Hedgefonds reisst sich Bank of America unter den Nagel


New York, 13. August 2009

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Wie kräftig heute die Wall Street gestiegen ist. Wahnsinn! Das hat mich überrascht. Um 1,3 Prozent legte der Dow Jones auf 9.361 Punkte zu. Citigroup kam um knapp acht Prozent auf 3,98 Dollar voran. In den nächsten Tagen dürfte der Titel die Vier-Dollar-Marke nehmen. Ich bin von der Gesundung des Riesen überzeugt. In fünf Jahren wird die Citi meiner Meinung nach deutlich höher stehen.
Auch tendierte mein zweiter Finanzfavorit, Bank of America, höher (siehe Chart oben). Ich bin im April eingestiegen. Seither stieg der Kurs um 60 Prozent. Da kann ich nicht meckern. Jetzt wurde bekannt, dass der Hedgefondsmanager John Paulson sich an der Bank of America im großen Stil beteiligt hat. 168 Millionen Aktien für 2,2 Milliarden Dollar besitzt er nun. Er ist nun viertgrößter Aktionär. Das wird dem Kurs sicherlich auf die Sprünge helfen.
Paulson, der nicht mit dem ehemaligen Finanzminister Henry Paulson verwandt ist, hatte die Finanzkrise frühzeitig erkannt und sich eine goldene Nase an dem Crash verdient. Der Multimilliardär ist einer der reichsten Amerikaner. Vergangenes Jahr kletterte Paulsons Hedgefonds um 37 Prozent, während der Sektor um im Schnitt 19 Prozent nachgab. Außerdem hat sich das Investmentgenie an Goldman Sachs beteiligt. Weitere kleinere Banken und Goldminenaktien schnappte er sich zudem. Seine Anteile an den Pharmariesen Wyeth and Schering Plough hat er ausgebaut. Beide Firmen stehen vor der Übernahme durch Pfizer beziehungsweise Merck & Co. Hier spekuliert der Finanzjongleur also auf einen höheren Übernahmepreis.
Der Euro spielte mal wieder mit den Muskeln und überwand die Hürde von 1,42 Dollar. Immer mehr Anleger drehen dem Dollar den Rücken zu. Auch der Schweizer Franken und der Kanadische Dollar legten zu. Läuft der Euro wieder in Richtung 1,60 Dollar, werde ich mehr Geld in Dollar tauschen. Ich halte den Euro auf diesem Niveau für überbewertet. Eine Korrektur wird kommen. Bei den Währungskursverläufen handelt sich um langjährige Zyklen. Zurzeit steht eben der Euro hoch in der Gunst der Anleger. Das wird nicht immer so bleiben. Daher lohnt es sich aus europäischer Sicht US-Aktien zu kaufen. Oder machen Sie Urlaub in den USA. Das ist derzeit doppelt billig. Denn zum einen hilft ihnen der bärenstarke Euro. Zum anderen sind Hotels und Flugtickets so billig wie schon lange nicht mehr. Danke Rezession!
Hier können Sie noch einen Artikel aus meiner Feder lesen. Erschienen in der Euro am Sonntag. Es geht um den US-Immobilienmarkt. Die Anzeichen einer Erholung nehmen zu. Das Ende der Krise ist greifbar nah.


tim schaefer (Author)

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