Hershey: Süßes für saure Zeiten


New York, 20. Juni 2008

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Die Hershey-Aktie steht seit Jahren unter Druck. Der Börsenwert des Schokoladenriesen (Foto: www.candyconfetti.com) beträgt nur noch 7,5 Milliarden Dollar. Der Umsatz stagniert jedoch seit Jahren bei 4,9 Milliarden Dollar. Auf 458 Millionen summiert sich immerhin der operative Cashflow. Der Nettogewinn schrumpfte zuletzt auf 214 Millionen Dollar. Zwar ist der Profit ausbaufähig. Doch ist die Marke stark. Es ist eine Ikone. Ich traf diese Woche Hershey-Vorstandschef David J. West in New York. Vor Analysten räumte er Fehler ein. Seit Anfang 2005 hat sich der Aktienkurs nahezu halbiert, während Rivalen wie Nestlé einen Höchstkurs nach dem nächsten markieren. Hershey-Lenker West will nun den Umsatz wieder in Schwung bringen, die Kosten stärker kürzen und mit massiven Werbekampagnen zurück auf die Wunschliste der Verbraucher kommen. Er will das Werbebudget um 20 Prozent dieses Jahr erhöhen. Mit umfangreichen Marktstudien hat Hershey zudem seine Kunden analysiert. Wer kauft die Schokolade? Selbst die Internationalisierung steht nun auf der Agenda der Pennsylvaniaer. Russland, wo die Amis bislang nicht sind, nehmen sie nun ins Visier. Erst 14 Prozent der Einnahmen stammen aus dem Ausland. Nachdem Mars den Kaugummiriesen Wrigley geschluckt hat, steht die Branche vor einer Konsolidierungswelle. Zwar dementieren die Hershey-Großaktionäre jegliche Verkaufsabsichten. Doch könnte sich der US-Riese mit Cadbury verschmelzen. Ebenso gilt Nestlé als potentieller Käufer. Aktuell notiert die Hershey-Aktie bei 34,40 Dollar. Nehmen Sie das 1894 gegründete Unternehmen unter die Lupe.


tim schaefer (Author)

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