Geldanlage: Langsam, sicher, stetig


New York, 10. Januar 2013

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Ist es Ihnen schon so ergangen? Sie beobachten eine bestimmte Aktie. Der Kurs steigt. Erst geht das Papier um vier, dann drei, schließlich um fünf Prozent rauf. Jeden Tag denken Sie aufs Neue: „Verdammt, hätte ich nur das Papier gekauft. Ich habe es geahnt.“
Sie nehmen nun all Ihren Mut zusammen und greifen zu. Am Folgetag fällt das Ding. Es ist wie verflixt. „So ein Mist“, fluchen Sie. Logischerweise sind Sie enttäuscht. In den kommenden Tagen läuft es nicht sonderlich toll weiter. Eben so lala. Die einen steigen jetzt mit einem Verlust aus. Die anderen bleiben dabei, sind jedoch enttäuscht. Und warten, bis Sie vielleicht den Verlust wieder wettgemacht haben, um dann auszusteigen.
Was ist hier das Problem? Wir neigen dazu, zu glauben, wir könnten die Börse „timen“. Das ist, glaube ich, eine Wunschvorstellung. Niemand kann auf kurze Sicht die Kursentwicklung vorhersehen. Meldet ein Konkurrent unseres Aktienlieblings etwas völlig Überraschendes (ob es nun gut oder schlecht ist), reagiert ein ganzes Aktienbündel aus dem Sektor auf die Meldung.
Viele Anleger stecken wie in einem Hamsterrad fest, meinen ständig, traden zu müssen. Darüber habe ich in diesem Blog schon oft geschrieben (etwa hier).
Ich denke, die bessere Methode ist: Langsam, sicher, langweilig mit Kontinuität zu investieren. Vergessen Sie Auf- und Abschwünge in den Kursen auf Tagesbasis. Das lenkt vom Gesamtausblick nur ab.
Ich ziehe Aktien vor, die sich langsam nach oben entwickeln. Eine Procter & Gamble, Colgate Palmolive oder Exxon, die stetig um zehn Prozent marschieren (Pi mal Daumen), sind mir lieber als folgende Kursentwicklung: – 35, + 22, + 12, – 30, + 60 Prozent.
Im Grunde sollte das Depot wie ein altes Bauwerk strukturiert sein. Denken Sie an die Brooklyn Brücke (mein Foto). Sie wurde für die Ewigkeit gebaut, mit einem stabilen Fundament, das schwere Stürme standhält.
Große Verluste zu vermeiden, sollte das Oberziel eines smarten Anlegers sein. Sie wollen schließlich Ihren Einsatz nicht verlieren. Seien Sie daher vor Derivaten, spekulativen Papieren, intransparenten Finanzdingern, aktiven Fondsmanagern vorsichtig. Erstens verbergen sich dahinter manchmal Gebührenzombies. Zweitens sind die Konstrukte machmal unberechenbar (nicht immer). Natürlich habe ich mir mit solchen Dingern schon die Finger verbrannt. Es gehört einfach dazu. Solche Erfahrungen muss jeder Börsianer machen und daraus lernen.
Es steckt in einer geduldigen Strategie sehr viel Kraft. Obgleich diese Vorgehensweise langweilig erscheinen mag. Leute, die von tollen Spekulationsgewinnen auf Parties erzählen, werden in der Regel eines Tages verstummen. Der Traum vom schnellen Reichtum bleibt für 99 Prozent (oder mehr) ein Leben lang ein Traum. Ich habe zu dem Thema einen spannenden Artikel in der „New York Times“ entdeckt.
Die Deutsche Bundesbank warnt seit Jahren, nicht in der Zockerei sein Glück zu suchen. Die Währungshüter drücken es im Januar 2011 so aus (PDF):
„So stiegen die Herausforderungen bei der Vermögensanlage durch eine kaum zu überschauende Zahl innovativer, aber oft sehr komplexer Finanzprodukte. Anleger können aus einer Vielzahl von derivativen Strukturen auswählen, die zumindest theoretisch eine verbesserte Risikodiversifikation zulassen, indem sie das Anlageuniversum vergrößern. Allerdings sind mit ihnen häufig Risiken verbunden, die oftmals schwer zu erkennen und zu quantifizieren sind.“
Lassen Sie sich das mal auf der Zunge zergehen: Es handle sich bei den innovativen Finanzprodukten um Risiken, die „oftmals schwer zu erkennen und zu quantifizieren sind“. Das ist eine harsche Kritik. Ich gehe sogar noch weiter und behaupte: Die Kosten dieser Produkte sind nicht auf einen Blick zu erkennen und zu verstehen (indirekte, versteckte Kosten).
Die Bundesbank kritisiert „die hohe Komplexität“ der Produkte. Die Schelte geht an die Banken. Es ist ein Dschungel mit Millionen von Papierchen herangewachsen, den keiner mehr durchschauen kann. Der zweite Nackenschlag geht in Richtung Anleger: Diese hätten eine zu geringe Diversifikation in ihren Portfolios und eine „häufig feststellbare exzessive Handelsaktivität“.
Merken Sie was? Das predige ich seit Jahren in diesem Blog. Ich empfehle Ihnen dringend, diesen Monatsbericht der Bundesbank sorgfältig zu lesen. Am besten drucken Sie sich diesen Abschnitt aus, markieren die wichtigsten Passagen. Was halten Sie davon? Erstellen Sie einen Merkzettel, den Sie sich über den Schreibtisch hängen.
Das Dokument geht neben der zu hohen Handelsaktivität auf die Selbstüberschätzung, zu geringe Streuung (zu wenig verschiedene Assetklassen, zu wenig Auslandspapiere, strikte Heimatmarktfokussierung) ein. Ein weiteres Problem ist: Anleger realisieren zu schnell einen Gewinn bei Erfolgspapieren, wohingegen sie an den Verlierern zu lange festhalten. Das gleichgerichtete Verhalten (die Herde) wird ebenfalls angesprochen.
Wenn Sie dieses Dokument lesen, geht Ihnen hoffentlich ein Licht auf.
Zum Schluss zitiere ich eine andere Passage:
„Der Anlageerfolg ist weiterhin maßgeblich von den mit der Vermögensanlage verbundenen Kosten beeinflusst. Trotzdem scheinen Anleger den mit Anlageentscheidungen verbundenen Kosten häufig zu geringe Beachtung zu schenken, wie zum Beispiel die exzessive Handelstätigkeit vieler Anleger verdeutlicht.“
In der Fussnote (41) folgt der Zusatz:
„Auch andere Kostenarten wie Verwaltungsgebühren bei Investmentfonds finden häufig wenig Beachtung.“ Ich gebe Ihnen ein Beispiel, damit Sie die Zusammenhänge besser verstehen. Sie kennen sicherlich die Fondsgesellschaft Fidelity. Deren Chef Edward Johnson III. ist einer der reichsten Amerikaner mit einem geschätzten Vermögen von 6,5 Milliarden Dollar. Die Hedgefondsgurus sind auch verdammt reich, keine Frage. Drei Mal dürfen Sie raten, wie das gigantische Privatvermögen heranreifte.
Was lernen wir aus all dem? Passen Sie auf, nicht zu oft die Positionen zu traden. Wenn Sie Finanzprodukte kaufen, achten Sie darauf, was hinter der schönen Verpackung wirklich steckt. Vor allem können die Kosten eine große Belastung sein. So toll manch ein Hochglanzprospekt aussehen mag, der Teufel steckt im Detail (Kosten + Risiken).
Vergessen Sie das Trading. Das ist in meinen Augen für Privatanleger nicht dazu geeignet, um ein solides Vermögenspolster für die Rente anzusparen. Ich halte die Zockerei für Kinderkram. Es ist ein Traum die „schnellen Marie“ machen zu können. Wer es trotzdem tun möchte, kann schon mal den Abzählreim aufsagen: „Ene, mene, muh und raus bist du“.
Aktien sind herrlich, weitaus besser als die meisten Alternativen. Sie sollten nur mit ihnen richtig umgehen. Wenn Sie eine Aktie oder Indexfonds kaufen, geben Sie dem Investment Zeit. Passen Sie gut auf Ihr Geld auf, es ist in Ihrem eigenen Interesse.
Ich wünsche Ihnen viel Spass bei der Lektüre des Bundesbankberichts. Viel Erfolg an der Börse. Bingo.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Geldanlage: Langsam, sicher, stetig

  1. Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog

    Vor ca. 2,5 Jahren habe ich angefangen konsequent nur noch als Value Investor in US & Kanada Dividenden Aktien zu investieren. Die 10 Jahre davor an der Börse waren unter dem Strich verlorene Jahre mit Daytrading und Position Trading. Nur für die wenigsten ist Daytrading mit Optionscheinen und Knockout Zertifikaten langfristig gewinnbringend.

  2. Lord Nelson

    Wäre diese Strategie auch mit der von Gerd Kommer vereinbar? Habe das Buch noch nicht gelesen, aber schon viel gehört bzw. es wurde häufig darauf hingewiesen.

    Sinngemäß sollte man nur in ETF und Indizes investieren. Oder macht auch Buy & Hold bei Aktien + Dividende Sinn bzw. beide Varianten?

  3. Tom

    Hallo Tim,

    Ein Value-Investor braucht „Sitzfleisch“. Wie das Vorbild Warren Buffet. Er kauft Value-Aktien und hält diese „für immer“. Sein Warten wird belohnt.
    Kompliment zu Deinem Blog. Ich freue mich bereits auf Dein nächstes Thema.

    Mit freundlichen Grüssen

    Tom

  4. tim schaefertim schaefer

    @ finanzielle-freiheit-dividende-blog.de/
    Ich glaube die Trading-Erfahrung muss jeder Anleger machen, bevor das Value Investing beginnt. Ich habe einen Finanzprofessor in NYC getroffen, der hat als Hauptjob jahrelang nur getradet, bis er an einem Tag einen saftigen Verlust erlitten hatte. Dann ging er zum Value Investing über. Er las alle Bücher, die er dazu unter die Finger bekam. Er lehrt nun an der Uni Value Investing. Zudem berät bei einer großen Consultingfirma Kunden, wie sie bei Übernahmen (M&A) die Philosophie des Value Investings anwenden.

    @ Lord Nelson
    Ja, ich empfehle solide Dividendenaktien und Indexfonds. Beides zusammen macht Sinn. Oder jeweils nur das eine.

    @ Tom
    Danke für das Lob.

  5. Martin

    Wieder ein guter Artikel. Sehe ich genau so.

    Ich finde nur Anleger, welche nach 1-2 schlechten Tagen nach Erwerb schon traurig werden sind zu emotional. Ich halte zum Beispiel als Regel jedes Investment mindestens einen Monat. Wenn der Kurs sich viel besser als die Fundamentaldaten und auch relativ zum Markt entwickelt, wird auch mal ein Gewinn realisiert. An sich finde ich aber wie Tim langsam steigende Kurse am besten, da man dann nichts machen muss, außer Tee trinken und warten.

    Da ich noch nicht so alt bin, freue ich mich ohnehin mehr über fallende Kurse, da ich bis zur Rente noch ein mehrfaches meines jetzigen Depotwertes sparen möchte. Je niedriger ich einkaufe, desto besser.
    Vielleicht sind das dann eher Rentner, die sich nach ein paar schlechten Tagen sorgen machen?

  6. D.K

    Auch hier kann ich nur zustimmen.
    Vor allem beim Punkt, wenn man ein Aktienpaket erwirbt und am nächsten feststellt, dass die Aktie um zB 3% nach unten geht. So what?! Das ist die Börse, die Erde dreht sich weiter, es kommt ein neuer Tag.

    Aber muss auch an dieser Stelle zugeben, dass mich ab und zu das Trading reizt. Ich habe keine Angst Geld zu verlieren, für mich ist es einfach nur ein Spaß zu schauen, ob ich richtig liege mit meiner Einschätzung einer Aktie, die sich evtl. vor einem Aufschwung befindet.
    Mit Facebook lag ich richtig als ich Mitte Oktober ein Aktienpaket für knapp 15€ erwarb. Jetzt ist es an der Zeit auszusteigen bei knapp 24€.

    Habe mal gelesen, dass Menschen, die ihre Angst vorm Verlust bändigen können, erfolgreicher agieren.
    Nichtsdestotrotz muss man in kleinen Schritten anfangen und sein „Gefäß“ für das Kapital langsam aber sicher ausweiten. Dann kommt die Sicherheit und das Geld automatisch. Diese Diskussion hatten wir ja gestern in einem anderen Artikel…

    Ein schönes Wochenende an alle und genießt die börse-freien Tage!

  7. Chris

    Ich schaue zwar täglich in mein Depot und konsumiere auch einen Teil des Noises, aber die schaffen es nicht mich anzuregen 😀

    Und wenn ich mal das Verlangen nach einem Optionsschein habe, dann schaue ich mir einfach nur den Spread zwischen Geld und Brief-Kurs an. Dann vergeht mir direkt die Lust 😉

    Cheers und ein gutes Wochenende!

  8. tim schaefertim schaefer

    @ Martin
    Das mit den Tagesschwankungen im Kurs sehe ich genauso gelassen. Am besten nicht jeden Tag nach den Kursen schauen. Eine Gelassenheit zu entwickeln ist ratsam an der Börse. Ich würde indes nicht nach einem Monat wieder aussteigen. Ich halte meine Aktien sehr, sehr lange. Am liebsten Jahrzehnte lang. Diese Strategie wird mich sorgenfrei meine Rente genießen lassen, das weiß ich schon heute.

    @ D.K
    Gratulation zum Facebook-Gewinn. Ich habe das Papier unterschätzt. Ich habe nie gedacht, dass der Kurs so schnell zurückkommt.
    Für mich ist Facebook nichts, weil ich für Jahrzehnte mein Geld anlege. Für eine solch lange Phase ist mir die Historie von facebook zu kurz.

    @ Chris
    Stimmt. Die Dinger sind teuer, intransparent und mir zu riskant. Ich investiere nur in großartige Aktien. Das Spekulieren überlasse ich den anderen.

  9. Martin

    @Tim: Ich halte im Schnitt jahrelang. Aber letztes Jahr habe ich eine Aktie gekauft und ohne Änderung der Fundamentaldaten ist sie um mehr als 100% in weniger als 4 Monaten gestiegen. Von einem KGV von 3,3 ausgehend, habe ich dann bei einem KGV von 7 verkauft, was immer noch günstig war. Der Anstieg ging mir schlicht zu schnell. Das war nur die Psychologie gegenüber Griechenland. Mein Plan war auch lange zu halten, aber ich dachte, wenn es so schnell hoch geht, geht es vielleicht auch wieder schnell runter. Wäre der Gewinn entsprechend mitgestiegen, hätte ich gehalten. Heute ist die Aktie jedoch noch höher und zufälligerweise nahe meinem ursprünglich angenommenen inneren Wert. Dennoch bin ich mir nicht sicher, ob das Verkaufen ein Fehler war.

  10. Anna

    Hi Martin,
    zum letzten Satz in ersten Beitrag: Da müsste ich laufend Fracksausen haben. Die Angst ist wie die Gier eine Charakterfrage oder auch der Mentalität geschuldet.
    Grüße
    Anna

  11. Turing

    Dass man einfach still halten muss, konnte man in letzter Zeit gut bei der Nokia-Aktie sehen. Ich habe sie im Sommer gekauft. Die Gründe: Nokia hatte mittelfristig und langfristig eine sehr gute Perspektive, die Aktie war aber unglaublich billig, weil Nokia den Smartphone-Zug verpasst hatte. Und auch das Handy-Geschäft sollte man nicht vergessen, genauso wenig die über 10000 Patente. Nokia verdient sogar, wenn ein iPhone verkauft wird.

    Ich habe in den letzten Monaten eine unglaublich Berg- und Talfahrt miterlebt. Es ging im Sommer einmal ruckartig hoch, dann wieder runter, dann wieder hoch, diese Woche am Montag von 3,30 € bis Mittwoch auf knapp 3 €, um dann ab Donnerstag über 13 % zuzulegen.

    Ich hätte mich verrückt machen lassen können von dieser Volatilität. Natürlich gruselt es ein wenig, wenn es anfangs heißt, so dolle wäre die Verkaufszahlen des Lumia 920 nun auch wieder nicht. Ich bin froh, dass ich mich nicht habe von den Nachrichten verrückt machen lassen, die man bei finanzen.net ständig geliefert bekommt.

    Mich ärgert es auch ein wenig, dass mich überhaupt mit diesen Nachrichten auseinandersetze. Ständig werden Gerüchte gestreut. Nehmen wir nur mal folgenden Artikel:

    http://www.deraktionaer.de/aktien-weltweit/nokia–geht-der-aktie-die-luft-aus–doch-keine-glanz-zahlen–19141999.htm

    „Geht der Aktie die Luft aus?“, „Doch keine Glanzzahlen?“ – Der Autor stellt fragen, bleibt aber die Antwort schuldig. Sowas nennt sich Suggestivfrage. Suggestivfragen sind aber nicht besonders sauber. Wenn der Autor der Meinung ist, dass Nokia keine Glanzzahlen hat, dann soll er das schreiben, aber nicht suggerieren. Als Aktionär sollte man sich einfach den Quartals- oder Jahresbericht vornehmen, aber nicht diesen Müll bei deraktionaer.de lesen.

  12. tim schaefertim schaefer

    @ Turing

    Gratulation zum Mut und Durchhaltevermögen bei Nokia.

    Die Kunst besteht ja darin, all den Lärm und das Rauschen zu überhören im Markt. Der eine ruft KAUFEN, der andere VERKAUFEN, ein weiterer sagt HALTEN.

    Value Anleger bilden sich ihre eigene Meinung und bleiben dann Ewigkeiten dabei.

    Wer drei, vier oder fünf Jahrzehnte bei einem guten Unternehmen wie P&G, Kraft, Colgate, Exxon, Chevron, ConocoPhillips, Nestle, BASF, 3M, Berkshire, Pepsi, Johnson & Johnson, McDonalds, Coca-Cola, Walt Disney etc. dabei bleibt, wird eine gigantische Performance erzielen. Das ist jedenfalls meine Meinung. Es wird so unglaublich viel Geld sein, das kann man sich heute kaum ausmalen.

    Problem ist: Das hält halt keiner so lange durch. Weil eben was dazwischen kommt wie Krankheit, Arbeitslosigkeit, Umzug, Scheidung, Liquiditätsengpass …

    Mit Blick auf „DER AKTIONÄR“ bin ich voreingenommen. Wie jedes andere Medium hat das Magazin bzw. Portal sehr gute und schwache Artikel.

    Ich habe selbst schon genug „schwaches Zeug“ geschrieben.

    Es obliegt dem Leser, das Beste aus dem breiten Angebot zu machen.

    Viele Grüße an alle und ein schönes Wochenende
    Tim

  13. StefanStefan

    Ich sehe das mit den Dividenden-Aristokraten lange halten ja auch so.

    Andererseits frage ich mich: wenn es so leicht ist eine Mc Donalds zu kaufen und dann nach 20 Jahren eine Wahnsinns-Rendite zu erzielen, warum macht es dann nicht jeder so?

    Viele Amerikaner sparen ja tatsächlich langfristig in den Klassikern P&G, McD, KO, J6J an. Kann das dann überhaupt noch klappen frage ich mich?

    Ist ja alles hinlänglich bekannt…

  14. tim schaefertim schaefer

    @ Stefan

    Es ist ja bekannt, dass eine gesunde Ernährung und Bewegung (Sport) gut für den Menschen ist. Trotzdem rauchen, trinken, essen sie wie Scheunendrescher. Millionen haben Ballonbäuche.

  15. Markus

    ich denke 15 % jährliche Rendite wird man sicher nicht mit den Dickschiffen bekommen, außer man schafft es den Großteil der Aktien wären eines ordentlichen Crashes zu kaufen. Realistisch würde ich eher 8 % halten.
    Eine riesige Summe damit aufzubauen… Na ja, das liegt im Auge des Betrachters! 300 000 € halte ich nicht für riesig. Abhängig ist das ganze natürlich vom Anlagehorizont, Einlage bzw. monatlicher Sparrate, Geduld und Gesundheit.

  16. Frank

    Hallo,
    mit dem größten Teil des Geldes investiere ich in Dickschiffe, manchmal jucken mich aber Sondersituationen:
    Wacker Chemie bei 60 Euro gekauft wegen Sippenhaft Solarkrise. Dann auf 40 runter, da zweifelt man schon.Jetzt stehen sie wieder bei 60 Euro.
    Hat mit Value nicht viel zu tun, ist aber manchmal das Salz in der Investsuppe;-)

  17. tim schaefertim schaefer

    @ Markus
    Ich weiß nicht, warum die Giganten schlechter abschneiden sollen als der Schnitt. Die haben viel mehr Feuerkraft, was Aktienrückkäufe und Dividenden angeht. Die Skaleneffekte sind massiver. Insofern gehe ich von mehr als 8% aus. Kommt es zu Rückschlägen (Rezession, Krise, PR-Problem) kaufe ich solche Positionen zu.

    @ Frank
    Wacker Chemie habe ich mir angeschaut. Ich glaube, es war nach Deinem Hinweis hier im Blog. Danke dafür.Ich schrieb im Oktober über den ausgebombten Kurs.

  18. Markus

    na ja, die ca. 10 % Rendite sind Vergangenheitswerte, Vorsteuerrendite, Nominalrendite und mit leverage durch Kredite aufgebaut worden. Allerdings werden die großen Dickschiffe jetzt nicht so die großen Probleme mit Eigenkapital haben, wenn das deleveragen irgendwann in Form von Steuern usw. beginnen sollte. Keine Ahnung, ich bin kein Hellseher… Mit 8 % realer Rendite wäre ich schon zufrieden. Dass es 20 Jahreszeiträume mit +/- 0 schon an der Börse gegeben hat, ist ja nichts neues. Waren allerdings am Shiller – KGV zu erkennen. Nur war damals das Internet nicht so wirklich gebräuchlich.;-)

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