George Bush warnt vor schweren Krise


New York, 25. September 2008

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Gestern Abend richtete sich der US-Präsident mit seiner Rede ans amerikanische Volk. George Bush sagte, dass die Krise an der Wall Street sehr gefährlich für die Stabilität der weltweiten Wirtschaft sei und dringend über die Parteigrenzen hinweg gehandelt werden muss. Bush appellierte an die Politiker im Land, dem Rettungsplan der Regierung zuzustimmen. Bush warnte, wenn man jetzt nicht eingreife, würden die Folgebelastungen für das amerikanische Volk bitter werden. Bush sagte, es drohten mehr Arbeitslose, mehr Unsicherheit. Der von Finanzminister Henry Paulson ausgearbeitete Plan sieht vor, den Banken faule Kreditpakete im Wert von 700 Milliarden Dollar abzukaufen. Es geht dabei darum, die Bilanzen der angeschlagenen Institute zu stützen. Im März war die Investmentbank Bear Stearns in eine Schieflage geraten. Nur mit Hilfe der FED konnte Bear Stearns unter dem Dach von JP Morgan Chase überleben. Vorige Woche meldete das Investmenthaus Lehman Brothers Insolvenz an. In der Folge stürzte der gesamte Finanzsektor ins Bodenlose. Viele weitere Banken haben angeschlagene Bilanzen.
Indes sehen viele Politiker den Plan der Regierung sehr skeptisch. Paulsons Plan steht in der Kritik, weil den Banken mit Steuergeldern geholfen werden soll und es ungewiss ist, ob das Geld ausreicht, um die Krise zu beenden. Paulson leitete bevor er Finanzminister wurde die Investmentbank Goldman Sachs und verdiente bei dem New Yorker Investmenthaus mehr als 100 Millionen Dollar. Insbesondere die hohen Gehälter der Wall-Street-Manager kritisieren Demokraten und Republikaner heftig. Paulsons früherer Brötchengeber soll ebenfalls einen Teil der Steuergelder erhalten.
Heute Morgen zieht der Dow Jones um mehr als 180 Punkte auf 11.000 Zähler an. Wie es scheint, zeigt die Bush-Rede Wirkung. Es scheint, als ob es im Kongress grünes Licht für den Plan gibt. Der Chart zeigt Ihnen den Kursverlauf von Goldman Sachs. Die gegenwärtige Krise macht sich selbst im Zehn-Jahres-Kursverlauf deutlich bemerkbar. Für Schnäppchenjäger mit langem Anlagehorizont bieten sich hier günstige Einstiegspreise an. Die tief gestürzten Bankenaktien kriegen Sie zu Ausverkaufspreisen. Für mich sind neben Goldman die Citigroup, JP Morgan Chase oder Wachovia ein Kauf. Machen Sie sich keine Sorgen: Der amerikanische Steuerzahler zahlt die Zeche – zur Freude der Aktionäre.


tim schaefer (Author)

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