Gesunde Ernährung, gesunde Finanzen


New York, 3. März 2016
cxy

Bohnen. Lecker. Gesund. Günstig.

Ich erhielt heute freundlicherweise eine Spartip-Liste von einem Blog-Leser. Ein Tip, der einem nicht sofort einfällt, ist eine gesunde Ernährung. Wer gesund lebt, ist seltener krank. Das spart Geld. Das gilt für die gesamte Familie. Wer zuhause kocht, spart nebenbei. Fertigmahlzeiten oder gefrorenes Essen ist in der Regel ziemlich teuer.

Kochen Sie besser Gemüse, braunen Reis, Bohnen, Kartoffeln, Eier. Machen Sie sich zum Frühstück Müsli, Haferflocken… – alles frisch. Das ist tausend mal besser, als zuckrige Frühstücksflocken oder Essen aus der Box. Selbst im Aldi oder Lidl gibt es frische Lebensmittel. Sie kosten kein Vermögen. Im Gegenteil.

xy

Avokado. Lachs. Paprika.

Mein Salat auf dem Dach.

Mein Salat auf dem Dach.

Pizza zuhause.

Unsere selbst gemachte Pizza zuhause.

Das Schnellrestaurant ist nicht die beste Lösung.

Das Schnellrestaurant ist nicht die beste Lösung.

Eine gesunde Ernährung ist wie der Umgang mit Krediten. Sie sollten auf sich aufpassen. Übernehmen Sie sowohl für Ihre Ernährung als auch Finanzen Verantwortung.

Es führt zu einem inneren Frieden.

Ich achtete in meinem Leben in einer Phase weder auf das eine noch auf das andere. Ich war ein Auto-Clown. Ich kaufte mir einen dicken, schwarzen BMW. Ich bestellte eine nagelneue feine Einbauküche. Ich kaufte eine Ledercouch maßgeschneidert im Möbelhaus – wohlgemerkt auf Pump. Und andere Dinge. Es war eine schwere Last. Im Rückblick war es idiotisch.

Hätte ich lieber für den Ruhestand vorgesorgt, als all den Luxus-Kram zu kaufen. Natürlich ist ein bodenständiges Leben manchmal nicht einfach. Es kann ab und an nerven. Aber so ist es im Leben. Nichts fliegt einem zu. Ich merkte schnell: Je mehr ich mich anstrengte, desto mehr Fortschritte machte ich.

Schulden sind wie ein Mühlstein um den Hals. Ich bin froh, wenn meine letzte Hypothek abbezahlt ist. Schulden sind wie eine Krankheit. Sie müssen gegen sie kämpfen. Manchmal werden Menschen krank, wenn sie zu viele Schulden haben. Kredite können Ihnen den Schlaf rauben. Es gibt Leute, die denken so lange nicht ans Tilgen, bis es Spitz auf Knopf steht. Kredite abzutragen, kann dann wirklich hart sein. Es ist es aber wert.

Eigentlich wuchs ich diszipliniert auf. Ich war nicht verwöhnt. Ich trug Zeitungen aus, da war ich 15 Jahre alt. Nach der Schule arbeitete ich im McDonald’s. Mit dem Fahrrad fuhr ich hin. Es war stressig.

Ich bin meinen Eltern dafür dankbar. Es war eine Lehre fürs Leben. So lernte ich, dass ich nicht alles bekomme. Nicht alle meine Wünsche erfüllten sich. Das sollten Eltern ihren Kindern beibringen. Manchmal kann es passieren, dass Ihre Kinder Sie dafür hassen werden. Jedenfalls machen sich Eltern nicht sehr beliebt, wenn sie zu Wünschen „NEIN“ sagen.

Kinder können schreien, weinen, meckern. Aber sie müssen es lernen. Nicht jeder Wunsch soll in Erfüllung gehen.

Traurig finde ich, wenn Menschen in den Ruhestand gehen möchten, es aber nicht können, weil ihnen das Geld fehlt. Schauen Sie sich die Dokumentation an: „Schuften bis zum Schluss – Arme Rentner im reichen Deutschland„.

Hätten diese Senioren nur mehr vorgesorgt. Mehr gespart. Und zwar in jungen Jahren. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass konstanter Konsum so ist, als ob Sie in einem Hamsterrad festsitzen. Sie gehen nur zur Arbeit, um noch mehr Kram zu kaufen. Weltweit gibt es immer mehr Menschen, die sich vom übertriebenen Konsum verabschieden, indem sie versuchen, so wenig wie möglich zu kaufen. In Großbritannien gibt es schöne Beispiele.

Am gefährlichsten sind Impulskäufe. Die meisten Leute sind einfach nicht zufrieden mit sich selbst. Sie wissen gar nicht, wie schön das Leben sein kann. Sie glauben, sie werden zufriedener, wenn sie shoppen gehen. Dann nimmt aber die Zufriedenheit eher weiter ab. Es kann ein Teufelskreis sein.

Massenweise Zeug zu kaufen, kann zu einer Sucht werden. Ja, wir brauchen ein paar Sachen. Etwas Essen. Etwas Zeug. Aber nicht zu viel. Wenn wir zu viel essen, werden wir krank. Wenn wir zu viele Dinge kaufen, werden wir arm und belasten nebenbei noch die Umwelt.

Früher war Shoppen ein Hobby von mir. Ich habe es an den Nagel gehängt. Der Einkaufsbummel ist kein Hobby mehr für mich. Mich nervt es mittlerweile regelrecht.

Bemerkenswert finde ich, dass der ehemalige Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg,  trotz seines Milliardenvermögens nur zwei paar Lederschuhe besitzt. Er ist in gewisser Hinsicht ein Minimalist.


tim schaefer (Author)

drucken


Gedanken zu „Gesunde Ernährung, gesunde Finanzen

  1. Couponschneider

    Ich kann nur bestätigen: Ausgewogene Ernährung in Kombination mit Bewegung hält gesund. Ich aber nicht, woran es bei mir liegt. Schon als Kind war ich selten krank. Ich habe bis zum Abitur nur zwei Schultage wegen Krankheit verpasst. Als Wehrpflichtiger keinen Tag, als Student auch keinen Tag wegen Krankheit. Nun bin ich fast acht Jahre im Beruf. Fehltage wegen Krankheit: einer. Und da war nicht mal wirklich krank, sondern hatte nur einen eingeklemmten Nerv. Selbst Erkältungen erwischen mich selten stark. Ich mache mehrfach die Woche Sport,fahre mit dem Fahrrad zur Arbeit und erledige möglichst viel mit dem Rad.

    Wichtig finde ich auch, dass man eine Sportart betreibt, die den ganzen Körper fordert: Kraft, Athletik, Ausdauer, Koordination und Technik. Einfach nur einseitig Gewichte stemmen, kann auf Dauer nicht gut gehen.

    Mein Essen würde ich als schlicht bezeichnen. Fastfood ist aber auch dabei, teilweise selbstgemachtes Fastfood. Beim Pizzabacken bin ich mittlerweile so routiniert, dass es kaum mehr Aufwand darstellt als eine Fertigpizza in den Ofen zu schieben. Die Kosten pro selbstgemachter Pizza schätze ich auf weniger als einen Euro. Gewisse Tricks gibt es aus,  z. B. Knethaken sofort unter kaltem Wasser abspülen. Dann spart man sich später mühsame Spülarbeit.

    Was haben Sie da für Käse auf der Pizza? Mascarpone? Werde ich auch mal probieren müssen in meiner Spandauer Bude.

    Und dann habe ich noch einen Spartipp: Wer in einem Sportverein ist und mehrfach abends Sport treibt, kann die Duschen dort benutzen. Dann spart man zu Hause Wasser und das Aufwärmen des Wassers. Ein Vereinskollege von mir hat bei sich festgestellt, dass er kaum noch daheim duscht.

  2. chaostrader

    Gesunde Ernährung… ein Thema, bei dem ich mich stundenlang grundlos (?) aufregen könnte. Was gesund ist ändert sich alle paar Jahre. Ich vertraue schon lange nicht mehr auf das, was z.B. die deutsche Gesellschaft für Ernährung und das amerikanische Äquivalent (Name gerade entfallen) empfehlen. Was die empfehlen kann einfach nicht gut sein.

    Ich versuche mich ganz einfach an folgendes zu halten:

    Wie lange gibt es Menschen und seine direkten Vorläufer? Eine Million Jahre oder so. Oder zwei. Oder 5? Egal. Wie lange gibt es Ackerbau? Weniger als 5-10000 Jahre.

    An welche Ernährung hat sich der Mensch wohl am Besten angepasst? An die, für die er ein paar Million Jahre Zeit hatte, mit der er sich entwickelt hat, oder die Kohlehydrat/Getreidemast, die es erst seit ein paar hundert Generationen gibt?

    Vor einigen Jahren hab ich dann mal meine Ernährung auf Low Carb/Paleo-mäßig umgestellt und in 3 Monaten gleich mal 15kg abgenommen. Viel Gemüse, viel Eiweiß, Unmengen an gesättigten, gesunden Fetten, und die Kilos purzelten sofort. Leider ist es schwer, im Alltag den Versuchungen zu widerstehen, und wenn man abends kaputt nach Hause kommt wirds dann doch manchmal eine Billig-Tiefkühlpizza mit extra viel Käse und anderen zusätzlichen Belag. Trotzdem hab ich Zucker praktisch aus der Küche verbannt, das letzte Kilo steht seit Jahren im Schrank rum und wird nicht alle und ist nur noch für den Besucherkaffee da. Brot, Nudeln, Kartoffeln und andere Kohlehydratbomben gibts nur selten. Ist schon seltsam, dass es einen Zusammenhang zu geben scheint zwischen den Empfehlungen der „Experten“, weniger Fett zu konsumieren und sich mit Kohlehydraten vollzustopfen, und der Zunahme der Fettleibigkeit seit den 70ern.

    Fleisch, Fisch, Eier, Gemüse, Nüsse, Salat, und viel Fett, bevorzugt gesättigt wie Butter, Olivenöl, Kokosfett. Klingt doof, ist es aber ganz und gar nicht.

    http://www.nytimes.com/2002/07/07/magazine/what-if-it-s-all-been-a-big-fat-lie.html?pagewanted=all

  3. Mario

    @chaostrader

    Ich empfehle einmal die neue „Geo“ zu lesen. Der Leitartikel über das Fasten ist super. In meinem Bekannten- und Kollegenkreis haben wir darüber diskutiert. Allerdings muss man offen für solche Erkenntnisse sein. Selbst die Medizin ist nicht mehr von diesem Weg abgeneigt. Hier lassen sich in der Bekämpfung von Krebs neue Ansätze finden. Immerhin musste der Mensch Zeiten ohne Nahrung überstehen.

    Womit wir bei unserem Thema hier sind. Wie überall, auch in der Altersvorsorge sind es die alten Tugenden die Menschen erst zufrieden machen können. Die Gier ausgeschlossen.

    Ein schönes WE!

  4. B.

    @Chaostrader

    Getreide würde ich nicht verteufeln, solange man den Industrieweizen ausklammert und es nicht an erster Stelle stellt.

    Die Low-Carb & Paleo Mode fußen auch nicht auf idealer Forschung, da unsere Vorfahren immer wieder mal fasten mussten und nur dass gegessen haben, was in der jeweiligen Region die Natur zu bieten hatte. Wobei es durchaus sinnvoll ist, weniger Zucker und Weißmehlprodukte zu konsumieren.

    Fleisch und Eiweiß an vorderster Front ist auch dauerhaft nicht ideal, da es Marker für Krebs erhöht. Ist gerade in, wie früher die Carb`s. Artgerechte Haltung bei Tieren ist auch so ein Punkt.

    Was fast nie bedacht wird, ist die Menge und die Häufigkeit der Mahlzeiten.

    Ist fast genauso wichtig, sich nicht vollzufressen und 7 x am Tag den Blutzucker hochzujagen. Außer man möchte das Risiko Diabetes erhöhen.

    Wenn man sich an den Gewohnheiten & den Gesundheitszustand der paar „Langlebigeitsvölker / Regionen“ ansieht, hat man schon ein gute Orientierung.

     

     

  5. Vali

    Ich bin untergewichtig bis schlank. Schon immer.

    Aus dem einfachen Grund – Essen interessiert mich nicht. Ich gebe zu, ich bin ein Workaholic und nur dort finde ich Glück. Und bei meinen Lieben. Alles andere entfacht bei mir sonst keine Bedürfnisse, die ich erfüllen müsste.

    Ich habe meine Kinder lange gestillt. Sie haben nie Babynahrung oder Gläschen bekommen, sondern von Anfang an gelernt ins rohe Gemüse zu beißen. Wir essen viel Rohes (täglich 2-3 Gurken, Tomaten, Radieschen, Paprika, Pilze und viel Obst). Pasta, Pizza und Fleisch mit Kartoffeln machen wir aber auch –  also alles essen, aber davon wenig.

    Ich war nie konsumorientiert, eben weil ich meine Passion immer ausgelebt habe und meine Zeit und mein Glück dort waren. Essen, Shoppen, Reisen waren für mich einfach Zeitverschwendung und der Grund, warum ich in dieser Zeit nicht das machen kann, was ich wirklich liebe – arbeiten, mich weiter bilden und entwickeln.

     

    Aber mein Leben danach zu richten:

    1.arbeiten um zu shoppen

    2.shoppen, um im Urlaub besser auszusehen

    3.ins Fitness gehen, um mehr zu essen

    4.essen, um den Arbeitsfrust loszuwerden

    5.reisen, um dem Alltagstrott zu entkommen

     

    …konnte ich noch nie 🙂

     

    @Tobias, alles Beste für Euch und euer Kind!

  6. Sams1974

    Ich weiß nicht ob ein Leser mit einem grünen Daumen gesegnet ist, ich bin in dem Gebiet eher durchschnittlich, aber evtl sieht es so aus als ob die leckeren Pflänzchen etwas mehr Platz brauchen könnten.

    Ich finde es sehr seltsam das zwar jeder über Ernährung spricht aber es im Alltag oft stiefmütterlich behandelt wird. Aber wenn ich Sport machen will ist doch die Frage ob die Ernährung nun das Ei oder die Henne ist. Wenn die Leute sparen wollen was fällt vielen als erstes ein? Richtig, essen und trinken. Ich finde es lustig. Nahrung ist fast so dicht an uns selbst dran wie der Herzschlag und das Atmen. Beides unterliegt fast gar nicht oder sehr eingeschränkt unserem Willen. Ist wohl Menschlich das eben das jedem als erstes in den Sinn kommt.

    Ich frage mich aber was das Sparen bei Nahrung bringen soll? Ich spare nicht beim Essen, genausowenig wie ich Gestank auf Dauer mit Luftanhalten bekämpfe!

    Sparen Maßnahme eins, Wasser. Kommt aus der Leitung….  Ahh genau ich fange genau da an zu sparen was das „Lebensmittel“ Nummer eins ist. Genau das was ich immer brauche, was mich beim fehlen als erstes ins Grab bringt. Schmeckt so super…. und je älter wir werden kommen dann immer mehr Ärzte und Pfleger und schwafeln immer mehr über seltsame dinge wie dehydriert und mehr trinken. Lol Also ich plädiere jetzt nicht für Voss, Fiji oder ähnlichen Schwachsinn aber Wasser ist nicht Wasser. Es geht halt auch darum Lust auf das Wasser zu haben und nicht nur wie ein „Tier“ zu saufen wenn mir die Zunge aus dem Hals hängt.

    Entschuldige wenn ich das sage aber beim sparen beim Duschen könnte man noch gleich sich richtig volltrinken und lang genug duschen um sich eine Klospülung zuhause sparen zu können. Ist nicht böse gemeint, wie heißt es bei uns nix für unguad.  Auf die paar Kubikmeter Wasser scheiß ich und bin stattdessen zur modischen Frisur ala Roben gewechselt, sie wachsen eh nur noch über den Ohren, und spare mir Haarpflegemittel.

    Was mir mal jemand erklären könnte, weil ich es nicht verstehe ist der Trend Low Carb in Verbindung mit Ausdauer, Ausdauer und Ausdauer. Laufen, Rad fahren, Walking…. äh aber Rad fahren mag ja ganz nett sein aber was Kraft, Kraftausdauer, Ausdauer, Schnellkraft, Beweglichkeit, Koordination angeht ist der Sport für mich nicht gerade die Eierlegendewollmilchsau. Sogar als ich aktiv Radrennen gefahren bin Bahn und Straße und Lange Strecken, Steigungen, Sprint etc trainiert habe war eher noch Ausgleichssport angesagt.

    Laufen hab ich nur 4-5 Jahre 3 mal in der Woche als Hobby gemacht, vom Gefühl her hat es mich als Einheit auch nicht extrem weiter gebracht. Evtl fehlte es an der Disziplin, Sprint, Steigungen, Mittelstrecke, Langstrecke ich frage mich aber welcher „Freizeitläufer“ jetzt echt so in das Detail geht. Was ich sehe ist viel Wohlfühlzonenbewegung. Für mich ist Sport der dich stärker macht aber auch immer etwas destruktives, leider die schmutzige, eklige Wahrheit für mich. Ähnlich Abnehmen, friss weniger als du Verbrennst. Klingt nicht schön ist es auch nicht.

    Da ich nicht turnen anfangen möchte, käme ich mir jetzt mit über 40 doch etwas dumm vor, bin ich beim „einseitigen“ Gewicht stemmen seit jetzt 4 Jahren dort wo mich die ganzen Ausdauersachen nicht hingebracht haben. Also nach meiner Erfahrung ist das am meisten für mich Ganzheitlich. Ich muss mich halt aus der Wohlfühlzone rausquälen.  Aber mit Klimmzügen, Liegestütze, Bankdrücken, Rudern, Kniebeugen, Umsetzen und Kreuzheben komme ich, wenn ich will, mit überschaubaren Zeiteinsatz auf eine ganzheitliche recht happige Belastung. Ausdauer und Herz-Kreislauf dauert immer lange aber lieber ziehe ich Krafttraining mit sehr wenig Gewicht in die Länge. Ist jetzt meine Erfahrung was mir bei den lästigen Schmerzen im unteren Rücken und an der Wirbelsäule insgesamt sehr viel Linderung verschafft hat. Langhantel, Kurzhantel, Gewichte. Günstiger geht es für mich nicht. Nicht mal ne Bank braucht man unbedingt… Ziehen, Drücken, Gewicht von unten nach oben. Mit überschaubaren Zeiteinsatz möglichst viele Bewegungsabläufe der Alltag´s  erwischen. Was besseres hab ich noch nicht gefunden. Beschäftigung mit seinem Körper und seiner Bewegung durch Raum und Zeit natürlich vorausgesetzt und zwar mit Geist, Gefühl und Seele.

    Wer mit dem Auto in das Fitnessstudio fährt um dort 60 Minuten auf dem Laufband zu stehen, na ja hat wohl gesellige Gründe. (hab ich auch gemacht) Jetzt hab ich den ganzen Kram zuhause und hab mir auch den Luxus gegönnt etwas mehr zu haben, Bank und ein Power Rack etc. Fühlt sich auch besser an, Sicherungen für die Hantelstangen etc. Man will ja nicht unter den Hanteln begraben liegen. Aber es ging auch ohne… Luxus den ich mir Leiste. Nebenbei war ich erstaunt wieviel „Fitnesswohlstandsmüll“ bei Freunden und Familie rumlag… dort ein Crosstrainer, dort ein Ergometer, dort ein Boxsack, es rosten die Hanteln unter dem Bett, Christopeit Profi Center im Orginalkarton, damit wurde nur einmal trainiert und zwar als es auf den Dachboden getragen wurde.

    Mein kostengünstiger Start in den Tag ist jetzt kein „Schmaus“. 500 Gramm Quark, je nach Belastung also Bedarf an Energie unterschiedliche Fettstufen, Haferflocken und Leinsamen. Den Kleister mit Mineralwasser runterspülen, etwas Obst und los geht es. Fisch, Fleisch, Eier und mit Augenmaß Kohlehydrate ein Drittel von den Haupmahlzeiten Gemüse und Salat, gerne auch mit etwas Eiweiß, Bohnen, Linsen, Erbsen etc….

    Deshalb bin ich wohl etwas pingelig mit dem Wasser, wie gesagt nicht persönlich nehmen.  Es ist die Zeit für das Kochen was sich die Industrie teuer zahlen lässt.

    Für mich ist auf mehr unverarbeitete Lebensmittel setzen nicht Minimalismus sondern eher das Gegenteil. Seine Nahrung ist nur so maximal zu „designen“ den nur so erhalte ich mehr Kontrolle über Zusammensetzung und Qualität der Bestandteile. Das ganze Fertigessen ist der Minimalismus, minimale Kontrolle über das Essen. Nur meine Meinung.

    Wer hat hier über Xylit geschrieben, ich weiß es nicht mehr. Danke für den Tipp, ich ersetze etwas Zucker damit und finde es als sehr gute Ergänzung für meine Ernährung. Mal schauen ob es den Zähnen auch etwas hilft.

  7. Hannes

    In New York fand ich Lebensmittel recht teuer und leider gibt es dort so viele gute ungesunde Verführungen.
    Gut das man in Deutschland noch einigermaßen günstig Leben kann

  8. WW

    @ Tim

    empfehle dir die Pizzazubereitung von Gabiriele Bonci, ein Pizzabäcker aus Rom, haben wir per Zufall innRom entdeckt. Das sind die besten, die wir je gegessen haben. Der ist berühmt damit geworden, der wird auch Master of Pizza genannt. Ist so gut, daß er auch Kurse in New York gibt.  Der Teig wird auch auf eine sehr spezielle Weise zu bereitet, einfach mal googlen oder you tube. Und das dann mit Manitoba Mehl; einfach klasse! Da wird die Margerita ein Hochgenuß:

  9. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Hannes

    Es kommt drauf an, wo Du in nyc warst. Es gibt ungesundes oder gesundes Essen. Es gibt billiges bzw. teures Essen. Die Auswahl ist groß. Es gibt 24.000 Restaurants:
    https://www.quora.com/How-many-restaurants-are-there-in-New-York-City

    Und jede Menge Supermärkte, in denen das Einkaufen Spass macht:
    http://www.timeout.com/newyork/shopping/the-best-grocery-stores-in-new-york
     

    @ WW

    Danke! Das schaue ich mir an.

    Hier ist noch eine schöne Übersicht, wie Profis in NYC Pizza machen:

    http://cooking.nytimes.com/guides/1-how-to-make-pizza

  10. Sebastian

    Zum Fasten habe ich eine interessante Geschichte beizusteuern. Mit Anfang 20 hatte ich mir beim Restaurantbesuch mit der Familie eine Lebensmittelvergiftung oder auch eine Infektion zugezogen  – so genau konnte der Arzt das nach der Magenspiegelung nicht sagen. Möglicherweise der Helicobacter.

    Wochenlang schleppte ich mich mit unregelmäßigen Magenschmerzen durchs Leben. Teilweise war es so schlimm, dass ich morgens mit Krämpfen im Bett lag und erst mal Fencheltee schlürfend auf Besserung warten musste, bevor ich aufstehen konnte.

    Ein Freund berichtete mir von seinen positiven Erfahrungen durchs Fasten. Seine Magenprobleme hatte er dadurch beseitigt. Schaden konnte es wohl nicht und ich war froh über jede Chance diesen elenden Zustand zu beenden. So warf ich mich in ein spannendes und erkenntnisreiches Abenteuer. Ein Jahr zuvor hatte ich mit dem Rauchen aufgehört und ich kann sagen: dieser Entzug war nichts gegen das Gefühl zu hungern. Wenn man das nicht kennt, ist das zunächst wirklich furchtbar.

    Am dritten Tag fühlte ich mich elend. Man beginnt zu zweifeln. Heute weiß ich: das waren die im Körper zirkulierenden (Umwelt-)Gifte, die man durch das Fasten ausschwemmt. Die wandern zunächst durch den Körper – wie bei einer Vergiftung. Ich habe durchgehalten (Herausforderungen liebe ich) und am fünften Tag fühlte ich mich ausgezeichnet. Ich hatte das Gefühl nun wochenlang ohne Essen auskommen zu können. Der Körper hatte sich komplett umgestellt. Nur Wasser, Tee, verdünnte Fruchtsäfte und heiße Brühen. So kommt man auch weiterhin auf eine minimale Energie- und Mineralzufuhr.

    Die Zeit nach dem Fasten war unglaublich. Zunächst einmal waren meine Beschwerden komplett und dauerhaft beseitigt. Endlich! Ich hatte 6 Kilo abgenommen und fühlte mich topfit. Leicht, gereinigt, voller Lebenslust.

    Es klingt abgedroschen, aber ich fühlte mich wirklich wie neu geboren. Beim Fasten nutzt der Körper die eingesparte Verdauungsenergie (immerhin 30%) um sich zu reinigen. Der ganze Dreck und Ballast in den Zellen, den Gefäßen, im Blut wird aus dem Körper getrieben. Wunderbar! Die Zellen erneuern sich, z. B. die Geschmacksnerven, die ja wenig zu tun haben.

    Das Essen nach dem Fatsten? Unglaublich. Wieder in einen Apfel zu beißen, gedünstete Möhren mit Kräutern oder eine saftige Scheibe Brot wieder zu schmecken. Ich meine wirklich zu SCHMECKEN. Ganz in Ruhe und gelassen. Sensationell. Beim zehnten Mal ist das dann leider nicht mehr so einmalig. Kennt man halt. Man gewöhnt sich an alles.

    Man erkennt auch, wie irre eigentlich unser normales Zivilisationsgebaren bezüglich des Essens ist. Hektisch, einseitig, ungesund. Wenn man sich besinnt, kann man andere Pfade beschreiten. Als Freiberufler habe ich das große Glück mittags in der Küche stehen zu können. Frisches, abwechslungsreiches, gesundes Essen wird gekocht. Das ist Lebensglück.

    Vom Gewichtshöhepunkt 83 kg zu Zeiten des Zivildienstes bin ich heute bei 72 kg angekommen – bei 1,87 cm Körpergröße. Hört sich wenig an, ist aber mein Idealgewicht. Körperlich habe ich keine Probleme.  Yoga, Sport, Fahrrad statt Auto tun ihr übriges. Dazu eine recht spezielle rein pflanzliche Kost.

    Bis heute faste ich regelmäßig im Sommer für eine Woche. Dürften jetzt so 15 Einheiten zusammengekommen sein. Nur nach den Geburten meiner drei Kinder musste ich aussetzen. Denn eines ist klar. Man muß sich Zeit und Muße nehmen. So mal eben im Vorbeigehen ist das nicht getan.

    Körperlich ist man eingeschränkt. Zum Schlafen, Entspannen, Tee aufbrühen, Lesen und Spazieren gehen reicht es – anstrengende körperliche (Erwerbs-) Arbeit ist nicht drin. Auch komplexe Denkvorgänge sind schwierig. Man lebt halt auf Sparflamme. Aber auch das ist ein positiver Aspekt des ganzen.

    Wer also schon immer mal mit dem Fasten liebäugelte – nur Mut! Man wird belohnt. Wenn, dann aber richtig. Nach Anleitung. Mit hat dieses Buch sehr geholfen:

    http://www.amazon.de/Fasten-gro%C3%9Fe-%C3%A4rztliche-Leitfaden-Gesunde/dp/3811220195/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1457162125&sr=8-2&keywords=fasten+l%C3%BCtzner

     

     

  11. Felix

    Ich finde Ernährung im Prinzip unheimlich aufwändig: Es geht mit dem Erzeugen in der Landwirtschaft von pflanzlicher und tierischer Nahrung los. Das ist arbeits- und energieintensiv; es ist schmutzig und zumindest, was die die tierische Nahrung anbelangt, archaisch bis ekelhaft. Keiner will diese Jobs haben; sie werden von (oft illegalen) Einwandern in abgelegenen Schlachthöfen erledigt, wo keiner so genau wissen will, was dort eigentlich passiert. Ein Lebensmittelskandal jagt den nächsten.

    Eigentlich erstaunlich, dass die gesamte Nahrungsmittelproduktion es hinbringt ein ansprechendes Verzehrobjekt herzustellen. Daran denken, wie es zustande kam, sollte man beim Essen eher nicht. Es soll mir auch keiner die Story von der Bauernhofidylle früherer Jahre erzählen. Ich bin auf einem solchen aufgewachsen und das „Schlachtfest“ war wirklich eines ein Schlachtfest mit Blut, Gedärmen, Kot und vielen mehr. Wie auch immer, das tote, verwesende Fleisch hat den meisten hervorragend gemundet genauso wie die Wurst im „Naturdarm“, trotz der vorgeschalteten Sauerei.

    Aufgrund dieser Erfahrungen finde ich die Idee, die ein kalifornisches Startup umsetzt, faszinierend. Sie möchten die gesamte Nahrungsproduktion und Ernährung radikal vereinfachen, so dass nicht diese unglaublichen Ressourcen eingesetzt werden, um die Menschen zu ernähren. Sie arbeiten, so haben ich gelesen, an einer synthetisch, quasi im Labor hergestellten Nahrung, die alle erforderlichen Nährstoffe enthält. Sie wird kontrolliert erzeugt, in Portionen verkauft, zu sich genommen und fertig ist. So eine Art Astronautennahrung halt. Das wäre aus meiner Sicht eine Innovation, wenn das klappt, welche die Menschheit wesentlich voranbringen könnte. Ich brauche keine Küche mehr, die Tierhaltung und -quälerei fällt weg usw.
    Das wäre eine Nahrungsmittelerzeugung, die einen hochentwickelten Industrieland im 21. Jahrhundert entspräche und einen wichtigen Schritt in der Zivilisationsentwicklung darstellte.

  12. O.T.

    @Sebastian
    Wenn ich meinen Arzt Deine Geschichte erzähle, fragt er mich sicher ob Du Installateur bist (Rohre durchputzen und so …).

    @Felix
    Diese Firma hat möglicherweise vergessen das Nahrung auch das wichtigste Genussmittel ist, das der Mensch hat. Es gibt ganze Kulturen wo die Nahrungsaufnahme zelebriert wird – vor allem in Asien.
    Hin und wieder findet man auch bei uns noch Familienessen wo auf schmackhafte Nahrung gesetzt wird. Ich kann mir nicht vorstellen das durch eine Astronautenpasta zu ersetzen.

    Ich würde nicht zuviel Geld in diese Firma stecken.

  13. WW

    @ Felix

    Hoffe dein kalifornisches Startup klont dazu auch direkt den richtigen Menschen dazu, den Kalorienundvitaminpilleneinwurfverwerter.

    Kochen und alle Kreationen in Zusammenhang mit Nahrungsmitteln ist ist eine der größten zivilsatorischen Leistungen der Menschkeit. Es stimmt aber auch, daß die industrielle Produktion fast schon pervers ist und viele Mißstände und Fragen aufwirft.

    Leider verringert sich deren Wertschätzung durch immer mehr Menschen, siehe der rasante Anstieg von Ferrtigprodukten. Es gibt aber auch ganz klar die Gegenbewegung, s. Slow food, die Verwertung regionaler saisonaler Produkte.

    Denke, das ist unter Betrachtung aller Einflüsse wie Klimawandel, Wassermangel, Dürren sehr schwer vorherzusagen, wie sich das weltweit entwickelt. Ich kann auf jeden Fall auf Fertigprodukte verzichten. Lebe eher nach dem Motto: One Appel a day keeps the doctor away. Den täglichen Apfel gibts wirklich.

    S.a. Tim´s Titel: Gesunde Ernährung, Gesunde Finanzen.

    @ O.T.
    Wir kochen und essen jeden Tag, immer frisch, mit der Familie. Aber es ist uns schon bewußt, daß wir da zu einer immer kleiner werdenden Spezies gehören und das es ein kleines Luxuasgut ist. Aber aufgeben werde ich das niemals.

     

  14. Sebastian

    @ O.T.

    Na ja, dein Arzt ist ja auch nur ein Mensch und irren ist menschlich. Ist das so einer mit Plauze und 15 kg Übergewicht? Die kann ich einfach nicht ernst nehmen. Gehen bei der Gesundheit mit gutem Beispiel voran…. 😉

    Wobei der Vergleich mit den Rohren gar nicht so verkehrt ist.

  15. vonaufdenboden

    @Sebastian

    Vielen Dank! Einfach grossartig deine Erfahrungen über das Fasten zu lesen. Ich denke schon eine Weile darüber nach zu Fasten. Ich dachte mir bereits, dass das mal so nebenher nicht möglich ist und man dafür Ruhe und Zeit braucht. Diesen Sommer werde ich das durchziehen. Machst Du in dieser Woche auch ein wenig Sport? Oder ist eine Fastenwoche mit dem Leben eines Faultiers zu vergleichen?

    vonaufdenboden

  16. Der Malachit

    Pizza ist nur dann preiswert und lecker, wenn man sie selber macht. Von Fertig-Pizza aus der Tiefkühltruhe bekomme ich immer Sodbrennen. Weiß der Geier, was die da zusammen rühren.

    Gestern hatten wir auf Wunsch unseres Sohnes selbst gemachte Pizza. Da habe ich mir noch und noch ein Stück abgeschnitten, bis ich mich fast überfressen hatte. Aber es hat einfach zu lecker geschmeckt.

    Das war aber nicht so klug und gesundheitlich nicht unbedingt förderlich, werden jetzt die Vernünftigen sagen. Für mich ist das kein Problem. Weil ich weiß, dass es immer auf die Menge ankommt, habe ich einfach Kaffee und Abendbrot weg gelassen. Da stimmt die Bilanz wieder.

    Der Malachit.

  17. Sebastian

    @ vonaufdenboden

    Gern geschehen! Vielleicht kannst du zu gegebener Zeit von deinen Erlebnissen berichten. Finde ich genauso interessant.

    Es klingt abgedroschen, aber du hörst beim Fasten in dich hinein und tust das, wonach dir ist. Bist du müde, legst du dich hin, ist dir nach Bewegung, machst du einen Spaziergang an der frischen Luft. Verläuft eben bei jedem anders.

    Wenn du dir Lektüre zulegst – unbedingt zu empfehlen! -, bist du gut informiert, wann was geht. Bewegung ist wichtig, um die Muskeln auf Trab zu halten.

    Zu Beginn läßt man es ruhig angehen, aber ab dem dritten Tag ist man zu mäßigem Sport durchaus in der Lage. Laufen, Schwimmen, Radfahren, lange Wandertouren – kein Problem. Nur Sprinten ist nicht zu empfehlen 😉 .

    Ich bin mittlerweile so an den Fastenmodus gewöhnt, dass ich ganz normal meine 5 km-Runden durch den Park ziehe. Fühlt sich gut an. Selbst Kraftsport mit Gewichten ist am Ende drin. Oder lange Fahrradtouren. Nur an sehr viel Wasser muß man denken.

    Aber wie gesagt, das ist sicher von Typ zu Typ unterschiedlich. Der eine liebt den Sport, der andere das Ausruhen. Und gerade das Faulenzen beim Fasten  – die Auszeit vom Alltag – tut richtig gut.

    Ich wünsche dir alles Gute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

bitte lösen Sie diese einfache Aufgabe (Spamschutz) *