Geld ist knapp: Verhalten Sie sich wie ein Kleinkind?


New York, 12. Juni 2016
L1330513

Es gibt Erwachsene, die sich wie Kleinkinder verhalten: Sie haben zu viele Wünsche.

An der Börse rutschen die Kurse mal wieder ab. Börsianer machen sich Sorgen. Was ist mit dem Brexit? Sagt sich Großbritannien von der EU los? Was ist mit den Schuldenbergen in China? Wie weit kühlt sich die Konjunktur ab? Was passiert, wenn Donald Trump ins Weiße Haus einzieht? Gibt es dann einen neuen Krieg?

Fragen über Fragen. Auf die niemand eine Antwort hat. Sie sollten sich einfach nicht verrückt machen lassen. Wenn Sie solide ETFs oder Qualitätsfirmen im Depot haben, brauchen Sie sich gar nicht den Kopf zerbrechen. Sie brauchen nicht jeden Tag die Kurse beobachten. Auch der Chart kann Ihnen völlig egal sein.

Klar kann die Volatilität nerven. Zumal wenn es abwärts geht. Was können Sie tun, um gewappnet zu sein für turbulente Börsenzeiten? Im Endeffekt müssen Sie mit dem Auf und Ab leben. Das ist so, wenn Sie an der Börse investieren.

Sie können indes in anderen Bereichen für Stabilität sorgen: Geben Sie weniger aus, als Sie einnehmen. Ein Trick ist: Wenn Sie 3.000 Euro im Monat verdienen, denken Sie, dass Sie nur 2.000 Euro verdienen. Es ist alles eine Sache, die im Kopf beginnt. Glücklich wird man nicht mit „Dingen“, sondern mit Erlebnissen, Familie, Freunde, Arbeit, Hobbys.

Einige meiner Freunde haben dicke Autos, große Häuser und hohe Ausgaben. Meine Ausgaben sind mini, meine Wohnung ist mini, ich habe kein Auto. Ich schlafe wie ein Baby. Warum? Ich muss mir um Schulden oder die nächste Leasingrate nicht den Kopf zerbrechen.

Über Geld sprechen die Deutschen ungern. Ein Tabu sind Schulden. Mit keinem Wort werden sie erwähnt. Warum wohl? Niemand fühlt sich wohl mit ihnen. Ich wette: Die meisten Menschen mit Konsumschulden haben neue Flach-TV-Geräte, Computer, Smartphones, gehen ins Restaurant, kaufen ständig Kleidung und sitzen dauernd beim Frisör.

Tilgen Sie all Ihre Schulden. Zahlen Sie die Hypothek komplett zurück. Bauen Sie einen Notgroschen auf, der üppig ist. Das reduziert den Einfluss eines Börsencrashs. Sie haben dann keine Schulden und reichlich Cash. Das sorgt für Stabilität und Wohlbehagen.

Ein großes Haus ist ein „Wunsch“ und keine Notwendigkeit. Eine teure Hochzeit ist ein „Wunsch“ und nicht nötig.

Ein Zeichen, dass Sie sich wie ein Kleinkind verhalten ist: Sie können zu all Ihren Wünschen nicht „NEIN“ sagen. Wenn Sie nicht reif sind, haben Sie ein Dutzend Wünsche jeden Monat. Sind Sie unreif, geben Sie jeden Monat mehr aus, als Sie einnehmen. Unreif ist jemand, der ein neues Auto kauft, weil der Arbeitskollege gerade einen Neuwagen angeschafft hat. Sie sind unreif, wenn Sie ständig versuchen, reich zu erscheinen – in Wahrheit aber mittellos sind.

Sie sind unreif, wenn Sie Ihre Schulden nicht schleunigst tilgen. Unreife kommt zum Ausdruck, wenn Sie Ihren Urlaub auf Pump buchen oder wenn Sie keinen Notgroschen haben. Unreife macht Sie pleite. Lebemenschen machen gerne andere für ihre grausamen Finanzen verantwortlich – sie vergessen ganz den Fehler bei sich selbst zu suchen.

Unreif ist jemand, der seinen Wert über Dinge definiert (Ferrari, Lamborghini, Villa, Yacht…). Manchmal müssen wir Menschen einfach in den Spiegel schauen und sagen: Es ist an der Zeit kein Kleinkind mehr zu sein. Es ist machbar. Es ist alles eine Frage der Einstellung und Gedanken.

Bevor ich mir etwas kaufe, frage ich mich: 1.) Habe ich überhaupt genug Platz dafür? 2.) Brauche ich den Gegenstand wirklich? 3.) Benutze ich den Gegenstand tatsächlich und schätze ich ihn? 4.) Ist der Preis aus meiner Perspektive gerechtfertigt? 5.) Wie lange ist voraussichtlich die Nutzungsdauer des Gegenstands und was kostet mich der Gegenstand dann pro Jahr oder pro Monat?

Der Kaufrausch basiert ja auf einer inneren Unzufriedenheit. Wer sich vom Materialismus lossagen möchte und auf der Suche nach positiven Veränderungen ist, ist mit diesem Buch gut dran: Finanzieller Minimalismus: Wie Sie in 10 einfachen Schritten schuldenfrei werden, finanzielle Ziele erreichen und Ihr Geld mit minimalem Aufwand verwalten – Für Mehr Zeit, Glück, Geld und Erfolg.

Wer in der Sinnsuche des glücklichen Lebens einen Schritt weiter gehen möchte, sollte sich dieses Buch reinziehen: Die vier Versprechen: Ein Weg zur Freiheit und Würde.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Geld ist knapp: Verhalten Sie sich wie ein Kleinkind?

  1. Markus

    @Tim

    „Der Kaufrausch basiert ja auf einer inneren Unzufriedenheit.“

    Ja, dass der Rausch bzw. die Extreme auf einer Unzufriedenheit beruht, ist wahrscheinlich.

    Ich denke aber auch, dass ein Unternehmer oder das scheffeln von immer noch mehr Geld (Fire-Bewegung) auch wahrscheinlich auf einer großen Unzufriedenheit beruht.

    Für Weiterentwicklungen brauchen wir Unzufriedenheit.

    Die Frage ist, wo wir selbst hinkommen wollen oder auch mal ankommen wollen.

    Am wahrscheinlichsten halte ich eine Wechselbeziehung von Zeiten der Zufriedenheit und Unzufriedenheit.

  2. Delura

    Ein Trick ist: Wenn Sie 3.000 Euro im Monat verdienen, denken Sie, dass Sie nur 2.000 Euro verdienen.

    Hallo Tim, so ähnlich gehe ich auch (ich glaube seit 2007) vor. Damals erhielt ich eine recht hohe Lohnerhöhung (350€) zusätzlich im Monat und ab dem Moment habe ich meinen vorherigen Lebensstandard einfach beibehalten.

    Meine finanzielle Freiheit plane ich z.Zt. zum 01.07.2023, aber ich werde in Kürze dieses Ziel um ein 1/2 Jahr verkürzen, da es besser läuft als ich mir erhofft hatte.

    Kaufe monatlich Aktien, unabhängig von Kurs oder sonst was, Ziel sind immer so ca. 2500€ je Monat. Geht die Börse runter wie z.B. im Februar 2016 oder im August 2015 erhöhe ich diese monatlichen Käufe auf ungefähr das Dreifache. Ist eigentlich ganz einfach. Die Schwankungen sind mir rille, ich beobachte ausschließlich den passiven Zahlungsstrom mittels Dividenden mit Excel Tabellen und das macht immer mehr Freude.

    Vor allem wenn man „spürt“ das neben dem Anwachsen durch Zukäufe die bereits beendeten Unternehmen wo ich keine Zukäufe mehr plane die Dividenden. Ich war im März 14 Tage im Krankenhaus. In den zwei Wochen hat BMW die Dividende um 10% erhöht, Sixt um fast 25% und Banco Santander um 5%.

    Da waren die „Schmerzen“ nicht ganz so groß mehr. Weiter so – toller Blog!

     

     

     

  3. Lad

    Deine 25 Jahre alten “Zehn Börsentipps“ sollte man einmal wieder aktualisieren, gell.

    3. Gutes Timing. „Limitieren Sie Ihre Order! Notiert beispielsweise eine Aktie bei 32,53 Euro, so platzieren Sie Ihre Order für 31,80 Euro. Gleichzeitig legen Sie bei der Orderaufgabe einen Zeitraum fest, der ein paar Wochen oder Monate in die Zukunft reicht. Sie sind dann bereit, sobald der Kurs von 31,80 Euro wie hier im Beispiel erreicht wird, zu kaufen.“
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    Wer seine Aktien wegen Dividenden bis zum Tode halten will, der kauft seine geplanten günstigen Bluechips Aktien an beliebigem Tag und ohne Limit. KGV unter 15, KUV unter 3, KBV unter 3, Dividende über 3%.
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    5. Gute Mischung. „Nehmen Sie beispielsweise deutsche, amerikanische, asiatische und indische Titel in Ihr Depot. Schrumpft beispielsweise die US-Wirtschaft, aber wächst gleichzeitig China und Indien, ist das ein guter Ausgleich.“
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    Wer seine Aktien bis zum Tode halten will, der muss sich auf die Bluechips aus Westeuropa und aus den USA beschränken. Niemals die Aktien aus China, Indien, Russland, Türkei, nicht einmal aus Brasilien riskieren. Schau auf den Absturz auf ein 1/17 der Bluechips Aktie aus Brasilien in den letzten 5-8 Jahren.
    „Asiatische und indische Titel“, das ist vielleicht seltsam, Indien ist hier zweimal.
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    7. Gleich direkt investieren. „Nein, der 1930 in Omaha geborene wurde der reichste Mensch der Welt, indem er direkt Aktien kaufte und diese hielt.“
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    Warren Buffett wurde der reichste Mensch der Welt nicht durch gekaufte Aktien. Beim Börsengang der Berkshire Hathaway Holding 1969-1970 behielt Warren Buffett 30% der Aktien BRK-A und er hat sie bis heute.
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    8. Günstig. „Zahlen Sie beispielsweise für eine Firma, die nur langsam wächst, nicht mehr als ein KGV von 20.“
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    Die Aktien von BMW sollte man nie mit KGV 20 kaufen. Du solltest das KGV von 20 auf 15 senken.
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    „Nehmen wir an, Sie finden eine Aktie mit einem KGV von 7. Dann wirft der Wert eine Rendite von 14,28 Prozent ab. Im Grunde drückt die Zahl KGV aus, wie viele Jahre Sie warten müssen, bis Sie Ihren Einsatz zurückverdient haben.“
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    Man ist glücklich, wenn man in einem klugen Buch die Einstandsrendite E/P zum ersten Mal sieht. Aber nach einigen Jahren sollte man sie wieder vergessen. Die Aktie Google 2004 als IPO war mit einem KGV 68 bewertet. Bis 2007 betrug das durchschnittliche KGV 58; daraus resultiert eine Einstandsrendite E/P von nur 1,72 %. Von 2004 bis 2007 wuchs der Aktienkurs um durchschnittlich 93 % im Jahr, 641 % in 3 Jahren. Hier kannst du sehen, wie unsinnig es ist eine Einstandsrendite für Aktien auszurechnen, wenn du in diesem Fall 1,72 % ermittelst und dann 93 % pro Jahr mit der Aktie verdienen kannst.

  4. Felix

    Ich glaube, dass es bei vielen Aktionären wie bei Anglern ist: Im Gedächtnis und den Geschichten bleiben nur die größten Fische hängen. Alles andere die Mückenstiche, die Pleiten usw. werden ausgeblendet.

    Es ist schön, wenn Santander die Dividende um 5 % erhöht hat. Man darf nur nicht vergessen, dass sie die Dividende vor 2 oder 3 Jahren halbiert haben. Ähnliches gilt für Telefonica. Ganz so rosarot ist das Wirtschaftsleben und die Börse (leider) nicht.

  5. Christoph

    Hallo Tim,

    nun oft ist einfach Angst das die Leute treibt. Aber das liegt daran, dass die Presse oft übertreibt. nehmen wir mal Trump. Der wird dargestellt, als ob er gleich Kriege anfängt und den Handel mit dem Rest der Welt beendet. Aber das geht gar nicht.

    DIe wahre Macht liegt in den USA beim Kongress. Und ohne den kann der Präsident fast nichts machen. Klar wenn die USA angegriffen werden, kann er alleine entscheiden, aber auch dann wird er sicherlich erst mit dem Kongress/ Senat sprechen. Zur not kann er das aber auch alleine.

     

    Das gleiche ist mit dem Brexit. Ehrlich gesagt ich wünsche mir diesen sogar. Wieso? Weil ich denke, dass dann auch Frankreich, Niederlande, Italien usw nachziehen. Meiner Meinung nach braucht die EU kein Mensch!

    Statt dessen sollte man wie früher eine EG machen wo es nur um den Handek geht. Wieso soll jemand in Brüssel wissen, wass bei mir in der Gegen sinnvoll ist?

    EIne EG aus Großbrittanien, Niederlande, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien. maximal noch 1 oder 2 weitere wie Norwegen oder Österreich vielleicht noch. Aber mehr nicht.

    Hier herrscht dann weiterhin freie Ein und Ausfuhr. Aber die Saaten wären komplett selbstständig. So gäbe es auch keine EZB mehr. Und auch keinen Euro.

    Auch ist es Quatsch, dass Deutschland ohne Euro leiden würde. Gerade die DMark wurde im laufe der Jahre immer stärker gegenüber dem USD.

    Der Vorteil wäre, Länder wie Griechenland usw könnten Urlaub, Obst etc günstiger anbieten. Eine Gemeinschaft zwischen Griechenland, slovenien etc und Deutschland, Frankreich macht keinen Sinn. Denn das sind 2 Welten.

    Frenkreich zb hat in der Vergangenheit oft seine Währung abgewertet, denn richtige Reformen gab es nie und selbst heute klappt sowas nicht.

    Die EZB macht derzeit auch was sie will und jeder normal denkende sagt dass das Quatsch ist was da mittlerweile getan wird.

    Und die EU. Was da verschwendet wird.. hier nur ein kleine Auszug (Bilderstrecke). u.a. EInerseits wird Tabak verboten dann aber wieder gefördert..

    http://www.rp-online.de/politik/ausland/nonsens-projekte-wie-die-eu-unser-geld-verschwendet-bid-1.2229795

     

     

     

  6. Tobias F.

    Eine Frage an alle hier:

     

    Wie verwaltet man am besten sein Depot bzw. behält komfortabel und ohne viel Aufwand  Überblick über die Wertentwicklung inkl. der Dividenden?

     

    Ich bin bei Comdirect, hier ist es so, dass schon die Depotentwicklung angezeigt wird, allerdings werden Dividendenausschüttungen nicht berücksichtigt. Wenn ich Dividenden reinvestiere „kapiert“ das die Depotsoftware natürlich nicht sonder sieht nur den Kauf. Somit fällt de Dividendenrendite immer unter den Tisch, was langfristig die Gesamtrendite niedriger erscheinen lässt.

     

    Irgendwelche guten Tipps? 🙂

     

    Danke

  7. Vali

    Ach, Tim, New York, New York … einfach schön… danke für die tollen Bilder, bin im Herzen noch dort 😉

    Ich denke mir, wäre ich ein Brite, würde ich aus der EU raus wollen. Sie sind zweitstärkste Zahlkraft und was sie aus ihrer Insel rüber sehen, ist nicht gerade beruhigend: Durch Europa spazieren anonyme Massen, samt potenziellen Terroristen, oder teils Sozialhilfeempfänger mit Hang zu Selbstsprengung an jedem belebten Ort… Im Süden und Osten immer noch jede Menge hilfsbedürftige Staaten, die sich auch nicht unbedingt bessern wollen… und die Türkei pocht auf EU-Betritt oder Visumfrei!?

    Was genau soll sie an die EU binden? Den Euro haben sie nicht und zahlen wollen sie für die Europäischen Fehler auch nicht… Ich sehe den Brexit kommen, aber ich lasse mich gern überraschen…

    Den Amerikanern ist der Brexit egal, ebenso, was aus Europa wird. Den Euro brauchen sie vielleicht zum Traden, aber es gibt auch andere Währungen… Überhaupt sind die Amerikaner selbst für sich die Größten, haben selbst die besten Marken erschaffen, konsumieren auch selbst sehr gut und brauchen die restliche Welt nur in geringstem Umfang… und ich denke auch zurecht. Was ich dort gesehen habe, hat mich fasziniert – mit einer solchen Lockerheit erfolgreich sein…

    Deutschland wird es aber hart treffen – denn dann sind wir die größten Zahler und stehen mit der großen Summe ziemlich allein da – Brüssel, EZB und unsere Politiker samt Flüchtlinge und Sozialhilfeempfänger – das kann teuer werden…

    Ich bin gespannt und ich warte jetzt ab.  Aber ich glaube, der Dow wird sich nicht viel bewegen… Wenn es kracht, steige ich wieder in die besten USA-Unternehmen ein 🙂

    PS: Ich sagte doch, ein wenig „gebrexit“ habe ich mich 😉 Ich wäre auch lieber auf der anderen Seite des Atlantiks…

  8. Markus

    @Christoph

    Die Grundidee eines Vereinigten Europas ist an sich gut.

    Die praktische Umsetzung und die Kommunikation der Politik ist stark verbesserungsfähig (evtl. eine Untertreibung).

    Bei den vereinigten Staaten von Amerika gab es Anfangs auch gewaltige Probleme.

    Allerdings gibt es doch einige unterschiedliche Faktoren bei diesem Vergleich, die man berücksichtigen sollte.

    @Vali

    Wie Deine Wahrnehmung eines wirtschaftlich benachteiligten britischen Bürger`s entstanden ist, kann ich und wahrscheinlich viele Wirtschaftsexperten nicht nachvollziehen.

    Ansonsten siehst Du sehr vieles rosarot, aber bei der Thematik schlägt Dir wohl der viele Regen auf`s Gemüt. 😉

    Eine eher angelsächsische Kultur und Wirtschaft tut der EU im Gegensatz zu den eher sozialistischen Franzosen als Gegengewicht gut.

    Ich würde mich nicht über ein Brexit freuen, aber es gibt schlimmeres auf Dekaden gesehen.

  9. Vali

    @Markus, ich befürchte einen Brexit… du hast mich falsch verstanden 🙂

    Ich lasse mich aber gern von den EU-freundlichen Briten überraschen…;-)

    Ich wünsche mir, sie bleiben drin.

  10. Markus

    @Vali

    Für einen buy & hold Investor mit weltweiter Streuung und langem Zeithorizont sind solche Ereignisse so gut wie irrelevant.

    So viele Idioten, die sich selber in die Luft sprengen gibt es zum Glück nicht! Jede(r) ist eine(r) zu viel!

    Unsere Ängste sind noch evolutionär bedingt und sprechen gegen sämtliche Wahrscheinlichkeitstheorien.

    Medien bedienen sich größtenteils der Emotionen und des selektiven Blickwinkels, weil sie sich so besser verkaufen.

  11. Janni

    Hallo Ihr fleißigen Buy&Holder,

    Ich lese hier schon eine Weile mit.

    Zur kurzen Vorstellung: Ich bin alleinerziehende Mama von drei Kindern und bespare für sie regelmäßig den iShares STOXX Europe 600 UCITS ETF (DE). Ich möchte gerne für sie vorsorgen, auch wenn es nur 34€ im Monat pro Kind sind (Sammle das Geld auf ihrem Depotkonto und investiere halbjährlich per Sparplan).

    Nun habe ich aber große Sorge, wenn der Brexit kommt, was passiert mit diesem ETF. Da sind die Briten ja mit ca. 30% vertreten.

    Wäre für Aufmunternde Worte dankbar.

    @Tim

    Vielen Dank für die tollen Motivationen zum Durchhalten.

  12. Couponschneider

    @Tobias F.

    Ich wüsste keine Depotverwaltung, die das kann. Ich pflege es in LibreOffice Calc. Da habe ich wenigstens alle Freiheiten der Welt. Ich will demnächst mal eine Vorlage ins Netz stellen, damit man seine Performanz berechnen kann.

    Wichtig ist, dass Sie weder Gebühren fürs Depot noch für Dividenden zahlen. Ob die Bank Comdirect, Consors, DKB oder ING Diba heißt, ist am Ende des Tages wurscht. Wegen zwei, drei € Mehrkosten bei einer Transaktion von 2000 € würde ich kein großes Fass aufmachen.

  13. vonaufdenboden

    Gar nichts passiert.

    Das Britische Pfund wird vielleicht noch ein wenig schwächer, vielleicht nur vorübergehend. Vielleicht verlieren Aktien von britische Unternehmen ein wenig an Wert, vielleicht auch nur vorübergehend. Man weiss es nicht, aber das Alles betrifft Dich nur peripher.

    Du machst das toll! Herzlichen Glückwunsch, dass Du Dich als alleinerziehende Mama so ins Zeug legst! Viele die ständig jammern, könnten einiges von Dir lernen.

    Schwankungen sind für Dich als monatlicher ETF Sparer sogar von Vorteil. Man nennt das cost-average-Effekt. Wenn es etwas runter geht, kaufst Du mit dem monatliche fixen Sparbertrag sogar mehr Anteile von Unternehmen.

    Wichtig ist, dass Du durchhälst und in 20 Jahren wird Dich ein evtl. Brexit von heute, zumindest finanztechnisch, nicht mehr stören.

    vonaufdenboden

  14. Janni

    @vonaufdenboden

    Vielen Dank für das Lob. Habe versucht mit Familie und Freunden über dieses Thema zu sprechen. Ich sage nur SINNLOS. Für mich wäre es eine kleine Katastrophe, wenn der ETF aufgelöst werden würde.

    Ich habe 13 Jahre gebraucht, um für jedes Kind die Kosten für den Führerschein zu sparen. Dieses Ziel hatte ich mir zur Geburt meiner Zwillinge gesteckt. Pünktlich zum 13. Geburtstag geschafft. 🙂

    Nun habe ich im Januar begonnen für die Altersvorsorge zu sparen. Mit ETF wegen der niedrigen Kosten und der guten Diversifizierung. Außerdem kann ich den Kindern so den Zinseszinseffekt näher bringen.

    Jeder kann mit klar definierten Zielen und einem strukturierten Plan seine Ziele erreichen. Auch wenn ich manchmal für verrückt gehalten werde.

    Haushaltsbuch und der Verzicht auf sinnfreien Konsum ist das Zauberwort.

    PS: In meinem Depot befinden sich Pfizer, P&G, 3M, Skyworks, Unilever, Hikma, Reckit, Royal Mail, BASF, TALANX leider nur kleinere Positionen aber ich hab noch 30 Jahre bis zur Rente 🙂 und Nike steht auf der Wunschliste für dieses Jahr

  15. Stefan Meisel

    @ Janni

    Ich finde es großartig, dass du als alleinerziehende Mama von 3 Kindern einen ETF besparst!

    Ich würde mir keine Sorgen machen, dass ein solch großer ETF (Fondsvolumen > 5 Mrd. EUR) geschlossen wird. Und aufgrund eines Brexit schon gar nicht. Es ist ja kein EU-Index, sondern ein Europa-Index. Die Schweiz ist auch mit 14% vertreten.

    Schau mal hier: http://www.finanzwesir.com/blog/etf-schliessung

  16. Freelancer Sebastian

    @ Janni

    Meine Hochachtung hast du – Glückwunsch zu deiner Leistung!

    Ein gelungenes Beispiel dafür, dass man es schaffen kann, wenn man denn nur will.

    Wir besparen den MSCI World von ishares für unsere drei Kids. Allerdings haben wir auf einen Sparplan (Gebühren!!!) verzichtet und investieren einmal jährlich im Sommer über 500€ kostenlos. Aber das sind nur Nuancen….

    Weiter so und alles Gute!

  17. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Markus

    Ich sehe das nicht so. Ich finde, wer sparsam lebt, ist glücklich. Diese 12 sparsamen Milliardäre machen alle einen zufriedenen Eindruck auf mich. Das sind positive Menschen:

    http://www.aol.com/article/2016/03/29/15-billionaires-with-surprisingly-frugal-habits/21335090/?a_dgi=aolshare_twitter

    Auch „Mr. Money Mustache“ ist happy. Es ist schlau, eines Tages am Strand zu sitzen, um von passiven Einkommen leben zu können. Geld sehen diese Leute als Hilfsmittel. Sie verteufeln es nicht. Sie haben eine „Berufung“. Sie denken kritisch über sinnlosen Konsum nach. Das ist löblich.

    @ Delura

    Du machst es richtig. Gratulation. Ist es nicht herrlich zu fühlen, wie die Freiheit zunimmt mit dem steigenden Depot?

    @ Lad

    Wenn Du morgens aufstehst, ziehst Du wohl immer die Meckerhosen an.

    @ Christoph

    Ich bin für ein geeintes Europa. Und Frieden in der Welt. Ich bin für einen freien Handel. Der aber Umweltschutz und Menschenrechte würdigt.

    @ Vali

    New York ist schön. Du hast die Hektik und die Ruhe. Beides sind so nahe. Es gibt hier herrliche Strände. Etwa in Montauk, wo wenig Menschen sind. http://www.onmontauk.com/montauk-beaches/ Und Du hast in Manhattan die Hektik auf der Straße. Im Hochhaus kriegst Du wiederum von dem Tumult auf der Straße nichts mit.

    @ Janni

    Danke. Einfach jeden Monat stur zukaufen. Egal wer alles draußen brüllt und schreit (Brexit, China, Trump).

  18. Janni

    Ich bin leider auf den Sparplan angewiesen, da ja sonst keiner die Überweisung machen könnte/würde, wenn mir mal was passiert. So läuft alles schön automatisch und fix bis die kleine 25 (jetzt 10) ist. Aber aus Kostengründen eben erst sammeln und halbjährlich investieren. So ist es wenigstens nur etwas über 1% Kaufgebühr.

    @Stefan Meisel

    danke für den Link, da bin ich doch gleich ein bisschen gelassener. Manchmal schiebt man eben Panik.

    @alle

    Ich werde stur weitermachen. Ich habe ja Ziele. Auch wenn ich wahrscheinlich nie die finanzielle Freiheit erreichen werde, so fühle ich mich sicherer zumindest nicht in das gaaaanz tiefe Rentenloch zu fallen.

    Steter Tropfen hölt den Stein.

  19. Der Malachit

    @ Vali und Tim

    Meine Meinung: Einen Brexit wird es nicht geben! Solange genügend innerer Streit in der EU-Zone erzeugt wird, und wie könnte man das besser als mit ständig herum nörgelnden Briten, wird es keine starke EU geben. Genau das ist im Interesse der die Weltpolitik dominierenden Eliten und der USA. Solange GB in der EU eingebunden ist, kann es viel besser kontrolliert werden. Ein starker unabhängiger Nationalstaat, der immer noch weitreichende globale Einflusssphären und Atomwaffen besitzt, könnte sich verselbständigen und sich so wie China oder Russland zu einem weiteren Machtzentrum entwickeln. Nato hin oder her, wer weiß schon, was in fernerer Zukunft auf der Insel so passieren wird? So etwas können die USA überhaupt nicht gebrauchen und wer glaubt denn heute noch an rein demokratische Ergebnisse bei Volksabstimmungen. Stichwort Österreich – keine Sorge das bekommen sie schon hin und GB wird uns als willkommener Unruheherd in der EU erhalten bleiben.

    Der Malachit.

     

  20. PIBE350

    Diese innere Unzufriedenheit wird uns durch ständige Dauerberieselung der Werbeindustrie permament eingeredet. Von Kindesbeinen ein: ,,Schau her, du bist nicht schön genug, du besitzt nicht genug oder bloß veraltetes Zeug.“ Dabei kann es die perfekten Übermenschen und Überfamilien aus der Werbung gar nicht geben. Man bekommt eine wunderhübsche, junge und dynamische Powerfrau präsentiert, die neben ihrer Berufskarriere mit 80 Stunden pro Woche noch leichtfüßig nebenbei den Haushalt schmeißt und 5 Kinder großzieht. 😀

    Nach außen hin möchte trotzdem jeder perfekt wirken, aber ich möchte lieber nicht wissen, wie es hinter vorgezogenen Gardinen aussieht.

    Am Arsch, ich mache bei diesem ,,Höher, schneller, weiter“-Spiel nicht mehr mit. Niemand kann perfekt sein. Wir lassen uns belügen. Glücklich kann sich der schätzen, der zu seinen natürlichen Schwächen stehen kann und diese nicht durch Dauerkonsum und Statuskäufe kompensieren muss. 😉

    Doku über Konsum- und Werbeterror: https://m.youtube.com/watch?v=CAH0pIUVVyU

  21. Markus

    @Tim

    Es war bei Dir kein bisschen ein Faktor Unzufriedenheit mit Deiner damaligen Startsituation \ Vermögensverhältnissen dass Dich zusätzlich motiviert \ angespornt hat, Deine Ziele zu verfolgen???

    Als einer von mehreren Faktoren (nicht zwangsläufig der größte Faktor) ist er sicher bei vielen mit dabei.

  22. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Markus,

    natürlich ist es so, dass wir alle „seelische Krüppel“ sind, indem wir dem Geld nachjagen, weil wir eben ohne Geld nicht glücklich sein können. Wenn das nicht so wäre, dann wären wir selbstgenügsam und würden allem was wir noch haben auch noch entsagen. Aber dann hätten wir Buddha-Weisheit.

    Stattdessen leben wir aber in einer materiellen Welt, deren Gradmesser die finanzielle Erfolgsleiter ist. Aber ich bin tatsächlich der Meinung, dass der Großteil der sich hier befleißigenden Anwesenden nicht aus einfach nur materiellen Gründen Vermögen anhäufen, sondern um sich innerhalb des verwerflichen Systems wenigstens unabhängig machen zu können.

    Auch mich treibt das um. Ich will einfach unabhängig werden. Nix mehr erbitten müssen, und einfach über meine Zeit selbst entscheiden zu können. Ich werde es nicht zur Million bringen können, aber das ist egal, Hauptsache keinen um etwas bitten zu müssen.

    Und es ist natürlich Unzufriedenheit und der damit einhergehende Frust am eigenen Dasein, der uns antreibt. Aber das ist die beste Art, damit umzugehen.

    Heute habe ich eine älteres Paar im Cafe beobachtet. Das waren wohlsituierte Leute. Ein typisches wohlhabendes hanseatisches Paar um die 70. Die werden sich keinerlei Gedanken um den Dax machen. Sie haben sicher ein paar Immobilien, eine Yacht, eine kleine Firma, die sie verkauft haben o.ä. dagegen ist man doch einfach nur ein armer dummer Tropf, egal ob die Dividenden paar Prozent jedes Jahr steigen oder nicht. Die verschwenden keinen Gedanken daran, ob sie womöglich sparsam leben oder nicht, weil es einfach nicht nötig ist.

    Nun ja, das zu meinen Selbstzweifeln und Frust heute am Abend nach paar Schoppen (Hallo an Fit und Gesund, glaube ich…)

    MS

  23. Georg L

    Mal wieder ein lesenswerter Beitrag von dir Tim. Und auch die Beiträge der Leser heben sich angenehm von vielen anderen Blogs oder Seiten ab.

    Irgendwer fragte in diesem Artikel nach einer Depotverwaltung:

    Ich kann da das kostenlose OpenSource Programm „Portfolio Performance“ empfehlen. Listet auch schön die Kurs- als auch Dividendenerträge des eigenen Depots auf. Über individuelle beliebige Zeiträume. Es lässt sich ebenfalls anzeigen, wieviel Dividende in welchem Monat zusammenkam. Lediglich etwas Vorarbeit, um die eigenen Käufe, Verkäufe, Zahlungen, Dividenden zu erfassen.

    Der Autor entwickelt das Programm ständig weiter und das bereits über einen langen Zeitraum:

    http://buchen.github.io/portfolio/

    Viele Grüße

    Georg

  24. Leon

    @Matthias

    Na ja, seelische Krüppel finde ich jetzt etwas drastisch formuliert.

    Ich finde nur, dass es mehrere und vielfältige Promotoren (und auch oder sogar vor allem Gefühle) sind, die uns zu Leistung antreiben können.

    Das Streben nach Perfektion eines Unternehmers ist auch ambivalent zu sehen, da auch irgendwann das nahezu perfekte Unternehmen durch die schöpferische Kraft der Zerstörung eines besseren Gegner`s zu spüren bekommt.

    Klar, ein wenig Gradmesser ist die finanzielle Erfolgsleiter schon. Allerdings ist es für mich auf dieser Welt nicht der einzige Gradmesser bzw. Faktor durch den ich mich selbst definieren würde. Als alleinigen Gradmesser würde mich das depressiv machen, da andere Werte zum Teil deutlich wichtiger für mich persönlich sind.

    Nichts mehr erbitten zu müssen funktioniert auch nicht mit mehreren Millionen. Gesundheit, Jugend, aufrichtige Zuneigung eines Menschen/Partners/Freundes ist dauerhaft nicht käuflich.

    Vieles fällt einem leichter, ja. Man ist unabhängiger, ja.

    Trotzdem haben auch diese Menschen Ihre Sorgen, Nöte und Probleme. Die Sichtweise mit dem hanseatischen älteren Paar halte ich durch individuelle Emotionen als verklärt.

    Viele Firmenchef`s die ich kenne, wollen Ihr Baby nicht verscherbeln. Es ist Ihre Lebensaufgabe etwas zu gestalten. Da ist es oft ein Gratwanderung mit dem Privatleben und eine zusätzliche Aufgabe eine halbwegs sinnvolle Work-Life-Balance zu finden. Manche Perfektionisten brennen dafür und spielen ein wenig mit dem Feuer. Ein Patriarch musste seinen eigenen Sohn aus der Firma schmeißen und hat im Alter von 90 Jahren das Ruder wieder rum gerissen…

    Es gibt natürlich viele unterschiedliche Beispiele und unsere Wahrnehmung lässt uns gerne die Dinge so sehen, die wir unterbewusst schon selektiert haben um unsere eigene Weltsicht zu bestätigen.

    Wenn man den Ratgebern (u. Büchle) zu den Kulturen der 100-Jährigen glauben kann, führen diese Gemeinschaften ein sehr zufriedenes Leben mit wenig Materiellem.

     

  25. Vali

    Markus und Leon, ich finde nicht, dass Reiche aus Frust reich geworden sind 😉

    Im Gegenteil, die meisten sind Visionäre und Träumer, Menschen, die die Welt verbessern wollten und gleichzeitig sehr wenig Materielles brauchten, und viel mehr ihren Träumen nachgegangen sind.

    Die Verwirklichung ihrer Träume und Traumberufe hat sie reich gemacht. Und dieses Geld wurde investiert. Tim wollte nach New York, übt den Beruf aus, den er liebt und wurde finanziell frei 🙂 Ich sehe keinen Frust!

    Ich selbst habe alle meine Kindheitsträume erfüllt. Ich arbeite in meinen Traumjob, bin erfolgreich, habe einen tollen Mann und superliebe Kinder, genieße die wundervolle Zeit mit meinen Eltern, die in meiner Nähe sind und lebe im Haus mit Garten, das ich mir schon immer gewünscht habe. Nun ist Geld übrig und so kam der Wunsch auf, auch reich zu werden oder finanziell unabhängig, weil ich es als Hobby und neue Aufgabe sehr motivierend finde. Es spornt an, es bewegt wieder mehr, es kitzelt und es macht sogar noch glücklicher 🙂

    Ich habe in keinster Zeit Frust geschoben, (außer, wenn das Finanzamt wider mehr Steuer haben wollte;). Aber reich werden ist eigentlich auch der Weg zu mehr Steuern – man kommt nicht drumherum und daran muss man sich gewöhnen.

    Vielleicht hat mich eine Zeitlang die Angst vor Armut getrieben, ja, weil ich durch viel Armut gegangen bin. Aber diese Angst hat die Motivation entfacht, niemals arm zu werden. Ängste sind aber nicht Frust. Gesunde Ängste sin eher ein Bedürfnis nach Schutz. Absolut menschlich und vollkommen normal.

    Ihr solltet eure Einstellung mal überdenken 😉 Nichts haben, muss auch nicht zwangsläufig glücklich machen (ich kenne einige Arme, die trinken und Drogen aus Frust nehmen – nix selige Budas;). Aber Visionen, Träume, etwas für die Menschheit zu erschaffen (und daraus eher ungewollt reich zu werden) macht unglaublich glücklich!

    Geld allein macht nicht glücklich – das ist uns allen klar! Aber glücklich mit Geld ist schon eine Steigerung vom Glück 😉

    @Malahit, ich sehe keine überragend guten Argumente aktuell, warum die Briten in der EU bleiben sollen… aber ich hoffe, sie machen es aus Solidarität mit uns 🙂

    @Janne, toll :-)!!! Willkommen! Hier ist auch die alleinerziehende Mama mit den 3 Kids, die nicht Hartz4-Empängerin ist und gleichzeitig in ETFs und Aktien spart – für viele die Unmöglichkeit in Person;-)! Hut ab! Du bestätigst, dass alle, die wirklich wollen, es auch schaffen und machst uns Frauen alle Ehre !!! Egal wie die Voraussetzungen sind! Weiter so, viel Glück und liebe Grüße an die 3 Süßen mit der tollen Mama 🙂

    @Tim, danke… wie schön… bin schon wieder am Träumen 🙂

  26. Christoph

    @Marcus:

    Klar gab es in den USA Anfangs auch Probleme, aber 1.) ist das einige Jahrhunderte schon her und in den USA waren es bis auf die Native americans alles Einwanderer. Da war ausser den NA´s niemand der schon eine gewisse Kultur dem Land gegeben hatte.

    Ich bin ja auch nicht gegen ein vereintes Europa. Nur gegen die EU. Ich verstehe nicht, wozu man diese benötigt. Eine EG könnte genausogut mit den USA usw Handelsabkommen schließen.

    Das Problem mit der EU ist doch, dass niemand direkt Einfluss auf deren Politik hat.

    Kanzler: wird quasi durchs VOlk gewählt.

    Aber die EU? keine Chance. Angeblich überlegt man ja einen EU FInanzminister zu installieren. Also mir graut es davor. Dann würden nach und nach auch andere Ministerien nachkommen.

    Klar ist die Idee schön, vereintes Europa. Die Staaten werden immer unwichtiger und irgendwann gibt es keine Einzelstaaten mehr. Aber Europa ist einfach zu verschieden. Italiener und Deutsche, Österreicher und Spanier usw usw. Verschiedene Kulturen, Lebenweisen usw.

    Und ich finde es auch gut, dass es solche Unterschiede gibt.

     

    @Tobias F: Also ich trage meine Käufe und Dividenden zwar auch in Tabellenkalkulationen ein, aber für Wertsteigerungen usw nutze ich http://www.finanzen100.de/

    Da bekommen man auch die Steigerungen inkl. Dividenden angezeigt. Und das schöne ist, für die Aktien die du hast bekommst du auch News angezeigt. ist kostenlos!

    Janni: Großes Kompliment und Hochachtung! Toll.

    Wegen dem Investieren. Mir persönlich ist die Gefahr dass ein ETF irgendwann pleite geht auch zu hoch, daher Einzeltitel. 3M, Johnson&Johnson, P&G, Coca COla usw usw

    Das du skyworks hast freut mich. Habe ich auch. Denke ein tolles Invest auch für die Zukunft.

    Wieso investierst du nur alle 6 Monate? Ich bin zb bei der consors. Da kann man ab € 25,00 Aktien per Sparplan kaufen. Gebühr 1,5% Vorteil ist, man kann jeden Monat kaufen und läuft nicht Gefahr zu teuer zu kaufen oder wenn es günstig ist gerade kein Geld zu haben. Und man bekommt natürlich auch früher Dividenden. Vielleicht wäre das ja auch was für dich

  27. Fit und gesund

    @Matthias Schneider,

    ich möchte auch unabhängig sein, so gut es eben geht, ich brauche dazu keine Million, es geht mir auch nicht nur um Geld, eine Art innere Freiheit ist mir auch wichtig, nicht schauen zu müssen was hat mein Nachbar, was hat mein Kollege, einfach mein Ding machen und andere machen lassen was sie möchten, Selbstzweifel überkommen mich auch manchmal, das gehört vermutlich dazu, auch Leute mit viel Geld werden Frustmomente haben, nur sollte Frust kein Dauerzustand werden, dann muss man was ändern,

    Ich denke wir lassen uns nicht unterkriegen! Eine schöne Woche wünsch ich Dir!

  28. Rainer Zufall

    @ janni

    Denke auch, dass Du eine gute Wahl getroffen hast. Denn:

    Der Etf hat als Domizil Deutschland. Also ist das was die Steuer betrifft sehr einfach.

    Der Etf ist relativ günstig. Positiv wirkt sich zudem aus, dass Du nicht monatl. kaufst. So sind die Gebühren noch geringer.

    Der Etf hat ein im Vergleich zu anderen Etfs, die für Europäer in Frage kommen, ein sehr grosses Volumen (Ca. 5 mrd wenn ich das richtig im Kopf habe). Für eine Auflösung viel zu gross.

    Du hast Dich für einen Etf entschieden, der in Europa investiert. Unabhängig davon, ob GB in der Eu bleibt, ist GB weiterhin ein Bestandteil von Europa. An der Zusammensetzung des Etf ändert die Entscheidung der Briten damit nichts. Ich bevorzugen aus diesem Grund auch den stoxx Europe vor dem Euro stoxx.

    Dann noch: Finde es toll, dass Du einen Etf Sparplan fuer deine Kiddies hast. Prima!

  29. Markus

    @Vali

    Wenn ich eine Veränderung der aktuellen Situation mit aller Macht will, um einen Traum zu verwirklichen, dann nenne ich es Unzufriedenheit mit der aktuellen Situation.

    Ob Du es jetzt Frust nennst, oder welche individuelle persönliche Wortbedeutung das jeweilige Individuum dieser Situation beimisst, ist bedeutungslos.

    Eine rosarote Wolke, die einen durch z. B. das ganze Leben ohne Schicksalsschläge trägt, kann man sich einbilden, halte ich aber für blauäugig bzw. utopisch.

    Ich halte das für eine unreflektierte Gedankenwelt.

     

  30. Vali

    @Markus, da unterscheiden wir uns in der Einstellung ganz gewaltig!

    Ich war schon immer sehr zufrieden und ich möchte diese Zufriedenheit und dieses Glück erhalten!

    Ganz Kapitalistin, bedeutet für mich „Erhalten“ auch Wachstum! Möchte aber bewusst das Wort Rendite nicht nennen, da ich Rendite nicht wirklich erstrebenswert finde, sie macht auch nicht glücklich.

    Meine Kinder, die glückliche Partnerschaft, die liebevolle Beziehung zu meinen Eltern, Freundschaften und Eigentum, das ich vererben kann an die Menschen, die ich liebe, die Liebe zu meinem Beruf usw, die Beteiligung an tollen Unternehmen, dessen Produkte ich tagtäglich nutze…

    Ich glaube, meine Beweggründe sind Liebe (zur Familie, zum Beruf, zu mir, sogar zur Menschheit)! Nicht Unzufriedenheit… womit denn, dass andere reicher sind? – gerade das spornt mich an und macht mich glücklich – der Weg dahin, egal wie das Ziel genau definiert ist!

    Schicksalsschläge habe ich schon einige gehabt – und ein zusammenbrechendes System, Hunger, Flucht und Asylantenheim kann man nur mit viel Optimismus überleben! Und ich bin glücklich, dass es vorbei ist!

    „Unzufriedenheit mit der aktuellen Situation“ darf kein Dauerzustand sein, denn das kann man mit einer ordentlichen Portion Optimismus, Motivation, Fleiß, Traumverwirklichung und Glück sehr schnell hinter sich lassen 🙂

    Von der rosaroten Wolke 🙂

     

     

  31. Christoph

    Also für mich hörts sich das Leben von Vali toll an. Aus ärmeren Verhältnissen gekommen, den Kopf nicht in den Sand gesteckt. Nun eine tolle Familie mit der Sie glücklich ist und finanziell abgesichert und der Weg geht weiter.

    Da kann ich nur sagen: TOLL!

    @Markus:

    Nur weil man sagt gewisse Dinge beunruhigen mich ist man ja nicht gleich unzufrieden.

    Mich beunruhigt zB die Dummheit der Menscheit die jedes Jahr schlimmer wird.

    Hooligans die sich bekloppterweise bei der EM prügeln.

    EIN IS Terrorist der 50 feiernde Menschen abknallt

    Und es wird immer so weitergehen und mehr werden.

    Und in meinem Fall hast du Recht, das macht mich immer unzufriedener weil es mich traurig macht

  32. Markus

    @Vali

    „Ganz Kapitalistin, bedeutet für mich „Erhalten“ auch Wachstum!“

    Nein, erhalten ist kein Wachstum. Schon gar nicht im Kapitalismus.

    Ich behaupte nicht dass Unzufriedenheit ein Dauerzustand sein soll. Du wirst mir sicher nicht erzählen wollen, dass der Zusammenbruch, der Hunger, Flucht und Asyl eine Zeit der Zufriedenheit und Erhaltung des Status Quo waren???

    Sicher gab es auch in dieser Zeit glückliche Momente, aber insgesamt wolltest Du dieses Leben so nicht in diesem Zustand dauerhaft erhalten!

    Sonst wärst Du nicht in der Situation wie jetzt, wenn Du nicht damit unzufrieden und unglücklich gewesen wärst.

    Nehmen wir Edison mit seiner Funzel… 😉 Er hat extremst Rückschläge weggesteckt und auch den unbefriedigenden Situationen immer etwas gelernt.

    Ich plädiere für konstruktiven Optimismus nicht für unreflektierten, falls dass irgendwie falsch von Dir verstanden worden ist.

  33. Der Malachit

    @ Fit und gesund

    Genau so sehe ich das auch. Es geht nicht um das immer mehr um jeden Preis. Man braucht auch nicht unbedingt die Million um seine Freiheit ausleben zu können. Genügend verfügbares Geld allerdings schon und mit dem von Tim propagierten bescheidenen Lebensstil, Zufriedenheit, Dankbarkeit, ohne den Geldnachjagestress und dem wirren, nervigen hin und her an den Börsen, reicht für ein „Fit und gesund“ – Leben weit weniger. Sich abkoppeln und sein Ding machen; das ist der Weg zu Reichtum und Glück.

    Der Sport wurde Ihnen präsentiert von der deutschen Vermögensberatung, habe ich gerade im ZDF gehört. Wer genau das Gegenteil von dem tut, was die uns über die Medien in unsere Gehirne eintrichtern wollen, der hat es begriffen und wird mit genügend verfügbarem Geld zufrieden und frei. Geld und Freiheit haben in unserer Gesellschaft eine enge Beziehung zueinander. Aber nicht um jeden Preis!

  34. Vali

    @Christoph, danke! Und weil du selbst sehr optimistisch bist und gern motivierst, sage ich auch: TOLL! Weiter so 🙂

    @Markus, um noch den Bezug zu Tims Artikel wieder herzustellen:

    Natürlich möchte man etwas ändern, wenn man unzufrieden ist. So muss es auch sein (und nicht Zeug kaufen;)

    Aber nicht jede Änderung und nicht jedes Ziel beruht auf Unzufriedenheit. Das ist dein Denkfehler. Du macht einfach: Unzufriedenheit = Änderung und folglich beruht jede Änderung auf Unzufriedenheit. Nein.

    Manchmal ist sogar das Gegenteil der Fall – man macht weiter, weil man schon viele Ziele erfolgreich erreicht hat und auf den Weg weiter noch motivierter und stärker ist.

    Klar war die Flucht und die Asylantenzeit teils schrecklich und ich will das nie wieder erleben. Ich wünsche es auch keinem. Aber, weil ich da raus gekommen bin und meine Situation geändert habe, bin ich jetzt stärker und setze mir neue Ziele mit noch mehr Optimismus und Zuversichtlichkeit,  dass ich sie auch schaffe.

    Ja, ich glaube fest daran, dass ich bald finanziell frei sein werde und arbeite noch motivierter. Und das ist Glück mit Glück gepaart 🙂

    Ich bin auch für konstruktiven  Optimismus 🙂

  35. Markus

    @Vali

    Nein nicht jedes Ziel beruht auf Unzufriedenheit.

    Aber es ist ein Faktor von mehreren.

    Du dichtest mir meine Sichtweise zu negativ an und ich Dir die Deine zu positiv. 😉

  36. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Markus

    Als ich aufwuchs, war bei uns Geld knapp. Meine Eltern kommen aus armen Verhältnissen. Sie haben sich später mit Hypotheken und Bausparverträgen verhoben. Die Zinslast war so hoch, dass das Geld am Monatsende nicht reichte. Es flossen oft Tränen. Als Kind so etwas zu erleben, war hart für mich. Das habe ich nie mehr vergessen. Seither hasse ich die Schuldenmacherei, weil es Familien, Ehen, Menschen kaputt machen kann.

    Aufgrund meiner Erfahrung habe ich wohl später gespart wie ein irrer. Ich wollte so etwas in meinem Leben nicht durchmachen.

    Ja, Menschen haben Auf und Abs. Das Leben verläuft nicht stetig rosig. Ich glaube aber schon: Menschen, die sich nicht am Konsumrausch der Mittelschicht beteiligen, fühlen sich wohler. Der ganze Kram macht doch nicht glücklich.

    Ein bescheidenes Leben bietet viel mehr Möglichkeiten. Es macht einen frei. Ich habe entschieden: Ich ziehe generell Geld den „Dingen“ vor. Denn mit Geld kann ich ohnehin jederzeit „Dinge“ kaufen. Aber ich habe viel mehr Wahlmöglichkeiten und Freiheiten.

     

    @ Stefan Meisel

    SAP-Chef Bill McDermott habe ich in New York erlebt. Er ist ein klasse Typ. Ich habe mit ihm schon gesprochen (siehe Link unten). SAP ist übrigens ein Langfristinvestment meinerseits. Eigentlich ist es durch die Gründerstruktur ein Familienunternehmen. Die Leute denken und handeln langfristig zum Wohle der Firma, was mir sehr wichtig ist.

    http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Euro-am-Sonntag-Interview-SAP-Chef-McDermott-34-Ich-wollte-erfolgreich-sein-34-4068573

    @ Vali
    Du bist eine großartige Optimistin. Das ist herrlich zu lesen. Ich glaube, dass es Optimisten leichter haben im Leben. Ein Geheimnis ist ja zum Beispiel, wenn es um Kunden, Kollegen, Chefs geht: Wer will schon gerne mit einem Meckerer zusammenarbeiten?

  37. Claus

    @ Janni
    Du hast meine uneingeschränkte Hochachtung. Alleinerziehend mit 3 Kindern, das ist mit Sicherheit sehr schwer. In dieser Lage noch für die Kinder vorzusorgen ist mehr als vorbildlich. Bleibe einfach dabei und lasse dich von niemandem von deinem Weg abbringen. Viel Erfolg!

    Zum Brexit:
    Den wird es meiner unbedeutenden Meinung nach nicht geben. Momentan beherrschen ANGST und PESSIMISMUS mal wieder die Börse. Die Medien nehmen das Thema gerne auf, zumal es noch bis nächsten Donnerstag anhält und viele Zeitungs-Seiten und Sendezeiten füllt. Dax und Co tauchen ab. Es herrscht die große Ungewissheit…

    Die BÄREN regieren, die BULLEN machen Urlaub und die SCHAFE verkaufen reihenweise…

    Eine ideale Zeit, um günstiger an übertrieben gefallene Aktien mit großartigen Zukunftsaussichten (mit oder ohne GB) zu gelangen.

    Ich liege auf der Lauer und kaufe vor der Abstimmung zu.

    Sollte es keinen Brexit geben (wovon ich ausgehe), werden die BULLEN für schnelle und deutliche Kursteigerungen sorgen.

    Liege ich falsch und der Brexit kommt: Kein Problem. Dann geht es wahrscheinlich noch weiter abwärts und ich kann noch günstiger zukaufen.

    In einigen Jahren kann sich dann kaum noch jemand an den Brexit erinnern und die Aktienkurse stehen mal wieder deutlich höher als heute. In der Zwischenzeit freue ich mich über meine laufend steigenden Dividenden (dieses Jahr bisher > 6,5 k, heute gab es Geburtstagsgeld von 3M).

    Ich wünsche allen viel Erfolg, macht das Beste aus der Situation!

     

     

  38. Vali

    Tim, Christoph, Claus, danke euch 🙂

    Hier dafür ein neuer Film von Kolja, der beweist, dass dieser Cost Average Effekt überbewertet wird. Lieber gleich viel Geld investieren und dann liegen lassen, als warten 😉 Ich glaube, Crushin hatte mal die Frage… Eigentlich das, was Tim macht, einmal im Jahr investieren und den Rest genießen 😉

    Brexit hin oder her 😉

  39. Markus

    @Vali

    Jep, wissenschaftlich ist der Cost-Average-Effekt als positiv für die Rendite nicht haltbar. Ein Mythos der sich zäh hält.

    In der großen Mehrzahl der Fälle ist ein großer Einmalbetrag lohnender.

    Psychologisch hat er halt Vorteile wegen der Automatisierung.

  40. Delura

    Hallo Mitstreiter,

    heute habe ich meinen turnusmäßigen Zukauf getätigt und zwar in der Telekommunikationsbranche:

    AT&T, bin da jetzt bei 70% des endgültigen Depotziel. Alternativen waren Caterpillar (25%) und Procter&Gamble mit (90%) der finalen Zielgröße. Aber da werde ich evtl. nächsten Monat aktiv.

    Gut Ding braucht Weile, Rom ist auch nicht an einem Tag gebaut worden – wichtigste ist Geduld und ZEIT.

    Weiter so – sehr guter Blog!

     

     

     

  41. Felix

    Um mal ein anderes Thema ins Spiel zu bringen:

    Bayer will Monsanto übernehmen, heute wird bekannt, dass Microsoft LinkIn haben will mit immerhin 40 % Aufschlag auf den aktuellen Kurs. Dell versucht sich an ECM.

    Die These lautet wegen des vielen billigen Geldes kommen wir jetzt in eine Phase der Megaübernahmen. Meine erste Position, die davon betroffen sein wird, ist ECM, wobei der Übernahmepreis nicht so spektakulär ist.

    Was haltet ihr von der Übernahmefantasie. Eigentlich hätte ich gedacht dass Microsoft eine Auge auf Yahoo werfen würde, aber der neue CEO ist für Überraschungen gut.

  42. Janni

    @alle

    Vielen, vielen Dank für die aufbauenden und lehrreichen Worte.

    Von meinem Umfeld kann ich dies nicht erwarten. Die erwarten nämlich irgendwie alle das ich endlich Hartz beantrage (Das würde mir eigentlich zustehen, wenn man nur den eingehenden Lohn betrachtet.) Ich weigere mich. Außerdem hätte ich dann ja die letzten 13 Jahre umsonst klug gehaushaltet.

    Es tut verdammt gut endlich mal auf Verständnis für Vorsorge und Verantwortung für das eigene Leben zu stoßen.

    Habe übrigens passend zu Tims Beitrag einen schönen Erfolg zu melden:

    Meine Kids haben zu Weihnachten 2015 von ihrem Onkel jeder 200 € in Bar auf die Hand bekommen. Er sagte: „Entscheidet selbst, was ihr braucht, wollt oder euch schon lange wünscht.“

    Meine Kleine (10) hat die Hälfte in die Sparbüchse gesteckt, sich ein paar neue Schuhe gekauft und für den Rest die Mama und die Geschwister in die Eisdiele eingeladen.

    Meine Große (13) hats alles verdaddelt (so wie ich früher).

    Und mein Großer (13) kam letzte Woche mit 120€ und sagte: „Mama das Geld vergammelt in meiner Sparbüchse, ich brauchs nicht, kannst Du mal für mich Aktien kaufen gehen?“

    Ich stolz wie Wolle, hab 30 Euro draufgelegt (als Zins, sozusagen).

    Diese kleinen Dinge machen mich glücklich, zu sehen das meine Kinder von einem guten Vorbild lernen.

    @Christoph
    wenn´s richtig kracht, könnte ich pro Kind mit 1000 euro nachkaufen aber diesen joker wollt ich mir noch ein bisschen aufheben (Hab ja erst im Januar mit dem ETF angefangen, vorher war der Führerschein dran:)). Consors habe ich mir jetzt als 2. Depot ausgesucht. Die Kinder haben ihres bei der DAB, das war leider die einzige Bank, welche ein Depot für Minderjährige mit Aktien- und ETFsparplänen anbietet. Bei den anderen darf man nur in Risikoklasse 2 investieren (also maximal aktiver Mischfond mit 30% Aktienanteil). Ist auch nicht ganz so einfach, wegen des Sorgerechts (Unterschriften).

    Ich kaufe meine Unternehmen immer, wenn ich 1000€ zusammen habe. Nicht viel ich weiß.

  43. Slazenger

    @ Janni

    Also ich ziehe meinen Hut vor deiner Lebensleistung Janni, du bist sicherlich ein Vorbild welches man nur selten findet , vielmehr sehe ich häufig Eltern die vergessen ihren Kids Werte beizubringen, Erziehung den Kindergärten und Schulen überlassen (wollen) , was diese natürlich nicht leisten können! Drücke dir die Daumen dass du das weiterhin so gut hin bekommst!

    Ich habe selbst drei Mädels großgezogen (aber mit Partnerin)die heute erwachsen sind und  heute bin ich stolzer Opa zweier Enkelinnen! Ich weiß also ungefähr was es bedeutet drei Kids zuhaben! Bislang waren alle Versuche meinen Mädels , die Geschichte mit den Aktien näher zu bringen erfolglos, sie für das Thema Börse zu begeistern – keine Chance, verwalte aber nach wie vor ihre von mir konservativ  angelegten Aktiendepots!  Mal sehen die Hoffnung stirbt zuletzt, vielleicht kann ich ja mal meine Enkelinnen für das Thema begeistern!

  44. chaostrader

    Janni, fange mal an etwas zu diversifizieren. 100% EU ist nicht so das Gelbe vom Ei, zumindest auf sehr lage Sicht gesehen.

    Vali hat wieder die rosa Brille auf. Darfst nicht vergessen, wie die Amis ihren Lebensstandard finanzieren: auf Pump. Also genau so, wie man es laut Tim S. nicht machen sollte. In Obamas Amtszeit wurden mehr Schulden gemacht als alle Präsidenten vor ihm ZUSAMMEN angehäuft haben. Das exponentielle Wachstum dieser Schulden wird sie irgendwann ganz schön schmerzhaft in den Allerwertesten treten. Und geh mal raus aus den Metropolen, da herrscht teilweise die Infrastrukturapokalypse.

  45. Andrea

    Janni, ich finde das bewundernswert, wie du von einem kleinen Gehalt noch auf sinnvolle Weise für deine Kinder regelmäßig sparst.

    Und toll, dass zwei Kinder gleich die Hälfte oder mehr vom Geldgeschenk zurücklegen.

     

  46. Dani

    @ Janni

    Die Kinder haben ihres bei der DAB, das war leider die einzige Bank, welche ein Depot für Minderjährige mit Aktien- und ETFsparplänen anbietet. Bei den anderen darf man nur in Risikoklasse 2 investieren (also maximal aktiver Mischfond mit 30% Aktienanteil)

     

    Bei der Comdirekt gibt es auch Aktien Sparpläne, auch für Kinder.

     

    Matthias Schneider

    Gut auf den Punkt gebracht. Genau so sehe ich das auch!

     

    Was hälst du als Kanada Spezialist übrigens  von Saputo ?

    http://www.saputo.ca/

    Kennst du die?

     

    @Tim

    War die Dividendenauszahlung bei einer Investition von dir immer eine Voraussetzung? Du hast ja, wenn ich es richtig im Kopf habe, SAP schon früh gekauft. Schüttete diese zu dem Zeitpunkt schon eine Dividende aus? Oder war dir das in einem frühen Stadium noch nicht so wichtig?

    Konntest du zu diesem Zeitpunkt schon abschätzen das SAP mal so ein großes starkes Unternehmen wird?

    Bei CTS Eventime stellt sich mir folgende Frage:

    das Unternehmen ist sicherlich gut. Aber der Burggraben den Buffet immer fordert scheint mir nicht sehr ausgeprägt zu sein. Der Erfolg mit CTS gibt  dir in nachhinein sicherlich recht.

    Aber war da nicht dennoch, ein nicht ganz kleiner Funke Spekulation mit im Spiel? Den wenn du schon damals total auf ganz Nummer sicher gegangen wärst, ….hättest du dich nicht doch an die üblichen Big Player wie Coca Cola, Johnson&Johnson usw halten müssen?   Oder sehe ich das falsch? Jetzt rein vom Aspekt der Sicherheit heraus gesehen.

    Lange rede kurzer Sinn! Waren deine damaligen Titel Entscheidungen in etwa so als wenn man heute z.B eine Celgene kaufen würde? D.h ein heute ganz gutes Unternehmen mit einem theoretisch extrem hohen Wachstumspotential und gleichzeitig der Möglichkeit das man in 15-20 Jahren einen dicken Blue Chip der Pharma Branche im Depot hat?

    Ich hoffe es ist deutlich geworden auf was ich hinaus will. Das hier ist jetzt auch kein Herum-Gekritel! Du hast sicherlich alles richtig gemacht sonst währst du heute nicht dort wo du bist! Respekt!

    Ich würde nur gerne die Prozesse die zur deiner Titel Entscheidung geführt haben noch etwas besser verstehen.

  47. Janni

    @chaostrader

    danke für den Hinweis.

    Ich denke für die Kids ist das ein guter Start am Aktienmarkt. Nebenbei haben sie ja noch ein zwei andere Assets (also keine 100%, sondern vielleicht gerade mal 4).

    Mein Depot fühlt sich ganz wohl mit Einzelwerten (Ziel sind 16), EM-ETF und Global select 100 etf.

    Vielleicht nicht perfekt, aber ich kann damit relativ gut schlafen.

    @Slazenger
    Das mit der Vermittlung von Werten kann ich nur unterschreiben.
    Ich bin Erzieherin von Beruf.

  48. Rainer Zufall

    @ Cost Average Effect, Markus, Vali

    Ich bin ja bekennender ETF Anhänger (kaufe aber auch gerne einzelne Aktien.)

    Beim ETF ist mir der Cost Average Effect ehrlich gesagt schnuppe, das ist für mich nicht zentral. Obs den jetzt gibt ober nicht, oder ob der gut ist, ist schnuppe 😉

    Aber dass es eine Verdurchschnittlichung der Preise gibt, wenn man mehrfach kauft, ist doch irgendwie offensichtlich. Und ich weiss nicht, warum das schlecht sein soll.

    Beispiel: Meine Frau hat bisher von Aktien nix wissen wollen. Zu gefährlich. Lieber Tagesgeldkonto. Ihre Meinung hat sich in den letzten Wochen/Monaten geändert und wir haben vereinbart einen sehr kleinen Betrag zu investieren. Erstmal 😉 Einzelaktien lohnen sich nicht – der Beitrag ist echt klein. Dehalb ETF. Einen auf den Dax, einen auf US-Werte.

    Jetzt gibts 2 Möglichkeiten

    1x anlegen (und so wie ich das rausglesen habe ja unbedingt sinnvoll)
    mehrfach anlegen

    Wir haben Anfang Juni die Sparpläne eröffnet und kaufen jetzt verteilt auf die nächsten 6 Monate. Und ich denke, dass das eine gute Entscheidung war. Die Kurse purzeln, für meine Frau ist es beruhigend zu wissen, dass wir günstig nachkaufen können und ich freu mich auch auf günstigere Einstiegskurse.

    Gut evtl. hätte das auch anders rum laufen können. Wenn die Kurse in den nächsten 6 Monaten nur gestiegen wären, hätte das Rendite gekostet. Aber so isses momentan nicht.

    Für mich gibts damit insgesamt mehrere Herangehensweisen (Einzelkauf ETF, Sparplan ETF, regelmäßiger Einzelkauf Aktien, Sparplan Aktien, ). Warum sich auf 1 Möglichkeit beschränken? Die anderen können auch Ihre Berechtigung haben.

     

     

     

  49. Christoph

    Guten Morgen

    Vali: Dem stimme ich nicht zu. Denn wenn man einmal im Jahr kauft, kann es natürlich sein, dass man gerade einen tollen Einstiegspunkt erwischt Sagen wir mal

    nur mal kurz gerechnet ohne Gebühren: 12.000 Invest = 12×1.000

    Kauft man einmal im Jahr für 38 Euro bekommt man 315 Stück

    Kauft man allerdings für 44 Euro sind es 272 Stück

    Schnitt wäre € 41,00

    Kauft man aber jeden Monat für 1.000 sind es am Ende 294 Stück (Schnitt 41 Euro)

    Für mich ist das der sichere Weg. Zumal man ja schon Dividenden bekommt (ok die Gebühren sind ein wenig höher) aber es kann ja auch sein, dass der Kurs nie mehr auf 41 zurück geht..

    Zumal so kann ich in jedem Monat 3M, J&J, P&G,Coca Cola, Pepsi, Boeing, Microsoft usw kaufen. Sonst würde ich dieses Jahr nur 3 kaufen, im nächsten jahr wieder nur 3 usw bis ich in 8 Jahren alle meine Wunschunternehmen hätte, wobei in der Zwischenzeit die Kurse sicherlich viel viel höher sind

    Monat
    Invest
    Kurs
    Sück

    1
    1000
    40
    25

    2
    1000
    38
    26,3157895

    3
    1000
    44
    22,7272727

    4
    1000
    43
    23,255814

    5
    1000
    42
    23,8095238

    6
    1000
    41
    24,3902439

    7
    1000
    37
    27,027027

    8
    1000
    42
    23,8095238

    9
    1000
    41
    24,3902439

    10
    1000
    40
    25

    11
    1000
    44
    22,7272727

    12
    1000
    38
    26,3157895

    490
    294,768501

    40,8333333

    12000
    44
    272,727273

    12000
    38
    315,789474

    82

    41

     

  50. Vali

    @chaostrader, ich war dort wirklich an einem sehr luxuriösen Ort und mir ist bewusst, dass USA nicht überall so ist. Aber, da wo sie gut sind, sind sie verdammt gut. Gilt natürlich auch für die Germans 😉

    Ohne Kredit geht nichts. So funktioniert unser System. Wir müssen uns alle immer ein bisschen Zukunft erkaufen. Ist bei Aktien und natürlich ETFs auch so. Alles eine riesige Blase, but who cares;-) Erst wenn sie platzt, sind wir alle wieder bescheiden und demütig… Aber man weiß eben nicht, wo man sich aktuell befindet und wie lange das so weiter geht… Ich bin dabei und habe aus diesem System schon einiges mitgenommen (Hypotheken, Aktien, Mieten, Dividenden, nur Konsumkredite noch nie) und die rosarote Brille setze ich nicht mit Absicht auf, ich sehe alles wirklich sehr positiv 🙂

    @Stefan Meisel, danke für das coole Video! Echt gut gemacht 🙂

    @Christoph, sehe ich auch ein:-) Es ging um die Summe z.B. von 100000 Euro. Die auf einmal zu investieren, würde statistisch gesehen mehr bringen, als sie zu stückeln, aber individuell kann es natürlich auch anders sein.

    Wenn man aber eben nur monatlich das Geld zur Verfügung hat, ist es besser es auch gleich anzulegen, also monatlich Aktien zu kaufen. Und so machen wir es hier 🙂

    Die Dividende spielt m.M.n. eine große Rolle, weil man gleich die nächsten 4 Quartale voll mitkauft. Aber wer hat schon am 1.1. freie 100000 auf dem Konto 😉

  51. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Dani,

    Moin Moin! Ich bin kein Kanada-Spezialist, wirklich nicht. Ich habe nur ein paar Sachen dort und mag die einfach. Saputo kenne ich vom groben Blick. Die hat der „Tawcan“ auch.

    Mir ist sie eher nix, da einfach kein ordentlicher Dividendenwert. Mich interessiert schon ab und zu auch ein Wert, der zwar wenig ausschüttet, mir aber eine Kursspekulation wert ist. Aber Saputo erscheint mir nicht mit viel Kursphantasie.

    Solche reinen Spekulationswerte will ich dann auch konsequent mit 50 oder 100 Prozent wieder verkaufen. Mir ist es sonst egal, ob die nun mit 2.000 oder 3.000 an Kurswert im Depot liegt, aber keinen Cashflow bringt. Ich realisiere solche Sachen dann und stecke es in bessere Dividendenwerte.

    Spekulation dient der schnelleren Vermehrung des Depotwertes als man es Ersparen kann.

    Also es gibt unter den „Canadian Stars“ bessere Werte für mich. David Fish führt da immer eine Liste.

    Schönen Tag noch.

    Nachtrag: Warum sollte ich die Saputo nehmen, mit so geringer Dividende (1,4%), wenn ich auch den ETF (iShares S&P/TSX Canadian Dividend Aristocrats Index) mit ca. 4% haben kann. Da ist die Saputo auch mit drin.

    Als Einzelwerte der ersten 10 Werte des ETF habe ich z.B. Exchange Income Corp (EIF) und Enbridge Income Fund Holdings (ENF). Alaris würde mich noch jucken…

    MS

  52. Claus

    @ Felix

    Ich würde nicht auf evtl. Übernahmen spekulieren, wie du selbst schon schreibst, geht das oft schief.

    Ein Depot, das überwiegend aus potentiellen Übernahmekandidaten besteht, ist meist auch nicht sinnvoll über verschiedene Branchen und Länder diversifiziert und daher recht anfällig.

    Es ist m.E. wesentlich sinnvoller, sich seine „Kaufkandidaten“ genauer anzuschauen. Wenn dann hiervon mal einer „geschluckt“ wird, wie bei dir EMC von Dell, dann kann das einen schönen zusätzlichen Gewinn bedeuten. Dies ist aber nicht immer so.

    Ich habe mein Depot pyramidenförmig aufgebaut. Eine breite Basis mit Konsum- und Gesundheitsaktien (ca. 60%), dann max. 15% Hightech, max. 10% Öl-/Gas-/Rohstoffaktien, ca. 5% Finanzwerte, ca. 10% „Restaktien“, wie Chemie, Industriewerte. Hier halte ich auch ab und zu mal einen „Tradingwert“, wenn ich eine für mich klare Gelegenheit zum Geldeinsammeln sehe.

     

  53. Rainer Zufall

    @ Claus,

    Interessant, Deine pyramidenförmige Strukturierung. Sind bei dir Industrie und Industrie immer in relativ geringem Umfang enthalten? Oder nur im Moment? Find ich spannend, würde mich interessieren.

  54. Claus

    @ Rainer Zufall,

    zur Depotstruktur habe ich mir mit den Jahren viele Gedanken gemacht, denn für mich zählt nur das gesamte Depotergebnis (die Mannschaft), nicht das Ergebnis einzelner Aktien (der Spieler).

    Zunächst habe ich 6 grobe Branchen/Bereiche, auf die ich meine Aktien verteile. Jeder der 6 Bereiche darf eine gewisse Grösse haben, die nicht überschritten werden darf. Wie viele Aktien in den einzelnen Bereichen sind, spielt keine Rolle, so lange der Wert jeder Aktie mind. 1% und max. 10% des Depotwertes ereicht. Zusätzlich müssen bei mehreren Aktien in einem Bereich Aktien aus verschiedenen Ländern enthalten sein (z.B. nicht nur 5 Konsumwerte aus USA). Bei Neukäufen investiere ich meist 1-3%, je nach Situation. Hier die Übersicht:

    Bereich, min. %, max %, ideal %

    IT/EDV/Technologie, 0, 15, 15
    Öl/Gas/Energie, 0, 15, 10Finanzen, 0, 7.5, 0
    Konsum, 30, 50, 40
    Medizin, 20, 40, 30
    Rest, 0, 15, 5

    Zusätzlich unterscheide ich zwischen Dauerinvestments (Verkauf nicht geplant) und Aktien, die auch mal reduziert oder verkauft werden dürfen (zyklische oder nicht langfristig nur steigende Werte, wie z.B. BASF, Emerson El., Harley D.).

    Es müssen also nicht ständig in allen Bereichen Aktien gehalten werden. Die Bereiche IT, Öl + Rest können bei Bedarf vollständig auf null heruntergefahren werden. In den Bereichen Konsum + Medizin sind aber immer mind. 50% des Depotwertes investiert, auch wenn es abwärts geht.

    Ich handle sehr wenig und achte, wie gesagt, nur auf das Depotergebnis. Verkauft wird nur, wenn sich die Zukunftsaussichten eines Unternehmens massiv verschlechtert haben, Eigenkapital deutlich abgebaut wird, der Finanzvorstand unerwartet geht, die Dividende gekürzt wird, eine sehr deutliche Überbewertung im Verhältnis zur Wachstumsrate entstanden ist oder der gesamte Markt völlig unrealistisch bewertet ist, wie im Jahr 2000 (Blase).

    Zu deiner Frage der Industrieaktien:
    Diese sind im Bereich „Rest“ enthalten. Hier habe ich z.Zt. 9,7%:
    3M, 1,3%
    GE, 1,1%
    Air Liquide, 0,7%
    Emerson Electric, 0,7%
    BASF, 5,9% (Tradingposition, vor der Dividendenzahlung bei 59 + 63 gekauft)

    Mit der Depotentwicklung meiner 42 Aktien bin ich zufrieden. Dieses Jahr + 0,3% (bis 13.6.).

  55. Rainer Zufall

    @ herzlichen Dank für den Einblick. Ich finde eine strukturierte Vorgehensweise sehr sinnvoll. Und Deine Herangehensweise wirkt sehr durchdacht. Ich glaub ich muss mir da noch ein paar Gedanken machen.

    Warum findet sich die Industrie in der Kategorie Rest? Meidest Du wie ich kapitalintensive Unternehmen? Oder liegst dran, dass es zykliker sind? Gibts gar einen anderen Grund?

  56. Christoph

    @Rainer Zufall: Ja ich bin auch gespannt.

    Ich finde Industrie eigentlich recht unzyklisch. Wenn ich BASF, 3M etc nehme.

    Konsumgüter sind für mich die wahren zyklischen Unternehmen. Nike, Apple usw

     

     

  57. Rainer Zufall

    Christoph:

    Basf habe ich bisher als zyklisches Unternehmen wahrgenommen, z.b Wintershall (100% Tochter) = Öl und Gas, Lacke für Industrie, Agrochem hängt von der Landwirtschaft ab.

    Es gibt dann aber auch ne Menge bsp für nicht-zyklische Konsumgüter, z.b Henkel, p&g, unilever vielleicht.

    Warum betrachtest Du die Basf nicht als Zykliker?

  58. Claus

    @ Rainer Zufall
    ich wollte nicht zu viele Bereiche haben, deshalb gibt es bei mir den „Rest“-Bereich. Hierin sind bei mir Aktien enthalten, die man kaufen kann, aber nicht unbedingt haben muss.

    Industriewerte sind für mich klare Zykliker, die ich nicht so gerne halte. Ich kaufe z.B. niemals Auto-Werte.

    Aber es gibt auch Perlen bei den Industriewerten, wie z.B. eine AptarGroup (Verpackungen) oder Danaher.

    Zum „Rest“-Bereich zähle ich:

    Chemie, Mischkonzerne, Medien (z.B. Disney) und sonstige Industriewerte

    @ Christoph

    Apple würde ich zu meinem Bereich „IT/EDV/Technologie“ zählen, nicht zu den Konsumwerten.

    Nike ist für mich ein Konsumwert, kein Zykliker. Wobei natürlich jede Aktie und jeder Bereich eine gewisse Zyklik hat.

    Schau dir mal einen 20-Jahres-Langfristchart in EUR an, in dem du den Kursverlauf von Nike und BASF übereinander legst. BASF schwankt deutlich stärker und hat am Ende nur ca. die halbe Kurs-Rendite von Nike.

  59. Rainer Zufall

    Ich halte mich bei Industriewerten auch sehr zurück. Ausnahme: Basf, aus verschiedenen Gründen.

    Das schöne ist doch aber: Zykliker kann man viel leichter günstig bewertet bekommen, als nicht-zykliker. Wie siehst Du das?

  60. K.

    @ Tobias F:

    Ich nutze XINTZINSFUSS .
    Siehe auch: http://dividenden-sammler.de/800/renditeberechnung-mit-xintzinsfuss/

    Käufe inkl. Gebühren als – Eintragen.
    Jahrensend-Buchwerte in der Summe als +. Netto-Ausschüttungen als +. Verkäufe abzgl. Gebühren (=Ertrag) als +.

    Fertig. Einfach und schnell.
    Just for fun habe ich aber noch andere Übersichten (z.B. Käufe und Erträge pro Aktie/ETF oder auch eine Dividendenentwicklung insgesamt für meine Depots).

    Aber mit dem Hauptaugenmerk Dividenden aufs Gesamtdepot gesehen und in Bezug auf die Rendite reicht mir das erstgenannte.

    Ich führe insgesamt drei Übersichten und bin pro Ausschüttung ca. 3 Minuten „beschäftigt“. Lasse ich die Dividenenentwicklung weg (da ich hier brutto und netto anschaue also auch den Steuerbetrag), wären es ggf. nur eine Minute inkl. Speichern/Downloaden der Belege der Bank, da ich dann nur den Auszahlungs(netto)-Betrag auf meinem Konto brauche.
    In sporadischen Abständen werden die Belege und zugehörigen Steuerbelege der Bank ausgedruckt und dann geht alles en block mit Hilfe des Jahressteuerbescheides der Bank(en) einmal pro Jahr in die Steuererklärung. Der Aufwand ist gefühlt geringer als für andere ESt-Geschichten.
    Lieber die paar Minunten als 30 EUR und mehr pro Monat dafür an eine Versicherung mit weniger Rendite plus x Gebühren. Das sehe ich als sehr guten Stundenlohn an. Aufwand pro Monat je nachdem ob ich bei jeder Ausschüttung reagiere oder einmal pro Monat gesammelt zwischen 5 und 15 Minunten.
    Da ich, aber das ist mein persönlicher Spleen, die Dividenen bis zur nächsten gesammelten Reinvestition zum Zwischenparken und „Arbeiten“ noch auf ein Tagesgeldkonto schiebe, kommt hier natürlich nochmal Zeit für Überweisung und Vermerk dazu. Aber das hat ja nichts mit Verwaltung zu tun.

    Ich weiß nicht mehr wer es war, aber man sieht wieder Einkommen macht etwas aus. Was muss man verdienen damit man in normalen Monaten 2500 EUR in Aktien investieren kann wie ich in den Kommentaren las. In schlechten bzw. guten Kaufmonaten sogar das dreifache. Das ist massiv über Durchschnittsgehalt. Klar damit geht es „schneller“. Aber dem Normalbürger entspricht das nicht.

    Was mich „gefreut“ hat, war der Artikel über die neugekündigten Riester-Renten. 2 von den 1000 waren von mir. 😉 Das Investieren habe ich aber schon vor Kündigung der Riester-Renten begonnen gehabt. Der Auszahlungsbetrag war dann ein netter Anschub, wenn auch per se mit negativem Ertrag im 5stelligen Bereich. Das gleichen die „neuen“ Investitionen aber bald wieder aus.

    Schönen Abend.

  61. Dani

    Matthias Schneider

    danke dir für deine Ausführliche Antwort! Auch die Links sind sehr Interessant!

    Ich bin vom Investitions Stiel auch eher der Kaufen und lange liegen lassen Typ. Von daher würde  Saputo mir doch ganz gut ins Konzept passen. Hätte halt noch ganz gerne was aus dem Lebensmittelbereich und neben Hormel Food stach mir Saputo ins Auge!

    Auf eine Dividendenzahlung lege ich auch Wert, nur bei mir ist es so das ich mich am Anfang auch mit kleineren Zahlungen ( um die 2%-3% ) zufrieden gebe. Vorausgesetzt das, über die Jahre, voraussichtlich stattliche Erhöhungen stattfinden.

  62. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Dani

    Zu Deiner Frage. Ich war früher viel risikoorientierter. Mit dem Alter nimmt das ab. Wie kam ich auf SAP? Es ist ein Konzern aus meiner Heimatregion rund um Mannheim/Heidelberg. Ich kannte Leute, die dort gearbeitet haben. Die Lokalpresse war gefüllt mit SAP-Themen. SAP war ja schon früh sehr stark und erfolgreich. Sie waren recht schnell Weltmarktführer in ihrem Bereich. Hinzu kam, dass sie schon seit 21 Jahren (oder so) Dividenden ausschütten. Es ist ein inhabergeführter Konzern. Die Gründer behielten das Sagen und große Aktienpakete. Hier hat ein Vorstand die Story seit der Gründung recht gut zusammengefasst:

    https://www.boersen-zeitung.de/ajax/bzpro_artikel.php?objt_id=2013122809&anzeige=1&subm=&li=312&divname=contentarea_artikel

    Sieben Jahre nach dem Börsengang gelang SAP der Sprung in den DAX. Das zeigt die Größe.

    Bei CTS Eventim hatte Vorstandschef Klaus-Peter Schulenberg ursprünglich 75 oder gar 80% der Aktien unter seinen Fittchen. Hält ein Branchenkenner so hohe Aktienanteile, ist das ein gutes Indiz. So jemand versucht natürlich alle Hebel in Bewegung zu setzen, dass sein Baby wächst und gedeiht. Klar, war CTS seinerzeit kleiner und risikoreicher.

    Ich mag grundsätzlich Firmen, wenn der Vorstand oder Familien im hohen Maße beteiligt sind: VW, Conti, Fielmann, Henkel, Beiersdorf, CTS, SAP, Rational, LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton, Berkshire, Facebook, Anheuser-Busch, Wal-Mart, Carnival Corp, Phillips 66, ConocoPhillips, Richemont, SoftBank, Nike, KinderMorgan, Samsung, Oracle, Netflix, Roche, Novartis…

  63. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Dani,

    in den letzten Monaten sind die meisten Werte ja sehr heiß gelaufen. Ich hatte/habe Premium Brands Holdings z.B. im Auge. Als sie noch günstiger war, waren mir andere Werte wichtiger.

    Auch scheint sie mir nicht wichtig genug, sie haben zu müssen. Aber wenn Du Saputo anführst, dann setze die (TSE:PBH) Dir doch auch auf die Watchlist. Vielleicht gibt es die ja mal wieder viel günstiger. Zwischen 25 und 30 CAD fände ich die gut. Aber ich weiß trotzdem nicht wozu ich solche Werte brauche. 😉 Angetan hat es mir allerdings immer noch die Ladenkette „North West Company“ (TSE:NWC). Die haben ihre „Büdche“ in allen möglichen abgelegenen Gegenden, Arktis und so…

    Nachtrag: hier ist ein Ranking der Top 500 in Canada. Vielleicht zur Inspiration ganz nützlich.

    Guten Erfolg

    MS

  64. Dani

    @ Tim

    danke dir für deine ausführliche Antwort!

     

    Ich mag grundsätzlich Firmen, wenn der Vorstand oder Familien im hohen Maße beteiligt sind: VW, Conti, Fielmann, Henkel, Beiersdorf, CTS, SAP, Rational, LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton, Berkshire, Facebook, Anheuser-Busch, Wal-Mart, Carnival Corp, Phillips 66, ConocoPhillips, Richemont, SoftBank, Nike, KinderMorgan, Samsung, Oracle, Netflix, Roche, Novartis…

     

    Ja, in solche Werte zu Investieren macht auf jeden Fall Sinn.

     

    Matthias Schneider

     

    Nachtrag: hier ist ein Ranking der Top 500 in Canada. Vielleicht zur Inspiration ganz nützlich.

    Aber Hallo! Ganz sicher ist es das!  Danke dir!  🙂

  65. Dani

     

     

     

    @ Tim

    Von den Firmen bei denen Familie/Vorstand im hohen Maße beteiligt sind, fallen mir noch spontan ein:

    Barry Callebaut, Sixt, Krones, Kws Saat, Forbo, Fuchs,
    Blackrock,  Sapuro, Bijou Brigitt,  Gerry Weber, Kone, Coloplast,

    und ich glaube noch KWS Saat.

    Wäre das Thema Familie/Vorstand/ Inhabergeführt vielleicht mal einen eigenen Blogartikel wert?

     

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