Hat Paulson den Goldmännern einen Gefallen getan?


New York, 11. August 2009

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Die Tageszeitungen stapeln sich bei mir. Ich komme kaum mit dem Lesen nach. Aber das wichtigste aus der vergangenen Woche will ich Ihnen hier kurz nachtragen. Die New York Times brachte einen unglaublich tollen Artikel vergangenen Sonntag. Die Journalisten gehen der Frage nach, wie akkurat sich der ehemalige Finanzminister Henry Paulson in der Bankenkrise verhalten hat.
Paulson (Foto) war Chef von Goldman Sachs, bevor er den Ministerjob annahm. Zwar verkaufte er all seine Goldman-Aktien, bevor er das wichtige Amt unter George Bush annahm, um Interessenkonflikte zu vermeiden. Doch gibt es in der Tat viele Fragezeichen, ob sich Paulson in seiner Amtszeit nicht doch zugunsten der mächtigen Investmentbank entschieden hat. Ich stellte hier im Blog schon die Frage: Warum musste Lehman Brothers pleite gehen? Warum wurde Bear Stearns für einen Apfel und ein Ei an JP Morgan Chase verhökert? All die ehemaligen Konkurrenten von Goldman Sachs sind ausgelöscht. Bis auf Morgan Stanley gibt es praktisch keine Investmentbank mehr in den USA. Nun haben die Journalisten sich unter anderem den Terminkalender des ehemaligen Ministers angesehen und festgestellt, dass Paulson äußerst häufig in der fraglichen Zeit mit Goldman-Chef Lloyd Blankfein telefoniert hat. Lesen Sie selbst in der New York Times. Hier ist der Link.
Der Dow Jones schwächelt seit Tagen. Ein Rückgang auf 6.500 Punkte ist nicht ganz ausgeschlossen. Ich rechne jedoch nicht damit. Aber sollte es in der Tat noch einmal kräftig abwärts gehen, dann würde ich richtig zugreifen. Aber nur mit Geld, das Sie auf absehbare Zeit nicht benötigen. Denn die Märkte sind auf kurze Sicht unberechenbar. Langfristig steigen sie natürlich, weil der Fortschritt und der Wohlstand immer weiter zunehmen.


tim schaefer (Author)

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