Harry-Potter-Star Radcliffe ist ein Sparfuchs


New York, 9. Oktober 2016
Hollywood-Star Daniel Radcliffe hat sein Honorar aus den Harry-Potter-Filmen komplett gespart - für später. Er ist ein sparsamer Menschen. So hat er weniger Druck, sagte er Ende September einer Zeitung. Clever! (Flickr-Foto: Gage Skidmore).

Hollywood-Star Daniel Radcliffe hat seine Gage aus den Harry-Potter-Filmen komplett gespart – für später. Er ist ein sparsamer Menschen. So hat er weniger Druck, sagte er Ende September einer Zeitung. Clever! (Flickr-Foto: Gage Skidmore).

Harry-Potter-Star Daniel Radcliffe hat eine bewundernswerte Einstellung. Das Geld, das er als junger Schauspieler scheffelte, hat er nicht verprasst. Er hat es gespart. Es wird auf 74 Millionen Pfund geschätzt. Er sagte Ende September der Zeitung „Belfast Telegraph“:

„Ich habe wirklich nichts mit dem Geld getan. Ich bin sehr dankbar dafür. Denn Geld zu besitzen bedeutet, Du brauchst Dir keine Sorgen darum zu machen, was ein schöner, lieblicher Frieden ist, den man haben kann. Es gibt mir auch mit Blick auf meine Karriere enorme Freiheiten.“

Er brauche jetzt nicht, unter Druck stehend, schlechte Filme am laufenden Band zu machen, sondern könne sehr wählerisch sein, resümierte er. Wie Recht er hat. Das ist schlau. Da hat Daniel Radcliffe gut lachen:

Photo by @roberttimothy

Ein von Daniel Radcliffe (@daniel9340) gepostetes Foto am

Ich finde das klasse. Hut ab! Radcliffe ist vernünftig. Er hätte genauso gut sein Vermögen für Villen, schnelle Autos und schöne Urlaube verpulvern können. Das Geld ist ganz schnell weg. Sie wissen ja selbst vermutlich, wie das geht: Kaufen Sie große Dinge wie Villen, steigen auch die damit verbundenen Kosten (Steuern, Renovierungen, Versicherungen…).

Hinzu kommt: Nach der Anschaffung beginnt der Druck aus Ihrem Umfeld. Leute sagen dann zu Ihnen: „Mensch, Du hättest ein Haus mit einem größeren Pool und mehr Schlafzimmern kaufen sollen. Der Garten ist etwas klein geraten. Die Garage musst Du verbreitern.“

Ich sage Bekannten, die mich um meine Meinung zum Autokauf fragen: „Nur zu. Ich würde das neue Auto nicht kaufen. Aber mache es. Kaufe am besten zwei. Dann wirst Du merken, wenn Du in Zukunft in eine schwierige Situation kommst, wie viel Geld Du hinaus geworfen hast. Doppelter Schmerz sozusagen.“

Erschreckend finde ich jedenfalls, wie Deutsche über Neuwagen denken. Jeder Dritte möchte sich ein neues Auto anschaffen.

Immer mehr Menschen finanzieren den Kauf, was ziemlich doof ist. Es handelt sich um Konsumgeile, die gerne mit Statussymbolen angeben. Sehen Sie dazu mein Video:

Warum kaufen so viele Deutschen ihr Auto mittels eines Kredits? Sie leben von der Hand in den Mund. Die Industrie macht es ihnen mit Lockvogelangeboten schmackhaft (Nullprozentfinanzierung etc.). Ich finde das schlimm. Das Auftürmen von Schulden für Konsumgüter ist idiotisch.

Angenommen, Sie haben Schulden. Wenn Sie Ihre Situation ändern wollen, habe ich einen Rat für Sie: Sagen Sie jedem in Ihrem Umfeld, dass Sie Schulden haben und Sie diese komplett tilgen möchten. Machen Sie genaue Angaben zu den Schulden. Das hilft. Solche Ankündigungen wirken magisch. So kommen Sie zum Ziel. Gesagt, getan.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Harry-Potter-Star Radcliffe ist ein Sparfuchs

  1. Christoph

    naja ich finde wenn man wirklich vermögend ist sollte man auch luxus kaufen und nutzen. Der wirzschaftskreislauf muss laufen.

    Harry zb könnte und sollte auch was ausgeben aber natürlich auch viel anlegen. zb eine Villa für 5 Mio und ein Auto. wenn alle vermögenden fast nichts ausgeben geht das zu Lasten der Wirtschaft und damit dem Staat.

     

  2. Felix

    Ja, es gibt halt das ganze Spektrum an Menschen: Die einen machen Schulden, kaufen bevor sie es sich verdient haben; anderen ist ihr Körper egal, sie rauchen, trinken, essen unmäßig und bewegen sich nicht; wieder andere nehmen Drogen; manchen ist ihr Kopf, ihre Bildung egal, Hauptsache raus aus der Schule und rein bei RTL in die Doofen-Show; anderen sind ihre Beziehungen, ihre Kinder egal; manche gehen mit ihrem Arbeitsplatz, ihren Beruf und ihrer Karriere unverantwortlich um.

    Soll ich mich darüber aufregen? Nein, ich mach mein Ding und versuche nicht, die Welt zu verbessern. Weder den Hunger in der Welt noch den Syrienkrieg kann ich beenden. Das ist keine Resignation (vielleicht schon ein bisschen). Aber es bedarf einer gewissen Lebenserfahrung, um zu erkennen, dass man gewisse Dinge nicht ändern kann und daran nicht verzweifeln darf.

    Selbst im Freundeskreis sind Menschen dabei, die ich seit Jahrzehnten gut kenne und die mir am Herzen liegen, aber die ihre Finanzen nicht auf die Reihe kriegen. Ich berate sie, gebe ihnen Hilfestellungen, aber kein Geld. Ich weiß, dass sie es umgehend auf den Kopf hauen würden; die sind einfach so und ich kann sie nicht ändern. Sie sind immer klamm und sie haben sich damit arrangiert. Sie leben im Heute und denken nicht an Morgen. – Also lass ich sie so leben, wie sie meinen. Ich exponiere mich da nicht mehr als der Sparer und Anleger. Ich könnte ihnen helfen, dazu müssten sie aber ihre Gewohnheiten, Einstellungen ändern und das wollen oder können sie nicht.

  3. Mattoc

    Hallo zusammen,

    gibt es irgendwo auf dieser oder einer anderen Seite Informationen zu Aktien, die als

    – globale Dividenden-Aristokraten

    – globale Burggrabenaktien

    bezeichnet werden. Mir geht es nicht darum, dass hier jetzt zwei bis drei Aktien als Beispiele für jedes der beiden Szenarien genannt werden, mir geht es um einen übergeordneten Artikel und vielleicht auch eine Übersicht mit den jeweils 30 bis 50 wichtigsten Unternehmen diesbezüglich.

    Danke

    Mattoc

  4. Mattoc

    Hallo Stefan Meisel,

    vielen Dank!

    Ich mag Menschen wie dich. Ich war auch mal so. Das vergeht mit der Zeit.

    Gruß

    Mattoc

     

  5. Stefan Ledabyl

    Guten Morgen,

    Ich kann dem Herren Radcliffe nur zustimmen. Das beste Gut, welches man sich für Geld kaufen kann, ist die Freiheit(selbst zu Entscheiden). Wenn man die Freiheit hat, sich seine Freizeit selbst einzuteilen, ist das in meinen Augen sehr viel Wert.

    Das mag sicherlich jeder a bissal verschieden sehen, und seinen individuellen Schwerpunkte anders Gewichten.

  6. Max Bogen

    Ridiculous!

    Und so verwandelt Harry Potter die Konsumwahn in Minimalismus!

    Wenn einer ein 5 Jahre alte Aston Martin gebraucht fährt oder eine 50 Jahre alte Rolls Royce als Vintage Car fährt, dann ist es in Ordnung!

    Schafft zum Beispiel ein Autovermieter Autos zum Zwecke der Vermietung an, dann kann er die Nutzung von der Steuer absetzen!

    @alle

    Wenn ein deutscher GmbH in Wertpapiere anlegt, so muss er nur 5 Prozent zurücklassen und von denen 15 % Körperschaftssteuer, circa 1 % Soli und Gewerbesteuer von je nach Orte in Deutschland und Höhe der Hebesatz (München 490%, Grünwald 240%) bezahlen!

  7. Oliver

    @Mattoc

    Auch wenn dir die Antwort von Stefan Meisel nicht gefällt, finde ich sie absolut korrekt. Warum soll dir hier einer eine Liste mit 30 oder 50 Aktien präsentieren? Mit bisschen Suchen wirst Du tatsächlich zu den Aktien der USA, Kanada oder UK solche Listen finden.

    Das Video von Tim ist recht ausfschlußreich, was die Entwicklung von Aktien betrifft. Es gibt ein paar Wachstumswerte, die geradezu unheimlich im Anstieg sind. Diese Unternehmen sind meistens schon beim IPO recht bekannt. Google finde ich als Unternehmen äußerst interessant, aber leider verpassen sie es, ihre Aktien immer wieder zu splitten, damit die Einstiegskurse freundlicher werden. 7 – 800 $ ist schon ein Wort. Apple habe ich ziemlich viele Aktien so nach und nach gekauft. Bei Facebook überlege ich immer, ob ich welche kaufen soll und beim nächsten Mal sind sie wieder höher. Sollte ich wirklich mal machen. Amazon habe ich leider keine und vor ein paar Jahren eine Diskussion mit einem Banker, ob der Kurs bei 250 $ nicht zu hoch wäre. Na, die Frage ist inzwischen beantwortet.

    Wir haben einige Kommentatoren, die einen Schwerpunkt bei den Wachstumsaktien setzen. Komischerweise habe ich keine der vier genannten im Portfolio gefunden. Mich würde der Grund interessieren, wenn hier jemand mitliest.

    Was mir aufgefallen ist, dass speziell einige amerikanische Blogger mit dem Gedanken spielen, ihr Depot wegen der Gefahr eines großen Crashs aufzulösen. Einige habe ziemlich viel verkauft und einer mit einem sehr großen Depot hat es ganz aufgelöst:

    http://dividendhustler.com/portfolio/portfolio-2016/

    Ich habe den in der Vergangenheit immer nur am Rande beobachtet. Mir ist aufgefallen, dass er in der Lage ist, sehr viel anzulegen. Aber auch einige andere spielen mit dem Gedanken, zumindest nicht mehr so viel anzulegen und zu warten, wenn ein starker Rückgang kommt. Hat hier jemand ähnliche Gedanken?

    Ich für meinen Teil habe nichts geändert und lege nach wie vor monatlich stur an. Gegenwärtig ist kaum Bewegung an den europäischen Börsen und in den USA ist es seid geraumer Zeit auch wieder ruhiger geworden. Meine Einschätzung ist nicht unbedingt ein großer Rückgang, sondern dass die starken Anstiege nicht mehr passieren, also eine Seitwärtsbörse.

    Unter dem Strich hatten wir das die letzten 12 Monate mehr oder weniger mit einigen stärkeren Einbrüchen, die aber sehr schnell wieder ausgebügelt wurden. Würde mich schon interessieren, wie die allgemeine  Meinung dazu ist.

     

  8. Christoph

    Oliver

    ja eigentlich schade dass wenig gesplittet wird. Auch ibm und boeing wären längst wieder dran.

    Ich habe Amazon und Alphabet in kleinen Mengen per sparplan gekauft. immer mal 100 Euro. So habe ich wenigstens eine kleine Menge im Depot.

  9. Mattoc

    Hallo Oliver,

    danke für deine Antwort. Es geht nicht darum, ob mir die Antwort von jemandem gefällt. Natürlich kann ich in einer Suchmaschine Begriffe wie Dividenden Aristokraten, Burggrabenaktien etc. eingeben, und natürlich bekomme ich dann haufenweise Treffer, die ich dann durcharbeiten kann. Meine naive Annahme war einfach, dass  gerade hier im Blog Leser sind, die dieses Thema in den vergangenen Jahren betrachtet haben und einen bestimmten Autor oder ganz konkrete Webseiten diesbezüglich empfehlen können. Ist auch nicht schlimm, wenn das nicht so ist. In jedem Fall ist das Senden eines Google-Links als Antwort „voll cool“…

    Gruß

    Mattoc

  10. ZaVodou

    @ Max

    „@alle

    Wenn ein deutscher GmbH in Wertpapiere anlegt, so muss er nur 5 Prozent zurücklassen und von denen 15 % Körperschaftssteuer, circa 1 % Soli und Gewerbesteuer von je nach Orte in Deutschland und Höhe der Hebesatz (München 490%, Grünwald 240%) bezahlen!“

    Könnte interessant sein, aber ein wenig verwirrend geschrieben. 5 % zurücklassen verstehe ich z. B. nicht.

    Körperschaftssteuer + Soli sind 15,825 % auf den Gewinn. Gewerbesteuer fällt überhaupt erst an, wenn der Gewinn > 24.500 Euro ist.

    Mach mal ein Zahlenbeispiel.

    Depotgröße: 500.000 Euro; Kapital- bzw. Dividendenerträge 4 % = 20.000 EUR

     

  11. Ostdi

    Hallo Tim,

    vielen Dank für den tollen Beitrag…

    Ja, ja der männliche Habitus, der Gockel mit den bunten Federn, der Pfau,…

    irgendwie will man ja den Frauen imponieren und die Nebenbuhler ausschalten. Die Masse ist nun einmal dumm, daran kann nur jeder selbst etwas ändern. Jeder muss selbst auf den Trichter kommen, aber die Masse trottelt so weiter wie gehabt…

    Anderen als Samariter die Augen versuchen zu öffnen – ist auch irgendwo, ich will jetzt nicht sagen „dumm“, besser – wie „Don Quijote“ gegen Mühlen kämpfen, gegen Mauern rennen, ein sinnloses Unterfangen, ein Kraftakt, der einen zermürben kann, kurz gesagt eine Illusion.

    „Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn.“…

    …wie ich z.B.:

    Ich habe vor 14 Tagen diese interessante Web-Side gefunden, und ich danke „Gott“, an den ich im übrigen jetzt nicht glaube, dafür!!

    Schönen Sonntag noch,

    Ostdi

  12. Ex-Studentin

    Dass jeder dritte einen Neuwagen kaufen möchte, kann ich kaum glauben. Bzw. wer macht das auch effektiv? 2014 wurden 3 Millionen Neuwägen zugelassen. (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/neuwagen-deutsche-kaufen-wieder-mehr-autos-a-1011378.html). Dass Städter eher größere Autos fahren und auf dem Land Kleinwägen und Vans genutzt werden, kann ich bestätigen.

    Da ich selbst in der Automobilindustrie arbeite, bin ich bezüglich Neuwägen etwas voreingenommen: Aus unseren Produktionsanlagen kommen leider keine gebrauchten Autos. Ich finde am Kauf von Neuwägen nichts Schlimmes. Wichtiger ist es, dass die Autos lange halten, zuverlässig sind und lange genutzt werden. Wer das Geld für Neuwägen hat und Spaß an Autos: Wieso sollte er sich dieses nicht kaufen? Derjenige, der den Wagen nach ein paar Jahren gebraucht kauft, kann sich über den geringeren Preis freuen. Zudem gibt es Neuwägen in unterschiedlichen Preisklassen: Den 130.000€ BMW oder den 10.000€ Dacia?

    Im Sinne der Umwelt sollte man sich stets fragen, ob man wirklich mehrere Autos braucht und manche Strecken nicht auch mal mit Rad, zu Fuß oder mit der Bahn zurücklegen kann. Aber Autos deswegen komplett verteufeln möchte ich auch nicht. Ich bin froh, dass es diese gibt und sie sind ein wichtiger Meilenstein auf dem langen Weg der technisches Entwicklung.

  13. pommes

    Die Angst mit dem Crash kann ich verstehen, es ist nun sehr lange Zeit nach oben gegangen. Aber was soll uns das sagen? Es kann so oder so ausgehen. Man hat mir schon 2013 gesagt das es ja Wahnsinn sei jetzt in die Börse zu investieren, ist alles viel zu schnell nach oben gegangen nach 2009 und 2011.

    Für meinen Teil behalte ich meinen Sparinterval ein, man kann es halt nicht wissen wie die Kurse morgen oder sonstwann stehen. Bei subjektiv Gefühlten Rücksetzern kaufe ich etwas mehr, z.B. im August 2015 als Asien alles runtergezogen hat. Anfang des Jahres 2016 wurden auch ein paar mehr Einzeltitel eingesammelt. Sicherlich das sind alles keine Crash’s mit einem Rückgang von 50% oder mehr. Aber was soll man machen? Starke Rückgänge bedeutet für mich primär billiger einkaufen. Das Geld was ich an der Börse halte brauche ich nicht und meine Ansparphase ist noch lange nicht rum, ich würde mich freuen über eine Korrektur, z.B zum Januar hin, da muss ich wieder kaufen ;).

    In den US/Canada Blogs sieht man, wie ich finde, häufiger eher irrationales Anlageverhalten. Der Blog: My dividend pipeline hat vor geraumer Zeit mal sein gesamtes Depot geköpft….. mit der Erkenntnis das er jetzt wieder anfängt. Denke der Gute hätte sich viel „erspart“ wäre er ruhig geblieben, auch wenn er gerade Stress im Privatleben hatte. Außerdem soll man immer gegen die Herde arbeiten und nicht schreiend mit ihr in eine Richtung laufen ;).

  14. Christoph

    @ EX Studentin: Zumal es keine Gebrauchten gibt wenn niemand Neuwagen kauft. Deshalb sage ich ja auch: Wer gut verdient, gut anlegt und sich dann was gönnt: Richtig so. Wobei ein Auto auch ein Arbeitsmittel sein kann.

    Mein Vater zB fuhr lange im jahr um die 80.000 km. Lange Strecken waren oft dabei. Da ist ein 7er BMW besser geeignet als ein VW Polo. Allerdings waren es immer junge Gebrauchte.

    Wobei viele ja auch leasen. Vor allem Unternehmen.

    Der Sohn einer Kollegin least nun ein Auto für 190/ Monat. Da ist alles drinne inkl. Versicherung. Baut er nen Schaden zahlt er glaub ich 300 und bekommt im Fall der Fälle ein neues Auto.

    Würde er sich ein neues Auto kaufen, müsste er locker erstmal 3.000 hinlegen um was halbwegs sicheres (aber auch Altes!) Auto zu bekommen. Dazu dann nochmal Versicherung, Wartung usw.

    mit den 190 kann er dann 3 Jahre fahren in denen er noch unter den 3.000 liegen würde. Es kommt immer auf den Einzelfall an.

    Und NeuWagen an sich wären mir aktuell auch zu teuer. Aber ich hoffe ich bin irgendwann so vermögend das ich sagen kann: Ja auch der Neuwagen Preis ist mir zwar nicht egal aber das gönne ich mir jetzt auch 1x im Leben.

     

  15. Max Bogen

    @zavodou

    Institutioneller Anleger (GmbH oder AG):
    95% sind steuerfrei, 5% werden besteuert!

    Gewerbesteuer fallen bei der GmbH oder AG an und haben keinen Freibetrag, es sei denn, es heißt GmbH & Co KG oder AG & Co KG, dann greift der Freibetrag von 24.500 €!

  16. Slazenger

    @Oliver

    solange wir die Zinsen nahe null oder teilweise sogar im negativen Bereich sehen, glaube ich nicht an einen Crash! Im Gegenteil je mehr wir negative Renditen sehen, umso mehr werden die Bewertungen der Qualitätstitelanziehen! Ich habe hier kürzlich von Jemanden gelesen wenn wir mal KGV’s um die 30 haben bei Nestle und Co. Dann denke ich ans verkaufen! Dem würde ich absolut zustimmen! Kleinere Korrekturen zwischen 10-20% an den Märkten können immer mal vorkommen, aber die stören mich nicht,das gehört dazu, und man kann das für sich nutzen um selektiv zuzukaufen! Dass die Aristokraten beim aktuelle Zinsniveau eine höhere Bewertung haben als der 10 Jahres Durchschnitt ist dür mich nur die logische Folge von Fehlenden Alternativen für die anzulegenden Gelder!

  17. Stefan Meisel

    @ Oliver

    Von Konjunktur-Timing halte ich nicht besonders viel. Das schafft niemand – zumindest nicht 2-3x nacheinander. Gäbe es jemanden, dann wüssten wir es, denn er wäre der reichste Mensch der Welt.

    Wie Tim immer sagt: Eine Frau Klatten springt auch nicht alle paar Jahre aus ihren BMW-Anteilen rein und raus.

    Ich finde, Kleinanleger legen ihren Fokus viel zu sehr auf die Kurse und viel zu wenig auf Bilanz/GuV. Aktien sind als Unternehmensanteile gedacht, nicht als Lottoscheine.

    Was man auch machen kann, ist, das Portfolio hauptsächlich mit defensiven Werten zu bestücken. Es gibt genug gute Unternehmen, die auch in Rezessionen ihre Umsätze steigern oder zumindest konstant halten: Johnson & Johnson, Church & Dwight, Cerner, Hermès International, Nike, Fielmann, Essilor, Henry Schein, Fresenius Medical Care usw.

    „Ich denke nicht darüber nach, ob ein Markt nach oben oder nach unten geht. Ich kümmere mich nur darum, ob ich ein Unternehmen zu einem akzeptablen Preis kaufen kann. Ich sehe mich nicht als Teil eines Bullenmarkts, sondern als Teilhaber an wunderbaren Firmen.“ (Warren Buffett)

     „Ich weiß nie, was die Märkte machen werden, wenn wir davon sprechen, was in einem Tag oder einer Woche, einem Monat oder einem Jahr passieren wird. Ich hatte nie das Gefühl, das zu wissen und ich hatte auch nie das Gefühl, dass es wichtig wäre. Ich denke aber, dass die Kurse in 10, 20 oder 30 Jahren deutlich höher sein werden als jetzt.“ (Warren Buffett)

     „Ich würde gern Marktentwicklungen vorhersagen und Rezessionen antizipieren können, aber weil das unmöglich ist, bin ich ebenso wie Buffett damit zufrieden, profitable Unternehmen zu finden.“ (Peter Lynch)

  18. Felix

    Nur zur Ergänzung:

    Inzwischen gibt es auf Neuwagen so viel Nachlass (bis zu 30 %) auf den Listenpreis, dass sich ein junger Gebrauchter nicht automatisch rechnet.

  19. Thomas

    Nunja, die meisten Frauen lieben nunmal Männer mit teuren, vorzugsweise neuen, Autos. Jedenfalls lieben sie Männer die gern Geld ausgeben (ob sie das Geld wirklich besitzen ist zweitrangig), für die Frau, für ihre Klamotten, für Urlaub und für nochmal Urlaub, für Restaurants, für Autos,…

    Ja es ist ein Klischee. Aber es triff es doch zu oft. Wenn man eine Frau hat ist es mit dem Sparen/Investieren oft vorbei und um eine zu finden muss man(n) sehr spendabel sein. Natürlich gibt das keine Frau wirklich zu. Aber sie sucht sich schon den Mann bei dem sie und ihre Kinder ein möglichst angenehmes/luxoriöses Leben hat.

  20. Delura

    @slazenger

    stimme Dir 100% zu mein SCHALKER Bruder 🙂

    Wo sonst willst Du zur Zeit Deinen Überschuss anlegen?? Natürlich, nur an der Börse…

    Gold wäre noch ne Möglichkeit, aber das wars dann auch… – habe diesen Monat Coca-Cola aufgestockt, aber sehr, sehr, sehr konservativ…. Es kann immer mal runtergehen. Haltet Euer Pulver trocken Jungs und Mädels.

    @slazenger – Wir sind nicht mehr Letzter!! Jetzt geht es bergauf.

    @Blog – sehr gut – weiter so.

     

  21. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Oliver,

    ich war etwas entsetzt, dass Tyler („Dividend Hustler“)  sein Depot liquidiert. Da ist viel Pessimismus in den Blogs die letzte Zeit. Ich denke, ihm hat es zugesetzt, dass er mit der Concordia so reingefallen ist. Bei über 22 CAD angefangen zu kaufen, es schon für ein „Schnäppchen“ gehalten, bei 16 nachgelegt. Heute nur noch 6 CAD wert.

    Nachtrag; jetzt sind ja die Chance für H. Clinton besser geworden nach dem Fauxpas von Trumps Gerede. Die will aber angeblich den großen „Pillendrehern“ ans Geld, bzw. deren irrsinnige Gewinnmargen beschneiden. Da dürfte viel Abwärtspotential für die Pharmas voraus sein.

    Es ist natürlich tatsächlich so, dass man viel Kapital retten kann, wenn man vor einem generellen Absturz der Märkte raus ist, und dann tiefer die womöglich doppelte Anzahl an Aktien für sein Geld bekommt. Aber wer weiß schon, wann und ob es wirklich so kommt. Ich denke, ein Absturz kommt nicht auf Ansage, sondern aus relativ heiterem Himmel. Ich sehe keine Euphorie am Markt, eher nur Bedenken. Ich würde alles verkaufen, wenn es nur noch steil nach oben geht und keine Grenzen mehr kennt. Dann kann man auf ein paar Prozent verzichten, die es noch bringt, aber mal wieder raus gehen.

    Aber auch davon bin ich kein Freund. Ich versuche einfach nur Werte zu nehmen, die nicht wie zumeist die Großen sehr hoch bewertet sind. Ansonsten habe ich eh viel ETFs/CEFs.

    Derzeit sind ja auch die REITs z.T. sehr unter die Räder gekommen. Aber wie immer habe ich natürlich kein Cash. Habe meine paar CAD aus Dividenden in die NWC gesteckt. Nur eine symbolische Anfangsposition, um sie immer im Depot vor Augen zu haben und nicht zu vergessen. Bei Gelegenheiten dann immer wieder paar Stück nachlegen bis irgendwann mal auf 250 Stück oder so.

    Na dann, immer schön auf Kurs bleiben! 😉

    MS

    P.S.: Diese Meldung fand ich mal ganz interessant die Tage;

    Analysten warnen vor Versorgungsengpass – Bohrfirmen finden kaum noch Öl.

    @Fit und gesund, wegen Goldpreis hier vielleicht eine Erklärung, falls es überhaupt eine gibt, und nicht nur ganz normale Entwicklung ist, sprich: Kaufgelegenheit.

    @Tim,

    ich fände es nach wie vor recht hilfreich, wenn man die angezeigte Anzahl der „letzten Kommentare“ auf 10, 15 oder besser 20 setzen könnte. 😉

  22. Lad

    Aktien-Crash in Europa und Amerika könnte man am Ende einer Euphorie erwarten, wo die durchschnittlichen KGVs im Dow Jones nicht weit von 30 wären. Heute hat Dow Jones vielleicht KGV 17 und es herrscht keine Euphorie an der Börse. Man sollte aber nur solide Aktien mit Dividenden über 3% halten (Aktien von DAX, Eurostoxx50, FTSE100 und Dow Jones) und keine teuren technologischen Aktien von Facebook, Google, Amazon, Tesla. Wer die Dividenden in jedem Jahr braucht, sollte niemals seine Aktien verkaufen. Nur so erreicht man nach 30 Jahren einige Verdoppelungen von Dividenden und Kursen. Die Dividendenrendite von 3% kann nach 38 Jahren auf 100% steigen, falls die 3%-ige Dividende 10% jährlich steigt. 2000-2003 sind die nicht technologischen Bluechips Aktien zwar auf die Hälfte gefallen, einige Jahre später nach jedem Crash erreichen sie jedoch immer neue Maximen. Aktien BASF, BMW wie Munich RE.

    Ich hatte von 1972 bis 1985 vier gebrauchte Autos. Seit 1986 habe ich kein Auto und reise nur mit dem Zug oder Flugzeug. Jetzt reise ich an einem Freitag in jedem Monat mit Bayern Ticket für 28 Euro mit Frau und Kindern bis nach Pampanga und zurück. Ich muss so viele wie möglich Dividenden-Aktien kaufen, habe aber meine Arbeitszeit auf 27 Stunden in der Woche gekürzt, 3 Jahre vor der Rente. Und so bei 695 Euro Kaltmiete kann ich nichts vom Lohn für die neuen Aktien ersparen, einige Tausend Euro im Jahr geben mir jedoch die Dividenden.

  23. ich

    Ist euch auch schon aufgefallen, dass in manchen McDonalds Filialen Monitore hängen auf denen neben mir nichtssagender Werbung auch Aktienkurse (nicht nur die von MCD) angezeigt werden? Was könnte uns das sagen?

  24. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Osti

    Danke für das Lob. Ja, genau. Das Rennen nach all den Statussymbolen ist ein sinnloses Rennen. Es raten ja Psychologen, dass man versuchen sollte, dankbar zu sein für das, was man besitzt. Das ist wahrer Reichtum!

    Reich ist, wer das hat: Zufriedenheit, Genügsamkeit, Bodenständigkeit, Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft.

    Ich fand übrigens dieses Interview mit Erfolgsguru Tony Robbins super. Er sagt, die Leute sollten möglichst früh mit dem Sparen/Investieren anfangen.

    http://mobile.reuters.com/article/idUSKCN12419Q?utm_medium=Social&utm_source=Twitter

     

    @ Matthias

    Danke für den Hinweis. Ich weiß, die Kommentarspalte auf der Hauptseite sollte ich verlängern.

    @ Danke für die neuen Leser. Und die loyalen „Alt“-Leser. Das freut mich. Und die Kommentare erst. Super! Ich werde bald neue Aktienbücher verschenken.

  25. PIBE350

    Ich habe letztens von Marcel Fratzscher (DIW-Chef) gehört, war es in der Phoenix-Runde (?), dass 40 Prozent der Deutschen über keinerlei Nettovermögen verfügen oder sogar Schulden haben. Ich kann diese erschreckend hohe Zahl einfach nicht glauben. Selbst wenn man nur 25 oder 50 pro Monat sparen kann, kommt man nach und nach zu Vermögen. Habe ich einen Denkfehler? 🙂

  26. Slazenger

    @Delura

    ich sage nur Breel wird ein Juwel!!!!!

    Blau und weiß ein Leben lang…….

    Nice Week

  27. PIBE350

    An Tim: Aber wie kann das sein? Ich weiß, dass es einige Menschen gibt, die überhaupt nicht mit Geld umgehen können, aber 40 Prozent? Das ist fast die Hälfte.

    Er spricht wirklich von 40 Prozent: http://m.spiegel.de/wirtschaft/a-1091962.html

    SPIEGEL ONLINE: Was sollten Gering- oder Normalverdiener denn jenseits von Riestern tun, um ihre Lage im Alter zu verbessern?

    Fratzscher: Wir brauchen mehr private Vorsorge, und der Staat sollte dies besser und zielgenauer fördern. Da sehe ich keine Alternative. Aber die Leute müssen auch intelligenter sparen als bisher. Die Renditen sind nur niedrig, wenn man sein Geld auf dem Sparkonto liegen lässt. Wer in den vergangenen Jahren in Aktien investiert hat, hat dagegen eine richtig gute Rendite gemacht. Doch da sind wir Deutschen sehr eigen. Für viele Menschen hierzulande sind Aktien Teufelszeug. Zudem haben wir eine viel zu geringe Immobilienquote. In Südeuropa haben 70 bis 80 Prozent der Menschen ein Eigenheim. In Deutschland sind es nur halb so viele. Da muss sich etwas tun. Die unteren 40 Prozent in Deutschland haben praktisch kein Vermögen. Da haben sogar die unteren 40 Prozent in Griechenland mehr.

     

  28. Fit und gesund

    Danke an Matthias Schneider, wäre eine Möglichkeit wegen dem fallenden Goldpreis, auf jeden Fall ziehe ich den Kauf in Erwägung, ist halt die Frage des geeigneten Verstecks… 5 Jahre vor der geplanten Rente muss ich eben Cash und eine Alternative halten, ich habe keine Dekaden mehr vor mir wo ich den Topf wieder auffüllen kann.

    @All

    Von wegen Frau steht auf Mann mit Statussymbolen, so einen geschniegelten Protzer mit dicker Karre würde ich nicht mit dem Popöchen angucken, hab ich auch in jungen Jahren nicht, sowas versenkt nur Geld und man kommt nie zu was, und was bitteschön soll so toll sein in so einer Nobelkarre mitfahren zu dürfen?

    Ich treffe teilweise Chefärzte im Aldi, Manche von denen fahren normale Autos, aber gibt auch Porschefahrer, wobei die sich den wohl leisten können, aber dann zweifele ich jedesmal an Denen, wozu das Ganze?

    Und was den Hollywood Star angeht, also das Stardasein könnte irgendwann mal beendet sein, dann wird er froh sein seine Knete noch zu besitzen, Recht hat er wenn er sparsam lebt, ich kann das natürlich nicht überprüfen , ich glaube auch nicht Alles.

    @PIBE350,

    also ich glaube das sofort, bei uns leben die jüngsten und die mit der geringsten Ausbildung am Besten, Ausgang, Klamotten, Urlaub, nur die neusten Handys, Karre auf Pump… wobei die mir so egal sind, sollen sie nur, daran kann man sich ja nicht orientieren.

    Und dann der Bio-Fanatiker der seine Kinder auf die Rudolf-Steiner-Schule schickt und zahlen muss, mitarbeiten muss dort und auch auf keinen grünen Zweig kommt, dem könnte ich ratzfatz mal ein Budget erstellen *lach*, der würde mein Budget aber nicht wollen…

  29. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ PIBE350

    In den USA sparen 45% der Menschen nicht für den Ruhestand zusätzlich (neben der gesetzlichen Rente). Und das, obwohl das in Amerika gefördert wird bis zum Umfallen: Der Staat und Arbeitgeber gewähren viele Vorteile, wenn man ein „Aktiendepot für die Rente“ bespart. Trotzdem machen es so wenige.

    http://www.forbes.com/sites/andrewbiggs/2016/09/20/how-many-americans-are-saving-for-retirement-how-many-should-be/#7bc55b7f13d5

    Es sind natürlich arme Menschen darunter, die können wenig machen. Aber es sind auch viele aus der Mittelschicht, die einfach in den Tag leben. Ihr Credo:

    „Was juckt mich die Rente.“

    „Ich lebe jetzt.“

    „Das letzte Hemd hat keine Taschen.“

    „Ich habe es mir verdient.“

    „Den Urlaub brauche ich jetzt. Egal, was es kostet. Was solls.“

  30. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @PIBE350,

    also ich kenne keine Leute, die gut verdienen und alles raushauen, und somit nichts auf dem Sparkonto haben. Es gibt dagegen aber wohl immer mehr Leute die nichts oder zu wenig verdienen, und so absolut nichts weglegen können.

    Diese Meinung „Jeder könne 25 oder 50 Euro sparen“ halte ich für falsch. Es geht vielen Leuten wirklich existentiell so schlecht, dass es nicht mal fürs Nötigste reicht.

    Meine Frau hat lange in einer Frauenberatungsstelle gearbeitet. Da hat sie es immer mit Frauen zu tun gehabt, die nicht mal 5 Euro in der Tasche hatten, aber nicht weil sie alles ausgeben, sondern weil nichts zum Ausgeben da ist.

    Meine Tochter ist Tierärztin. Sie erlebt regelmäßig, dass die Leute keine Behandlung von 100 Euro bezahlen können, und die Katzen oder Hunde einfach da lassen zum Einschläfern. Das sind auch i.d.R. keine Leute die alles versaufen, sondern deren Tiere ihr einziger Halt in einem trostlosen Leben sind.

    Auch sind die Deutschen nicht „schlechter“ als die Amis mit ihren fehlenden Ersparnissen. Wir diskutieren hier Luxusprobleme mit den Aktien.

    „…62% of Americans have no emergency savings for things such as a $1,000 emergency room visit or a $500 car repair.“

    Most Americans have less than $1,000 in savings
    The typical American couple has only $5,000 saved for retirement
    Can you guess how many Americans have absolutely no savings at all?

    66 Mio US-Bürger haben praktisch nichts, und auch 1.000 oder 5.000 USD kann man ja nicht als Vermögen bezeichnen.

    MS

  31. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Matthias

    Es ist alles relativ. Sehe nur, was manche für Tabak, Alk, Lottoscheine, Rubbellose, Bars und Fertigessen ausgeben. Ich beobachte sie als an der Kasse im Supermarkt. Sie beziehen Sozialhilfe und kaufen nur den teuren Kram: Energiedrinks, Tiefkühlkost, Kaugummis, Starbucks-Fertigkaffee aus dem Kühlregal, Markenartikel.

  32. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Tim,

    das mag schon sein. Natürlich gibt es solche Leute auch. Aber das halte ich nicht für typisch. Ich denke, man will als „besser Gestellter im System“ sich auch etwas vom Gewissen laden, indem man sich gezielt auf selbstverschuldetes Elend fokussiert. Ansonsten müsste man sich sozial engagieren und man würde sich unwohl fühlen. So verdränge ich zumindest das etwas.

    Die leidende Mehrheit der Underdogs findet man eher nicht im Supermarkt, sondern beim Containern dahinter. Aber das wird auch immer schwerer, weil die Läden besser kalkulieren müssen die letzte Zeit, und weniger wegschmeißen.

    Muss jetzt wieder auch die Autobahn…

    MS

  33. Fit und gesund

    @Matthias Schneider,

    also die „Schnapsdrossel“ von heute Nacht mit über 4 promille die muss ja für ordentlich Geld gebechert haben, kann mir schlecht vorstellen dass die Jemand eingeladen hatte,

    ich sehe das wie Tim Schäfer, ich beobachte exakt das gleiche Verhalten.

    Und vor Jahren musste ich mal kurz vor Mitternacht mit dem Kater zur Tierklinik, verstopfte Harnröhre, also Notfall, dort war ich unbekannt, erstmal wurde ich wirrsch angemacht warum ich nicht früher gekommen bin, hatte aber Spätdienst und vorher nix bemerkt, ich erklärte es und zog sofort ein Bündel Geld aus dem Portmonnaie, sofort hellte sich die Miene des TA auf und sein Verhalten änderte sich schlagartig, bei meinem normalen TA wird Barzahlung gewünscht, für mich kein Problem, dafür hab ich extra was weggelegt, ich stimme Dir aber zu, Viele dieser Sozialfälle würden Alles für ihr Tier tun, können es aber nicht weil kein Geld (siehe oben weshalb) Bei meinem TA ist ein Geldkässeli wo ich immer mal was reinwerfe, für Kastrationsaktionen oder eben für arme Tierbesitzer, da geb ich noch gerne mal was, bei Menschen bin ich viel geiziger.
    Sozialhilfeempfänger containern doch nicht, die Menschenwürde…nie nimmer nich……

  34. Fit und gesund

     

    ich habe eine spanische Freundin die ein Haus in ihrem Land besitzt (Feriengebiet), die verkauft das nun für sage und schreibe 800000 Euro und ist eine gemachte Frau, das Haus ist renovationsbedürftig, sie selber sucht verzweifelt eine Eigentumswohnung dort, aber die Preise sind horrend und sie hat sonst nicht viel Rente.

  35. Christoph

    @Stefan

    oft wird in diesen Berechnungen der reine vermögenswert ohne Immobilien Vergleich gemacht. Nur in Deutschland sind Immobilien deutlich teurer als in Slowakei usw.

    Ich denke auch dass viele das Geld falsch ausgeben. Alkohol und Zigaretten sind da weit vorne.

    oder anstatt selbst zu kochen wird fertig zeug gekauft.

    gerade Familien mit wenig Geld sollten viel selbst kochen und backen. aber ich glaube das machen viele nicht mehr.

    oder auch das pausenbrot fürs Kind..

    da sieht man doch dass es in Deutschland keinem sooo schlecht geht wenn man das mit wirklich armen Ländern vergleicht.

  36. PIBE350

    An Matthias: Ja, Tiere können teuer werden. Ich weiß nicht, ob sich eine Tierkrankenversicherung lohnt. Tiere würde ich auch nicht unbedingt als Konsumgegenstand ansehen. Man sollte es nur nicht übertreiben. Ich kenne eine Niedriglöhnerin mit 2 Katzen, 3 Hunden, 2 Schildkröten und 2 so komischen Eidechsen oder wie die heißen. 🙂

    Dass fast die Hälfte der Deutschen vermögensmäßig so gut wie nichts hat, finde ich trotzdem unglaublich. 10 – 20 Prozent würde ich ja noch nachvollziehen können: z.B. Langzeitarbeitslose, Schwerbehinderte und alleinerziehende Mütter vieler Kinder.

  37. K aus Berlin

    @ Max Bogen und zavodou

    Die steuerliche Behandlung der Dividenden die eine GmbH/AG erhält,  stimmt so nicht mehr.

    Seit 2014 gibt es eine Neuregelung des einschlägigen § 8b Abs. 4  KStG. Demnach sind lediglich (effektiv) 95% Steuerpflichtig, wenn zu Beginn des Jahres der eigene Anteil mehr als 10% am Nennkapital der ausschüttenden AG beträgt.

    Damit fallen viele Ausschüttungen nicht mehr in die Begünstigung, da 10% Anteil an zB: BASF für den normalen „Privatanleger“ nicht möglich sind.  Zum anderen wären die Erträge/Dividenden in der GmbH „gefangen“  und konnten auch nur ausgeschüttet oder als Gehalt bezahlt werden. Bei beiden Vorgängen fallen auch wieder Steuern an. Wenn man von seinen Dividenden leben möchte, lohnt es sich im Zweifelsfall nicht eine GmbH zugrunden, zumal verschiedene Pflichten durch die GmbH entstehen. Eine pauschale Aussage lässt sich aber auch nicht treffen, kommt immer auf den Einzelfall an.

     

  38. Alex

    „In den USA sparen 45% der Menschen nicht für den Ruhestand zusätzlich“

    Das überrascht mich aber doch. Das ist ja ähnlich übel wie in Deutschland. Ich dachte die Amis wären in dieser Beziehung intelligenter zumal es dort vom Staat ja propagiert wird.

    „Diese Meinung „Jeder könne 25 oder 50 Euro sparen“ halte ich für falsch. Es geht vielen Leuten wirklich existentiell so schlecht, dass es nicht mal fürs Nötigste reicht.“

    Auch eine Frisösin oder Kassiererin beim Discounter kann pro Monat 50 sparen. Man sollte halt auch mal selber kochen, keine Fertiggerichte, das Rauchen aufgeben, nicht alle 2 Jahre ein neues Smartphone kaufen womöglich noch mit Knebelvertrag usw. In Deutschland geht es niemandem schlecht, selbst als Arbeitsloser hat man in Deutschland ein gutes Auskommen. Ein zu gutes!

     

  39. DivSky

    @ K aus Berlin,

    super vielen Dank.

     

    Aber gibt es steuerlich ein Modell was vielleicht für Privatanleger interessant sein könnte?

    Im Rentenalter wäre mir nur wichtig die Dividendenerträge entsprechend selbst nutzen zu dürfen und bis dahin werden die Dividenden immer reinvestiert.

  40. MeMyselfAndI

    Auch wenn es in Schland eigentlich nicht legal ist, Containern ist ’ne feine Sache.

    Damit kann man wirklich Geld sparen das man vielleicht nicht hat.

    Habe da selbst etwas Erfahrung.

    Deshalb kann ich auch bestätigen, dass es schwerer wird!

    Aber nicht etwa weil die Läden besser kalkulieren und deshalb weniger wegschmeissen.

    Sondern weil Containern durch das Internet immer bekannter und beliebter wird.

    Viele jüngere Menschen sehen das wohl als Nevenkitzel. (Solche Grüppchen sind mir schon des Nachts begegnet)

    So wie Graphities sprühen oder so als Mutprobe in der Clique.

    Andere sind eher auf dem Öko-Trip, vonwegen weniger Verschwendung von Lebensmitteln und so….

    Und einige fremdländische Junge Männer(Merkels eingeladene Neubürger) sind mir inzwischen auch schon an der Tonne begegnet. Das Geld vom Amt geht wohl für die Handyrechnung drauf. Oder Das Essen in der Heimkantine schmeckt vielleicht nicht so wie gewohnt.

    Nun, aber die Läden/Märkte haben den Ansturm auf Ihre Mülltonnen natürlich auch bemerkt.

    Und die denken sich nun, warum sollen sie noch geniessbare Lebensmittel kostenfrei abgeben. Daran können Sie ja nichts verdienen. (Und anders als bei der Generösen und Werbewirksamen Abgabe an Tafeln erfährt auch niemand was von dieser Art heimlichen nächtlichen Warentransfers)

    Die Leute sollen gefälligst vorne in den Laden kommen und was kaufen!

    Die Leute sollen Ihr Geld da lassen!

    Dafür machen Sie ja schliesslich das ganze Brimborium mit Ladengeschäft, Miete, Strom, Angestellen etc.

    Und deshalb werden mehr und mehr Mülltonnen in extra dafür gebauten Gebäude-Anbauten, Blech- oder Gitter-Verschlägen nachts eingeschlossen.

    Damit ja keiner mehr an die Tonnen/Container ran kommt und irgendwas ohne dafür zu bezahlen mitnimmt.

    Mit besserer Kalkulation oder damit dass weniger wegegeschmissen wird, hat das wirklich nichts zu tun.

    Da geht es alleine ums Geschäft und das Geld.

    So ist Kapitalismus eben.

  41. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @MeMyselfAndI,

    Deine Argumente mögen schon so zutreffen, aber ich bezog mich auf Berichte wie diesen, auch wenn er schon von 2015 ist:

    Supermärkte unter Druck – weniger Lebensmittel für Tafeln:

    Kalkulation verbessert, Ware verbilligt.
    Nach seiner Erfahrung werde „der wirtschaftliche Druck für Supermärkte immer größer. Daher kaufen sie heutzutage wesentlich genauer ein, kalkulieren so, dass so wenig wie möglich übrig bleibt.“ 

    Ein zweiter Grund für die Lücken bei den Wohltätern: Geschäfte gehen zusehends dazu über, Ware kurz vor dem Ablauf der Mindesthaltbarkeit selbst billiger zu verkaufen, auch die Preise für Ware vom Vortag herabzusetzen oder sie sogar zu verschenken – so kommen zum Beispiel Kinder an gute, nur leicht angebräunte Bananen, die niemand mehr kaufen würde.

    Das habe ich nun wieder tatsächlich beobachtet. Bei REWE kaufe ich immer wieder z.B. Milchprodukte, die kurz vor dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums sind, und einen Aufkleber mit -30% bekommen. Diese Sachen wurden früher aus dem Regal geräumt und weg geschmissen.

    In Frankreich dürfen dürfen die Supermärkte nichts mehr in den Müll werfen. Alles Abgelaufene muss zu Wohltätigkeitsvereinen. Bravo!

    @Alex: „Auch eine Frisösin oder Kassiererin beim Discounter kann pro Monat 50 sparen. Man sollte halt auch mal selber kochen, keine Fertiggerichte, das Rauchen aufgeben, nicht alle 2 Jahre ein neues Smartphone kaufen womöglich noch mit Knebelvertrag usw. In Deutschland geht es niemandem schlecht, selbst als Arbeitsloser hat man in Deutschland ein gutes Auskommen. Ein zu gutes!“

    Das sind für mich leider nur unreflektiert wiedergekäute, sich dauernd wiederholende Klischees. Einfach mal das Leben einer allein erziehenden Frau mit 3 kleinen Kindern führen, die sich durchschlagen muss, weil sich der Mann vorm Unterhalt drückt.
    Diese Vorstellung, dass alle nur kettenrauchende, saufende, Handysüchtige Dumpfbacken sind ist einfach zu billig.

    MS

  42. K.

    Was Daniel Radcliffe tut ist sicher schlau aus finanzieller Sicht. Schön wenn man es kann und dank entsprechender Basis (Elternhaus) auch einfacher hat. Sicher auch mit „kleinerem“ Gehalt möglich, wenn auch nicht so effektvoll, aber trotzdem ein interessantes Beispiel. Mal sehen wie lange er durchhält. Ich will ihm keinen „Nicht-Durchhalte-Willen“ unterstellen, aber ich bin trotzdem gespannt und wünsche es ihm das er durchhält. Die Einstellung scheint auf eine gewisse vorbildliche Erziehung bzw. Elternhaus hinzuweisen.
    Die Harry-Potter-Gagen haben ja auch etwas von Erbschaft und Lottogewinn im Sinne der Größenordnung und in Bezug auf den Zeiteinsatz im Vergleich zur sonstigen Bevölkerung.

    Die Verkaufsgedanken bzw. sogar Tätigkeiten einzelner FIRE-Blogger aus den USA scheint mir der Versuch eines Art Market-Timings. Jetzt bei „hohen Kursen“ aussteigen und dann bei einem späteren „Crash“ wieder tiefer einzusteigen, da rein statistisch ein Crash bald oder wann auch immer kommen wird. Wie gut Market-Timing per se funktioniert ist ja allgemein bekannt…..

    Aber wer meint es so machen zu wollen und es sich auf Grund persönlicher Situation (andere Einkommensströme, Vermietung, Wohnungskauf für den Eigenbedarf, aber auch weiterhin vorhandener persönlicher privater Unternehmensbeteiligungen) leisten kann bzw. will, soll das tun. Hängt sicher auch von der Depotsumme und vom Gesamtvermögen sowie vom restlichen Einkommen ab. Ist alles in der Summe groß genug, kann man so ein „Experiment“ oder „Risiko“ sicher gerne mal eingehen.

    Nachdem der Net-Worth groß genug zu sein scheint, warum nicht einen Teil mitnehmen. Noch dazu wenn es manche Wünsche erfüllt oder dem Lebensziel entspricht. Trotz allem Lesen der letzten drei-vier Blogbeiträge des oben benannten Blogs, kann ich es nicht ganz nachvollziehen aber jedem das sein. Zumindest würde ich keinen Totalverkauf tätigen, sondern wenn überhaupt (!) nur für eine Wohnungsanzahlung, wenn es die Wohnung wirklich braucht. Für manche „kleinen“ Anleger die noch in der Beginnphase sind, und die nicht zufällig zum richtigen Tiefpunkt 2009 oder so eingestiegen sind oder begonnen haben oder deren Sparbetrag wg. anderer Einkommensverhältnisse nicht so groß ist, wird sowas bis auf weiteres reines Gedankenspiel bleiben.
    Aber jedem das seine und wie man auf dem weiter oben verlinkten Blog lesen kann, jede finanzielle Situation ist anders. Nämlich persönlich. Unterschiedlich. Und man kennt sicher nicht alle individuellen Aspekte.

     

    Was ganz anderes, eher passend zum vorherigen Blog-Beitrag der (Alters-)Armut:
    Deutschland ist ja ein sehr spendenbegeistertes Volk. Zumindest lässt es sich bei großen Unglücken oder Aktionen gut mobilisieren und dann kommt auch beeindrucken was zusammen. Sei es Tsunami, Oder-Unglück, Flüchtlinge,…..
    Schade ist, das im Rahmen dieses „Trend-Spendens“, dann die sonstigen ebenfalls wichtigen, konstanten Projekte oft an Zuflussmangel leiden, da sonst regelmäßige oder konstante Zahlungen wegbrechen. So werden manche lokale soziale Projekte, Kinderhilfen, Suppenküchen oder ähnliches ans „Existenzminimum“ getrieben.

    Dem will ich persönlich dieses Jahr etwas entgegenstellen und auf Grund verschiedener Eindrücke in den letzten Jahren, in meiner Stadt aber auch im Urlaub – eine Geldspende an eine lokal tätige Obdachlosenorganisation tätigen. Diese unterstützt z.B. Wohnungslose mit Übernachtungsplätzen, Schlafsackausgabe, Toleranzförderung in der Öffentlichkeit und bei anderen Organisationen oder Bahnhofsbetreibern, einer Suppenküche und sogar temporären Tierunterkünften im Tierheim, wenn z.B. eigene Tiere nicht mit in die temporäre Übernachtung dürfen. Zusätzlich zu einer „Verbandelung“ mit medizinischer Unterstützung durch freiwillige Ärzte (niedergelassene Ärzte), welche auf Anfrage vermittelt werden oder auch Support durch ehrenamtlich tätige Medizinstudenten und anderem med. Personal.

    Das Läden ein Problem damit haben, das Leute durch wühlen im Müll nichts kaufen wollen und dies deshalb sogar versuchen unschmackhaft zumachen, kann ich verstehen. Wobei ich glaube das die wenigsten aus Geiz im Abfall wühlen und es deshalb traurig ist….
    Besser fände ich es wenn diese Lebensmittel an Tafeln o.ä. gespendet würden. Das macht es für die Bedürftigen evtl. schwieriger da man öffentlich sichtbar dorthin muss und nicht nachts heimlich in Tonne wühlen können. Das nächtliche ungesehene Müllwühlen hilft zumindest etwas „Anschein“ wahrend leben zu können. Stichwort Würde. Ein schwieriges Thema. Ich denke beides bedeutet sehr viel Überwindung für den einzelnen Betroffenen den jeweiligen Schritt zu gehen und sich die eigene „Ohnmacht“ einzugestehen….

    Mein Eindruck(!) ist aber auch das man auf Grund gesetzlicher Vorschriften vieles, was man noch verwerten könnte, wegschmeissen muss(!) als Betrieb und somit einer eventuellen „Nutzung“ durch Bedürftigen entziehen muss.

    Edit: @Matthias Schneider:
    Guter Kommentar. Passend zu meinem (Zufall). Den kann ich so nur mit unterschreiben.

  43. Alex

    „Das sind für mich leider nur unreflektiert wiedergekäute, sich dauernd wiederholende Klischees. Einfach mal das Leben einer allein erziehenden Frau mit 3 kleinen Kindern führen, die sich durchschlagen muss, weil sich der Mann vorm Unterhalt drückt.
    Diese Vorstellung, dass alle nur kettenrauchende, saufende, Handysüchtige Dumpfbacken sind ist einfach zu billig.“

    Einfach mal das eigene Hirn benutzen und nicht alles glauben was die Verblödungsmedien ständig erzählen täte auch dir gut. Deine Pauschalisierung ist „einfach zu billig“ und tritt wirklich nur ganz selten auf. Die Tendenz ist eher, sich viele Kinder zuzulegen und den Vater derselben zu verschweigen, nur um vom Staat mehr Geld zu bekommen. Natürlich nicht immer. Aber diese Fälle gibt es ganz sicher öfter als dein konstruiertes Beispiel.

     

    Zum Thema Containern:

    Wenn man in den Geschäften nett fragt und sagt man bräuchte was für seine Tiere, geben die Verkäufer abgelaufene Ware die für Menschen durchaus noch unbedenklich genießbar ist auch kostenlos ab. Wenn natürlich jemand des nachts die Mülltonnen durchwühlt bzw auskippt, Verpackungen, Dreck und vergammeltes in den Hof wirft, das sehen die Verkäufer natürlich nicht gern weil sie den Dreck wieder weg machen müssen. Da ist es dann verständlich, dass die Mülltonnen eingeschlossen werden.

     

  44. Stefan Meisel

    Jetzt werden sogar schon Bücher geschrieben, die die absurd hohen und versteckten Kosten der Riester-Verträge aufdecken: „Die Riester-Leaks: Im zertifizierten Blindflug ins Altersvorsorge-Absurdistan!! Wie ihr trotzdem stabil für eure Rente vorsorgt „.

  45. Adiceltic

    Ich denke, jeder soll machen, was er will. Wenn Herr Radcliffe sein Geld sparen will, ist das völlig okay. Ich würde allerdings schon einen Teil des Geldes ausgeben und auch etwas spenden, wenn ich so ein hohes Einkommen hätte. Trotzdem bin ich der Meinung, dass das jeder selbst entscheiden soll.

  46. Dividende ist der neue Zins

    Es gibt noch einen Spartipp. Zum Islam konvertieren. Denn die Mehrehe von Muslimen ist im politisch korrekten Deutschland nicht verboten. So kassiert man für sich und Ehefrau 1-4 noch Hartz IV dazu. Im Idealfall wohnen die noch woanders, dann gibts gleich noch das volle Unterstützungsprogramm oben drauf.

    Alles Schwachsinn, der Tabu ist? Dann bitte mal selber recherchieren.

    Also Augen auf bei der Religionswahl. Dann klappt es auch mit der finanziellen Freiheit.

    Disclaimer: Das ist ausdrücklich kein islamkritischer Beitrag oder Beitrag, der sich gegen irgendeine andere Religion richtet. Ob die deutsche Gesetzgebung hier so sinnvoll ist, kann jeder für sich selbst beurteilen.

  47. Carlos

    Das „Neuwagen-Bashing“ ist ja weit verbreitet und in diesen Kreisen auch wohlfeil, aber ich bitte da doch um eine etwas differenziertere Betrachtung.

    Ich bekenne: Ja, ich kaufe Neuwagen! Jetzt ist es raus!

    Warum mache ich das, wo es doch „wirtschaftlicher Selbstmord“ ist?

    Ich kaufe zu guten Konditionen (das letzte mal mit 27% Rabatt, das Mal davor mit 18% und Abwrackprämie, was nochmal ca. 10% entsprach).

    Es heißt ja immer, das man im ersten Jahr (oder wahlweise auch schon „wenn man vom Hof fährt“) 20%-30% Wertverlust hat. Bezogen worauf? Auf den Listenpreis? Dann fahre ich im ersten Jahr quasi ohne Wertverlust Auto. Könnte sich lohnen.

    Ich fahre die Autos lange. So lange wie geht. Aktuell plane ich 10 Jahre. Also habe ich 10 Jahre genau das Auto, dass ich möchte und brauche in der richtigen Ausstattung. Ich fahre gerne Automatik. Ist in Deutschland gebraucht schwer zu kriegen.

    Untersuchungen zeigen, dass bei den Gebrauchtwagenhändlern zwischen 50% und 80% der Autos manipulierte Kilometerstände haben. Von meinem Auto kenne ich die Historie genau. Den Umgang mit dem Auto, die Wartungsintervalle, alles. Keine Überraschungen, weniger Risiko.

    Ich kaufe die Autos nicht zum Protzen. Mein aktuelles Auto hat nicht mal Metallic sondern eine der zwei langweiligen aber kostenneutralen Uni-Farben. Nach 3 Jahren mit Kinden im Alltagseinsatz sieht der Lack ehe aus wie Sau.

    Und natürlich wäre ein 10 Jahre alter Dacia billiger und gar kein Auto noch viel billiger. Aber für uns ist das Auto ganz zentral für das, was auch immer propagiert wird: Es zählen Menschen und Erlebnisse, nicht Güter.

    Und unsere Freunde und Familien sind über Deutschland und zum Teil über Europa verteilt, Urlaub machen wir regelmäßig mit dem Auto. Es ist ein Gebrauchsgegenstand.

    Schönen Gruß

    Carlos

  48. Markus

    Auch wenn es sich manche hier nicht vorstellen können gibt es durchaus einige Menschen mit schweren Schicksalsschlägen oder auch einige, die unschuldig in eine bescheidene Lebenssituation (Krebs, Schlaganfall, Pflegefall der nächsten Angehörigen) gekommen sind.

    Das Weltbild, dass jeder finanziell frei werden kann…

    Jeder bei entsprechendem Alter, entsprechender Gesundheit, entsprechender Sparquote, entsprechender Einkommenssituation, entsprechendem familiären Umfeld, entsprechender Geduld, Leistungswillen und diesem Lebensziel kann es schaffen.

    Tatsächlich schaffen z. B. die imaginäre Million laut John Doe`s Blog 0,01 % der Menschheit. Je nach Statistik wird die Zahl ein wenig variieren.

    Die Worthülsen „Jeder“ bedeutet keinesfalls die Implementierung „Viele oder Großteile“… auch wenn sich hier ein Grüppchen Gleichgesinnter tummelt…

    Wobei, wenn man die Zivilisationskrankheiten anschaut, dann ist oft ein Faktor der Lebensstil unserer Gesellschaft mitverantwortlich. Zum Teil erfordert es viel Willenskraft, Zucker & Zuckergetränke, Fleisch, Weißmehlprodukte, zu viel Salz, Omega 6 Fettsäuren größtenteils einzuschränken und sich mehr zu bewegen als in den Bürojobs.

    Stress zu reduzieren ist indes auch für manche schwierig in einer Gesellschaft, in der nur schneller & besser zählt.

    Schlechte Gewohnheiten in gute Gewohnheiten umzuwandeln erfordert Willenskraft.

    Manche Menschen haben mehr Willenskraft, andere weniger, auch sind die Lebensziele der Menschen individuell.

  49. Anna

    @ Alex

    Wohl noch nie arbeitslos gewesen? Du bist sicher unter 35, Studium, sicherer Arbeitsplatz, alleinstehend, vielleicht noch politische Ambitationen? Glaubst Du, einer mit Ende 50 bekommt noch einen guten Arbeitsplatz? Ich war damals froh, nochmal eine Teilzeitarbeit mit netto 600 Euro zu bekommen, in der Arbeitslosigkeit wurden daraus 300Euro. Dann „musst“ Du frühestmöglich in die Rente, auch wenn Du 18 % Abzüge hast bis zum Lebensende. Im Endeffekt ist man froh darüber, weil der „“Scheiß“ dann ein Ende hat. Das ist aber nun schon Jahre her.

    Das Beispiel von Matthias ist wohl nicht konstruiert. Ich glaube, er kennt diese Frau.

    Viele, die sich jeden Monat durchwursteln müssen, die stehen nicht am Büdchen oder Kiosk oder im Park beim einarmigen Halb-Liter-Klasse-Stemmen. Die siehst man einfach nicht.

  50. Alex

    @Carlos

    Ja, die teilweise extrem hohen Neuwagenrabatte machen pauschale Wertverlust-Aussagen schwierig

  51. PIBE350

    An Markus: Ich denke, dass niemand das Weltbild hat, dass jeder finanziell frei werden kann. Sehen wir mal von den gesundheitlichen, familiären und finanziellen Kompenenten ab.

    Man muss komplett gegen unseren Gesellschaftsstrom anschwimmen können. Wir leben in einer Konsum-, Lebensstil- und Statusgesellschaft, der es zu widerstehen gilt. Man grenzt sich automatisch aus. In einer Gesellschaft voller Werbung und Glitzer, die einem jeden Tag eintrichtern und vor Augen führen möchte, dass man ohne Produkt X oder Dienstleistung Y scheiße und unvollkommen ist und es perfektere Menschen als einen selbst gibt.

    Aber gehen wir mal davon aus, dass man es geschafft hat. Dann wird man von anderen ausgegrenzt. Sobald man auf Fragen nach seinem Beruf (eine der ersten Fragen bei jedem Anfangsgespräch) Privatier, Rentier, Privatmann, Ruheständler oder was auch immer antwortet, kommt unsere Leistungs- und Arbeitsgesellschaft zum Tragen: Neid, Missgunst und Ablehnung sind vorprogrammiert.

    Deshalb bin ich der Meinung: Um finanziell frei zu werden, ist die soziale und gesellschaftliche Kompenente die schwierigste. Man braucht einen starken Willen und ein dickes Fell. Es muss einem komplett egal sein, was andere über einen denken (könnten). Allein schon aus diesen Drücken und Zwängen heraus werden es die wenigsten Menschen schaffen. 🙂

  52. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ PIBE350

    So ist es. Du hast das gut zusammengefasst.

    Ich finde, die konsumorientierte Masse verhält sich dumm. Es ist nicht sehr intelligent, ständig neues Zeug zu kaufen. Da ist der Kleiderschrank schon randvoll, trotzdem kaufen die Leute weiterhin Klamotten. Sie stopfen die alten, die kaum getragen worden sind, in Säcke und werfen sie weg. Es ist ein endloses Kaufen und Wegwerfen. Nie sind sie zufrieden. Immer mehr kaufen. Immer neu. Immer schöner. Schneller. Besser.

    Sie nehmen Schulden auf. Rennen ständig in die Geschäfte. Haben nie Ruhe. Die Freizeit besteht nur aus Konsumieren.

  53. Markus

    @Pibe

    Na ja, die Greenhorn`s  an der Börse stellen es sich manchmal schon so einfach vor.

    Die nächste Apple, Google, Church Dwight etc. einfach so zu erwischen, ist eher selten, da vergangene überdurchschnittliche Aktien nicht zwangsläufig die zukünftigen überdurchschnittlichen sein werden.

    Auch dass manche Aristokraten inzwischen ambitioniert bewertet sind und eine historisch überdurchschnittliche Ausschüttungsquote haben, lässt Zweifel an der zukünftigen Steigerungsrate von Dividenden.

    In den 20ern haben viele doch noch einen Mangel an Lebenserfahrung und dass das Leben nicht nur immer eine Einbahnstraße nach oben sein kann, merken viele erst in den späteren Lebensdekaden…

     

  54. Oliver

    Insgesamt sehe ich es doch mit Freude, das es hier nicht so viele gibt, die Angst vor dem großen Crash haben oder Marketiming betreiben. Ich habe letzte Woche für meine Verhältnisse ziemlich viel neu investiert und sehe die gegenwärtige Situation an der Börse ganz gelassen.

    Heute habe ich mir dank des Umtausches von 20 Procter & Gamble Aktien in Coty-Aktien mal die Webseite angeschaut. Ich bin jetzt stolzer Aktionär von 78 Coty-Aktien und die sind gerade wegen der Sondersituation sehr volatil. Letztendlich bietet Coty mit den ganzen Duftwässerchen Konsum pur an und wenn man sich durch die ganzen Marken klickt, ist es schon ganz nett, für was man alles Geld ausgeben kann. Ein aus meiner Vergangenheit alter Bekannter mit der Wella ist auch dabei. Die habe ich früher immer äußerst gern besucht. So viele schöne Menschen auf einen Haufen habe ich selten gesehen.

    Zu den armen Menschen: Es gibt wahrlich genug, die nicht in der Lage sind, selber etwas wegzulegen. Ich kenne das aus meiner Kindheit aus erster Hand und da gibt es so viele Menschen, die das rein mental gar nicht können. Das ist genauso wie der Satz: Jeder kann arbeiten. Ich habe früher eine Menge Einstellungsgespräche geführt und da waren Kandidaten dabei, die fast chancenlos auf dem Arbeitsmarkt aus den unterschiedlichsten Gründen sind. Das ist ähnlich wie mit den privaten Insolvenzen: Da gibts vielleicht 10 – 20%, die aufgrund des zu vielen Konsums pleite gehen. Die müssen einem auch nicht leid tun. Aber viel mehr haben kein Geld wegen Arbeitslosigkeit, Scheidung, Krankheit (dazu zähle ich auch Alkohol und psychische Leiden) oder Insolvenz des Unternehmens (eigenes oder Arbeitgeber) mit zu vielen Verpflichtungen hinten dran. AE-Mütter sind eine besonders benachteiligte Gruppe, da die nicht viel arbeiten können bei kleinen Kindern und das Kindergeld noch zusätzlich als Aufstocker/H4-Empfänger angerechnet wird. Gleiches für die Leute Ü50, die keinen vernünftigen Arbeitsplatz finden. Dazu gibt es sehr viele Leute, die intellektuell gar nicht in der Lage sind, vernünftige Finanzentscheidungen zu treffen.

    Natürlich kann jemand auch mit einem geringen Einkommen etwas beiseite legen. Aber viele sind ihre Armut so gewöhnt, dass sie das gar nicht als Option sehen. Dazu kommt, wenn sie in H4 geraten, dass ihnen das gesparte Geld bis auf einen Mindestbehalt auch nichts mehr nutzt. Viele sind da einfach hoffnungslos. Auf diese Menschen herumzutreten finde ich nicht schön.

    Andersherum sollte man sich freuen, wenn man in der privilegierten Lage ist, monatlich ordentlich etwas zu sparen und so nach und nach sich von der Mittellosigkeit befreien kann.  Das ist wirklicher Luxus genauso wie die Luxuswässerchen von Coty oder eben der Porsche , der dritte Urlaub oder die viel zu große Hütte. Wenn man die Möglichkeiten hat, sollte man sie nutzen, so gut es einem persönlich möglich ist. Schön wäre es aber auch, seine Umgebung nicht ganz aus den Augen zu lassen und die Welt gerade durch die eigene finanzielle Stärke etwas schöner zu machen.

  55. PIBE350

    An Markus: Das kann sein. Ich versuche, möglichst rational vorzugehen, anstatt meiner Gier nach schnellem Reichtum nachzugeben. Ein langsamer, aber stetiger Vermögensaufbau ist mir wichtiger.

    Ja, das Leben ist kein Fahrstuhl, der immer nur nach oben fährt. Dessen bin ich mir bewusst. Ich versuche, mich bestmöglich auf die Zukunft vorzubereiten. Alles Andere liegt außerhalb meines Einflusssbereichs.

    Was mir gerade noch einfällt: Man muss nicht mal Privatier sein, um stark anzuecken. Meine Schwester ist Hausfrau und Mutter, ihr Ehemann verdient ausreichend. Sie hat mir erzählt, dass andere Mütter die arbeiten gehen oder müssen, negativ darauf reagieren. Zwar versteckt, aber dennoch offensichtlich. 😉

  56. Markus

    @Pibe

    Dachte Du bist schon FU? 😉

    Wäre neugierig wie Deine Situation, Geschichte war.

    Wobei zu viel öffentlich ist auch wieder eine Ermessenssache…

  57. PIBE350

    An Oliver: Ich bin niemand, der blind durch die Straßen geht, sage aber deutlich: Die Menschen, die nur die Früchte unserer Arbeit sehen, aber nicht den harten und verzichtsreichen Weg dorthin, haben kein Recht uns zu kritisieren. Diese Sichtweise ist mir privat schon öfter begegnet. Nur ein Beispiel: ,,Wie kannst du dir die ständigen Reisen leisten?“

    Lässt man dann die eigene Hose herunter und vergleicht die unterschiedlichen Lebens- und Konsumstile sowie monatlichen Gesamtausgaben miteinander, reagiert diese Person auch noch ungehalten und patzig. Das ist mir schon mehrmals passiert.

    Oder erkläre in folgender Situation ,,Du hast es viel besser und mit deinem Einkommen könnte ich auch etwas sparen.“ mal einem Hartz-4-Empfänger-Kumpel, dass er monatlich mehr vom Staat erhält, als ich selbst an Ausgaben habe. Dass er mehr Wohnraum zur Verfügung hat, keinen Rundfunkbeitrag zahlen muss usw. Viel Spaß, denn ich stieß auf null Selbsteinsicht. Mittlerweile lasse ich diese Leute nur noch reden. 😀

    An Markus: Ja, wobei Dividendeneinnahmen noch den kleinsten Anteil ausmachen. Ich bin erst letztes Jahr im März/April eingestiegen. Ich setze auf stinklangweilige Indexfonds.

  58. Alex

    „@ Alex

    Wohl noch nie arbeitslos gewesen? Du bist sicher unter 35, Studium, sicherer Arbeitsplatz, alleinstehend, vielleicht noch politische Ambitationen? Glaubst Du, einer mit Ende 50 bekommt noch einen guten Arbeitsplatz?“

     

    Ich muss dich leider enttäuschen. Ich bin 45 Jahre alt, habe erfolgreich Elektrotechnik studiert. Jedoch erst mal nach Studienabschluss keinen Job bekommen. Trotz bundesweiter Bewerbungen. Ohne Vitamin B läuft halt nichts. Nach ein paar Jahren ohne Unterstützung vom Amt habe ich als ich schon über 30 war irgend einen Job für 6€/h angenommen. Jetzt bin ich bei 10€/h und kann mehr zurücklegen als oben genannt wurde was gewisse Leute angeblich nicht können. Staatliche Rente kann ich später nicht wirklich erwarten. Ich garantiere dir, meine monatlichen Ausgaben für Konsum sind wesentlich niedriger als die eines Hartz IV Leistungsbeanspruchers. Ich bin das auch so von meiner Kindheit gewohnt. Meine Eltern hatten nie viel Geld, haben mir aber ein Studium ermöglicht. Ich bin in einfachen Verhältnissen aufgewachsen wo noch selbst gekocht wurde und es nicht jedes Jahr neue Klamotten, Kino- und Restaurantbesuche und teure Urlaube gab. Die heutige Leistungsbeansprucher würden das als nicht würdig ansehen. Meine Eltern und ich haben das aber nie so empfunden.

    Und ja es gibt Schicksalsschläge und Unglücke. Aber wenn ich immer die Schauermärchen von der alleinerziehenden Mutter höre, die zur Allgemeingültigkeit erklärt werden, werde ich schon mal agressiv. Diese Fälle mag es durchaus mal geben. Der Normalfall sieht aber so aus, dass unsere Sozialsysteme schamlos auf kosten der arbeitenden Bevölkerung ausgenutzt werden. Nur kann man eben die Schauermärchen gut nutzen um auf die Tränendrüsen zu drücken um die Zeitung besser zu verkaufen.

  59. ZaVodou

    @K aus B

    „Wenn man von seinen Dividenden leben möchte, lohnt es sich im Zweifelsfall nicht eine GmbH zugrunden, zumal verschiedene Pflichten durch die GmbH entstehen. …“

    War ich auch der Meinung, aber ich bin immer offen für Neues,  zumal es einen Blogger gibt, der das tatsächlich so macht.

  60. JosefJosef

    Ich bin dankbar dafür dass ich jeden Monat was zur Seite legen kann.
    Wenn ich soviel Geld hätte wie der Junge Potter Star würde ich viel Spenden.
    Kenne viele in meinem Umfeld die leider nichts sparen können.
    Klar viele durch Konsum Kredit, selbst Tim machte den Fehler kam aber zum Glück da raus, was andere nicht mehr können. Kenne persönlich eine Person die geschieden ist, Alleinerziehend schwer krank und kann nicht Arbeiten und hat 3 Kinder. Ich habe Ihnen schon diverse Sachen gekauft z.b. ein Bett da das alte auseinander gefallen ist. Auch schon die alte Wachmaschine habe ich ersetzen lassen.  Vielleicht wäre ich ohne Sie Finanziell Frei wer weiss aber ich helfe lieber dieser Person.
    Wer viel hat soll auch viel Spenden vor allem wenn diese das viele Geld nicht brauchen und vom Zinseszins nur weiter wächst.

  61. Fit und Gesund

    @Josef,

    ich weiss nicht was Dich mit der Dame verbindet und das geht mich nix an, Fakt ist, in der CH muss keine Alleinerziehende hungern, die bekommt genug Geld vom Staat, zahlt ihre Miete nicht selber, keine Krankenkasse für sich und die Kinder, und Steuern natürlich auch nicht, hört mir auf mit den Alleinerziehenden, ich sehe es wie Alex, es wird beschissen landauf und landab, auch ich kenne Beispiele.

    Ich sehe täglich verschuldetes und unverschuldetes Elend, bei Unverschuldetem hab ich Mitgefühl, aber die Restlichen sollen zum Teufel  gehen mitsamt der ganzen boomenden Sozialindustrie, ich muss auch arbeiten und mir schenkt Niemand was, im Gegenteil, ich finanziere das noch mit meinen Steuergeldern. So, ich darf nicht in Rage geraten, das ist ein Reizthema für mich.
    Und spenden soll die Kirche, die haben genug Geld.
     

  62. Stefan Ledabyl

    Die Welt ist näher zusammengerückt. Früher hatte man mal aus dem Nachbardorf von einem Sozialfall gehört, oder in der Nachbarsfamilie gabs einen Säufer, der nix auf die Reihe brachte.

    Heute wird man mit dem globalen und sozialen Leid anderer, aus der Region, der Nation und der Welt konfrontiert.

    Es ist schon richtig @fit und gesund, man kann nicht jedem helfen. Muss man auch gar nicht, jeder kann vor seiner Haustür gutes tun. So denk ich zumindest, aber für mich ist das auch kein Reizthema..:-)

  63. PIBE350

    Von heuts: http://m.spiegel.de/wirtschaft/soziales/a-1115983.html

    ,,Als arm gilt in dieser Studie, wer weniger als 60 Prozent des Medians in Höhe von knapp 19.600 Euro pro Jahr verdient. Der Median ist der mittlere Wert einer Zahlenreihe. Das entspricht derzeit weniger als 11.700 Euro. Wer mehr als das Doppelte des Medians verdient, gilt als reich.“

    Mist, ich gehöre mit 24.000€ nicht zu den Reichen. Darf ich trotzdem mit meinem Leben zufrieden sein, oder muss ich jetzt aus Frust mehr konsumieren und nach Umverteilung schreien? 🙂

  64. Snufkin

    Hallo zusammen,

    über die von PIBE genannten Studien kann man nur müde lächeln. Wer legt fest wie „Armut“ definiert wird?

    Wer als Soldat, Bundespolizist oder Mitarbeiter einer wohltätigen Organisation mal in Afghanistan oder anderswo auf der Welt war hat gesehen was wirkliche Armut ist. In Deutschland ist definitiv NIEMAND arm. Für Nahrung und Obdach ist gesorgt, sofern gewünscht.

    Ist aber alles eine Sache der Perspektive.

  65. Anna

    @ Alex

    Siehste, so kann man sich täuschen, aber ich weiß auch von Kindheit an, was wenig Geld ist und man rechnen muss und wie selber kochen und backen geht.

    @ fit und gesund

    Die Bescheißerei geht durch die ganze Gesellschaft, oben angefangen. Dein letzter Satz gefällt mir besonders gut.

    @ PIBE350

    Mach nur Deinen Stiefel weiter und denke dran: Der Dorfteich war einen Meter tief und trotzdem ist die Kuh ersoffen.

  66. Fit und Gesund

    *lach* Anna, ja, Bescheissen ist ja auch eine Art Volkssport, damit wird geprahlt wie clever man doch ist….also das finde ich dann nicht in Ordnung.

    Einer in meiner Verwandtschaft ist vor vielen Jahren sturzbesoffen in einer Pfütze zu Tode gekommen, ausgerutscht, hingefallen, mit dem Gesicht in einer Pfütze gelandet und so hat man ihn am nächsten Tag vorgefunden, mausetot.

    Armut defininiert sich nicht über Medianeinkommen, PIBE350 ist mit seinen 24000 Euro vermutlich reicher (gefühlt) als Mancher mit dem Zehnfachen, Alles Ansichtssache. Jetzt geh ich mal lieber arbeiten 🙂

     

  67. PIBE350

    Mir geht nur die (mediale) Dauerschlechtrederei und Neidschürerei auf den Sack. Ständig wird uns eingeredet, dass es und schlecht geht/schlechtzugehen hat. Als würden wir in einem Dritte-Welt-Land leben. So stärkt man nur die linken (Die Linke) und rechten (AfD) Ränder. Egal auf welcher Nachrichtenseite ich mir die Kommentare durchlese: Man bekommt den Eindruck, dass unser Land nur noch aus Leiharbeitern, Langzeitarbeitslosen und Armutsrentnern besteht. In wie vielen Ländern mit einer vergleichbaren Einwohnerzahl geht es der Masse denn besser? Kann man nicht einmal zufrieden sein mit dem, was man hat? Die Geburtslandlotterie hat es wirklich gut mit uns gemeint. 🙂

  68. Couponschneider

    @PIBE350

    Das Doppelte des Medians liegt bei 39200 €. Das ist aber immer noch nicht viel. „Reich“ ist was anderes. Problem hierbei ist die kalte Progression. Die Steuerschrauben sind schon sehr festgezurrt bei niedrigen und mittleren Gehältern.

    Mir geht der Dauerpessimismus auch auf Senkel. Ich habe es in meinem Elternhaus erlebt. Da hieß es, die deutsche Einheit wäre der „dritte Weltkrieg“, die EU gar der „vierte Weltkrieg“ und der Euro der „fünfte Weltkrieg“. Alles würde schlimmer. Für meinen Vater war „Optimist“ ein Schimpfwort.

    Die Kommentare unter SPON-Artikeln lese ich auch immer, obwohl sie mich ärgern. So viel versammelte Blödheit. Ich erzähle von meinem Portfolio, der Rendite und dann kommt irgendein Neunmalkluger und erzählt etwas von der Telekomaktie. Da ist doch intellektuell Hopfen und Malz verloren. Dann gibt es noch das andere Extrem: Daytrader und ihre Jünger. Es gibt immer noch zu viele Leute, die meinen, mit Daytrading könne man schnell reich werden, denn Koko Petkov habe es doch auch geschafft. Ich sehe nur, dass Petkov eine große Wohnung hat, zwei teure Autos fährt und eine Uhr für mehrere tausend Euro am Handgelenk trägt. Er hat eine große Fassade aufgebaut, wie er das finanziert, ist sein Geheimnis, wenn er das überhaupt finanziert. Es gibt Möglichkeiten, einen fremde Wohnung als eigene auszugeben. Petkovs Wohnungen sehen so aus, als würde dort kein Mensch hausen. Eine sehr erhellende und lustige Diskussion gibt es hier:

    http://www.wallstreet-online.de/diskussion/1212132-1-10/erfahrungen-koko-petkov

    Petkov selber hat sich da auch eingeschaltet und auch noch einen zweiten Diskussionsstrang eröffnet:

    http://www.wallstreet-online.de/diskussion/1237956-1-10/koko-petkov-ehrliche-erfahrungen

    Nur entwickelt sich diese Diskussion nicht im Sinne Petkovs.

    Das mit den SPON-Kommentaren ist ja mittlerweile zu Ende. Diese haben die Kommentarfunktionen dermaßen kastriert, dass man gar nicht mehr richtig diskutieren kann. Man sieht nur noch wenige Kommentare pro Seite, was die Klickzahlen von SPON erhöht. Man kann nicht mehr eine Seite direkt anspringen, sondern muss seitenweise klicken, was bei langen Diskussionen mit 200 Beiträgen unmöglich ist. Seine eigenen Kommentare findet man nicht wieder. SPON als Diskussionsplattform ist damit tot.

  69. Markus

    @Pibe & Couponschneider

    Ja, wir haben insgesamt eine Medienlandschaft, wo schlechte Nachrichten dominieren. Ist jetzt aber kein rein deutsches Phänomen.

    Verkaufen sich besser, sind die besseren Aufreger und in der Vergangenheit war es ein Überlebensvorteil schneller Angst und Befürchtungen zu haben…

    Ich finde das Prinzip des verantwortlichen Optimismus interessant.

  70. Martin B.

    Nachdem sich oben schon ein Neuwagenkäufer geoutet hat, schließe ich mich an: Nach einem Gebrauchten habe ich mir auch bereits zwei Neuwagen gekauft.

    Warum? Man weiß zumindest was man hat.

    Das muss gar nicht die angesprochene Tachomanipulation sein die ja schlicht Betrug ist. Aber wie wurde das Auto vorher behandelt? Gerade bei gerne genommenen Jahreswagen kann man zwar reichlich sparen, aber auch langfristig? Ich hätte da meine Zweifel ob jemand der weiß, dass das Auto nach einem Jahr weg kommt damit ebenso pfleglich um geht wie ich der es möglichst lange fahren will. Warum sollte der Vorbesitzer also pfleglich mit dem Auto umgehen von dem er weiß, dass Schäden entweder noch in die Garantie oder auf den Nachbesitzer gehen? Da kann man es auch ruhig krachen lassen und das Gaspedal auch bei kaltem Motor auf den Boden treten – ob der Motor dadurch ein paar Jahre eher verreckt ist dann ja jemand anderes Problem…

    Es gibt also durchaus auch Gründe sich einen Neuwagen zu gönnen. Muss man sich einfach überlegen ob es einem das wert ist.

  71. PIBE350

    An Couponschneider: Ich kenne diesen Herrn kaum. Ich weiß nicht, wie er sein Geld verdient. Ich weiß nur, dass ich weder mit Daytrading anfangen noch Seminare oder persönlichen Unterricht buchen werde. Dafür ist mir mein erspartes Geld zu schade.

    Letztendlich musss jeder selbst wissen, wofür er sein Geld ausgibt. Ich kann mir gut vorstellen, dass bei dem einen oder anderen seine Youtube-Videos mit Luxussymbolen gut ankommen oder sogar die Gier nach schnellem Geld aktivieren.

    Mich sprechen eher bodenständige Leute und rationale Langfristanleger wie Albert Warnecke (Finanzwesir) und Tim Schäfer an. Ich bin für einen langsameren, aber stetigen Vermögensaufbau und sehe Geld in erster Linie als persönliche Freiheit, nicht als Tauschmittel für Luxusgegenstände an.

    Ich sehe gerade deinen aktuellen Depotstand. Hut ab, bald hast du eine 2 davor! 🙂

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