Gesund leben. Finanziell vorsorgen. Nachdenken. Ziele stecken


New York, 24. Mai 2017

Natur, Freiheit, Familie, Freunde, Bodenständigkeit…. das macht glücklich. Auf das Luxusauto kommt es nicht an. Im Gegenteil: Meide es.

Der Privatanleger hat heute einen enormen Vorteil. Er kann kostenschonend über ein ETF hunderte Aktien (im Korb) nahezu kostenlos kaufen. Wer jeden Monat emsig ETFs einsammelt, wird mit den Dekaden reich. Nie zuvor konnten Privatanleger so clever und so leicht ein Vermögen aufbauen. Hobbyanleger haben den Profis einiges voraus, wenn sie stur und stetig günstige ETFs kaufen.

Die finanzielle Freiheit lässt sich so erreichen. Nehm Dein Leben in die Hand. Setz Dir Ziele. Streng Dich in Deiner Karriere an. Geb im Job alles. Anstatt ein sauteures Haus zu kaufen und irre monatliche Hypothekenraten zu zahlen, bleib lieber bodenständig. Halte Dich fern von Clown-Sachen, die Dir nichts bringen – außer Angeberei. Eine hohe Sparquote ist clever. Die macht Dich frei. Niemand sollte beim Sparen übertreiben, klar. Du brauchst Dir nicht alles vom Munde abzusparen. Aber Du solltest schon ehrgeizig sein.

Natürlich musst Du auf Deine Gesundheit aufpassen. Für eine gesunde Ernährung und Fitness kannst Du tief in die Tasche greifen. Das lohnt sich. So kannst Du Deine goldene Zeit länger genießen. Wenn der Frühruhestand beginnt, musst Du fit sein.

60 Prozent unserer Gesundheit ist auf unser eigenes Verhalten zurückzuführen (Bewegung, Sport, Ernährung, Luft/Wasser, soziales Umfeld). Zu 30 Prozent sind die Gene verantwortlich. Zu 10 Prozent hat der Arzt/Krankenhaus Einfluss auf unsere Lebenserwartung. Also fokussiere Dich auf die 60 Prozent. Auf die anderen Prozente hast Du keinen Einfluss:

Wir haben zu 60 Prozent Einfluss auf unsere Lebenserwartung: Aktivität, Ernährung, soziales Umfeld, Umwelt am Lebensort. Quelle: Kaiser Family Foundation.

Anstatt auf Zeug (Autos, Häuser, Mode…) wert zu legen, solltest Du Erlebnisse genießen. Wer viel erlebt, lebt glücklicher. Flotte Autos und übergroße Häuser machen nicht glücklich, sie schränken unser Leben ein.

Aus der Forschung wissen wir heute, dass ein größeres Haus und schnelleres Auto uns nicht glücklich macht. Bist Du ein Kunstsammler und hast endlich 100 Bilder von Van Gogh zusammen, bist Du vielleicht eine Woche glücklich über die 100 Bilder. Aber danach magst Du dann 101 haben. Mehr Zeug zu besitzen ist kein Garant für Zufriedenheit. Es besteht Null Korrelation zur Zufriedenheit.

Freiheit, Gesundheit, Familie, Freunde – das korreliert mit der Zufriedenheit. Selbst wenn Du erst mal nicht in Rente gehen willst, selbst wenn Du es könntest, so ist diese Freiheit, es jederzeit tun zu können, ein Faktor, der glücklich macht.

Zunächst kriegst Du einen Kick, wenn Du einen edlen Neuwagen kaufst. Aber die Anfangsfreude verfliegt ganz schnell. Was Du dann vom Clown-Wagen hast, sind nur höhere Kosten für Versicherung, Steuer, Reparatur, Abnutzung… Der Kaufwahn von Zeug führt in eine extreme Unzufriedenheit, sagt die Forschung.

Zufriedenheit kommt, wenn Du eigenständig etwas erreichst, was Dein Ziel war. Wenn Du widerstandsfähig bist. Wenn Du mit Deiner Familie/Freunden zusammen bist. Wenn Du Kompetenzen aufbaust. Wenn Du anderen hilfst. Wenn Du frei bist.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Gesund leben. Finanziell vorsorgen. Nachdenken. Ziele stecken

  1. Skywalker

    Hallo Tim! Sehr schöner Artikel. Man fühlt sich irgendwie während des Lesens immer wohl. Ich glaube das liegt daran dass deine Artikel aufzeigen, dass man Dinge zu einem gewissen Grad lenken kann. Das ist eine wichtige Botschaft. In Sachen Finanzen und eben auch Gesundheit.

    Zu den etfs: ich nutze beides, aber einzelne Werte sind einfach ein schönes Hobby. Ob ich den Markt outperforme? Ehrlich gesagt wohl eher nicht…

    Gerade habe ich Kraft Heinz nachgekauft, finde ich einfach eine super Firma.

  2. Dave

    Hallo Tim,

    vielen Dank für deine motivierenden Artikel. Ich lese sie immer wieder gerne.

    Ja, ich gebe dir Recht, heute ist der Zugang zu den Märkten einfacher als je zuvor. Nur leider nutzen diese Chance hierzulande viel zu wenig. Obwohl gerade ETFs eine „bequeme“ und komfortable Möglichkeit bieten, sich langfristig ein Vermögen aufzubauen.

    Ich habe mich für Einzelaktien entschieden. Ich sehe es wie Skywalker, es ist wie ein Hobby. Ich bin mitunter bis weit nach Mitternacht am Lesen, Analysieren und Lernen. Auch ich habe Fehler gemacht. Ich habe fast mein gesamtes Portfolio im April restrukturiert.

    Mein neuer Ansatz zur DGI-Portfolio-Konstruktion ist Folgender:

    Ich möchte kein Sammelsurium etlicher Firmen in verschiedenen Industrien anlegen. Meiner Auffassung nach ist Risikoreduktion die Konzentration auf eine überschaubare Gruppe von Firmen in einem Gewerbe, das man als Investor tatsächlich versteht.

    Ich habe erst vor Kurzem angefangen, mein DGI-Portfolio (neu) aufzubauen. Ich fokussiere mich erstmal nur auf REITs, da ich den Sektor verstehen möchte. Die Diversifikation findet bei mir aktuell innerhalb des Sektors statt, hierfür bieten REITs vielfältige Möglichkeiten. Ich muss noch viele Hausaufgaben machen, denn es gibt noch viel zu lernen und zu verstehen.

    Meine Sparquote beträgt, dank meines guten Einkommens, gut 50%. Ich verzichte auf „Clown-Sachen“ und lege meine Schwerpunkte lieber auf Erlebnisse (Reisen, Natur) und auf Bildung (vor allem Bücher).

    Abschließend kann ich nur jedem empfehlen sich Ziele zu stecken, beim Investieren, im Beruf und beim Sport/Gesundheit/Fitness. Ich setze mir Meilensteine. Es ist immer ein tolles Gefühl, wenn man ein Zwischenziel geschafft hat. Das gibt einen Motivation und Kraft für die nächste Etappe.

    Dave

  3. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Skywalker

    Danke! Man muss intern die Motivation erst mal entwicklen. Die meisten Menschen haben sie nicht. Sparen sollte so sein wie Zähneputzen. Nach dem Aufstehen muss man es einfach machen.

    Kraft Heinz ist lecker – mit Buffett als Großaktionär kann wenig anbrennen.

     

    @ Dave

    Danke! Gratulation zu Deiner Sparquote von 50%. Beachtlich!

    OK, wenn Einzelaktien Dein Hobby sind, umso besser. Reits haben einen Steuervorteil gegenüber anderen Branchen, was super ist für Aktionäre. Ich habe auch jede Menge Einzelaktien – leider kein REIT. Meine größte Position ist Bank of America.

    Genau. Wir müssen uns Ziele stecken. Machen wir Fortschritte, werden wir zufrieden. Veränderung ist super.

     

    @ Mark85

    Danke für den super Link. Das Problem ist, dass die Menschen träge sind.

  4. Skywalker

    Ist euch eigentlich der brasilianische Warren Buffett ein Begriff ?

    Ich habe gerade diesen Artikel über Ihn gelesen, er würde hier auch sehr gut ins Blog passen:
    Jorge Paulo Lemann
     

    Correa nannte den Investoren Eigenschaften, die sie nur von Warren Buffett kannten: einfach, reserviert, protestantische Arbeitsethik, trinkt nur Wasser, und zwar aus Plastikflaschen, höflich im Umgang, aber bei Geschäften aggressiver als die Amerikaner, disziplinierter als die Deutschen, sparsamer als die Schotten. «Kosten sind wie Fingernägel. Sie müssen ständig gekürzt werden.» Bei Anheuser-Busch etwa tat Lemann das, was er immer tut. Er krempelte alles um. Schickte seine Sanierer und entliess 1400 Mitarbeiter, auch im Top-Management. Er schaffte alles ab, was er so hasst: Hierarchien, Privilegien, sechs Privatjets, zwei Helikopter – und machte den Laden wieder flott. Da waren die Fondsmanager beruhigt. Also kein echter Brasilianer. Eher ein Schweizer.

     

    http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/der-biergigant-vom-zuerichsee/story/11317163

     

  5. Dave

    Interessanter Artikel, Jorge Paulo Lemann war mir bislang noch kein Begriff.

    Ich denke, Tugenden wie Verbindlichkeit, Aufrichtigkeit, Bescheidenheit gepaart mit Disziplin, Leistung und Lernen bilden das Fundament seines Erfolges.

    Jorge Paulo Lemann ist sicher eine Persönlichkeit, welche man sich zum Vorbild nehmen kann.

     

  6. Felix

    Mir sagte der Name Lemann bislang auch nichts; die Konzentration im Brauwesen hingegen schon. Ich bin immer etwas skeptisch, wenn Menschen zu Halbgöttern hochstilisiert werden.

    Hat das nicht auch gewisse pathologische Züge, wenn ein 76-jähriger in seinem Bereich alles zusammen rafft, was er kriegen kann – in 10 Jahren ist er wahrscheinlich tot, mit 50 Firmen auf dem Grabstein.

    „Bescheidenheit“ ist da wohl eher die falsche Bezeichnung. Gier würde es eher treffen. Aber interessant ist die Gesichte allemal.

  7. Skywalker

    Da habe ich schlecht aufgepasst, mea culpa! Gut dass Matthias „textsicherer“ ist als ich 🙂

    In dem Blogartikel mit Lemann hatte mich wahrscheinlich das Kochvideo so vom Hocker gerissen, dass ich alles andere ausgeblendet habe! 🙂

  8. Jan

    Hallo,

    ich wünsche euch allen einen schönen Vatertag und hoffe bei euch ist ebenso ein tolles Wetter. Wir gehen jetzt erst mal zusammen eine leckere Bratwurst essen.

    Schöne Grüße

    Jan

  9. Skywalker

    @MArk85:

    Wo bist du denn? Hast du so viel schlechtes getan, dass du in der Hölle gelandet bist? Hilfe!

     

     

     

  10. Mark85Mark85

    An Skywalker: Das nennt man sanften oder nachhaltigen Tourismus. 😀

    Ich habe vorhin in einem Schaufenster Aushänge für Wohnungen ab 50.000 Euro gesehen. Da könnte ich als Zweitwohnsitz schon schwach werden. 😉

  11. Mr. B

    @Tim, Bank of America ist wirklich deine größte Position? Dachte das wären Netflix und CTS Eventim …

  12. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Mr. B
    Ja, Bank of America ist meine größte Position geworden. Sechsstelliger Betrag. Ich hab die für 6, 7, 8, 9, 10, 12, 14 Dollar gekauft. Und ich kaufe weiter zu. Fast jeden Monat. Über einen DRIP-Plan. Alles Geld aus meinem DRIP-Plan (alle Dividenden aus dem Depot) gehen in die Bank of America.

    Meine Positionen an CTS Eventim, Netflix, Chevron sind kernig. Aber bei weitem nicht so groß wie Bank of America.

    @ Mark85
    Danke für die Fotos. Wie lange bist Du im Süden? Wie oft gehst Du in die Heimat?

  13. Mark85Mark85

    An Mattoc: Ja, noch bis Dienstag. Ich freue mich schon auf den Sommer in Deutschland. Die Wettervorschau lässt Gutes erwarten. 🙂

    An Tim: Enorm! Mögen die anderen Positionen auch noch 6-stellig werden! 😉

  14. Slazenger

    @Tim

    gibt es einen besonderen Grund warum gerade die Bank of Amerika, und nicht Wells Fargo, Goldman, JP Morgan oder sonst eine Bank?

    Würde mich echt interessiern! Danke.

  15. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Slazenger

    Vor allem 2 Großbanken notierten stark unter Buchwert. Es waren Citi und Bank of America. Also sammelte ich sie ein.

    Beide gab es übrigens ewig lange zum halben Buchwert. Keiner wollte sie haben. Sie wurden regelrecht gehasst. Trotz der Rallye sind beide noch leicht unter Buchwert derzeit zu haben, was günstig ist.

    Zum Vergleich:

    Wells Fargo hat ein Buchwert-Multiple von 1,4.

    Citi von 0,8

    Bank of America von 1,0.

    In guten Zeiten bekommen solche Banken das 2,0-fache Eigenkapital (oder mehr) zugebilligt.

    https://ycharts.com/companies/C/price_to_book_value
    https://ycharts.com/companies/BAC/price_to_book_value
    https://ycharts.com/companies/WFC/price_to_book_value

    Dieser Artikel erklärt das Thema gut:
    https://www.fool.com/investing/general/2015/08/18/the-3-cheapest-big-bank-stocks-right-now.aspx

  16. Slazenger

    @Tim

    das Vorgehen bei Bank of Amerika lässt sich aber wahrscheinlich nicht auf die Deutsche Bank ( zuviele Unsicherheiten) übertragen, die aktuell bie KBV 0,4 liegt? Hast du eine Meinung zur Deutschen Bank?

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