Hast Du ausreichend ETFs oder Aktien im Depot, wirst Du gelassener. Du wirst zufriedener. Dich bringt nichts mehr auf die Palme


New York, 17. Februar 2018

Ich treffe immer mehr Leser in New York. Jede Woche. Ich bin begeistert. Meine Leser sind so clever. Ihr spart mehr als ich. Ich kann von Euch mehr lernen als Ihr von mir. Wir laufen oft durch Manhattan und plaudern.

Für meine Leser macht die finanzielle Freiheit meistens Sinn. Sie sind schon immer ziemlich sparsam. Sie kümmern sich um ihre Kohle. Sie wollen mehr Geld verdienen. Sie haben ein Ziel vor Augen.

Meine Botschaft an Dich ist: Selbst wenn Du nicht mit 30 oder 40 Jahren vollständig frei bist, so ist es die Anstrengung wert. Nicht all Dein Geld zu verpulvern, zahlt sich aus. Die Mehrheit der Bevölkerung verschwendet das Einkommen. Selbst Gutverdiener machen das. Für einen neuen Audi, Mercedes, BMW geben sie Geld ohne Ende aus. Für eine größere Wohnung/Haus. Mach einfach nicht mit. Sei kein Schaf, das sich scheren lässt.

Wer nicht schnell finanziell frei werden will/kann, nimmt den Mittelweg. Es gibt eine große Grauzone zwischen ausreichenden Aktien-/ETF-Investitionen und Nie-Wieder-Arbeiten-Müssen. Schau Dir die Grauzone an.

Ich weiß, viele Menschen sind frustriert, wenn sie drei Jahre eisern sparen. Es ist zäh. Das Depot wächst am Anfang nur langsam. Es ist ein langer Weg zur Frühpensionierung. Manche schaffen es nie. Aber der Weg dorthin – selbst wenn es Dir nie ganz gelingen sollte – ist es wert. Geh den Weg dorthin. Du schaffst Dir eine Menge Freiheiten, die die meisten Menschen nicht haben. Selbst wenn es nicht die ultimative Freiheit wird, ist sie es wert.

Ich verstehe, dass die wahre Freiheit genau das ist, was alle mögen. Aber es ist hart. Für immer von Deinem Kapital zu leben, das ist ein Traum der Masse.

Die Hauptprinzipien, die zur Freiheit führen, führen zur Unabhängigkeit Deines Lebens. Du kannst diese Ideale nutzen, um ein viel besseres Leben zu schaffen, auch wenn Du kein Früh-Rentner im Alter von 35 oder 40 Jahren wirst.

Hast Du 100.000 Euro oder mehr im Depot, wird Dir klar, dass mit Deinem Job nichts passieren kann, was Dich aufregen könnte. Fällt der Bonus aus, no Problem. Entlassung, Lohnkürzungen usw., no Problem. Emotional kann Dich nichts aus der Ruhe bringen.

Verlierst Du heute Deinen Job, dann hast Du einen Notfall-Groschen auf dem Sparbuch oder Festgeldkonto. Noch in 1,5 Jahren arbeitslos? Kein Problem! Du hast ein sechsstelliges Depot. Du brauchst Deine Lebensqualität nicht verändern. Es ist das befreiendste Gefühl der Welt. Es ist wirklich im Kopf angekommen, wenn Du die Ruhe fühlst. Die innere Ruhe. Leute an Deinem Arbeitsplatz fragen Dich, warum Du so glücklich bist. Warum Du Dich nicht mehr aufregst. Warum Du so optimistisch bist.

Die gute Einstellung kommt mit dem Depot. Mit der Schuldenfreiheit. Mit der guten Arbeitsethik. Dein Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen verbessern sich. Das wiederum führt dazu, dass Du direkt einen größeren Bonus oder Gehaltserhöhung erhältst. Du bist eben kein Mecker-Heini vor dem Chef. Du bekommst einen schnellen Aufstieg hin. Die Beförderung klappt. Weil nicht genug Menschen auf der Welt zufrieden sind. Viele Menschen beschweren sich ständig. Sie klagen, sie jammern, sie kritisieren. Das zieht Dich runter, wenn Du das machst. Bleib ein Optimist.

Kümmere Dich um Deine Familie, Gesundheit, Finanzen, Karriere. Leb unterhalb Deiner finanziellen Möglichkeiten. Leidenschaft ist weniger materialistisch. Sei zufrieden mit dem, was Du hast. Streb nach den nicht-materiellen, nicht-wohnhaften Dingen im Leben.

Finanzielle Unabhängigkeit wird Dein Leben verbessern. Durch Sparen, Investieren, Planen. Geld hilft Dir, mehr Selbstwertgefühl zu entwicklen. Dich auszudrücken. Der Mangel an Kontrolle und Schicksal das hat der Konsum-Idiot. Sie sind Schulden- und Lohnsklaven. Von dieser Krankheit ist die Familie Clown befallen.

Die zunehmende Freiheit fühlt sich großartig an, nicht wahr? Aber lass mich zur Clown-Familie kommen. Wer ist das?

Es ist offensichtlich, dass es doof ist mit dem Nachbarn oder Arbeitskollegen Schritt halten zu müssen. Lass den Kollegen ruhig den Luxusurlaub machen und sein Clownauto fahren.

Weniger ist offensichtlich mehr! Halte Dich fern von Leuten mit Protz und Prunk. Begrenze die Zeit so stark wie möglich mit solchen Clown-Familien.

Leb in einer bodenständigen Umgebung. Am besten ist es, wenn keiner Deiner Freunde/Nachbarn/Kollegen Geld für dumme Sachen ausgibt.

Ich habe geerdete Freunde, die fast alle gute Gehälter verdienen. Sie leben bodenständig. Nur ein paar von ihnen machen verrückte Dinge mit ihrem Geld. Der Rest von uns bemerkt das und macht Witze darüber.

Ich fühle nie den Druck, ein neues Auto, ein größeres Apartment zu kaufen oder einen super teuren Urlaub zu machen. Schon gar nicht wegen dem einen Extrem-Clown, von dem ich umgeben bin.

Beachte: Wenn Du neue Freundschaften schließt, halte Dich fern von den Clowns. Das Leben der typischen Clowns läuft so ab: Der Oberclown gibt mit dem Partnerclown (Frau, Mann) und den Miniclowns (Kinder) jeden Euro aus, den sie verdienen. Sie nehmen Schulden auf, die sie ein Leben lang bedienen. Es ist ein Leben im Schulden-Gefängnis. Arbeiten bis 70 ist die Strafe für Familie Clown. Sie posten auf Facebook und Instagram ständig ihre Clown-Urlaube. (Das ist mit Single-Clowns ähnlich).

Mach es anders: Lebst Du sehr nahe am Büro, kannst Du mit dem Fahrrad hinfahren. Ich finde unsere Blogleserin „Fit und Gesund“ großartig, die das täglich macht. Selbst im Winter. Es ist möglich und machbar. Du brauchst kein Clown-Auto.

Familie Clown wird Dich hassen, wenn sie merkt, dass Du finanziell frei bist. Du verdienst plötzlich 30.000 Euro mit Deinem Depot im Jahr (nach der 4%-Entnahme-Formel). Würdest Du diese 30.000 Euro mit Arbeit verdienen, hätte die Clown-Familie kein Problem damit. Aber weil Du es passiv aus Deinem Vermögen verdienst, hält Dich die Clown-Familie für eine „Zecke“.

Auf dem Weg zu einem „Schmarotzer“ ist dieser Australier. Pat Seyrak ist ein Ingenieur. Der 30-jährige möchte 1 Million im Depot haben, um von 40.000 Dollar leben zu können. Die Medien berichteten über ihn. Er hat schon 300.000 Dollar im Aktien-Depot. Er schneidet sich die Haare selbst. Er kocht zuhause. Er verzichtet auf Restaurants. Und Plunder.

Sein Leben ist nicht schrecklich. Im Gegenteil:

Er strebt die 1 Million Dollar an. Das ist nicht schlecht.

Ich teile die finanzielle Freiheit generell in drei Stufen ein:

  1. Schlanke Freiheit: 600.000 Euro. Es ist nur ein Minimum, um durchzukommen und wahrscheinlich ein wenig Arbeit hier und da zu machen, um sich wohl zu fühlen.
  2. Solide Freiheit: Eine Million Euro. Bequem, aber kann nicht verrückt werden, wenn es um den Lebensstil geht.
  3. Fette Freiheit: Fünf Millionen Euro. Ich tue, was ich will! Aber auch nichts Irres.

Diese drei Stufen basieren nur auf meiner Einschätzung.

Ich hab in Manhattan in einer WG mit einem Banker aus Singapur gelebt. Er hatte extrem geringe Kosten. Er verdiente sechsstellig. Trotzdem blieb er bodenständig. Kein Auto. Immer mit dem ÖPNV zur Arbeit. Er putzte selbst. Jeden Morgen vor der Arbeit wachte er etwas früher auf, um sich ein Hemd frisch für den Tag zu bügeln. Er lebte wie ein Student, der pleite war. In seinem Depot stapelte sich aber das Geld.

Beeindruckt hat mich, wie er seine Mahlzeiten kochte. Klar liebte er Reis (als Asiate kein Wunder). Er nutzte einen Reiskocher. Das war bequem. Nie brannte ihm der Reis an. Im Mikrowellenherd garte er gefrorenes Gemüse und leerte es über den Reis. Das war gesund und günstig.

Wenn er einkaufen ging, landete immer Reis, Gemüse, manchmal Hühnchen im Einkaufswagen. Ich kann Dir einen Reiskocher empfehlen. Es ist bequem. Besonders brauner oder wilder Reis sind gesund.

So sehen die Reiskocher aus:

Reishunger Reiskocher mit Warmhaltefunktion, 1,2 l, 500 W, hochwertiger Innentopf mit doppelter Antihaftbeschichtung, mit Löffel und Messbecher

Diese kleinen Koch-Babys sind erstaunlich leistungsstark. Es sind kleine Maschinen, die kaum Platz benötigen, aber endlose Möglichkeiten für Nahrung bieten. Du kannst alle Arten von Reis darin effizient und gleichmäßig kochen. Das Beste ist, du kannst nichts verbrennen! Außer Du lässt das Ding sieben Tage kochen. Dann kann es explodieren oder einfach kaputt gehen. Ich würde nicht empfehlen, es für mehr als zwei Stunden laufen zu lassen.

Du steckst es ein, es wärmt sich automatisch. Du kannst Reis, Quinoa, Bohnen und andere trockene Sachen kochen. Wasser hinzufügen. Stecke es ein und los geht es. Es ist im Grunde wie der Slowcooker, den ich nutze. Schalter an. Es kocht! Mann, das ist einfach. Du lässt es kochen. Es weiß, wann es fertig ist. Das Ding wird sich in die wärmende Phase zurückschalten.

Wenn Du wie ich eine Stunde weg bist, beginne damit kurz vor dem Weggehen. Dann ist der Reis warm, wenn Du nach Hause kommst.

Kannst Du nur Reis darin kochen? Nee! Du kannst damit Gemüse dünsten oder einen ganzen Mix zaubern. Es ist unschlagbar günstig. Du hast keine absurden Ausgaben für das Abendessen. Es ist leicht zu reinigen, antihaftend. Damit der Reis direkt herausrutscht.

Das ist meine heiße Empfehlung für ein sparsames, gesundes Leben: Reis-Kocher oder Slowcooker.

Übrigens finden immer mehr Menschen in der heutigen Konsumgesellschaft heraus, dass ein Leben auf Pump nicht dauerhaft funktioniert. Sängerin Erin Austin aus Seattle beichtete dem „Wall Street Journal“ (Paywall) kürzlich, dass sie 100.000 Dollar Schulden aufgeschichtet hat. Sie verdient grob 100.000 Dollar im Jahr mit ihren Konzerten und Lizenzeinnahmen. Sie versucht jetzt, zu sparen. Sie macht auf der Bühne einen netten Eindruck, ihre Finanzen sind aber ein Chaos.

Sie gibt jeden Monat für Miete 3.700 Dollar aus. Hinzu kommen: 1.000 Dollar Reisekosten, 70 Dollar Medien-Abos, 600 Dollar für Essen, 300 Dollar Uber, 1.600 Dollar Kreditkarten-Zinsen, 200 Dollar für Uni-Kredite, 100 Dollar für einen sozialen Medienprofi, 200 Dollar Miete für einen Übungsraum. Ihre Kreditkarten-Schulden fressen ihr die Haare vom Kopf.

Sie kann ruhig etwas mehr auf Facebook machen. Es ist noch dürftig. Braucht sie dafür wirklich einen PR-Profi?


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Hast Du ausreichend ETFs oder Aktien im Depot, wirst Du gelassener. Du wirst zufriedener. Dich bringt nichts mehr auf die Palme

  1. Michael

    Hallo Tim,

    Wieder ein toller Artikel von dir.

    Das was du geschrieben hast mit genügend Geld auf dem Konto und im Depot stimmt. Seit dem ich mehrere Monatslöhne als Puffer auf dem Tagesgeldkonto habe bin ich auch viel gelassener geworden und der Rest geht  monatlich ins Depot.

    Das merkt man am Anfang gar nicht so aber man kann die Dinge in der Arbeit und Privat viel entspannter angehen, weil man die Sicherheit hat Durststrecken wie Arbeitslosigkeit, Krankheit oder auch unerwartete Kosten/Reparaturen ohne Probleme zu überstehen. Man hat dann wirklich den Kopf frei um sich um andere Dinge zu kümmern als dauernd nachdenken zu müssen wo den die Kohle herkommt um irgendwelche Schulden zu bezahlen.

    Viele Grüße

    Michael

     

  2. Kritischer Blogleser

    Insgesamt gelungener Beitrag, danke dafür!

    Eine Sache, die ich schon länger mal anmerken wollte, Tim: Die Reis- und Autofixierung finde ich ziemlich absurd und beinahe schon pathologisch, um ehrlich zu sein.

    Ich lebe wirklich einfach, habe aber meine Inseln. Ich schränke mich beim Essen garantiert nicht ein. Wenn ich Bock auf ein Rahmschnitzel mit Spätzle habe, dann schnappe ich mir meine Freundin und gehe in den Landgasthof. Das ist für mich Freiheit, das ist der „Luxus“, den ich mir ab und an gönne, das ist der Lohn meines Sparprogramms. Ich bin 31 und habe bereits ein sechsstelliges Depot und spare bei 2.600 Euro netto (keineswegs die Welt, finde ich) 60% pro Monat, die ich komplett investiere.

    Ich lebe mit meiner Partnerin günstig in einer kleinen Wohnung zur Miete und bewusst weit abseits von Ballungsräumen, die mich als Outdoorfreund mal so richtig abturnen, ich habe das Privileg, in einer landschaftlich schönen Gegend im Einklang mit der Natur aufgewachsen zu sein und möchte das so bewahren.

    In New York leben zu müssen würde bei mir zu einer ausgewachsenen Depression sorgen, ich weiß wovon ich spreche, da ich beruflich weltweit in alle Metropolen reise.

    Mein Ziel ist es, im Durchschnitt nicht mehr als 10 Euro pro Tag zum Leben auszugeben (Miete und Fixkosten exkludiert), das war’s. Davon kann man gut leben. Wenn Dinge in meinem Haushalt funktionieren, dann werden Sie nicht ersetzt, das gilt besonders für Elektrokram.

    Zum Evergreen-Thema Auto habe ich auch eine dezidierte Meinung: Meine gebrauchter Toyota Aygoo ist toll und ich liebe das Teil und ich fühle mich supergut und moralisch einwandfrei, obwohl das Ding ein böser, böser Diesel ist. Ich lebe im flacheren Teil des Allgäus und bis ich per ÖPNV in den Ausgangspunkten zu den Wandergebieten bin, bin ich ein nervliches Wrack oder steinalt. Ein Auto, kein Clownauto, um von A nach B zu kommen, ist für mich Lebensqualität, ich fahre auch 80 km pro Tag hin und retour zu meiner Arbeit.  Bruce Springsteen und SWR2 Kultur begleiten mich, ich bin nicht genervt, es wird mir nicht langweilig, es frisst mich finanziell nicht auf und ich finde es viel entspannter als eine ewige Anreise im überfüllten Hustabteil der Bimmelbahn.

    Meine Meinung: Hier geht’s teilweise reichlich pharisäerhaft zu. Die Luft in New York ist super, die Luft in München superscheisse – klar, der Glaube kann Berge versetzen. Ich bin Ingenieur, verlasse mich da aber ganz unwissenschaftlich auf meinen Zinken und mein Gefühl und komme zu einem anderen Ergebnis. Kreuzfahrtdreckschleuderaktien und Billigflüge ins Nirgendwo sind okay,  ein Auto ist die Ausgeburt des Bösen, naja. Nicht mein Ding.

    Dennoch hat mir der Blog mal sehr geholfen, weswegen ich Tim auch immer dankbar sein werde.

     

  3. Birgit Ubani

    Hallo Tim!

    Ich verfolge nun deinen Blog und schaue deine Youtube – Videos erst seit ca. 2 Monaten. Ich bin begeisterst! Ich erzähle dir kurz meine Geschichte, die doch ganz anders ist, als die, die man sonst in deinem Blog so liest.

    Mit meiner Familie lebe ich in Kärnten/Österreich in einem Haus (natürlich fremdfinanziert…). Wir haben drei Kinder, die ihre Ansprüche haben, aber wir haben immer darauf geachtet, dass sie nicht alles bekommen was sie wollen. Das würde ja auch sehr ins Geld gehen….. Mein Mann ist Hilfsarbeiter und verdient dementsprechend wenig (er kommt aus Nigeria), er hat auch noch einen Nebenjob als Fußballtrainer.  Ich mache gerade eine Ausbildung zur Steuerberaterin und unterrichte nebenher an einer Erwachsenenausbildungsstätte. Wir waren bis vor kurzem im Hamsterrad des Konsums gefangen! Ich bin jetzt 40 und war wirklich blöd all die letzten Jahre. Ende 2016 habe ich meine ersten Aktien gekauft. Ich habe auch die letzten 18 Jahre jedes Monat ca. € 150.- gespart – das ist einfach viel zu wenig! Aber ich habe lieber eine neue Jeans oder einen Pullover gekauft…..

    In den Blogs lese ich ja immer so tolle und inspirierende Geschichten, die deine Leser schreiben. Meinen Geschichte ist nicht so toll. Aber ich habe mein Leben komplett umgestellt. Den Kredit fürs Haus habe ich umgeschuldet und ich spare jetzt ca. 30% meines Gehaltes pro Monat. Leider sind mein Mann und ich aufs Auto angewiesen, aber alles lässt sich nun mal nicht ändern. Ich bin komplett positiv eingestellt, und ich bin optimistisch dass ich zumindest eine kleine finanzielle Freiheit schaffen werden! Jetzt zahle ich den Kredit so schnell als möglich ab und ich spare wo es geht.

    Mit meinen Kindern spreche ich auch über Aktien und sie haben auch schon welche! Vor kurzem haben sie mir EUR 50.- in die Hand gedrückt und gesagt, ich soll Aktien für sie kaufen! So toll! Natürlich habe ich noch einiges draufgelegt und jetzt ist ihr erster Titel im Depot!

    Ich bin erst am Anfang meines Weges, aber ich schaffe es! Es wird hoffentlich so eine Erfolgsgeschichte, wie ich sie auf deinem Blog von anderen her kenne.

    Liebe Grüße

    Birgit

  4. Felix

    Im Anschluss an „Kritischen Blogleser“:

    Jeder darf natürlich schreiben, was er will, so wie auch jeder lesen kann, was er will. Trotzdem ist Feedback nicht verkehrt. Und in dieser Hinsicht schließe ich dem vorherigen Kommentar an.

    Tim gibt viele gute Ratschläge, auch die Wiederholungen sind wichtig. Trotzdem ist es manchmal ziemlich einseitig, immer das Auto-Bashing. Für mich ist ein Auto Freiheit, wie für andere das 5 Mio.-Depot. Dafür fliege ich nicht ständig um die Welt. Auch ich fahre einen alten Diesel, lasse keine Reparaturen außer Bremse mehr machen. Auch an meinem Wohnort ist öffentlicher Nahverkehr nichts, was funktionieren würde. Und die Leute haben sich darauf eingestellt.

    Ein 5 Mio. Depot ist sicher eine feine Sache. Ich bezweifele etwas, dass es bei jeden zur Beruhigung der Nerven beiträgt. Wenn man viel besitzt, kann man natürlich auch wieder viel verlieren, unter Umständen sehr schnell. Wenn die Börse wackelt, schläft man eher schlechter.

    Es ist alles nicht so eindimensional mit gut – schlecht, richtig – falsch, schwarz – weiß. Die Welt ist komplizierter. Vielleicht macht’s ja auch der angeblich völlig bedürfnislos lebende Buddist in meiner Nähe richtig, der mit Flipflops ohne Socken und einem sackartigen Umhang durch den Schnee stapft, sich von der Bevölkerung etwas Essen (was anderes nimmt er nicht an) erbittet (bettelt?) und das genügt ihm. Die restliche Zeit sitzt er in seinem Holzverschlag im Wald und meditiert. Was würde der uns wohl in seinem Blog raten?

  5. Sparta

    @Leser

    Wo, bzw. wann hatten wir denn eine Luft- / Abgasdiskussion in Bezug auf die Region?

    Diese ist (wie Du richtig schreibst) meist sehr oberflächlich und nicht differenziert genug.

    Ansonsten hat ein jeder so seine selektive Lebenswirklichkeit mit Tieren, Kindern, Umfeld, Essen, Aktien vs. etf`s, Lebensumstände, Familie, Pflege, Gesundheit, Verdienst, Miete vs. Eigentum, Aktien vs. Immo`s, Region, Stadt, Land usw. die dann doch immer wieder dem eigenen Glauben mehr Vorrang gegenüber der Rationalität gibt.

    Sich selber da komplett rational/objektiv rauszunehmen, ist verdammt schwierig, wenn nicht sogar menschlich unmöglich.

    Nicht dass Du alle Allgäuer hier noch als komplett kritisch und Spätzle-verliebt darstellst! 😉

  6. Michael

    @All

    Jeder findet seinen eigenen Weg im Leben wer oder was oberste Priorität hat. Egal ob es die Gesundheit, Arbeit, Partner/-in, Familie, Umwelt oder die Sparquote ist.

    Heute Morgen habe ich einen Artikel auf welt.de gelesen das wir Deutschen nicht genügend zur Seite legen fürs Alter, obwohl wir genau wissen das es im Alter bei vielen Menschen nicht reichen wird. Falls dann doch was zurückgelegt wird fürs Alter dann eher klassisch in Versicherungen und auf dem Tagesgeld- oder Festgeldkonto.

    Hier der Link zum Artikel:

    https://www.welt.de/finanzen/geldanlage/article173630834/Boersenaversion-Die-laehmende-Angst-der-Deutschen-vor-Lehman-2-0.html

    Viele Grüße

    Michael

  7. S.

    Super Artikel Tim! 🙂

    Ich habe mal eine Frage zum Thema Steuern: Heute habe ich eine Jahressteuerbescheinigung für 2017 von meinem Broker (maxblue) erhalten. Letztes Jahr habe ich mir den REIT Omega Healthcare Investors ins Depot gelegt und in der Steuerbescheinigung steht nun, dass ich die Einkünfte daraus (Erhaltene Dividenden?!) in der Anlage KAP dem Finanzamt mitteilen muss, da OHI als ausländischer thesaurierender Investmentfonds behandelt wird und die Erträge nicht nachvollziehbar sind für die Bank.

    Nun zur eigentlichen Frage: Muss ich das wirklich angeben, denn  auf die Dividendenzahlungen wurde schon ganz normal Kapitalertragssteuer und Soli erhoben. Warum sollte ich es also nochmal in der Anlage KAP eintragen, das muss man doch bei „normalen“ Dividenden auch nicht… Im Internet hab ich leider sonst nichts wirklich hilfreiches dazu gefunden und da es hier sicherlich auch einige Leute gibt mit OHI im Depot wollte ich mal Fragen wie Ihr das macht?

    Vielen Dank schonmal.

  8. David

    @All:

    Cooler Artikel, allerdings muss ich eingestehen, dass ich eher die Haltung von „Kritischer Blogleser“ und „Felix“ einnehme. Klar, je grösser die Sparquote, desto schneller der Weg in die finanzielle Freiheit, aber auch desto mehr Verzicht.

    Nun, das Wort „Verzicht“ ist für mich ein dehnbarer Begriff: Für einige Menschen ist es bereits ein Verzicht, wenn sie nicht – wie gewohnt – 2x die Woche in ein edles Restaurant essen und danach ins Kino gehen können und am Wochende keinen Shopping-Ausflug machen und am Abend ihre 20 Drinks in diversen Bars trinken können. Wieder andere brauchen das Ganze nicht, legen aber trotzdem Wert auf gewisse Dinge (die ebenfalls ein wenig kosten), weil es Ihnen wichtig ist. Und wieder andere trotzen alledem und ziehen ihre Sparquote eisern durch, weil sie den Fokus extrem stark auf die finanzielle Freiheit fokussieren. Bei letzterem „Typ“ stellt sich einfach die Frage, ob man dem Verzicht auch über mehrere Jahre hinweg „wiederstehen“ kann.

    Schlussendlich sind sich die Leser hier in einem gewissen Punkt einig, auseinander gehen die Meinungen aber bzgl. des Extrems der Vorgehensweise. Aber eben… leben und leben lassen. Ich für meinen Teil strebe ebenfalls eine hohe Sparquote an, bin aber der Meinung, dass man nicht auf alles verzichten sollte, denn wenn man sich auch mal etwas gönnt (und damit meine ich nicht etwas extravagantes, sondern mehr, dass man vielleicht nur 1x pro Monat auswärts essen geht und vielleicht auch eher ein preisgünstiges Restauarant aussucht), hat man meines Erachtens auch eher die Puste, um den Marathon bis zur finanziellen Freiheit auch beenden zu können.

    Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende! Liebe Grüsse aus der kalten Schweiz

  9. Thorsten

    Ich bin mir jetzt nicht so sicher, ob die aus den USA berichteten Verhaltensweisen auf Deutschland  1:1 übertragbar sind. Es ist hier ganz normal, dass man „selber putzt“, seine Fahrräder repariert, gesund isst (Reis und Gemüse), in der Natur Freizeit verbringt (Spazieren gehen, wandern, Rad fahren, Joggen ), mit dem ÖPNV fährt oder in einer Berufstätigen-WG wohnt. Natürlich kann man jeden Einzelbericht auch bloß als „nur exemplarisch“ nehmen, aber in der Summe sehe ich keinen Gewinn, es sei denn ich reduziere es insgesamt auf den Nenner Konsumreduktion. Wir leben glaube ich bescheidener als die Amrikaner, deshalb ist das Niveau von dem wir aus sparen auch niedriger – und es ist deshalb u.U. schwieriger.

    Zu teuer wohnen ist allerdings ein Hauptkostenfaktor im dichtbesiedelten Deutschland.

    Hm…wenngleich der Einfluss aus den USA mit 10 bis 20 Jahren Verspätung hier auch eintrifft. Mittlerweile haben wir hier auch immer mehr übergewichtige Kinder und die Anzahl der übergewichtigen Erwachsenen nimmt in Europa stetig zu.

    Ich komme zum Schluss, dass wir hier einen entsetzlichen Blick in unsere europäische Zukunft haben, wenn wir nicht aufpassen. Wenigstens diskutieren wir hier die Anzahl und Art der Autos in Städten, wegen der Feinstaubbelastung, ein kostenfreier ÖPNV wurde von einem Ministerium kurz in den Raum geworfen  – und wir trennen Müll und das sogar sehr gut.

    Wir haben inzwischen ein breites Verständnis zwischen Kauf und dem von uns produzierten Müll gefunden , schon die Kleinsten lernen Recycling. Die Verkäufer müssen Verpackungen und Altgeräte zurücknehmen. Die Biotonne ist mittlerweile verpflichtend in meiner Stadt, wir haben inzwischen sogar Sammelcontainer für Kleinelektrogeräte, damit die Rohstoffe ja nicht im Restmüll landen, es wird immer besser.

  10. Matthias

    Reis brennt normalerweise nicht an, wenn man ihn z.B. mit der Quellreismethode zubereitet. Geht sehr einfach und flott. Zusätzlichen Geräten für jeden Kleinkram (Reiskocher, Küchenmaschine, Stabmixer, Hacker) etc. stand ich immer schon skeptisch gegenüber. Man stopft sich die Küche voll, obwohl man die Dinge oft nur 1 mal die Woche oder seltener benutzt und obwohl man das meiste auch mit einfachen Mitteln erreichen kann, die in einer Küchen-Grundausrüstung vorhanden sind.

    Grüße, Matthias aus Wiesbaden

     

  11. Ruben

    Hallo,

    man kann sich hier immer wieder Anregungen holen, wo man etwas sparen könnte. Es bleibt ja jedem selbst überlassen, was er/sie daraus macht. Der Blog hier dreht sich um eine größere finanzielle Unabhängigkeit.

    „You can’t have your cake and eat it“ heißt ein englisches Sprichwort.

    Ich denke man kann nicht gleichzeitig ein großes Auto, zusätzlich ein stattliches Motorrad, ein Boot, einen großen Wohnwagen, immer die neuesten technischen Geräte, ein großes Wohung/Haus einen großen Kleiderschrank mit viel Markenkleidung haben, mehrmals im Jahr teure Urlaube im hohen 4 oder gar 5 stelligen Bereich buchen, mehrmals die Woche essen gehen, alle paar Jahre die Möbel wechseln usw. und dennoch in kurzer Zeit eine (tlw.) finanzielle Freiheit erreichen. Die Liste ist beliebig erweiterbar.

    Jeder Mensch ist verschieden und so unterschiedlich sind dann auch die Hobbys, Leidenschaften, Annehmlichkeiten, die etwas mehr Geld kosten, aber dauerhaft Quell des Frohsinns sind. Was für den einen ein großer Verzicht wäre, ist dem nächsten gleichgültig und umgekehrt.

    Wenn aber dann irgendwann doch noch zu mindestens teilweise eine finanzielle Freiheit erreicht werden will, dann schaffe ich das je nach Gehalt nicht mit x kostspieligen Leidenschaften und es ist erforderlich, Schwerpunkte zu setzen. Wenn man sehr viel Geld erbt oder monatlich ein sehr Gehalt oder anderweitige zusätzliche Einnahmen hat, dann kann ich mir sicherlich auch mehrere kostspielige Hobbys leisten und dennoch finanziell freier werden.

    Ich habe auch ein Auto und schätze das ruhige Landleben sehr. Für mich als Landei ist hier „die Welt noch in Ordnung“ wie man so schön sagt. Ich wüsste nicht, wie das ohne Auto machbar wäre und es ist auch überhaupt nicht mit dem perfekten Nahverkehr einer Weltstadt zu vergleichen. Ich denke Tim weiß das auch und wenn nicht, wäre es mir auch egal.

    Jeder der hier regelmäßig liest, spart wahrscheinlich 90% mehr als der Rest der Bevölkerung, egal wie jeder das für sich anstellt und welche Schwerpunkte gesetzt werden. Jeder, der auch nur ein bisschen etwas von dem was Tim schreibt für sich mitnimmt und sei es auch nur 10%, der ist schon ein Gewinner und führt hoffentlich in Zukunft ein finanziell sorgenfreieres Leben. Tim beschreibt oftmals den schnellsten Weg, finanziell unabhängig zu werden und es ist natürlich jedem selbst überlassen, ob er den schnellsten, nur einen schnellen oder einen etwas langsameren Weg wählt, um finanziell unabhängiger zu werden.

    @Kritischer Blogleser: Glückwunsch zur besonders hohen Sparquote!

    @Birgit: einfach toll, was du schreibst, besonders was du von deinen Kindern berichtest!

    @Michael: mich besorgt auch das Anlageverhalten der Deutschen, ab 2025 scheint es mit der Rente kritisch zu werden. Ich wünschte wir hätten ein Rentenmodell ähnlich das der Schweden mit einem staatlichen Aktienfonds:
    https://www.handelsblatt.com/my/finanzen/anlagestrategie/fonds-etf/schwedischer-staatsfonds-ap7-rendite-fernab-von-anleihen-/14739364.html?ticket=ST-690740-OqMIkDBaHq1o7crIU7p0-ap3

    Bei uns wird leider mit Riester/Rürup und Co nur die Banken- und Versicherungswirtschaft subventioniert.

    @David: genau, eigentlich sind wir uns alle im Großen und Ganzen einig

    @Thorsten: eigentlich spare ich nach Möglichkeit an Ressourcen und im Nebeneffekt spare ich auch Geld. Ich wünschte viele würden nicht derart verschwenderisch mit den Ressourcen umgehen, andererseits möchte ich auch keinem vorschreiben, wie er zu leben hat.

    Alles Gute & schönes Wochenende!

    Ruben

  12. Thorsten

    @Ruben

    eine kapitalgedeckte Rente wäre schon lange richtig, bei Riester und der Basisrente („Rürup“) hat man immerhin dazu die Wahl über Fonds.

    Staatliche Rente in Deutschland und Kryptowährungen haben eins gemeinsam : der innere Wert geht gegen Null und sie kollabieren in dem Moment, in dem keiner mehr zahlt oder nachfragt. Man hat bloß Anrechte, keinen Substanz.

    Riester lohnt sich für Familien, für andere nicht. Ohne Kinderzulagen ist das absoluter Käse.

    @Matthias : Stimmt. Wir haben soeben Basmatirreis gekocht und es ist nichts angebrannt oder angepappt. Die meisten, die Probleme haben , kochen mit zu viel Hitze oder nehmen zu wenig Wasser. Mit etwas Übung schafft es jeder im ganz normalen Kochtopf. Mit niedriger Temperatur („Köcheln“), geschlossenem Deckeln und genügend Wasser ist man im Vorteil, Reis möchte quellen und benötigt eben seine Zeit.

  13. Michael

    @Birgit: Du bist auf einem guten Weg. Mach weiter so !

    @Ruben: Einen Staatsfond für Deutschland oder einen Pflichtanteil über Kapitaldeckung innerhalb der Rentenversicherung finde ich persönlich schon langsam zwingend notwendig. Vom Umlageverfahren alleine wird die Rente nicht recht viel größer werden oder wir müssen alle in Zukunft noch mehr Rentenbeiträge zahlen. Zusätzlich sollten ALLE die in Deutschland Geld verdienen wie Beamte, Selbstständige usw. in die Rente einzahlen müssen. Es gibt ja auch viele Menschen in Deutschland die im Niedriglohnsektor (Dienstleistungen, Gastronomie, Hotels.. etc.) arbeiten. Das sind ca. 20-25% der Beschäftigten in Deutschland. Bei denen kommt ja nicht viel Rente zusammen am Ende des Arbeitslebens.

    Also meine Auffassung ist auf den Staat alleine würde ich mich im Hinblick auf die Rente schon lange nicht mehr verlassen. Deswegen sollte jeder für sich schauen, dass man so viel wie möglich zur Seite legt und dieses Geld auch mit ordentlicher Rendite anlegt.

  14. Kritischer Blogleser

    @Sparta: In einem der letzten Artikel wurde von Tim in den Kommentaren behauptet, dass die Luft in New York besser sei als in München, was ich mit dem größten virtuellen Fragezeichen versehe, das mir zur Verfügung steht.

  15. Lejero

    Mir ist aufgefallen, dass in den Blogkommentaren der letzten Posts immer öfter Tim eine extreme und negative Position unterstellt wird. Das finde ich schade, denn Tim schreibt so oft (2-3mal in der Woche!) und mit großem Aufwand motivierende und interessante Posts für uns alle. Ja, man muss nicht der gleichen Meinung sein, und ja, auch ich sehe einzelne Dinge anders als Tim. Das sollte man auch entsprechend kundtun, denn nur dann gibt es eine interessante und lebhafte Diskussion von der alle profitieren, aber bitte mit weniger Negativität und konstruktiv. Ich finde das gebietet der Respekt vor dem Aufwand den Tim hier betreibt. Also Tim, bitte mit der guten Arbeit weitermachen, auch wenn ich persönlich nicht auf Reis stehe und ganz vergnügt Clownautos fahre! 😉

  16. Sven

    @ Kritischer Blogleser

    Tim hat hier schon viel behauptet und wenig bis nichts belegt.

    Deinem Beitrag entnehme ich, dass Du zu jenen Leuten gehörst, die sich noch Kleidung kaufen, Auto fahren und nicht den Löwenzahn am Wegesrand fressen.

    Hut ab! Mache weiter so!

  17. KM

    @all

    Bisher hatte ich Sparpläne laufen.
    Nun möchte ich ETF als einmal-Kauf erwerben.
    Ich hätte gerne ein paar Tipps von den alten Hasen auf was ich beim Kauf achten sollte.
    Ich bin bei onvista. Wenn ich auf Wertpapierorder klicke kann ich die WKN eingeben und die Stückzahl. Anschließend auf Wert ermitteln klicken und mir werden verfügbare Handelsplätze angezeigt. z.B. Direkthandel: Baader Bank, Commerzbank, Lang&Schwarz, Quotrix, Tradegate, oder Börslicher Handel: Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, München, Stuttgart, Xetra.
    Was ist besser? Direkt oder Börse? Und zu welcher Tageszeit am besten?
    Auf sollte man noch achten?

  18. June

    @Birgit,

    Wenn ich deinen Text lese, sehe ich eine starke Frau, die sich selbst sehr klein sieht. Du kannst auf dich sehr stolz sein. Du bist Hauptverdienerin. Du hast 3 tolle Kinder, lebst in einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte. Machst eine der schwierigsten Ausbildungen, die es im deutschsprachigen Raum gibt. Und hast eure Sparquote auf supergute 30% angehoben. Hut ab, du machst das ganz toll.

    Einige der Frauen, die hier schreiben, mich eingeschlossen, sind älter als du und haben dadurch Vorsprung. Einige jüngere Frauen leben in völlig anderen Lebenspasen z.B. ohne Kind. Du siehst keine Lebensgeschichte ist vergleichbar und keine ist toller oder weniger wert. So verschieden wie unser Leben ist, so individuell ist die Art wie wir investieren.

    Du hast das wichtigste begriffen und eure Art zu Leben geändert. Als Steuerberaterin wird sich deine Einkommenssituation positiv verändern und du hast jetzt bis zur offiziellen Rente noch viel Jahre Zeit ein Vermögen aufzubauen. Konzentriere dich zu 100% auf deinen Abschluss. Und ich bin sicher, dass du irgendwann auch erkennst wie außergewöhnlich du bist.

    Dein Leben ist eine Erfolgsgeschichte.

    @ Reis koche.

    Beilagenreis für 2 Personen koche ich so:

    1 Tasse Reis, 2 Tassen kaltes Wasser, etwas Salz. In einen kleinen Topf geben, der Topf darf mit den Zutaten nur zu max. 1/3 gefüllt sein. Den Deckel aufsetzen. Dann den Inhalt auf höchster Stufe zum Kochen bringen. Wenn das Wasser kocht, die Hitzezufur sofort reduzieren( Ceranfeld auf Stufe 1 stellen, Induktionsfeld auf Stufe 2 stellen). Einen Timer auf 20 Min stellen und den Reis ausquellen lassen, brauner ungeschälter Naturreis braucht etwas länger. Nach den 20 Minuten ist kein Wasser mehr im Topf. Reis einmal umrühren und servieren. Während der Zubereitung sollte der Topf tatsächlich immer geschlossen bleiben.

    Tim’s Methode eignet sich besonders für Leute, die nebenbei gerne noch Hausarbeit erledigen oder die Wohnung verlassen müssen oder auf mehreren Ebenen gleichzeitig schonend z.B. Reis und Gemüse garen möchten.

    Take care,

    June

  19. -M

    Hallo Tim,

    schöner Beitrag. Ob meine Familie finanziell frei wird glaube ich nicht. Dafür verdienen wir einfach zu wenig, aber wir sind auch nicht die Typen die hoch hinaus wollen. Wir sind 31 und 27 und haben ein 2j alten Sohn.

    Monatlich haben wir ca. 3.000€ netto (ich Vollzeit, meine Frau halbtags)

    da wir aber nicht auf großen Fuß leben können wir gut sparen wie wir finden.

    Wir haben eine kleine 80qm Wohnung gekauft vor 1 Jahr, da sehr ich die Tilgung schonmal als sparleistumg an.

    Ca. 300€ Tilgung (Zinsen und Nebenkosten hab ich weggelassen, die sehen wir als „Miete“ an die wäre auch so weg)

    zu der Tilgung unserer Wohnung sparen wir noch in unser Aktiendepot. Ca. 45.000€ haben wir in den letzten Jahren dort angesammelt. Die Dividenden helfen zusehens mit.

    das Depot wird mit ca. 1.000€ im Monat bespart, alle Dividenden reinvestiert.

    Unsere Sparquote liegt quasi bei ca. 40%. Damit sind wir sehr zufrieden.

    finanziell frei? Wir wissen es nicht, ob das realistisch ist. Da sehe ich uns auch in der Grauzone deines Artikels…..

    …. schaffen wir es später mal halbtags arbeiten zu müssen wären wir schon sehr sehr zufrieden. Mal sehen wie weit wir kommen 🙂

    P.s. Unserer kleiner hat auch schon schön in Disney investiert, und zwar nicht in die Produkte (ok in die auch), sondern ins Unternehmen 🙂

    Grüße

    -M

     

     

  20. Simon

    @M

    Bei drei Leuten von 3000 Euro netto noch 1000 zur Seite zu legen ist doch eine hervorragende Leistung! Mit der Tilgung legt ihr ja sogar 1300 Euro weg.

    Macht mal 10 Jahre so weiter und ihr werdet euch erschrecken, welche Summen sich auf dem Konto ansammeln 🙂

  21. Micha

    @S

    „Im Internet hab ich leider sonst nichts wirklich hilfreiches dazu gefunden und da es hier sicherlich auch einige Leute gibt mit OHI im Depot wollte ich mal Fragen wie Ihr das macht?“

    Ja, diese Aktie habe ich auch im Depot und das Thema ist mir schon einige Male in Beiträgen begegnet. Bis jetzt habe ich keinen anderen Rat, als ein Depot im Ausland zu verwenden, gesehen (ist wohl auch generell sinnvoll, auch ausserhalb der EU Vermögensteile zu lagern). Ich selber bin bei Captrader und habe das Problem nicht, da dort keine Kapitalertragssteuer abgezogen wird.
    Ich habe allerdings das Problem, nicht zu wissen, wie ich die Daten für die kommende Steuererklärung zusammentragen soll. Der Anleitung bin ich gefolgt und habe mir einen Bericht aus diversen Komponenten zusammengestellt, allerdings sehe ich nicht ein, Käufe von Positionen aufzulisten, zu denen keine Verkäufe stattgefunden haben. Eine Liste der Dividenden und abgezogener Quellensteuer bekomme ich hin.
    Vielleicht hat ein anderer Captrader-Kunde das schonmal perfektioniert und möchte das hier mal mitteilen. Danke schon mal im Voraus!
    Falls es jemanden interessiert, gibt es hier weiterführende Hilfe zur Anmeldung bei Captrader.

     

    @KM

    „Nun möchte ich ETF als einmal-Kauf erwerben.
    Ich bin bei onvista.
    Auf sollte man noch achten?“

    Ich habe dort mal ETFs in 500€ Tranchen gekauft und dabei darauf geachtet, dass ich da den Fixpreis Tarif nutzen konnte. Die Kurse je Börse kann man doch sehen und ob oft oder selten gehandelt wird. Der Rest war mir egal. Wegen ein paar wenigen € Ersparnis mache ich da kein größeres Fass auf.

  22. Ralf

    Er schneidet sich die Haare selbst. Er kocht zuhause. Er verzichtet auf Restaurants. Und Plunder.

     

     

    Das mache ich auch und es ist für mich kein Verzicht weil es für mich ganz normal ist. Ich wurde so erzogen.

  23. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Michael

    Danke fürs Kommentieren.

    Genau, Geld sorgt für Freiheiten und Anti-Stress.

  24. Hedonist

    Ich finde die Grauzone zwischen Hamsterrad und völliger finanzieller Freiheit wichtig. Mein Ideal sieht so aus, dass ich zunehmend immer freier werde. Der erste Schritt ist ein Depot mit gut 100.000. Davon kann ich jedes Jahr meine geliebten Reisen für 3.000€ machen.

    Der nächste Schritt ist, wenn ich gesehen habe was ich sehen wollte, das Geld für Urlaub zurück zu fahren und mir einen Tag in der Woche Freiheit zu erkaufen. Dafür braucht es etwa ein Depot von 250.000. Mit diesem freien Tag in der Woche kann ich dann machen was ich will. Wahrscheinlich werde ich aber an einer dritten Einnahmequelle basteln.

    Damit das alles zeitlich etwas schneller geht werde ich dieses oder nächstes Jahr in die Schweiz auszuwandern. Meine fachliche Spezifikation wird da händeringend gesucht. Das wird es mir ermöglichen statt wie bisher maximal 1.500€ zu sparen, 3.000€ zu sparen.  Zusätzlich zu diesen 3.000€ wird automatisch über eine der betrieblichen Altersvorsorge ähnlichen und obligatorischen Versicherung ca. 1 400€. angespart. Genug Geld für Spass bleibt dabei aber auch noch übrig.

    In der letzten Stufe habe ich knapp 500.000€ Depot, habe einen Tag in der Woche für mein drittes Standbein aufgewendet und ein Einkommen von gut 1.500€
    dadurch (idealerweise ortsunabhängiges) Einkommen und setze mich in einem Land mit Territorialbesteuerung ab. Bedeutet meine Steuerlast wird nochmal stark gesenkt. Zusätzlich sind die Lebenskosten deutlich geringer. In dieser Konstellation wäre die finanzielle Freiheit erreicht bei mir.

  25. Sparkojote

    Hallo Hedonist,

    Es gibt eingie Dinge die du in der Schweiz beachten solltest, vor allem wenn du hier nur Wochenaufenthalter wärst. Ich kenne viele die nur hier arbeiten aber noch primär in London wohnen, der Lohn muss also stimmen, da du ansonsten böse auf die Welt kommst was Miete, Fixkosten und Krankenkasse angeht. Du erhälst als Ausländer übrigens dein Gehalt nach Steuern (also Netto), da die Quellsteuer abgezogen wird. Bei der jährlichen Steuererklärung kannst du dann noch allenfalls Geld zurückholen oder sogar je nachdem draufzahlen. Und ganz ganz wichtig, die Auswahl beim Kanton, steuerlich macht das viel aus, günstige Kantone wie Zug, Zürich oder Umgebung oder die teuren (eher Links in der Schweiz) Basel, Jura etc.

    Meine Erfahrung zumindest die Leute die aus London kommen, sagen mir alles unter 7-8’000 CHF ist zu wenig, wenn du noch deinen Hauptwohnsitz in deinem Herkunftsland behalten möchtest. Idealerweise halt noch mehr, wobei das je nach Branche halt unterschiedlich ist. In meiner Branche ist es nicht unüblich das man für die ersten 3-6 Monat zuätzlich zum Gehalt alles gezahlt bekommt von der Firma (Miete, ÖV, etc.) und dann sich langsam anpassen kann, wobei in meiner Firma dann für solche Leute auch viel Gehalt gezahlt wird Brutto im 5-Stelligen Bereich).

    Grüsse
    Thomas

  26. Thorsten Rohweder

    Ein Rat noch von mir : das Geld im Depot nicht als das Eigene betrachten,  es gehört der Person, die später in Ruhestand geht – man selbst , nur älter, in der Zukunft.  Die Distanzierung könnte helfen spontane Konsumwünsche oder Spekulationsgelüste beiseite zu schieben. Man ist nur Treuhänder, nicht Besitzer.

  27. Toni

    Hallo zusammen,

    Ich lese diesen Blog schon seit einiger Zeit habe mich aber bisher noch nicht getraut etwas rein zu schreiben. Ich finde Tim ist ein unglaublich sympathischer und inspirierender Typ.  Seine Texte sind sehr aufschlussreich und interessant, obwohl ich nicht mit allen Ideen einverstanden bin. Ich lege mein Geld seit Jahren auf der Börse an. Leider habe ich die ganze Zeit den Fehler gemacht meinen in Anführungsstrichen Finanzberater zu vertrauen. So steckt mein Vermögen (sechsstellig) in aktiv gemanagten Fonds die mir mein Finanzberater damals empfohlen hat. Über die Kosten dieser Fonds habe ich mir nie Gedanken gemacht. Heute weiß ich was für ein Fehler das war und welche Rendite mir dabei entgangen ist.Vor ungefähr zwei Jahren habe ich mich entschlossen meine Finanzen selber zu managen.Ich kann euch sagen das ist ein unglaublich gutes Gefühl.Mein Depot besteht fast ausschließlich aus großen Angloamerikanischen  Konsumstiteln und ein bisschen Internet (Rocket Internet, Tencent). Ich hoffe dass ich mit einer hohen Sparquote und den Faktor Zeit spätestens ab 60 Jahren die finanzielle Freiheit erreicht habe.

     

    Viele Grüße

    Toni

  28. Fred

    Lieber Herr Schäfer,

     

    finden Sie nicht, dass Sie das alles zu sehr vereinfachen? Sie berichten ständig über ein Promille absoluter Glückskinder, die schon mit 30 Jahren 300.000 Dollar besitzen. Menschen, die mal eben 100.000 Dollar im Jahr verdienen. Das echte Leben funktioniert so aber nicht. Um 600.000 EUR im Depot zu haben, was Sie vollkommen willkürlich als Grenze zur finanziellen Freiheit definieren, muss ich doch schon ganz schön alt werden.

     

    Das echte Leben ist auch geprägt von Verpflichtungen, von Pleiten, von Krankheit. Vielleicht wäre es in Ihrem Bloc kun mal Zeit, von den Menschen zu berichten, deren Leben nicht wie eine Instagram-Story verläuft. Menschen, die sich auf dem Weg aus dem Hamsterrad schwer tun oder scheitern?

     

    Trotzdem vielen Dank für Ihren interessanten Content.

     

    Ein Leser

  29. André

    Hallo,

    kürzlich habe ich einen Bericht gelesen, das es sinnvoll sein kann bei einem größeren Depotvolumen eine sogenannte Holding zu gründen. Eine Holding (gleich wie sie auch aussehen mag) zu gründen hätte den Vorteil, dass Dividenden Einnahmen bis zu 98% Steuerfrei wären. Nachteil an dem Modell ist natürlich das einem die Aktien nicht mehr selber gehören, sondern der Holding. Allerdings kann man sich selber ja als Geschäftsführer einsetzen und ein entsprechendes Gehalt zahlen. Ebenfalls kommen Kosten für die Buchführung und die Steuererklärung hinzu. Im Gegenzug können aber auch andere Kosten wie Kauf von Aktien und der Besuch von HV abgesetzt werden. Da die Freistellungsgrenze ja sehr gering ist und die anschließende Versteuerung bis zu 28% beträgt, finde ich die Idee der Holding mit einer sehr geringen Besteuerung von ca. 2% sehr reizvoll.

    Was meint Ihr dazu?

  30. AlexanderAlexander

    @Birgit

    June hat es sehr treffend beschrieben. Hut ab und halte durch.

     

    Allgemein schreibt Tim schon sehr hart, vielleicht um aufzurütteln.

    Ich bin ein Clown 🙂

    Ich habe ein Clown-Haus, ein Clown-Auto, mache Clown-Urlaube und spare trotzdem ganz gut. Je älter man wird, desto kürzer wird das Leben, irgendwann fängt man an, darüber nachzudenken. Ist die finanzielle Freiheit wirklich das Wichtigste?

    Schaffe ich die finanzielle Freiheit? Definitiv nicht.

    Meine Dividenden etc. langen aber, dass ich mit einem schlecht bezahlten Halbtagsjob weiterhin so leben kann wie bisher (mit den ganzen Clown-Sachen). Das beruhigt ungemein und lässt mich meinen Job gelassen angehen. Ich werde von den Dividenden und mit der gesetzlichen Rente ein fürstliches Leben führen können, werde aber bis 63 arbeiten „müssen“. Lieber arbeite ich noch ein paar Jahre, habe dafür aber ein sorgenfreies „Luxusleben“ mit meinen Clown-Sachen. Vielleicht höre ich auch mit 61 auf oder arbeite eine Zeitlang nur noch halbtags, das werde ich sehen. Jeder Lebensweg ist zu individuell, um das auf einen Nenner zu bringen.

     

  31. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Kritischer Blogleser

    Reis ist ein wichtiges, gesundes Nahrungsmittel. Ich wohne nahe Chinatown. Das hat bestimmt einen Einfluss auf mich. Ich wohnte sogar in Chinatown zeitweise in einer WG.

    Auto ist nun mal ein Geldgrab. So wie die übergroßen Wohnungen/Häuser.

    @ Birgit Ubani

    Das ist eine super Story. Du bist auf einem guten Weg. Super finde ich, dass Du deinen Kindern das Sparen mit Aktien beibringst. Sie lernen fürs Leben!

    @ Ruben

    Danke. Letztendlich kommt es auf eine hohe Sparquote an. Wer wenig spart, schwimmt mit der Masse.

    @ Lejero

    Danke. Klar wird viel gemeckert. Auch in diesem Blog.

    Es ist im Prinzip so erschreckend einfach, wie man sich ein Vermögen aufbaut: Jeden Monat 1.000, 2.000 oder 5.000 Euro volle Kanne in ETFs sparen. Einige Dekaden durchziehen. Fertig. Es wird gerne auf hohem Niveau gemeckert. Statt einen Nebenjob zu machen und Kosten zu kürzen, macht die Masse eben weiter bis 67: Arbeit, Schulden, Konsum. Sie jammern. Sie sind Schafe, die sich abscheren lassen.

    @ -M

    Gratulation zur 40% Sparquote. Ihr macht es richtig. Willkommen in der Grauzone. Das ist etwas, worauf ihr stolz sein könnt.

    @ Fred

    Warum soll ich in meinem Blog über Verlierer, Loser, Pleitefälle schreiben?

    Ich möchte motivieren. Ich möchte positive Signale setzen.

    Das negative Zeug sorgt nur für schlechte Stimmung.

  32. steve

    @ omega healthcare
    Ich habe die erst dieses Jahr gekauft, betrifft mich aber bei cbl associates bei der ein fiktiver, also nicht Ergebnis wirksamer Verlust gebucht wurde.
    Das ist halt der deutsche Staat der vorgibt alles einfacher gleicher und gerechter zu machen. Aber stört mich nicht großartig.
    Wenn ihr bei bei Omega Healthcare einen Gewinn gebucht bekommen habt, Gratulation dazu war nicht leicht in der letzten Zeit. Wenn dafür Steuer gezahlt wurde, ist zu überlegen einen Verlust gegen zu rechnen.
    Konto im Ausland bringt erst mal nichts, solange man in Deutschland lebt ist man hier steuerpflichtig. Dann lieber direkt die Bank die Arbeit machen lassen.

  33. Micha

    @ omega healthcare / steve

    „Konto im Ausland bringt erst mal nichts, solange man in Deutschland lebt ist man hier steuerpflichtig. Dann lieber direkt die Bank die Arbeit machen lassen.“

    Die Bank macht es aber zu gut, da das entsprechende Gesetz die REITs gar nicht betrifft (Habe ich mehrfach so gelesen, allerdings nicht weiter überprüft und einen Link möchte ich jetzt auch nicht raussuchen). Falls dies wirklich so zutreffen sollte, handeln die Banken dann nicht sogar illegal?

  34. Kritischer Blogleser

    „Auto ist nun mal ein Geldgrab. “

    Tim, so eine Aussage ist in dieser argumentativ unterfütterten Form einfach nichts wert. Die meisten Menschen dieser Welt leben nicht in New York.  In vielen Regionen Deutschlands ist ein Auto kein Geldgrab, sondern ein lebenserleichterndes Muss. Hier fährt keine Red Line, hier gibt’s kein ach so dolles Uber.  Hier gibt’s maximal eine Bimmelbahn, die sich alle Stunde überfüllt und dröge über die Dörfer schleppt. Und nein, die Menschen mit ihren Autos können und wollen nicht in ein überbevölkertes, gefährliches und überteuertes Loch namens  Millionenstadt ziehen. Weil Sie Kinder haben, die sie auch mal gerne draussen spielen lassen möchten, weil sie die wirkliche Natur lieben, die Sicherheit, die Geborgenheit, das Vereinsleben, die Heimat, die Gemeinschaft. Weil das trotz allen gegenläufigen Entwicklungen glücklicherweise noch immer die Form des Alltags ist, die die meisten Menschen schätzen und wollen. Weil Sie gerne auch nachts mit ihrem überteuerten Clown-Hund vor die Türe möchten, ohne einen Schädelbasisbruch befürchten zu müssen. Deswegen wohnen noch immer Menschen in Bodenmais und nicht in Berlin.  Geld ist NICHT alles und wenn ein Tausender der Betrag ist, den ich zahlen muss, um nicht an einem Ort leben müssen, den ich verachte, der mich krank macht, an dem zu leben für mich eine Strafe ist, dann zahle ich diesen Betrag gerne. Die meisten Menschen möchten nicht Reis essend in einem Schuhkarton in New York wohnen, wenn sie eine Wahl haben.

     

     

     

  35. Ex-Studentin

    @Tim

    Wenn alles läuft wie geplant, sind mein Freund und ich im September auch in New York. Wir würden uns dann gerne mit dir treffen! Ich hoffe, du bist zu der Zeit im Lande und hast keinen 4-wöchigen Urlaub geplant.

    @Fred

    Tim hat bereits einige Leserbriefe veröffentlicht. Diese Story fand ich z.B. sehr gut: http://timschaefermedia.com/vom-lagerist-zum-millionaer-leser-setzte-auf-dividendenperlen-pg-jj-nestle-coca-cola-hormel-ibm-microsoft-basf/

    Letzten Endes ist es jedem selbst überlassen, wie er die Finanzielle Freiheit erreicht. Manch einer ist schon zufrieden, wenn er mit 700€ im Monat auswandern kann. Ein anderer ist selbstständig oder arbeitet nur halbtags. Letztlich ist es gar nicht mal so schwer, 100k im Jahr zu verdienen. Wenn ich mich jetzt dafür entscheiden würde, irgendwo gut verdienende Teamleiterin zu werden, würde ich das in 5 Jahren sicherlich schaffen. Aber nicht jeder will die einhergehenden Nachteile in Kauf nehmen. Z.B. dass man dafür ins Ausland gehen müsste oder sich sehr viel privat weiterbilden. Ich habe mich für ein ruhiges Leben mit meinem Freund entschieden. Ich will abends zuhause sein können und nicht in der Weltgeschichte rumreisen. Jeder findet sein Glück auf andere Art.

    Liebe Grüße
    Jenny

  36. S.

    @ omega healthcare:

    danke für eure antworten. Ich habe omega wieder verkauft, war für mich eigentlich sowieso nur ein Experiment, weil ich auch mal einen REIT im Depot haben wollte… Verstehe trotzdem noch nicht was ich da jetzt in die Steuererklärung schreiben muss/soll, die Divis wurden schon besteuert… naja egal in Zukunft einfach wieder stinknormale Unternehmen kaufen 🙂

     

    S.

  37. GiniKoeffizient

    @Kritischer Blogleser

    Ist ja alles richtig was du sagst, ein Geldgrab ist das Auto dennoch.

    Such mal deinen Fahrzeugschein raus und tippe die zwei Kennziffern in den ADAC Autokosten-Rechner, dort wird dir gezeigt was dich ein KM mit deinem Auto, nach echten Praxiserhebungen durch die ADAC und seine Kunden kostet. Das heißt, Inspektion, Reparatur, Spritverbrauch, Steuer, Versicherung, usw.

    Bin immer wieder überrascht, wie sehr die Leute Nebenkosten aller Art ausblenden, insbesondere beim Thema Auto. Und dabei spreche ich noch nicht einmal von Rücklagen für Reparaturfälle.

    Selbst mit Autos die unter den vom Finanzamt veranschlagten 30 Cent je km liegen ist das wirklich erschreckend viel. Mal schnell zur Tante hin und zurück sind selbst bei einer 2h Fahrt schnell mal 100€ gewesen. Daher ändert sich nichts daran, das Auto ist ein Geldgrab.

    Wir selbst haben einen Firmenwagen und bekommen diesen im Grunde geschenkt, privat würden wir aber auch darauf verzichten ein Auto zu kaufen.

    Ich glaube das hängt auch viel mit dem gewohnten Lebensstandard zusammen, bei uns hat sich auch komischerweise nie wirklich etwas seit dem Studenten- und WG-Leben verändert an den Ansprüchen, dann lässt sich auch wirklich ehrlich sagen, dass man es nicht anders kennt und auch wirklich nicht vermisst.

    Ausprobiert haben wir Clown-Autos und Clown-Reisen selbstverständlich auch alles, mussten aber feststellen, dass ein Rucksack und ein Moped unter dem Hintern in Asien viel entspannter und erholsamer ist als der übliche Pool und die Liege mit 2cm Abstand zum Nachbarn. Ich schätze es ist eine Typfrage, aber eine die zu selten Verständnis in unserer Gesellschaft erhält, bei welcher man sogar meist schräg beäugt und als Außenseiter und Randerscheinung wahrgenommen wird. Gerade daher finden sich hier so viele Gleichgesinnte in den Finanzblogs und tauschen sich gerne mit Freuden darüber aus, wie Minimalismus eine echte Heilung für die Seele sein kann und wenig Besitzen den Geist entspannt. Dass die Dinge die man besitzt einen auch besitzen, das scheint aber der Mehrheit schlicht egal und nicht wichtig zu sein, daher kann man das auch akzeptieren und bindet es seinen Mitmenschen ja nicht ständig auf die Nase. Und gerade deswegen treffen sich hier virtuell so viele Gleichgesinnte, welche einfach eine Minderheit sind. Das ist aber auch in Ordnung, nur genauso respektvoll wie unser einer dich behandelt, solltest du dies auch an dieser Stelle tun.

    Einfach akzeptieren, dass es auch anders funktioniert und Menschen mit weniger deutlich glücklicher sein können ohne auf etwas zu verzichten.

    Wenn einer zwanghaft spart ist das natürlich wieder das andere extrem, aber wenn es ihn glücklich macht, so wie den R8 Fahrer der jedes Jahr ein neues Auto least, dann ist das die persönliche Entscheidung und zu akzeptieren.

    Viel Spaß noch bei der Diskussion.

  38. Micha

    @ omega healthcare / S.

    Ich kenne mich da auch kaum aus und kann das dann entsprechend auch nur schlecht formulieren. Also (ab jetzt alles ohne Gewähr, man mag mich gerne korrigieren) wenn es da nur um die Dividende geht (ich hatte das anders verstanden), dann fallen bei US-Aktien normalerweise 30% Quellensteuer an. Durch das bestehende Doppelbesteuerungsabkommen (dazu bei Bank/Broker ein entsprechendes Formular ausfüllen) reduziert sich das dann auf 15%.  In D fallen generell 25% Abgeltungssteuer zzgl. Soli und ggf. Kirchensteuer an. Die in USA gezahlten 15% Quellensteuer sind anrechenbar auf die Abgeltungssteuerschuld in D und damit sind hier nur noch 10% Abgeltungssteuer zzgl. Soli und ggf. Kirchensteuer zu entrichten (eigentlich müsste Bank/Broker das so berücksichtigen). Je nachdem, wie das mit Deinem Freibetrag aussieht (vielleicht ist ja gar keine Steuer abgezogen worden) und welche sonstigen Kapitalerträge Du hast, ist eine Anlage KAP notwendig oder auch nicht. Von einer deutschen Bank solltest Du eigentlich mit der jährlichen Steuerbescheinigung auch eine Ausfüllhilfe für die Steuererklärung bekommen.

    Ansonsten suche mal für Deinen Fall besser die relevanten Infos von Seiten zusammen, die mehr davon verstehen, als bspw. ich.   😉

  39. Mattoc

    @Kritischer Blogleser

    Vollkommen richtig, was du über Menschen wie dich schreibst. Es ist doch uneingeschränkt ok, wenn du und deine Nachbarn das so machen möchtet. In diesem Blog geht es aber nicht um Menschen, wie euch, sondern um Menschen, die möglichst viel sparen und investieren wollen. Deshalb müssen die Kosten runter.

    Und da passt das verschuldete Eigenheim in der Pampa mit zwei Autos für Vater und Mutter nicht rein.

    PS: Habe mir gerade Reis mit Butergemüse a la Christoph gemacht. 🙂

  40. Ralf

    Wer Familie hat und auf dem Land wohnt (weil die Stadt sehr teuer ist und fast nur noch Single-Wohnungen dort bezahlbar sind), kann oft eben nicht auf ein Auto verzichten. Auch andere Gründe können Familien eher zu einem Landleben drängen bzw bewegen. Als Vater zweier Töchter fallen mir etliche Gründe ein….

    Diese Fakten können oder wollen hier viele nicht verstehen. Im Übrigen kann ein günstiges Auto auch ein Werkzeug sein um überhaupt Geld zu verdienen. Wenn ich z.B. als selbstständiger Handwerker etc. arbeite. Oder wie in meinem Fall als Sachverständiger damit nebenberuflich Kundenbesuche (oft in der Pampa) durchführe. Dann ist ein Auto Gold wert.

    Ich bin dankbar für die Flexibilität mit Auto, zumal die Ticketpreise hier in der Region auch nicht gerade niedrig sind. Ist es dazu ein alter solider Karren, kein verkehrter Weg für Nichtstädter.

    Frei nach Hinrich: „Engstirnige passen besser in die Enge..“

    „Und da passt das verschuldete Eigenheim in der Pampa mit zwei Autos für Vater und Mutter nicht rein.“

    Muss nicht sein. Kann durchaus gut gehen. Aber offenbar eher für Leute mit Mut zu Familie, Leben und Vielfalt. Aus meiner Sicht daher eine recht einseitige Sichtweise.

  41. Sparta

    @gini

    Wieso zahlt ihr für Geschäftswagen fast nichts???

    Kenne nur 1% Regel oder Fahrtenbuch.

  42. Kritischer Blogleser

    @Mattoc

     

    In diesem Blog geht es aber nicht um Menschen, wie euch, sondern um Menschen, die möglichst viel sparen und investieren wollen. Deshalb müssen die Kosten runter.

    Äh, hast du meine Beiträge gelesen? Trotze meiner Toyota Aygo und Rahmschnitzel-Dekadenz packe ich  seit Jahren 60% meines Nettos weg und investiere alles in Aktien – wieso gehöre ich dann genau nicht zu „Menschen wie euch“?

     

    Bitte um Erläuterung.

  43. Mattoc

    @KB

    Ich dachte, du wärst der „Kritische Blogleser“, der um 18:22 Uhr das Folgende geschrieben hat:

    Geld ist NICHT alles und wenn ein Tausender der Betrag ist, den ich zahlen muss, um nicht an einem Ort leben müssen, den ich verachte, der mich krank macht, an dem zu leben für mich eine Strafe ist, dann zahle ich diesen Betrag gerne. Die meisten Menschen möchten nicht Reis essend in einem Schuhkarton in New York wohnen, wenn sie eine Wahl haben.“

    Und was heißt das:
    Weil Sie gerne auch nachts mit ihrem überteuerten Clown-Hund vor die Türe möchten, ohne einen Schädelbasisbruch befürchten zu müssen.

    Warum gibt es denn einen Schädelbasisbruch, wenn man in der Stadt mit dem Hund rausgeht? Ist das der gleiche Grund, weshalb Ralfs Töchter nicht in die Stadt dürfen?

    Ihr seid echt crazy, Jungs…

     

  44. -M

    Kann es sein das ihr so bissl aneinander vorbeireded? Jeder hat seinen Standpunkt und ein Standpunkt ist bissl kritischer und hinterfragender. Ist ja nix schlimmes und trägt zu einer Diskussion bei…wenn jeder die gleiche Meinung hätte, wäre ja langweilig hier 🙂

    -wir essen auch sehr gerne gut und ich koche gerne aufwändig und wenn wir Lust auf essen gehen haben, dann gehen wir.

    -ich fahre einen 5er BMW …allerdings 18 Jahre alt und günstig beschossen….

    -sonst halten wir die Kohle zusammen und Urlaube sind nicht so unser Ding. Eher innerhalb Deutschlands mal was.

    Insgesamt sind wir nicht geizig/minimalistisch aber verpulvern nix einfach so. Auf mein Auto möchte ich mit Kind nicht verzichten – zeig mir mal jemanden mit Kind ohne Auto…das ist stress pur. So viel Luxus darf sein meiner Meinung nach.

    -M

  45. Freelancer Sebastian

    @ Ralf

    Auch andere Gründe können Familien eher zu einem Landleben drängen bzw bewegen. Als Vater zweier Töchter fallen mir etliche Gründe ein….

    Als Vater von drei Kindern (eine Tochter) kann ich dir sagen, dass uns hier in der Großstadt noch nie etwas passiert ist – auch nicht unzähligen Bekannten und Freunden -, dass deine „Bedenken“ bestätigen würde. Vereinzelt verhält sich ein Autofahrer gegenüber Kindern recht rücksichtslos. Die große Mehrheit passt hier aber gut auf Kinder und Jugendliche auf. Die Unfallgefahr ist übrigens auf dem Land wesentlich höher.

    Vielleicht sorgen engstirnige Vorurteile für eine verzerrte Wahrnehmung der Realität.

    @-M

    zeig mir mal jemanden mit Kind ohne Auto…das ist stress pur

    Ähhmmm…. das wären dann wir. Gestresst kommen mir eher die Leute MIT Auto vor. Gibt immer so viel zu erledigen…..

    So ein schöner Gang zu Fuß oder eine Tour mit dem Rad wirkt dagegen eher entspannend.

    Aber wie schon erwähnt. Es soll doch bitte jeder auf seine Art glücklich werden. Warum muss man da seinen Lebensstil ständig verteidigen und beleidigt sein, weil andere Menschen anders leben?

  46. GiniKoeffizient

    @Sparta

    Ja 1%, aber es gibt auch Arbeitgeber die zahlen ihren Angestellten ein „Schmerzensgeld“, zur Entschädigung der Reisetätigkeit, dieses gibt es allerdings nur mit Firmenwagen. Durch solche Konstrukte kann man auch heute noch sehr davon profitieren.

    @-M & @Freelancer Sebastian
    @-M
    zeig mir mal jemanden mit Kind ohne Auto…das ist stress pur
    Kann hier Sebastian nur zustimmen. In meiner Kindheit mussten wir Kinder ausnahmslos alle mit dem Fahrrad fahren. Viele mich eingeschlossen hatten auch lange Zeit gar keine Monatskarte für den Bus. Obwohl sich die Eltern das freilich leisten konnten. Der Gedanke, was man als Kind hierbei lernt und wie viel Demut und Anerkennung man hierbei gewinnt, das war wichtiger als ein angenehmes bequemes butterweiches mobiles Leben aus dem Dorf heraus. Wir sind teilweise stundenlang mit dem Fahrrad in der Gegend herumgefahren, zur nächst größere Stadt um im Media Markt eine DVD zu kaufen oder zum See um zu baden oder auf ein kleines Dorffest in Jugendjahren. Die Eltern hatten uns konsequent nicht hingebracht, da es in ihren Augen nicht wichtig war und wir dort auch mit dem Fahrrad hinfahren konnten, wenn es uns wirklich wichtig war. Durch die Reihe weg sind wir alle bis heute im Erwachsenenleben riesig dankbar für diese Gangart. Denn sie zeigte der Mehrheit von uns, dass man gar nicht so viel benötigt und es immer einen Weg und eine Möglichkeit gibt. Nur weil alle anderen es so machen ist es noch lange nicht richtig.

    Sicher, es gab auch einen beachtlichen Teil der sich durch Nebenjobs Geld verdiente um dann mit Mofa und Roller mobil zu sein, doch auch hier hatte sich bei den meisten irgendwann die Einsicht gezeigt, dass es das Geld nicht wert war. Denn die Zeit die man hier für das Geldverdienen für den Schritt aufbrachte konnte sich irgendwie nicht so richtig aufwiegen gegen ein gemütliches Miteinander auf dem Fahrrad (Fahrradtour) durch die Felder.

    Nichtsdestotrotz kann ein Auto auf dem Land sehr sinnvoll sein und die notwendige Ruhe für Notfälle darstellen (Krankenhaus, doch mal zur Schule mitnehmen wegen Busausfall oder Besorgungen die eine Fahrt nötig machen). Aber Stress ohne Auto ist auf keinen Fall einhergehend. Wie eben geschildert geht das definitiv, da dies viele Dorfkinder aus eigener Erfahrung bestätigen können. Der einzige Grund wieso viele ehrlicherweise auf dem Dorf ein Auto haben ist übrigens auch (neben der Arbeit ), dass der nächste Supermarkt im Nachbardorf ist. Mit der enormen Ausbreitung von Rewe, Penny, Lidl und Aldi hält sich das aber mittlerweile in Deutschland in Grenzen. Und gerade heutzutage entscheiden sich jüngere Menschen die ihr Leben erst aufbauen, dann doch eben für das Dorf auf dem Land mit Supermarkt, auch wenn es 10km von den Eltern und der Familie entfernt liegt. Aber gut hier werden wieder zig Gegenargumente fallen, da jeder nur seine eigene Situation und Erfahrungen sieht, daher lassen wir das mal stehen und gestehen, dass ein Auto auf dem Land sehr sinnvoll sein kann, aber nicht notwendig sein muss.

    Wenn man die Wahl hat sollte man sich eine Zuganbindung in nächster Nähe suchen, auch wenn man hierfür eine Stunde warten muss bis die nächste Regiobahn kommt, denn wenn man ganz ehrlich ist braucht man auch hier nicht mehr als das (ich kenne wieder unzählige Beispiele hierfür, sehr wohl ohne Auto).

    Milliarden Menschen auf dieser Welt leben ohne Auto und planen ihre Versorgung für die Woche entsprechend ein. Nur wir sind so verwöhnt und haben es verlernt, brauchen daher das Auto um schnell in den nächsten Edeka zu fahren um dort eine Tüte Milch zu kaufen. Das war früher nicht so und unsere Eltern haben es auch alle überlebt. Daher plädieren hier einige dafür mal über die eigenen Verhaltensmuster nachzudenken und sie zu hinterfragen, statt sie wie eine gottgegebene Notwendigkeit und Bedürfnis in Stein zu meißeln.

    Bevor jetzt wieder nur Gegenargumente kommen. Bitte mal aufzeigen wo man in Deutschland, mit Ausnahme der Gebirgsregion im Schwarzwald oder Allgäu, nicht in annehmbarer Zeit (30 Minuten?) mit dem Fahrrad zu einem Supermarkt kommt.

    PS: Meine Eltern sind übrigens noch jeden Morgen eine Stunde zur Schule gelaufen, bei Schnee und Regen und bereuen es auch heute nicht. Im Gegenteil, eigentlich sind alle dankbar für die Erfahrungen und ruhige Zeit die sie hier genießen konnten.

  47. S.

    @micha:

    Wie das bei normalen Aktien abläuft weiss ich, daß Problem bei der ganzen Sache ist ja, dass die Bank omega nicht als „normale“ Aktie einstuft sondern als „Investmentfonds“ … Zumindest bei mir. Aber du hast recht, ich muss mal schauen ob ich dazu irgendwo was passendes finde… Danke für die Hilfe 🙂

    S.

  48. -M

    @Gini

    meime Jugend bestand auch damit, mit dem Rad überall hin zu fahren oder wenn man in die Stadt wollte mit dem Rad zum bhf und dann mit dem Zug weiter.

    nur mit einem 2 jährigem Kind ist es schon stressig auf dem Lande ohne Auto.

    ja meine Frau hat einen fahradanhänger und zur Post usw kann der kleine mittlerweile mit dem Laufrad fahren. Aber so Dinge wie Arztbesuch mit dem kleinen … da ist man 3 Stunden unterwegs das Kind quängelig im Bus..mit dem Auto vlt 1std. Das spart ganz schön Zeit. Auch viele andere Dinge sind mit nem kleinen Kind im Schlepptau ohne Auto gut zeitraubend.

    wenn unser kleiner größer ist und selbst Rad fahren kann wird es besser. Will meine Frau ihre Mutter besuchen dauert es mit dem Bus inkl 2x umsteigen über ne Stunde …mit dem Auto 10 Minuten. Möchte man etwas unternehmen geht das viel einfacher und spontaner. Man hat mit kleinem Kind einiges dabei.

     

    Aber sti,mt schon, es gibt für alles Argumente für und gegen. Wenn es geht lassen wir die Karre auch stehen und versuchen zu Fuß oder Rad ans Ziel zu kommen. Gerade im Sommer kann man Freunde auch gut so besuchen da sind 30-60 Minuten Radweg entspannend 🙂

     

    grüße -M

  49. Micha

    @S.

    Hi,

    habe noch etwas gefunden!

    Lies doch bitte hier mal die Kommentare:

    http://finanzglueck.de/reits/

    Hier der Gesetztestext.

    (Endgültige Fassung? Keine Ahnung.)

     

    Luis Pazos schreibt:

    „Im Investmentsteuerreformgesetz (InvStRefG) heißt es in Paragraf 1 Absatz 3: „Keine Investmentfonds im Sinne dieses Gesetzes sind […] REIT-Aktiengesellschaften nach § 1 Abs. 1 des REIT-Gesetzes […].“ Besagter Paragraf 1 Absatz 1 des REIT-Gesetzes definiert REITs als Aktiengesellschaften, die Immobilien bewirtschaften und an einer Börse im Europäischen Wirtschaftsraum notiert sind.

    Was bedeutet das für US-REITs? Entweder ein US-REIT ist im Europäischen Wirtschaftsraum börsennotiert. Dann ist er ausdrücklich vom InvStRefG ausgenommen. Oder er ist nicht im Europäischen Wirtschaftsraum börsennotiert. In diesem Fall kann er aber auch nicht unter die OGAW- oder AIF-Richtlinie fallen, auf die wiederum das InvStRefG bei seiner Definition von Investmentfonds Bezug nimmt.

    Richtig ist, dass das Bundesministerium der Finanzen REITs schon vor längerer Zeit als „Kapitalinvestitionsgesellschaften“ klassifiziert hat. Das bedeutet aber eben nicht, dass diese automatisch unter das neue Gesetz fallen.“

     

    Ich hatte vor, meine REITs wie alle anderen Aktien zu behandeln. Einen Steuerberater möchte ich nicht bezahlen, das würde sich bei meinen niedrigen Dividendenbeträgen aus REITs nicht rentieren, es sei denn, man entgeht dadurch einer Strafe durch das Regime.

  50. Ralf

    „Bevor jetzt wieder nur Gegenargumente kommen. Bitte mal aufzeigen wo man in Deutschland, mit Ausnahme der Gebirgsregion im Schwarzwald oder Allgäu, nicht in annehmbarer Zeit (30 Minuten?) mit dem Fahrrad zu einem Supermarkt kommt.“

    Dies zeigt exemplarisch die offenbar recht einseitige Sicht auf das Thema Auto. Natürlich kann das funktionieren (in unserem Fall allerdings eher 60 Min aufgrund größerer Steigungen und Entfernungen, wohne in der Region Odenwald im Umland von Heidelberg). Allerdings sind auch Sicherheitsaspekte ein Punkt. Bei uns gibt es im Umkreis von 8-10 km z.B. keine Supermärkte und fast keine Fahrradwege, es wird außerdem oft kräftig gerast. Für Radfahrer nicht angenehm. Außerdem bringt mir ein Auto wertvolle Zeitersparnis. Diese gewonnene Zeit kann ich anders gewinnbringend nutzen z.B. in Form eines weiteren Kundenbesuchs.

    Nicht nur sparen, auch die Einnahmen steigern. Und dafür kann ein Auto sehr dienlich sein. Ist das so schwer zu verstehen? Jeder soll machen was er will. Aber unterschiedliche Standpunkte muss dieser Blog aushalten können.

    Und auf übermäßigen Feinstaub der Städte und andere Dinge verzichte ich gerne mit Familie. Zumal es sehr schwierig ist, überhaupt eine familientaugliche und zugleich bezahlbare Wohnung zu bekommen.

  51. Julian

    @André
    Die Idee mit der Holding finde ich auch sehr interessant.
    Nachteilig sind, wie Du schon erwähnt hast, die hohen Kosten. Und eben auch die erhöhte Komplexität. Dazu kommt auch noch Rechtsunsicherheit. Gesetze können sich ändern, der Steuerberater kann Fehler machen, Steuervorteile von denen man fest ausgegangen ist werden im Nachhinein durch das Finanzamt aberkannt.

    Ob sich das ganze lohnt ist also im wesentlichen eine Frage des Depotvolumens und der Höhe der jährlichen Ausschüttungen.
    Ich weiss allerdings nicht wo die Grenze liegt, ab der sich das ganze lohnt. Bei einem Depotvolumen von 100.000 sicher nicht. Bei einem Depotvolumen von 1 Millionen wahrscheinlich schon.

    Das ganze Konstrukt könnte an Attraktivität gewinnen wenn die Abgeltungssteuer abgeschafft wird und Kapitalerträge wieder der Einkommenssteuer unterliegen.

  52. GiniKoeffizient

    @-M und Ralf

    Ich glaube ihr habt da recht selektiv gelesen oder es kam nicht rüber was ich sagen möchte, daher zitiere ich mal kurz einen Ausschnitt meiner Antwort oben:

    Nichtsdestotrotz kann ein Auto auf dem Land sehr sinnvoll sein und die notwendige Ruhe für Notfälle darstellen (Krankenhaus, doch mal zur Schule mitnehmen wegen Busausfall oder Besorgungen die eine Fahrt nötig machen). Aber Stress ohne Auto ist auf keinen Fall einhergehend.

    Mir geht es doch nicht darum, dass es ohne Auto gehen muss. Mir geht es darum, dass hier immer behauptet wird ohne geht nicht. Dass es in dem von uns gesponnenen Korsett des Lebens sinnvoll sein kann ein Auto zu besitzen um hierdurch Zeit zu sparen, steht außer Frage. Ob das jedoch sinnvoll ist eine andere :-D. Da gefällt mir Ms Erläuterung doch sehr gut, welcher sagt, jetzt erstmal für die erste Zeit gönnen wir uns das und dann muss der Kleine aber genauso strampeln wie wir früher, damit er lernt, dass im Leben nichts umsonst ist.

    Ich kenne die Gegend übrigens recht gut in der du lebst (Ralf) und kann das auch nachvollziehen. Die geschäftliche Nutzung des Autos ist aber wieder ein ganz anders Paar Stiefel, da hier die Kosten direkt sinken (im Zuge der Selbstständigkeit oder Steuergestaltungsmöglichkeiten). Dadurch ist das nicht wirklich vergleichbar. Aber gut die Diskussion geht hier dann wieder auseinander. Ich schätze mein Punkt ist der: Ein Auto ist ein Geldgrab ohne wenn und aber, wer sich bewusst dafür entscheidet sollte es aus guten Gründen tun und die echte Kostenseite kennen, Schönreden alleine genügt nicht. Denn die meisten Argumente Pro Auto lassen sich durch die Kosten wieder umkehren. Wer täglich den Berg hoch und runterfährt und so lass es nur Minimum 30km am Tag macht, hat bei 20 Arbeitstagen schon 180€ fürs Finanzamt-Durschnitts-Auto (0,30€ je km) ausgegeben. Muss man dann am Wochenende noch etwas herumgurken oder die Kinder zum Fußballtraining und der Orchesterprobe bringen, wird es schnell mehr. Der Aufpreis zu einer Wohnung mit Straßenbahnanbindung oder RE-Bahnhöfen bewegt sich oftmals in den Bereichen die hier für das Minimum anfallen. Betrachtet man die tatsächlichen Kosten, so zieht das Argument der Mieten oft nicht mehr annähernd.

    Wenn das Korsett des Lebens einen aber nun einmal an genau den Ort bindet und sich einem vor einer Veränderung alle Haare sträuben, dann muss man wohl den Weg gehen, aber man sollte sich nicht vormachen es wäre die bessere oder günstigere Entscheidung. Das verrückte ist nämlich, das Leben lebt sich wirklich leichter, wenn man weniger besitzt.

    Schlussendlich ist es immer dasselbe. Meine Zeit tausche ich gegen Geld, das Geld gegen mögliche Freiheitsgrade. Möchte ich mehr Freiheit kostet es mich somit auch an irgendeinem Punkt mehr Zeit. Überwinde ich irgendwann einmal die Zinslast und Schwelle der Lebenshaltungskosten, kann ich die vorgelagerte Einschränkung später einmal mit mehr Freiheit und Zeit genießen. Genügt mir dann dieser Lebensstandard nicht mehr, muss ich wieder Zeit aufbringen um mehr Geld zu erwirtschaften. Da stellt sich schon einmal die Frage, was man denn eigentlich nun wirklich im Leben braucht und ob nicht weniger manchmal mehr ist. Wie viel wenig zu wenig ist, muss jeder selbst entscheiden. Die beste Methode gibt es nicht, aus eigenen Erlebnissen und Erfahrungen kann ich jedoch nur bestätigen, dass die für manche teilweise extreme Lebensweise die hier in Tims Blog propagiert wird, tatsächlich ein deutliches Maß an mehr Lebensqualität bieten kann, als dies auf den ersten Blick erscheinen mag. Um das zu verstehen, ist es jedoch oftmals notwendig, dass man viel herumkommt und auch mal in abgelegenere Ecken dieser Welt zu mindest zeitweise zieht oder reist. Das verändert den persönlichen Weltblick immens und sprengt die Grenzen der Komfortzone doch erheblich, sodass man dann zuhause auch auf einmal hinterfragt wieso man nicht eigentlich tatsächlich auf dem Boden essen sollte oder die Bewegung auf dem Fahrrad nicht doch weitaus besser ist als die im Auto (Gesundheit).

    Aber ich denke hier treffen neben konträren Weltbildern auch schlichtweg verschiedene Personen und Generationen aufeinander, die nicht wahrhaben möchten, dass Menschen auch mit weniger glücklicher sein können als sie selbst mit mehr. Ist so eine psychologische Sache mit dem Maß an bereits geleisteter (nicht monetärer) Investitionen ins Leben in Form von Entscheidungen und der tatsächlichen Beurteilung des Ergebnisses. Auch wieder eine Erklärung dafür wieso sich immer Ausreden und Gründe finden wieso es nicht anders sein kann.

    In diesem Sinne, wir sind hier alle Außenseiter als nach FI-Strebende und sollten uns besser nicht gegenseitig aufheizen, akzeptieren wir es doch einfach, dass unterschiedliche Lebensmodelle existieren und es gute Gründe für die jeweilige Person gibt. Dann können auch solche Hinweise vielleicht für das eigene Leben bereichernd sein, obwohl man sich vorher diesen Gedanken immer quer stellte.

  53. Kritischer Blogleser

    Man merkt einfach, dass viele Menschen hier keine Kinder haben – ich selbst habe leider auch noch keine, liegt wahrscheinlich an meinem ungesunden Rahmschnitzel-Lebenswandel und meiner Aygo-Dieselschleuder – und auch niemals welche haben werden. Ich finde das gut und irgendwie auch beruhigend. Hier wimmelt’s nur so vor Turboegoisten, drollig, dass dann solche Leute mir, der beruflich  150 Tage pro Jahr durch alle Welt reist und in jedem Erdteil und in jeder Ethnie viele gute Bekannte hat, relativ unverblümt Xenophobie und mehr unterstellen, wenn ich bewusst pointiert darauf hinweise, dass es in deutschen Städten einfach gefährlicher zugeht als in vielen anderen, speziell asiatischen Metropolen der Welt, von deutschen Käffern ganz zu schweigen. Wie sagte ein weiser Mann einmal: Man kann alles über eine Fledermaus wissen und doch keine Ahnung haben wie es ist, eine Fledermaus zu sein. Bin hier raus. Fahre jetzt mit meinem Clownauto an den Münchner Flughafen (Dienstreise nach Tokio) – einfach so, obwohl ich mit den Öffis in der dreifachen Zeit ja auch ankommen würde.

  54. Larissa

    Vielen Dank für den Beitrag. Ich mag Tims Beiträge wirklich sehr, da sie mich immer wieder motivieren. Auch wenn ich manche Dinge deutlich differenzierter betrachte.

    Ein Auto ist m.E. nicht unbedingt ein „Geldgrab“ – klar es wurmt mich auch immer wieder wenn ich tanken muss oder die ganzen sonstigen Unterhaltskosten bezahlen muss. ABER die Alternative wäre eine deutlich teurere Wohnung in einer größeren Stadt zu mieten/kaufen wie auch immer.. für mich ist das ehrlich gesagt nicht attraktiv, da ich schlicht kein Stadtmensch bin. Und man könnte evtl. auch eine Wohnung in der Großstadt die so ca. das dreifache meiner Wohnung kosten würde als „Clownswohnung“ bezeichnen. Jeder wie er will würde ich sagen. Kostenlos ist leider keine der beiden Varianten. Schade 🙂

  55. Daniel

    Halte Dich fern von Leuten mit Protz und Prunk. Begrenze die Zeit so stark wie möglich mit solchen Clown-Familien.

    Leb in einer bodenständigen Umgebung. Am besten ist es, wenn keiner Deiner Freunde/Nachbarn/Kollegen Geld für dumme Sachen ausgibt.

    Beachte: Wenn Du neue Freundschaften schließt, halte Dich fern von den Clowns.

    Ich halte nichts von solchen Aussagen. Die Tatsache ob jemand ein Lebemann ist bzw. teuer lebt hat nichts mit der Person an sich zu tun. Das wäre in etwa so als ob ich als FDP Wähler kategorisch ausschließen würde mit einem Grünen zu sprechen. Gut, andere Mentalität und Lebenseinstellung, aber grade das macht es doch mitunter interessant. Ich muss solche Typen ja nicht heiraten. Hinter dem Clown könnte ein total witzer und lustiger Typ stecken der nunmal gerne zeigt was er hat. Es steht mir nicht zu ihn dafür zu kritisieren solange er dem Staat nicht auf der Tasche liegt.

    Wenigstens diskutieren wir hier die Anzahl und Art der Autos in Städten, wegen der Feinstaubbelastung, ein kostenfreier ÖPNV wurde von einem Ministerium kurz in den Raum geworfen – und wir trennen Müll und das sogar sehr gut.

    Ja, der typtisch deutsche Aktionismus-Unsinn in meinen Augen. ÖPNV gratis ist nichts anderes als Klientel-Politik für die die bereits in der Stadt leben. Der Rest der Bevölkerung finanziert diesen Menschen in der Stadt dauernde Gratisfahrten durch wohl wissend der der Staat es wohl nie schaffen wird eine effiziente und kostendeckende Infrastruktur im ländlichen Raum zu schaffen. Gleichzeitig nölt man allerdings herum dass Städte immer mehr zu Magneten für alle Menschen werden und das Land vergessen wird. Dies offenbart sich hiermit einmal mehr. Ich fahre auch 6 mal die Woche ÖPNV und unterstütze diese Gratis Mentalität überhaupt nicht. Ich vermute eher noch einen weiteren Punkt dahinter. Die Kapitulation vor Recht und Ordnung in den Großstädten. Man schafft es einfach nicht genügend und effiziente Kontrollen durchzführen und die, die noch kontrollieren werden von gewissen Personen permanent angepöbelt. Ich erlebe das fast wöchentlich selbst. Gleichzeitig gilt Schwarzfahren wohl auch noch als Straftat und man kann sich so Statistiken schönrechnen wenn es nichts mehr zu kontrollieren gibt.

    Wir haben inzwischen ein breites Verständnis zwischen Kauf und dem von uns produzierten Müll gefunden , schon die Kleinsten lernen Recycling. Die Verkäufer müssen Verpackungen und Altgeräte zurücknehmen. Die Biotonne ist mittlerweile verpflichtend in meiner Stadt, wir haben inzwischen sogar Sammelcontainer für Kleinelektrogeräte, damit die Rohstoffe ja nicht im Restmüll landen, es wird immer besser.

    Auch dies halte ich für diese typisch deutsche Kleingarten-Verordnungs-Fanatiker-Politik. Während wir hier alle fleißig unseren Müll in gefühlt 1000 Tonnen verteilen und Plastik ohne grünen Punkt selbstverständlich NICHT in die gelbe tonne werfen dürfen (*Achtung Ironie) hätte man auch einfach 2 Tonnen „Bio und Rest“ schaffen können und wesentlich effizientere Sortieranlagen etablieren können die es zum einen effizienter und viel schneller machen statt es dem Bürger aufoktroyieren. Ein großer Teil landet ohnehin in der Verbrennungsanlage und das wird uns als thermisches Recycling verkauft 😉

    Staatliche Rente in Deutschland und Kryptowährungen haben eins gemeinsam : der innere Wert geht gegen Null und sie kollabieren in dem Moment, in dem keiner mehr zahlt oder nachfragt. Man hat bloß Anrechte, keinen Substanz.

    Das gilt für nahezu alles. Aktien sind auch nur Anteile und Anrechte an Unternehmen die letzten Endes mit einer Währung wie dem Dollar verknüpft wurde. Oder dem Euro. Von einer Aktie wird auch niemand satt sondern der Weg läuft immer über das Geldsystem. Was bei der Rente gerne vergessen wird: Der demographische Wandel. Ich habe die Statistik nicht im Kopf aber in wenigen Dekaden werden die meisten Menschen im letzten Drittel ihres Lebens in Deutschland sein. Glaubt jemand ernsthaft dass ein Land bei dem jeder zweite Rentner ist eine Poltik betreibt die sich GEGEN RENTNER UND RENTE wendet? Wohl eher nicht. Nicht zu vergessen ist der Staat permanent in der Lage neue Liquidität zu schaffen. Es werden einfach neue Staatsanleihen emittiert, Geld „verdient“ und ausgeschüttet. Fertig. Die Situation dass der Staat in der Friedensphase illiquide wird halte ich für deutlich unwahrscheinlicher als das mein eigenes Depot abstürzt.

    Riester lohnt sich für Familien, für andere nicht. Ohne Kinderzulagen ist das absoluter Käse.

    Das kann man so pauschal nicht sagen sondern hängt vom persönlichen Lebensumfeld und der finanziellen Situation abhängig. Insbesondere sehr gut verdienende Singles können aufgrund der steuerlichen Situation mitunter von Riester profitieren. Das war ja auch einer der Hauptkritikpunkte an Riester, dass es die vernachlässigt, die eigentlich am meisten profitieren müssten. Immerhin ist auch das Geld Hartz4 sicher (aktuell). Ich bin dennoch kein großer Riester Fan weil mir diese „es darf kein Risiko geben“ Mentalität nicht gefällt sofern sie auf Rendite geht. Dennoch muss ich sagen dass mein Riester bislang ziemlich profitabel war.

    Einen Staatsfond für Deutschland oder einen Pflichtanteil über Kapitaldeckung innerhalb der Rentenversicherung finde ich persönlich schon langsam zwingend notwendig. Vom Umlageverfahren alleine wird die Rente nicht recht viel größer werden oder wir müssen alle in Zukunft noch mehr Rentenbeiträge zahlen.

    Ich stehe dem Staatsfonds kritisch gegenüber. Norwegen hat das ja glaube ich schon. Norwegen ist aber nicht Deutschland. Die Vermögen die Deutschland in so einen Fonds fließen lassen müsste wäre so enorm dass man genau in die Probleme laufen würde in die Norwegen schon läuft. Die sind quasi schon in allen guten und bekannten Unternehmen investiert. Den Prozentanteil möchte man auch aus Mitbestimmungsgründen bewusst nicht weiter erhöhen. Das heisst, es wäre Geld da, aber man weiss nicht wohin. Nun ist Norwegen ja ein sehr dünn besiedeltes Land in Vergleich zu Deutschland. Ich könnte mir nicht vorstellen wie das vollumfänglich für Deutschland funktionieren würde. Gefühlt hätten wir dann in allen angloamerikanischen Bluechips 2-3% DEUTSCHLAND drin. Würden das alle Industrienationen machen würde fast nichts mehr im Streubesitz sein. Ich weiss nicht ob das die Zukunft ist die ich haben will.

    usätzlich sollten ALLE die in Deutschland Geld verdienen wie Beamte, Selbstständige usw. in die Rente einzahlen müssen. Es gibt ja auch viele Menschen in Deutschland die im Niedriglohnsektor (Dienstleistungen, Gastronomie, Hotels.. etc.) arbeiten. Das sind ca. 20-25% der Beschäftigten in Deutschland. Bei denen kommt ja nicht viel Rente zusammen am Ende des Arbeitslebens.

    Beamte sollten wenn überhaupt nur schleichend und bei Neuverträgen in die Rente einzahlen müssen. Für derzeitige Beamte auch allerhöchsten über Jahrzehnte schleichend. Von Selbstständigen halte ich gar nichts. Es liegt in der persönlichen Eigenverantwortung eines Unternehmers zu entscheiden ob er das möchte oder nicht. Das ist wieder Nanny-Staat Mentalität die nicht noch weiter manifestiert werden sollte.

    Das echte Leben ist auch geprägt von Verpflichtungen, von Pleiten, von Krankheit. Vielleicht wäre es in Ihrem Bloc kun mal Zeit, von den Menschen zu berichten, deren Leben nicht wie eine Instagram-Story verläuft. Menschen, die sich auf dem Weg aus dem Hamsterrad schwer tun oder scheitern?

    Ich empfehle hier den Blick ins noch gar nicht so alte Archiv. Hier wurden mehr als genug Leser vorgestellt die mit den alltäglichen Problemen zu kämpfen hatten/haben und die ein normales Sparen veranschaulicht haben. Hier geht es nicht nur um Superreiche.

    Ist ja alles richtig was du sagst, ein Geldgrab ist das Auto dennoch.

    Such mal deinen Fahrzeugschein raus und tippe die zwei Kennziffern in den ADAC Autokosten-Rechner, dort wird dir gezeigt was dich ein KM mit deinem Auto, nach echten Praxiserhebungen durch die ADAC und seine Kunden kostet. Das heißt, Inspektion, Reparatur, Spritverbrauch, Steuer, Versicherung, usw.

    Der Rechner offenbart schon die Absurtität dieser pauschalen Behauptung. Schaue ich z.B. nach BMW tauche dort nur Fahrzeuge neueren Typs auf. Ältere Fahrzeuge sind dort gar nicht gelistet. Man möchte also den Hauptjoker „Wertverlust“ ziehen der bei Fahrzeugen >10 Jahre defakto nicht mehr existent ist. Mein Fahrzeug hat vielleicht 3000-4000€ Restwert, der Wertverlust liegt bei max. 250-300€ im Jahr. Die Steuer/Versicherung zusammen 500€. Jährliche Reparaturen ebenfalls nicht der Rede wert. Alles in allem komme ich sehr deutlich unter 2000€ im Jahr aus, das entspricht nicht einmal meinem Monatslohn. Hier von einem Geldgrab zu sprechen ist absurd. Etliche Trans-kontinental-Flüge kosten schon mehr. Klar, würde ich hier einen dicken BMW X5 neusten Datums auswählen hätte der vermutlich schon monatlich mehr Wertverlust als meiner im ganzen Jahr kostet.

    „Bevor jetzt wieder nur Gegenargumente kommen. Bitte mal aufzeigen wo man in Deutschland, mit Ausnahme der Gebirgsregion im Schwarzwald oder Allgäu, nicht in annehmbarer Zeit (30 Minuten?) mit dem Fahrrad zu einem Supermarkt kommt.“

    Und was genau sollte ich dann neben meinen paar Tütensuppen, ein paar Dosen und vielleicht Brot mittransportieren?

    Etwa die 4 Wasserkästen die bei mir alle 2 Wochen anfallen, der Kasten Bier und Cola im Sommer für Kollegen oder die Kohlesäcke zum Grillen? Tut mir leid, aber das entspricht nicht meiner Lebensrealität. Ich fahre alle 2 Wochen mit dem Auto zum Einkaufen und dann wird der Kofferraum vollgepackt.

    Ich empfinde es persönlich als verschenkte Zeit für jede Kleinigkeit oder mehrfach in den Supermarkt zu fahren statt einfach einmal einen Großeinkauf zu tätigen.

  56. Kiev

    Ich verstehe die ganze Lagerbildung nicht. Es gibt verschiedene Lebensmodelle, Wohnorte und Wünsche zu leben.

    Faktisch wird ein großer Teil des Einkommens für Wohnen und Mobilität ausgegeben. Damit bilden diese beiden Posten entsprechend viel Potential für Optimierung. Daher werden sie ja auch hier so oft von Tim hervorgehoben. Die Mieten oder Hauspreise sind in der Stadt aktuell meist erheblich teurer als auf dem Land. Dafür ist man in der Stadt besser angebunden und kann mit Carsharing, Fahrrad und Co auch als Familie viel leichter auf ein KFZ verzichten, als auf dem Land. Das hängt natürlich davon ab, ob man ein KFZ für die Erwerbsarbeit benötigt, wie weit der Arbeitsplatz entfernt ist usw.

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/164774/umfrage/konsumausgaben-private-haushalte/

    Wir hatten für uns zusammengestellt wie wir langfristig als Familie wohnen möchten. Bei uns kam folgendes raus: Langfristig 4 Zimmer (2 Kinder), Garten oder sehr großer Balkon (eher Terrasse). Wir wollten in einem sehr guten älteren Wohngebiet leben. Die Infrastruktur und das Erscheinungsbild sollte bereits festgelegt sein.

    Dabei stellte sich heraus, dass Einfamilienhäuser in guten bis sehr guten Lagen sehr teuer sind (Damals schon ab 500k). So konzentrierten wir uns auf kleine MFHs. Wir hatten uns damals auch mit einem kompletten Standortwechsel befasst. Ich habe nicht eingesehen bis 67 Jahre arbeiten zu müssen, um mir ein Haus leisten zu können, das mir nicht so richtig gefällt.

    Wir haben schließlich im besten Wohngebiet der Stadt einen MFH Altbau gefunden. Das war sicherlich auch Glück aber ich habe dafür schon ein bisschen was getan. Dem Makler war ich z.B. schon im Voraus bekannt.

    Die Lage hätte nicht besser sein können, wir haben einen Garten und auch Potential für 4 Zimmer (ein Zimmer aus vermieteten Einheit wird erst bei Bedarf gewandelt). Wir mussten dafür etwas sanieren und den Garten anlegen. Das Anlegen des Garten hat teilweise zumindest viel Spaß gemacht. Und das Erscheinungsbild des Objektes kommt dem Clown Haus Nahe. Aber immerhin nicht von den Kosten. Ich sollte mich weniger der Fassade widmen als dem Kern der Dinge…

    Das MFH war im Gesamten teurer als ein Einfamilienhaus. Aber auf die Einheit gerechnet wieder verhältnismäßig günstig und bringt auch eine vorzeigbare Eigenkapitalrendite von aktuell 12,5%.

    Wir haben auch Häuser bis ca. 15km vom Zentrum entfernt besichtigt. Hier gibt es auch schöne Kleinstädte oder Dörfer, die bei uns aber auch recht teuer sind. Hätten wir in der Lage ein Haus erworben, so würden wir das KFZ vermutlich behalten. Ein KFZ hätte aber ausgereicht. Ich wäre weiterhin mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren. Eventuell hätte ich mir ein Pedelec gekauft, so dass dies auch bei jedem Wetter auf die Distanz Spaß macht. Hier in der Region kann man sehr gut Radfahren. Auch außerhalb der Stadt.

    Die meisten unserer Freunde wohnen mittlerweile etwas außerhalb vom Zentrum. Viele haben Einfamilienhäuser. Ich glaube alle haben 2 KFZs. Ein KFZ ist bei den meisten vermutlich auch notwendig, da z.B. die Krankenhäuser alle im Stadtzentrum liegen. Auf das zweite KFZ könnten sie aber durchaus verzichten. Ein KFZ ist bei den meisten meiner Freunde von der Clownart. Das zweite eher praktisch kostenorientiert. Bei den Freunden in der Stadt gibt es manche ohne KFZ. Falls eins vorhanden ist, so ist es (ich glaube bei allen) ein Clownauto. Ein Multivan ist toll für eine Familie, aber sehr teuer. Ein SUV ist in der Stadt wirklich nicht notwendig und hilft auf dem Land vermutlich auch nicht viel.

    Alle Leser des Blogs befassen sich mit Dingen, die den Horizont der Allgemeinheit bereits bei Weitem überschreiten. Somit erreichen wir ja so schon mit 20% Aufwand 80% Ergebnis. Wenn wir den Kreis etwas enger ziehen und uns mit anderen im kleineren Kreis vergleichen, so können wir noch einmal wesentlich mehr erreichen, wenn wir uns an dem neuen Umfeld orientieren. Ich höre mir lieber die Leser hier an, die bei dem ein oder anderen noch vor mir liegen und schaue, ob ich in der Richtung nicht auch etwas optimieren kann. Meiner Erfahrung nach wird überall mit Wasser gekocht.

    Ich könnte auch Alternativ auf meinen Freundeskreis schauen und nur die Dinge sehen, die sie haben und ich nicht. Es gibt viele mit besserem Clownauto (mein KFZ zählt vermutlich nicht in diese Kategorie). Viele machen auch ganz tolle Reisen an alle Orte der Welt. Andere haben die besten neuen MTBs oder Rennräder usw. Ich kann halt nicht alles haben. Alles was ich haben möchte habe ich. Ich verzichte auf nichts. Wenn ich in 5 Jahren finanziell frei sein würde so müsste ich aktuell auf viele Dinge verzichten und vermutlich noch nebenbei einem weiteren Erwerb nachgehen. Das ist es mir persönlich nicht wert und ich hänge noch knapp 6 Jahre dran. Das muss jeder für sich entscheiden. Dennoch versuche ich weitere passive Einkommensquellen bei moderatem Aufwand zu finden und oder auszubauen.

    Die finanzielle Sicherheit haben wir aktuell schon erreicht. Das aktive Familieneinkommen wird 100% investiert. Somit wird im Prinzip alles notwendige, Urlaube usw. bereits aus passiven Einnahmen beglichen. Bis zu meiner selbst definierten Freiheit dauert es aber noch ein paar Jährchen. Hier möchte ich dann auch keine Hypothek mehr haben, oder nur noch eine, die am Ende der Laufzeit abbezahlt ist. Wie sich die Ausgaben mit dem Heranwachsen der Kinder verändern kann ich ja auch nicht perfekt abschätzen. Es wird sich zeigen. Umso höher das Vermögen ist umso weniger Fallen finanzielle Schicksalsschläge ins Gewicht. Zumindest hier bin ich mir sicher.

  57. Ralf

    „Dennoch versuche ich weitere passive Einkommensquellen bei moderatem Aufwand zu finden und oder auszubauen.“

    Und darüber wäre ein konkreterer Austausch sicherlich auch in diesem Blog einmal interessant. Viel suchen einen Nebenjob. Es wird viel darüber gesprochen dass man möglichst sein Einkommen erhöhen sollte. Alles in allem bleibt es aber recht schwammig, vielleicht auch weil der ein oder andere Angst vor möglichen Konkurrenten bei einer Geschäftsidee hat. Gerade das Netz bietet einige Möglichkeiten, für mich z.B. derzeit aber eher ein wenig greifbares Thema.

    Impulse zu diesem Thema würde sicherlich der ein oder andere Suchende begrüßen.

  58. Kiev

    @Daniel

    4 Wasserkästen die bei mir alle 2 Wochen anfallen, der Kasten Bier und Cola im Sommer für Kollegen oder die Kohlesäcke zum Grillen

    Ich weiß nicht wo Du wohnst. Ich kann nur mich als Beispiel nehmen. Leitungswasser ist als Beispiel sehr gut in Deutschland. Ich habe früher ausschließlich Sprudel trinken können. Auch dafür gäbe es eine Lösung, auch wenn es nur eine Gewohnheit ist. Aktuell trinke ich einfach stilles Leitungswasser. Ich spare mir die Schlepperei. Vor allem, falls Du Glasflaschen bevorzugst. Es macht auch nicht viel Spaß die Kästen zuschleppen.

    Da ich zwei Kinder habe, habe ich auch einen Anhänger für das Fahrrad. Zwei Kästen Bier gehen da sehr einfach rein. Die halten bei mir dann aber auch recht lange. Bei mir gibt es so viele Supermärkte in der Region. In 10 Minuten bin ich bei ca. 10 Supermärkten. Ich liebe es im Sommer einen Ausflug zum Getränkemarkt zu unternehmen. Ich bevorzuge das Bier auch dort und kaufe es nicht bei Aldi, oder Lidl. Zugegeben, mit Kindern ist man auch mal über eine kleine 30 min Pause froh in der man kurz etwas einkauft. Mit dem KFZ wäre ich verkehrstechnisch nicht schneller als mit dem Rad. Zumal ich das Rad direkt vor der Haustür zum entladen ohne Aufwand abstellen kann.

    Cola trinke ich nicht mehr. Aber klar für Gäste zum Grillen kaufen wir auch weitere Getränke. Das geht aber auch im Discounter.

    Ich habe einen Gasgrill. Die Gasflasche kann ich ohne Probleme im Fahrradanhänger transportieren. Der Baumarkt ist allerdings auch nur 3km entfernt.

    In der Regel fahre ich 1-2 mal die Woche wie vorher einkaufen. Wir haben gerne frische Milch und Grünzeug, daher fahren wir zwei Mal. Ich habe Fahrradtaschen an dem Rad und kann auch einen Rucksack mitnehmen. Da passt sehr viel rein. Ich fahre auch nicht extra einkaufen. Auf dem Weg von der Arbeit komme ich direkt an einem Supermarkt vorbei und habe den Einkauf in 30min erledigt. Von zu Hause aus habe ich meist keine Lust mich erneut auf den Weg zu machen. Der Radweg zum Discounter ist im übrigen wesentlich schöner als mit dem KFZ und weitgehend Ampelfrei.

    Falls Supermarkt und Baumarkt bei Dir weiter weg liegen, dann macht es natürlich Sinn das KFZ vollzuladen. Ich könnte bei mir auch ein CarSharing Fahrzeug nehmen, wenn ich einen riesen Einkauf durchführen möchte. Alternativ gibt es auch Lieferservice. Ich kaufe Obst und Gemüse aber am liebsten selbst ein. Das mache ich in der Stadt auch einmal die Woche auf einem sehr schönen Markt. Das  Obst und Gemüse ist hier wesentlich besser als im Supermarkt. Es ist nur ein bißchen teurer.

     

  59. Kiev

    @Ralf

    Du bist soweit ich weiß Sachverständiger. Gibt es in dem Bereich nicht vielleicht etwas auf das Du Dich spezialisieren kannst? Skalierung: Du könntest vielleicht eine Webseite erstellen, die dem Laien aufzeigt auf was er achten kann. Du könntest auch neue Richtlinien darstellen, kurz zusammenfassen was es bedeutet und es eventuell mit Deinen Lesern diskutieren (Blog, Forum).

    Mit der Webseite und Deinem Hintergrundwissen könntest Du Geld über Werbung verdienen, die vermutlich sogar ganz spezielle Gruppen ansprechen (Kredite, Materialien und Firmen). Wenn Du fundierte Beiträge leistest und schön beschreibst kann ich mir gut vorstellen, dass sich die Einkünfte entwickeln. Der Anfang ist vermutlich langwierig und schwierig. Und Du müsstest wohl in der Richtung auch aktiv bleiben, damit die Quelle nicht versiegt.

    Mehr Tipps kann ich Dir in dem Bereich nicht geben, da Du hier der Experte bist. Wie Du den Blog am besten anlegst und genau bewirbst, dass sind nur Kleinigkeiten. Du braucht nur sehr gute Beiträge.

    Da Du gerade am Anfang viel Arbeit reinstecken musst sollte es etwas sein, dass Dir Spaß macht. Deinen Hauptjob wirst Du ja weitermachen.

    Ich suche weitere Objekte zur Vermietung, werde aber vielleicht konsolidieren und mein Dach ausbauen und Wohnraum schaffen. Auch eine Neuvermeitung steht bald an. In diesem Zuge werde ich vielleicht auf teilmöbliert und Warmmiete inkl. Nebenkosten umsteigen. Ich überlege auch, ob eine PV Anlage in dem Zusammenhang mit Mieterstrom mit mir selbst aktiv/passiv zu betreiben. Auch über eine Vermietung über AirBnb für die neue Mikro Wohnung denke ich nach. Das werden wir durchziehen. Mich interessiert der Markt in Deutschland. Ich denke, dass ich eine extrem schicke Mikro Wohnung schaffen kann und damit sicher Erfolg erziele. AirBnb ist bei mir im Viertel auch überhaupt nicht verbreitet.
    Das ist aber eher, was ich so mache und hilft anderen vielleicht gerade nicht weiter.

  60. Sparta

    Wocheneinkauf im Fahrradanhängerle bei strömenden Regen und Minusgraden… na der Paps muss echt ne Frohnatur bzw. ein gut gelaunter Clown auf dem Lande sein! 😉

    Auf dem Land ohne Auto ist echt ne ganz andere Nummer als in der Stadt. Soziales Leben, Arbeitsweg etc.

    Jeder schließt immer von seiner Umgebung (Stadt/Land/Infrastruktur) auf allgemeine Gültigkeit.

    Dann kommen hier die sinnfreien Grabenkämpfe, wo die Egoismen sich nicht in andere Lebenswirklichkeiten hinein versetzen können…

    Freunde, Beziehungen sich nur nach monetärer Unterstützung/Netzwerk auszusuchen…

    Klar, man kann auswandern, in ner kleinen Klitsche wohnen, alle Beziehungen abbrechen und alles dem Geld und der Berechnung unterordnen…

    Ist jedem selbst überlassen ob dass das einzige Lebensglück ist…

  61. Kiev

    @Sparta

    Bei Deinem Namen muss ich immer an den Auszug aus Wikipedia denken:

    „Die Spartiaten bildeten als Elitekämpfer das Rückgrat des Spartanischen Heeres

    Bei einem Einkauf mit dem Rad ist man wohl noch weit entfernt von dieser Liega. Auch wenn es regnet und friert. Ich wohne ja in der Stadt. Bei mir ist alles 2-3km entfernt. Grillen machen wir auch eher im Sommer und hier ist das Wetter dann meistens sehr gut. Ich muss das Bier ja auch nicht am Tag selbst holen. Ich habe es meist vorher im Keller. Fleisch zum Grillen kaufe ich nur meist am Tag selbst. Falls es hier regnet und friert, lassen wir das Grillen aber vermutlich ausfallen, oder Essen etwas anderes. Ich fahre auch lieber mit den Radtaschen, da es viel schneller geht. Sie sind auch sehr groß, so dass viel reinpasst. An einer Landstrasse ohne Radweg, bei der die Autos um die 100 km/h fahren und der Supermarkt 5-10km entfernt liegt, hätte ich auch keine Freude mit dem Rad einkaufen zu gehen. Das ist klar.

    Außerdem habe ich ja noch das Auto zu Hause stehen und kann hier nur Sprüche klopfen. Es wird sich zeigen wie es dann ganz ohne läuft. Ich werde aber vermutlich nicht auf CarSharing zurück greifen, da die Supermärkte einfach zu nahe liegen. Das geht sehr schnell mit dem Rad. Mit Wasserdichter Überhose bin ich so schnell zurück. Da lohnt es sich nicht ein Auto zu mieten.

  62. Ralf

    „Ich suche weitere Objekte zur Vermietung“

    In welcher Region suchst du? Ich halte den Immobilienmarkt mittlerweile in vielen Regionen Deutschland für deutlich zu teuer. Gerade auch für Investoren. Man kann ja nicht deutlich mehr Miete verlangen als der örtliche Markt hergibt. AirBNB ist eine Alternative.

    Wenn ich z.B. die einfache Maklerformel zum Rendite-Check ansetze, so kommen bei uns in der Region Faktoren von 26-30 und mehr raus. Wohlgemerkt für meist schon ältere und sanierungsbedürfte Objekte. Vor einigen Jahren waren noch Werte von 10-15 normal. Die wirklich interessanten Objekte sind meist weg.

  63. Kiev

    @ Ralf

    Ich habe noch eine ETW als Kauf ausstehen. Aber ich sehe hier leider doch keinen Abschluss als wahrscheinlich. Die kostet in einer Stadt in Süddeutschland 1200€/qm. Sie hat Potential aber auch ein paar Nachteile. Das wäre eine super Gelegenheit. Ansonsten suche ich unter Faktor 23. Von 10-15 träume ich nicht. Aber sie sollte mehr Potential nach oben als nach unten haben. Also bestimmt keine Bruchbude bei der die Miete am oberen Limit stehen, es dafür aber Renovierungsstau ohne Ende gibt. Ich sehe auch hohe Preise bei Immobilien so wie Aktien und konsolidiere von daher und stärke mich für eine Phase der Angst. Sprich ich baue mein eigenes Dach aus. Hier habe ich nur höhere Kosten durch zur Zeit verwöhnte Handwerker. Das hält sich aber in Grenzen. Ich würde lieber eine neue Einheit kaufen. AirBnb sehe ich auch nur für eine eigene Einheit an. Ich möchte nichts kaufen, dass sich nur auf diese Weise rechnet. Am Ende kommt ein Verbot und dann schreibe ich Verluste. Die Einheit muss sich auf jeden Fall so wie sie ist schon rechnen.

    Den Dachausbau würde ich gerne als KFW Kredit durchführen. Am liebsten mit allen Vergünstigungen und ohne Berater. So weit ich weiß dürfen Firmen dies ja auch selbst durchführen. Ich weiß eh was ich will und das soll zu einem guten Preis durchgeführt werden. Die PV Anlage ist eventuell notwendig. Falls ich eine Einheit aber Warm vermiete, so kann ich ja selbst von mir Mietstrom beziehen. Und privat sowieso. Auf diese Weise könnte sich die PV Anlage lohnen zumal sie ja auch gefördert wird, so wie das Dach. Ohne PV bekommen wir vermutlich den KFW Kredit nicht. Muss man alles rechnen. Soweit bin ich noch nicht, da der Deal mit der weiteren ETW erst seit kurzem nicht mehr gut aussieht.

     

  64. Ralf

    Hört sich alles gut durchdacht an. KFW-Programm 152 oder 430/431 könnten für dich evtl. interessant sein im Bezug zum Thema Dachausbau. Vermutlich gibt es noch einige weitere interessante Programme der KFW. Für die Fördermittel-beantragung ist ein Energieberater nach meiner Kenntnis oft notwendig. Es gibt aber auch Zuschüsse für die Beraterkosten.

    https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilien/Energetische-Sanierung/Der-Weg-zu-Ihrem-KfW-Effizienzhaus/Sachverst%C3%A4ndige-f%C3%BCr-Energieeffizienz/

  65. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Ex-Studentin

    Klaro: Ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns im September in NYC treffen können.

  66. S.

    @Micha:

    danke für die Links, ich werde mir das am Wochenende mal anschauen, habe im Moment leider sehr wenig Zeit… 🙁

    S.

  67. W.M.

    Sparen oder das Leben genießen??????

    Langsam kann ich dieses Zauberwort – Sparen,Sparen,Sparen!!! nicht mehr hören und lesen.

    Natürlich, die finanzielle Freiheit ist gut, aber welche Freude bringt sie, wenn fast ganzes Leben auf alles verzichten und erst  mit 60 oder 70 diese Freiheit erleben?

    Wenn ich 60 oder 70 bin, brauche ich viele Sachen und Erlebnisse nicht mehr! Und vor allem wie oft passiert es wenn 40-50 Jährige stirbt??? Und wozu dann dieses Sparprogramm?

    M.W.

     

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