Familienvater möchte mit 1 Mio. € in Vorruhestand. Reicht das Geld?


New York, 28. März 2015

Ich finde einen Artikel über einen britischen Familienvater beeindruckend. Matthew Ramsden verdient mit 163.000 Euro im Jahr sehr gut. Der 42-jährige hat gespart wie ein Weltmeister. Er hat 700.000 Pfund auf der hohen Kante liegen. Das sind umgerechnet knapp eine Million Euro. Der Millionär besitzt Immobilien, ein paar Aktien und mehrere Aktiendepots für die Rente.

Ramsden möchte jetzt seinen Job an den Nagel hängen. Er spielt mit dem Gedanken, in den vorzeitigen Ruhestand zu gehen. Jedenfalls möchte er kürzer treten.

Meine Meinung dazu: Es ist mehr Geld für den vorzeitigen Ruhestand nötig, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Der Mann hat wohl noch mehr als 40 Lebensjahre zu finanzieren, bis er stirbt. Zwei Kinder und seine Frau sind ebenfalls zu berücksichtigen. Eine Million Euro reichen vermutlich nicht aus.

Das Leben ist voller Überraschungen – positiver wie negativer. Sie sollten immer ein bevorstehendes Problem berücksichtigen. Einen zukünftigen Missgriff.

Niemand kennt exakt seine finanzielle Zukunft. Insofern würde ich Ramsden abraten, in den Vorruhestand zu gehen. Sein Finanzpolster ist nicht bequem genug. Er hat aber, wenn Sie sein Alter berücksichtigen, ein beachtliches Polster zusammen. Der Brite ist auf gutem Weg.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Familienvater möchte mit 1 Mio. € in Vorruhestand. Reicht das Geld?

  1. Roter Franz

    Was für ein Träumer,!!!!!

     

    mit 42 Jahren und einer Mio Euro auf der hohen Kante,  in der Ruhestand.

    Wenn er heute 160.000 Euro verdient, dann ist er nicht sehr zielgerichtet beim sparen vorgegangen. Da müßte deutlich, deutlich mehr auf der hohen Kante liegen.

    -> Die Familie gibt wesentlich mehr Geld aus, als für ein gutes Leben notwendig wäre.

    Und dann will er mit 42 und einer Mio. in der Ruhestand.
    Einfacher Dreisatz.

    160.000 Euro Bruttoeinnahmen = ca. 100.000 Euro netto.
    50.000 Euro Zum Leben, 50.000 Euro zu Sparen.

    1. Mio zu 5 % Div. Rendite, gibt nach Steuern, keine 40.000 Euro.

    Schon mal 20% weniger als früher.

    Von den 40.000 Euro muß er:
    – Krankenkasse
    – Studienkosten ( 3.000-5.000 Euro pro Semster)
    – Lebenmittel usw.
    – Versicherungen
    – Auto, Hausreparatur usw. bezahlen

    Fazit:
    Der soll mal schön bis 55 Arbeiten. Dann hat er 2,5 – 3 Mio und dann klappt das auch mit der Vorruhestand.

  2. Jan

    Der geneigte Blog-Leser hier (und auch vor allem der Verfasser) dürfte doch locker mit einer Millionen hinkommen. Schließlich wird hier sonst die Annahme getroffen, dass eine Rendite von 8 % quasi im Schlaf verdient wird. Gepaart mit einem asketischen Lebensstil reicht die Millionen da doch locker…

  3. Felix

    Einen 160.000 € Job erhält man ja nicht alle Tage. Vermutlich hatte er eine

    teure und zeitaufwändige Ausbildung (Studium, Promotion) absolviert. Und das alles will er mit 42 Jahren an den Nagel hängen, um wie ein Rentner zu leben?

    Ich kann das nicht verstehen.

  4. Couponschneider

    Vermögen alleine reicht ja nicht. Er braucht auch noch Cash-Flow. 1 Million € in Aktien würden einem genügsamen Menschen mit Familie reichen, weil da die knackigen Dividenden fließen. Aber eine Immobilie macht die Sache komplizierter. Auch da hat man vielleicht Mieteinnahmen, aber man muss Rücklagen bilden, um sich Reparaturen leisten zu können.

    Er sollte tatsächlich noch weiter arbeiten. Anstatt alles aufzugeben, kann er ja einfach nur kürzer treten. Es gibt viele Menschen, die sich mit ihrem Beruf identifizieren und dann macht der Beruf Spaß. Ich gehöre dazu und denke nicht an Vorruhestand mit Mitte 40 oder Mitte 50.

  5. Matthias

    Hallo zusammen,

    die Antwort hängt doch von einigen Faktoren ab, wie auch schon Jan berichtet hat. Ich verfolge die sehr interessanten Beiträge in diesem Blog schon einige Zeit und kann mir durchaus vorstellen, dass man unabhängig vom Alter mit 1 Millionen davon leben kann.

    Ich selbst generiere derzeit ca. 3,3 Nettodividende mit grundsoliden Werten, die Dividende hat ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 8,3 % p.a.

    Bei 1 Millionen Euro ergibt das: ca. 24.000 Netto Dividendeneinkommen im ersten Jahr. Allerdings ist dieser Betrag aufgrund des oben genannten Wachstums dynamisch. Folgende Entwicklung kann sich nach Abzug der Steuer ergeben:

    1. Jahr: 24090,- Euro

    2. Jahr: 26089,- Euro

    3. Jahr: 28255,- Euro

    4. Jahr: 30600,- Euro

    5. Jahr: 33140,- Euro

    6. Jahr 35890,- Euro

    7. Jahr: 38869,- Euro

    8. Jahr: 42096,- Euro

    9. Jahr: 45589,- Euro

    10. Jahr: 49373,- Euro

    15. Jahr: 73559,- Euro

     

    Natürlich haben diese Zahlen keinerlei Anspruch, dass es auch tatsächlich so kommen wird. Allerdings zeigt die Vergangenheit, dass diese Werte im langfristigen Mittel erreicht werden.

    Die 24090,- Euro im ersten Jahr erscheinen für viele sicherlich sehr gering, um eine Familie zu ernähren. An dieser Stelle sollte sich eine zusätzliche Reserve von 50.000-100.000 Euro aufgebaut werden, um davon die ersten 4-5 Jahre zehren zu können.

    An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass die meisten von uns, über die Jahre eine hohe Sparqoute haben, um überhaupt erstmal einen solchen Betrag zu erreichen. Dabei wurden auch die in diesem Blog häufig beschriebenen Tugenden Sparsamkeit und Verzicht geübt. Natürlich ist es eine Herausforderung von etwa 2000,- Euro monatlich zu leben. Mit dem oben beschriebenen Puffer und der Aussicht auf eine jährliche üppige „Gehaltssteigerung“ von etwa 8% ist dieses Projekt, sofern nicht in München, Hamburg oder Düsseldorf gelebt wird durchaus möglich.

    Es gibt Städte und sehr lebenswerte Regionen in Deutschland, wo eine Warmiete (3 Zimmer)  zwischen 500-700,- Euro durchaus denkbar ist. Ein schöner Campingurlaub mit Kindern und einem 7-8 Jahre alten zuverlässigen Toyota Kombi ist auch was feines. Wenn man noch Kleingewerbe anmeldet, einen kleinen Onlineshop für Bücher, Wein etc., kann man sehr günstig eine Familienkrankenversicherung abschließen.

    Fazit: Wer mit Herzblut und viel viel Konsequenz es schafft, solch ein Sparziel zu erreichen und dabei vor allem die Lebensqualität „Freude an einfachen Dingen“ kennt, der schafft es auch mit viel Freude, mit diesem Startkapital ein zufriedenes und erfülltes Leben aufzubauen!

    Beste Grüße

     

  6. Kalli

    Wie traurig und armselig ist das denn mit Anfang 40 in Rente gehen zu wollen? Und dann? 40 Jahre angeln?

    Ich empfehle dem Herrn den Fokus weg vom Finanziellen auf seine inneren Wünsche und Ziele zu richten und sich zu fragen, was er denn gerne machen möchte, was treibt ihn an, was erfüllt ihn oder bereitet ihm Freude etc.

    Vielleicht ist die Antwort ein Jobwechsel, vielleicht ein anderes Arbeitszeitmodell, vielleicht ein Neuanfang. Zumindest scheint er mit dem Status Quo nicht glücklich zu sein, weshalb ein „weiter so“ wohl nicht in Betracht kommt.

     

     

  7. Johannes

    „Hüte dich, daß du den Herrn, deinen Gott, nicht vergißt, so daß du seine Gebote, seine Satzungen und Rechtsbestimmungen, die ich dir heute gebiete, nicht hältst; damit nicht, wenn du ißt und satt wirst und schöne Häuser erbaust und darin wohnst, und deine Rinder und Schafe sich mehren, und dein Silber und Gold sich mehren, und alles, was du hast, sich mehrt, dann dein Herz sich überhebt und du den Herrn, deinen Gott, vergißt, der dich aus dem Land Ägypten herausgeführt hat, aus dem Haus der Knechtschaft, der dich durch diese große und schreckliche Wüste geleitet hat, wo feurige Schlangen waren und Skorpione und dürres Land ohne Wasser; der dir Wasser aus dem harten Felsen entspringen ließ; der dich in der Wüste mit Manna speiste, von dem deine Väter nichts wußten, um dich zu demütigen und zu prüfen, damit er dir am Ende Gutes tue; und damit du nicht in deinem Herzen sagst: Meine eigene Kraft und die Stärke meiner Hand hat mir diesen Reichtum verschafft!“  5. Mose 8:11-17.

    „Denn Geldgier ist eine Wurzel alles Übels; danach hat einige gelüstet, und sie sind vom Glauben abgeirrt und machen sich selbst viel Schmerzen.“ 1.Timotheus 6:10.

  8. Syphilis

    @Tim

    Du arbeitest ja weitestgehend für Medien in Deutschland, sprich Du erhälst Dein Honorar in Euro bzw. Draghi-Lira. Leben tust Du aber im USD-Raum. Wie gehst Du damit um, dass Dir Dank Herrn Draghi Dein Gehalt um 20% gekürzt wurde im Laufe der letzten Monate?

     

  9. Gottlieb Schuster

    “  Er hat 700.000 Pfund auf der hohen Kante liegen. Der Millionär besitzt Immobilien, ein paar Aktien und mehrere Aktiendepots für die Rente.“ ,also nicht nur 700.000.– Pfund. Solange  über den Immobilien- und Aktienbesitz nicht mehr bekannt ist, ist alles oben Gesagte Quatsch.

  10. Stefan

    Einige hier hätten evtl. mal lieber den Artikel lesen sollen, BEVOR sie hier so viel am Familienvater herumkritisieren…

    Er will nicht in den Ruhestand, sondern er möchte einfach nicht mehr hunderte Kilometer weg von seiner Familie arbeiten und lieber etwas mehr Zeit mit den Kindern verbringen.

    Dazu will er sich was eigenes aufbauen, oder einen Job in der Nähe seiner Familie suchen, auch wenn er dann auf ein so hohes Einkommen verzichten müsste.

    Generell will er einfach weniger arbeiten und mehr Zeit mit seinen Kindern verbringen.

    Wie ich finde, sind das sehr nachvollziehbare Überlegungen.

    Die Frage aus dem Artikel lautet viel mehr: kann er mit soviel Geld im Rücken die Einkommensverluste ausgleichen.

    Dazu wird dann weiter unten eine Anlageberatung von Experten durchgeführt.

    Der Typ hält z.B. 450.000 Pfund in Cash O_o und will sich dem Kapitalmarkt widmen, sobald es mal wieder gecrashed hat…. (wollen das nicht alle?)

    Wie er selbst sagt, lehnt er Risiken eher ab.

    Insgesamt würde ich sagen, dass der gute Mann typisch deutsch investiert hat.

    Kaum was in Aktien, gut was in Immobilien, ganz viel auf dem Sparbuch.

    Damit dann 50.000,-€ Einkommen erzielen zu wollen, ist zwar ein toller Wunsch, realistisch ist das aber nicht.

    Ich würde ihm empfehlen die nächsten 45 Monate jeweils 10000 Pfund in ETF gestreut anzulegen. Knallt es innerhalb dieser 45 Monate, sollte er „all in“ gehen und sehen wo die Reise hingeht.

    Unfassbar eigentlich, dass jemand mit solch einem Verdienst und einer guten Sparleistung so wenig mit Aktien am Hut hat.

  11. Fruchtwein

    @Johannes

    Ich weiß zwar nicht, was Du mit den Bibelzitaten erklären willst, aber evt. wäre folgendes Buch ein Tipp für Dich: „Jesus, der Kapitalist“ -> http://www.amazon.de/Jesus-Kapitalist-Christliche-Herz-Marktwirtschaft/dp/3898797112/

    Ansonsten empfehle ich zum Thema „Geld ist die Wurzel allen Übels“ die Geldrede von Francisco d’Anconia aus dem Buch „Atlas Shrugged“ („Der Streik“ auf deutsch, empfehle aber das Original in englisch) von Ayn Rand: http://der-streik.de/2011/11/francisco-danconias-rede-zum-geld-im-buch-der-streik-gekurzt/

    @Rest

    Ich verstehe nicht, warum hier so ein Aufstand wegen des Vorruhestands gemacht wird? Definiert ihr euch nur durch den Platz im Hamsterrad oder fehlt die Perspektive und Motivation, wenn man mit geringerer Fremdbestimmung durch das Leben gehen muss? Ich kenne mittlerweile einige Vorruheständler und ich kann euch versprechen, keiner von denen langweilt sich oder ist deswegen am Boden zerstört. Diese Ansicht, dass ohne Arbeit alles am Ende ist, erscheint mir typisch deutsch. Beschäftigung mit Hobbies oder freiwilliger Arbeit (zum Beispiel bei einer NGO, in der eigenen Firma, etc.) scheint mir ein fast unbekanntes Konzept in DEU.

  12. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Syphilis

    Der niedrige Euro ist schon nervig. Ich lebe ziemlich sparsam, bin bescheiden. Ikea-Möbel, kein Auto, kleiner Wohnraum, wenige Dinge. Nur das Nötigste.

  13. Couponschneider

    @Fruchtwein

    Diese Ansicht, dass ohne Arbeit alles am Ende ist, erscheint mir typisch deutsch. Beschäftigung mit Hobbies oder freiwilliger Arbeit (zum Beispiel bei einer NGO, in der eigenen Firma, etc.) scheint mir ein fast unbekanntes Konzept in DEU.

    Freiwillige Arbeit bei einer NGO ist auch Arbeit. Verantwortung zu haben, macht Spaß, hält gesund und auch jung, weil man zwangsläufig mit jungen Menschen zu tun hat.

    Die meisten, die nach finanzieller Freiheit streben, schwebt kein Ruhestand vor, wo man in den Tag hineinlebt und sich nur noch amüsiert. Ich strebe nach finanzieller Freiheit, weil ich irgendwann nicht mehr jeden Job annehmen möchte, der mir angeboten wird. Mit einem Aktienvermögen im Rücken, das mir Dividenden generiert, komme ich irgendwann zu einem Punkt, wo auch mal eine schlechter dotierte Stelle annehmen kann, auch einem Ort, den ich mag. Nicht jeder möchte nach München, wo es die höchsten Ingenieursgehalt abzugreifen gibt.

    Ich kann mittlerweile 20 % meiner Ausgaben mit Dividendeneinnahmen finanzieren.

  14. Fruchtwein

    @Couponschneider

    Deswegen schreibe ich ja auch „freiwillige Arbeit“.

    Man kann eben das machen, worauf man Lust hat. Ist dies eine Stelle als Arbeitnehmer, bitte. Ist dies das in Tag leben, ebenfalls bitte. Mit der finanziellen Freiheit erhält man eine Option, ob und wie man die nutzt ist jedem selbst überlassen.

    Aber wenn Du Dir die Kommentare hier anschaust, dann wundert man sich schon.

    „Und das alles will er mit 42 Jahren an den Nagel hängen, um wie ein Rentner zu leben?“

    „Wie traurig und armselig ist das denn mit Anfang 40 in Rente gehen zu wollen? Und dann? 40 Jahre angeln?“

    Entweder es ist der deutsche Neid, der aus ihnen spricht, oder es muss die Ablehnung eines frei gewählten Lebensstil sein.

    Mr. Money Mustache muss sich ja auch regelmäßig rechtfertigen, da er ja noch arbeite und damit gar nicht im Ruhestand ist. Er sagt aber klar, ich bin im Ruhestand, weil ich mir aussuchen kann, ob, wo und wie ich arbeite.

    20% ist eine ordentliche Hausnummer – da bin ich noch etwas entfernt von. Aber: „Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt“ 😉

  15. willihope

    @Fruchtwein

    Da gebe ich dir 100% recht! Wer sich nur über seine Arbeit definieren kann ist eine arme Sau und hat nur nicht den Intellekt es zu erkennen.

     

    Fast alle finanziell Unabhängigen die ich auf meinen Reisen getroffen habe haben nicht gearbeitet sondern das Leben genossen und sich Dingen gewidmet die ihnen Freude machten.

    Der eine hat Eingeborenen das Segeln auf Jollen gelernt, der andere Aktien getradet, der nächste für alles mögliche interessiert, der nächste hat nur auf seinem Boot gebastelt, manche machten jeden Tag zum Partytag, die anderen dauernd Potluck mit Musik, andere haben das Land erkundet, einer hat sich mit 70 einen Lebentraum erfüllt und eine Marina gebaut, alle hatten sie ein sehr erfülltes Leben und kaum einer kam aus Deutschland.

     

    Einer war Deutscher und das war der reichste Guy in der ganzen Bay, er hat nur von seinen Zinsen vom Sparbuch gelebt, sehr gut sogar! Die Zinsen sind wenig aber dafür Steuerfrei, man muss nur genug Kapital haben und dann geht das auch, wir haben oft über Gott und die Welt philosophiert und er hatte kein Problem ohne Arbeit dazustehen, dafür hat er sich jeden Tag mit neuen Dingen beschäftigt, selten so einen geistig wachen Mann getroffen!

     

    Keiner hatte das Problem sein Selbst nur über das Hamsterrad und das erklimmen der Leitersprossen zu definieren.

     

    Und finanzielle Unabhängigkeit ist nicht auf eine Summe fixiert, mein englischer Freund lebt auf einem 18 Meter Trimaran und braucht ganze 5000 Dollar im Jahr! Er ist Antialkoholiker und glaubt an das baldige Ende der Welt und die Apokalypse oder sowas, so genau hab ich nie zugehört. 🙂

    Der andere zahlt 10.000 Dollar pro Monat Liegegebühr für die Yacht in der Marina und trinkt den Rum wie Wasser.

     

    Also welche Summe man braucht ist sehr individuell, wie die Lebenweisen der Menschen eben auch. Sie alle aber sind FREI!

     

  16. LK

    Ich denke schon, dass man mit 1 MIO auskommen kann, wenn auch ohne Luxus.

    Zusätzlich könnten er und seine Frau jeweils einen netten Halbtagsjob annehmen, damit keinem langweilig wird. Vielleicht will die Frau ja auch wieder mal arbeiten gehen, nachdem sie so lange daheim war und es aufgrund seines Stress-Jobs nicht möglich war?

    Die Uni muss in Mitteleuropa gar nichts kosten, wenn man nicht gerade in der angesagtesten Stadt studieren will, sondern in der Nähe des Heimatortes. Ob das in GB so viel anders ist?

    Was ich damit sagen will: Eine MIO würde einem auf jeden Fall viele Optionen eröffnen, die man sonst nicht hat. Es geht nicht um das strikte „Jetzt tu ich nichts mehr“, sondern um die Frage „Was will ich genau?“.

    Mr. Money Mustache hat dazu einen interessanten Artikel geschrieben, zum Thema Margin of Safety. Darin geht es darum, dass man ja nicht nur von seinem Kapitaleinkommen abhängig ist, sondern durch einen Teilzeitjob, staatliche Pension im Alter usw. auf mehreren finanziellen Standbeinen stehen kann.

  17. AlexanderAlexander

    Wie man liest, sind das doch viele wenn und aber. Um letztendlich sagen zu können, ob er aufhört, weniger macht oder ganz was anderes, weiß man von seiner Situation zu wenig.

     

    Ob 1 Mio zum Aufhören langt, kann sich jeder für sich ausrechnen. Damit ich meinen Lebensstandard halbwegs halten kann, rechne ich mit ca. 2.500 € netto/Monat. Also brauch ich 30.000 €/Jahr, bei einer Verzinsung von 3,5% brutto = ca. 2,5% netto. Also fehlen mir 5.000 €/Jahr. Entweder noch halbtags arbeiten oder 1,3 Mio sparen und gut ist.

    Und finanzielle Unabhängigkeit heisst nun wirklich nicht, ein „Rentnerdasein“ fristen. Ich hätte viele Ideen und Projekte, da würde mir die nächsten Jahre sicher nicht langweilig werden.

  18. Felix

    Will man den nötigen Cashflow mit Dividenden generieren, so unterliegen diese beachtlichen Schwankungen. Mit Dividendeneinnahmen sind heuer locker 30 % höher als im letzten Jahr. Das liegt nicht so sehr an den höheren Ausschüttungen der Firmen als am gestiegenen Dollar gegenüber dem Euro. Das geht natürlich im Prinzip auch anders herum.

    Der Unterschied, ob ein 42-jähriger oder ein 62-jähriger aus dem Erwerbsleben ausscheidet ist natürlich die „Restlaufzeit“. Für letzteren langt 1 Mio. mit Kapitalverzehr allemal. Will ein 42-jähriger auch noch seinen Kindern etwas hinterlassen, wird es eng.

  19. Treptow

    „Der Unterschied, ob ein 42-jähriger oder ein 62-jähriger aus dem Erwerbsleben ausscheidet ist natürlich die “Restlaufzeit”. Für letzteren langt 1 Mio. mit Kapitalverzehr allemal. Will ein 42-jähriger auch noch seinen Kindern etwas hinterlassen, wird es eng.“

    Wie alt war der Pilot und der Durchschnittsgast der German Wings Maschine?

    P.S.: Glaubt Ihr, dass Ihr nach dem Platzen der EZB-Blase ungeschoren davon kommt und „Euer“ Kapital behalten könnt? Staaten können da sehr kreativ werden (Zypern als kleiner Vorgeschmack). Auch mal nach den Ideen vin Mme. Lagarde in den hübschen Kleidchen googeln.

  20. Fruchtwein

    @Treptow

    Es gibt legale Möglichkeiten sein Vermögen vor dem automatisierten Zugriff bestimmter Staaten zu schützen. Und wenn es einen dann doch zuviel gibt, kann man wegziehen. Damit beschäftige ich mich auch auf meinem Blog in der Serie „Ruhestand in…“. Es gibt erstaunlich viele Länder, die freuen sich über Dein Kapital und behandeln Dich sehr gut. Im vor Neid zerfressenen Deutschland (und mittlerweile auch Europa) geht es natürlich nur darum Geld abzuschöpfen und umzuverteilen (über die eigene Tasche natürlich), aber ihr habt sie ja gewählt kann ich da nur sagen.

    Was Du mit dem geschmacklosen Vergleich zwischen dem Vermögensaufbau und den Toten der Germanwings-Tragödie sagen willst, verstehe ich leider nicht.

    Aktienmärkte und die Firmen haben Weltkriege überstanden – auch wenn der nächste Crash immer der schlimmste der Welt sein wird, warum sollte es dann anders sein? Das klingt für mich alles eher wie eine YOLO Einstellung bzw. die Faulheit zu sparen und zu ivestieren.

  21. AlexanderAlexander

    Barvermögen kann man rel. einfach einziehen, Immobilien zusätzlich besteuern. Gut, Dividenden auch. Aber Unternehmen enteignen wird schon schwierig, das trauen sich die wenigsten Unternehmen. Und warum hab ich nur so viele amerikanische Unternehmen…..???

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