Fannie, Freddie, Citi, BAC, AIG: Totgesagte leben länger


New York, 29. August 2009

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Vergangene Woche gingen an der US-Börse gigantische Stückzahlen um. Im Kern drehte sich das Geschehen um fünf Werte: Citigroup, Bank of America, Fannie Mae, Freddie Mac und AIG. In diesen fünf Titeln fand täglich zwischen 30 und 40 Prozent des gesamten Börsenhandels der New York Stock Exchange statt.
Da ist was im Busch! Besonders erstaunt bin ich über die Kursexplosion bei den Hypothekenhäusern Fannie und Freddie sowie dem Versicherer AIG. Alle drei Unternehmen schienen praktisch pleite zu sein. Eventuell hat die Obama-Regierung einen Plan, die drei Firmen wieder auf die Beine zu bringen. Schließlich ist die Regierung Großaktionär aller drei Unternehmen. Ein hoher Aktienkurs ist also auch im Interesse des Staates. Ich bin gespannt.
Bei dem Surf-Bekleidungshersteller Quiksilver (Foto oben) sprang der Kurs seit dem 18. August von 1,96 auf zuletzt 2,94 Dollar an. Gerüchten zufolge will Adidas das kalifornische Modeunternehmen übernehmen. Gut möglich, dass die Herzogenauracher hier ein Schnäppchen eintüten wollen. Quiksilver ist an der Börse nur lausige 376 Millionen Dollar wert. Dem steht ein Umsatz von immerhin 2,2 Milliarden Dollar gegenüber. Allerdings schultert die Firma eine Milliarde Dollar an Schulden. Die Kreditlast ist meiner Meinung noch vertretbar.
Morgen werde ich Ihnen berichten, wie es um die Immobilienmärkte in den USA bestellt ist. Welche Bundesstaaten am meisten unter dem Preisverfall gelitten haben und was in New York derzeit los ist.


tim schaefer (Author)

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