Geld ist mehr wert als Zeug: Mach aus Geld mehr Geld. Lass es für Dich arbeiten


New York, 11. Oktober 2017

Geld ist wichtiger als Plunder. Geld kann Freiheit bedeuten. Also schütze Dein Einkommen. Verpulver nicht alles. Geld ist sehr mächtig. Das wussten Leute wie Karl Marx, Mario Gesell oder Max Weber.

Finanztheoretiker Silvio Gesell hatte vor 100 Jahren ein großes Problem mit dem Geld. Er wusste über seine Macht. Er betrachtete Geld sogar mächtiger als Güter, was im Prinzip stimmt. Denn wenn ein Landwirt seine Kürbisse, Zwiebeln, Äpfel nicht rechtzeitig verkaufen konnte, verdarb das Grünzeug und wurde wertlos.

In guten Erntephasen drehten sich die Preise nach unten. Verbraucher konnten in Ruhe abwarten und günstig die Ware abstauben. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Der Preis für einen Liter Milch fiel im Frühjahr 2016 erstmals unter 20 Cent. In den USA sind die Eierpreise nach einer Überproduktion ins Bodenlose gefallen.

Wir können vom Joker-Vorteil des Geldbesitzes sprechen. Viele Güter verlieren ohnehin schnell an Wert. Wer Güter besitzt, ist oft im Nachteil. Ware verrottet, verfällt, wird alt und wertlos mit der Zeit.

Ein Auto, ein Smartphone, Computer, Mode, Möbel…

Meine Prioritätenliste sieht daher das Geld vor den Gütern (Zeug, Auto, Mode…). Geld gibt mir Freiheit.

Wer schlau ist, schützt daher sein Geld. Verhalte Dich mit ihm wie ein scheues Reh. Geld hat viele Vorteile. Geld macht Geld. Wenn Du es smart anlegst, wird mehr daraus.

Silvio Gesell beklagte sich darüber. Wir können uns darüber beklagen, wie wir wollen. Wir können es nicht ändern. Wir leben nun mal in einer kapitalistischen Welt. Wie kannst Du es besser machen? Halte Deinen Konsum in Grenzen.

Die Weltbevölkerung explodiert. Ein riesiger Ausstoß von Konsumgütern wird täglich produziert, der unters Volk kommt. Das bringt ein Elend mit sich. Übertriebener Konsum führt in die Verarmung. Menschen kaufen für die Symbolik. Sie wollen ihrem Umfeld zeigen, wie erfolgreich sie sind. Es kommt dann zuweilen zu absurden Entscheidungen. Wer 30.000 Euro verdient, kauft einen Neuwagen für 35.000 Euro auf Kredit.

Manche fristen ein scheußliches Leben. Die Wünsche sind eben größer als der Geldbeutel es zulässt. Das rächt sich. Es gibt nie ein genug an Konsum. Die Latte wird immer höher gelegt. Mehr Autos, mehr Haus, mehr Urlaub, mehr Mode. In den USA sind begehbare Kleiderschränke etwas Normales geworden. Es muss immer mehr werden. Das ist das Getriebe. So funktioniert das Gehirn. Es ist eine Art Konsumgier.

Das ist eine gute Dokumentation, die beschreibt, was in der heutigen Konsumgesellschaft falsch läuft:

Wenige Menschen dominieren das kapitalistische System. Warren Buffett ist zum Beispiel einer. Immer mehr Geld ist in immer wenigen Händen. Der Großteil des deutschen Volksvermögens halten Leute wie Susanne Klatten, Stefan Quandt (beide BMW), Beate Heister oder Theo Albrecht (beide Aldi).

Sie machen aus Geld noch mehr Geld.

Dem Bürger kann ich nur raten: Du musst Dich um Deine Altersvorsorge kümmern. Ich nenne es Zukunftssicherung. Du musst für Dich selbst sorgen. Es kommt kein Engel vorbeigeflogen, der Dich reich macht.

Deutschland wächst. Die Arbeitslosigkeit sinkt. Eigentlich sind die Voraussetzungen gut, um Vermögen aufzubauen.

Ich finde es schöner, anstatt ins Einkaufszentrum zu düsen, mit dem Rad in die Natur zu fahren. Brombeeren zu pflücken. Den Strand in Brooklyn entlang laufen. Den Wind vom Meer am Körper zu fühlen. Den Mond aufgehen zu sehen.

Ich habe mich 2007, 2008, 2009… mit Heinz-Ketchup-Aktien eingedeckt. Ich hielt den Weltmarktführer für ein starkes Investment. Ich hielt 2009 einen Vortrag (PDF) über den Lebensmittelhersteller. Und nannte es eine Aktie “ganz nach Buffetts Geschmack“. Tatsächlich schluckte 2013 Buffett den Roten-Soßen-König aus Pittsburgh komplett. Eigentlich ist die Geldanlage nicht schwierig. Am einfachsten machst Du es Dir mit ETFs. Kauf jeden Monat ETFs. Fertig. Richte einen Sparplan ein. Einfacher geht es kaum.

Wer nicht spart, wird vermutlich ewig arbeiten müssen. Denn wegen der alternden Bevölkerung sinkt die Leistung aus der gesetzlichen Rentenkasse. Menschen stehlen sich selbst die Zeit, die wir das Leben nennen. Sie müssen bis zum 70. oder 75. Lebensjahr arbeiten, wenn die Rente nicht reicht. Altersarmut breitet sich in Deutschland aus.

Gerade junge Menschen haben ein Problem, die sich auf die gesetzliche Rente verlassen. Erstaunlich viele unterschätzen aber die Problematik, wie eine neue Studie zeigt.

Wer gemein ist, würde sagen: „Viel Spass bei der Arbeit. Ich verdiene lieber mein Geld im Schlaf.“ Und in der Tat ist es so bei besonders fleißigen ETF- oder Aktiensammlern. Eines Tages kann es sein, dass Dein Depot mehr Geld einbringt als Deine aktive Arbeit.

Zurück zu Silvio Gesell. Solche Denker wollten Einheitspreise schaffen oder das Geld ganz aufgeben. In der Theorie funktionierte das, aber nicht in der Praxis. Natürlich ist der Kapitalismus zu Teilen der Bevölkerung hart. Es braucht einen Staat, der eingreift. Aber im Prinzip hat der Kapitalismus die Herrschaft übernommen. Wenn Du den Kapitalismus nicht abschaffen kannst, nutze ihn zu Deinem Vorteil. Kauf Aktien oder ETFs. Und hab Geduld.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Geld ist mehr wert als Zeug: Mach aus Geld mehr Geld. Lass es für Dich arbeiten

  1. Andre

    Schöner Artikel Tim!

    Habe den Link gleich an mehrere Bekannte und Freunde geschickt;-)

    Kann nie schaden und daraus lernen können die allemal.

    Ich möchte vielleicht noch Eigentum (Grundstück, Haus, ETW) zum Geld/ETF/Aktien ergänzen. Solange es günstig erworben und nicht über den persönlichen Limit liegt.

     

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Andre

    Danke.

    Ja, Immobilien können Teil des Vermögensmixes sein. Wenn Du ein abbezahltes Haus/ETW irgendwann hast, dann ist das herrlich. Ich würde darauf achten, nicht zu viele Schulden aufzunehmen. Tilge zügig. Und bring mindestens 20 Prozent Eigenkapital mit.

  3. Lena / Anna

    Hallo Tim,

    Danke für den Beitrag. Ich habe mir die Doku angesehen 🙂 Allerdings: weißt du, ob die Beträge, die da am Anfang verglichen wurden, schon inflationsbereinigt sind?

    Ich hab dieses Jahr schon fleißig gespart. Mein Hauptkonsumfeld sind Kunstbedarf, eBooks und Geschenke (meistens Gutscheine). (Ah, und natürlich Lebensmittel). Bei dem Rest (Kleidung, Möbel, …) habe ich dieses Jahr noch fast gar nichts gekauft. Ein Auto habe ich auch nicht. Trotzdem kann man bei mir sicherlich noch das Ein oder Andere optimieren.

    Mein Freund und ich sind bei Lebensmitteln sehr sparsam eigentlich. Im Schnitt sind es ca. 100 € pro Person im Monat, und wir kaufen immer bei ALDI. Wir gucken bei Lebensmittel wirklich ausschließlich auf die Preise und bei Kosmetikartikeln habe ich mir das auch angewöhnt. Ob das so super ist, weiß ich aber allerdings auch nicht.

    Viele Grüße aus BaWü

  4. Finanzmixerin

    Offtopic: mein Blog wurde kopiert. Hat jemand Tipps für mich den Täter auszusperren? Sodass neue Beiträge nicht mehr kopiert werden?

    Bzw. Was kann ich tun, es ihm schwerer zu machen?

    Scheint jemand aus den USA zu sein.

    Lg Tanja

  5. Felix

    Hallo Tim,

    höre ich da etwa unterschwellige Kapitalismuskritik heraus? Bei jemanden, der damit finanziell frei geworden ist?

    Der gesamte frühere Ostblock (außer die Wähler der DIE LINKE) hätte sonst was dafür gegeben, in kapitalistischen Verhältnissen leben zu können. Halb Afrika will nach Europa, genauer nach Deutschland, nicht, weil hier das Wetter so schön ist, sondern weil der Kapitalismus hier für Wohlstand der breiten Masse sorgt.

    Manche Dinge, wie Freiheit, Rechtsstaat, gute medizinische Versorgung uvm., halten wir, wie den Kapitalismus, solange für selbstverständlich oder sogar kritikwürdig bis wir sie nicht mehr haben.

    Dabei haben wir das Glück, dass wir uns an den besten Unternehmen der Welt beteiligen und von deren Wertschöpfung profitieren können. Wir wechseln damit mehr oder weniger von der Seite der abhängig Beschäftigen auf die Unternehmerseite. Das gibt es für die breite Masse nur im ach so bösen Kapitalismus. Ich finde das äußerst demokratisch und chancenreich, gerade, wenn man aus einfachen Verhältnissen stammt.

    Während sozialistische Länder, siehe aktuell Venezuela, ihre Bevölkerung regelmäßig in die Armut, Knappheit und ins Elend führen, obwohl sie vorgeben, das Gegenteil zu wollen, ist im Kapitalismus eher der Überfluss das Problem. Ich jedenfalls weiß, wo ich leben will.

  6. Ruben

    „Wenn Du den Kapitalismus nicht abschaffen kannst, nutze ihn zu Deinem Vorteil. Kauf Aktien oder ETFs.“

    Das ist für mich der entscheidende Satz. Wenn Konzerne das Weltgeschehen bestimmen, dann hilft nur mit Aktien Teil dieser Konzerne zu werden.

    „Viele junge Bürger unterschätzen das Problem, so eine Umfrage der Fondsgesellschaft Union Investment, die den Vorsorgeatlas in Auftrag gab. Die Deutschen würden lieber für einen Notgroschen und den Vermögensaufbau sparen, als Geld in die Altersvorsorge zu stecken.“

    Das ist aus Tims verlinkten Artikel aus der SZ. Ich verstehe die jungen Bürger sparen schon für den Vermögensaufbau und somit auch für die Altersvorsorge, nur nicht in die Riester Rente Produkte der Union Investment. Das schmeckt Union Investment natürlich gar nicht mit ihren überteuerten Produkten.

  7. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Lena / Anna

    Sparsam. Das gefällt mir. Bei Euch sollte die finanzielle Freiheit möglich sein. Ihr habt die richtige Einstellung für die Freiheit.

     

    @ Didi

    Danke!

    @ Felix

    Ja, manchmal denke ich schon kritisch darüber nach. Ich muss mir übers Zurückgeben Gedanken machen. (Du verstehst mich.)

    Der Kapitalismus ist den anderen Wirtschafts-/Gesellschaftsformen überlegen, weil er die Motivierten/Erfolgreichen fürstlich belohnt. Da stimme ich zu. Schau Dich nur in Kalifornien um. Die Internet-Größen werden mit Geld dort überschüttet. Das zeigt, dass das System funktioniert. Erfolg wird tausendfach belohnt.

     

    @ Ruben

    Genau. Vor komplexen Finanzprodukten schrecke ich wie Du zurück. Altersvorsorge kann jeder selbst in die Hand nehmen. Niemand braucht Gebührengräber.

  8. Christian

    Silvio Gesells Ideen wurden im einem Experiment sehr erfolgreich ausprobiert Das Wunder von Wörgl .

    Und der war kein Kapitalismuskritiker im verbreiteten Sinne. Denn er war absolut für eine freie Marktwirtschaft – gar nicht für Sozialismus oder dergleichen. Er war aber ein scharfer Kritiker des Geldsystems.

    @Anna/Lena

    Sparsamkeit ist eine Zier. Geiz ist aber hässlich. Der Unterschied besteht zum Beispiel darin: Wenn ich nur billigstes Fleisch/Wurst/Käse kaufe, dann bekomme ich natürlich viel für wenig Geld. Aber wer bezahlt dafür? Die Tiere mit ihrem Leben! Die werden sehr oft grausamst massakriert – man könnte das zum Teil schon als pervers bezeichnen was da abgeht – nur um Billigware werden zu können. Einem anständigen Menschen ziemt so etwas zu unterstützen nicht! Auch nicht mit dem Argument, schneller die finanzielle Freiheit zu erreichen. Das ist dann Geiz.

    Sparsamkeit wäre es, einfach weniger zu kaufen.

    Neulich war ich auf notgedrungen spazieren auf einem Feldweg in Sachsen-Anhalt bei Bitterfeld. Was ich da erlebt habe. So weit das Auge reichte, bis zum Horizont, nur Acker. Da wuchs kein Grashalm, da war kein Käfer. Meine Hunde hatten nix zu schnuppern, denn da war einfach nichts. Wie die geguckt haben. Wo sind wir denn hier? Wie auf dem Mond (zumindest stelle ich es mir da so vor, bloß in Gelb). Ich glaube, dort wurde RoundUp  gesprüht und scharfe Insektizide. Da lebte nicht mal mehr ein Regenwurm. Du wurde ich depressiv und dachte dabei an günstiges Gemüse.

    Und ich dachte mir: „Watn Glück hab ick keene Kinder“. Wenn irgendwann mal die ganze Welt so aussieht, na dann gute Nacht. Dann steig ich lieber in meinen Ammersee und komm da nichtmehr raus;)

  9. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Christian

    Danke für die Ergänzung/Hinweis zu Herrn Gesell. Er hatte eine spannende Idee.

    Ich bin für eine gesunde und nachhaltige Ernährung. Ich esse jede Menge Salate. Kein Fleisch! Ich finde es schlimm, wie Tiere in Fabriken gehalten und gequält werden.

    Ich sollte mal ein Video machen, wenn ich donnerstags mein Bio-Gemüse vom Landwirt abhole. Das ist so lecker und so aufregend.

    Heute war ich mal wieder Salat essen. Schmackhaft:

    https://youtu.be/C5F4MorUNDI

    *************

    Roundup steht unter Krebsverdacht in den USA:
    http://www.cnn.com/2017/06/28/health/california-glyphosate-cancer-chemical-listing/index.html

  10. Anna

    @ Christian

    Also: Ein Feld muss nach der Ernte neu bestellt werden. Da wird gepflügt, geeggt und neu eingesät, könnte Roggen, Weizen, Wintergerste oder Raps sein. Wenn das gerade erst passiert war, dann siehst Du keinen Halm und wohl auch keinen Regenwurm. So, Landwirtschaftskurs zu Ende und nun verkaufe Deine Monsanto, Bayer und ähnliche, wenn Du Glyphosat in Verdacht hast… Ich glaube nicht, dass es zu bestimmten Jahreszeiten in bestimmten Gebieten der Staaten anders aussieht.

    Gruß

    Anna

  11. EzRacingteam

    @Lena/Anna: Du schreibst Kunstbedarf. Malst /zeichnest Du? Ich überlege, ob es sinnvoll ist eine Nähmaschine anzuschaffen und Kleidung selbst zu nähen. Bin aber sehr unschlüssig, weil a) Anschaffungskosten Maschine /Material etc. und dann die permanent vorhandenen Folgekosten für Schnittmuster /Stoffe etc. Außerdem brauch man wieder Platz, um all diese Dinge zu verstauen (also Kosten für Schrank kommen auch noch). Auf der anderen Seite ist es mir gerade am Wochenende sehr langweilig oder wenn mein Freund auf Dienstreise muss.  Ich mache zwar fast täglich Sport, aber damit überbrückt man auch nur maximal drei Stunden. Was mit dem Rest der Zeit anfangen?

  12. Christian

    @Anna

    Na ganz blöde bin ich ja nun nicht. Darüber hinaus bin ich hier im schönen Bayern. Auch da gibt es natürlich Äcker. Wenn man da nach dem Pflügen vorbei läuft, dann sieht man ganz deutlich, dass da was lebt. Und es ist viel Kleinteiliger, also nicht so weit das Auge reicht. Dafür ist das Gemüse hier, was man auf dem Markt kauft, auch deutlich teurer, aber eben auch ökologischer.

    Und hier im schönen Bayern wächst auch was, direkt angrenzend an den Acker. Dort wo ich war, bei Bitterfeld, da wuchs wirklich am Rande gar nichts. Da war alles todgesprüht. Das war wirklich beängstigend und das ging nicht nur mir so.

    Ich möchte auch den Leuten, die dort Leben müssen, keinen Vorwurf machen. Die können da nichts dafür. Das sind andere Leute die dort die Landwirtschaft planen.

    Was ich ansprechen wollte, ist, dass es auf unserer schönen Erde doch ökologische Probleme gibt, die man leider nicht alle wegdiskutieren kann. Man kann sich Mühe geben das einzudämmen. Ganz wird es wohl nicht gelingen, auch auf ökologische Art nicht. Denn einen Eingriff macht man ja immer.

    Aber die Bemühung, nicht für seinen Geiz alles aufs Spiel zu setzen und ein paar Pfennige mehr für bessere Lebensmittel auszugeben, halte ich für Edel.

    Wie gesagt, Geiz ist eine Todsünde und ist hässlich. Sparsamkeit ist ein Zier.

    Ich höre ja auch bei „Klimaskeptikern“ ganz genau hin. Dann frage ich mich: „Warum sind sie wohl Klimaskeptiker?“. Vermutlich leugnen sie, um Ihren Lebenswandel nicht ändern zu müssen. Oder mehr Reichtum anhäufen zu können. Was meinst Du?

    Und wegen Bayer Aktien etc. Ich denke, die größte Macht geht vom Verbraucher aus. Wie heißt es so schön „Mensch erkenne Deine Macht, stets beim Einkauf nachgedacht“

     

     

  13. Lena/Anna

    @Tim

    Danke! Ich hoffe es auch. Mein Freund spart zwar auch sehr strikt, aber er investiert noch nichts. Aber vielleicht kommt das noch. Im Moment ist er noch etwas skeptisch. (Ich habe auch erst dieses Jahr begonnen).

    @Christian

    Vielleicht hast du Recht mit diesem Unterschied.

    @EzRacingteam

    Ja genau 🙂 Wenn dir nähen Spaß macht, warum nicht? Ich denke schon, dass das auf Dauer günstiger ist.

     

  14. June

    @EzRacingteam,

    Nähen ist ein tolles Hobby.  Um sich  selbst passende Kleidung zu nähen, muss man  es aber schon richtig gut können. Außer einer Nähmaschine, den Stoffen und dem Zubehör, was wahnsinnig teuer sein kann, benötigst du außerdem noch eine Schneider -Puppe, damit deine Kleidung dir dann auch richtig passt. Meist kauft man sich nach einiger Zeit  auch noch eine Overlockmaschine. Um Geld zu sparen    lohnt es sich nicht, seine Kleidung selbst zu nähen. Selbst gemachte Kleidung ist meines Erachtens viel,viel teurer.  Leih dir doch erst mal eine Maschine aus, und mach einen Nähkurs bei der VHS.

    Take care,

    June

     

  15. Ex-Studentin

    Ich habe nicht mal was gegen Massenproduktion, wenn dafür die Produkte länger halten. Geräte sollten nicht kurz nach der Garantie kaputt gehen. Man sollte keinen neuen Fernseher kaufen, weil er zu „klein“ geworden ist. Man sollte Dinge so bauen, dass man sich Gedanken machen muss, wem man die Sachen vererbt. Wir könnten unseren Müll stark reduzieren. Ich bin trotzdem Teil des kapitalistischen Systems, hoffe aber, dass die Welt auf Dauer klüger wird.

    @Christian

    Ich höre ab und zu von Bekannten, dass sie in diese Welt keine Kinder setzen wollen. Aber ich denke mir, dass man durch Erziehung die Denkweise positiv beeinflussen kann. Falls ich mal Kinder habe, tragen diese hoffentlich zur schrittweisen Verbesserung der Welt bei. Das Leben ist ein großes Geschenk.

  16. Christian

    @ Jenny

    Ich habe auch nichts gegen Massenproduktion. Handys in einer Manufaktur herzustellen bringt wohl keinen Vorteil.

    Meine Partnerin ist Vet. Med. Wissenschaftlerin. Sie hat neulich ein Projekt begleitet, bei dem es um eine „Artgerechte Massentierhaltung“ (scheint ein Widerspruch in sich zu sein) ging. Aber siehe da: die Milchrinder waren zwar sehr viele, aber der Platz war auch groß. Die hatten überwiegend Auslauf und sind von alleine in eine Melkanlage gelaufen. Das Projekt war ein ziemlicher Erfolg aus Sicht des Tierschutzes. Denn die klassische Anbinde-Haltung, wie sie hier in Bayern noch praktiziert wird, bei der die Kuh ihr Lebtag lang an einer Kette durch die Nase befestigt ist und nicht mal drei schritte vor und zurück gehen kann, ist auch keine erstrebenswerte Alternative zur „Massentierhaltung“.

  17. Ex-Studentin

    Ja, bei der Massentierhaltung stimme ich dir zu! Schönes Projekt deiner Frau. Ebenso würde ich mir Kochunterricht an Schulen wünschen. Wenn Leute mehr Ideen hätten, was man alles ohne Fleisch kochen kann, wäre vieles leichter. Ich habe Vegetarier immer bewundert, aber auch bemitleidet. Jeden Tag Nudeln mit Tomatensoße, im Restaurant Käsespätzle. Ein Veganerfreund hat alles durch Zucker ersetzt, dass man beim ersten Bissen Diabetes bekam. Zumindest war das in meinem Bekanntenkreis so, was mich sehr abgeschreckt hat. Manche ernähren sich zueinseitig.

  18. Daniel

    Der gesamte frühere Ostblock (außer die Wähler der DIE LINKE) hätte sonst was dafür gegeben, in kapitalistischen Verhältnissen leben zu können. Halb Afrika will nach Europa, genauer nach Deutschland, nicht, weil hier das Wetter so schön ist, sondern weil der Kapitalismus hier für Wohlstand der breiten Masse sorgt.

    Der Kapitalismus hat hier für den Wohlstand gesorgt ober ob es der Kapitalismus ist, der diese Menschen anzieht, ist äußerst fraglich. Ich würde es eher als Gegenteil bezeichnen. Das, was die Leute anzieht ist ein „scheinbar“ noch funktionierender Sozialismus, in dem, einmal eingewandert, eine Art Sicherheitsnetz dafür sorgt, dass man nicht auf der Straße leben muss, wie es eigentlich in fast der gesamten restlichen Welt der Fall wäre. Kapitalismus setzt Eigenverantwortung und Initiative und in gewisser Weise das Recht des Stärkeren voraus. Ich glaube kaum dass die Menschen die derzeit nach Deutschland ziehen, mal wertfrei ausgedrückt, diesem Prinzip folgen. Und ich kann mir auch nicht vorstellen dass Deutschland als Arbeitnehmerland so eine Anziehungskraft hat (Stichwort hohe Steuer und Einkommensbelastung) dass man es vorzieht hier zu arbeiten. Würde ich irgendwo in Indien sitzen, hätte eine gute Ausbildung und wäre international aufgestellt wären die USA für mich Anlaufstelle Nr.1

    Sparsamkeit ist eine Zier. Geiz ist aber hässlich. Der Unterschied besteht zum Beispiel darin: Wenn ich nur billigstes Fleisch/Wurst/Käse kaufe, dann bekomme ich natürlich viel für wenig Geld. Aber wer bezahlt dafür? Die Tiere mit ihrem Leben! Die werden sehr oft grausamst massakriert – man könnte das zum Teil schon als pervers bezeichnen was da abgeht – nur um Billigware werden zu können. Einem anständigen Menschen ziemt so etwas zu unterstützen nicht! Auch nicht mit dem Argument, schneller die finanzielle Freiheit zu erreichen. 

    Grundsätzlich gebe ich Dir Recht, allerdings lässt sich das aus einer angenehmen Position heraus eine solche Auffassung schnell einnehmen. Denn Dir (unterstelle ich einfach mal) bleibt die Wahl. Jemand, der jeden Cent zweimal umdrehen muss eben nicht. Er hat häufig nur die Option billig zu kaufen. Und ob teuer dann zwangsweise besser ist, ist ebenfalls fraglich. Bei Fleisch würde ich dem sogar irgendwie zustimmen, aber glaubst Du dass ein Hugo Boss Polo Shirt ökologisch sinnvoller hergestellt wird als ein Polo das ich mir bei C&A für einen Bruchteil des Geldes hole? Bei teuren Produkten wird häufig nur das Branding mitbezahlt.

    Man hört es oftmals nicht gern wenn ich das rausposaune, aber der größte ökologische Gewinn für die Welt wäre zunehmender Wohlstand, und das passiert auch grade. Mehr Wohlstand<>mehr Bildung. Mehr Bildung, besser Job, besserer Job, mehr Geld, mehr Geld weniger Bedarf eine große Familie zu „erzeugen“ die einem wie im Mittelalter auffängt wenn ich älter werde. Weniger Menschen, mehr freiwerdende Recourcen. Mehr Recourcen umso ökologischer können sie angebaut werden und können auch gekauft werden weil die Menschen es sich leisten können. Einem armen Menschen in Afrika oder Indien der jeden Tag ums Überleben kämpft wirst Du niemals begreiflich machen können dass eine nachhaltige Landwirtschaft oder „Mülltrennung“ irgendwie wichtig ist.

    Ich habe nicht mal was gegen Massenproduktion, wenn dafür die Produkte länger halten. Geräte sollten nicht kurz nach der Garantie kaputt gehen. Man sollte keinen neuen Fernseher kaufen, weil er zu „klein“ geworden ist. Man sollte Dinge so bauen, dass man sich Gedanken machen muss, wem man die Sachen vererbt. Wir könnten unseren Müll stark reduzieren. Ich bin trotzdem Teil des kapitalistischen Systems, hoffe aber, dass die Welt auf Dauer klüger wird.

    Sehe ich anders. Bei geplanter Obsoleszenz bin ich bei Dir, aber man kann nicht immer alles bis in die Ewigkeit aufbewahren. Beim Beispiel Fernseher. Ginge es danach, würde ich immer noch vor meinem 30cm Röhrenfernseher von ITT mit „ideal Color“ sitzen. Und viele andere ebenso, denn da die Geräte damals einfach wartbar waren, hätte auch heute noch, jeder diesen Fernseher zu Reparatur gebracht. Jetzt habe ich einen 50″ Plasma der mir auch nach Jahren noch jeden Tag beim Film und Serien schauen Spaß macht. Auch würde ich immer noch mit der Kodak Kamera aus den 70ern photographieren, die schöne neue Digitalwelt würde ich nicht mal kennen mit allen Vorzügen. Es käme einem technologischen Stillstand gleich. Und ob der Anspruch ist den Rest seines Lebens in immer denselben Möbeln zu sitzen ist ebenfalls fraglich.

    Viel wichtiger als die Langlebigkeit finde ich eigentlich die Verwertbarkeit. Jeder könnte auch heute noch mit den Nokia 5110 telefonieren, aber möchte man das? Möchte man nicht vielleicht nicht doch irgendwnan mal ein Smartphone mit Touch-Display haben das auch mal etwas mehr kann? Von mir aus können sich die Leute alle 2 Jahre einen neuen TV kaufen, ich würde eher von Samsung oder Anderen verlangen wollen, dass sie sicherstellen können, dass sie eine Recyclingquote von z.B. 95% schaffen oder Ähnliches.

    Gruss Daniel

  19. Gurki

    In einer der letzten Beiträge habe ich ja gesagt, dass ich das Projekt „Kellerausmistung“ vornehmen will. Dies wird am kommenden Wochenende starten! 🙂

    Bei Starkregen ist nämlich ein wenig Wasser in den Keller gekommen (Pfützen) und ein paar Kartons wurden beschädigt. Dies nehme ich jetzt mal zum Anlass zum aufräumen, aussortieren und wahrscheinlich das meiste wegschmeissen.

    Um gewappnet vor erneuten Angriffen der Flora und Fauna zu sein, werde ich Europlatten unter die Kartons legen. Teure Investition! Aber für zukünftige Kellerräume bin ich dann gerüstet. Die Europaletten halten ja denke ich ein paar Jahrzehnte?!

    Es wird hoffentlich ein befreiendes Gefühl im Inneren entstehen. 🙂

  20. Oliver

    Zur Zeit sieht man in der Presse immer wieder Artikel zur Altersvorsorge und speziell zur gesetzlichen Rente. Komischerweise ist es um die Betrügerverträge Riester/Rürup ganz ruhig. Wäre ich heute 20, würde ich mich gar nicht auf die gesetzliche Rente verlassen. Der Generationenvertrag wurde in den letzten Jahrzehnten stückweise von der jeweils älteren Generation auf Kosten der jüngeren Generation aufgekündigt. Die jetzigen Rentner spüren schon langsam – trotz der Rente mit 63 für einige – die ersten Auswirkungen. Hätte ich nicht so viel gespart, würde ich mit Sicherheit bis etwa 70 arbeiten müssen. Und ich bin 51 Jahre alt, soviel zum Vertrauen zu diesem System. Nicht umsonst rechnen die gegenwärtigen Politiker nur bis 2030, das hat schon seine Gründe. Das komische ist, dass viele dieses Altersproblem, was ja jeden persönlich trifft, einfach so verdrängen. Ich verstehe das einfach nicht.

    Ich arbeite noch Vollzeit, merke aber, dass das Leben nicht ausschließlich für die Arbeit gedacht ist. Warum auch, es gibt viele andere schöne Dinge. Naturgemäß ist es sehr gut, wenn man eine sinnvolle Aufgabe oder etwas gefunden hat, was einen Spaß macht. Ich schätze aber, dass drei viertel der arbeitenden Bevölkerung entweder nur eingeschränkt oder gar nicht in dieser Situation sind. Es geht hauptsächlich darum, die monatlich anfallenden Rechnungen zu bezahlen, weil es anders nicht geht. Von daher sehe ich langfristiges Sparen als reinen Selbstschutz an, um eben im Alter nicht vom Staat abhängig zu sein oder im ganzen Leben nur die Träume anderer zu unterstützen, indem ich meine Zeit komplett hergebe.

    Tim hat zwischen den Zeilen etwas wichtiges geschrieben. Kraft Geburt haben wir die Möglichkeit, mithilfe des bestehenden Ausbildungssystems eine gute Stelle zu finden und damit genug Geld zu verdienen, um sich langsam Rücklagen zu schaffen,also das wirtschaftliche System für sich vorteilig auszunutzen. Im Grunde simpel, aber wenn ich mich umschaue, macht das fast keiner. Natürlich gibt es die Verschwender, aber auch hier ist es nur eine Teilmenge aller Leute und der Prozentsatz der extremen Geldverschwender ist nicht sehr hoch. Bei vielen Leuten ist es auch nur ein Lebensabschnitt – meistens wenn sie jünger sind – um zu sehen wie das ist und was für Auswirkungen das hat. Selbst Tim ist das passiert und mir natürlich auch. Was solls, kein Grund, depressiv deswegen zu werden.

    Schlimmer ist, dass die Leute sich keine Finanzbildung aneignen. Ich kenne einige, die viel sparen. Sei es Haus, oder Versicherungen, irgendwelche Banksparverträge oder sonstiges, wo nichts bei rumkommt. Ich habe z.B. eine private Mini-Rentenversicherung, die seit ein paar Jahren läuft. Ich spar da irgendwas mit 35 EURO/Monat, das Ding ist jetzt nach Jahren 2.000 EURO wert und meine Zinsen/Zuschußanteile – wie immer man das nennen mag – sind stattliche 18 EURO. Das heißt, ich habe gespart und trotzdem Geld verloren. Warum ich den habe? Nur um zu sehen, dass ich mit meinen anderen Anlagen richtig liege. Das Dilemma ist, dass diese ganzen Verträge, je komplizierter sie sind, für den Abschließenden nichts taugen. Deshalb taugt Riester auch nichts trotz z.T. sehr hoher Zuschüsse seitens des Staates. Ich würde sagen, dass ca. 80% der Bevölkerung irgendwelche solcher nutzloser Verträge bespart, sprich das Geld zum Fenster rauswirft. Rechtssicherheit ist auch nicht gegeben, wie z.B. der nachträgliche Beschluß zur Einbeziehung von Betriebsrenten zur Sozialversicherung und Versteuerung zeigen. An und für sich sollte man Riester/Rürup komplett abschaffen und das bezuschußte Geld für die gesetzliche Rente verwenden.

    Gleiches beim Immobilienkauf. Ein Haus kaufen ist von den Nebenkosten irre teuer. Dann die Instandsetzungen, der Hang zu große Immobilien zu erwerben, wieder zusätzliche Steuern, Sollzinsen bei Finanzierungen und dann sollte man auch das Glück haben, dass einem keine Scheidung, Arbeitslosigkeit oder Arbeitsunfähigkeit betrifft. Oder wenn Angehörige alt werden und man sich die Raten für das Haus gerade so leisten kann, dass man nicht noch diese Kosten mitfinanzieren muß. Damals bei der Sparkasse hatte ich ein paar Dramen dieser Art mitbekommen und die einzige Lösung wäre gewesen, das Haus zu veräußern, was die Leute natürlich nicht wollten, weil schon entsetzlich viel Energie und Geld reingeflossen ist. Häuser verkauft man auch nicht schnell und viele waren danach total verschuldet. Von daher sollte man nur solche Finanzierungen machen, wenn man es sich leisten und eine zeitliche finanzielle Durststrecke überbrücken kann. Nur: privater Hauskauf ist eine Konsumausgabe, auch wenn ein Teil des Wertes vorhanden ist und wenn man Glück hat, eine Immobilie in einer nachgefragten Gegend durch Wertsteigerung besitzt. Hier wird sehr vieles unterschätzt. Fairerweise muß man sagen, dass trotzdem viele Finanzierungen mit erheblichen Risiken erfolgreich durchgehen. Aber wenn nicht, fängt man finanziell wieder ganz unten an. Es ist auch kein Geheimnis, dass viele alte Leute ihre Immobilien in der Rentenzeit wieder verkaufen müssen, weil sie den Unterhalt/Ersatzreparaturen nicht mehr finanzieren können. Kleiner bauen als möglich ist hier tatsächlich ein sehr wirksamer Mechanismus.

    Nicht umsonst gibt es den Spruch „Geld schafft Frieden“. Solange ich die Möglichkeit habe, durch meine Rücklagen Probleme freikaufen zu können, ist alles in Ordnung. Aber selbst wenn ich sparsam bin, kann ich falsch investieren und es erscheinen dann die Probleme, die nicht da wären, wenn man es nicht gemacht hätte. Von daher ist finanzielle Bildung mindestens genauso wichtig wie der Wille zum Sparen. Hat man beides, dann wird man gute Chancen haben, meistens finanziell  sorgenfrei durchs Leben zu gehen.

     

     

  21. Sams1974

    Schönen guten Morgen, ich bin wohl nicht der einzige Frühaufsteher. Bin ja fast schon spät dran.

    Es geschehen Zeichen und Wunder.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/10-000-euro-anlegen-tagesgeld-aktien-eine-anleitung-in-6-schritten-a-1165097.html

    Ich hoffe ich darf einfach mal einen Link so posten.

    Äh @Felix und eigentlich viele andere? Verwendet ihr Kapitalismus und Marktwirtschaft als Synonym? Für mich gibt es da schon einen wichtigen Unterschied! Kapitalismus hat doch eher die Tendenz evtl den Markt so gut es geht zu begrenzen.

    Nun ja der „Homo ec…..“ ein Hilfskonstrukt. Gut geschenkt. Aber warum soll die Entscheidung gegen Dinge eine Kritik gegen die Marktwirtschaft sein?

    Evtl ist die Entscheidung nur eine Folge einer einfachen Überlegung eines „Homo ec…..“ Eine einfache private Kosten-Leistungsrechnung. Eine Wirtschaftliche Betrachtung. So gesehen bleibt mein Weltbild rund. Wirtschaften ist ein Wort jenseits politischer Systeme für mich. Jeder Farn wächst doch „effizient“. Eigentlich wollte ich nur guten Morgen wünschen.

    @Christian ich mag mein schönes Bayern auch. Aber in unserer Hecke herrscht dann doch ein rechtes Gedränge, Vogeltechnisch gesehen, die Bienen stürzen sich auf den Knöterich und alles was blüht  wie ein Besoffener auf den Herring. Kein Wunder! Keine Hecke auf ein paar Kilometer. Der Gäuboden schaut schon gut genutzt aus. Die Nitritbelastung hier in den Landkreisen Niederbayerns. Hab mir mal die Untersuchungen der Wasserwirtschaftsämter (die waren es jedefalls, glaube ich) angesehen. Leider ist auch im schönen Bayern jenseits der Münchner Fremdenverkehrsromantik nicht alles Gold was Glänzt. Ne jetzt hör ich auf, auf Bayern schimpfen am Morgen. Mir wird schlecht.

    Schönen Tag noch und viel Glück beim Investieren euch allen.

     

  22. Thomas der Sparkojote

    Ich denke Massentierhaltung kann man nicht umgehen, ansonsten kann man die Produktion nicht aufrecht erhalten. Ist ja im Prinzip schon eine ganze Fleischmafia. Wenn man bedenkt das unser Planet nur um die 15-20 Milliarden Menschen mit unserer heutigen Aggrartechonologie ernähren kann, wird mir schwarz vor Augen. Hier muss noch einiges an dem Fortschritt und der Effizienz gefeilt werden, dabei finde ich man muss trotzdem die Tiere gut behandeln. Leider wird das im „Business“  als uneffizient kategorisiert.

    @Ex-Studentin
    Habe ihr in DE keinen Kochunterricht? In der Schweiz gibt es den in der Oberstufe, hab dne aber immer gehasst weil ich sehr heikel bin was Essen angeht.

    Grüsse
    Thomas

  23. Christian

    @Daniel

    Da gebe ich Dir recht. Ich habe jetzt noch mehr die Möglichkeit, auszusuchen was ich kaufe. Aber selbst als Student ist es mir mit einem Budget von unter Harz 4 gelungen, alles Gemüse auf dem Wochenmarkt zu kaufen. Saisonal und Regional kaufen, dann auf Fleisch verzichten und selber kochen kann sehr günstig sein. Man muss das bloß wollen. Ich empfehle dazu ein Buch Harz 4 in aller Munde Dann ist sogar einmal die Woche Fleisch vom Bauernhof drin, wenn man will.

    Und da bin ich nochmal bei Dir: mit steigendem Wohlstand steigt die Bildung, und damit auch die Fähigkeit sich Gedanken zu machen.

    Anna hat sich aber weiter oben gefragt, ob nur billig zu kaufen immer so gut ist. Und bei ihr geht es bestimmt nicht aus Armut darum. Und das macht schon einen Unterschied, ob ich aus Sparsamkeit/Geiz das billigste Zeug kaufe, oder aus Armut – denke ich.

    @Sams1974

    Ich weiß, dass in Bayern auch nicht alles überall so rosig ist. Im Vergleich zu anderen Regionen ist es hier aber verbreiteter gesund.

     

  24. Lena / Anna

    @Thomas

    Ich denke, Massentierhaltung wird in der Zukunft nicht „alternativlos“ sein. Ich bin mir nicht sicher, aber vielleicht ist In-vitro-Fleisch etwas für die Zukunft? http://bit.ly/2yfbVki Ich denke, Tissue Engineering und Biotechnologie wird immer wichtiger, besonders in der Medizin. Ich könnte mir auch vorstellen, dass die heute sehr teuren Technologien im Laufe der Zeit günstiger werden?

  25. Christian

    @Anna

    In Vitro Fleisch ist bestimmt was für die Zukunft. Auf jeden Fall wäre das was für alle, die schwer auf Fleisch verzichten können aber keine Tiere quälen wollen.

    Außerdem ist dann da kein Fett dran, nur Muskelfleisch, man hat nicht diese exorbitante Wasserverschwendung, nicht dieses massenhafte Gülleproblem und nicht so viel Artensterben (weil weniger Fläche benötigt wird).

  26. FelixBerlin

    @Gurki

    viel Spaß bei Deinem Vorhaben 🙂

    Ich habe das hinter mir, da unser Keller von Ratten befallen wurde und nahezu alles zerstört wurde.

    Es war eine ekelige und anstrengende Arbeit, aber umso besser ging es mir, nachdem ich fertig war.

    Es war ein sehr zufriedenstellendes Gefühl endlich mal den ganzen Krempel zu entsorgen, den man schon seit Jahren nicht braucht.

    Ich muss aber sagen, dass mir ein Wasserschaden lieber gewesen wäre als Ratten und ihre Hinterlassenschaften 🙂

    Statt Europaletten habe ich Schwerlastregale genommen.

    Ich habe mich gegen Europaletten entschieden, da diese bei Wassereinbruch sich mit Wasser vollsaugen und ewig zum Trocknen brauchen und evtl anfangen könnten zu schimmeln.

    Jetzt im Sommer lief der Keller tatsächlich (mehrmals) voll mit Wasser und ich war mit meiner Schwerlastregalentscheidung mehr als glücklich.

  27. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Oliver

    Ich stimme Dir zu. Die zig Milliarden an Förderung, die in überteuerte Riester-Dinger fließen, sollten direkt in die Rentenkasse fließen. Da hast Du kein Unternehmen dazwischen, das in erster Linie an sich (und den Vertrieb) denkt.

  28. K.

    @Ruben

    „Viele junge Bürger unterschätzen das Problem, so eine Umfrage der Fondsgesellschaft Union Investment, die den Vorsorgeatlas in Auftrag gab. Die Deutschen würden lieber für einen Notgroschen und den Vermögensaufbau sparen, als Geld in die Altersvorsorge zu stecken.“

    Das ist aus Tims verlinkten Artikel aus der SZ. Ich verstehe die jungen Bürger sparen schon für den Vermögensaufbau und somit auch für die Altersvorsorge, nur nicht in die Riester Rente Produkte der Union Investment. Das schmeckt Union Investment natürlich gar nicht mit ihren überteuerten Produkten.

     

    Genauso habe ich den Artikel auch aufgefasst. Wirkt eh sehr einseitig geschrieben, ich musste ihn zweimal lesen um sicher zu gehen das ich nicht die „Gegenseite“ übersehen habe.

  29. Anna

    @ Christian und andere

    Ich bin Anna und nur Anna. Mit Lena / Anna habe ich nichts zu tun, auch nicht mit in-vitro-Fleisch, das nur zur Info. Ich weiß nun echt nicht mehr, ob Du mich anspricht oder die andere.

    VG

    Anna

     

  30. K.

    Also ich hatte 1 Jahr Kochunterricht in der Schule. War Pflicht. 1x/Woche .

    Reih um musste jede/r mal einkaufen und so lernen mit einem begrenzten Budget die benötigten (vorgegebenen) Mengen bzw. Waren zu kaufen.

    Viel hängen geblieben „fürs spätere Leben“ ist (abgesehen vom Einkaufen) leider nichts. Gefühlt habe ich zu Hause „mehr bzgl. Kochen gelernt bzw. behalten“.

    K.

  31. Ex-Studentin

    @Daniel

    Das mit dem Nokia stimmt auch wieder.. Dann bin ich also auch für leichte Verwertbarkeit. Ohne geplante Obsolzenz.

    @Thomas aka Sparkojote

    Nein, in meiner Region gabs kein Kochunterricht. Höchstens an Privatschulen.

  32. Matthias

    @EzRacingteam

    Kleidung selbst nähen um Geld zu sparen? Vergiss das schnell wieder. Die Stoffe und das Zubehör sind in kleinen Mengen viel zu teuer. Zudem wirst du es ohne viel Übung nicht so hinbekommen, dass die Qualität stimmt.

    Ich wollte mal ein altes Sofa neu beziehen. Hübscher Stoff hätte in der Menge mehr gekostet, als ein neues Sofa in der Art. Leider ist das so in der Massenproduktion. Wenn es um Individualität geht, dann kommt man mit einer Nähmaschine deutlich günstiger im Vergleich zu Haute Couture, allerdings setzt das Erfahrung voraus.

    Ich selbst habe eine DDR-Nähmaschine von meiner Oma übernommen und verlängere damit die Lebensdauer meiner Kleidungsstücke. Hosen Flicken, abgerissene Henkel an Beutel annähen, Hosen kürzen etc. Das ist super 🙂

  33. EzRacingteam

    @matthias: Nicht um Geld zu sparen, sondern um eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu haben. Ich weiß, wie teuer das Hobby ist (hab es vor Jahren ausgeübt und dann alles verkauft). Und nun steh ich da und überlege, ob es nur ne Laune ist wieder damit anzufangen oder von Dauer. Ich hab unser Sofa auch neu bezogen. Stoff (Kunstleder und Strukturstoff), Vlies etc haben vllt 300,00 € in Summe gekostet. Für diesen Preis hätten wir kein neues bekommen. Dafür hab ich aber auch drei Wochen nichts anderes gemacht, aber auf so eine Leistung ist man natürlich schon stolz. Ich bin halt auch so unschlüssig, weil es eigentlich Blödsinn ist zig neue Kleidungsstücke zu nähen. Zieht man das alles wirklich an oder hängt es am Ende nur im Schrank. Bin ziemlich hin und her gerissen.

    @june Ich kenne mich aus in der Materie. Mein Problem ist einfach die Entscheidung, ob ich wieder anfange (dann aber auch alles kaufen muss) oder es lasse. Dann fehlt mir aber neben Sport immer noch was sinnvolles fürs Wochenende. Argh 🙂 

  34. Freelancer Sebastian

    @ Ex-Studentin

    Wenn Leute mehr Ideen hätten, was man alles ohne Fleisch kochen kann, wäre vieles leichter. Ich habe Vegetarier immer bewundert, aber auch bemitleidet. Jeden Tag Nudeln mit Tomatensoße, im Restaurant Käsespätzle. Ein Veganerfreund hat alles durch Zucker ersetzt, dass man beim ersten Bissen Diabetes bekam. Zumindest war das in meinem Bekanntenkreis so, was mich sehr abgeschreckt hat. Manche ernähren sich zueinseitig.

    Das klingt wirklich gruselig. Dabei ist es heutzutage so einfach, an gute Ideen zu kommen. Das Netz ist voll davon. In jeder Bibliothek gibt es zig vegane/vegetarische Kochbücher. Schau mal bei Amazon nach….

    Mitleid ist da fehl am Platz. Wie wäre es hiermit:

    Einen Kürbis kleinwürfeln, in eine Schüssel geben, mit ein wenig Salz und Öl mischen und dann reichlich Majoran und Koriander hinzufügen. Das ganze bei 200 Grad für 15-20 Minuten im Ofen garen.

    In der Zwischenzeit ein wenig Knoblauch in der Pfanne andünsten, Kichererbsen aus dem Glas hinzugeben, mit Cumin bestreuen und scharf anbraten. Dann eine kleingeschnittene Zucchini hinzugeben, mit Paprikagewürz bestreuen und kurz bei geringer Temperatur dünsten, damit diese schön knackig bleibt.

    Das leckere Mahl bei Bedarf mit Salz und Pfeffer würzen. Voila. Köstlich, gesund, rein pflanzlich. Das würde ich einmal wöchentlich essen, wenn es nicht noch zig andere tolle Gerichte gäbe.

    Wenn man sich mit der Materie beschäftigt, merkt man wie vielfältig man pflanzlich speisen kann. Wer braucht da Nudeln mit Tomatensoße oder Zucker?

  35. Christian

    @Freelancer Sebastian

    Leckeres Rezept. Meine Freundin hat Kürbis sehr gerne, muss ich ihr glatt mal nachkochen, dein Rezept.

    Das was Jenny alias Ex-Studentin da beschreibt, habe ich aber auch durchleben müssen. Am Anfang keine Ideen, was man denn vegetarisches kochen kann. Für mich bestand vegetarisch zu essen damals aus „weglassen“ von Fleisch – was auf dem thüringischen Lande dann sehr dürftig zu geht.

    Es braucht halt etwas Erfahrung, bis man dann erlebt, das es  sehr viele verschiedene, leckere Sachen abseits der „althergebrachten Standardküche“ gibt. Bei mir fühlte sich das dann an wie immer weiter über den Tellerrand schauen.

    Eine Schwierigkeit hatte ich noch mit den Brotaufstrichen. Käse ist nicht so meins, dann keine Wurst, was also draufschmieren? Die pflanzlichen Aufstriche, die es so zu kaufen gibt, schmecken bald alle gleich. Aber hier habe ich die Erfahrung gemacht: was man sich nicht alles aufs Brot schmieren kann! Über selbstgemachte Pasteten aus Linsen, oder angeröstete, pürierte Paprika mit Kräutern ( und reichlich Olivenöl ;). Die Variationen sind schier unendlich und ungemein lecker. Da verblasst die Wurststulle dann doch ganz schnell…

    @Sparta

    Wie kommst Du denn zu dem Eindruck? Trinken Deine Vegetarier-Bekannten überdurchschnittlich viel Bier?
    Also auf mich trifft Dein Eindruck zu. Ich bin ein regelrechter Bier-Fan! ( Aber kann mich natürlich kontrollieren und bremsen 😉 Bin allerdings kein Vollblut-Vegetarier. Bei mir gibt’s einmal die Woche Fleisch.

     

  36. Sparta

    @Christian

    Schon wieder einer… 😉

    Dazu kenne ich keine Studie. Ist nur mein selektiver Eindruck welcher auch nicht ernst gemeint ist. Matthias und Sebastian scheinen auch nicht ganz abgeneigt zu sein. *g*

    @Free

    Welches Öl nimmst Du für hohe Temperaturen bzgl. Oxidation? Für die Pfanne sind ja Kokos und Weidelandbutter relativ stabil.

  37. Freelancer Sebastian

    @ Sparta

    Ach komm…. nur weil wir einen lustigen Abend auf dem Kreuzberg hatten, werde ich zum überdurchschnittlichen Biertrinker 😉 ?

    Tatsächlich trinke ich außer Bier gar keinen weiteren Alkohol. Und das vielleicht einmal wöchentlich – eben wenn ich mit netten Leuten unterwegs bin 🙂 .

    Da bin ich in meinem (fleischessenden) Freundeskreis die Ausnahme. Zumal deren Mägen eine menge mehr Liter vertragen…. wohl im Gegensatz zu dir 😉 .

    Bezüglich des Öls musste ich mich auch erst schlau machen. Ich nutze zum Braten das Bratöl (Sonnenblumen) von DM, speziell zum Hocherhitzen – so die Aussage. Da vertraue ich einfach mal drauf.

    Wesentlich mehr (Raps-/Lein-/Oliven-) Öl nehme ich aber als Beigabe zu den Salaten und durch Zugabe NACH dem Braten/Dünsten von Gemüse zu mir.

    @ Christian

    Das Problem hatte ich anfangs auch. Das Abendbrot ist ja irgendwie deutsches Kulturgut (ruft da einer Leitkultur… 😉 ). Heute esse ich einfach nicht mehr so viel Brot wie früher. Eher Salate am Abend. Oder ich bereite eine Avocadocreme zu.

    Aushöhlen, ins Schälchen geben, kleingehackte Zwiebel zugeben, mit Salz und Pfeffer würzen, kräftig mixen – rauf aufs Brot. Je nach Belieben mit Gurken, Paprika oder Blattsalat belegen. Prima!

  38. Sparta

    @Sebastian

    Ein frugaler Bierkonsum war es evtl. nicht. 😉

    Als Weintrinker bin ich wahrscheinlich weniger Menge gewohnt… oder das Alter… ;-)….

    @Christian

    Artischocken und Olivenpaste mit wahlweise Tomaten-Apfelschnitze und als Topping Kresse, Basilikum, Curry oder Knofi find ich auch Top. Ist aber Geschmacks- oder Gewohnheitssache.

     

     

  39. EzRacingteam

    Leckeres vegetarisches Gericht jetzt im Herbst ist Kürbis-Süßkartoffel-Suppe. Paar Möhrchen dazu, Ingwer, Zwiebeln und ggf Knobi. Erst Gemüsebrühe ansetzen, dann den Rest dazu und Gewürze. Fertig is die Laube.

    Schmeckt mega 

  40. Anna(Lena)

    @Christian

    Ich heiße tatsächlich auch Anna (also mein richtiger Name ist auch „nur“ Anna) und hatte zuvor unter dem Namen „Lena“ kommentiert. Deswegen kommentiere ich gerade unter diesem Doppelnamen, weil ich mich in der Finanzblogszene wohler fühler und nicht mehr „anonym“ posten wollte. Ich wusste nicht, dass mein richtiger Name schon „besetzt“ ist. Ich hab mich jedenfalls gefreut, mit meinem richtigen Namen angesprochen zu werden und freue mich auch weiterhin drüber 🙂

    Viele Grüße aus BaWü,

    Anna

     

     

  41. Christian

    @Anna und Anna(Lena)

    Hm, was’n nu?

    Man müsste dann aus dem Kontext herausfinden, um welche Anna es sich handelt, insofern man beide nur mit Anna ansprechen möchte und beide unter dem Namen Anna kommentieren. Oder ihr beiden Anna’s müsstet euch auf eine Konvention oder ein weiteres Suffix am Namen Anna einigen? Z.B Anna L. oder Anna K. Ich habe ja am Anfang unter Christian H. kommentiert, weil in der Regel der Name Christian schon vergeben ist. Als sich dann aber herausgestellt hat, dass hier bei Tims Blog kein anderer Christian kommentiert, habe ich das H. weggelassen.

    LG

    Christian

  42. Anna(Lena)

    @Christian & alle

    Stimmt, ich denke, ich lasse den Zusatz „Lena“ beim Namen noch stehen , dann kann man uns besser unterscheiden 🙂

  43. Anna

    Anna (Lena)

    Ich glaube, das wird erst mal richtig mit dem Zusatz. Vielleicht verschwinden wir später mal zur gleichen Zeit in der Versenkung und kommen dann mit ganz neuen Namen wieder. Ist aber nur ein Vorschlag.

    Schönes Wochenende

    Anna

  44. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Anna,

    melde Dich doch einfach hier an (rechts im Menü bei Anmelden), und erstelle ein Profil. Dann ein kleines Bildchen einstellen (Maximale Dateigröße: 8192KB. Erlaubte Dateitypen: jpg, jpeg, png, gif) und man ist immer „echt“. Das dauert höchstens ein paar Minuten.

    MS

  45. Anna-Lena

    @Matthias Schneider

    Cool, ich wusste gar nicht, wie das geht und habe es jetzt auch schnell gemacht. Ich habe jetzt den Zusatz „Lena“ mal fix gemacht. Danke für die Erklärung 🙂

    Viele Grüße aus BaWü,

    Anna

  46. Christian

    @All

    Schaut mal, das ist echt besorgniserregend: http://www.tagesschau.de/ausland/europa-umwelt-insekten-101.html

    75% ist eine Nummer! Man stelle sich vor, 75% der Menschen sterben mir nichts dir nichts aus, das wären jetzt knapp 6 mrd Menschen. Stellt euch mal die Nachrichten vor: „in den letzen 20 Jahren sind 75% der Menschen ausgestorben. Man sollte mal eine Langfriststudie machen, wo die Meschen denn hin sind. Vermutet wird die intensive Landwirtschaft und ein starkes beben.“

  47. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Christian

    Ja, erschreckend. Leider. Das lief heute ganz groß auf CNN. Diese Meldung aus Deutschland. Selten, dass ich so etwas aus Deutschland hier auf den Nachrichtenseiten sehe. Traurig. Das Bienensterben ist ja bekannt.

    Was können wir tun? Vorschläge?

    Bio-Ware kaufen? NABU, Greenpeace spenden? Wilde Wiesen im Garten haben?

  48. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Christian,

    ich habe ja seit 12 Jahren einen 500qm Schrebergarten. Diese Diskussion über Bienensterben usw. wird schon lange geführt. Mal wurde einem erzählt, dass der gemeine Sperling am Aussterben wäre.

    Für mich kann ich das alles nicht bestätigen. Ich habe immer Nester der gallischen Feldwespe im Gerätehaus, immer sind die Brutkästen belegt usw. Bienen fliegen bei mir immer.

    Mein Kühlergrill und Frontscheibe ist jedes Jahr von Insekten „geziert“ nach der Autobahnfahrt.

    Ich höre da nicht mehr hin. Im Gegenteil, ich finde, es ist wieder viel besser geworden in der Natur. Früher habe ich keine großen Greifvögel gesehen. Heute sieht man die zuhauf. Überall werden an den Feldern so Ansitze für die Greife aufgestellt, die Beutetiere sind nicht mehr durch Gift verseucht. Man sieht wieder Mohn und andere Wildblumen an den Feldern usw.

    Vielleicht liegt es auch nur an den bodenständigen Schwaben, die immer ihre Streuobstwiesen gepflegt haben.

    No Panic!

    MS

  49. Christian

    @Tim

    Ja, ich glaube mehr können wir nicht tun, als beim Einkaufen aufzupassen und wenn möglich, Wildblumen und anderes für Insekten nützliches anzupflanzen. Mein Nachbarn haben mich allerdings dazu gebracht, auf Wildblumen im nächsten Jahr verzichten zu müssen. Denn sie glauben, ich züchte „Unkraut, dass sich überall ausbreitet“. Die haben sich sogar bei meinem Vermieter beschwert…

    @Matthias Schneider

    Ja Matthias, es kommt aber wahrscheinlich auf die Region an. In dem Beitrag der Tagesschau wurden die Insektenmessungen gezeigt, die alle in Norddeutschland gemacht wurden. Aber ich kann das schon auch bestätigen. In dem Dorf, wo ich herkomme, haben am Haus meines Opas immer Schwalben geniestet. Heute gibt es da keine mehr. Mein Bruder ist seit Jahren Imker, er bekommt kaum noch ein Volk durch. Immer muss er sich neue besorgen. Bei ihm liegt’s gar nicht an der Varroamilbe, sondern an der Landwirtschaft mit ihren Pestiziden, seine Bienen fliegen da halt immer hin. Das sind jetzt nur Beispiele. Die Spatzen, die angeblich bedroht sind, gibt es bei meinen Eltern zuhauf.

    Dennoch, auch wenn Du bestimmt für die Regionen hier ganz recht hast, man muss schon aufpassen, wen man mit welchen mit Infos nährt. Denn viele stürzen sich auf solche Infos, um eine Rechtfertigung zu haben, sich nicht anzupassen. Beim Klimawandel ist’s mir aufgefallen: alle diejenigen in meinem Bekanntenkreis, die gerne große Autos fahren, sind den Klimasskeptikern sehr zugetan…

    Und ja, Panik ist nie ein guter Antrieb. Verdrängen darf man aber auch nicht.

  50. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Christian,

    ja, gebe Dir da voll recht. Das ist ein Minenfeld. Man kann eigentlich nur der eigenen Erfahrung trauen, welche aber eben nur sehr begrenzt sein kann.

    Beide Seiten arbeiten mit Fakes, oder zumindest einseitigen Darstellungen. Der ganzen Hilfs- und Gutmensch-Industrie traue ich auch nicht über den Weg. Das ist alles zum großen Teil nur noch Selbstzweck. Um an die Gelder zu kommen, werden mitunter sicher jede Menge Absurditäten verbreitet.

    Die Großindustrie ist aber sicher von viel größerem Übel. Gestern kam ja, wie viele Fakenews (als „Studien“ getarnt, auf die sich immer noch berufen wird) Exxon Mobil in seriösen Medien wie der New York Times lancieren konnte. Obwohl, bei kritischen Geistern in Amerika gilt die NYT wohl schon länger nicht mehr als seriös.

    Gestern sah ich auch, wie die angeblichen Jubelfeiern von Palästinensern über einen Terroranschlag vor Jahren einfach völlig gefälscht verwendet wurden.

    Trotzdem stehe ich schon eher auf der grünen Ökoseite. Auch wenn mir die selbstzufriedene Arroganz mancher da auf den Senkel geht.

    Die Vernunft gebietet einfach, dass man zerstörerisches Verhalten ablehnen muss. Andererseits muss man nicht jeden Fortschritt oder Segnung der Industrie ablehnen. Ökofundamentalismus nervt mich.

    Na ja, ich kann eben nur für mich privat schauen, dass ich kein Gift im Garten verspritze, keinen Müll in die Landschaft entsorge usw.

    Schönes Wochenende

    MS

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