Es lohnt sich Optimist zu sein


New York, 10. April 2016
Sonnenuntergang hinter der Brooklyn Brücke

Sonnenuntergang hinter der Brooklyn Brücke

Ich bin ein Optimist. Uns Erdbewohnern geht es seit hunderten von Jahren besser. Der Fortschritt ist enorm. Klar gibt es Rückschläge. Syrien-Krieg. Flüchtlingskrise. Diabetes-Epidemie.

Doch alles in allem geht es aufwärts. Wie können Sie von dem sagenhaften Fortschritt am besten profitieren? Kaufen Sie Aktien oder gleich den ganzen Aktienmarkt. Der Dow-Jones-Index stürmte im vorigen Jahrhundert von 66 auf 11.497 Zähler. Ja, einzelne Firmen gehen pleite. Aber andere Firmen machen das mehr als wett, sie stürmen nach oben. Mittlerweile steht der Dow Jones bei 17.500 Punkten.

Das ganze Krisengerede der Pessimisten ist im Grunde genommen Blödsinn. Uns geht es besser. Die Produktivität steigt. Die Medizin wird besser. Die Menschen werden so alt wie nie zuvor.

Natürlich gibt es Herausforderungen. Weil die Produktivität zunimmt, gehen Arbeitsplätze verloren. Bald gibt es keine Taxi-Fahrer mehr, dann übernehmen Roboter das Steuer.

Pakete werden mit Drohnen geliefert. Züge werden ferngesteuert. Autos von Robotern gebaut.

Aus diesem Grund ist eine gute Ausbildung wichtig. Ständiges Lernen. Lesen. Motivieren. Und Sparen.

Der Altersvorsorge kommt eine größere Bedeutung zu. Durch die alternde Gesellschaft müssen Menschen mehr Geld zurücklegen als jemals zuvor. Länder wie die USA, Großbritannien oder Australien haben ihr Altersvorsorgesystem vorbildlich reformiert. Zumindest hat die Mittel- und Oberschicht mehr Möglichkeiten, um renditestark und gebührenarm vorzusorgen.

Arbeitnehmer können in den USA in einen Aktienindex nahezu gebührenfrei sparen. Und zwar aus dem Brutto. Der Chef gibt oft einen Bonus obendrauf. Amerikaner können mit einer Rendite von acht bis zehn Prozent im langen Schnitt rechnen. Das zahlt sich aus. Amerikaner haben einiges gespart.

So haben 65-jährige in ihrem „Aktiendepot für die Rente“ im Schnitt schon 172.000 Dollar aufgeschichtet. Gewiss ist das noch nicht perfekt, aber ein gewaltiger Schritt nach vorne. Neben diesem Geld haben die Amerikaner ihre gesetzliche Rente, die überm großen Teich „Social Security“ heißt.

In Deutschland ist leider die Riester-Rente ein Flop geworden. Während die Amerikaner renditestark und gebührenschonend fürs Alter sparen, machen wir Deutschen es blödsinnigerweise anders herum: Wir sparen renditeschwach und gebührenstark. Riester-Verträge sind vielfach Gebührengräber. Schon der Abschluss eines Vertrages kann mehrere Tausend Euro Provision an den Vermittler zur Folge haben.

Wir haben einen Interessenkonflikt zwischen der Finanzbranche und den Bürgern. Die Bundesregierung hat diesen Interessenkonflikt leider nicht bereinigt, sondern ihn fortbestehen lassen. Mit der Folge, dass Millionen Bürger bis an ihr Lebensende von gierigen Finanzkolossen geschröpft werden.

Es ist nicht die Schuld der Finanzkonzerne. Es ist deren gutes Recht, so viel Rahm abzuschöpfen, wie sie legal dürfen. Es ist die Schuld der Politik, die das Problem nicht wegreguliert hat. Berlin hätte die Bürger vor unangebrachten Gebühren schützen müssen. Riester-Verträge mit hohen Verwaltungsgebühren sind ja gerade die lukrativsten Produkte für die Anbieter. Das ist das Problem. Der Vertrieb möchte gerade diese Produkte unters Volk bringen. Von Anbeginn fehlte bei Riester die Transparenz bei den Kosten.

Es gibt eine Grundregel: Hohe Kosten sind ein Indiz für eine geringere Rendite.

Immer mehr Politiker fordern zurecht Riester-Renten abzuschaffen. Ich rate den Deutschen das amerikanische, britische oder australische System der Altersvorsorge zu kopieren.

Ich empfehle meinen Bloglesern so viel Sie können zu sparen. Entweder in ETFs, Indexfonds oder vernünftige Aktienfonds. Auch Einzelaktien gehen. Haben Sie Geduld. Es kann passieren, dass Sie fünf oder gar zehn Jahre lang ein Minus erleben werden. Das ist völlig „normal“ in bestimmten Phasen. Machen Sie weiter. Geben Sie nicht auf. Vermeiden Sie das Traden. Halten Sie Aktien vorzugsweise langfristig.

Die Mittelschicht in Deutschland spart zu wenig. Sie fahren dicke Neuwagen, leben in zu großen Häusern. Die Schulden sind zu hoch.

Es mangelt an der Selbstkontrolle. Das Tilgen der Schulden ist wichtig. Das Investieren. Im Endeffekt ist es eine Charakterfrage. Es hat etwas mit Integrität zu tun.

Wer schuldenfrei ist, hat mehr Einkommen am Monatsende zur Verfügung. Es ist ein Gefühl der Freiheit, wenn Sie frei entscheiden können, wohin das Einkommen geht: Sparen, Investieren, Spenden, Helfen, Urlaub… Das ist ein herrliches Leben. Es ist besser, als wenn Sie jeden Monat einen Stapel Rechnungen und Verträge bezahlen müssen und nichts übrig bleibt.

Vergessen Sie nicht: Bleiben Sie ein Optimist. Hören Sie nicht auf die Schwarzmaler. Schauen Sie sich nur den Börsenverlauf seit mehr als einem Jahrhundert an. Alles wird gut. Ich habe keine Angst vor der Zukunft.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Es lohnt sich Optimist zu sein

  1. chaostrader

    Oh, der Herr Schäfer mutiert zum Boglehead.

    Indexing ist halt doch nicht so dämlich. Manch einer behauptet, es schlägt in  vielen Fällen das Stock Picking.

  2. Felix

    Der Artikel hat gut angefangen, dann kam leider wieder die alter Riesterleiher, die hier alle bis zum Erbrechen kennen dürften. Ich habe auch einen Riestervertrag, um die staatliche Förderung mitzunehmen. Die jährliche Gebühr macht, ich habe extra noch mal nachgeschaut, 0,7 %. Da geht noch, finde ich.

    Ich bin auch Optimist und kaufe mir, dazu habe ich mich jetzt entschlossen, einen i3 von BMW. Die Reichweite lässt noch zu wünschen übrig, dafür ist es ein modernes Auto. Und irgendjemand muss ja in den Fortschritt investieren, statt zu lamentieren!

  3. K.

    @Felix

    Ich denke zwischen durch (für neu Leser oder Google) kann es nicht Schaden das Riester-Thema und Vergleiche rauszuholen. Schön wenn Du Glück hattest einen der wenigen (vermeintlich) guten Riester-Veträge gefunden zu haben. Ich habe es drei mal probiert und erst nach Detailnachfragen (die selbst Experten mit Fragezeichen versahen) und Zerlegeaufstellungen kamen statt 10% Gebühren (sichtbar) zwischen insgesamt 20-50% Gebühren (größtenteils versteckt) heraus.

    Und das waren Produkte wo selbst der langjährige Berater (ein guter Freund, aufrichtig gesprochen und glaubhaft. Und er ist immer noch ein guter Freund) und auch unabhängige Testberichte von überzeugt waren und danach eingestand das es nicht so ist (wie der Freund auch selbst erst später merkte und darüber informierte). Aber selbst die unabhängigen Tester schreiben mittlerweile das sie ggf. versteckte Kosten übersehen bzw. nicht einsehen und deshalb nicht berechnen können. Selbst wenn ein Konzern bereit ist diese aufzuzeigen sind die meisten Mitarbeiter überfordert die Daten herauszufiltern, so Komplex sind die Produkte.

    Aus diesen Gesichtspunkten schadet jeweils ein Absatz der Warnung nicht. Der Grundtenor und Ziel des Artikels von Tim ist ja ein anderer, wenn man sich als Leser nicht auf das Riester-Körnchen versteift und nur dieses herausfiltert.

    Einen schönen Sonntag euch allen.

  4. K.

    @Tim

    Ich sehe gerade wiedermal eine Doku über die USA.

    Schon öfters habe ich gesehen das in vielen Hochhausbüros wie es sie auch in NY gibt, Ferngläser bzw. Teleskope stehen. Stehen die dort weil es als Deko dazugehört oder nutzen viele New Yorker die in Büros arbeiten diese wirklich?

    Ist die Neugier am Büro oder der Wohnung gegenüber oder der weit unter einem liegenden Straße oder entfernteren Häuserblocks so ausgeprägt?

  5. Vali

    „Manch einer behauptet, es schlägt in  vielen Fällen das Stock Picking.“

    In genau 50% der Fälle. In den anderen 50% nicht. 🙂

    Ab einer gewissen Depotgröße wird es wirtschaftlich den Index selbst nachzubilden, finde ich 🙂

  6. Couponschneider

    Riester ist nicht gut, weil der Aktienanteil viel zu gering ist. Ich finde, unter 57 ist bei der Altersvorsorge ein Aktienanteil von unter 100 % nicht zu entschuldigen. Die staatliche Förderung verwirrt nur die Leute. Die Rendite ergibt sich aus dem, was man heute persönlich aufwendet (ohne staatliche Förderung) und aus dem, was man dann später herausbekommt (inkl. staatlicher Förderung). Das ist häufig genug weniger als beim schnöden Aktiensparen. Und beim Aktiensparen hat man den Vorteil, dass die Aktien vererbbares Vermögen sind.

    Es heißt ja oft: „Nicht schon wieder dieses Riesterbashing.“ – Es ist Kritik. Und die meisten Beobachter sind sich einig, dass Riester ein schlechtes Geschäft für die Versicherten ist. Das mag für manche wie „Bashing“ erscheinen, aber niemand redet vom „Hitlerbashing“ oder vom „Stalinbashing“. Die Beweislast ist einfach so erdrückend, bei Hitler, bei Stalin, aber auch der Riesterrente.

    Der Artikel ist nun sechs Jahre alt und es ist noch schlechter geworden: http://www.sueddeutsche.de/geld/lebensversicherung-abkassiert-und-schoengerechnet-1.396132

    In den sechs Jahren konnte ich mir knapp 150000 € zusammensparen. Einerseits ging es im Beruf vorwärts, es gab Gehaltserhöhungen, Boni, Auslandszulagen, andererseits reinvestierte ich auch die Dividenden und Kursanstiege waren ja auch nicht zu knapp.

    Deutsche sind Sicherheitsfetischisten. Diese ganze Fokussierung auf „sichere“ Anleihen ist Wohlstandsvernichtung. Wir reden hier von jahrzehntelangen Sparvorgängen und da kann man ruhig reinrassig in Aktien gehen. Natürlich kann die Börse krachen, wenn man in Rente gehen will. Aber als alter Mensch ist man auch gebrechlich und man könnte hinfallen, deswegen kaufe ich mir mit Mitte 30 noch lange keinen Rollator. Wer 30 Jahre vor dem Rentenantritt schon irgendwie auf Anleihen setzt, der kann eigentlich auch einen Rollator kaufen und benutzen.

    Die Versicherungen sind ja mit ihren hohen Anleihenanteilen selber schuld, dass es ihnen so schlecht geht. Ich weiß nicht, wer da nun wirklich schuld hat. Sind es staatliche Vorschriften, der Basel-Quatsch oder sind die „Investoren“ in den Versicherungen einfach nur dämlich. Wir als Volkswirtschaft schädigen uns damit. Versicherungen akkumulieren Kapital und können rassig investieren und den ?ohlstand mehren. Die Leute haben die Ausbildung. Ich vergleiche das mit Araberhengsten, die man auf den Acker schickt und sich anschließend ein wenig auf der Wiese austoben. An Pferderennen oder am Dressurreiten nehmen die nicht teil und spielen keine Preisgelder ein.

  7. K.

    Ab einer gewissen Depotgröße wird es wirtschaftlich den Index selbst nachzubilden, finde ich 

    Dazu müsste man dann aber (inkl. Versteuerung und somit „Kapitalschmälerung“) von ETF zu Einzelaktien umschichten. Das Kapital das durch Verkauf und Versteuerung wegfällt, kann nicht mehr für einen arbeiten. Womit man wieder beim Contra-Trading (Gebühren und Co) wären. Ggf. eine Einzelfallentscheidung wenn das Depot so groß ist bzw. wäre das das finanzielle Ziel schon vor der geplanten Zeit erreicht ist. Hochrechnungen zeigen auf, das das für Durchschnittsverdiener je nach Beginn (Alter und Zeitfaktor) schwierig werden könnte.

  8. Frank

    @ Couponschneider,

    „Riester ist nicht gut, weil der Aktienanteil viel zu gering ist“, das hat man doch selbst im Griff. Ich bespare mit meinem Riesterplan zu 70 % einen Europafond und zu 30 % einen Rentenfond.

  9. Chrushin

    Gibt es denn überhaupt Hoffnung, dass das Aktiensparen in Deutschland jemals gefördert wird? Ich sehe hier kein Licht am Horizont. Im Gegenteil, wenn die Kapitalertragssteuer abgeschafft wird, wird man den Gewinn auch noch mit dem vollen Steuersatz abgelten müssen.

     

    Ich persönlich ziehe Aktien von Unternehmen den ETFs vor, da ich die persönliche Bindung zum Unternehmen schätze und mehr damit anfangen kann. Des Weiteren finde ich dividendenstarke Aktien für ein Depot hinsichtlich einer Frührente lukrativ, da man dann eben auch von etwas Leben muss und somit die (hoffentlich) stetigen Dividendenzahlungen einen Teil des gehaltes ausmachen. Ich möchte ja nicht unbedingt Aktienanteile verkaufen müssen, um Liquide zu sein. Ausser Alphabet, Amazon und Carl Data Solutions besitze ich derzeit ausschliesslich Aktien mit einer Dividendenausschüttung.

     

    Dass man Zeit und Geduld mitbringen muss, habe ich durch Tim Schäfer und das hiesige Forum gelernt und den Horizont entsprechend erweitert. Ich denke, dass dies einer der wesentlichsten Bausteine für den Erfolg an der Börse ist, neben der Aktienauswahl an sich natürlich. Optimismus gehört als Langfristinvestor natürlich auch dazu und ist die Basis dafür, sich überhaupt mit Geld an Unternehmen zu beteiligen.

     

    Ganz weit oben auf meiner Watchlist ist derzeit McDonalds. Bislang habe ich den Einstieg nicht geschafft, werde dort aber auch zeitnah investieren, da ich von einem weiteren Wachstum dieses unternehmen in den nächsten Jahrzehnten überzeugt bin. Meine letzten (Zu-)Käufe waren Fresenius, Bayer, Cisco und Shell. In meinen Augen alles Unternehmen, die es auch noch in 20 Jahren geben sollte. Interessant werden in den nächsten Jahren und Jahrzehnten neben der Gesundheitsbranche (Diabetes- Novo Nordisk, Fresenius, BB Biotech, Bayer etc) sicherlich auch noch die Themen Roboter, autonomes Fahren, Wasser, alternative Energien.

     

    Euch allen ein schönes Wochenende.

     

  10. Couponschneider

    Noch etwas fällt mir zum Deutschen Michel ein, dem seltsamen Wesen. Bei der Altersvorsorge stellt er gerne auf Automatik, beim Autofahren will er manuell schalten, weil Automatik was für Rentner wäre. Diese Denkweise wirklich obskur. Es muss genau anders herum sein.

  11. K.

    @Frank

    So einen Schieberegler hatte ich auch. Aber die bspw. 70/30-Aufteilung greift erst nach Gebühren und aller Kosten.

    Beispiel: Wenn ich 100 EUR an Beitrag habe, gehen davon ca. 30% an Gebühren (Aberschlusskoten über 5 Jahre, Verwaltungskosten = laufende Kosten auf Vertragsebene und Fondebene, Festverzinslicherebene und sonst wo weg). Die restlichen 70% kommen dann erst zum Arbeiten und werden dann aufgeteilt.

    Ergo werden von den 100 Euro nur 70 Euro angelegt. => (49 = Euro) auf den (bei Dir) Europafond und 30% (= 21 Euro) auf den Rentenfond aufgeteilt. Erst diese können anfangen zu arbeiten und ggf. Rendite erwirtschaften.

    Wenn Dir eine Bank oder sonst wer anbieten würde, geben Sie mir 100 Euro, davon behalten wir 30 und 70 legen wir an, würdest Du einschlagen?

    Im ungünstigsten Fall bekommst Du am Ende dein eingezahltes Kapital (Summe aller Beiträge ohne Abzüge, unverzinst) verrentet (=Riester-Garantie). So wie als hättest Du 100 Euro jeden Monat unter die Matratze gelegt.

    Es reicht also für die Versicherung aus, das mit den 70 Euro Kapital soviel erwirtschaft wird, das die Kosten die sie während der Ansparphase eingezahlt hat, wieder drinne hat. Damit hat sie ihre Seite (=Riester-Garantie) des Vertrages rechtlich gesehen erfüllt. Alles andere (mehr Kapital als die Summe aller Beiträge) ist „optional“ aber nicht verpflichtend.

    Für die Zulagenanteile (gelten auch als Beiträge) werden entsprechend auch Gebühren abgezogen bzw. einbehalten.

    Was an Überschüssen und verzögerten Überschussbeteiligungen sonst noch versickert und bei Dir evtl. gar nicht ankommt (zeitliche Auszahlung deines theor. Anteils nach Gusto der Versicherung), davon habe ich noch gar nicht gesprochen.

    Beispiel Riester-Garantie (=Summe aller Beiträge als Mindestverrentungskapital):

    Beginn mit 30 Jahren, davor interessiert sich fast keiner für die Rente:

    Anzahl der Jahre bis zur Rente x Monate x monatlicher Beitrag (ohne Zulagen)*

    37 Jahre x 12 x 162 Euro (=komplette Ausschüpfung der steuerlichen Förderung und staatlichen Zuschüsse)

    => Garantiekapital das Verrentet wird: 71.928,00 Euro
    (Verrentungskosten ggf. extra zum abziehen oder auch schon „bezahlt“ je nach Vertrag)

    *)Garantiekapital ohne Zulagen gerechnet (so machen es auch die Versicherer), da man ja nicht weiß ob es man die Zulagen überhaupt beantragt, immer bekommt und wie sich diese allgemein entwickeln.

    Lebensannahme der Versicherer 95 Jahre und älter (garantierter Rentenzeitraum)=> 95 – 67 = 28 Jahre
    Ein heute 30 Jähriger würde bei statistischer optimaler Lebensführung ca. 85 werden. Ggf. 89 aber damit ist er schon ein Langleber lt. Statistik.

    71.928 / 28 / 12 => 214,07 Euro pro Monat (sind in der Rente dann noch zu versteuern!)

    Beginnende mit 20 Jahren:

    47 Jahre x 12 x 162 Euro

    => zu verrentendes Garantiekapital: 91.368 Euro
    (Verrentungskosten ggf. extra zum abziehen oder auch schon „bezahlt“ je nach Vertrag)

    28 Jahre Mindestrente (garantiert) => 423 Euro pro Monat (sind in der Rente dann noch zu versteuern!)

    Diese Euros pro Monat Rente müssen dann jeweils noch (nachgelagert, ab Rentenbeginn) versteuert werden. Also schälern diese sich zum zukünftigen (unbekannten) Steuersatz nochmal.

    Erst wenn man den Mindestverrentungszeitraum überschreitet (den Versicherungen ja sehr weit wählen würde man mehr bekommen als man eingezahlt hat). Wer wird alles über 95 oder gar 100?

    Effektiv arbeiten von den 162 Euro Monatsbeitrag nur ca. 110-130 Euro.

    Lege ich die 162 Euro selbst an und habe 1% Kosten => Kosten: 1,62 Euro (gerundet 2 Euro). Hier können 160 Euro arbeiten. Und selbst bei 4 % Kosten (6,48 Euro) (Ausgabeaufschläge oder Bankprovisionen) sind es noch 155,52 Euro die Rendite erarbeiten können.
    130 Euro angelegt auf 37 Jahre mit 5% Rendite => 162.833,69 Euro

    160 Euro angelegt auf 37 Jahre mit 5% Rendite => 200.410,69 Euro

    Abzgl. ca. 30 Steuer (nach Aktien/etc…-Verkauf) bleiben als Kapital:
    113.983,58 Euro bzw.  140.287,48 Euro.

    Das auch bis 95 gerechnet (28 Jahre Rente) pro Monat (unversteuert da schon besteuert, außer ggf. neue Zinserträgssteuern):

    339,23 Euro bzw. 417 Euro. (bereits versteuert)

    5% Rendite (im Durchschnitt und an der Börse) ist schon sehr konservativ, historisch betrachtet. Zum nachrechnen:http://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php

    Auf http://zendepot.de findest Du gute Rechenbeispiele die dir die Kosten in% und Rendite vor und nach Gebühren aufzeigen.

    Also allein das was ich ohne Versicherung mit den 162 Euro anstellen kann spricht für mich dafür. Und selbst wenn es keine 5% werden besser als in der Abhängigkeit der Versicherung zu stecken (in Bezug aufs Kapital, die Unvererbarkeit des Kapitals. Was ist wenn ich mit 70 eine schlechte Gesundheitsprognose erhalte und gerne eine Weltreise machen will weil ich bald sterbe. Mit selbst aufgebauten Kapital geht das. Den Rest kann ich verreben. An mein Riester-Kapital komme ich (abgesehen von max. 30% einmalig zu Rentenbeginn, welches dann die monatliche Rente nochmal schmälert) nicht ran.
    Riester-Guthaben-Vererbarkeit ist hier auch begrenzt und schwierig.
    Davon abgesehen das die 162 Euro je nach Einkommen evtl. gar nicht reichen wenn man sich Formeln anschaut was man fürs Alter wegsparen sollte.
    Und was ist wenn ich später (egal wann) Kapital an Enkel oder Kinder abgeben / zu Lebzeiten schenken will für Hausbau, Ausbildung? Geht mit Riester nicht.

    Kommen beim Riester-Vertrag noch (kleine) Sub oder Zusatzversicherungen (BU-Schutz, Beitragsübernahme im BU-Fall oder ähnliches) mit rein, wird das ganze noch undurchsichtiger und schmälert zusätzlich die mauen Garantien da hier noch mehr Produkte vermischt werden. Versicherung und Kapitalaufbau gehört für manche Experten ja schon getrennt. Da Sicherheiten die Rendite schmälern.

    Ich finde die Grundidee der Zusatzrente und Privatvorsorge gut, aber die 154 Euro Zulage pro Jahr (bei entsprechender Einzahlung und Regeleinhaltung) beim Riester rentieren sich auf Grund der ganzen Gebühren leider nicht. Mache ich es selbst und verzichte auf die 154 Euro komme ich besser weg.

    Die Zulagen decken meist nicht die Kosten ab.

    @Felix

    0,7% an Kosten? Bist Du sicher? Eine spätere Kapitalverrentung (die ggf. auch später erst Kosten verursacht bei Renteneintritt) mit inbegriffen? Wie heißt den das Wunderprodukt?

  12. Oliver

    @K.

    Sehr gut beschrieben. Ich sehe es ähnlich, auch wenn einige es Riester-Bashing nennen: Für mich legalisierter Betrug am Kunden. Diese Anlage kann sich nicht rechenen und je nachdem, wie alt man ist und Zeit bis zur ersten Auszahlung kann der Staat jederzeit die Regeleungen ändern wie er lustig ist. Das es eine Vertragssicherheit wie vor ein paar Jahren noch gab, ist inzwischen auch schon Geschichte, wenn man sich die Regelungen für Rentenversicherungen anschaut. Im übrigen sollte man möglichst langlaufende, schwierige, kaum zu verstehende Verträge meiden wo es geht.  Man ist kein Jurist und immer ggü. den Gesellschaften unterlegen. Zum anderen haben viele auch nicht das finanzielle Polster, dagegen zu klagen und das über Jahre, wenn es sein muß.

    Viel wichtiger ist das regelmäßige Sparen und Anlegen in Konstrukte, die man versteht. Ob ETF oder Einzelaktie ist wirklich Geschmackssache. Ich persönlich bevorzuge die Einzelaktie, da ich der Auffassung bin, dass man bei 10 großen unterschiedlichen Unternehmen schon genügend diversifiziert ist. Ich habe mittlerweile etwas über 60 Unternehmen und mache mir über die Verteilung gar keine Gedanken mehr. Der Vorteil ist die Vermeidung der offenen und versteckten Gebühren bei Fonds. Wobei die jährliche ETF-Gebühr selber nicht so ausschlaggebend ist, wenn man darauf achtet. Aber das ständige Anpassen des Portfolios macht schon was aus. Trotzdem ist es legitim, in ETFs zu sparen, weil man sich gar keinen großen Kopf machen muß, solange der ETF solide ist.

    Wir reden hier tatsächlich von einer Strategie, die man jahrzehntelang durchhalten muß, um am Ende gute Ergebnisse zu bekommen. Ich persönlich bin ein Mensch, der immer eine Motivation benötigt, sonst klappt das bei mir nicht. Dividenden sind Motivation und wenn sie steigen, ist das eine weitere Motivation. Nur so bin ich in der Lage, wirklich durchzuhalten. Ich habe festgestellt, dass der Buchwert für mich immer unwichtiger geworden ist (bin insgesamt im Plus). Ich habe eine Excelliste, wo ich beim Start immer am Monatsende den Gesamtbuchwert eingetragen habe. Am Anfang war das noch akribisch, inzwischen trage ich den gar nicht mehr ein. Bei den Dividenden bin ich dafür sehr gewissenhaft. Sehr anschaulich ist der Zeitfaktor, d.h. wie sich die Dividenden der einzelnen Unternehmen nach oben entwickelt haben. Ich bin der Überzeugung, dass wenn ich auf die Prämie des Staates verzichte, ich mit dem Geld über die Jahre angelegt in Aktien eine viel höhere Rendite erwirtschafte. Steuern und Prämien vom Staat sollten bei der Geldanlage nur nachrangige Überlegungen sein. Wichtig ist es, in etwas zu investieren, was jährlich in irgendeiner Form Einkommen generiert und gleichzeitig das jährliche Einkommen auf dem Invest sich steigert. Wenn das der Fall ist, darf man schon optimistisch sein, wie Tim so schön schreibt :).

  13. Vali

    @K. „Dazu müsste man dann aber (inkl. Versteuerung und somit „Kapitalschmälerung“) von ETF zu Einzelaktien umschichten.“

    Du meinst, wenn man schon ETFs hat und dann verkauft und dann erst die Aktien jeweils kauft? So meinte ich es nicht…

    Ich meinte folgendes:

    Wenn ich weiß, dass ich eine Mindestsumme von 300000€ für mein Depot plane, weil sie für mich eine gewisse erste finanzielle Unabhängigkeit bedeuten würde, dann rechne ich so:

    Der Preis im Jahr für ein ETF kostet mich durchschnittlich 0,35%. Das sind 1050€ jährlich auf 300000€.

    Auch, wenn ich nur die billigsten nehme, sind das meist 0,09%, also 270€ jährlich.

    Wenn ich die 300000 im Depot 20 Jahre halte (nur Beispiel), sind das gesamt 5400€ bis 21000€.

    Wenn ich aber für z.B. 5 Euro  10-20 Aktien-Orders im Jahr kaufe, dann sind das 50-100 € im Jahr. Sagen wir, ich brauche für die 300000€ 10 Jahre zum besparen. Dann sind das 500-1000 € insgesamt an Ordergebühren und ich habe über 100 Aktien im Depot! Die nächsten 20 Jahre Haltezeit sind aber kostenlos 🙂

    So rechne ich … (möge kein Denkfehler sich eingeschlichen haben, sonst geht mein Plan nicht auf) 😉

    @Couponschneider, danke für deinen motivierenden Beitrag 🙂

    Oliver, auch super, danke 🙂

     

  14. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ chaostrader

    Oh ja. Indexing ist weise. Die meisten Menschen fahren besser mit Indexing als mit Stockpicking.

     

    @ Felix

    Wenn Dir die „alte Riesterleiher“ hier im Blog nicht passt, dann such Dir andere Internetseiten. Es gibt genug Auswahl. „Leiher“ schreibt sich übrigens ohne „h“.

     

    @ K.

    Ich denke, das Teleskop ist eher für das Design gedacht. Ob die Neugierde wirklich so groß ist, was im Haus gegenüber vor sich geht? Kann sein! Ich weiß es nicht. Zu sehen gibt es bestimmt etwas. In den Wolkenkratzern lassen die Menschen nämlich die großen Fenster im Regelfall auf. Wegen der Aussicht. Es gab ja einen schönen Hitchcock-Film:

    http://www.imdb.com/title/tt0047396/

  15. Leon

    @Vali

    Ich denke Du wirst auch bei 100 Aktien auch einmal im Jahr zum Handeln von ein paar gezwungen werden.

    Im praktischen wird die Rechnung der Kosten vermutlich nicht objektiv korrekt sein.

    Beider Formen haben ihre jeweiligen Vor- und Nachteile.

    @k

    Ja, also normalerweise bin ich gegen Vorurteile und versuche möglichst objektiv zu rechnen…

    Bei der damaligen Kungelei gewisser Finanzmarktdienstleister & Politiker sind viele erst im nachhinein klüger.

    Ob viele daraus für die Zukunft lernen wage ich zu bezweifeln, da wir alle sehr anfällig dafür sind in alte Gewohnheitsmuster zu verfallen. Zudem rechnen wir häufig schlecht und lassen uns gerne mit Geschichten täuschen und sind denkfaul.

  16. K.

    @Oliver

    Danke. Sehe ich auch so, Steuer und „Subventionen“ sollten zweitrangig sein. Aber auf diese Lockwörter springen viele drauf an ohne sie zu verstehen oder (wenn dann) wirklich „auszunutzen“.

    @Vali

    Jetzt verstehe ich was Du meinst bzw. wie Du es meinst. Auch ein nachvollziehbarer Ansatz. Gute Idee. Je nach gusto. 🙂

    @Leon

    Ja, das Denkfaul ist bei vielen vermutlich das Problem. Über (die eigenen) Finanzen nachzudenken ist vielen zu anstrengend. Da Vertraut man lieber dem Bankberater oder Versicherungsvermittler. Der hat ja (angeblich) Ahnung und wird schon wissen was gut ist.

    Dabei hat jeder selbst die Verantwortung, egal ob er selbst denkt oder andere (für sich oder den eigenen Versicherungsvorteil) denken lässt.

    Ich kann nur hoffen das mehr nachrechnen oder wie ich dank Ungereimtheiten im Vertrag Augen-öffende Erlebnisse haben, die sie zu mehr Eigenständigkeit und Eigenverantwortlichkeit und durchdachten, verstandenen Aktionen bringen.

    Zu im Nachinein klüger: Ist dies in Deutschland nicht oft das Problem: Man macht ein Gesetz aber wie die praktische Umsetzung aussieht, kommt erst lange nach Verabschiedung in sog. Ausführungs/Durchführungsverordnungen heraus. Da diese noch in der Mache sind kann einem selbst nach Gesetzverabschiedung noch keiner sagen wie es wirkt oder anzuwenden ist. Da evtl. ist die Gesetzgrundidee gut und spätestens in der Verordnung wird wieder alles (z.B. wg. Lobbyisten) zu nichte gemacht oder praxisfern gestaltet.

  17. Der Malachit

    @ Felix

    Sie schreiben: … Und irgendjemand muss ja in den Fortschritt investieren, statt zu lamentieren!

    Wenn Sie es bereits geschafft haben und von den Erträgen ihrer Investitionen leben können, dann beglückwünsche ich Sie. Eine Investition ist meiner Meinung nach aber keine Geldausgabe zum Zwecke des Konsums, wie der Kauf eines Autos.  Vielleicht sollten Sie das besser als Förderbeitrag für noch nicht ausgereifte Technologien bezeichnen.

    Viel Spaß damit!

     

  18. Lad

    Indexing, investieren in ETF ist doch dumm und dumm und dumm. Mit einem ETF kauft man auch 1) Aktien von Unternehmen, die mit KUV 5 extrem zu teuer sind, 2) Aktien ohne Dividenden oder 0,5% Dividendenrendite, 3) Aktien von Unternehmen, das den Gewinn senkt, was zu fallender Aktie führt, 4) Aktien von Unternehmen, das zum Bankrott führt, wie Nokia, Enron oder General Motors.
    Von ETF bekommt man keine Dividenden oder nur einmal im Jahr.
    Man sollte niemals versuchen den Index zu schlagen, sondern jährlich das Einkommen von Dividenden einige Prozent zu steigern.
    Und wenn dann der Amerikaner mit 65 Jahren schon 172.000 USD in ETF hat, was macht er damit? Er braucht monatliches Einkommen, ohne dass das Kapital abnimmt. Also Aktien mit 3% bis 8% Dividenden, die er niemals verkaufen wird und seine Kinder werden sie erben, oder die Universität von Davao City.
    Von 18 Aktien bekommt man 50x im Jahr Dividenden. Aus Mitleid 🙂 habe ich am Freitag für 500 EUR die ersten 3 Aktien von Munich RE. Dann gehe ich essen am 27.4. zu der HV von Munich RE. In nächsten 3 Jahren werde ich für einige Tausend die Aktien von Munich RE zukaufen.
    Nun habe ich folgende 18 Aktien für immer, nur wegen Dividenden: Münchener Rückversicherung, BASF, BMW ST, AT&T, Johnson & Johnson, Procter & Gamble, Pfizer, United Technologies, Wells Fargo, Banco Bilbao, Banco Santander, Iberdrola, Telefonica SA, HSBC, Royal Dutch Shell A, Tesco, Sanofi, BHP Billiton.
    Was ich mache? Ich helfe dem Warren Buffett. Wenn er die Aktien nicht mehr haben will, kaufe ich sie von ihm. Munich RE, Tesco, PG wie JNJ. Aber wenn Buffett darauf kommt; die Goldman Sachs, Moodys und IBM Aktien zu verkaufen, die will ich auch nicht haben, das war dumme Investition.

  19. Fabian

    @ Lad

    Wobei die Spanier alles andere als sichere Dividendenzahler sind; sie kürzen oder lassen ganz gerne die Zahlung auch einmal ausfallen.

    Die Munich RE bei Zinssatz Null wird in den nächsten Jahren auch Probleme bekommen, ihr Geld rendierliche anzulegen.

  20. K.

    @lad

    Und was ist mit monatlichen oder quartalsweise ausschüttenden Dividenden ETF s? Davon gibt es auch nicht gerade wenige. Finanziell umdenken hilft hier weiter und hat schöne Auflistungen dazu.

    Es gibt alles an Dividenden etfs, je nach Gusto. High yield, global, regional, Aristokraten, usw…..

     

     

     

  21. PIBE350

    Eine optimistische bzw. positive Grundeinstellung lohnt sich in allen Lebensbereichen. Leider regt/hält man sich zu oft über/mit Kleinigkeiten auf. Alles muss möglichst schnell und dabei noch perfekt sein, nichts darf stören. Die wirklich wichtigen und glücklichmachenden Dinge gehen dadurch allzu oft unter. Ich gebe mich mit langweiligen und wartungsarmen Indexfonds zufrieden und wäre schon mit 1-2% Rendite nach Inflation und Steuern zufrieden. 😉

    Liebe Grüße aus dem ultraheißen (gefühlte 40 Grad!!!) Hurghada.

  22. StefanGE

    Hallo zusammen.

    Ich bin vom Trading zum ETF investieren zum Kauf von Einzelaktien gekommen…

    Sozusagen eine geistige Evolution ;-). Hat alles sein Für und Wider, aber letztenendes finde ich die Börse zu spannend und bin zu interessiert daran einzelne Unternehmen kennen zu lernen, als dass ich stumpf ETFs kaufen könnte.

    ETFs sind sicher eine feine Sache, kosten nicht die Welt, bringen Dividenden und man ist grundsätzlich in einigen guten Unternehmen investiert.

    Was mich persönlich daran stört sind 3 Dinge.

    1. wir haben hier in Deutschland keine superbilligen in Deutschland aufgelegten (wg. Steuer) Vanguard ETFs. Die ETFs, die man hier kaufen kann sind günstiger als ein gemanagter Fond, aber eben nicht billig.

    2. man kauft unfassbar viele Firmen mit, die man so niemals kaufen würde. Sehen wir uns z.B. mal den Dax an, da sind von 30 Werten vielleicht 5-10, die ich auch so kaufen würde (Adidas, BASF, Bayer, Fielmann, Beiersdorf evtl. noch BMW, Linde, Daimler, Fresenius). Dazu bekommt man aber Graupen wie RWE, Eon, Lufthansa, Deutsche Bank, Commerzbank, Thyssen und Volkswagen. Bestenfalls also 1/3 hui, 2/3 pfui.

    3. Es ist so unsagbar stumpf ;-). Ja, es ist erfolgreich und ja, man kann den Index nicht langfristig schlagen, aber es ist so langweilig. Mir macht Börse Spaß und ein Hobby kostet nunmal Geld. Ich will nicht immer schon wissen, was ich mir als nächstes kaufe. Ich habe mir z.B. den ganzen März über vorgenommen Cisco zu kaufen, aber dann wurde es doch Bayer. Einfach weil Bayer gerade günstig war (99,993€) und weil es mir Spaß macht mich mit der Materie zu beschäftigen. Ich bin an dem Tag an dem ich kaufen will aufgeregt wie ein Kind zu Weihnachten, das kann mir Indexing nicht geben!

    In meiner Trading Zeit war Börse Stress, in der ETF Zeit war Börse langweilig und jetzt in der „kaufen, liegen lassen und sammeln Phase“ ist es für mich genau richtig. 🙂

  23. Delura

    In meiner Trading Zeit war Börse Stress, in der ETF Zeit war Börse langweilig und jetzt in der „kaufen, liegen lassen und sammeln Phase“ ist es für mich genau richtig.

     

    Richtig zusammen gefasst! Ein Satz sagt mehr als 1000 Worte, für mich ist nicht nur einfach richtig sondern macht Spaß. Ich würde in dem Zusammenhang sogar fast zu dem eigentlich von mir nie gebrauchten „Slang“: Es macht einfach Bock! greifen.

     

    Ich war mal Schalke Fan (bin ich eigentlich auch heute noch) aber so richtig Spaß macht mir mein Depot…

     

    Übrigens prima Blog, sehr konstruktive Beiträge (sowohl für Anfänger als auch für Leute die schon länger mit der Börse zu tun haben) – weiter so !

  24. Slazenger

    @Delura

    Schalke Fan? Wegen Michael Delura? Super Talent das sich leider nie durchgesetzt hat!
    Einmal Schalke, immer Schalke!
    Ja es macht großen Spaß Großartige Unternehmen zu sammeln und sich an den regelmäßig steigenden Dividenden zu freuen!

  25. AlexanderAlexander

    Ich bin auch eher shoppingsüchtig, mir jeden Monat zu überlegen, was ich kaufe, ist eine Genugtuung für mich. ETF´s finde ich auch langweilig. Dann jeden Monat die Dividendeneinnahmen zusammenrechnen macht mir einfach Spaß.

    Wenn mir meine grafische Übersicht wieder einen größeren Balken zeigt als im Vorjahr, weiß ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

    Das bietet mir nun mal kein Riester.

  26. Delura

    @Delura

    Schalke Fan? Wegen Michael Delura? Super Talent das sich leider nie durchgesetzt hat!
    Einmal Schalke, immer Schalke!

     

    Guten Morgen BRUDER 🙂

  27. Vali

    Sehr motivierende Beiträge Jungs, danke 🙂

    Den Spaß+ Bockfaktor;-) traue ich mich hier gar nicht schreiben, den Unternehmensaktien bringen! Deshalb habe ich oben die rein finanziellen Aspekte berechnet. Eben, dass für Langfristinvestoren, die ein gewisses Ziel verfolgen – die finanzielle Unabhängigkeit –  als richtige Buy&Holder und Dividendensammler, die Einzelaktienauswahl und Indexnachbildung die höhere Rendite bringen.

    Mir geht es auch so, und ich freue mich total auf die Dividenden! Schreibe jede auf, mache Charts;-) Allein im April kamen schon 186 Euro von Chimera, Amer. Cap. Agency, Kraft Heinz, Altria, Coca Cola und Total!

    Die sammle ich wieder ganz akribisch und wünsche mir endlich JNJ und EMR. Diese Tabelle hier motiviert mich sehr  🙂

    Bin zwar ein Bayernfan, weil ich den Thomas Müller total süß finde ;-), weshalb ich Allianz ordentlich aufgestockt habe, aber jeder hat so seine Favoriten 😉

    Weiter so!

  28. Slazenger

    @Vali

    mal was ganz anderes , wegen Thomas Müller, Allianz Aktien zu kaufen! Find ich cool!

    @Delura

    bin seit 1970 ! S04 , habe also alle Höhen und Tiefen dort miterlebt! Einzigartig! Faszinierend! Fesselnd! Im Prinzip genauso wie die Börse!

  29. Patently Absurd

    Mich würde die Meinung der Einzelaktien-Liebhaber in diesem Forum zu dem folgenden Unternehmen interessieren:

    Zunächst die Fundamentaldaten:

    KGV (3 Jahre, gemittelt) = 3,1

    KBV (korrigiert um immaterielle Vermögenswerte) = 0,4

    KUV = 0,3

    Eigenkapitalrendite = 11,2%

    Gewinnwachstum (10 Jahre) = 4,4 % p.a

    langfristige Verbindlichkeiten/Nettoumlaufvermögen = 39%

    Dividendenzahlung innerhalb der letzten Jahre schwankend, es wurde aber immer Dividende ausgezahlt, Dividende letztes Jahr 1,2 % auf den derzeitigen Kurswert

    Das Unternehmen hat einen Sitz in Südeuropa, jedoch 50 % des operativen Geschäfts in Afrika, das Unternehmen wurde 1959 gegründet und hat eine Mehrheitseigentümerfamilie, die das Unternehmen managt.

    http://www.finanzen.net/unternehmensprofil/CONDURIL-ENGENHARIA_SA

  30. Patently Absurd

    P.S.: Vielleicht hierzu noch folgender Disclaimer. Ich bin seit zwei Jahren in dem Unternehmen investiert und plane weder die Anteile zu verkaufen noch plane ich aufzustocken. Die Aktien sind sehr illiquide mit entsprechenden hohen Spreads. Dies ist keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.

  31. Jan

    @Patently Absurd

    Sieht den Zahlen nach gut aus.

    Leider geht die Internetseite nicht um die Zahlen nachzurechnen. Darüber hinaus beträgt die Marktkapitalisierung gerade einmal ~130 Mio. Für mich zu klein und undurchsichtig. Außerdem scheint sie relativ illiquide zu sein.

     

    VG

    Jan

  32. Jan

    @Patently Absurd

    Danke dir für die Links.

    Die Infos hatte ich schon gefunden. Ich checke die Daten aber immer noch einmal im Geschäftsbericht nach. Häufig sind die Portale fehlerbehaftet. Darüber hinaus schaue ich immer in die Bilanz um Einmaleffekte rauszufiltern.

    Ich bin gerade letzte Woche über Nestlé gestolpert. Bei finanzen.net steht für 2014 ein Gewinn pro Aktie von 4,xx drin. Dieser enthält allerdings den Verkauf von Unternehmensanteilen. Eigentlich sind es nur 2,7 oder so gewesen. Das verfälscht das KGV und andere Werte natürlich ungemein.

     

  33. Georg L

    Ich hab mir Conduril mal auf Morningstar.com angesehen. Die EBT-Marge ist in 2015 deutlich unterhalb den üblichen Werten (nur noch 5% statt sonst meist um die 20%). Die Bruttoumsatzrenditen sind sehr schwankend. Dazu sinkende Umsätze und sinkende operative Gewinne (jeweils im 5-Jahres-Schnitt)

    Und KGV und KBV sind trotz der auf den ersten Blick niedrigen Werte im Vergleich der letzten Jahre am oberen Rand ihrer sonst üblichen Bandbreite.

    Die Zahlen wären für mich persönlich ausreichend Grund, das Unternehmen nicht genauer unter die Lupe zu nehmen.

  34. Patently Absurd

    @Georg L:

    Die EBIT-Margen und der Umsatz sind rückläufig, weil Angola, in dem zahlreiche Projekte laufen, sich aufgrund des schwachen Ölpreises derzeit mit Investitionen in Infrastruktur zurückhält. Mir ist klar, dass Conduril auch eine Wette auf steigende Ölpreise wäre. Die Abhängigkeit ist aber nicht so gr0ß wie beispielsweise die großer Ölkonzerne, die 2015/2016 Verluste verbuchen müssen. Generell ist es aber auf logisch, dass Infrastruktur in Afrika eher ein Wachstumsmarkt ist.

    Die historischen KGV und KBV Werte sind niedrig, weil vor einigen Jahren eine Bank in Portugal ihre Anteile an dem Unternehmen zu Dumping-Preises auf den Markt gebracht hat. Dies war durch die Finanzkrise bedingt. Es gab eine Zeit, in denen die Aktie bei KGV = 0,5 gehandelt wurde. Dies ist für ein profitables Unternehmen mit 50 Jahre Erfolgsgeschichte eigentlich recht lächerlich.

    Am Markt ist halt alles möglich, und immer auch das Gegenteil…

     

     

  35. Delura

    @slazenger

    Ich – seit 1972! Jürgen Sobieray, Aki Lütkebohmert, die Kremers Zwillinge, Klaus Fischer, Rolf Rüssmann und die Abramczik Brüder. Alle Abstiege, Skandale und Meineide und Meisterschaften der Herzen mitgemacht….

    Aber, Du hast recht ich bin auch immer dabei geblieben – Glück Auf!

  36. Georg L

    @Patently Absurd: vielen Dank für die näheren Infos. Ich sehe, du hast dir schon deutlich mehr als nur die Zahlen gezogen. Ich hatte jetzt auch keinen Zugriff auf den letzten englischsprachigen Geschäftsbericht zu 2015 und portugiesisch liegt mir nicht.

    Mir wäre die Sache aber zu spekulativ. Ich setze lieber auf Langweiler, um sie womöglich „ewig“ zu halten oder auf höher kapitalisierte Werte mit guter Eigenkapitalquote, möglichst ohne Verlustjahre und weitgehend kontinuerlichem positiven Free Cashflow. Und dann natürlich niedrigem (branchenüblichem) KBV und/oder KGV.

  37. Tobias

    @Tim

    Lest ihr „da drüben“ auch was von unserer ganzen Böhmermann-Erdogan-Affäre? Falls ja, wie wird darüber berichtet? Pro Presse-/Meinungsfreiheit oder Pro Erdogan/“Beleidigung muss bestraft werden“ ?

  38. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Tobias

    Ich denke, die Böhmermann-Erdogan-Merkel-Affäre ist kein großes Thema überm großen Teich. Hier müssen sich Politker viel Kritik anhören.

    Hier schreit eine Kundin bei Starbucks den Governeur von Florida an. Das Wort „Arschloch“ und andere Schimpfwörter fallen:

    http://www.nydailynews.com/news/politics/florida-gov-rick-scott-yelled-starbucks-customer-article-1.2590223

    Du kannst in den USA Schimpfwörter aller Art benutzen. Es ist die freie Meinungsäußerung erlaubt – selbst wenn sie verletzend ist. Das ist ein hohes Gut einer Demokratie.
    http://blogs.usembassy.gov/amerikadienst/2013/04/26/meinungsfreiheit/

    Deutschland hat seltsame Gesetze. Ein aggressiver Herrscher wie Erdogan muss solche Kritik/Satire/Schmähgedichte aushalten können. Wir müssen uns nur mal anschauen, was er mit kritischen Journalisten macht.

  39. StefanGE

    Da ein paar Posts zuvor über Einzelwerte gesprochen wurde, was haltet ihr von Daimler?

    Die sind von über 90€ auch im Zuge der Dieselaffäre runter auf knapp 60€. KGV um 7, Dividendenrendite fast 6%(!!).

    Der Dollar steht aktuell so hoch, dass ich mir überlegt habe mit meinen $-Dividenden €uropäische Aktien zu kaufen. Adidas, Bayer und BASF sind schon im Depot, ausserdem Unilever und ING Groep, beide NL. Daimler könnte nun der nächste €-Wert im Depot werden.

    Normalerweise bevorzuge ich amerikanische Firmen, aber zur Diversifikation meines Depots macht es sicherlich Sinn in nächster Zeit etwas europäischer zu kaufen.

    Muss ja auch was Gutes haben, wenn der € so schwächelt. 😉

  40. Slazenger

    @StefanGE

    also Daimler kann man aktuell machen. Ich persönlich ziehe aber langfristig BMW vor, die haben mit der Quandtfamilie starke Aktionäre im Rücken, sind gut unterwegs bei der E-Mobilität, und haben keine LKW Sparte, was durchaus ein Vorteil sein kann wenn die Konjunktur abkühlt!
    Aber schau dir doch auch noch mal eine Linde an, aktuell auch gut zurückgekommen!

    @Delura
    Noch ein Wort zu den Knappen
    Es gab in all den Jahren viele richtig gute Spieler,einige hast du schon genannt, aber einer steht für mich über allen, und dabei war ich bei seiner Verpflichtung sehr skeptisch! Charakterlich und fussballerisch und als Persönlichkeit steht RAUL für mich ganz weit oben! Der Beste den ich in Gelsenkirchen je gesehen habe!

  41. Pepe

    @Patently Absurd

    Wenn eine Aktie trotz guter technischer Werte nicht nach oben abrauscht, sondern ihren flachen Flug fortsetzt, dann liegt das daran, dass die Mehrheit der Anleger dieser Aktie nichts zutraut … Wenn schon Einzelaktien kaufen (ich kaufe nur noch ETFs), dann diese gemäß der relativen Stärke aussuchen, denn: Der Trend ist dein Freund.

  42. Patently Absurd

    @Pepe:

    Ich orientiere mich ausschließlich an Value Investing-Ansätzen. Mit Chart-Analyse fange ich recht wenig an.

    Häufig investiere ich gerade dann, wenn die allgemeine Marktmeinung sehr negativ ist, auch wenn ich dabei in „fallende Messer“ greife. Man erhält Aktien dann häufig zu sehr günstigen Preisen. Ich versuche mir immer selbst eine Meinung zu bilden, die von der allgemeinen Marktmeinung auch mal abweichen kann.

    Zum Thema „Trend is your friend“ empfehle ich das Video von Trendfolge-Profi Proffe:

    https://www.youtube.com/watch?v=oiqlFhT7dcU

    Noch kurz bevor die Südzucker-Aktie ins Bodenlose stürzte hat er den großen Rebound anhand der Chart-Analyse sicher vorhersehen wollen. Angeblich, weil Aktien immer „atmen“ müssen.

    Im Video hat er dann noch seine super Tipps für Optionsscheine zum besten gegeben. Diese Scheine sind inzwischen alle wertlos verfallen.

  43. Christoph

    Hallo,

    zum Thema Erdogan. Das liegt nicht an den Gesetzen, sondern am verhalten der Regierung. Ohne Frage von den Reportern hat Merkels Sprecher gesagt, dass dies beleidigend war!

    Seltsamerweise wurde mit Polen oder Ungarn bei dem Thema anders umgegangen. Aber klar, das liegt nicht an dem „Super“ Deal mit der Türkei und nein natürlich lässt sich die Regierung nicht erpressen.

    @Vali: Guter Verein^ich bin 1978 geboren und seitdem Fan^Oder so ähnlich zumindest.

    Gestern hat jemand bei Lanz berichtet was so bei Bänkern abgeht wenn ältere Leute anrufen und sich über die abgeschlossenen Verträge beschwert. Vermerk eines Beraters war: Der Anrufer wird aufgrund seines Alters und seines Zustands nicht mehr klagen bzw die Verhandlung erleben!

    Oder eine weinende ältere Dame: Sie hat sicher nicht den Mut zu klagen auch wenn Sie gewinnen würde!

    So ist die Moral!

    Vali: J&J ist ein toller Kauf. Kann man nichts falsch machen.

    Vor dem letzten Super Bowl wurden Spieler beider Teams zum Thema Anlegen befragt. Einer wurde auf Janet Yellen angesprochen

    Antwort: Jarett Yellow? *gg*

    Es gab aber zwei von den Panthers: Sie sagten wenn Sie 1 Mio anlegen würden, was würden Sie tun. Der erste sagte: Johnson & Johnson.

    Der zweite wollte dies auch sagten, aber so sagte er Coca Cola.

    Beide schauen einfach immer mal Tv (CnbC) und bekommen so Infos.

     

     

    Beim Lanz haben sich übrigens alle aufgeregt dass es 0 Zinsen gibt. Aber ich verstehe nicht wieso da niemand eingeladen wird der sagt: Leute kauft euch Aktien von stabilen Unternehmen die Dividenden ausschütten. Und das mal einfach erklären. Das wäre sinnvoller als immer zu sagen dass die Politik die Rente anheben soll usw.

     

  44. StefanGE

    @ Christoph, das wundert mich auch. Früher wurde doch auch für jeden Mist zumindest Mr Börse (Dirk Müller) eingeladen. Nur aktuell nicht. Stattdessen überall die Berieselung: Sparen lohnt nicht, gebt das Geld lieber gleich aus.

    Mir fehlt momentan das Geld um all das zu kaufen, was ich für eine rentierliche Anlage halte: Daimler, Gilead Science, Cisco, Deere, Genuine Parts, Intercontinental Exchange, J&J, Nestle, ProSiebenSat1 und und und. Meine Watchlist quilt über und alle Welt jammert, es gäbe keine Zinsen…

    Es gibt übrigens auch smarte Football Spieler: http://www.cbssports.com/nfl/eye-on-football/25265885/lions-wr-with-36-million-contract-lives-on-60000-a-year

  45. Christoph

    StefanGe: Ja seltsamerweise denkt man oft, dass Fottballer nicht intelligent sind. Dabei haben fast alle College Abschlüsse. Richard Shermon zB war in Stanford. Und neulich war er bei Jim Cramer in der Show.

    Der Footballer in deinem Link macht es richtig. Viele verprassen einfach ihre Kohle irrsinniggerweise

  46. Vali

    @Christoph, Jahrgangtechnisch sind wir nahe beieinander 😉

    Ja, alle jammern wegen der Zinsen, dabei ist das bereits die Zukunft. Wir werden unser Geld entweder mit Risiko vermehren oder eben nicht. Die gemütliche Zinsenzeit ist vorbei. Ich erwarte, dass die Banken bald die Kosten erhöhen, Kontoführung usw.

    JNJ muss ich vor Mitte Mai haben, außer die Börse macht jetzt Höhensprünge…

    @StefanGE, gute  Watchlist 😉 Heute kam auch die Nestle-Divi und ich kaue am Kit-Kat herum;-). Aber zum Glück steigt jetzt wieder alles, so dass ich die Füße wieder still halten  und einfach nur Geld sammeln kann. Die nächste Delle kommt bestimmt und dann kann man wieder angreifen;-)

    Meinen Bruder habe ich auch endlich überzeugt. Er hat jetzt auch Aktien gekauft. MüRück wegen mir und RWE und Eon zum „Spielen“;-)!!!

    Ich muss immer schmunzeln, denn so habe ich auch angefangen.

    Ich denke, die die jetzt die Börse wegen der Niedrigzinsen entdecken, werden entweder voll auf Sicherheit gehen und sich auf Index-ETFs stürzen, oder erst mal ordentlich zocken…

     

  47. Thomas

    @StefanGE: Ich stimme zu, stetige Volksverdummung. Sparen lohnt nicht mehr, Gold hat den Status als sicheren Hafen verloren, Öl wird nie wieder über 80$ steigen, der Euro ist sicher usw.

  48. Dani

    @ Vali

    forderst du von der Schweiz die Quellsteuer zurück?

    Ich schwanke zwischen Nestle und Unilever. Bei Nestle schreckt mich die Schweizer Quellsteuer doch etwas ab!

  49. Vali

    @Mr. Braun,  😉

    @Dani, nein, wegen 7,20€ zu erstattende Quellensteuer (20% von der Brutto-Dividende) mache ich diesen Aufwand nicht. Deshalb auch meine Zurückhaltung  bei schweizer Aktien bis jetzt. Aber ein Schweizer im Depot sieht immer gut aus 🙂

    Ich würde eher zu Unilever neigen. Habe ich schon länger und die Dividendenzahlung ist wesentlich freundlicher.

     

  50. tim timmer

    @Vali: Zu Unilever gab es gerade folgende Neuigkeit:

    Unilever steigert nach Umsatzrückgang die Dividende
    Gespeichert von Redaktion MyDiv… am/um 14. April 2016 – 9:25

    Der Lebensmittelkonzern Unilever (ISIN: NL0000009355) wird die Quartalsdividende um 6 Prozent auf 0,3201 Euro erhöhen (Vorquartal: 0,302 Euro). Unilever zahlt seine Dividenden vierteljährlich aus. Auf das Gesamtjahr hochgerechnet werden künftig 1,2804 Euro ausgeschüttet. Beim derzeitigen Aktienkurs von 40,07 Euro entspricht dies einer aktuellen Dividendenrendite von knapp 3,2 Prozent.“

    Sowas ist immer super, ich habe gerade mal geschaut, mein Einstiegskurs liegt bei 23, 00 €, d.h. das ist auf den Einstandskurs schon jetzt eine Dividendenrendite von 5,5 %. Selbst wenn die Inflation und Zinzsätze wieder steigen, ist das ja so übel nicht… 😀

  51. Mr.K

    @Vali: Du kannst Dir die Schweizer Quellensteuer bis zu 3 Jahre rückwirkend in einem Vorgang erstatten lassen. Ich selbst halte Nestle, Novartis und Roche.

    Die ersten Dividenden aus der Schweiz habe ich 2015 erhalten. Zwischenzeitlich habe ich auch vereinzelt nachgekauft. Die zu erstattende Quellensteuer hat sich im letzten und in diesem Jahr insgesamt auf 99 CHF aufsummiert.

    Nachdem „meine“ Schweizer Unternehmen dann im kommenden Jahr ihre Dividenden ausgeschüttet haben, werde ich die Quellensteuer zurückfordern.

    Vielleicht stocke ich bis zu diesem Termin sogar noch auf. Dann lohnt es sich noch mehr.

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