noch den Schlaf der Gerechten.

    Achja, wenns geht Tim, nimm mich raus aus der Buchverlosung, ich lese zwar sehr viel, aber in erster Linie Geschichtsbücher bzw. Sachbucher, das deutsche Museum hat eine sehr schöne kostenlos nutzbare Bibliothek, oder aber auch gerne mal einen Krimi. So sehr interessiert mich das Buch dann ehrlicherweise nicht.

    Allen ein schönes Wochenende 🙂

  88. Finanzmixerin

    Hallo,

    ich finde auch, dass Dividenden nicht immer das beste Anzeichen sind…siehe Energieversorger, Ölkonzerne, Telekommunikationsunternehmen….

    @Fit und Gesund: Die Domain fitundgesund.de ist glaube ich noch zu haben. Könntest deine eigene Marke etablieren. Vielleicht ne eigene Nische finden 😉

    Schöne Grüße vom Seminar aus

  89. Claus

    @ fit und gesund

    Tja, der Kurs von NN hat sich bisher noch gar nicht stabilisiert…

    Fr, 28.10, nach Q-Zahlen, drastischer Absacker, wie erwartet. Mo, 31.10. wieder ein paar Neueinsteiger/Nachkäufer, die nun glauben, den perfekten Kauf gemacht zu haben, doch der Kurs steigt nicht mal um 20 Cents und… fällt bis heute um weitere 5%…

    Inzwischen sind hier alle nervös und ich denke, einige Großinvestoren trennen sich bei den leichtesten Erholungstendenzen von ihren Anteilen, um die sicherlich noch immer vorhandenen hohen Gewinne nicht komplett zu verlieren.

    Was tun? Ich werde noch warten.

    Dennoch könnte heute, Montag oder Dienstag langfristig ein guter Kaufzeitpunkt sein, je nach Ausgang der US-Wahlen. Sollte tatsächlich ein gewisser „Herr T“ neuer US-Präsident werden (so dumm können die Amerikaner doch nicht wirklich sein, oder???) könnte das für kurzfristige Turbulenzen an der Börse sorgen. Vielleicht gebe ich am Montag mal ein paar Kaufaufträge mit „Abstauberkursen“ auf. man weiß ja nie, alles ist möglich.

    Gute Kaufgelegenheiten mit ordentlicher Dividende sehe ich hier:

    Emerson El., 3,87% Div.
    Novartis, 3,78%
    Un. Technologies, 2,62%
    Air Liquide, 2,87%
    Cisco, 3,42%
    Intel, 3,08%
    IBM, 3,66
    H & M, 3,84%

    Mit Vorsicht…
    Novo-Nordisk, 2,78%
    Gil. Sciences, 2,59%
    Amgen, 2,94%
    Canon, 5,10%
    Vodafone, 5,04%
    Total, 5,23%
    RDShell, 7,47%, nächste Div. im Dez. wurde bestätigt, Ex-Tag = 16.11.!
    Occidental Pet., 4,52%

     

  90. Andreas

    @Claus: Sind gute Kaufgelegenheiten dabei, da hast du recht. Novartis hab ich schon zugeschlagen, Intel überlege ich. Novo Nordisk ist so ne Sache, da bin ich auf abwarten. Überlege ansonsten noch zwecks Unilever und Walt Disney…

    @Tim: Vielleicht wäre ja mal ein Artikel über bestimmte Branchen möglich? Gesundheit, künstliche Intelligenz etc. Wäre spannend, wie du die für die Zukunft interessanten Branchen siehst und so könnte man sich auch gezielt über in diesem Bereich interessante Werte austauschen.

  91. GeorgGeorg

    Hallo Tim,

    wieder ein gelungener und motivierender Beitrag. Ich selbst verfolge nun seit einigen Monaten die Dividendenstrategie. Damit fühle ich mich eigentlich am wohlsten. Da ich mich auch gerne mit den jeweiligen Unternehmen beschäftige (ich möchte wissen was ich kaufe), investiere ich aktuell ausschließlich in Einzelaktien. Aktuell befinden sich 32 Titel in meinem Depot. Aktuell schwangt die Sparquote etwas, da die Wohnung gerade etwas renoviert wird. In einem guten Monat erreiche ich aber eine Sparquote von ca. 60%.

    Was beim Sparen aus meiner Sicht auch sehr wichtig ist, ist eine entsprechende Liquiditätsreserve bzw. „Wohlfühlreserve“ (z.B. am Tagesgeldkonto), um bei „Notfällen“ nicht auf das Depot zugreifen zu müssen.

  92. Dominik - Finanziell Frei mit 30

    Es ist interessant, wie die Dividenden im Niedrigzinsumfeld immer mehr an Bedeutung gewinnen. Dabei sollte immer beachtet werden, dass einen hohe Dividendenrendite nicht automatisch gut ist.

     

    Schließlich kann sie ja auch auf fallende Kurse zurückzuführen sein. Das wichtigste ist in profitable Unternehmen mit guter Entwicklung zu investieren.

    Schöne Grüße

    Dominik

  93. Abdul

    Hallo!

    Nun ich habe jetzt komplett auf Msci World ETF als Ausschütter gesetzt und werde damit mal 10 Jahre stur darauf setzten.Da ich never die 800 Euro Freibetrag erreichen werde kann ich somit das Geld steuerfrei einsacken und manuell reinvestieren und eine breite Streuung ist mir schon wichtig.

    Mal sehen mir und euch viel Erfolg.

     

  94. Frank

    Novo Nordisk ist ein Ein Produkt >Unternehmen. Was, wenn man Insulin nicht mehr braucht , in Zeiten von Gentechnik nicht ganz unwahrscheinlich.

  95. Christoph

    Auf lange Sicht sind Dividenden Titel wirklich das einzig sinnvolle.
    Wieso? Weil nicht Dividendenzahler/ausschütter dem Aktionär kein Kapital zurückgeben.

    Will man wirklich immer darauf hoffen dass der Kurs steigt und steigt und steigt? Und in den 20 Jahren bekommt man gar nichts zurück? Und dann kracht der Kurs runter und man hat nichts bekommen.

    Zahlt das Unternehmen aber Dividende und das Geschäft ist dennoch profitabel dann schmerzt der Kurs Verlust nicht.

    Nehmen wir mal als bSP Yahoo. Allzeithoch: 110 USD

    Aktuell: 40 USD!

    Hat man die 1999 bei 40USD gekauft hat man somit seitdem Kauf überhaupt keine Rendite bekommen!

    Aktuell gibt es noch viele weitere Beispiele. Gopro, Twitter usw usw

    Nun nehmen wir mal Shell als Gegenbeispiel: So 2000 gekauft für 40 USD etwa.

    Natürlich nun auch einen Kursverlust erlitten. Aber die Dividende wurde immer gezahlt und fast immer erhöht.

    Also wieso soll man dann Nicht Dividendenzahler kaufen wenn noch dazu der Kurs bei den Dividenenzahler fast immer auch nocht stärker steigt (Ausnahmen wie Google bestätigen die Regel)

     

    Zumal man eines bedenken muss. in den letzten 40!!! Jahren kamen 71% des Gewinns der Aktionäre von Dividenden!

    http://www.cctv-america.com/2016/02/02/one-more-question-for-shark-tanks-kevin-oleary-on-why-he-invests-in-women

  96. Moses

    servus Leute,

    ich brauch mal eure Hilfe wir sind gerade am Haus bauen das ganze wird ca. 750.000€ schlüsselfertig kosten. Ja ich weiss das viele sagen das könnte man auch kleiner und billiger haben aber wenn man für das Grundstück alleine 1/3 der Summe auf den Tisch legt dann muss man mit solchen Zahlen rechnen.

     

    die Bank hat folgendes angeboten

    100% Finanzierung mit 1,375% Variabel

    oder 70% Finanzierung mit 0,875% Variabel  30% Eigenkapital

    um die 30% EK zu bekommen müsste ich mein Div.depot auflösen bzw. verkaufen, es würden Steuern fällig auf die Kursgewinne nur um einen Zins zu bekommen der 0,5% besser ist. bei 750.000 machen die 0,5% im ersten Jahr immerhin 3750€ aus.

    das Problem ist das ich nicht eine einzige Aktie im Depot habe wo weniger als 1,375% Div. ausschüttet p.a. ich tendiere also dazu das Div.depot zu behalten und alles zu finanzieren.

    wenn ich alles finanziere dann könnte ich aber keine Sparquote mehr fürs Depot machen, bei den 70%/30% könnte ich wenigstens noch ein bissel was sparen aber hätte am Anfang nichts mehr.

    wie würdet ihr entscheiden ?

  97. Markus

    @Christoph

    „Auf lange Sicht sind Dividenden Titel wirklich das einzig sinnvolle.
    Wieso? Weil nicht Dividendenzahler/ausschütter dem Aktionär kein Kapital zurückgeben.“

    Sorry, diese Betrachtungsweise von den Aktienmärkten ist nicht korrekt!

  98. Bonanza

    Ich warte auf jeden Fall mit Nachkäufen bis Mittwoch 9.11.2016. Dann steht fest wer neuer US-Präsi wird. Es ist zwar Markttiming aber ich fühle mich wohler dabei. Wobei nicht nur „Trump gewinnt“ oder „Clinton gewinnt“ den weiteren Weg beeinflussen. Mögliche Szenarien ohne (meine) politische Wertung:

    Trump gewinnt: hier rechne ich erstmal mit einem deutlichen Kursverlust. Bis ähnlich wie nach dem Brexit sich die Erkenntniss durchsetzt „alles halb so wild“.

    Clinton gewinnt recht deutlich, Repräsentantenhaus bleibt jedoch Republikanisch: aus Investorsicht wohl ideal. Wenn beides an die Demokraten geht, kann „durchregiert“ werden. Ähnlich einer Absoluten Mehrheit einer Partei in D. Branchen die im Vorfeld von den Demokraten stark kritisiert wurden (Healthcare) würden stark leiden.

    Clinton gewinnt deutlich, auch das Repräsentantenhaus: für die breite des Marktes sicherlich nicht gut. Ich rechne mit einem Kurssprung am Anfang, jedoch nach einigen Monaten setzt sich die Erkenntniss am Markt durch welche  Branchen nun Problematisch sind.

    Clinton gewinnt knapp: eventuell gibt es einen kleinen Freudensprung am ersten Tag. Da aber innerpolitisch sich massive Probleme auftun, wird sich das mittelfristig sehr negativ auf die Börsenentwicklung auswirken.

    Ich lese hier schon ca 5-6 Jahre (fast immer) stumm mit. Jeder sollte seinen Weg finden. Für mich ist es mental, wenn es nach dem Kauf nicht erstmal in´s Minus rauscht, am leichtesten Markttiming mit „Buy and Hold“ zu verbinden.

    P.S. @Tim: nimm mich aus der Verlosung raus, habe das Buch bereits gelesen.

    Viele Grüsse,

    Bonanza

     

     

     

  99. grauhaxa

    Bin seit 2011 dabei, damals war die Eurokrise gerade aufgeflammt, da ich Student bin kann ich derzeit nur bedingt investieren.

    Trotzdem habe ich z.Zt monatlich 60€ Nettodividendenzahlungen.

    Mittelfristiges Ziel sind 100€ Netto/Monat.

    Bin auch hauptsächlich in die Aristokraten investiert.

  100. Christoph

    Markus

    wieso ist das nicht korrekt ?

    Was bekommt denn der Aktionär an Kapital zb von Twitter zurück ? Richtig nichts. Das Argument dass das Unternehmen den Gewinn behält um zu wachsen ist hier auch nicht relevant da der Aktionär davon auch kein Kapital zurück bekommt. Dies passiert erst bei einem Verkauf mit Gewinn.

     

  101. dagobert

    Suche Website mit langfrist Aktiencharts, also länger als 20 Jahren.

    Habt ihr einige Tipps?

  102. Fabi

    Ich bin absolut überzeugt von der Dividendenstrategie.

    Einfach weil sie so simple ist. Ich kaufe Aktien nicht um sie wieder zu verkaufen sondern möchte mir im laufe der Jahre einen Dividendenstrom aufbauen der es mir ermöglicht im Alter genung Geld passiv zu erhalten das ich meinen Lebensstandart halten oder zumindest nicht stark senken muss.

    Außerdem macht es in meinen Augen keinen Sinn durch Verkäufe Geld zu verdienen einfach weil ich durch die Transaktionskosten und Steuerabzüge viel zu viel Geld verliere. Klar muss ich auch bei Dividenden Steuern zahlen aber mir bleibt die Aktienzahl erhalten und auf lange sicht werde ich sicherlich besser damit Fahren alle die Firmen die ich mal erworben habe weiterhin im Depot zu haben.

    Ich hoffe das ich im lauf der nächsten Jahre das Glück habe bei einigen der großen Dividendenaktien „günstig“ einzusteigen.

    Ich bin auch überzeugt von ETF die Dividende auszahlen ( nicht zwingend von der Dividendenstrategie innerhalb des ETF )

    aber das ist eine andere Story 🙂

  103. AlexanderAlexander

    Das Buch ist sehr empfehlenswert, da ich es habe, brauche ich es nicht nochmal 😉

    Nur rein auf Dividenden zu schauen, gerade in jungen Jahren, ist vielleicht nicht die beste Strategie. Da können ruhig Wachstumswerte dazu gemischt werden. Ich habe auch erst die letzten Jahre umgeschichtet, da bei mir inzwischen der Ertrag und nicht der Vermögensaufbau im Vordergrund steht. Mit den Jahren wird man auch etwas bescheidener und ich bin mit meinen „kleinen Brötchen“ durchaus zufrieden. Mit jedem Kauf generiere ich etwas mehr Einkommen und sollte es wieder runter gehen, was unweigerlich wird, dann bleibe ich hoffentlich gelassen.

     

    @Moses

    Das mit dem variablen Zins würde ich auf alle Fälle ändern und auf 20 Jahre fest machen. Sollten in 5 Jahren wider erwarten die Zinsen steigen, dann kann dir das das Genick brechen.

    Ob du dein Depot auflöst, ist auch eine Sache des Wohlfühlens. Rein von den Zahlen her, wäre es wohl eher nicht so geschickt. In 5 oder 10 Jahren sollten die Dividenden höher sein und durch mögliche Einkommenssteigerungen ist auch wieder etwas sparen möglich. Die ersten 10 Jahre sind die härtesten, danach wird es definitiv einfacher. Letztlich kann das aber hier im Blog keiner beantworten, da wir einfach zu wenig von den Randbedingen, seinem Depot usw. wissen. Es sollten jedenfalls langweilige Werte darin sein und keine „heißen“ Sachen.

     

     

  104. Fit und Gesund

    @Claus,

    danke für Deine Einschätzung, werde wohl die US-Wahlen abwarten, Novartis hab ich schon ziemlich genug, könnte aber nochmal eine Portion nehmen, Roche hab ich 10% des Depotwertes, Nestle ebenfalls, die CH-Aktien sind sehr stark gefallen.

    Werde mir noch Deine Liste genauer anschauen, Technokram fehlt mir ein wenig.

    Und Unilever möchte ich mal noch aufstocken.

    Schönes Wochenende! ich muss arbeiten…

  105. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ alle

    Danke für die vielen Kommentare. Ich schließe hiermit jetzt die Teilnahmemöglichkeit an dem Gewinnspiel. Ich drücke allen die Daumen. Ich werde die zehn Buch-Gewinner per Email informieren.

  106. marci

    Interessant zu lesen, dass so viele an einer Dividendenstrategie und grosser Streuung der Portfolios festhalten. Hier sehe ich die Meinung von Buffet und Munger bestätigt, dass ihr Focus Investieren in haupts. 5-6 Werte etwas exotisches ist. Kann aber zu einer guten Rendite führen.

  107. Kai

    Ein toller Artikel!

    Seitdem ich mich in verschiedenen Finanzblogs herumgetrieben habe, habe ich meine Finanzen auch einmal strukturiert aufgesetzt und bin sehr glücklich damit.

    Verschiedene Qualitätsaktien für eine Dividendenstrategie und einige ausschüttende ETFs, um ein GEsamtportfolio abzubilden.

    Danke auf jeden Fall für diesen, wie immer, aufschlussreichen Artikel!

  108. Markus

    @Fabi

    „aber mir bleibt die Aktienzahl erhalten und auf lange sicht werde ich sicherlich besser damit Fahren alle die Firmen die ich mal erworben habe weiterhin im Depot zu haben.“

    Was ist der Unterschied 3 % als Dividende oder 3 % einer Position zu verkaufen???

    Der Wert ist exakt der Gleiche! 100 Aktien à 97 € oder 97 Aktien à 100 €…

    Nur den Zeitpunkt hat der Verkäufer selber aussuchen können und auch sein Depot an seine Benchmark besser anpassen können.

    @Christoph

    „Was bekommt denn der Aktionär an Kapital zb von Twitter zurück ? Richtig nichts.“

    Was bringt eine pauschale These von einem Einzelfall-Beispiel bei einem diversifizierten Portfolio??? Richtig, nichts!

    Sollen wir jetzt wieder mit Berkshire als Kontra Einzelfall-Beispiel kontern?

    Pauschale Thesen wie das „einzig sinnvolle“…

    Ich denke solche pauschale Thesen sind nur Glaubensbekenntnisse aufgrund von Selbstbestätigung!

    Die Komplexität unserer Welt mit Parolen zu erklären halte ich für zu simpel.

     

     

     

     

  109. Christoph

    Also ob man Dividenden bekommt oder Aktien verkauft ist ein riesen Unterschied. Denn die Dividenden bekommt man dann beim nächsten mal in der gleichen Höhe oder gar höher, beim verkauf ist irgendwann der brunnen leer.,

    Was bekam denn der Berkshire Aktionär bisher als Kapital zurück wenn er nicht verkauft hat? GAR NICHTS!

    Bei Berkshire hat man allerdings das Glück dass der Kurs sehr gut gestiegen ist. Aber es gibt viele Beispiele, da tut sich 10 jahre gar nichts. Da hat man dann 10 Jahre eine 0 Rendite.

    Das ist wie wenn man ein tolles Haus hat aber keinen Mieter hat und somit keine Einnahmen. Das macht ja auch keiner. Nein man setzt da nicht darauf dass in 20 Jahren irgendjemand sagt ok das ist x% mehr Wert.

    Nein man rechnet mit den Mieteinnahmen.

    Hat man diese nicht bekommt man kein Kapital aus seinem Investment. Genauso ist es auch bei Aktien mit Dividendenausschüttung und ohne.

     

    Ich habe auch Alphabet und Amazon. Ich gehe davon aus dass diese steigen werden. Aber ich rechnet auch damit dass es ein kompletter Verlust sein kann. Ausser es wird wie bei Apple auch, irgendwann angefangen Dividenden auszuschütten.

  110. Markus

    @Christoph

    Ein Wertzuwachs ist bei Dir also gar nichts…

    Ich vermute viele würden gerne mit den Berkshire-Investoren der ersten Jahre gerne das „gar nix“ tauschen wollen…. 😉

  111. Slazenger

    @Markus

    Christoph hats schon richtig erklärt , Langfristig die Dividenden nicht nur kassiert sondern reinvestiert, ist die beste Strategie. Berkshire ist ein Außergewöhnliches Beispiel mit einem außergewöhnlichen Investor was hier als Beispiel nicht taugt, aber schau dir mal die Renditen bei Altira , Bayer, Procter&Gamble, etc. über 20 Jahre an mit reinvestierten Dividenden was da so zusammengekommen ist!!! Zinseszins wie Tim das immer predigt!!!!!

    Natürlich haben auch Werte wie Amazon oder Netflix ihre Berechtigung im Depot, allerdings bei mir nur als Beimischung sozusagen die Würze des Depots!!!!

  112. Christoph

    Markus natürlich ist der Wert Zuwachs top. aber es ist eben kein return of capital.

    man hat keine Rendite solange man nicht verkauft. Das mahne ich an zu bedenken.

  113. Manuel

    Ich bin gerade dabei mir ein Depot aufzubauen.
    Wichtig ist mir vor allem nachhaltige und zuverlässige Dividendenzahler ins Depot zu legen. Mein großes Ziel ist es irgendwann die Fixkosten davon decken zu können.

    Bis dahin dauert es jedoch noch ein wenig 😀

  114. Frequenzgeber

    Eine Dividendenstrategie finde ich gut für Leute, die sich nicht mit Aktien beschäftigen wollen, aber ohne großen Aufwand Geld investieren und vermehren wollen.

    Alternativ kann man bei seinen Dividenden Aktien 1x im Jahr kaufen (bei tiefem Stand) und 1x im Jahr verkaufen (hohem Stand). Und man macht somit einen besseren Schnitt als mit reiner Dividende.

    Zusätzlich sollte man das Depot räumen, wenn der Markt krisenmäßig abraucht, wie Anfang des Jahres (China) und kann wieder einkaufen wenn der Boden gebildet wurde.

    Vom Aktien halten auch während einer Krise bzw. beim Markt in Krisenmodus halte ich nichts. Das war vielleicht noch was vor dem Millenium. In der heutigen Zeit ist eine ganz andere Vola,   da kann sich der Markt auch mal locker halbieren. Sowas sitze ich nicht aus, denn Wartezeit zurück zur Null ist quasi auch ein Minusgeschäft.

    VG Frequenzgeber

    P.S. Das Buch würde ich trotzdessen gern lesen, evtl. wird der Dividendenansatz ja noch etwas anders angegangen …

  115. Markus Brunner

    Sehr interessanter Artikel, jedoch finde ich es immer zu einfach, das so zu pauschalisieren. Jeder der Familie hat und z.B. Mal die Waschmaschine kaputt geht, wird mir denke ich zustimmen. Der Artikel berücksichtigt meiner Meinung nach einen großen Teil der Bevölkerung nicht. Klar, ein wenig sparen kann jeder, aber um am Ende von Aktien leben zu können, wird denke ich nicht vielen Möglich sein.

  116. Schaaf

    Der Artikel fasst viele einzelnen Gedanken und Tipps zusammen. Jeder Anfänger sollte sie sich zu Herzen nehmen und tiefer forschen.

     

    Leider ist’s immer das selbe: Die Leute die sich bereits um ihre Finanzen kümmern, lesen das obige und nicken vor dem Bildschirm. Die breite Masse, die sich wirklich mit ihren Finanzen auseinander setzen sollten, tut dies nicht und sieht es auch nicht, da kann man den Leuten auch nur bedingt einen Vorwurf machen.

  117. Markus

    Die Gesamtrendite des Depot`s ist für mich Aussagekräftiger wie ein Teilaspekt.

    Wenn jemand meint, der Teilaspekt sei das einzig wahre und verlässliche so darf er das natürlich glauben… trotzdem muss ich es nicht richtiger finden! 😉

    Einzig den persönlichen Cashflow von der Dividende abhängig zu machen… hält auch z. B. Ken Fisher für einen suboptimalen Plan.

  118. marci

    Aus Sicht der Steuer sind Dividenden und damit auch eine Dividendenaktien ein Nachteil. Besser die Firma behält das Geld und wächst intern. Erst wenn kaum ein Wachstum zu erwarten ist, sollten Div. ausgeschüttet werden. Besonders pervers finde ich die Gebühren bei Wiederanlage der Dividenden.

  119. Philipp

    Nachdem ich nun genau 1 Jahr einen ETF-Sparplan habe und nun mit meinem Studium fertig bin, ist es an der Zeit mit dem Gehalt eines Vollzeitbeschäftigten mehr zu investieren. Der ETF-Sparplan wurde erhöht. Allerdings sehe ich mich nun nach weiteren Möglichkeiten um,  mein Geld anzulegen. Da Bücher den besten Mehrwert bilden und gerade Aktien ein weitere Assestklasse bieten, freue ich mich für jeden, der solch ein Buch hier gewinnen kann und sich somit weiterbildet.

  120. Alexander Kempe

    Ich finde, dass es ein sehr gelungener Artikel ist! Mir ist, seitdem ich eine Ausbildung mache, deutlich aufgefallen, dass alle Azubis in meinem Umfeld alles Geld, was sie bekommen, sofort ausgeben und nichts sparen. Es wird für Alkohol, die o.g. Konsumgüter und vieles mehr wie unnötiges hin und her Fahren verschwendet. Es bleibt meist sogar schon nach 3/4 des Monats kein Geld mehr übrig. Und davon bin ich geschockt! Denn gerade das Sparpotential ist in der Ausbildung noch sehr groß in unserer Branche. Ich würde mich sehr darüber freuen das Buch zu gewinnen! Dieser Artikel hat mir nun mehr die Augen geöffnet und mich zum Nachdenken gebracht.

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