Hochfrequenzhändler kochen Anleger ab


New York, 1. April 2014

bild

Heiße Diskussion an der Wall Street, ob die Börsenkurse von Hochfrequenzhändlern manipuliert werden. Entfacht hat die Diskussion Erfolgsautor Michael Lewis, der sein neues Buch „Flash Boys: Revolte an der Wall Street“ fertig hat.
Lewis gab jetzt der TV-Sendung „60 Minutes“ ein Interview. Die Behörden ermitteln seit längerem, ob die superschnellen Computer den „langsameren Anlegern“ vorauseilen, um einen illegalen Preisvorteil herauszuschlagen. Aus einem Unterschied von Millisekunden kann offenbar ein Milliardengewinn werden. Angesichts der vielen täglichen Trades wäre es nicht verwunderlich.
Für den normalen Anleger bestätigt sich mal wieder: Seien Sie geduldig. Verzichten Sie auf zu viele Trades. Börsenaktivität kostet Geld. Bleiben Sie besser Jahre investiert. In der Ruhe liegt die Rendite.
Hier geht es zum Interview mit Michael Lewis über die umstrittenen Hochfrequenzhändler:


tim schaefer (Author)

drucken


Gedanken zu „Hochfrequenzhändler kochen Anleger ab

  1. tim schaefertim schaefer

    Hallo Markos,

    nein, das Buch kenne ich nicht. Danke für den Hinweis.

    Ich frage mich, wozu Langfristanleger diese Zocker brauchen? Es ist ja nur ein zwischengeschalteter Trade. Blitzschnell geht ein Aktienpaket hin und her. Es ist ja eine Art Frontrunning vor der eigentlichen Order.

    Ich persönlich sehe keine Vorteile im Hochfrequenzhandel, eher Nachteile. Ich sehe die Gefahr eines neuen Flash-Crashs, eines Softwarefehlers und schon kann Panik ausgelöst werden.

  2. Tino

    das ist m. E. alles völlig entkoppelt von den eigentlichen Unternehmen, die Schokoriegel, Damenstrumpfhosen, Toilettenpapier o. ä. herstellen. Da liegt das Problem. Von Handel oder Investition in dem Zusammenhang zu sprechen ist dann lächerlich, da vieles wahrscheinlich automatisiert über Rechnerroutinen abgearbeitet wird und kaum noch menschliche Entscheidungen getroffen werden, bzw. die Reaktionszeit dafür ja gar nicht reichen würde. Blasenbildung oder Megaabsturz innerhalb einer Minute nicht auszuschließen, Verantwortung oder intelligente Steuerung wird ja aus der Hand gegeben. „Gamification“ der Börse.

  3. Couponschneider

    Wie verrückt die Welt der Daytrader ist, kann mir hier sehen:

    https://www.youtube.com/watch?v=MbiYNtpGGCc

    Ahnungslose Opfer wie Koko verspielen 100000 € innerhalb kürzester Zeit. 100000 € ist das, was er in 10 Jahren als Autohändler zusammengespart hat, was keine schlechte Leistung ist. Er hätte lieber die Ersparnisse in Value-Aktien langfristig anlegen und seinen Autohandel weiterbetreiben sollen.

    Solche Typen wie Birger Schäfermeier halte ich für gemeingefährlich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

bitte lösen Sie diese einfache Aufgabe (Spamschutz) *