Fannie, Freddie, AIG: Die Rocky Horror Show ist vorbei


New York, 29. August 2009

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Bankaktien laufen und laufen. Es ist fast schon besorgniserregend – mit welcher Wucht Aktien wie die Bank of America, Citigroup, Wells Fargo oder Goldman Sachs seit März nach oben geschnellt sind. Wenn es hier in den nächsten Tagen zu einer Korrektur käme, würde mich das nicht wundern. Aber insgesamt glaube ich, dass die Papiere noch Potential haben. Insbesondere bei der Citi sehe ich erhebliche Chancen.
Dramatisch sind aber in den vergangenen vier Wochen die Fußkranken ins Laufen gekommen. Freddie Mac (siehe Chart) machte einen Satz von 60 Cent auf 2,40 Dollar. Das sind 300 Prozent mehr. Fannie Mae kletterte von 60 Cent auf 2,00 Dollar. Macht 233 Prozent! Ob die Kursexplosion nachhaltig ist, weiß ich nicht. Der Staat besitzt die beiden maroden Hypothekenfinanzierer größtenteils. Also dürfte sich die Regierung darüber freuen und ein Interesse an steigenden Kursen haben. Analysten sind dagegen skeptisch. Manch einer hat ein Kursziel von Null oder 50 Cent gesetzt. Aber wenn die Regierung hier eine Lösung findet, dürften die Aktien in der Tat durchstarten. Interesse an einer Pleite hat in Washington wohl niemand.
Das gleiche bei der American International Group, kurz AIG. Als die weltgrößte Versicherung kurz vor dem Kollaps stand, stieg die US-Regierung ein. Jetzt soll der Gigant aufgespaltet und saniert werden. Binnen vier Wochen explodierte der Kurs von 13,35 auf über 50 Dollar. Das Plus ca. 275 Prozent. Auch hier ist es schwierig die Lage als Außenstehender einschätzen zu können. Ich halte mich von solchen Investments fern, wenn ich nicht weiß, was Sache ist. Mir ist das Risiko schlichtweg zu groß. Es besteht die Gefahr, völlig enteignet zu werden.
Das traurige Ende der Münchner Hypo Real Estate sollte Ihnen ein Warnzeichen sein. Und glauben Sie mir, dass ich auch Fehler an der Börse mache. Ich liege leider nicht immer goldrichtig. In den vergangenen Monaten war meine Bilanz dennoch alles in allem aber sehr gut. Auch langfristig bin ich zufrieden mit meiner Performance.


tim schaefer (Author)

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