Hitze in New York! Im Blick diese Woche BP und Goldman Sachs


New York, 1. Juni 2010

Über New York hat sich eine Hitzeglocke gelegt. Zwischen den Wolkenkratzern bewegt sich kaum noch die Luft und die Sonne strahlt mit einer hohen Intensität herab. Wenn ich im schwarzen Anzug in der stickigen U-Bahn unterwegs bin, dann ist das echt nicht gerade angenehm. Ich kann die reichen New Yorker gut verstehen, die im Juli, dem wohl heißesten Sommermonat, viel Zeit am Strand auf den Hamptons verbringen.
Am Montag war Feiertag in den USA (Memorial Day). Die Amerikaner gedachten in erster Linie ihren gefallenen Soldaten im Irak und in Afghanistan. Manhattan war wie ausgestorben. Viele verbrachten das lange Wochenende am Strand oder bei Muttern. Am Dienstag geht wieder alles zum Tagesgeschäft über.
Was bestimmt die Schlagzeilen diese Woche? Es ist natürlich die Ölkatastrophe, die BP im Golf von Mexiko angerichtet hat. Es sind der schwache Euro und die wackeligen Staaten in der Europäischen Union, allen voran Griechenland. Zudem richtet sich immer noch der Blick auf die Banken. Enorm ist der Vertrauensverlust, den die Finanzkonzerne angerichtet haben. Was vielen bitter aufstößt, ist etwa, dass Goldman Sachs inmitten der schwersten Krise seit der Großen Depression einen Rekordprofit in die Scheune gefahren hat. 2009 türmte sich der Nettogewinn auf 13,3 Milliarden Dollar. Die Investmentbank hat gegen Amerika gewettet, Amerikas Immobilien geshortet und sich daran gesund gestoßen. Des einen Freud ist des andern Leid.


tim schaefer (Author)

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